Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Die ZEIT versucht sich in Gender-Jammer

Hadmut
17.7.2015 21:23

Schwenkt die Überheblichkeit der Genderisten gerade in Opfer-Gejammer um?

Die Journalistin Catherine Newmark hat in der Gender-ideologisierten ZEIT einen inhaltlich törrichten, aber in der Ausrichtung beachtlichen Artikel geschrieben. Man jammert darüber, dass sich Gender Studies nicht so entwickeln wie erhofft.

Die akademischen Gender Studies werden polemisch als Ideologie beschimpft – mit breitenwirksamem Erfolg. Haben wir Emanzipierten einen großen Fehler gemacht?

Wieso beschimpft? Sie sind Ideologie und haben es nie versucht und nie geschafft, aus mehr als Ideologie zu bestehen. Seltsam, andere für die Feststellung dessen zu beschuldigen, was Gender Studies geplant sind.

Ein Professor der Biologie namens Ulrich Kutschera zog mit altväterlich anmutendem Ton vom Leder gegen den “unwissenschaftlichen Unsinn” der “Gender-Ideologie”. Und zwar im Gespräch mit einem Moderator, der es während des gesamten Gesprächs nicht schaffte, eine einzige sachliche oder kritische Frage zu stellen. Im Gegenteil: Er war offensichtlich genauso brennend wie sein Gast davon überzeugt, dass die akademischen Gender Studies eine fundamentalistische feministische Ideologie seien, die von einer kompletten sozialen Konstruiertheit des biologischen Geschlechts ausgingen. Herr Kutschera nannte sie “eine quasi-religiöse Strömung”, die mit dem christlichen Kreationismus vergleichbar sei und wesentlich in einer kompletten Ablehnung der Evolutionstheorie bestünde. Er sprach auch von einem “Krebsgeschwür”.

Da hat er Recht. Völlig Recht. Genau das ist der Befund.

Der neuste und mittlerweile beunruhigendste Trend ist aber die aggressive Polemik, die sich unter den Stichworten “Genderwahn”, “Gender-Ideologie” oder “Genderismus” sammelt und gegen alles Mögliche richtet…

Man beschuldigt die anderen für die Mängel der eigenen Lehre?

Denn, um es nochmals in aller Deutlichkeit zu sagen: Niemand, der sich ernsthaft mit Geschlechterforschung oder Gleichstellungspolitik beschäftigt, geht davon aus, dass wir immaterielle Wesen sind, die sich gänzlich nach Gusto selbst konstruieren, oder dass es keine körperliche, biologische, materielle Grundlage für die Menschen, so wie sie sind, gibt. Selbst die ungern gelesene aber gerne ablehnend erwähnte Judith Butler nicht. Auch behauptet niemand, dass es keine Unterschiede gäbe. Gerne nachgedacht wird hingegen darüber, welcher Art die Unterschiede zwischen den Menschen sind und was aus ihnen folgt.

Das ist jetzt natürlich dumm, wenn man etwas verteidigen will, was man selbst nicht kennt, und dabei reinfällt. Denn genau das behaupten sie massenweise.

Wie kommt es, dass eine Autorin, die anscheinend nie die feministische Literatur in der Breite gelesen hat, versucht, diese zu verteidigen? Oder macht sie absichtlich falsche Angaben, Desinformationspropaganda?

Wie kommt es also zu diesem breitenwirksamen Erfolg einer lautstarken Gruppe, die Gender falsch verstehen will und für den ersten Schritt in Richtung Untergang des Abendlandes hält?

Gender falsch verstehen? Was soll denn da überhaupt „richtig” verstanden sein, wo es doch keine einzige greifbare Definition gibt, und alle irgendwelche wilden Interpretationen losposaunen und sich in Absurdität zu übertreffen versuchen?

Genderismus ist genau das, was die Kritiker hier vorwerfen.

Und der offensichtlich wissenschaftstheoretisch unbewandert und von wenig Selbstreflexion getrübt ist.

Wissenschaftstheoretisch unbewandert?

Genderisten sind es, die Wissenschaft schlechthin ablehnen. Wie ist es zu erklären, dass man es grundsätzlich ablehnt, „feministische Theorien” zu überprüfen oder zur Nachprüfung zu stellen? Es somit also gar keine Theorien sind, denn Theorien sind immer nur Kandidaten, die zur Nachprüfung anstehen.

Wie kommt es dann, dass die wissenschaftliche Produktion der Gender Studies exakt gleich Null ist?

Aber jenseits solcher Absurditäten: Die Schlagkraft der Anti-Gender-Front lässt Fragen aufkommen. Haben wir – Feministinnen, Emanzipationsinteressierte, Gender-Studies-Affine – es vielleicht irgendwie versäumt, unsere generell nicht weltzerstörerische Absicht deutlich genug kundzutun? Kommunizieren wir unsere umfassende Akzeptanz des männlichen Geschlechts unzureichend?

Zahlt die ZEIT nur noch Mindestlohn oder darunter? Warum schreibt da jemand zur Verteidigung eines Feminismus, den sie offenbar selbst nicht kennt? Wie kommen dann Bücher zustande, in denen Feministinnen beschreiben, wie sie Männer ausrotten wollen? Warum wird dann der „weiße, heterosexuelle Mann” für alles verwantwortlich gemacht?

Und welches Verständnis von Wissenschaft muss man haben, um zu glauben, dass Wissenschaft darin bestünde, „Absichten” deutlich zu machen?

Man hat es versäumt, Wissenschaft zu betreiben. Das ist das Problem. Hätte man ein Mindestmaß an Wissenschaft, hätten sich die Gender Studies gleich selbst wieder abgeschafft.

Gender ist vor allem Zweierlei: Ideologie und kriminelles Betrugssystem. Wissenschaftlicher Gehalt gleich Null. Den können sie nicht mal belegen, wenn man auf Auskunft klagt.

Wie also kommt die ZEIT plötzlich dazu, solche Fehldarstellung zu schreiben?

Desinformation?

Dummheit?

Strategie?

Oder Abkehr und Zurückrudern?

Nachtrag:

Ach, guck mal an: Die ist von der FU Berlin. Philosophie. Das erklärt natürlich, warum die so weit weg von der Realitätsschiene läuft.

Wird denen ihr Genderismus vielleicht sogar selbst peinlich?

173 Kommentare (RSS-Feed)

Gedöns
17.7.2015 22:03
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„unsere generell nicht weltzerstörerische Absicht“//
Nun, man hat eine generell eine (die westliche) Welt zerstörerische Absicht.
Da sind andere schon viel offener: die Homoehe dient dazu die Ehe zu zerstören:
http://kath.net/news/51216
und die Zerstörung der Ehe dient dazu, die Familie zu zerstören, die Zerstörung der Familie dient dazu, den modernen Sklaven, der sich dabei auch noch gut fühlt, zu schaffen – ob das nun jemals so gesagt wurde, vorsätzlich beabsichtigt ist oder nicht.
http://de.wikimannia.org/Verschw%C3%B6rungstheorie#Feminismus_und_Familienzerst.C3.B6rung
Die dabei Hoffenden und eng Verschmolzenen sind:
1. „links-grün“ mit ihren Phantastereien vom neuen Menschen (vormals Stalinisten/ Maoisten)
2. die aggressivsten Teile von Wirtschaft und Kapital
3. der Islam …


mindph
17.7.2015 22:22
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“Haben wir – Feministinnen, Emanzipationsinteressierte, Gender-Studies-Affine – es vielleicht irgendwie versäumt, unsere generell nicht weltzerstörerische Absicht deutlich genug kundzutun”

WISSENSCHAFT IST KEINE POLITIK VERFICKTE SCHEIßE NOCHMAL!
Feminismus ist eine politische Bewegung, Emanzipation ist ein politisches Konzept, Gender-Studies-Affine ist was? Fans einer Ideologie? NICHTS VON DEM IST WISSENSCHAFT.

Dabei heißt dass nicht, dass Wissenschaftler nicht politisch sein dürften, aber sie haben die Politik aus der Forschung heraus zu halten, Ende.


Hadmut
17.7.2015 22:25
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> WISSENSCHAFT IST KEINE POLITIK VERFICKTE SCHEIßE NOCHMAL!

Treffend auf den Punkt gebracht. 🙂

Was aber willst Du von einer Philosophin schon erwarten?

Noch dazu, wenn sie auch Journalisten ist?

Woher soll die wissen, was Wissenschaft ist?


Alexander
17.7.2015 22:42
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Ünglaublich tolle Powerfrau! Sie hat eine Stelle an der Uni, sie hat ein eigenes Programm auf Deutschlandradio, sie hat einen Blog auf Zeit Online, sie ist Redakteurin/Chefredakteurin vom Philosophie Magazin …
Wie hat sie das alles geschafft? Vielleicht ist sie der neue Kant auf dem philosophischen Olymp?


Hadmut
17.7.2015 22:56
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> Wie hat sie das alles geschafft? Vielleicht ist sie der neue Kant auf dem philosophischen Olymp?

Nein. Ganz einfach: Als Frau muss man an der Uni und im Journalismus heute einfach gar nichts mehr können, da kommt man per Quote gratis rein.

Und wenn man nichts können und nichts leisten muss, ist es natürlich leicht, auf mehreren Hochzeiten zu tanzen.


mindph
17.7.2015 22:45
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Jo mich regt die Dreistigkeit auf, mit der die Gender-Ideologen versuchen, ihre politische Agitation hinter einer “Wissenschaft” zu verstecken, und jeden Kritiker als Frauenfeinde, Nazis, Maskus oder was weiß ich zu diffamieren. Schon alleine bei der Unfähigkeit mit Kritik umzugehen, fängt die Unwissenschaftlichkeit ja an. Wissenschaft lebt von Skepsis, Kritik und Debatte. Wissenschaft lebt davon, sich ständig selbst zu überprüfen und zu korrigieren. Übrigens waren es mal Philosophen, die diese Prinzipien begründet haben – und ursprünglich waren es mal Universitäten, die diese Denk- und Arbeitsweise den Studenten beizubringen hatten – aber dann kam der Postmodernismus
https://de.wikipedia.org/wiki/Postmoderne#Kritik_seitens_Vertretern_des_wissenschaftlichen_Realismus

Ich reiche folgenden Artikel ja schon eine Weile bei jeder Gelegenheit herum, aber er beschreibt das Problem mit Gender-Studies einfach zu gut, selbst wenn er versucht sich teilweise selber zu relativieren…
“To my regret, the gender studies program lacks all self-criticism, giving students a narrow view of the world. This approach allows female lecturers and students in the program to “feel at home” and to turn the academic world into another arm for their activity.”
http://www.haaretz.com/print-edition/features/why-is-gender-studies-dominated-by-one-gender-1.289830


Ze
17.7.2015 23:08
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Bezüglich Frauen und Journalismus noch ein Artikel aus dem Freitag von heute, bei dem ich mir mehrfach an den Kopf fassen musste – ich war absolut fassungslos.

https://www.freitag.de/autoren/juloeffl/maechtiges-signal-die-taz-hat-einen-neuen-chef


Max
17.7.2015 23:09
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http://www.kingfm.net

da läuft gerade ein interview mit birgit kelle und ullrich kutschera. 🙂


Blindtrampel
17.7.2015 23:43
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Ich wollt nochmal drauf hinweisen, dass mMn Gender oder Feminismus nicht – wie hier im blog und den Kommentaren oft behauptet wird – dem Faschismus zuzurechnen ist, sondern dem Kommunismus. Ein schöner Vergleich wäre z.b. das hier, der Lyssenkoismus, eine bizarre Irrlehre, die viele Tote gefordert hat:

https://de.wikipedia.org/wiki/Lyssenkoismus

völlig weltfremd, völlig irr, trotzdem Wissenschaft. Gender irgenwer? So etwas hat es im Faschismus nicht gegeben. (Klar , die Faschisten hatten auch die Wissenschaft unter ihre Ideologie gezwungen, z.b. hat man die Relativitätstheorie abgelehnt, weil sie “jüdisch” sei, ziemlich bescheuert natürlich, aber ehrlich gesagt, wäre das sicher nicht von Dauer gewesen. Wären die länger an der Macht geblieben, hätten sie sich damit arrangiert – glaube ich zumindest. Anders als die Kommis)

Ein weiteres Beispiel, das letzte Buch vom bekanntesten Literatur Nobelpreisträger für Literatur, Alexander Slotschenyzin, wurde bis heute nicht ins englische (deutsche?) übersetzt. Warum wohl. Tja, großes Tabu, bis heute.

http://nwioqeqkdf.blogspot.co.uk/2015/07/solzhenitsyns-forbidden-book.html

Das selbe sehen wir auf Youtube oder Twitter, ständig werden Filme oder Accounts gesperrt, nur aufgrund von Gedankenverbrechen. Dies Art der Herrschaft wird nicht aufhören, sondern immer schlimmer werden. In meinen Augen ist das alles Kommunismus, hat mit Faschismus nix zu tun.

