Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Generation Greta

Hadmut
29.4.2019 22:14

So sieht’s dann aus:

Deutsche schicken knapp 500 Millionen Artikel zurück

Millionen Onlinebestellungen schickten die Deutschen 2018 zurück. Das belastet nicht nur die Umwelt, sondern erhöht auch Gesamtkosten für Händler – und das kann am Ende Verbraucher treffen.

Die Deutschen bestellen gerne im Internet – und schicken jedes sechste Paket wieder zurück, wie Wirtschaftswissenschaftler der Universität Bamberg ermittelt haben. Im vergangenen Jahr seien 280 Millionen Pakete und 487 Millionen Artikel zurückgesandt worden. “Damit entstehen Gesamtkosten in Höhe von schätzungsweise 5,46 Milliarden Euro, die einerseits die Kunden durch höhere Marktpreise tragen, andererseits die Margen der E-Commerce-Händler belasten”, erklärte Björn Asdecker von der Forschungsgruppe Retourenmanagement.

Eine Retourensendung verursache im Durchschnitt 19,51 Euro Kosten, die Hälfte davon für den Transport. Zwar landeten nur vier Prozent der zurückgeschickten Artikel im Müll. Aber alles muss zunächst einmal gesichtet und bewertet werden. Immerhin 79 Prozent werden direkt wieder als A-Ware verkauft, weitere 13 Prozent als B-Ware, so die Forscher. […]

Aber die Retouren belasten auch das Klima – so viel wie “täglich 2.200 Autofahrten von Hamburg nach Moskau” oder 238.000 Tonnen CO2 im vergangenen Jahr.

Und speziell zu Zalando heißt es hier:

Retouren: Rund 50 Prozent der Zalando-Pakete werden wieder zurückgeschickt

Einer Bitkom-Umfrage zufolge schicken deutsche Onlineshopper jede achte Bestellung wieder zurück. Bei Zalando liegt die Retouren-Quote sogar bei rund 50 Prozent.

Warum ist die Retouren-Quote bei Zalando so viel höher?

Der Rückversand wird laut Bitkom vor allem von jüngeren Online-Käufern ausgiebig genutzt. 14- bis 29-Jährige schicken 18 Prozent ihrer bestellten Waren wieder zurück. Frauen nutzen die Rücksendemöglichkeit häufiger als Männer.

Gut, da kann man jetzt über Korrelation und Kausalität diskutieren, aber erstens kommt es auf die Kausalität da genaugenommen nicht an, sondern nur auf die Korrelation, und zweitens ist es nun mal so, dass es das früher nicht gab und ältere daher einfach nicht dazu neigen, alles zurückzuschicken. Und Männer einfach auch nicht so.

Mir geht es übrigens ziemlich auf den Wecker, dass man Unterhosen meist nicht originalverpackt, sondern rausgerupft, angeguckt und irgendwie wieder reingestopft im Laden findet. Ich habe noch nie einen Mann gesehen, der das macht. Es sind immer nur Frauen, die das Zeug auspacken, begucken, begreifen müssen, weil Frauen viel haptischer als Männer orientiert sind. Viele Frauen begreifen im wahrsten Sinne des Wortes nur durch Begreifen. Durch Haptik, durch Anfassen. Deshalb passen Online-Käufe und Frauen eigentlich überhaupt nicht zusammen. Ist ja auch das Klagelied vieler Gatten nach dem Samstagseinkauf, wenn Frau wieder wirklich alles begucken und begreifen muss. Anscheinend ist Zalando der Versuch, zwei Dinge, die nicht zusammen passen, Frau und Onlinekauf, durch „Schick’s zurück” zusammenzubringen. Früher ja mal „Schrei vor Glück oder schick’s zurück!”, was ja genau die Einladung dzau war.

Wenn es also immer wieder heißt, dass der Klimawandel männergemacht sei und nur die Männer die Umwelt versauen, dann könnte man das mal entgegenhalten: Männer fahren mehr Auto. Frauen lassen fahren. Sich den Krempel vor die Haustür. Und kommen sich dann umweltbewusst vor, weil sie „ohne Auto auskommen”.