Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Ach wie schade: Transsexualität nicht kulturell bedingt

Hadmut
22.7.2015 23:49

Und wieder mal eine Erkenntnis wider den Genderismus.

Verschiedene Medien (z. B. TAZ, Neue Zürcher) berichten mit gespieltem Hurra über neue Erkenntnisse aus Los Angeles zur Transsexualität.

Das gespielte Hurra besteht in der Freude, dass Transsexualität nicht durch ein Hormonungleichgewicht verursacht wird, Transsexuelle haben den normalen Hormonspiegel ihres Ursprungsgeschlechts. Es ist also nicht so, dass Transsexualität durch falsche Hormonpegel ausgelöst wird.

„Wir konnten mit der rückständigen Annahme aufräumen, dass Transsexualität durch ein Hormonungleichgewicht hervorgerufen wird“, sagte Erstautorin Johanna Olsen. Entgegen früherer Annahmen hatten die Teilnehmer demnach keine ungewöhnlichen Hormonlevel.

Ach wie schön, dass die bösen Hormone nicht die Ursache wären. Ach wie rückständig, an Hormone zu glauben.

Blöd halt nur, dass auch das drin steht:

Für den Hirnforscher Georg Kranz von der Medizinischen Universität Wien passt dieses Ergebnis gut ins Bild. Schließlich gehe man mittlerweile davon aus, dass sich die Anlagen zur Transsexualität bereits im Mutterleib bilden und nicht umkehrbar sind. „Die geschlechtliche Prägung des Körpers – und damit auch die späteren Hormonwerte – und die des Gehirn geschehen zeitlich versetzt während der Schwangerschaft.“ Werde im ersten Drittel der Schwangerschaft viel Testosteron und gegen Ende weniger ausgeschüttet, könne das Produkt ein biologischer Mann mit weiblicher Prägung sein.

Es sind also schon die Hormone, nur eben die während der Schwangerschaft. Körper und Hirnstruktur werden in unterschiedlichen Phasen der Schwangerschaft geprägt, und wenn da ein Wechsel stattfand, dann passen Körper und Hirn nicht zusammen. (Was mich an meinen Artikel erinnert, ob es da vielleicht eine Art Contergan 2.0 geben könnte, was wir nur noch nicht entdeckt haben, irgendein für harmlos gehaltenes Medikament oder sonst irgendein Stoff, vielleicht Schwermetalle, Weichmacher oder sowas, die für diese Hormoninkonstanz verantwortlich sein könnten.)

Was bedeuten würde, dass mit der Geburt alles gelaufen und nichts mehr zu ändern ist. Einfluss der Kultur: Null. Gender-Ideologie komplett und restlos falsch.

Noch Fragen?

Ja. Eine.

Warum steht eigentlich in der NZZ und in der TAZ der wortwörtlich gleiche Artikel?

43 Kommentare (RSS-Feed)

quarc
23.7.2015 0:09
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> Warum steht eigentlich in der NZZ und in der TAZ der
> wortwörtlich gleiche Artikel?

Weil die beiden Presseagenturen dpa und sda zusammenarbeiten. Also haben sie einfach die gleiche Agenturmeldung an ihre jeweiligen Kunden geliefert.


Dr. No
23.7.2015 0:45
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Eventuell ist deine gesuchte Substanz Bisphenol A, ein Stoff mit österogenartiger Wirkung. Viele Plastikflaschen, Getränkedosen und andere Verpackungen geben dies an Lebensmittel ab.
http://www.zentrum-der-gesundheit.de/bisphenol-a-ia.html

Zudem wird immer wieder davon geschrieben, das die wie weibliche Hormone wirkenden Substanzen der Pille bereits im Trinkwasser in Städten nachzuweisen sind.

Beides Substanzgruppen die es noch nicht so lange gibt und die verweiblichende Wirkung haben.


wunderhaft
23.7.2015 0:53
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> Warum steht eigentlich in der NZZ und in der TAZ der
> wortwörtlich gleiche Artikel?

Ein Artikel des SPIEGEL läßt die Vermutung zu, daß sich die Redaktionen nicht mal mehr die Mühe machen, ihre gleichlautenden, von gemeinsam finanzierten PR-Agenturen formulierten Artikel zu editieren.

Mindestens 40 Prozent der Informationen einer Tageszeitung, schätzen Medienwissenschaftler, stammen bereits von PR-Agenturen oder aus den Marketingzentralen von Unternehmen, Behörden und Verbänden. Oft kommen die “Nachrichten” als vermeintliche Studien daher und werden gar nicht mehr als PR wahrgenommen. “Statt Propaganda aufzudecken, sind Medien der Kanal für Propaganda geworden”, sagt John Stauber, Gründer des unabhängigen Nachrichtendienstes PR Watch und Autor mehrerer Bücher über den Einfluss von PR. In Deutschland stehen 30 000 Politik- und Wirtschaftsjournalisten bereits 15 000 bis 18 000 PR-Leuten gegenüber, schätzt der Leipziger Medienwissenschaftler Michael Haller. In den USA hat sich das Verhältnis längst zugunsten der PR-Branche gedreht.

Quelle: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-48046168.html

Übrigens gibt’s jetzt ein brandneues, amüsantes Lifestyle-Magazin aus Lesbenhausen mit einer Menge sommerlicher “Fashon”, das von einer haftungsbeschränkten Tchakabum UG in Berlin herausgegeben wird.

