Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Känguru-Pflege

Hadmut
22.4.2017 11:51

Es ist wichtig, das zu wissen, falls Ihr mal in die Situation kommt.

Bei FOCUS machen sie gerade einen eigenen Artikel daraus, dass in Australien eine Frau ein überfahrenes totes Känguru gesehen und in seinem Beutel ein noch lebendes Baby (die heißen Joey) gefunden hat.

Toll.

Das passiert in Australien häufig, und man findet im Outback in vielen Tankstellen, Läden und Farmen immer wieder Stoffeinkaufsbeutel, die irgendwo (meist an der Türklinke) hängen, aus denen kleine gerettet-adoptierte Kängurus neugierig gucken oder nur müde die Beine raushängen lassen, weil die sich in den Einkaufsbeuteln wohl und aufgehoben fühlen. Woraus die alles eine Story machen… Demnächst berichten sie über einen Sack Reis, der in China umgefallen ist.

Übrigens: Deshalb informieren verschiedene Organisationen auch, was man machen soll, wenn man ein überfahrenes Känguru findet. (Eigentlich soll man da nicht nachts Auto fahren, damit das gar nicht erst passiert.) Man soll stets schauen, ob es ein Weibchen ist und ob es was im Beutel hat (haben sie fast immer, weil Kängurus bei Schwangerschaften Pipelining betreiben, sie sind oft mit einem schon innen-schwanger, während sie das vorangehende noch im Beutel haben). Mitnehmen und zur nächsten Auffangstation bringen. Da stehen Schilder, auf denen steht, wie man sie findet.

WICHTIG: Man braucht dazu ein scharfes Messer oder eine kräftige Schere.

Denn Kängurus wachsen im frühen Stadium sogar an der Mutter-Zitze an, sobald sie im Beutel sind, und bleiben da eine Weile fest dran. Das Kleine würde es nicht oder nicht ohne schweren Schaden überleben, wenn man versucht, es von der Zitze zu trennen. Deshalb sei es ganz wichtig, immer die Zitze abzuschneiden und das Kleine mitsamt der angewachsenen Zitze zu retten.

Nur falls Ihr mal in die Situation kommt.

(Gilt nur für Beuteltiere!)