Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Sex zwischen Doktoranden und Vorgesetzten

Hadmut
21.8.2018 21:37

Gut, das ist eines der wenigen Themen, die an mir vorbeigeangen sind.

Sexuelle Belästigung ist so ungefähr das einzige Promotionsproblem, das ich ausgelassen habe.

In Australien haben jetzt eine Reihe von Hochschulen den Sex zwischen Studenten/Doktoranden und Vorgesetzten verboten.

Ist mir nicht ganz klar, wie sie das machen wollen, denn sie können höchsten das Bumsen auf dem Campus, aber nicht außerhalb verbieten. Oder das Promovieren von Leuten verbieten, die man bumst. Aber nicht das Bumsen schlechthin.

Meines Erachtens begehen sie aber einen ganz anderen Fehler.

Ich erklär’s mal am Beispiel von deutschen Universitäten.

An deutschen Universitäten gibt es zwei Arten von Schmiergeld für Promotionen. Genau passend zu den beiden Straftatbeständen Bestechung/Bestechlichkeit und Vorteilsgewährung/Annahme. Es gibt nämlich den Fall, in dem Leute für Schmiergeld promoviert werden, obwohl sie keine promotionsfähige Leistung haben, der Professor also Verbotenes tut, sich bestechen lässt.

Und es gibt das Schutzgeld, in dem man (wie es mir ging) trotz bestehender Leistung noch ein Schmiergeld obendrauf legen muss, um promovieren zu können. Oder auch Diplom zu machen. An der Fakultät, an der ich war, gab es sogar zwei verschiedene Doktorgrade dafür, den Dr. rer. nat. für Wissenschaftler und den Dr. Ing. für Zahler. Ein Hauptfehler, der mir unterlaufen ist, weil ich das vorher nicht wusste, war, dass ich die Dissertation für den Dr. Ing. eingereicht hatte, da wird man dann automatisch erst mal zur Kasse gebeten, weil die da automatisch von einem Hökerdoktor ausgehen. Ich habe auch einen Professor dabei erwischt und ihm das nachgewiesen, dass er für die Annahme einer (sehr guten) Diplomarbeit DM 3.000 haben wollte. Ich habe von anderen Doktoranden erfahren, dass es auch ein Institut gab, an dem man nur gegen eine „freiwillige Spende” von mindestens DM 5.000 promovieren könnte. Die Note hängt vom Preis ab. Auch bei guter Dissertation.

Und es gibt eben diesen anderen Fall, wo Leute, die man nie am Institut sieht und die überhaupt nichts können, aus politischen oder pekuniären Gründen durchpromoviert werden. So einen zum Beispiel.

Viele Frauen sagen zwar gerne, dass sie von ihren Betreuern sexuell belästigt würden. Und in einigen wenigen Fällen mag das sogar stimmen. Aber oft ist es eben nur Gewäsch, um die eigene Unfähigkeit zu übertünchen.

Und es gibt eben eine ganze Reihe von Frauen, die es auf die Sex-Tour versuchen, den Prüfer oder Doktorvater zu verführen oder zu erpressen. So ist es keine Seltenheit, dass Musterlösungen zu Prüfungen gegen Sex rausgegeben werden. Und das kann ja nun wirklich nicht als sexuelle Nötigung des Vorgesetzten gegenüber Studenten gesehen werden.

Insofern wird es interessant sein, ob die Promotionszahlen da rauf- oder runter gehen.