Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Soros, Facebook und die Presse

Hadmut
26.3.2018 23:37

Wie wir herumgetrieben werden wie Schafe im Schlachthof.

Auf einmal kocht Facebook hoch.

Warum eigentlich?

Dass die Daten zu Gold machen, ist nicht neu. Die Informatiker sagen das den Journalisten seit Jahren, aber die Journalisten hat es nie gestört. Die, die jetzt auf Facebook einhacken, haben noch vor wenigen Tagen ihr Publikum aufgefordert, über Facebook mit ihnen in Kontakt zu treten und zu kommentieren.

Auch die Nummer mit Cambridge Analytica ist seit einem Jahr bekannt. Und Obama hat auch schon sowas genutzt. Hat nie jemanden gestört.

Das war natürlich nicht in Ordnung, Facebook hätte das nicht tun dürfen und man hätte sich schon früher daran stören müssen. Grundsätzlich ist das ja nicht schlecht, sich an Facebook zu stören.

Aber warum jetzt? Und warum wieder mal in Form einer konzertiert-synchronisierten Kampagne?

Dass Soros dahintersteckt, hatte ich ja schon vermutet. Auf einmal soll Facebook an Trump und Brexit schuld sein, und deshalb will man Facebook jetzt kleinkriegen. Wiederholung verhindern. Die beiden Wahlen „delegitimieren”. Wahlen wirkungslos machen.

Die Sache hat aber einen Haken: So übel und dreckig Facebook auch sein mag, immerhin geben sie einer großen Zahl „kleiner Leute” eine Stimme im Internet. Nicht jeder könnte, würde und wollte den Aufwand treiben, einen eigenen Webserver zu betreiben. Stirbt Facebook, muss man trotz aller Abneigung sagen, geht auch ein Stück Meinungsfreiheit kaputt – jedenfalls das, was Maas davon noch übrig gelassen hat.

Wenn es aber Verbindungen von Maas zu Soros gibt, könnte man auf den Gedanken kommen, dass schon Maas’ Zensurgesetz in Wirklichkeit den Zielen von Soros diente, und wohl nicht reichte, weshalb man jetzt mit größerem Kaliber schießt.

Journalistenwatch hat nun gerade einen Artikel zu genau diesem Zusammenhang Soros-Facebook. Und die Hintergründe. Beispielsweise dass auch Barack Obama die Methode 2012 schon verwendet, sie sogar erfunden haben soll, und sich niemand daran störte, denn Obama gehört ja zu den Guten. Damals habe man die Republikaner noch dafür kritisiert, dass sie nicht so modern wie Obama seien.

Der UK Guardian, der die Anti-Facebook-Kampagne losgetreten hat, arbeitet eng mit George Soros zusammen – auch als Autor: Am 15.2. schrieb Soros im Guardian, „Nur die EU kann die Macht von Facebook und Google brechen“. Die Autorin des Guardian, die die „Skandalgeschichte“ um Facebook und Cambridge Analytica schon seit dem Brexit verfolgt, Carole Cadwalladr, arbeitet außerdem mit der linken Stiftung Open Democracy zusammen, die von der UK Labour Party und den Open Society Stiftungen von George Soros finanziert wird. Ihre Darstellung eines angeblichen Skandals wird nun ungefragt von allen deutschen Medien, der Bundesregierung und der EU wiedergekäut, um weitere Zensur von konservativen Meinungen im Internet zu fordern.

Viele große deutsche Medien gehören zum „Recherche-Netzwerk“ Correct!v, das von George Soros und der SPD-nahen Brost-Stiftung (WAZ-Gruppe) finanziert wird. Correct!v wurde nach dem Vorbild der US-Lobbygruppe Media Matters gegründet, welches Soros und Clinton-Stratege John Podesta 2004 nach der Lewinsky-Affäre ins Leben riefen, um den Nachrichten den richtigen „Spin“ (Linksdrall) zu geben. Zu den Unterstützern von Correct!v gehören die Chefredakteure Giovanni di Lorenzo („Die Zeit“), Klaus Brinkbäumer („Der Spiegel“), Christian Lindner („Rhein-Zeitung“), Mathias Müller von Blumencron („FAZ“) und Wolfgang Krach („Süddeutsche Zeitung“). Die Süddeutsche Zeitung gehört zum internationalen Recherchekollektiv ICIJ, das von Soros finanziert wird, die SZ wiederum betreibt ein umstrittenes Recherchekollektiv mit den SPD-nahen „öffentlichen“ Sendern WDR und NDR.

Ist der ganze Datenschutzkram nur ein Vorwand?

Geht es hier – als Fortsetzung der Fake News-Kampagne – nur noch darum, alles plattzuhauen, was nicht „Leitmedien” ist, die die „wahren Fakten” verbreiten?

Geht es hier darum, das Internet, jedenfalls das Internet 2.0, an dem jeder mitschreiben kann, wieder abzubauen und die Öffentlichkeit, die öffentliche
Wahrnehmung, auf Propaganda zu reduzieren?

Kommt daher auch die Subventionierung der Presse?