Ansichten eines Informatikers

Katastrophe knapp verbaselt

Hadmut
19.4.2019 20:34

Mmmh. Man weiß es wohl nicht so genau. [Verdammt, Landkarte falsch herum betrachtet.]

Die Neue Zürcher Zeitung schreibt erschreckt, dass die Sunday Times hinter Paywall schreibe, dass man in Syrien dahintergekommen sei, dass der IS im Januar einen Anschlag auf die Stadt Basel vorgehabt habe.

Einer der ausgewerteten Briefe soll ein Satellitenfoto des Basler Rheinhafens enthalten. Ein IS-Kommandeur, der Abu Taher al-Tajiki genannt wird, plante offenbar mit einem Anschlag auf die inzwischen abgebauten Öltanks eine «ökonomische Katastrophe» auszulösen. Der Anschlag sei für vergangenen Januar geplant gewesen, heisst es im Medienbericht.

Eine ökonomische? Oder doch eher eine ökologische?

Der Nachrichtendienst des Bundes (NDB) äussert sich auf Anfrage des «Tagesanzeigers» zurückhaltend zum Thema. «Uns liegen gegenwärtig keine zusätzlichen Informationen zu den möglichen Anschlägen und dem weiteren Inhalt dieser Dokumente vor», sagte Sprecherin Isabelle Graber. Man habe «keine Hinweise auf konkrete Anschlagsplanungen gegen Ziele in der Region Basel».

Die NZZ konnte die vorliegenden Informationen noch nicht verifizieren.

Tja.

Ob ein Anschlag geplant war, weiß man da nicht so. Aber was man merkt, ist, wie nervös und angespannt sie sind. Scheint, als würde die prinzipielle Neutralität der Schweiz auch nicht so wahnsinnig viel bringen.

Aber mal ganz davon abgesehen, ob es überhaupt stimmt: Mal so als Gedankenspiel, was wäre wenn. Ich weiß zwar nichts über den Rheinhafen in Basel, aber ich nehme mal forsch an, er liegt am Rhein. Würden da jetzt größere Öltanks platzen oder explodieren, dann würde was auch immer darin ist – ich vermute mal, Öl – in entweder brennendem oder nicht brennendem Zustand, vermutlich von beidem, in den Rhein laufen. Und dann, so würde ich vermuten, den Rhein entlang.

Keine Ahnung, wie weit sowas kommt, zum Bodensee sind es Luftline noch etwa 100 km, und der Rhein schlängelt sich, also locker 120 bis 150 km Wegstrecke. Die Frage ist, ob da irgendetwas ist oder eingerichtet werden könnte, was das Öl auffängt oder aufnimmt, oder ob das dann einfach da reinschießt. Ich weiß auch nicht, wie schnell der Rhein da fließt, wieviel Zeit da bliebe. Ob sich das Öl dann auf 100 km an den Ufern verschmiert oder ob das im Bodensee ankäme. Ob man den Rhein oberhalb des Bodensees oder den einen Teil des Bodensees vom anderen absperren könnte, zumindest an der Oberfläche, und das innerhalb der Reaktionszeit. Oder ob das dann auch in den deutschen Teil des Rheins fließen würde.

[Verdammt: Ich habe die Landkarte falsch herum betrachtet und war irgendwie durch eine andere Karte mit umgedrehter Ausrichtung gedanklich daran hängen gelieben, dass der Rhein auf dieser Karte von oben nach unten fließt, und hatte mich dann nach Google Maps begeben, aber im Hirn hat sich der Schalter nicht umgelegt, dass auf normalen Karten Norden wieder oben ist. Und das ausgerechnet mir Globetrotter. Ist das jetzt peeeeiiiinlich. Schlimmer noch: Ich hab’s nicht mal gleich kapiert, als mich ein Leser darauf hinwies. Irgendwie war ich fest darauf geeicht, dass der Rhein von links oben nach rechts unten in den Bodensee und von dort dann nach unten richtig Deutschland und Nordsee fließt.

Herrjemine! Wie unangenehm.

Kommt vor. Trotzdem die Frage: Was wäre wenn… :Verdammmt Ende]

Interessante Frage.