Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Wir brauchen. Wir müssen.

Hadmut
2.2.2019 12:48

Wirklich?

Mal noch etwas Rhetorik-Judo:

Der linksextremistische Jugendableger des Bayerischen Rundfunks schreibt

Ist Euch mal aufgefallen, wie häufig in den Medien einfach so ein „Wir brauchen…” oder „Wir müssen…” hingenagelt wird? Ohne jede Erklärung?

  • Es ist nie klar, war „wir” ist. Aber suggestiv spricht der Sprecher damit immer von „Du und ich”, unterstellt also dem Leser, das auch zu brauchen oder zu müssen.
  • Brauchen und müssen sind gedankengrammatikalisch nicht abgeschlossen. Sie müssen immer mit einem „um zu …” stehen. Zwar nicht grammatikalisch im selben Satz, aber in einem Kontext, Sinnzusammenhang.

    Man braucht kein Wasser. Man muss nicht trinken. Das steht nicht einfach so als Naturgesetz im Weltraum herum.

    Man braucht Wasser, um zu überleben. Oder um sich wohlzufühlen. Oder um das Auto zu waschen. Man muss trinken, um nicht zu verdursten.

    Müssen oder brauchen tut man gar nichts. Nicht mal sterben. Man stirbt einfach, man geht nicht sterben, weil man jetzt mal muss.

    Müssen und brauchen heißt immer, dass es erforderlich ist, um eine gewisse Folge der Handlung zu erreichen. Es heißt eher „anders geht’s nicht”. Es geht dabei gedanklich darum, etwas zu vermeiden, was die umvermeidliche Konsequenz aus dem Unterlassen oder Nichteintreten dessen wäre, was man müsse oder brauche.

    Es heißt „Wenn Du nicht willst, dass das passiert, dann ist es erforderlich, ja dann musst Du eben oder dann brauchst Du eben…”

Wer also braucht Diversität auf Youtube? Steht nicht da.

Wozu braucht man Diversität auf Youtube? Steht auch nicht da.

Wozu braucht man Youtube überhaupt? Steht schon wieder nicht da.

Und wenn man es braucht, warum haben wir dann keines und benutzen das der Amerikaner? Warum ist die Menschheit bis vor 10 Jahren ohne Youtube ausgekommen, wenn man es angeblich braucht?

Wozu braucht man Repräsentanz?

Heißt das, dass Frauen da repräsentieren müssen oder heißt es, dass man es braucht, von anderen Frauen repräsentiert zu werden?

Wie kommen die überhaupt darauf, dass eine Frau dort andere Frauen repräsentieren würde? Wem gegenüber? Aufgrund welchen Mandats? Worin überhaupt?

Lasst Euch von diesem linksextremistischen Schwachsinn des Bayerischen Rundfunks nicht aufs Glatteis führen. Ihr braucht gar nichts. Ihr könnt es nämlich auch bleiben lassen. Man muss nämlich nicht auf Youtube sein. Und Frauen sind kein Stück repräsentiert, wenn da eine andere Frau rumturnt. Ich bin ja auch nicht repräsentiert, nur weil da einer mit meiner Schuhgröße rumläuft.

Ihr müsst lernen, solche Rabulistik zu erkennen und solchem öffentlich-rechtlichen Schwachsinn nicht zu folgen. Und der „Malia-Stiftung” schon gar nicht. Insbesondere nicht, wenn sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk als Dienstleister einer Privatorganisation betätigt.

Wozu man das lernen muss? Um zu … denkt selbst darüber nach, ob man einfach so muss, oder wozu.

Lasst Euch vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk nicht hinters Licht führen!