(um einen Vergleich anzustellen: natürlich haben beide Ideologien große Überschneidungen in ihrer Unrechtsherrschaft. Trotzdem kann man denke ich sagen, dass der Faschismus eine männliche Ideologie ist, mit klarer Ansage – ein Volk, ein Führer, und wer im Weg steht wird erschossen. Während demgegenüber der Kommunismus eine eher vage diffuse Idee ist, voller hehrer Moral, die sich zudem ständig ändert, und man eigentlich nur gefühlt irgendwie “richtig” handeln kann. Die Menge an Ermordeten war jedenfalls im Kommunismus sehr viel höher, das sollte man niemals vergessen. Also, hört auf, die heutigen Bizzaritäten als “Faschistisch” zu bezeichnen: nur weil wir vom Kommunismus so auffällig wenig wissen und uns der Faschismus 24-7 um die Ohren gehauen wird, heisst das nix.)


Hadmut
18.7.2015 8:56
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@Blindtrampel:

> Ich wollt nochmal drauf hinweisen, dass mMn Gender oder Feminismus nicht – wie hier im blog und den Kommentaren oft behauptet wird – dem Faschismus zuzurechnen ist, sondern dem Kommunismus.

Das ist wie „nachts ist es kälter als draußen”. Kommunismus ist eine Strategie, Faschismus eine Taktik. Faschismus sagt nur etwas darüber aus, wie man ein Ziel verfolgt, aber nicht welches.

Man kann also durchaus den Kommunismus als Ziel mit faschistischen Methoden verfolgen. Und genau das passiert hier.

Dem Denkfehler unterliegen auch die ganzen Antifa-Idioten. Die glauben, weil sie kommunistisch sind, wären sie das Gegenteil von faschistisch, merken aber nicht, dass sie den Kommunismus mit faschistischen Methoden betreiben, also eine Mischung aus zweierlei Schlechtem sind.

> Ein schöner Vergleich wäre z.b. das hier, der Lyssenkoismus,

Marxismus-Feminismus für Pflanzen.

> So etwas hat es im Faschismus nicht gegeben.

Die Methodik „Faschismus” beschränkt sich nicht auf das, was es im damaligen System „Faschismus” gegeben hat. Halte das auseinander.

> Trotzdem kann man denke ich sagen, dass der Faschismus eine männliche Ideologie ist, mit klarer Ansage – ein Volk, ein Führer, und wer im Weg steht wird erschossen.

Blödsinn.

Der Feminismus hat alle Merkmale des Faschismus. Es muss keine bestimmte Person im Mittelpunkt stehen, auch die Ideologie selbst kann diese Rolle übernehmen. Und der Feminismus ist extrem rassistisch, nämlich unter dem Irrtum, dass Männer und Frauen quasi verschiedene Rassen wären. Die stellen ja weiße, heterosexuelle Männer quasi als die für alles Böse verantwortliche und zu vernichtende Rasse hin. Apropos erschossen: Im extremen feministischen Bereich gibt es Forderungen, Männer auf einen geringen Bevölkerungsanteil, etwa 3%, zu reduzieren und nur noch als Samenspender zu halten.

> Also, hört auf, die heutigen Bizzaritäten als “Faschistisch” zu bezeichnen: nur weil wir vom Kommunismus so auffällig wenig wissen und uns der Faschismus 24-7 um die Ohren gehauen wird, heisst das nix.

Deren Methoden sind faschistisch, Feminismus ist geradezu ein Paradebeispiel für eine totalitäre, willkürliche und auf Machtausübung versessene Ideologie. Also muss man das auch so nennen können und dürfen.


Achim
17.7.2015 23:51
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@Alexander “Vielleicht ist sie der neue Kant auf dem philosophischen Olymp?”
Nö! nur Königsberger Klopse!


Günter Buchholz
18.7.2015 0:11
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maddes8cht
18.7.2015 1:10
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Witzig an dem Artikel ist wieder mal:
Sie verteidigen sich vehement gegen verschiedenste Vorwürfe, indem sie sagen, was sie alles nicht sind (ungeachtet dessen, dass es zu sämtlichen dieser Vorwürfe explizite genderistische Publikationen gibt, die genau die vorgeworfenen Positionen explizit vertreten).

Wie immer bei solchen Verteidigungen sagt sie kein Wort darüber, was sie denn nun stattdessen vertreten.

Man hält ihr Unsinn vor die Nase, der aus den Gender-Studies stammt, und sie sagt: Sie werden doch nicht denken, dass wir solchen Unsinn glauben…
Na, wenn nicht: Was sagen sie denn angeblich stattdessen aus?
Oder ist das, was dann noch übrigbleibt, wenn man den Radikalensprech weglässt, den man öffentlich nicht so ohne weiteres vertreten kann, weils doch zu peinlich ist, vielleicht von solcher Banalität und Trivialität, dass es auch wieder zu peinlich ist?


Hadmut
18.7.2015 9:00
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@maddes8cht:

> Sie verteidigen sich vehement gegen verschiedenste Vorwürfe, indem sie sagen, was sie alles nicht sind

Ja. Ich habe diese Taktik schon früher beobachtet und als „Moving Target” bezeichnet. Sie haben überhaupt keine greifbare Substanz, auf die sie sich festlegen würden, sondern versuchen sich in ständigem Opportunismus immer das zu sein, was gerade erfolgversprechend aussieht.

Daher auch deren „feministische Theorien”. Das ist im Prinzip nur willkürliches Lügen, immer das, was tagesaktuell den größten Reibach verspricht.

> Wie immer bei solchen Verteidigungen sagt sie kein Wort darüber, was sie denn nun stattdessen vertreten.

Klar. Sonst könnte man sie ja mal an ihren Lügen packen.

Ein zentraler Punkt von Feminismus ist eben auch Desinformation und ständiges Leugnen.


Will Anders
18.7.2015 6:43
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Das ist wie früher im Ostblock. Da gab es an jeder Hochschule eine – meist riesengrosse – Fakultät zur Erforschung des “Wissenschaftlichen Marxismus-Leninismus”. Man hat diesen irrsinnigen Humbug ernsthaft als Wissenschaft verkauft. Einen Unterschied gab es damals allerdings zu heute: Die Kritiker dieses Wahnsinns hat man in den Knast oder in die Geschlossene gesteckt. So weit sind wir noch nicht. Noch nicht.


Hadmut
18.7.2015 9:56
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> Fakultät zur Erforschung des “Wissenschaftlichen Marxismus-Leninismus”.

Und heute ist es eben „Marxismus-Feminismus”.


Emil
18.7.2015 7:39
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@Ze
> Bezüglich Frauen und Journalismus noch ein Artikel aus dem Freitag von heute,
> bei dem ich mir mehrfach an den Kopf fassen musste …

Über die Autorin heißt es anderswo:

Juliane Löffler hat am Hasso-Plattner-Institut Design Thinking studiert. Danach hat sie ein Staubsauger-ohne-Beutel-Projekt geleitet.

“Staubsauger-ohne-Beutel”. Das zeigt zumindest ihre hohe Kompetenz, was Frauenthemen angeht.


Hadmut
18.7.2015 9:59
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> Juliane Löffler hat am Hasso-Plattner-Institut Design Thinking studiert.

Ach, über das Hasso-Plattner-Institut haben wir doch auch schon genug geschrieben. Große Klappe, nichts dahinter. Einfach mit den falschen Leuten besetzt.

Großer Haufen Geld allein macht eben auch keine wissenschaftliche Qualität. Und unseren Universitäten Geld zu geben heißt Geld zu vergeuden.


Schwärmgeist
18.7.2015 8:42
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> Da sind andere schon viel offener: die Homoehe dient dazu die Ehe zu zerstören:
> http://kath.net/news/51216

kath.net ist zwar nicht kreuz.net, aber doch immer noch sehr fundamentalkatholisch. Warum man dort gegen die Homoehe ist, liegt auf der Hand.

Es wird niemand durch die Homoehe homosexuell. Laßt die Homosexuellen doch heiraten, meine Güte, es wird niemandem damit geschadet oder etwas weggenommen. Es wird doch nicht weniger Hetenpärchen geben, nur weil Schwule und Lesben sich auch das Ja-Wort geben können.

Schwule und Lesben, die Kirchgänger sind, halte ich im übrigen für hochgradig schizophren. Den Gipfel der Selbstverleugnung erklimmen freilich schwule Priester, von denen es nicht wenige gibt.


Schwärmgeist
18.7.2015 8:44
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> Wie also kommt die ZEIT plötzlich dazu, solche Fehldarstellung zu schreiben?

> Desinformation?

Just dies. Gender ist voll dufte, harmlos, wissenschaftlich fundiert und wird auschließlich von guten Menschen mit guten Absichten betrieben. Darin soll das “Zeit”-LeserX sich bestätigt fühlen.


Schwärmgeist
18.7.2015 8:50
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Ich habe es zwar schon einmal geschrieben, aber Wichtiges soll man ja wiederholen: Einschränkungen für homosexuelle Paare sehe ich im Adoptionsrecht. Natürlich sollen sie grundsätzlich das Recht dazu haben, Kinder zu adoptieren, aber wenn der Adoptionsvermittler im Zweifel normale Paare bevorzugt, dann müssen sie sich damit abfinden, hier in der zweiten Reihe zu sitzen.


Schwärmgeist
18.7.2015 9:10
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> Das selbe sehen wir auf Youtube oder Twitter, ständig werden Filme oder Accounts gesperrt, nur aufgrund von Gedankenverbrechen. Dies Art der Herrschaft wird nicht aufhören, sondern immer schlimmer werden. In meinen Augen ist das alles Kommunismus, hat mit Faschismus nix zu tun.