Mutti würde Lesben kaufen… 🙂
http://www.straight-mag.com/


Gerd
23.7.2015 1:43
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Na ja… statt an Plastikflaschen als Ursache zu denken, ist es vielleicht einfacher, dass in der Natur eben einiges schief geht. So oft kommt es ja nicht vor, aber die wirklich interessante Frage ist, wie man denen helfen kann. Und Hilfe bedeutet nicht “Schwanz ab”, denn dadurch wird keiner zur Frau und die meisten bereuen es später.


Gedöns
23.7.2015 2:17
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Das wird man sicher nie herausfinden, da man in Deutschland z.B. aktuell nur mit ca. 100 betroffenen Jugendlichen rechnet:
https://de.wikipedia.org/wiki/Transsexualit%C3%A4t_bei_Kindern_und_Jugendlichen
(freilich ist die Zahl an Personen, die sich damit gedanklich beschäftigen* und dafür gut bezahlt werden wollen, sicher locker 100 mal so groß – das ist so, wie wenn alle 7 Mrd. Menschen für Geld permanent über Deutschland nachdenken würden …)
Da kann also nicht einmal herausgefunden werden, ob die Anzahl solcher Personen früher deutlich kleiner war und irgendwelche Umweltgifte jetzt dafür verantwortlich sein könnten.
Ich meine, daß dafür nicht nur eine Komponente verantwortlich ist, sogar relativ viele Personen bzw. (schwangere) Frauen diesen ausgesetzt sind – dies aber wiederum nur sehr selten anschlägt.
Ich halte übrigens auch das „Dreiersystem“ Hormonsystem, Immunsystem und Psyche für ein komplexes System, bei der das Versagen einer einzigen Komponente die beiden mit hinunter ziehen kann, aber auch eine Komponente allein die anderen beiden wieder aufrichten kann. Ein früherer Diskutant mit mir wollte noch als vierte Komponente die Motorik mit hinein nehmen. Gut, ist möglich: ein krebskranker (Psyche sowieso auf dem Nullpunkt) lief ein ganzes Jahr lang täglich 500m den Brocken hinauf (Sport ist schon mal gut für die Psyche) und ist plötzlich spontangeheilt. Das klappt aber sicher auch nicht bei jedem bzw. höchstens bei sehr wenigen Prozent von Krebskranken.
Aber egal, dieses Problem werden gerade die Philosophen/ Soziologen schon vom notwendigen mathematischen Apparat her niemals lösen können – aber das interessiert die gar nicht, da sie sich sowieso schon im Besitz der Wahrheit wähnen: vorgeblich aus Toleranzgründen jeden Schultag über Transsexuelle sprechen und bei jedem Tatort-Krimi einen solchen wenigstens durchs Bild laufen lassen, und schon wird es viel mehr Transsexuelle (die links-grün wählen) geben. Hmm, doch wohl eher mehr völlig „normative“, aber mit schweren psychischen Störungen (die alles mögliche anstellen …)
Aber habe ich das richtig verstanden: Hormonspiegel beim Embryo regelmäßig messen und dann endlich noch die Spätabtreibung bis zum Einsetzen der Wehen legalisieren … Viel Spaß noch, ihr links-grünen doofen Spinner …
*ich denke immer nur an Deutschland in der Nacht …


Benutzername
23.7.2015 2:48
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Eine Frage die zu klären wäre ist ob Fälle von Transsexualität wirklich zugenommen haben, oder heutzutage mehr hingesehen und darüber geredet wird als früher und damit auch heute mehr gefunden?


Gast
23.7.2015 3:02
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Die These, dass sexuelles Verhalten komplett biologisch bedingt ist, fällt mir schwer zu glauben. Habe genug Fälle gelesen, wo Menschen ihre eigenen Erfahrungen als sexualitätsprägend beschrieben. Oder die normalen homosexuellen Beziehungen, die z.B. für die antike griechische Kultur zu bezeichnend waren – merkwürdige genetische Häufung? Die wissen, dass es eine kulturelle Prägung gibt, was auch der Grund ist, die Einflussnahme auf immer jüngere Kinder zu versuchen. Sicher kann nicht alles durch Kultur erklärt werden, aber ebensowenig kann es das durch Genetik-Biologie alleine.


Hadmut
23.7.2015 9:08
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> Die These, dass sexuelles Verhalten komplett biologisch bedingt ist, fällt mir schwer zu glauben.

Natürlich ist es nicht komplett biologisch bedingt, vieles „lernt” man ja auch erst.

Aber die political correctness behauptet ja, es gäbe gar keine biologischen Ursachen, das wäre alles nur Kultur und Erziehung. Aber die grundlegende Ausrichtung und Orientierung sind, was immer mehr Forschungsergebnisse belegen, biologisch determiniert und bei Geburt schon abgeschlossen.

> Habe genug Fälle gelesen, wo Menschen ihre eigenen Erfahrungen als sexualitätsprägend beschrieben.

Jo, was der Mensch so von sich glaubt.

Man soll in diesen politischen Zeiten nicht jeden Scheiß glauben, den die Leute erzählen.

Vielleicht haben sie da aber auch nur einfach Ursache und Wirkung verwechselt. Vielleicht war ein Erlebnis nur deshalb so prägend, weil es halt gepasst hat.

Jemand der Liebesfilme mag, weil er romantisch geprägt ist, wird die auch erst mögen, nachdem er zum ersten Mal einen gesehen hat.


Gast$FF
23.7.2015 6:26
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>> Für den Hirnforscher Georg Kranz von der Medizinischen Universität Wien passt dieses Ergebnis gut ins Bild. Schließlich gehe man mittlerweile davon aus […]

Achtung, “passt gut ins Bild” und “gehe man mittlerweile davon aus” sind typische Formulierungen von Wissenschaftlern für “die Datenlage ist unklar” und “nichts Genaues weiß man nicht”.


