Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Parkplatz auf österreichisch

Hadmut
8.7.2019 23:58

Auch eine Idee.

Mir schreibt einer aus Österreich:

In Österreich ist vor einigen Jahren eine Supermarktkette in Konkurs gegangen. Ein “Geschäftsmann” hat danach den Grossteil dieser privaten Parkplatzflächen übernommen und überall dezent Parkverbotsschilder angebracht.

Der macht nichts mit diesen Flächen, gar nichts. Er hat nur ca. 5 Mitarbeiter die den ganzen Tag in Wien hin und her fahren und Falschparker fotografieren. Monatsumsatz an Besitzstörungsklagen angeblich bei ca. 200.000€.

Man hat sogar eine Sammelklage gegen diesen Typen gemacht, ohne Erfolg.

Erinnert mich daran, dass ich vor über 10 Jahren, als ich noch in Dresden wohnte, zu einem Besuch am CERN in Genf eingeladen war. Ich bin damals mit dem Auto zum Flughafen Berlin Schönefeld gefahren und von dort mit dem Billigflieger nach Genf, um dann am CERN in deren Hotel/Gästehaus ein Zimmer zu mieten.

Das teuerste daran war nicht der Flug, auch nicht dieses Hotelzimmer in Genf, sondern der Parkplatz in Schönefeld. Obwohl das Hotelzimmer „vollständig” war, also Bad, Dusche, Zimmerservice, Fernseher und so weiter, und in Genf, einer richtig teuren Stadt, kostete der blanke Asphalt des Parkplatzes sogar pro Quadratmeter und Stunde mehr.

Ich hatte damals einen Kollegen, dessen Freundin damals zur Ausbildung ein Jahr nach London musste, er wollte sie dort regelmäßig besuchen. Über Flughafen Schönefeld. Der fand irgendwann heraus, dass es viel billiger ist, ein paar Straßen weiter in der Ortschaft verboten zu parken und sich einen Strafzettel verpassen zu lassen, als einen regulären Parkplatz am Flughafen zu nehmen.

Und jetzt sollen die Parkplätze in Berlin noch teurer werden.

In New York habe ich gerade Parkplätze gesehen, auf denen sie Autos per Hubgestänge bis zu vierfach übereinander stapeln.

Heute drückte mir in Berlin jemand einen Werbezettel für ein neues Unternehmen in die Hand, das (so ähnlich wie Uber) nicht die Fahrer, sondern die Autos vermietet. Man kann sein Auto dort per Handy-App vermieten und bekommt Geld. Früher oder später werden Leute das machen, um die Parkgebühren zu sparen.