Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Tierschutzextremisten

Hadmut
27.9.2018 22:26

Die drehen jetzt auch völlig durch.

Bei einem Volksfest in Stuttgart wurde der letzte deutsche Flohzirkus – gegründet 1843 – vorgeführt.

Ergebnis: Proteste von Tierschützern.

Bei seinen Vorstellungen wird Birk immer wieder mit Kritik konfrontiert. Manche fänden seine Arbeit einen „Saustall“, andere halten sie für Tierquälerei. Auch der bayerische Landesverband des Deutschen Tierschutzbunds hat Bedenken beim Flohzirkus. Es sei für den Floh nicht artgerecht und vermutlich auch stressig, Kunststücke aufzuführen, sagte eine Sprecherin.

Ich nehme an, man hat die Flöhe husten gehört.

Jetzt verstehe ich dann auch das Auftreten mancher Grünen: Es ist ihnen nicht erlaubt, sich ihrer Flöhe zu entledigen. Auch sich zu duschen oder gar mit Seife zu waschen würde Flöhe stressen und wäre nicht artgerecht.

Wobei ich ja schon erstaunt bin über das Seelenleben und die Befindlichkeiten eines Flohes:

Die Kunststücke trainiert der Zirkusdirektor bei Licht und Dunkelheit. Der Floh, der die Dunkelheit liebt, muss auf der hellen Bühne seine Aufgabe solange versuchen, bis es klappt. Dann darf er zurück ins Dunkle. „Und irgendwann ist er drauf konditioniert und weiß, wenn er es schnell richtig macht, dann kommt er schnell wieder ins Dunkle.“ Um sie anzutreiben, stupst Birk die kleinen Tiere immer wieder mit einer Pinzette an. Außerdem nutzt er die normalen Bewegungen der Flöhe: Beim Fußballspielen versuche der Floh beispielsweise wegzuspringen, dabei kickt er den Ball.

Es war mir nicht bekannt, dass Flöhe konditioniert oder dressiert werden können. Ich dachte immer, die machen im Flohzirkus, was sie sowieso machen. Wieviel Hirn kann da wohl drinstecken?

Noch 2016 schrieb die taz über einen Flohdompteur:

taz.am wochenende: Herr Flohdresseur, Sie bringen winzige Tiere dazu, Kunststücke vorzuführen. Wie machen Sie das?

Marco Assmann: Ich kann die Flöhe nicht dressieren, ihr Gehirn ist nicht allzu groß. Deshalb nutze ich ihre Instinkte. Der Floh mag es warm, trocken und dunkel. Wenn ich ihn auf ein helles Stück Papier setze, läuft er schnell ins Dunkle. […]

Auch dazu nutze ich ihre Reflexe – wenn ich die Flöhe auf ein Kühlpack lege, halten sie still und ich kann mit feinen Pinzetten den Draht umlegen. […]

Genau so kannte ich das eigentlich, und nichts von konditionieren.

Haben Sie keine Probleme mit Tierschützern?

Nein. Flöhe werden ja sogar von Tierschützern bekämpft. Die Flohbekämpfungsmittel sind besser geworden. Früher bekam ich meine Flöhe im Tierheim oder beim Tierarzt, heute muss ich sie mir selbst züchten.

Also waren Flöhe vor zwei Jahren noch zu doof, um sie zu dressieren, und Tierschützer selbst daran interessiert, Flöhe zu vernichten.

Haben sich seither die Flöhe geändert?

Oder die Tierschützer?

Oder die Journalisten, die darüber schreiben? Wieder mal so eine politisch korrekte Fake-Story?

Und was kommt als nächstes? Wird man geshitstormt und bekommt Demonstrationen, wenn man das Bad saubermacht und Bakterien tötet?