Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Betrachtung eines Medienkriegs

Hadmut
22.10.2015 23:57

Wie eine Weltmacht desinformiert – und auffliegt.

Das Schema kommt einem inzwischen irgendwie bekannt vor.

Ein Staat, eine Weltmacht, die sich einbildet, über anderen zu stehen. Geführt von einem selbstherrlichen Präsidenten, der gegenüber der Öffentlichkeit den strahlenden tadellosen Politiker gibt, in Wirklichkeit aber Schwächen und Schattenseiten hat. Als Militärmacht mit überragender Technik und enormen Truppenstärken führt man brutale Kriege in anderen Ländern, besetzt sie mit ihren Truppen, plündert deren Rohstoffe, unterdrückt sie.

Solche Kriege nicht ohne Rückhalt in der eigenen Bevölkerung, den Bürgern, den Steuerzahlern führen, denn das kostet Geld und man braucht Unterstützung und Leute, die Jubeln.

Deshalb genügt es nicht mehr, sich eine Armee zu halten und sie mit modernster Rüstungstechnik auszustatten. Moderne, schnelle Telekommunikation ist von kriegsentscheidender taktischer Bedeutung an der Front. Dazu natürlich Drohnen, die ferngesteuert abwerfen können. Und eben die Kontrolle der Medien und der Propaganda im eigenen Staat bei der eigenen Bevölkerung.

Dazu hält sich dieser Präsident dieser militärischen Weltmacht moralisch fragwürdige, schmierige PR-Berater, die ihm sagen, was in der Presse stehen darf und was nicht. Wie man das Volk täuscht. Wie man Erfolg vorgaukelt. Und die für ihn die Zeitungen manipulieren, notfalls mit Gewalt. Für sie ist von enormer Wichtigkeit, die Presse und damit die Meinung zu steuern, den Bürgern und Steuerzahlern des eigenen Landes vorzugaukeln, dass die Kriegführung fehlerfrei und wie am Schnürchen läuft, dass es keine Konflikte mit der Zivilbevölkerung gibt. PR-Berater der verlogenen Sorte, reich, korrupt, einflußreich, realitätsfern, umgeben von Speichelleckern, Huren und Kadavertreuen.

Das Volk jubelt. Ist begeistert. Fällt darauf herein.

Weil das Volk einfältig ist. Sie glauben alles, was gedruckt wird, und folgen auch den absurdesten Behauptungen. Eben weil es gedruckt ist. Also muss es ja stimmen. Zweifel an Gedrucktem gibt es nicht.

Nur eine kleine, sehr verschwiegene Elite von Zeitungsmachern weiß von der Lüge.

Doch einer dieser Zeitungsmacher hat ein Gewissen, wird zum Whistleblower, sticht die unterdrückten Informationen aus dem Medienkrieg, die die angeblich nicht exitierenden Konflikte und Kampfhandlungen mit der Zivilbevölkerung betreffen, an Wikileaks durch.

Und die Folge dessen ist…

Ja, das müsst Ihr selbst weiterlesen: Im neuen Asterix-Band, Der Papyrus des Cäsar.

Meine Wertung: Fängt ganz toll an, verläuft sich dann aber im Wald.