Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Wenn Du zum Weibe gehst…

Hadmut
25.4.2016 19:42

…oder sie zu Dir einlädst, vergiss die Videokamera nicht. Und den Taschenrechner. [Nachtrag]

Da wäre einer wegen Vergewaltigung in den Bau gewandert, hätte er den einvernehmlichen Bums nicht heimlich noch auf Video aufgenommen. Damit konnte er beweisen, dass der Vergewaltigungsvorwurf, den Richter und Staatsanwältin geglaubt hatten, erstunken und erlogen war.

Neulich gab’s irgendwo ein Statement eines Sexualstrafrechtlers, wonach die Kriminalpolizei in Bayern inzwischen etwa die Hälfte der Vergewaltigungsvorwürfe für erfunden hält. Auch ein Hamburger Anwalt schreibt, dass es eine richtige Welle von Falschbeschuldigungen gibt.

In der Stadt hängen immer noch diese Plakate „Vergewaltigung verurteilen” von „Frauen gegen Gewalt” herum, wonach nur 3% der Beschuldigungen falsch wären.

Da stutzt man erst mal, weil auf dem Plakat 1000 Männchen dargestellt sind und nur 3 Falschbeschuldigte, also 3 Promille und nicht 3 Prozent dargestellt werden. Sie meinen das so, dass nur etwa 10% der Vergewaltigungen angezeigt würden (also 100 von 1000) und davon 3%, also anteilig 3 Fälle, Falschbeschuldigungen wären.

Beide Zahlen sind faul. Woher wissen sie, dass nur 10% angezeigt werden? Woher wissen sie von den anderen 90%, wenn die doch nicht angezeigt wurden?

Und woher wissen sie, dass nur 3% der Anschuldigungen falsch sind? Ich bin mir ziemlich sicher, dass weitaus mehr als 3% der Verurteilten das leugnen und trotzdem verdonnert wurden, denn wenn überhaupt können sie ja nur von den Fällen wissen, bei denen das im Hauptverfahren rausgekommen ist. Alle die Fälle, in denen Falschbeschuldigungen entweder nicht aufgedeckt wurden oder so offensichtlich waren, dass sie schon vor dem Verfahren aufgeflogen sind, werden da nicht erfasst. Wie auch? Die beziehen sich nur auf die schmale Schicht, die im Hauptverfahren als falsch entdeckt werden, siehe oben. Und selbst die dürften drastisch über 3% liegen.

Geradezu desinformierend ist aber die Graphik: Denn selbst wenn sie die Falschbeschuldigungsquote bei nur 3% sehen wollen, suggerieren sie graphisch 3 Promille, indem sie das auf eine fiktive Mehrheit von 1000 beziehen.

Würde man aber mehr anzeigen, würde ja auch die Falschbeschuldigtenzahl steigen. Man müsste das also auf 30 von 1000 hochskalieren, und eigentlich noch mehr, denn gerade die streitigen oder faulen Fälle sind ja die, die nicht zur Anzeige gebracht werden.

Gar nicht erfasst werden auch die Falschbeschuldigungen, die nicht im Strafrecht, sondern anderweitig erhoben werden und beispielsweise zu Erpressung, Kündigung usw. führen.

Ich muss da irgendwie an diese Videokameras für das Auto denken, die gerade in Russland so beliebt sind, weil sie damit die vielen Fälle von Versicherungsbetrug nachweisen. Gibt ja unzählige Videos, bei denen sich Leute absichtlich auf die Motorhaube schmeißen, runterrollen lassen und dann auf Unfallopfer machen. Die brauchen sie, um sich gegen falsche Vorwürfe zu wehren.

Wird Zeit, dass wir hier in Deutschland das Gegenstück für das Schlafzimmer erfinden. Mmmh. Ein Bums-Helm mit eingebauter Kamera? Oder einfach eine Action-Cam mit einer Befestigungsschelle für Fahrradlenker auf den Schniedel schrauben?

Oder einfach als Rauchmelder getarnt im Schlafzimmer an die Decke?

Nachtrag: Na, das ist jetzt aber blöd: Die Netzagentur geht gegen getarnte Kameras vor.