Die Grenzen zwischen Kommunismus und Faschismus sind fließend; totalitäre, wesensverwandte, gleichmachererische Ideologien sind sie beide. Es ist eine bisher wenig untersuchte Tatsache, daß auch der Nationalsozialismus ein Sozialismus war. Links und national ist nicht unbedingt ein Widerspruch, siehe aktuell Griechenland. Irgendwo las ich mal, daß Hitler seine NSDAP als linke Partei begriff; ob es stimmt, weiß ich nicht. Wäre vielleicht mal interessant zu recherchieren.

Danke für den Hinweis auf Solschenizyn. Er war es, der mir mit seinem “Archipel Gulag” endgültig die letzten linken Flausen ausgetrieben hat. Sozialismus führt immer zu einem exorbitanten Spitzelapparat und Polizeistaat – zum Staatsbankrott sowieso.

Eigentlich hätten sich Hitler und Stalin prächtig miteinander in der Sauna verstehen können. Rein geistig, natürlich.


Kai
18.7.2015 9:26
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Hier ein leckerbissen: OSCE Security Days 2015 Night Owl Session.
Die Publikumsfrage ist: Kann das aussprechen einer Wahrheit als ‘Hate Speech’ gewertet werden?
https://www.youtube.com/watch?t=105&v=n1EZIsPmDxM


Philipp
18.7.2015 9:38
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Die Genderisten haben nun auch bei FreeBSD Einzug gehalten:
https://forums.freebsd.org/threads/freebsd-becomes-sjwbsd.52405/

“based on gender” .. wie kann man eigentlich “etwas” auf eine Basis stellen, dass sich nach dem “Wohlgefuehl” beim Fruehstueck aendern kann? 😉


Schwärmgeist
18.7.2015 11:24
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> Und heute ist es eben „Marxismus-Feminismus”.

Dieses Wortspiel ist nicht nur witzig, sondern es könnte tatsächlich auch etwas dahinterstecken. Hinter all diesem Feminismus-Gender-Postkolonialismus-Gewimmel meint man vage die Fahne mit Hammer und Sichel zu erkennen. Das erklärt dann auch, warum liberale oder auch nur sozialdemokratische Positionen regelmäßig als vermeintlich rechtsradikal attackiert werden. Wie am Nordpol alles Süden ist, sieht man von linksaußen halt nur noch Nazis.


Manfred P.
18.7.2015 11:30
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Witzig sind die Kommentare.

Fast alle pusten der Autorin straffen Gegenwind ins Gesicht, nur ein paar unterstellen den Kommentatoren Angst.

Aber es ist doch schon mal ein gutes Zeichen, wenn bei denen der Eindruck entsteht, dass auf breiter gesellschaftlicher Front ein Widerstand entsteht.

Dann dekonstruieren die sich vielleicht am Ende selbst.


Manfred P.
18.7.2015 11:33
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@Schwärmgeist

>Eigentlich hätten sich Hitler und Stalin prächtig miteinander in der Sauna verstehen können. Rein geistig, natürlich.

Haben sie doch auch, zumindest von Stalins Seite aus.

Stalin soll ein echt netter und charmanter Kerl gewesen sein, zumindest wenn er bei seinem Gegenüber nicht vermutet hatte, politischer Gegner zu sein 🙂

Roosevelt soll nach Yalta gesagt haben: “Too bad, I kinda liked that sonofabitch.”


Manfred P.
18.7.2015 11:43
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@Schwärmgeist

> Irgendwo las ich mal, daß Hitler seine NSDAP als linke Partei begriff; ob es stimmt, weiß ich nicht. Wäre vielleicht mal interessant zu recherchieren.

Das weiß ich auch nicht, aber Fakt ist, dass auch der Nationalsozialismus gewissermaßen eine Diktatur des Proletariats war. Die Nazi-Elite bestand zu einem erheblichen Teil aus verurteilten Sexualstraftätern, Homosexuellen und Pädophilen. Graf von Nayhauß verteilte damals eine “Aufklärungsbroschüre” und wurde deswegen von der Gestapo zu Tode gefoltert.

Und gesellschaftlich wurde (zumindest unter “Ariern”, also den ganzen blonden Iranern, die in Deutschland lebten) ein egalitärer Ansatz verfolgt.

In den Napolas wurde vermittelt, dass nur blinder Fanatismus und Ergebenheit zähle und die Bereitschaft, den Gashahn aufzudrehen, aber die soziale Herkunft gleichgültig sei. So zumindest die Schilderungen heute alter Menschen, die als Kinder in solchen Napolas waren (z.B. Theo Sommer von der Zeit.)

Schon Haffner hatte die These vertreten, dass Kommunismus und Nationalsozialismus nur scheinbar gegensätzliche Ideologien waren.

Sogar den krankhaften und psychopathologischen Antisemitismus teilten die Sowjetkommunisten mit den Nazis, nicht umsonst ist “Progrom” ein russisches Wort.


Hadmut
18.7.2015 13:22
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> nicht umsonst ist “Progrom” ein russisches Wort.

Drum heißt’s auch Pogrom.


Pjotr
18.7.2015 12:37
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>>Und heute ist es eben „Marxismus-Feminismus.<<

Es scheint vielen hier ein ausgeprägtes Bedürfnis zu sein, Feminismus als linke Bewegung zu labeln, obwohl doch gerade in diesem Blog immer wieder darauf hingewiesen wird, dass da ausser Opportunismus nicht viel ist. Ja was denn nun?

Was verbindet einen Volker Beck (gaaanz links) mit dem Bolschewiki Russlands (auch gaaanz links) von 1920? Hatten die Bolschewiki Quotentunten im Politbüro? Frauen?

Bedenke: Im eindimensionalen links-rechts-Schema ist der eigene Standpunkt nulldimensional.


Hadmut
18.7.2015 13:19
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@Pjotr:

> obwohl doch gerade in diesem Blog immer wieder darauf hingewiesen wird, dass da ausser Opportunismus nicht viel ist.

Wissenschaftlich und geistig ist da nichts.

Von der Zielsetzung, der Agitation, den Methoden, der Raffgier und der Ideologie sind die extrem links und marxistisch.

> Was verbindet einen Volker Beck (gaaanz links) mit dem Bolschewiki Russlands (auch gaaanz links) von 1920?

Die Gleichheitszielsetzung, die Propaganda, die Verlogenheit, die korrupte Selbstherrlichkeit, die Selbstgerechtigkeit, der Anspruch, allen anderen auch mit Gewalt das eigene Weltbild aufzudrücken und die aggressiv-herablassende Geringschätzung für jeden, der anderer als der Zwangsmeinung ist.

> Hatten die Bolschewiki Quotentunten im Politbüro? Frauen?

Ich zitiere mal die allwissende Müllhalde Wikipedia:

Den Kern der Ideologie bildeten Theorien und politische Programme zur Eroberung der politischen Macht durch eine klassenbewusste kämpferische Elite von Berufsrevolutionären und die Errichtung einer „Diktatur des Proletariats“, verbunden mit der sozialistischen Vorstellung und dem Ziel einer klassenlosen Gesellschaft.[1] Durch diesen voluntaristischen Ansatz, wonach die Revolution durch das Planen und Handeln der revolutionären Elite herbeigeführt werden müsse, unterscheidet sich der Bolschewismus vom Denken Marx’, der deterministisch ein beinahe naturnotwendiges Eintreten der Revolution bei entsprechender Entwicklung der Produktionsverhältnisse vorausgesagt hatte.

Passt exakt auf das Vorgehen der Grünen, des Feminismus, eines Volker Beck. Genau das machen die.

> Hatten die Bolschewiki Quotentunten im Politbüro? Frauen?

Ja. Deren Räte und die Planwirtschaft gehen in diese Richtung. Außerdem haben die Bolschewisten das alte Familienbild angegriffen und Frauen von der Mutter zur Arbeiterin (Traktoristin usw.) gemacht. Zumal der Feminismus-Genderismus in wesentlichen Überlegungen auch bei Marx zu finden ist.

Auch wenn’s Dir nicht in Kram passt.


Horst
18.7.2015 13:27
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@Hadmut

das mit “Kommunismus=Strategie Faschismus=Taktik” finde ich sehr interessant; hab ich so noch nie gesehen.
Kennst du da zufällig einen Buchtipp zu? Da würde ich gerne mehr drüber lesen…


Hadmut
18.7.2015 13:34
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> das mit “Kommunismus=Strategie Faschismus=Taktik” finde ich sehr interessant; hab ich so noch nie gesehen.
Kennst du da zufällig einen Buchtipp zu?

Nein, das ist mir so spontan als Antwort eingefallen, das habe ich nicht anderswo gelesen.

> Da würde ich gerne mehr drüber lesen…

Nur in diesem Blog.


Rox
18.7.2015 13:31
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Hm. Wie kann man denn überhaupt über den Feminismus schreiben? Jede sagt was anderes, alle wiedersprechen sich gegenseitig und außerdem sagen die auch noch von einem Tag auf den anderen das genaue Gegenteil. Kannst darüber also schreiben was du willst und bist in jedem Fall die patriarchalische Sau, der Faschist und sowieso der üble privilegierte weiße heteronormative Mann. Oder die noch mehr privilegierte weiße heteronormative Mutterkuh, die Verräterin. Ach nee, doch nicht, irgendwie war die ja Opfer. Wo waren wir stehengeblieben?

Mal im Ernst: Ich setze schlicht ganz unten an und frage: Wie wurde die betreffende Erkenntnis gewonnen? Empirisch oder spekulativ? Spekulativ? – Tschüss, wir brauchen nicht weiterreden. Ich muss nicht darüber reden, *warum* der Frosch in der verschlossenen Kiste blau ist, wenn ich vorher nicht sicher festestellen konnte, *dass* er blau ist. Schon gar nicht ist es sinnvoll, hysterisch in einem fort Giftfroschalarm auszurufen und kreischend durch die Gegend zu rennen.


Hadmut
18.7.2015 13:37
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@Rox:

Du hast’s erfasst. Genau so ist es.


Horst
18.7.2015 13:42
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@Hadmut

… den Blog lese ich sowieso oft. Aber vielen Dank.


Rox
18.7.2015 13:43
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Faschismus/Kommunismus: Ich hab nicht den Totalüberblick, aber hat der Faschismus der Frau nicht eher den Platz fest in der familie zugeweisen? In den Ländern, die mir grad einfallen, wars jedenfalls so.

Die Kommunisten/Linken haben glaube ich durchgängig die Frauen in die Gesellschaft reingeholt. Von echter Gleichberechtigung bis Totalzwang jede Schattierung. Ich überlege grad: Also Leininisten bis Mao, Kambodscha und Nordkorea. Müsste hinhauen.

Die Nationalfrage ist auch nicht unbedingt das Unterscheidungskriterium zwischen Faschismus und Kommunismus. Jedenfalls kriege ich dann nationalkommunistische Parteien nicht eingeordnet, wie z.B. in Polen.

Aber vielleicht ist die Unterscheidung sowieso bloß künstlich, das einzig Handfeste wäre Hadmuts Einwurf mit Methode&Ziel. Na ja, Diktatur ist Diktatur und da heiligt immer der Zweck die Mittel und als Resultat kommt immer dasselbe heraus, egal wie mal das Zeil geheißen hat.


Olivetti
18.7.2015 13:49
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@Blindtrampel
>Ein weiteres Beispiel, das letzte Buch vom bekanntesten Literatur Nobelpreisträger für Literatur, Alexander Slotschenyzin, wurde bis heute nicht ins englische (deutsche?) übersetzt. Warum wohl. Tja, großes Tabu, bis heute.