Hadmut
23.7.2015 9:02
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> Achtung, “passt gut ins Bild” und “gehe man mittlerweile davon aus” sind typische Formulierungen von Wissenschaftlern für “die Datenlage ist unklar” und “nichts Genaues weiß man nicht”.

Na, immerhin, die schauen sich das wenigstens an.

Die Genderisten machen ja gar nichts außer einfach drauflosbehaupten.


Na großartig, das kommt eben davon, daß die Hijra zu viel aus Plasteflaschen saufen.

Carsten

“Marschall G. K. Schukow ist die sowjetische Ausgabe des Baron von Münchhausen.”
Viktor Suworow


buchstabensalat
23.7.2015 8:51
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@Dr. No: Unter einen genderkritischen Blogeintrag einen medizinisch-esoterischen Link setzen? Läuft. 😀

https://www.psiram.com/ge/index.php/Gesellschaft_f%C3%BCr_Ern%C3%A4hrungsheilkunde

Bisphenol A gibt es dennoch und auch die damit zusammenhängenden Probleme, nur sollte man sich auf seriöse Quellen berufen. Davon gibt es in diesem Fall auch genug.


Maddin
23.7.2015 9:14
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Bezüglich Weichmachern und Kunststoffen empfehle ich den Film “Plastic Planet”. Da wird unter anderem gesagt, dass es tausende von Weichmachern gibt, aber bisher nur 7 – 10 tatsächlich auf hormonähnliche Wirkung untersucht wurden.
Wenn man sich diesen Film anschaut, kann einem schlecht werden, wie sehr Gewinnmaximierung an oberster Stelle steht und wie versucht wird,Kritiker mundtot zu machen.


steffen
23.7.2015 9:59
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@Benutzername:

> Eine Frage die zu klären wäre ist ob Fälle von Transsexualität wirklich zugenommen haben, oder heutzutage mehr hingesehen und darüber geredet wird als früher und damit auch heute mehr gefunden?

Aus dem Gedächtnis fallen mir da einige Fälle aus der Geschichte ein. Früher ist das hauptsächlich durch Transvestitismus aufgefallen; wobei man natürlich da von Fällen von sexuellem Fetisch abgrenzen muss.

Es gab wohl im Barockdeutschland einen Adligen, der irgendwann nur noch in Damenroben rumgelaufen ist, und zwar nicht als sexueller Fetisch, sondern weil es sich für ihn normaler angefühlt hat als Männerklamotten. Hat wohl für ziemliche Irritation gesorgt, und es gab wohl auch ein Verfahren um festzustellen was für ein Geschlecht er (oder sie?) denn jetzt wirklich hat.

Oder im viktorianischen England gab es einen spektakulären Fall, wo zwei Männer angefangen hatten als Damen zu leben und sich entsprechend zu kleiden und zu geben. Die wurden sehr schnell verhaftet und hinter Gitter gebracht.

Beides schöne Gegenbeispiele zur These daß Geschlechtsidentität nur rein kulturell bedingt sei.

Transsexualität gab es definitiv, ob das jetzt zugenommen hat oder nicht dürfte sehr schwer zu beantworten sein. Ist vielleicht ein ähnlicher Effekt wie mit starken Erdbeben. Die nehmen auch von der Zahl her nicht zu, es wird halt einfach mehr davon berichtet.


Fashon
23.7.2015 10:00
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@wunderhaft: “Sommerliche Faschos” trifft dieses Mindset glaube ich ganz gut /o\


Gedöns
23.7.2015 10:20
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Die einzige „kulturelle“ Prägung und „Erziehung“, die ich für möglich halte, ist das Stockholm-Syndrom. Missbrauchte Kinder werden z.B. deutlich häufiger homosexuell. Deshalb hoffen sicher die Genderasten auch auf die Wirkung von als „Toleranzerziehung“ getarnte möglichst frühzeitige permanente verbale Vergewaltigung – immer an der Grenze zu kriminellen hands-off-Handlungen und darüber hinaus. Und daran denken sie wohl auch, wenn sie hämisch von „Heterosexualität ist heilbar“ sprechen. Solche – wie wir wissen häufigen – Fälle gehören aber psychisch behandelt und bei diesen Fällen wäre dann Homosexualität auch heilbar. Aber die Genderasten wollen ja bekanntlich schon eine solche Behauptung generell bestrafen, obwohl klar ist, daß umgekehrt die Genderasten schwer bestraft werden müssten, weil sie biologisch bedingtes und abfällig „heteronormativ“ bezeichnetes mittels Seelenvergewaltigung überschatten wollen.Das bleibt aber dann wohl erst der zukünftigen völlig islamisierten Gesellschaft vorbehalten …


Manfred P.
23.7.2015 10:26
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>Beides Substanzgruppen die es noch nicht so lange gibt und die verweiblichende Wirkung haben.

Ist vielleicht der Grund, warum der heutige Mann sich all den Schwachsinn von den Frauen gefallen lässt.


Gast
23.7.2015 10:28
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>Aber die political correctness behauptet ja, es gäbe gar keine biologischen Ursachen, das wäre alles nur Kultur und Erziehung.

Mag sein, aber für die argumentiere ich ja nicht.

>> Habe genug Fälle gelesen, wo Menschen ihre eigenen Erfahrungen als sexualitätsprägend beschrieben.
>Jo, was der Mensch so von sich glaubt.

