Ansichten eines Informatikers

Zwei McChicken und ne Pommes, Frau Doktor!

Hadmut
11.6.2016 11:12

Noch was zur Universitätswucherung. [Nachtrag]

Eine Leserin wies mich auf die neusten Entwicklungen hin. In den USA seien jetzt nämlich schwarze Frauen die best ausgebildete („most educated”) Bevölkerungsgruppe. Also, sagen die Medien, und dann muss es ja stimmen.

Look out, white male oppressors: Black women are now the most educated group in the country!

At least, that’s the surprising narrative being touted on Salon, The Root and a host of other news sites over the past week. Almost out of nowhere, they say, black women have blown past whites and Asians to become the most educated demographic group in America.

But the narrative is false, a fiction created entirely from a mangling of U.S. census data and an inability to read simple charts.

(Guckt Euch die Links in diesem Artikel an, ich habe gerade keinen Bock, die abzuschreiben. Für die Doofen: Der von mir zitierte Artikel kritisiert die Medien für diese Berichte. Ihr müsst also einmal um die Ecke denken.)

Und sie begründen das, wieder einmal, mit Statistiken:

“By both race and gender there is a higher percentage of black women (9.7 percent) enrolled in college than any other group including Asian women (8.7 percent), white women (7.1 percent) and white men (6.1 percent), according to the 2011 U.S. Census Bureau,” Salon says in its write-up.

The Root, on the other hand, focuses on the fact that, in 2010, “black women earned 68 percent of all associate degrees awarded to black students, as well as 66 percent of bachelor’s degrees, 71 percent of master’s degrees and 65 percent of all doctorates awarded to black students.”

Man begründet das also alleine damit, dass schwarze Frauen einen höheren Anteil an den Studenten haben als andere. Und (aufpassen!), dass sie im Bereich der Studienabschlüsse weitaus stärker vertreten sind als schwarze Männer.

Was gemerkt?

Bei Studentenzahlen sind sie hoch, besser als Asiaten, aber bei den Abschlüssen werden sie plötzlich nur mit schwarzen Männern verglichen. Das könnte darauf hindeuten, dass beispielsweise bei asiatischen Frauen die Erfolgsquote (wieviele der Studenten schaffen einen Abschluss) deutlich höher ist, und die Asiatinnen mit weniger Studenten mehr Abschlüsse holen. Auf die Uni zu gehen, reicht halt nicht. Man muss auch auf der richtigen Seite wieder rauskommen. Und die Aussage, dass die Frauen innerhalb der Schwarzen die meisten Abschlüsse holen, ist auch wertlos, weil oben nicht gesagt wird, wie viele schwarze Männer an die Uni gehen (oder keinen Abschluss bekommen). Man kann sich immer gut darstellen, indem man sich mit jemandem vergleicht, der noch schlechter ist. Das ist eine ganz wichtige Schwindelmethode, die zu erkennen man einfach lernen und beherschen muss, wenn sich in Statistiken die Bezugsgrößen ändern. Denn die oben genannten Zahlen könnten auch genauso gut bedeuten, dass die Schwarzen nicht die bestausgebildetste, sondern die schlechtausgebildetste Gruppe sind, man sie massenweise an die Unis karrt, aber nichts dabei herauskommt, und die Männer dabei noch schlechter als die Frauen abschneiden.

Medienkompetenz! Das heißt heute auch zu erkennen, wann einem einer faule Statistiken serviert.

Also da muss man schon wachsam sein, dass einem da nichts vorgeflunkert wird. Warum schreiben die das eigentlich?

The claim that black women are now the nation’s most educated group is used by The Root and other publications to complain that black women haven’t achieved a superior economic status that reflects this apparently superior education.

“Unfortunately, while black women may be the most highly educated, a recent study found that black women make up just 8 percent of private sector jobs and less than 2 percent of leadership roles,” The Root says. This complaint even made it across the pond, being repeated in The Independent, a British newspaper.

Auch diese Argumentationsweise ist uns bekannt. Man pumpt eine Bevölkerungsgruppe in die unteren Karriereschichten, und beschwert sich dann über Diskriminierung, weil sie in den oberen Karriereschichten nicht genauso vertreten sind. Als ob jemand automatisch proportional nach oben aufsteigen muss, wenn man ihn unten durch die Tür zwingt.