Sein vorletztes Werk “200 Jahre zusammen…” gibt es doch in deutscher Übersetzung.


rjb
18.7.2015 13:59
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@Blindtrampel: Einige erste Stichworte, wie das mit der Wissenschaft bei den Nazis funktionierte, findest Du etwa hier:
https://de.wikipedia.org/wiki/Philipp_Lenard
https://de.wikipedia.org/wiki/Forschungsgemeinschaft_Deutsches_Ahnenerbe
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-43822454.html
Weniger abgedreht als der Lyssenkoismus ist das nicht.

Die Ideologie, egal ob kommuniostisch, faschistisch, feministisch oder sonstwas, geht mit dem vorhandenen Material (und dazu gehört auch die Wissenschaft) genau so konstruktivistisch um, wie sie es ggf. den Naturwissenschaften unterstellt. Herr Lenard möchte Reichsoberphysiker werden. Dazu muß die Relativitätstheorie weggeräumt werden. Daß Einstein Jude war, eröffnet im Rahmen der herrschenden Ideologie dazu einen bequemen Weg.

” Trotzdem kann man denke ich sagen, dass der Faschismus eine männliche Ideologie ist, mit klarer Ansage – ein Volk, ein Führer, und wer im Weg steht wird erschossen. Während demgegenüber der Kommunismus eine eher vage diffuse Idee ist,..” OMG. Das hätte ein zünftiger Naziideologe genauso sagen können. Ggf. aus taktischen Gründen mit Ersetzung des unschönen Wortes “erschossen” durch etwas harmloser klingendes. Der Kommunismus war aus Nazisicht eine Methode der jüdischen Weltverschwörung, und somit selbstverständlich so variabel, wie es raffinierten und heimtückischen Taktikern der Weltherrschaft nunmal zupaß kommt.

Darüber, wie “männlich” der Nationalsozialismus war, kann man sich in Hitlers instruktivem Buch “Mein Kampf” ein Bild machen. Außerdem verwechselst Du die Ideologie mit der Praxis. Hinsichtlich letzterer war Stalins Ansage noch eine Stufe klarer als die von Dir den Nazis attestierte. Nicht nur wurde erschossen, wer im Weg stand, sondern jeder konnte jederzeit kraft Stalins persönlichem unergründlichen Ratschluß sich im Wege stehend vorfinden. Die Ideologie wiederum war auch bei den Nazis ein moving target, siehe etwa Hitlers und Himmlers divergierende Einstellungen zur Germanenmythologie.


Werner
18.7.2015 14:09
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Letztens auf RT: “Stalin war kein Russe, sondern Georgier!” Stimmt. Und Hitler war kein Deutscher, sondern Österreicher. Hmm. Was ist das jetzt? Zufall? Oder sagt das etwas aus? Über den Zustand dieser Länder zu der Zeit? Für andere Diktatoren aus der Zeit, Mussolini, Franco, Mao gilt es ja nicht. Na, ist ja wohl egal. Obwohl… (R. Hoffmann)


Schwärmgeist
18.7.2015 14:13
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> Bedenke: Im eindimensionalen links-rechts-Schema ist der eigene Standpunkt nulldimensional.

Es ist wohlfeil und eine ausgelutschte Nummer, den Links-rechts-Konflikt nonchalant für überwunden zu erklären. Das ist eine Mode, der ich in meiner naiven Hoffnung auch schon erlegen war. In der Auseinandersetzung um die Themen Asyl, Einwanderung, Bildung, Griechenland, Euro und Steuern hat sich gezeigt, daß die Kategorien der letzten Jahrzehnte nach wie vor die bestimmenden sind.


[…] Danisch macht auf einen Artikel der Zeit aufmerksam. In seinem Beitrag Die ZEIT versucht sich in Gender-Jammer fragt er sich, ob der Genderismus nun von der Überheblichkeit ins Jammern […]


Schwärmgeist
18.7.2015 14:27
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> Roosevelt soll nach Yalta gesagt haben: “Too bad, I kinda liked that sonofabitch.”

Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, daß so ein Massenmörder wie Stalin privat ein netter Kerl war. Vielleicht in jungen Jahren. Es gibt ja Fotos aus seiner Jugendzeit, die bezeugen, daß er ein extrem gut aussehender Mann war, bestimmt ein Womanizer.


Horst
18.7.2015 14:40
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Zur Frage in der Überschrift dieses Artikels

“Schwenkt die Überheblichkeit der Genderisten gerade in Opfer-Gejammer um? ”

fällt mir zur inneren Einstellung der Genderistas grad ein:

“Diktator wenn möglich, Opfer wenn nötig”.


prx
18.7.2015 14:45
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@Olivetti: Von Selbstverlag abgesehen werden Bücher idR nur dann verlegt/übersetzt, wenn ein Verleger die Möglichkeit sieht, damit Geld zu verdienen. Damit sah es beim Spätwerk Solschenizyns eher mau aus. Bei dem Tabu könnte es sich also ganz banal um Vermeidung von Geldverbrennung gehandelt haben.


Volker
18.7.2015 15:45
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@Blindtrampel
und der Link zum Lyssenkoismus mit m. E. interessantem Schlußsatz:

Der Lyssenkoismus … (ist) … ein _pseudowissenschaftlicher_ Ansatz (, der) aus _ideologischen_ Gründen in einer _totalitären_ Diktatur …mit allen Mitteln gefördert wurde.


Hadmut
18.7.2015 16:10
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> Der Lyssenkoismus … (ist) … ein _pseudowissenschaftlicher_ Ansatz (, der) aus _ideologischen_ Gründen in einer _totalitären_ Diktatur …mit allen Mitteln gefördert wurde.

Woher kommt einem das nur so bekannt vor…


Trollversteher
18.7.2015 16:13
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>Wie also kommt die ZEIT plötzlich dazu, solche Fehldarstellung zu schreiben?

Tat die ZEIT doch schon immer? Die irgendwie-links-aber-auch-wirtschaftsliberale Ausrichtung auf ZON wird nun wo die Probleme immer deutlicher werden eben auch offensichtlicher. Kein Tag ohne pro-Asylanten, pro-Frauen-in-der-Wirtschaft, pro-Studium, pro-Fachkräftemangel.


tuka
18.7.2015 16:28
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Leute, wenn Ihr über die Faschisten redet, dann richtig. Einen Faschismus hat es in Deutschland nicht gegeben. Die deutschen “Faschisten” haben sich selbst als Sozialisten gesehen und auch so bezeichnet.

In ihren Augen gab es verschiedene linke Strömungen. Marxisten von den Nazis als “jüdisch geführte” Linke verstanden. Deshalb und nur deshalb wurden sie bekämpft. Und deshalb war es für die NSDAP auch kein Problem, als massenhaft ehemalige Kommunisten in die NSDAP eintraten und es war auch kein Problem, dass sich Kommunisten und Nazis zusammentaten um Wahlveranstaltungen der SPD und anderer Parteien zu stören.

Die NSDAP war schon immer der nationalistische Flügel der Linken.

Und wer es nicht glaubt: Man vergleiche das Wahlprogramm der aktuellen NPD mit dem Wahlprogramm der Linken. Und dann vergleiche man das Wahlprogramm der NPD mit persönlichen Ansichten Sahra Wagenknecht. Abgesehen von der Wortwahl gibt es keine ernsthaften Unterschiede.

Wo es Unterschiede gibt, sind die marxistischen Linken. Die wollten und wollen die Zerstörung der Gesellschaft. Nicht nur der deutschen, sondern jeder Gesellschaft, jeder Kultur. Deshalb, weil Marx prophezeit hat, dass nach der Vollständigen Zerstörung der Kultur eine neue, gerechte Gesellschaft wie Phönix aus der Asche emporsteigt.

Der Kulturterror von Mao, die stalinistischen Säuberungen, der Terror der Roten Khmer oder die KZs der Nazis haben alle die gleichen geistigen Grundlagen und die gleichen Ziele.

In meinen Augen: Linke sind Leute bei denen jeder einen Führer will und Rechte sind Leute die den Führer gefunden haben. Die Ideologie ist in beiden Fällen die gleiche. Und deshalb sind die Kommunisten in Scharen bei der NSDAP eingetreten (haben sich dem Führer untergeordnet), während Leute wie Tälmann nicht eingetreten sind (wollten selber Führer sein).

antijüdisch waren und sind alle Linken. Auch wenn sie es heute als “antizionistisch” bezeichnen.

Die Nazis waren übrigens auch nicht rassistisch. Neger (im damaligen Sprachgebrauch) konnten sich völlig frei in Deutschland bewegen. Genauso wie Japaner, Inder und Araber. Die Nazis waren antireligiös. Untermenschen waren für Nazis keine Leute einer anderen Rasse, sondern Leute mit einer anderen Ideologie. Typisch Links halt.


Schwärmgeist
18.7.2015 16:35
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> da läuft gerade ein interview mit birgit kelle und ullrich kutschera. 🙂

Kann man hier on demand hören: http://nicht-feminist.de/2015/07/podcast-gender-mainstreaming-unfug-religion-feministische-sekte/

Danke für den Service!


Schwärmgeist
18.7.2015 16:36
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Äh, ich sehe, das ist nicht das Interview mit Kelle, aber immerhin eins mit Kutschera.


goh
18.7.2015 16:37
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@ Schwärmgeist, 8:50 18.7.2015:

> “Einschränkungen für homosexuelle Paare sehe ich im Adoptionsrecht.”

Richtig.

> “Natürlich sollen sie grundsätzlich das Recht dazu haben, Kinder zu adoptieren, …”

Nein!

Erstens: ‘Natürlich’? Homosexuelle sind von natur aus steril. Diese Frage mag zwar zunächst hart klingen, aber: Haben Menschen überhaupt ein RECHT auf andere Menschen? (erweiterter Satz: …, nur weil es Kinder sind, insbesondere wenn sie selbst durch eine natürliche Verbindung keine Kinder zeugen können?

Zweitens wird damit alleinig die Sichtweise des gleichgeschlechtlichen Paares betrachtet, dass sich ja unbedingt seinen Kinderwunsch erfüllen möchte – die Sichtweise des Kindes bleibt da allerdings völlig außen vor! Wenn ein Kind tatsächlich schon das schwere Schicksal tragen muß, dass es keine natürlichen Eltern mehr hat und neue Eltern bekommt, dann hat es zuvorderst das Recht auf Elternteile, die es naturgegebenermaßen auch hätte, nämlich eine MUTTER und einen VATER. Mithin geht es dabei auch um nicht weniger als das Kindeswohl, denn MANN und FRAU sind ja i.d.R. sehr wesensunterschiedlich – das Kind nimmt also von beiden Geschlechtern wichtige Eigenschaften mit auf seinen Lebensweg und zwar von der ersten Minute an.

Drittens geht es um den Kindesschutz: Wenn Kinder bei gleichgeschlechtlichen Eltern aufwachsen, besteht die Gefahr, dass sie in ihrer natürlichen sexuellen Orientierung fehlgeleitet werden – mithin ein großes Ziel der LSBTTIQ-UWWIWENFGG-Bewegung.

Viertens gibt es noch weitere Gründe, würde hier allerdings den Rahmen sprengen.


goh
18.7.2015 17:23
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Ich vergaß das Sternchen:
LSBTTIQ-UWWIWENFGG = Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender, Transsexuelle, Intersexuelle, Queer – und was weiß ich was es noch für Geschlechter gibt


Stefan S
18.7.2015 18:40
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@Schwärmgeist:
> Schwule und Lesben, die Kirchgänger sind, halte ich im übrigen für hochgradig schizophren.