Ja, zumindest hat er vielleicht eine Ahnung davon, auch wenn es immer Experten gibt, die uns sagen wollen, mehr über uns zu wissen als wir selbst. Im Aufklärungsunterricht an der Schule damals haben uns die Experten erklärt, wir seien alle bisexuell. Ich glaube, 2 Tage habe ich es sogar geglaubt …

> Man soll in diesen politischen Zeiten nicht jeden Scheiß glauben, den die Leute erzählen.

Das stimmt, für jede Richtung. Es gibt halt mehrere Theorien. Manche stellen den kulturellen Einfluss raus, andere pochen auf Gene (unbeeinflussbar), andere auf Hormone und mögliche äußere Agenzien während der Schwangerschaft der Mutter (evtl. beeinflussbar), für Freud waren nicht vollendete Entwicklungsphasen entscheidend usw. Die Wahrheit liegt vermutlich irgendwo dazwischen und streift alles prozentual.

> Vielleicht haben sie da aber auch nur einfach Ursache und Wirkung verwechselt. Vielleicht war ein Erlebnis nur deshalb so prägend, weil es halt gepasst hat.

Ja, wer weiß das schon. Diese scheinbaren harten Fakten sind auch nicht wirklich so eindeutig zu überprüfen und belegbar, wie sie zu sein scheinen. Ich erwähne es auch gerne noch mal: homosexuelle Beziehungen unter Männern waren z.B. im antiken Athen die Norm. Vielleicht waren es ja die Gene, und sie haben es erst gemerkt, als sie es probierten? … Ursache und Wirkung können auch in beiden Richtungen missverstanden werden.

> Jemand der Liebesfilme mag, weil er romantisch geprägt ist, wird die auch erst mögen, nachdem er zum ersten Mal einen gesehen hat.

Und das ist jetzt für dich ein Beleg für was – die Kultur- oder die Gen-These? Liebesfilme sind nicht gerade natürliche Phänomene …


rleo
23.7.2015 11:15
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“Einfluss der Kultur: Null”
Das wird schon angepasst, dann ist es eben die Kultur der Mutter oder des Vaters während der Schwangerschaft.
Vater = Alkoholiker, aggressiv, es wird ein Sohn geprägt
Mutter = Emanze, es wird eine Tochter geprägt
Mutter != Vater, wird transsexuell


Maxwell
23.7.2015 11:50
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@ Hadmut

Mir scheint du springst da etwas zu engagiert auf den Zug auf. Natürlich kann niemand der klar im Kopf ist leugnen das Sexualität biologisch angelegt ist und dazu gehört auch die geschlechtliche Anziehung. Und natürlich kann auch jede biologische Funktion auch nicht funktionieren, d.h. an irgendeinem Punkt zerschossen werden: erblicher Gendefekt, Komplikationen im Mutterleib, Hormone, nachgeburtlicher Hirnschaden.

Aber das ist alles nicht so einfach: Beim Menschen kommt eine hochkomplexe nachgeburtliche und auch psychosexuelle Entwicklung drauf. Da entstehen tiefe Prägungen und Fehlprägungen, die man heute oft nicht mehr _Fehl_prägungen nennen darf. Auch wenn ihre Träger noch so darunter leiden…

Willst du wirklich für jede menschliche Verhaltensweise – von der sexuellen Anziehung zu Atomkraftwerken, Leuten die sich gesunde Körperteile wegschnippeln wollen (BIID) und zahllose andere “Verhaltenskreativitäten” eine rein biologische Ursache suchen? Als ob es völlig irrelevant wäre, was mit einem menschlichen Wesen passiert, nachdem es den Geburtskanal verlassen hat? All die Erfahrungen, die das sich rapide entwickelnde unreife Gehirn und Körper macht (bzw. machen muss)? Aber auch später im Leben noch, wenngleich auch weniger fundamental?

Zudem: In der Biologie ist es oft schwierig Ursachen zuzuordnen, auch bei Krankheiten. Dasselbe Krankheitsbild kann nämlich bei verschiedenen Individuen auf unterschiedlichen Wegen zustande kommen, das liegt auch an der Komplexität biologischer Systeme: Ein System kann an zig verschiedenen Stellen gestört werden und doch ist das beobachtbare Ergebnis stets (fast) dasselbe. Verkompliziert wird die Sache nochmal durch Epigenetik usw.: Erfahrungen können auch auf die Biologie rückwirken.

Von daher sind Behauptungen wie “X ist in allen Fällen verantwortlich für Phänomen Y” schon mal von vornherein fragwürdig, quasi Bild-Zeitungs Niveau für Biologen, sie riechen stark nach biologistischer aber eigentlich biologisch nicht angemessener Übersimplifizierung. Die Genderideologen fallen auf der einen Seite vom Pferd (Nurture), aber man kann auch auf der anderen Seite vom Pferd fallen (Nature).

Speziell was Transsexualität usw. angeht könnte man sogar bei Phänomen ansetzend Fragen stellen wie: Ist das wirklich alles dasselbe? Bei Männern und Frauen? Oder gibt es da nicht auch verschiedene Formen und Ausprägungen? Und wenn die transsexuell empfindenden Menschen ihre OPs hatten und ihre Körper zu dem Geschlecht passen, welches sie für ihr eigentliches halten: Sind die dann zufrieden? Weniger suizidgefährdet? Wollen die dann keine weiteren OPs mehr? Gibt es auch Fälle wo die sich wieder zurück operieren wollten?