Und es zeigt mal wieder die feministische Leier: Es wird nicht gefragt, was jemand tatsächlich kann oder leistet, sondern allein, welchen Pseudoabschluss jemand hat. Als ob man die Karriere dadurch bestimmen kann, dass man jemandem ein Blatt Papier gibt. Was ja letztlich nichts anderes als die totale Verblödung ist, weil man den Universitätsbesuch zur reinen Formalie, zum Verwaltungsvorgang degradiert. Man senkt einfach die Aufnahmekriterien auf Null, drückt durch politischen Druck irgendeine Minderheit in die ersten Semester, und verlangt dann, dass sie alle ganz oben auf der Karriereleiter wieder rauskommen.

But while black women have made enormous educational strides in the last few decades, Salon, The Root, and the rest are all pushing a completely bogus narrative. Black women aren’t the country’s most educated group, and it isn’t particularly close.

Defining what makes a group the “most educated” isn’t a precise science, since there are many traits that could be used to measure a group’s education level. One could look at high school and college graduation rates (Asian women are currently tops in both), or how many Ph.Ds or other terminal degrees a group earns.

None of these measures are used by the news outlets declaring black women the country’s most educated group. Instead, the assertion is based on two observations: that a high number of black women are currently enrolled in college, and that black women dramatically outperform black men academically.

Die sehen das ebenso.

Both of these statements are perfectly true, or at least don’t contradict census data. But neither of them make black women the country’s most educated group.

The percentage of a group that is currently enrolled in college doesn’t reflect which group is the most educated. A person who completed a Ph.D a decade ago isn’t currently enrolled in college, but is certainly more educated than a person who is enrolled as a freshman right now. Blacks also have a substantially lower median age than whites and Asians, which means a larger proportion of them are young people likely to be enrolled in college.

A high rate of college enrollment could even represent individuals taking longer to complete their degrees. Black and white college graduates go on to college at about the same rate, but whites are more than twice as likely to graduate, and are more likely to graduate on time when they do. If black women are taking longer on average to attain their degrees, it will also increase their enrollment rate.

Wieder mal das übliche Soziologenschema: Wer eine Korrelation entdeckt, darf sich eine beliebige Kausalität ausdenken und behaupten. Man kann die Zahlen genausogut auch stark zugunsten asiatischer Frauen lesen.

Similarly, the fact that black women earn more than twice as many college degrees as black men doesn’t make them the country’s most educated group. Instead, it just reflects that black women are handily outpacing black men academically. They are more likely to graduate high school, more likely to attend college, and more likely to graduate if they do. The same trend of women beating men is seen for all races at all education levels, but the gap is simply much larger for blacks than it is for whites, Hispanics, or any other group.

Unfortunately, a large number of journalists appear to be terrible at comprehending statistics.

Journalisten verstehen Statistik nicht.

Und Journalisten sind fast immer Geisteswissenschaftler.

Korreliert. Wie herum liegt die Kausalität? Machen Geisteswissenschaften doof oder studieren Doofe Geisteswissenschaften?

Es zeigt aber wieder mal sehr gut, wie aus irgendwelchen Quatschbehauptungen und Fehlinterpretationen Diskriminierungsbehauptungen und Förderansprüche entstehen.

Das wird noch übler, wenn man sich ansieht, wie schwarze Frauen überhaupt auf den Campus kommen. Wir hatten das hier schon mal, diese dumme Nuss, die da ihren Professor anschreit, dass man sie an der Universität nicht mit Wissenschaft belästigen dürfe, sondern ihr ein gemütliches, belästigungsfreies Zuhause verschaffen müsse, so ne Art Muttiverlängerung. Inzwischen ist da auch ein etwas längeres Video aufgetaucht, das wurde offenbar von mehreren Leuten gefilmt, deshalb möchte ich die bekannte Szene hier nochmal in einem etwas längeren Video zeigen, der die Entwicklung zur Eskalation besser zeigt (und in dem Leute vorher auch verständlicher reden). Vorher aber nochmal das Zitat, was sie da schreit:

“It is your job to create a place of comfort and home for the students that live in Silliman … Do you understand that?” one student shouts at Master Nicholas Christakis, after yelling at him to “be quiet” when he tries to speak. “Why the fuck did you accept the position? Who the fuck hired you?” When Christakis begins to argue, she interrupts: “Then step down! If that is what you think about being a Master, then you should step down. It is not about creating an intellectual space! It is not! Do you understand that? It’s about creating a home here! You are not doing that. You’re going against that.”

It is not about creating an intellectual space! … It’s about creating a home here!