Inwiefern?


der eine Andreas
18.7.2015 18:41
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Zur taz und Löffler:
Mit diesen wenigen Sätzen offenbart Löffler die Ziele des Genderismus:
“Die taz habe ihren Posten eben nach Kompetenz besetzt, tönt es von den Kollegen und Kolleginnen. Merkwürdig nur, dass bei diesen Kompetenzentscheidungen am Ende immer ein Mann im Chefsessel sitzt. Die Wahrheit ist: Wer einen Posten mit einer Frau besetzen möchte, schafft es auch. Das ist keine Frage von Kapazitäten, sondern von Politik.”

Politische Besetzung von Posten! Womit wir wieder bei der “Diktatur des Proletariats” wären, nur, dass es ein “Matriachart” wäre.


Barbie aus Berlin
18.7.2015 18:45
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@goh:
Das ist Quatsch

Homosexuelle sind nicht steril.
In meinem Bekanntenkreis gibt es z.B. ein lesbisches Paar, bei dem sich eine der Frauen von einem schwulen Freund schwängern ließ. Und das ist kein Einzelfall.
Nicht wollen bedeutet nicht nicht können.
Homosexuelle dürfen schon immer heiraten. Wenn auch meist als Scheinehe jemanden vom anderen Geschlecht. Und da war das mit der Adoption auch nie ein Problem.
Nicht wollen bedeutet nicht nicht können.

Btw: Die meisten Schwulen sind gegen diesen Genderquatsch, zumindest in Berlin. (Es sind wie immer nur nicht die, die am lautesten schreien.).
Erst hat man die Schwulenbewegung, die auch aufgrund fehlender Strafbarkeit eine Bewegung der Männer war, für Frauen geöffnet, dann schrieen die auch dort nach Quoten. Anfang der 90’er. Grüne.
In diesem Jahr wollten die, ausgehend von einer lesbischen Anwältin, den CSD in “Stonewall” umbenennen. Warum? Weil CSD nicht als Marke schutzfähig ist. Da hätte man so schön abkassieren können, genau wie das IOC.
Und was hat deine Phobie jetzt mit dem Thema der Zeit bzw. dieses Blogbeitrages zu tun?


Hadmut
18.7.2015 18:50
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@Barbie:

> bei dem sich eine der Frauen von einem schwulen Freund schwängern ließ. Und das ist kein Einzelfall.

Die werden sich schön wundern, wenn die Alimente-Forderungen eingehen.

> Btw: Die meisten Schwulen sind gegen diesen Genderquatsch, zumindest in Berlin.

Jojo, halten aber schön die Klappe. Nach dem Motto „Ich lasse die Lobby für mich arbeiten, halte schön die Klappe, und wenn mal gefragt wird, bin ich pro Forma dagegen”.


derdiebuchstabenzaehlt
18.7.2015 19:51
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@ Barbie

>Btw: Die meisten Schwulen sind gegen diesen Genderquatsch, zumindest in Berlin.

Und haben es zugelassen, daß die Lesben sich in das Denkmal der im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen eingejammert haben. Pfft, die Schwulen sind nicht mal Kerl genug, ihre wirklich schlimm verfolgten Brüdern einen Schutz vor lächerlicher Geschichtklitterung zu bieten. Pussys!


goh
18.7.2015 20:16
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@Barbie aus Berlin:
“ein lesbisches Paar, bei dem sich eine der Frauen von einem schwulen Freund schwängern ließ.”

Jaja – es gibt auch noch andere Methoden… Du hast aber ganz genau verstanden, worauf ich im Tenor hinauswollte.

Und auf die Sichtweise der Adopitonskinder bist Du nicht eingegangen; die ist Dir also gleichgültig!

Statt sachlicher Argumentation schimpfst Du mit ‘Phobie’ – verwendest also eine der Methoden, die hier schon oft genannt ist.

Und zu “Die meisten Schwulen sind gegen diesen Genderquatsch, zumindest in Berlin”: Geh doch mal auf Hadmut (18:50 18.7.2015) ein, der damit richtigerweise fragt: Wo sind sie? Wo hört man sie? Wo kommen die bei queer.de oder bei den LGBT-Verbänden zu Wort? Gibt’s einen Verein in Berlin? Erbitte ganz viele Beispiele, ehrlich!


klaus
18.7.2015 20:47
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@tuka +1
Die falsche Formulierung ‘Faschisten’ anstelle von korrekt ‘Nazionalsozialisten’ stammt aus der Agitprop Abteilung der Sowjetunion.

Für einen sozialistischen Staat war einfacher gegen Faschisten zu kämpfen, als gegen Mitglieder der nationalSOZIALISTISCHEN ARBEITERpartei.

Die Englische Wikipedia hat einen guten Artikel
http://en.wikipedia.org/wiki/Fascist_(insult)

Durch den Einfluss über Komintern und später die DDR auf die Linke hat sich in dem Bereich das Wort ‘Faschisten’ gehalten.
Linke verwenden nur sehr ungern den Ausdruck ‘Nationalsozialisten’. Dann könnten die Leute merken, dass die Idiologie in vieler Hinsicht ähnlich ist.

Faschismus ist inzwischen ein leeres Word geworden, dass man einem x-beliebigen Gegner an den Kopf werfen kann, und das für alles von antidemokratisch bis militaristisch stehen kann. Hauptsächlicht in dieser Form von linken gebraucht.

Die Methoden der Feministen und linken gehen aber ganz klar nicht auf Mussolini zurück, sondern auf die Propagandaschule der Sowjetunion. Im neueren (linken) Sprachgebrauch kann man das ruhig faschistisch nennen.


Rox
18.7.2015 22:00
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Ich frag mich eh, warum die Schwulen da nicht aussteugen. Aber Schwulsein heisst ja nicht, dass man politisch sein muss. Manche sinds halt einfach und fertig 😉


cm561
18.7.2015 22:05
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Einer ihrer jüngeren Aufsätze trägt den Titel “Diesseits und jenseits von Gender. Zum problematischen Verhältnis der Philosophie zu Empirie und Lebenswelt”. Hochverschwurbelt wird darin, soweit ich das nach kurzem Lesen der ersten paar Seiten beurteilen kann – unter anderem gesagt, dass
– die Philosophie in der heutigen Zeit, wo diese von den Naturwissenschaften völlig getrennt statt findet, in manchen theoretischen Teildisziplinen wie den Gender Studies völlig von der Wirklichkeit abgekoppelt ist (diese Erkenntnis ist anscheinend durchgesickert)

– die Methodik der Gender Studies hauptsächlich auf dem Beschreiben und Interpretieren von Aussagen einzelner Personen liegt (dafür wird der Begriff “Oral History” missbraucht)

– Die Naturwissenschaften sich nicht für theoretische Philosophie interessieren (was am ersten Punkt liegt)

– Die Gender Studies in den vergangenen Jahrzehnten nichts inhaltliches hervorgebracht haben, sondern nur zur Methodologie der Philosophie (was auch immer das sein mag) beigetragen haben

Es wird natürlich alles sehr positiv formuliert, aber ich glaube man darf Frau Newmark zugutehalten, dass sie die problematische Lage der Gender Studies wenigstens erkannt hat.


Hadmut
18.7.2015 22:11
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> – die Methodik der Gender Studies hauptsächlich auf dem Beschreiben und Interpretieren von Aussagen einzelner Personen liegt (dafür wird der Begriff “Oral History” missbraucht)

Ja. Völliger Blödsinn. Ich habe in jeder Menge feministischer Schriften nichts anderes zur Begründung von Genderismus gelesen, als „Simone de Beauvoir hat das gesagt” und ab und zu mal „Judith Butler hat das gesagt”.

Es hat aber einen Grund, warum das so ist. Den Gender ist nicht nur auf dem Mist der Soziologen und Philosophen gewachsen, sondern auch der Literaturwissenschaftler, und die kennen nichts anderes als zu interpretieren, was irgendwer gesagt hat, und das dann für wahr zu halten.


Pjotr
18.7.2015 22:08
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>>Die Gleichheitszielsetzung, die Propaganda,<> die Verlogenheit, die korrupte Selbstherrlichkeit, die Selbstgerechtigkeit,<>der Anspruch, allen anderen auch mit Gewalt das eigene Weltbild aufzudrücken und die aggressiv-herablassende Geringschätzung für jeden, der anderer als der Zwangsmeinung ist.<<

Was ich als repressiv bezeichnen würde. Trifft so in etwa auch auf den iranischen Gottesstaat zu.

Die Frauenpämperung, die männliche Galanterie, die Vorzugsbehandlung von Frauen – das ist ein bürgerliches Ideal.

Wer die Geschichte als die Repetition des Immergleichen versteht, der wird das Phänomen Feminismus und Genderismus nie verstehen, weil es das so noch nie gegeben hat. Wer den westlichen Feminismus in eine Reihe mit Stalin, Pol Pot, Mao, Alice Schwarzer und Volker Beck stellt, der kann genau so gut Feminist werden. Da finden sich auch die ganz grossen und universellen Geschichtsnarrative, aka. das unterdrückerische Patriarchat – kurzum: Bullshit.


Die Kehrseite
18.7.2015 22:08
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>Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, daß so ein Massenmörder wie Stalin privat ein netter Kerl war. Vielleicht in jungen Jahren. Es gibt ja Fotos aus seiner Jugendzeit, die bezeugen, daß er ein extrem gut aussehender Mann war, bestimmt ein Womanizer.

Stalin war ein Machtmensch und nur deswegen ein Womanizer. Selbst mit einer Mega-Akne, schiefen Zähnen und einer Halbglatze wären die Weiber, wenn er gewollt hatte reihenweise angetrabt gekommen. Man achte immer wieder auf die feuchten Augen der alten russischen Matka’s, wenn sie mit ihren zahnlosen Mündern verkünden: “Stalin war ein guter Mann!”


Pjotr
18.7.2015 22:34
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>>Die akademischen Gender Studies werden polemisch als Ideologie beschimpft – mit breitenwirksamem Erfolg. Haben wir Emanzipierten einen großen Fehler gemacht?<<

Nachdem die Diskussion etwas in eine links-rechts-Debatte abgeglitten ist – hier noch etwas zum Ursprungsbeitrag.

Das Problem der westlichen Feministin ist, dass sie sich lediglich einbildet, emanzipiert zu sein. Sie ist es nicht. Sie hat vollständig verinnerlicht, dass ihr als Frau eine Vorzugsbehandlung zusteht, so wie das im gehobenen Bürgertum kultiviert wurde.
Iranische Studentinnen studieren in grosser Zahl MINT-Fächer, während unsere Pastorentöchter bevorzugt Fächer wählen, die traditionell als Domäne der Frau aufgefasst wurden, insbesondere alles, was mit Erziehung zu tun hat. Und ist Gender Mainstreaming und Gender Studies als pseudowissenschaftliches Fundament desselben nicht primär ein Erziehungsprogramm? Passt doch alles wie der Deckel aufs Scheisshaus.


Gutartiges Geschwulst
18.7.2015 22:42
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@Manfred P: >Schon Haffner hatte die These vertreten, dass Kommunismus und Nationalsozialismus nur scheinbar gegensätzliche Ideologien waren.<

Nicht nur Haffner. Diesen Standpunkt vertraten auch die Historiker Golo Mann und Joachim Fest.