Ich persönlich gehe immer davon aus, dass wir alle biologisch gewisse Dispositionen, Anfälligkeiten und auch Begabungen mit uns tragen. Aber es hängt maßgeblich von den Umweltbedingungen (inkl. Sozialisation) ab, ob die jemals relevant werden (können) oder aktiviert werden. Und auch dann hat man als psychisch halbwegs intakter Mensch immer noch eine Wahl; man muss nicht jeder Regung die man (aus welchem Grund auch immer) in seinem Inneren findet bzw. zu finden glaubt, nachgehen. Besonders dann nicht, wenn die Konsequenzen massiv nachteilig wären. Auch aus diesem Grund glaube ich nicht, dass Transsexuelle ein Problem haben welches chirurgisch zu lösen wäre.


Hadmut
23.7.2015 18:32
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@Maxwell:

> Natürlich kann niemand der klar im Kopf ist leugnen das Sexualität biologisch angelegt ist und dazu gehört auch die geschlechtliche Anziehung.

Das tun sie aber.

Sie geben Milliarden dafür aus und haben über 200 Professuren sowie unzählige Genderbeauftragte dafür eingestellt, genau das zu leugnen. Um nichts anderes geht es in Gender Studies.

> Beim Menschen kommt eine hochkomplexe nachgeburtliche und auch psychosexuelle Entwicklung drauf.

Das ist genau der Punkt. nachgeburtlich. Der Kulturelle Einfluss auf den Fötus ist null (sofern man nicht etwas indirektes wie Geräusche, Nahrung der Mutter usw. unterstellen will). Wenn die Sache aber vor der Geburt gesetzt wird, ist da nichts mehr mit Kultur.

Gegenfrage: Warum stellst Du an Biologie solche Anforderungen, an Gender Studies aber gar keine? Die belegen nichts, die untersuchen nichts, die behaupten einfach.


kdm
23.7.2015 13:04
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Irgendwas mit “Sex” ist und war in der Presse(*) und bei den Konsumenten IMMER ein “Aufreger”. Man kann damit Geld verdienen. Und – wie man sieht – nicht nur als Gazettenvollschreiber sondern auch als Gender-professor_x_In_*_ etc.

(*) und in den großen Religionen.


ST_T
23.7.2015 14:29
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Vor allem widersprechen die sich gerne selbst…

Homosexuelles Verhalten bzw. Transsexualität usw. sind schon seit Jahren erwiesenermaßen vom Hormongleichgewicht in der Schwangerschaft abhängig (zum großen Teil), da hat die Sozialisierung nichts verloren.

Andererseits aber haben sie gerne diese Behauptung des “sozialen” Geschlechts, wo aber dann die unweigerliche Konsequenz nie draus gezogen wird:
Wäre das so, dann hieße das, dass durch Verhaltenstherapie etwa “Homosexualität” geheilt werden könnte.
Wäre doch auch was…Genderisten auf Augenhöhe mit Evangelikalen^^


nony
23.7.2015 18:02
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Ja, ich hätte da eine Frage. Mehrere Wissenschaftler und auch Kommentatoren hier haben das mit der Hormondosis zu einem bestimmten Zeitpunkt im Mutterleib, die die Gehirnstruktur auf männlich oder weiblich einstellt, was normalerweise zur sonstigen Physis passt aber eben nicht immer, erklärt. Warum erkennt trotzdem keiner den rhetorischen Kniff, der immer und überall inflationär zur Manipulation eingesetzt wird?

„Wir konnten mit der rückständigen Annahme aufräumen, dass Transsexualität durch ein Hormonungleichgewicht hervorgerufen wird“, sagte Erstautorin Johanna Olsen.

Stimmt nicht, wie sie im nächsten Satz einräumt.

Entgegen früherer Annahmen hatten die Teilnehmer demnach keine ungewöhnlichen Hormonlevel.

Level bezieht sich auf die aktuell vorhandene Hormonmenge, nur die kann man messen. Die hat damit überhaupt nichts zu tun, was auch niemand angenommen hat. Klar kann man den Zusammenhang mit etwas widerlegen, das in keinem Zusammenhang steht und das niemand als im Zusammenhang stehend behauptet hat. Das alles so formuliert, dass es missverständlich interpretiert werden kann, so dass niemandem der Fehler auffällt.


Dummfrager
23.7.2015 19:20
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Werde im ersten Drittel der Schwangerschaft viel Testosteron und gegen Ende weniger ausgeschüttet, könne das Produkt ein biologischer Mann mit weiblicher Prägung sein.

Und ich bin bislang immer davon ausgegangen, dass das biologische Geschlecht vom Chromosomensatz bestimmt wird. Also schon ab der Verschmelzung von Eizelle und Spermium unveränderlich festgelegt ist.


Hadmut
23.7.2015 19:49
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@Dummnfrager:

> Und ich bin bislang immer davon ausgegangen, dass das biologische Geschlecht vom Chromosomensatz bestimmt wird. Also schon ab der Verschmelzung von Eizelle und Spermium unveränderlich festgelegt ist.

Jain. Dazu hatte ich hier schon Blog-Artikel, beispielsweise diesen.

Die Sache ist komplexer. Es ist nicht so, das Männer einen Männer-Bauplan und Frauen einen Frauen-Bauplan haben (geht ja auch nicht, denn die Frauen haben ja genetisch nichts, was Männer nicht auch hätten). Der Bauplan für Mann liegt auch nicht auf dem einen Y-Chromosom. Deshalb haben alle Menschen immer beide „Baupläne”.

Jungen haben aber aufgrund ihrer Chromosomen viel Testosteron (und ich glaube noch andere Hormone).

Der Normalfall des Gehirns ist das weibliche.

Dazu kommt DNA, die den Umbau zum männlichen Gehirn verursacht.

Bei Mädchen wird dieser DNA-Bereich durch DNA-Methylierung deaktiviert, so dass es nicht zum Männer-Umbau kommt.