Und in diesem längeren Video diskutiert (Diskussion kann man das eigentlich nicht nennen) dieser Professor Christakis darüber, dass man nicht erwarten kann, dass man einfach alles bekommt, wonach man fragt. Und dass außer ihnen auch andere Rechte haben.

Man hat da an den Universitäten eine Bevölkerungsschicht etabliert, die nicht nur unausbildbar, sondern die auch unerträglich ist. Wer wollte Leute, die sich so aufführen, als Angestellte oder Kollegen haben?

Die Sache zeigt sehr deutlich, was hinter amerikanischer (Bildungs-)Politik steht. Nämlich dieser Sozio- und Geisteswissenschaftlerglaube, dass alles nur soziokulturell verursacht sei und eine Bevölkerungsgruppe ganz automatisch aufsteigt, wenn man sie in das entsprechende Umfeld hineindrückt und einfach alle Zugangsmühen entfernt. (Kennt ihr den Film Glücksritter mit Eddy Murphy?) Und vielleicht geht es da gar nicht um Frauen, vielleicht war das nur die Tarnung, das rhetorische Mittel, um eigentlich eine ethnische Quotensteuerung vorzunehmen (würde erklären, warum man hierzulande den Feminismus und das ganze Queer-Gerede sofort und widerstandslos zugunsten der Migration fallen lässt).

Und es würde erklären, warum dieser ganze Feminismus-Quatsch in den letzten Jahren so hochgekocht ist und warum gerade Obama solchen Druck ausgeübt hat. Wenn der Feminismus in Wirklichkeit nur das Vehikel für irgendwelche Ethnienmischungsstrategien war. Es würde auch erklären, warum man an den Universitäten die Zugangsschranken und Anforderungen immer weiter senkt, obwohl man doch ständig behauptet, dass Frauen die besseren schulischen Leistungen haben. Wollte man den Frauenanteil heben, müssten man dann doch konsequenterweise auch die Anforderungen heben, damit Frauen den Vorteil besserer Noten und Leistungen ausspielen könnten. Man macht aber das Gegenteil. Man hat die Universitäten zu einer Art Wellness-Oase, zu einem Wohlfühlwohnheim gemacht, damit auch bildungsferne Schichten einfach mal ein paar Jahre auf dem Campus verbringen.

Womöglich wurde das alles deshalb so aggressiv gefahren, weil Obama das innerhalb seiner 8 Jahre Amtszeit durchziehen wollte, und nun hat es nicht geklappt. Man hat sie massenweise reingedrückt, aber der Erfolg hat sich nicht eingestellt. Stattdessen gibt’s peinliche Youtube-Videos. (Und das würde auch wieder mal meine These belegen, dass auch der ganze Gender- und Quoten-Quatsch hier in Deutschland von den USA, besonders stark dann von der Obama-Regierung, gesteuert wurde.)

Und anscheinend will Hillary Clinton genau das dann weiterführen, Donald Trump hingegen nicht. Sollte Trump Präsident werden, wäre mit einem Zusammenbruch dieses Systems zu rechnen.

Das Ergebnis wird sein, dass man viele Leute mit formalen, aber wertlosen Abschlüssen hat, die dann im Ergebnis doch nur bei McDonalds an der Theke stehen und die Chicken-Burger rüberreichen.

Nachtrag: Ich habe die Beobachtung gemacht und einige Male als These geäußert, dass die Feminismus-Welle den amerikanischen Politik-Welle der Gleichberechtigung für Schwarze hinterherlief und versuchte, deren Opfer-Status und Reparationsanspruch zu kopieren.

Inzwischen stellt sich aber die Frage, ob es nicht genau umgekehrt war. Wenn nämlich der ganze Feminismus-Kram ein Tarnvorrichtung war, um über die Schnittmenge schwarzer Frauen Schwarzenrechte durchzusetzen, es aber nicht als „Rassenförderung” aussehen zu lassen, weil ja Geschlecht orthogonal zu „Rassen” verläuft, dann könnte das ebenfalls genau erklären, warum die Feminismusbewegung der Schwarzenpolitik so ähnlich war. Und es würde erklären, warum Feministen so gerne alle Gegner als Rassisten beschimpfen. Feminismus, Frauenquote, Inklusion usw. nur als eine als ethnisch neutral getarnte Methode, schwarze Frauen in die Universitäten zu pumpen?

Mal gespannt, was da noch ans Licht kommt.