Gutartiges Geschwulst
18.7.2015 22:42
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@tuka: >Und wer es nicht glaubt: Man vergleiche das Wahlprogramm der aktuellen NPD mit dem Wahlprogramm der Linken.Die Nazis waren übrigens auch nicht rassistisch. Neger (im damaligen Sprachgebrauch) konnten sich völlig frei in Deutschland bewegen.<

Hier liegen Sie hoffnungslos daneben, Tuka! Informieren sie sich bitte ebenso sorgfältig, wie Sie die Wahlprogramme von NPD und LINKEn miteinander verglichen haben.


derdiebuchstabenzaehlt
18.7.2015 22:43
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@ Rox

>Ich frag mich eh, warum die Schwulen da nicht aussteugen.

Fragen wir doch mal eine Homostiftung, denn die müssen es doch wissen!?

““Auch mir hat sich immer wieder die Überzeugung aufgedrängt, dass die Homosexuellen, ohne selbst Degenerierte zu sein, einen Degenerations-Ersatz darstellen … dergestalt, dass sich die Natur der Homosexuellen als eines Vorbeugungsmittels der Degeneration bedient. Diese Annahme wird durch die Ehen und die Nachkommen der Homosexuellen bestätigt. Ein großer Teil dieser Ehen ist kinderlos. Gehen aber Kinder aus den Verbindungen Homosexueller hervor, so tragen diese zum Unterscheid von ihren Erzeugern vielfach den Stempel geistiger Minderwertigkeit, es sei denn, dass durch eine besonders gesunde Ehehälfte ein relativer Ausgleich geschaffen wird. Jedenfalls ist vom rassehygienischen Standpunkt die Ehe einer oder eines Homosexuellen ein sehr gewagtes Unternehmen. (Hervorhebungen von uns)”

http://sciencefiles.org/tag/magnus-hirschfeld/


Tron
19.7.2015 0:34
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Frauen, als das privilegierte Geschlecht können sich eh alles erlauben. Die kommen immer ohne Strafe davon, wo Männer an ihrer Stelle längst weg gesperrt wären. Das liegt auch daran, weil Männer sich von Frauen alles perverse gefallen lassen. http://www.playboy.com/articles/woman-tries-to-grab-100-guys-balls-in-public


Leon I
19.7.2015 1:56
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Wie also kommt die ZEIT plötzlich dazu, solche Fehldarstellung zu schreiben?

Desinformation?

Dummheit?

Strategie?

Oder Abkehr und Zurückrudern?

” die zarten Ansätze von akademischer Etablierung der sozial- und geisteswissenschaftlichen Gender Studies. ”

Die Autorin will lügen. Der ganze Artikel ist eine Lüge, so wie die ganze ZEIT für Lügen gedacht ist.


Bernd
19.7.2015 5:04
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Tipp: https://forum.freifunk.net/t/umgang-mit-verschiedenen-meinungen-im-forum/3151

Jetzt geht es dort auch schon los, wie bei den Piraten. Ein Schelm der ein böses Muster dabei erkennt. 😉

Scheint ja in der deutschen IT (egal ob politisch, wie hier technisch oder wissenschaftlich) wirklich ein konstantes Phänomen zu sein.

Villeicht können Sie ja mal was über die Ursachen bloggen bzw. haben hierzu Ideen.

Einen schönen Sonntag.

Bernd


Bennie
19.7.2015 8:37
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@ ManfredP
>>aber Fakt ist, [ ]. Die Nazi-Elite bestand zu einem erheblichen Teil aus verurteilten Sexualstraftätern, Homosexuellen und Pädophilen. Graf von Nayhauß verteilte damals eine “Aufklärungsbroschüre”<>In den Napolas wurde vermittelt, dass nur blinder Fanatismus und Ergebenheit zähle und die Bereitschaft, den Gashahn aufzudrehen<<

Belege? Eher Schmutzkampagne.
Aus Haffners Buch sind mir vor allem die persönlichen Animositäten in Erinnerung, vom Schlage, "An der Art, wie Hitler im Kranzler zwei Sahnetörtchen hintereinander verschlang, konnte ich vom Nebentische aus sogleich erkennen, dass der ein böser Mensch sei" (sinngemäß).

Tut mir leid, dass das so offtopic ist aber diese Standarddämoniserung(-:geht gar nicht:-)
Das klingt mir doch alles nach agendahaft wiedergekäutem Antifa Brei.
Ich werde aus Rücksicht auf Hadmut auch nicht weiter darauf eingehen.
Nur soviel noch: Die Nazis wurden nach dem gleichen Muster bekämpft wie Ghaddafi, Saddam, Irak usw. Dass es dabei um hehre Ziele, nämlich dem Wohlstand der USA+ ging, haben die Einwohner jener befreiten Länder leidvoll erfahren müssen. Laut Aussprechen dürfen sie es nicht.


Hadmut
19.7.2015 14:40
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Sagt mal Leute, wie kommt das eignetlich, dass Ihr – egal worum der Blog-Artikel geht – immer wieder auf Hitler kommt?

Seid Ihr Sicher, dass das kein Dachschaden oder sonst ein siechtumverursachendes Leiden ist?


der eine Andreas
19.7.2015 9:42
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o.T.
Nochmal Gejammer, diesmal auf SPON, SZ und …:
http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/tarifstreit-im-einzelhandel-beschaeftigte-verdienen-2-5-prozent-mehr-a-1044262.html
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/tarifstreit-im-einzelhandel-von-der-kunst-zu-ueberleben-1.2571775
Hier kämpft sie sogar ums “Überleben”:
https://www.muenchen.tv/verkaeuferin-in-muenchen-kaempft-ums-ueberleben-113179/

Die “arme” Frau bekommt 2367 € Brutto und hat einen Sohn, der gerade Abitur gemacht hat. Miete zahlt sie 780 € warm.
So weit – so gut. Als Alleinerziehende käme sie auf ca. 1.600 € netto plus 184 € Kindergeld. Sprich, es blieben 1.000 € zum Leben übrig. JA, das wäre knapp.
Damit wäre es schwer, sich einen neuen Herd zu kaufen.
.
.
.
“Obwohl auch ihr Mann Vollzeit als Haustechniker arbeitet,”
Oh – hoppla. Ein zweites Vollzeiteinkommen, so nebenher in einem Halbsatz erwähnt. Dürfte nochmal – wenn der Typ nicht unfähig ist – mindestens 1.000 € netto bringen. Und da sie dann eine andere Steuerklasse hat, dürften nochmal 200 € netto bei ihr dazukommen.
.
.
.
“Auch Bakaleri engagiert sich in der Gewerkschaft, um für höhere Löhne zu kämpfen. Sie saß zeitweise in den Verhandlungen mit den Arbeitgebern mit am Tisch.”

Och – in der Gewerkschaft ist sie auch noch?

Merkwürdig, dass jetzt so ein Jammerartikel kommt, wo doch gerade die Tarifverhandlungen im Einzelhandel laufen. Zufälle gibt es, die glaubt an nicht 🙂

Und dann beschweren sie sich über “Lügenpresse”?


Barbie aus Berlin
19.7.2015 10:12
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@derdiebuchstabenzählt
@rox:
es interessiert sie schlichtweg nicht mehr. Sie haben in den 80ern/90ern für Gleichberechtigung gekämpft. Sie sind bodenständig, Doppelverdiener, Senatsblabladirektoren oder CEOs. Sie brauchen die Schwulenverbände nicht mehr, die haben sie den Frauen überlassen. Die Politik interessiert sie nicht. Da unterscheiden sie sich überhaupt nicht von den heterosexuellen Menschen. Begriffe wie LGTBTTIFGTRE schrecken diese auch ab. Leute wie Beck, die ihr Schwulsein nur für die Karriere instrumentalisieren passen da viel besser rein, die bestimmen dann auch die Diskussion.
@Hadmut:
>Die werden sich schön wundern, wenn die Alimente-Forderungen eingehen.
Rubrik „ told you so“, damals schon.
@goh:
ich glaube aber nicht, das es den Kindern schadet. Aus einem bildungsfernen Alkoholikerhaushalt zu kommen schadet Kindern mehr. Und ich bin der Meinung, daß das mit dem Blogeintrag gar nichts mehr zu tun hat.


Schwärmgeist
19.7.2015 10:56
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> Es wird natürlich alles sehr positiv formuliert, aber ich glaube man darf Frau Newmark zugutehalten, dass sie die problematische Lage der Gender Studies wenigstens erkannt hat.

In der Tat geht der vorliegende Artikel in seiner Kritikfähigkeit weit über das hinaus, was man sonst von den Gender-Ideologen gewohnt ist. Frau Newmark stellt sich der Kritik aber nur scheinbar und windet sich mit der Behauptung aus der Affäre, Gender sei schon richtig und wichtig, nur eben falsch kommuniziert. Genau das sagen Politiker auch, wenn sie eine Wahl verloren haben: Das Wahlprogramm war das richtige, es kam nur offensichtlich nicht wie gewünscht beim Wähler an.

Die Genderisten behaupten also von sich, nicht böse zu sein. Nun, die meisten Anti-Genderisten, die die Wissenschaft nicht der Lächerlichkeit preisgeben wollen, sind es ebensowenig. Die Soziologie steht häufig in der Kritik, sie produziere nichts als substanzlose Texte, doch selten geht die Gegnerschaft so weit, daß der Soziologie die Wissenschaftlichkeit und Existenzberechtigung insgesamt abgesprochen wird. Da bläst den Genderisten doch ein deutlich schärferer Wind ins Gesicht.

Gender Studies sind keine Wissenshaft, sie haben an den Hochschulen nichts zu suchen. Die entsprechenden Lehrstühle, die keine sind, müssen abgeschafft, die Fianzierung eingestellt werden. Die Gender Studies sind einzureihen bei anderen nutzlosen Falschwissenschaften wie Wünschelrutenschwenken, Astrologie, Homöopathie, Chiropraktik, Schamanismus, Kreationismus, Dianetik und Jedi-Ritterei.


User
19.7.2015 12:07
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hat hier jemand Hundeherz von Bulgakov gelesen? Ein bessere Beschreibung eines proletarischen Menschen im proletarischen System gibt es nicht.

Und wenn ich es mir so überlege, dann kann man das auf jede Ideologie anwenden, bei der ein Soll über das Ist gesetzt wird und dieses Soll bar jeder Gegebenheit umgesetzt werden muss.

Das Traurige dabei ist, Menschen, die an ein Soll so sehr glauben, dass sie keinerlei Ist als gegeben akzeptieren können, werden scheitern aber nichts dazu lernen, die Leidtragenden sind aber immer andere.

Mein Credo ist deshalb schon seit dem ich aus der Pubertät bin: “Traue niemand, der behauptet zu Wissen was für andere – Unterdrückte und Unmündige – das Beste sein soll”. Solche Agitatoren haben meist was ganz anderes im Sinn.


User
19.7.2015 12:25
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hmmm jetzt muss ich aber echt grübbeln.

Kann es sein, dass der Feminismus einfach nur auf einer kognitiven Fehlleistung basiert, die einer Wunschvorstellung (Ideologie) entspringt.