Ist jedoch ein hoher Testosteron-Spiegel im Spiel, dann blockiert der diese DNA-Methylierung, womit also der Umbau zum Mann nicht ausgebremst werden kann.

Das heißt, dass es durchaus im Chromosomensatz bestimmt ist, ob man Männlein oder Weiblein wird, aber eben nicht unmittelbar. Danach kommen eine Reihe von anderen Mechanismen, die durch Homormone an- und ausgeschaltet werden, und da kann nun mal allerhand schiefgehen.

Es gibt beispielsweise auch Leute, die zwar männliche Chromosomen und sogar viel Testosteron haben, und trotzdem wie eine Frau gebaut sind, weil bei denen (weiß nicht warum, möglicherweise Gen-Defekt) die Testosteron-Rezeptoren nicht funktionieren. Das heißt, dass die zwar reichlich Testosteron haben, es aber wirkungslos bleibt. Damit fand der Umbau zum Mann nicht statt.

Das Programm liegt in den Chromosomen, aber der Programmablauf ist störungsanfällig.


dochpalese
23.7.2015 19:33
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@Hadmut https://www.danisch.de/blog/2015/07/22/ach-wie-schade-transsexualitat-nicht-kulturell-bedingt/comment-page-1/#comment-90274

“Der Kulturelle Einfluss auf den Fötus ist null (sofern man nicht etwas indirektes wie Geräusche, Nahrung der Mutter usw. unterstellen will).”

Null ist er wohl nicht. Bereits Föten können ab einem bestimmten Punkt hören und nehmen Eigenheiten der gesprochenen Sprache auf. So soll sich die Sprachmelodie der Muttersprache im Babygeschrei niederschlagen. Demnach setzt der Lernprozess vor der Geburt ein. Es ist auch nichts anderes zu erwarten, IMHO.

Das mag ein geringer Effekt sein, aber messbar. Vieles wird nicht messbar sein, mangels geeigneter Methode und Output. Sind halt nichtso eloquent, die kleinen Schreihälse 😉


Manfred P.
23.7.2015 20:05
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>andere pochen auf Gene (unbeeinflussbar)

Das stimmt so nicht. Angenommen, jemand hat die genetischen Anlagen für starkes Muskelwachstum, kriegt aber nicht genug zu essen und hat auch kein Fitnessstudio im Wüstendorf.

Wird er dann aussehen wie Mister Universum? Oder eher wie ein verhungerter, hagerer Kerl?

Nicht jede genetische Anlage prägt sich aus, wenn die Umwelt das verhindert.

Ich denke, da ist ein kompliziertes Wechselspiel zwischen Genen und Umwelt am Werk, ohne das jetzt natürlich genauer aufdröseln zu können.


Herbert
23.7.2015 20:08
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ot: was ist eigentlich aus dem Fall geworden, bei dem du über Impressumspflicht irgendwelchen Gits näher rücken wolltest?


Hadmut
23.7.2015 22:17
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> ot: was ist eigentlich aus dem Fall geworden, bei dem du über Impressumspflicht irgendwelchen Gits näher rücken wolltest?

Nicht mehr viel, mir hat die Zeit gefehlt. Sie haben eine Fake-Adresse in Neuseeland als Impressum angegeben, und ich bin mit dem Nachweis der Nichtexistenz nicht weitergekommen. Die neuseeländische Polizei meinte, ich müsse damit zur deutschen Polizei und die müsse über Interpol anfragen.


Herbert
23.7.2015 22:18
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könntest ja mal deine Leser fragen, ob irgendjemand einen in Neuseeland in der Gegend kennt, der mal kurz vorbeischauen könnte oder so?


Gedöns
23.7.2015 22:42
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Allgemein gesagt: ich warte ja auch noch darauf, was denn nun aus dem geworden ist, was früher als „genetischer Müll“ aus vergangenen Jahrmillionen auf der DNA bezeichnet wurde, aber nach neueren Erkenntnissen wohl (immer noch?) Schalterfunktionen hat, die aber (teilweise?) trotzdem Reliquien sein könnten. Jedenfalls sage ich Homosexuellen immer, daß ich keine Probleme mit Reliquien hätte – im Gegenteil …
Ob es da auch einen genetischen Selbstvernichtungsschalter gibt, der z.B. bei zu großer kultureller Bedrängung mit Genderideologie ausgelöst wird – dann hätte die Gendertheorie einen unwiderlegbaren Beweis ihrer Richtigkeit!


Freigeist
23.7.2015 23:04
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Danke an .Manfred P im Thema ‘Universität Enterbt’ für den Link zu youtube. Milo Yiannopoulos ist echt eine Wucht und hier in dem Interview bei Louder Crowder geht er als Schwuler nach Gamer Gate auf Transgender ein. https://www.youtube.com/watch?v=V3uATqvcvG8

Seine Aussagen:
– Transgender hat die Schwulen/Lesebenbewegung gekapert und immitiert
– Transgender hat Nichts mit schwul/lesbisch zu tun
– Statt Transgender umzuoperieren wäre es einfacher, sie zu ihrem eigentlichen Geschlecht umzuerziehen, geht aber nicht und wiederlegt das soziale konstruierte Geschlecht der Genderistas

Zu Game Gate bringt er auch eine sehr interessante Aussage. Die Feministinen hatten nach dem Start der Kampange schnell mit dem Thema pesöhnliche Angriffe/Morddrohungen von ihren ursprünglichen Vorwürfen gegen die Gamer abgelenkt, die dann niemand mehr überprüfte.

und hier noch eine Petition zum Wiedereinsetzen von Tim Hunt
https://www.change.org/p/university-college-london-reinstate-tim-hunt-2


Dirk S
23.7.2015 23:20
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@ Maddin

Bezüglich Weichmachern und Kunststoffen empfehle ich den Film “Plastic Planet”.

Hört sich interessant an, wobei ich befürchte, dass dem Filmmacher der wissenschaftliche Hintergrund zur Beurteilung aller Aussagen fehlt. Das ist jetzt nicht abwertend gemeint, ist eben ein generelles Problem bei solchen Filmen. Die werden eben nicht von Chemikern und Biologen gemacht.

Da wird unter anderem gesagt, dass es tausende von Weichmachern gibt, aber bisher nur 7 – 10 tatsächlich auf hormonähnliche Wirkung untersucht wurden.

Was nichts heißen muss, wenn Verbindungen nicht hormonähnlich sind, braucht man die auch nicht in diese Richtung zu untersuchen. Die Hauptgefahr von Weichmachern dürfte eher Karzinogenität sein. Aber auch da ist eine Risikobetrachtung vorzunehmen.

Billiges Kinderspielzeug aus Plastik sollte man zuerst mal ausgasen lassen oder “abkochen” (scheiß China-Schrott), bei Produkten aus DE braucht man das eigentlich nicht. Nicht dass jemand denkt, ich wäre da unkritisch.

Wenn man sich diesen Film anschaut, kann einem schlecht werden, wie sehr Gewinnmaximierung an oberster Stelle steht

Nennt sich Kapitalismus und hat uns unseren Wohlstand und unser langes Leben beschehrt. Auch wenn für meinen persönlichem Geschmack zuviele Kunststoffe eingesetzt werden (versuch mal Klamotten ohne Kunststoff zu bekommen, außer Jeans ist das fast unmöglich oder exorbitant teuer), so bedeuten Kunststoffe aber auch Leben. Denk einfach mal an die Medizinprodukte, praktisch alles Kunststoffe (außer die Bekleidung).

und wie versucht wird,Kritiker mundtot zu machen.

Es gibt “Kritiker” und Kritiker. Das Problem ist, dass die meisten “Kritiker” Panikmacher sind und auch oft gar nicht qualifiziert sind, überhaupt die Sache zu beurteilen. Und unter diesen Schreihälsen gehen die wirklich qualifizierten Kritiker unter.

Lies dir zum Kontrast mal das Buch “Die Panikmacher” (http://geraldmackenthun.de/app/download/5784325322/Panikmacher.pdf) durch. Die Beispiele sind zwar älter, aber es öffnet einem die Augen. Viele “Kritiker” sind keine wirklichen Kritiker, sondern Schreihälse und Multiphobiker.

Kritische Grüße,

Euer Dirk


Maxwell
24.7.2015 1:08
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@Hadmut

Von dem was ich aus der Genderecke kenne sehe ich auch eine extreme Schlagseite zu ‘Nurture’, keine Frage. Aber du kennst noch mehr von deren Publikationen, daher meine Frage: Könntest du mal ein paar Zitate aus relevanten Genderquellen zusammenstellen, die deren Probleme mit Bio und auch naturwissenschaftlicher Methodik illustrieren? Gibt es überhaupt relevante Genderquellen, Literatur die die allgemein akzeptieren und z. B. ein Basistext für deren Studenten ist?

Und ansonsten: Von den Genderideologen kann man nix erwarten, die forschen nicht und fragen nicht. Von der Biologie erwarte ich nur das methodisch sauber und ohne biologistische Anwandlungen geforscht wird – das funktioniert gut genug, insgesamt jedenfalls.


Hadmut
24.7.2015 1:09
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Gibt es, habe ich auch, im Regal und auf Platte, aber bis ich die ganzen Belegstellen wieder rausgesucht habe.

Google mal nach „Biologismen”.


Maxwell
24.7.2015 6:51
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“Frauen sind nur einen sehr geringen Teil ihres Lebens gebärfähig, Man könnte also auch darüber nachdenken, dass Frauen beispielsweise nach der Menopause in eine andere Klasse – die der Männer – wechseln. Es gibt Kulturen, in denen das der Fall ist. Und es gibt genug Frauen und Männer, die keine Kinder bekommen können oder wollen. Keins der Körpermerkmale, die bei der biologischen Geschlechtsbestimmung in Betracht gezogen wird – die Chromosomen, der Hormonspiegel, die inneren und äußeren Geschlechtsorgane – taugt dazu, jeden Menschen ein ganzes Leben lang auf ein bestimmtes Geschlecht festzulegen. Die Unterschiede zwischen allen Männern sind größer als die zwischen Mann und Frau. Das übersehen wir nur, weil das Raster der Zweigeschlechtlichkeit gesellschaftlich genutzt wird, um uns den Unterschied zwischen den Geschlechtern immer wieder ins Gedächtnis zu rufen.”

Ausführliche Zitate wie dieses in geballter Form wären deren größter Feind. Wenn man bei Tageslicht betrachtet was die sagen wird es automatisch komisch, z. B. Sabine Hark im Tagesspiegel oben. Da niemand weis wie die Genderisten eigentlich ticken können sie auch unter falscher wissenschaftlicher Flagge segeln.


Schwärmgeist
24.7.2015 11:59
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> Was bedeuten würde, dass mit der Geburt alles gelaufen und nichts mehr zu ändern ist. Einfluss der Kultur: Null. Gender-Ideologie komplett und restlos falsch.