Ja es gab und gibt Strukturen wo Frauen benachteiligt werden. Ich denke das kann man nicht abstreiten. Und das ist der Ursprung der Wunschvorstellung, die besagt Frauen dürfen nicht benachteiligt sein, denn sie sind genauso Menschen wie Männer. Soweit sogut. Aber nun passiert eine kognitive Fehlleistung, in dem man die Layer Menschsein und die darunter oder darüber befindlichen Layer (ja nach Standpunkt) Mann und Frau auf eine Ebene setzt und sagt es gibt kein Unterschied. Denn wenn Mensch = Mann und Mensch = Frau ist dann ist auch Frau = Mann. Worin besteht die kognitive Fehlleistung? Am besten wohl durch einen Parallele zu verdeutlichen. Wenn man sagt Tier = Fisch und Tier = Huhn also Fisch = Huhn, dann müsste man sich wundern warum ein Fisch partout nicht fliegen will und ein Huhn ertrinkt, wenn man es unter wasser drückt.

Und genau das passiert. Ja Menschen sind gleich aber Frauen und Männer nicht und Frauen untereinander und Männer untereinander auch nicht. Und deshalb ist auch nicht jeder Unterschied (egal wie und wo) eine Benachteiligung des einen ggü. des anderen. Meiner Meinung nach wissen, dass die die für die Rechte der sog. Benachteiligten “kämpfen” ganz genau, sie brauchen einfach die Masse, der sie einreden können benachteiligt zu sein, um an Ihre ganz profanen Ziele zu kommen. Und die sind schon immer dieselben: Sex, Macht, Geld.


Hadmut
19.7.2015 14:34
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> Kann es sein, dass der Feminismus einfach nur auf einer kognitiven Fehlleistung basiert, die einer Wunschvorstellung (Ideologie) entspringt.

Genau das ist es.


JochenH
19.7.2015 12:45
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Der Zeit-Artikel war maximal arrogant geschrieben. Es wurde sofort klar gestellt, dass Kritiker des Genderismus rückwärtsgewandt und ewig-gestrig sind. Damit wurde der Diskurs schon im ersten Absatz eingemottet.

Die Antworten der Leser sind teils deftig, aber treffen es im Tenor gut.

Leider ist der Artikel kein Einzelfall. Die Zeit versucht ihre Leser mehr zu erziehen, als sie zu informieren.


Borstie
19.7.2015 13:39
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“Staubsauger-ohne-Beutel”. Das zeigt zumindest ihre hohe Kompetenz, was Frauenthemen angeht.

Ich, als gefühlter Mann, hab so ein Ding. Sptitze das Teil. Aber das die das entwickelt hat glaube ich nicht.


Borstie
19.7.2015 13:48
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Mal ganz OT: was ist dem mit distributed.net los?


Schwärmgeist
19.7.2015 14:45
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> Leider ist der Artikel kein Einzelfall. Die Zeit versucht ihre Leser mehr zu erziehen, als sie zu informieren.

Die “Zeit” betreibt einfach Kundenservice. Wahrscheinlich wird die “Zeit” zu 80 % von pensionierten Lehrerinnen im Abo gelesen. Kein normaler Mensch, den ich kenne, kauft sich dieses Käseblatt.


derdiebuchstabenzaehlt
19.7.2015 15:13
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Hitler? Ich glaube die meisten Deutschen können nicht mehr ohne den leben … obwohl, die Briten!

“Royals zeigen Hitlergruß: Kleine Queen und großer Diktator”

http://www.spiegel.de/panorama/leute/queen-elisabeth-zeigt-hitlergruss-skandal-video-von-royals-in-sun-a-1044345.html

Ausserdem ist der Hitler ein Argument für alles. Zwar sinnleer, meist, aber stark.

Nur sollten sich die Leute doch mal fragen, wie SIE damals gehandelt hätten! Wärem SIE dem Zeitgeist nicht genauso nachgelaufen?


Hadmut
19.7.2015 15:38
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> Nur sollten sich die Leute doch mal fragen, wie SIE damals gehandelt hätten! Wärem SIE dem Zeitgeist nicht genauso nachgelaufen?

Vielleicht sollte man auch einfach mal versuchen, argumentativ ohne Hitler auszukommen.

Was würde man etwa zum Feminismus sagen, wenn es Hitler nie gegeben hätte.


thogo
19.7.2015 15:18
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@Hadmut: zu den Hitler vergleichen. Bei dem Klientel was sich hier so rum treibt, bzw. was Du dir leicht bei deinen Kernthemen (außer vielleicht Fotografie) eintreten kannst:

wenn gewollt:
– Derailing
– schlechte(!) Trollerei

wenn nicht gewollt:
– Reductio ad Hitlerum
– Godwins Law

Aber zusammengefasst hast Du es ja schon schön: Dachschaden


Joe
19.7.2015 15:29
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Sagt mal Leute, wie kommt das eignetlich, dass Ihr – egal worum der Blog-Artikel geht – immer wieder auf Hitler kommt?

Ich weiß nicht, wie oft dieser österreichische “Superstar” im Fernsehen kommt, aber es muß definitiv öfter sein als Marilyn Monroe. Auf dem SPIEGEL-Titel soll er wohl auch regelmäßig abgebildet sein, sp daß man meinen könnte, die hätten einen Hitlerfetisch.

In der ausländischen Presse werden deutsche Politiker regelmäßig mit Hitlerbärtchen abgebildet.

Ich würde vermuten, es handelt sich dabei um die Folgen komplett in die Hose gegangener und sich verselbständigt habender Re-Education. Was meinst du?


Hadmut
19.7.2015 15:37
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> Was meinst du?

Ich habe vor allem den Verdacht, dass es das komplette Fehlen anderer Themen und Argumentationsmuster ist.


Schwärmgeist
19.7.2015 16:33
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@User

> Kann es sein, dass der Feminismus einfach nur auf einer kognitiven Fehlleistung basiert, die einer Wunschvorstellung (Ideologie) entspringt.

Ein Interessanter Gedanke, der mich eben auf meinem Spaziergang begleitete. Ich glaube, vielfach wird als ablehnende Reaktion, ausgehend von einer eigentlich begrüßenswerten Feststellung, das Kind mit dem Bade ausgeschüttet, wobei das Mittelmaß verlorengeht.

Ein paar Beispiele, die mir gerade so einfallen.

Rassismus ist falsch, deshalb müssen wir allen Flüchtlingen dieser Welt helfen.

Die rohrstockbewehrte Paukerei an den Schulen war falsch, deshalb schaffen wir Noten und Sitzenbleiben ab.

Die Unterdrückung der Frau ist falsch, deshalb müssen Frauen bevorzugt werden.

Nationalismus ist falsch, deshalb müssen wir den Euro um jeden Preis retten.

Über behinderte Menschen zu lästern ist falsch, deshalb müssen sie am normalen Unterricht teilnehmen.

Die Benachteiligung armer Menschen ist falsch, deshalb müssen sie alle Akademiker werden.

So führt die richtige Ablehnung schließlich zu übersteigertem, falschem Verhalten. Denn das genaue Gegenteil von etwas Schlechtem ist noch lange nichts Gutes. Schlimmer noch, eigentlich läßt man sich so von seinen Gegnern vor sich hertreiben, dann man muß ja peinlichst darauf bedacht sein, bloß nicht das zu sagen, was die Feinde äußern.


Gedöns
19.7.2015 16:51
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@Pjotr
„Bedenke: Im eindimensionalen links-rechts-Schema ist der eigene Standpunkt nulldimensional.“//
Sie müssen sich das politische Spektrum als eine Tafelrunde vorstellen. Rechts- und Linksradikal sitzen da zurecht direkt nebeneinander. Also immer den kürzesten Weg nehmen! Und jemand, der von „linker“ Propaganda als „rechts“ verschrieen wird, kann von den Nazis sehr weit weg sitzen; wohingegen gerade so jemand, der sich in der eigenen Propaganda als „links“ bezeichnet einen Nazi als Sitznachbar haben kann und einen solchen dann meist auch hat.


Schwärmgeist
19.7.2015 16:59
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> Ich, als gefühlter Mann, hab so ein Ding. Sptitze das Teil. Aber das die das entwickelt hat glaube ich nicht.

Für den Sonntagnachmittag mal etwas off-topic: Beutellose Staubsauger sind eine Fehlentwicklung, ein Marketinggag, auf den ich auch hereingefallen bin. Ich hatte einmal so ein Ding – nie wieder! Hab mir einen neuen Staubsauger gekauft, mit Ersatzbeuteln, die bis 2037 reichen werden – alles bestens!


Manfred P.
19.7.2015 17:01
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>> nicht umsonst ist “Progrom” ein russisches Wort.

>Drum heißt’s auch Pogrom.

Hast Recht. Ich war mir nicht mehr sicher und zu faul es nachzuschauen. Danke für die Korrektur!


Manfred P.
19.7.2015 17:06
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@Bennie

Ja, ich weiß. Deutschland und Deutsche sind alles arme, unschuldige Opfer, die noch nie was falsch gemacht haben. So wie Feministinnen.

Aber nebenbei bemerkt, es wird auch über Hitler gesagt, dass er durchaus charmant, charismatisch und einnehmend sein konnte. Das glaube ich sofort, zumal ich mir anders nicht denken kann, wie er sonst die Eliten aus Reichswehr und Industrie für sich hätte begeistern können.

Ansonsten war’s das auch von mir zu diesem Thema in diesem Thread. 🙂


Manfred P.
19.7.2015 17:10
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>Sagt mal Leute, wie kommt das eignetlich, dass Ihr – egal worum der Blog-Artikel geht – immer wieder auf Hitler kommt?

Wenn die These aufkommt, dass sich der Feminismus faschistischer Methoden bedient, und historisch gesehen in Deutschland Hitler nunmal der Hauptvertreter der faschistischen politischen Richtung gewesen ist, dann ist halt der gedankliche Schritt nicht mehr allzu weit.

Für Leute, die nicht wissen, dass in Deutschland Hitler und Faschismus eng zusammen hängen, mag es dann wie ein Dachschaden aussehen.

Bezüglich anderer Themen gebe ich Dir allerdings Recht.


Hadmut
19.7.2015 17:29
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> Für Leute, die nicht wissen, dass in Deutschland Hitler und Faschismus eng zusammen hängen, mag es dann wie ein Dachschaden aussehen.

Ich habe eher den Eindruck, dass manche Leute zwanghaft jeden noch so kleinen Anlass nehmen, um ständig und immer wieder das Thema Hitler auszupacken.


Manfred P.
19.7.2015 17:12
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>Was würde man etwa zum Feminismus sagen, wenn es Hitler nie gegeben hätte.

Vielleicht käme dann der Vergleich mit Mussolini auf, wer weiß.


Heinz
19.7.2015 17:30
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> Ich, als gefühlter Mann, hab so ein Ding. Sptitze das Teil. Aber das die das entwickelt hat glaube ich nicht.

Der beutellose Staubsauger wurde von einem Herr Dyson entwickelt.
Der selbe Dyson, der die gleichnamige Firma gegründet hat und die bis heute leitet.


In Deutschland gab es keinen Faschismus.


Schwärmgeist
19.7.2015 17:46
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> Ich habe eher den Eindruck, dass manche Leute zwanghaft jeden noch so kleinen Anlass nehmen, um ständig und immer wieder das Thema Hitler auszupacken.

Ich fühle mich angesprochen, denn ich war es, der diesmal den Adi ausgepackt hat. Ich habe diesbezüglich keine Zwangsneurose, so hoffe ich wenigstens. Ausgangspunkt meiner Überlegungen war, daß es so erstaunlich selten angesprochen wird, daß der Nationalsozialismus ein Sozialismus war. Es ging um Kommunismus vs. Faschismus, die Frage, ob Feminismus und Gender links seieb. Das war schon im Thema. Nur weil der Name Hitler fällt, muß man nicht gleich reflexartig den Godwin bemühen.