Ist auch so. Mit der Geburt ist alles gelaufen. Leute wie Dawkins deuten richtig darauf hin, daß auch die Epigenetik eine wichtige Rolle spielen kann, aber ob ein Mensch schwul oder lesbisch oder bisexuell ist, das bekommt er mit in die Wiege gelegt. Er kann absolut nichts dagegen tun. Was man einem Herrn Turing angetan hat, war ein großes Unrecht, auch Thomas Mann war bekennender Schwuler – man kann sich ja vielleicht auch mal etwas abregen.


Gästle
24.7.2015 15:48
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@Maddin:
Doku- und Dokumentarfilmer kommen wie Journalisten mehrheitlich aus der rot-grünen Ecke. Das Produkt ist dann nicht sonderlich neutral. Außerdem ist der Produzent in letzter Konsequenz auch am wirtschaftlichen Erfolg interessiert, also wird produziert was gefördert, von den Sendern eingekauft oder in Auftrag gegeben wird und/oder das Interesse des Endkunden trifft.

Nur ein geringer Prozentsatz der Weichmacher untersucht kann bedeuten dass es tatsächlich eine (aus welchen Gründen auch immer unter den Teppich gekehrten) Schutzlücke gibt, es kann aber genau so gut bedeuten dass diese Stoffgruppen überhaupt keine Wirkung in dieser Richtung entfalten können und die begrenzten Ressourcen auf konkrete Gefahren ausgerichtet werden. Das müsste eine gute Dokumentation eigentlich herausarbeiten.

Ein nicht garantierter abschließender Ausschluss einer Wirkung oder einer Gefahr ist ein beliebtes Argumentationsmittel. Man schürt Ängste und fordert von Gegner den ultimativen, seriös nicht erbringbaren Beweis, dass es eine Wirkung oder Gefahr nicht geben kann. Egal was dann vorgebracht wird wird als unzureichend zurück gewiesen, freilich ohne sich eine Aussage entlocken zu lassen was überhaupt als Beweis akzeptabel wäre. Wer sich auf diese Diskussion einlässt hat von Beginn an verloren. Gut zu beobachten wenn es um Produkte der Firma Monsanto (Round-up ist wahres Teufelszeugs, ähnliche Mittel der Mitbewerber werden meist nicht einmal erwähnt) , “Handystrahlen” oder atomare “Verstrahlung” geht. Oft sind auch skrupellose Geschäftemacher (dazu zähle ich auch manche Umweltschützer) unterwegs, die aus solchen diffusen Ängsten Profit schlagen wollen, die haben dann auch ein Interesse daran, dass die Geschichte am Kochen gehalten wird.


yasar
24.7.2015 19:23
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Bei Monsanto ist es egal ob das Teufelszeugs ist oder nicht. Das Problem bei Monsanto ist eher, daß die dort wo sie hinkommen den (meist armen) Bauern die Lebensgrunbdlage entziehen, weil die plötzlich nicht mehr einfach das Saatgut aus Ihrer vorherigen Ernte entnehmen können, sondern imerm wieder neu nachkaufen müssen.


CountZero
25.7.2015 8:16
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@yasar:
Auch bei heutigem Bio-Getreide kann man kein Saatgut gewinnen, indem man (wie in der frühen Neuzeit) einen Teil der Ernte abzweigt und zur Aussaat im nächsten Jahr lagert. Das hat mir ein befreundeter Bio-Landwirt mal erklärt: Die ertragreichen Sorten sind derart hochgezüchtet, dass die Ernte nicht (mehr) für die Aussaat taugt. Auch er muß deshalb jedes Jahr Saatgut einkaufen. Ganz ohne böse Gentechnik (äh, insofern man Züchtung nicht unter Gentechnik einteilt….).

In der extensiven Landwirtschaft in Afrika kann das natürlich anders sein.


Gästle
25.7.2015 12:31
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>Das Problem bei Monsanto ist eher, daß die dort wo sie hinkommen den (meist armen) Bauern die Lebensgrunbdlage entziehen, weil die plötzlich nicht mehr einfach das Saatgut aus Ihrer vorherigen Ernte entnehmen können, sondern imerm wieder neu nachkaufen müssen.

Nicht ganz, diese Geschichte ist komplizierter. Das ist bei hybriden Sorten so und das gab es auch schon lange bevor Monsanto mit seinem “Genmais” und dem Patent auf MON810 (Die Pflanze produziert ein Protein, welches bestimmte Fraßfeinde tötet und ansonsten separat ausgebracht werden müsste) auf den Plan trat. Man kann die Pflanzen schon weiter vermehren, aber diese Generation bringt dann einen viel geringeren Ertrag, es zahlt sich für den Landwirt nicht aus. Sie haben das Prinzip nur zu ihren Gunsten optimiert. Dazu kommt noch die Geschichte mit dem US-amerikanischen (Patent-)recht, das erst die effektive Kontrolle der Landwirte erlaubt. An diesem System sind auch schon viele Landwirte in Nordamerika wirtschaftlich zugrunde gegangen.


yasar
25.7.2015 19:36
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> Dazu kommt noch die Geschichte mit dem US-amerikanischen
> (Patent-)recht, das erst die effektive Kontrolle der Landwirte
> erlaubt. An diesem System sind auch schon viele Landwirte in
> Nordamerika wirtschaftlich zugrunde gegangen.

Eben. Da haben Landwirte, die eigentlich gar keine Monsanto-Produkte vewenden plötzlich Probleme bekommen, weil sich der Wind nicht daran gehalten hat, den Mais des Landwirtes nicht mit Monsanto-Produkten zu kreuzen. Der Landwirt mußte aufgrund eines Patentstreites dann seine Ernte vernichten.