Ich habe übrigens keine Ahnung, ob Gender links ist. Allein, daß sich die Frage stellt, belegt aber, das Gender keine Wissenschaft ist, oder ist Biologie eher sozialistisch oder kapitalistisch? Eben. Vielleicht ist Gender weder links noch rechts, sondern einfach nur hohl. Die Genderisten selbst sehen sich links, deshalb muß es mit in die Debatte.


goh
19.7.2015 17:51
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@ Barbie aus Berlin 19.7.2015 10:12
“ich glaube aber nicht, das es den Kindern schadet. Aus einem bildungsfernen Alkoholikerhaushalt zu kommen schadet Kindern mehr. Und ich bin der Meinung, daß das mit dem Blogeintrag gar nichts mehr zu tun hat.”

In diesem Forum spielen GLAUBENSBEITRÄGE keine Rolle, weil sie nicht zum Erkenntnisgewinn beitragen und somit keinen Nutzen und die Themen nicht voran bringen können. Was zählt sind also Fakten. Hier nur einige:

“Aufgewachsen bei meinem homosexuell lebenden Vater – Ein Interview mit Dawn Stefanovicz”
http://sex-needs-culture.blogspot.de/2012/12/aufgewachsen-bei-meinem-homosexuell.html

und inbesondere:
“Das Kindeswohl nicht im Blick”
http://www.dijg.de/homosexualitaet/adoptionsrecht/kindeswohl-nicht-im-blick-homosexuelle/

“Homosexualität: Daten und wissenschaftliche Studien – kurze Hinweise”
http://www.dijg.de/homosexualitaet/wissenschaftliche-studien/sozialwissenschaftlich-psychologisch-medizinisch/#c795

Mein Beitrag galt lediglich als relativierende Randnotiz, die hier gar nicht weiter thematisiert werden sollte. Du allerdings scheinst Wert darauf zu legen, argumentationslos und stattdessen mit einem schwachsinnig weit hergeholten Extrembeispiel ‘bildungsferner Alkoholikerhaushalt’ aufzuschlagen und das in der Öffentlichkeit fast vollständig ausgeblendete Thema Kinderschutz i. S. Homoehe selbst als Randnotiz hier aus diesem Blog herauszuhalten.

Mithin traurig für eine Frau, wenn Du wirklich eine bist.

PS: @goh 18.7.2015 16:37 (eigener Kommentar):
Bei “Homosexuelle sind von natur aus steril.” habe ich das Wort ‘Paare’ verschluckt. Es sollte heißen: “Homosexuelle Paare sind von natur aus steril.”; bitte um gedankliche Korrektur.


Pjotr
19.7.2015 17:59
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>>Ich habe eher den Eindruck, dass manche Leute zwanghaft jeden noch so kleinen Anlass nehmen, um ständig und immer wieder das Thema Hitler auszupacken.<<

Liegt wohl daran, dass der Nationalsozialismus als die Verkörperung des Bösen schlechthin gilt – für die meisten zumindest. Eine Steigerung ist da nicht mehr möglich.


Hadmut
19.7.2015 19:46
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> die Verkörperung des Bösen schlechthin gilt – für die meisten zumindest. Eine Steigerung ist da nicht mehr möglich.

Das mag stimmen, wirft aber die Frage auf, ob’s nicht ab und zu mal ne Nummer kleiner geht. Hin und wieder müsste auch Stasi reichen.


Phil
19.7.2015 18:25
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> Ich habe eher den Eindruck, dass manche Leute zwanghaft jeden noch so kleinen Anlass nehmen, um ständig und immer wieder das Thema Hitler auszupacken.

Sie kenne ja auch nichts anderes. Wer kennt sich denn noch (so grob) mit der europäisches Geschichte aus? So etwas lernt man doch gar nicht mehr in der Schule. Im Abi NRW 2017 kommt die Geschichte vor 1800 gar nicht mehr vor.


Hadmut
19.7.2015 19:43
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> Im Abi NRW 2017 kommt die Geschichte vor 1800 gar nicht mehr vor.

Hoho, da haben ja die Amerikaner noch mehr Geschichte und Geschichtsbildung.


Borstie
19.7.2015 18:38
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“Für den Sonntagnachmittag mal etwas off-topic: Beutellose Staubsauger sind eine Fehlentwicklung, ein Marketinggag, auf den ich auch hereingefallen bin. Ich hatte einmal so ein Ding – nie wieder! Hab mir einen neuen Staubsauger gekauft, mit Ersatzbeuteln, die bis 2037 reichen werden – alles bestens!”

Wenn wir schon off topic sind: Ich halte die Beutelbehafteten für die Trap in Marketingfalle. Nachdem die 5 Tüten, die mit dem Sauger geliefert wurden, rum waren, hab ich 10 online bestellt. Die waren fast so teuer wie der Sauger + den 5 Tüten, die schon beilagen.
Die Nachbestellten haben aber nicht so gut gepasst, wie die 5 die dabei waren. Hat es glatt den Dreck wieder in die Wohnung gepustet.
Irgendwann hatte ich die Fresse voll. Den Sauger hab ich noch im Keller stehn. Wenn Du willst: 10 Euro Trödelpreis.
Ich bin im übrigen auch Tintenpatronennachfüller. ;o)
Borstie


Der freie Journalist
19.7.2015 18:51
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@ Schwärmgeist:
“deshalb schaffen wir Noten und Sitzenbleiben ab.”

Siehe dazu:

“Bewegung braucht es aber auch in der Bildungslandschaft: Wir wollen für Niedersachsen mehr Chancen für alle. Mehr Kinder sollen Erfolg erleben können, und im nächsten Jahr endlich keine Angst mehr vor dem Tag der Zeugnisausgabe haben müssen.”
“Das haben wir angestoßen, und ich kann Ihnen versprechen: die Ideen gehen uns noch lange nicht aus.”
(Anja Piel, Fraktionsvorsitzende der Grünen im SPD-GRÜN-regierten Niedersachsen, in ihrer Landtagsrede am 15.07.2015)


boes
19.7.2015 19:56
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>>Sagt mal Leute, wie kommt das eigentlich, dass Ihr – egal worum der Blog-Artikel geht – immer wieder auf H. kommt?

Ernstgemeinte Frage?
Hier die ernstgemeinte, 4 teilige Einstiegsvorlesung zum Thema:

http://www.geocities.ws/films4/medienmonopol.htm

Ich persönlich, als inzwischen gänzlich Boesgläubiger denke, dass da Klärungsbedarf besteht, der Aufgrund der Verhältnisse nicht bedient werden darf.


Karl Marx
19.7.2015 20:44
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Vielleicht kommen wir von Hitler mal wieder zurück zu Kutschera. Was mich irritiert ist, wie umständlich Kutschera einfachtste Begriffe nicht versteht:

Transkript aus dem Radio-Gespräch 09:36:

Das Wort „Heteronormativität“ interpretiere ich jetzt wie folgt: Wir wissen also, 95 % aller Menschen […] sind heteronormal. […] Und diese Heteronormalen … das wird jetzt umgemünzt in Heteronormativität, es wird praktisch zu einer Norm erhoben, zu einem Gesetz erhoben, es ist aber die Grundlage für unsere Existenz.

Wer genau münzt was in was um und wer erhebt was zur Norm? Es doch ganz einfach: Eine Gesellschaft ist heteronormativ, wenn es Normen gibt, an denen nur nicht-heteronormale Personen scheitern können und derzufolge nur sie Sanktionen erfahren können.

Dass es solche Normen hier in dieser unserer Bundesrepublik gibt, kann man schlecht bestreiten, man kann sich höchstens darüber streiten, ob das Studium solcher Normen zur Biologie gehört. Den Befund kann man durch den Blick in Gesetzbücher (z.B. etwa im Falle des 1994 aufgehobenen § 175 StGB [1] oder aktuell z.B. § 55 Abs. 3 SGB XI [2]) bestätigen. Man kann sich auch etwa mit Anthropologen unterhalten und nach den hier geltenden Sitten und Gebräuchen fragen, die (noch) nicht im Range von Rechtsnormen stehen: Etwa wird das Küssen in der Öffentlichkeit sicher nicht überall goutiert aber es gibt mehr Gegenreaktionen, wenn sich Personen des gleichen Geschlechts am gleichen Ort küssen.

Das alles sind harte Befunde über die Gesellschaft, vulgo: Fakten.

Kutschera führt nun einiges weiter aus:

Wären unsere Eltern nicht heteronormal gewesen und hätte es nicht eine Fusion eines Spermiums vom Vater mit der Eizelle der Mutter zu einer Zygote gegeben, wären wir nicht hier. Die sexuelle, zweigeschlechtliche Fortpflanzung zwischen Spermienproduzenten gleich Männer und Eizellproduzenten [gleich] Frauen ist die Grundlage, dass wir überhaupt da sind. Das muss klar sein. […] Sodass also etwa 80 % der Population heteronormal sind und sich zweigeschlechtlich fortpflanzen und deshlab bleibt etwa die Menschheit erhalten. Das ist die Grundlage unseres Daseins.

In bestimmten Ländern ist das Küssen in der Öffentlichkeit verboten [3]. Das ist ebenfalls ebenfalls ein Befund, ein Faktum. Meines Wissens “gehorcht” die Fortpflanzung in solchen Länden derselben Biologie wie die in der Bundesrepublik. Es ist nicht erkennbar, wie dieser signifikante Unterschied in der normativen Ausstattung von verschiedenen Gesellschaften aus der Biologie heraus erklärt werden können.

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/%C2%A7_175
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Pflegeversicherung_%28Deutschland%29#Beitragszuschlag_f.C3.BCr_Kinderlose
[3] http://www.travelbook.de/service/Skurrile-Gesetze-Wo-Kuessen-Gefaengnis-bedeuten-kann-297763.html


Pjotr
19.7.2015 20:59
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>>Sie müssen sich das politische Spektrum als eine Tafelrunde vorstellen. Rechts- und Linksradikal sitzen da zurecht direkt nebeneinander.<<

Eine angemessene grafische Darstellung müsste viele Dimensionen abbilden. Mehr als drei geht aber nicht. Da ändert auch die kreisförmige Anordnung nichts. Ausserdem sollte Methode und inhaltliche Zielsetzung unterschieden werden.

Was mit der Piratenpartei in kürzester Zeit verwirklicht wurde – die Unterwanderung durch das Feministen- und Gendergesindel – dauerte bei der SPD etwas länger.

Wenn der Feminismus tatsächlich marxistisch wäre und keine Bezugspunkte zu tradierten bürgerlichen Vorstellungen böte, dann hätte er sich niemals parteiübergreifend über das gesamte politische Spektrum etablieren können und der Widerstand aus der Wirtschaft wäre vehement.

Nennen wir den Feminismus doch einfach weiblich-narzisstisch. Das charakterisiert sein Wesen besser als die Analyse dieses wirren und widersprüchlichen Konglomerats aus verschiedensten politischen Anschauungen.


@borsti
19.7.2015 21:28
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Schwärmgeist
19.7.2015 21:49
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> Hoho, da haben ja die Amerikaner noch mehr Geschichte und Geschichtsbildung.

Ist eh so ein Vorurteil, daß die Amis ungebildet seien. Die Amis, die ich kennengelernt habe, hatten ihre Hausaufgaben gemacht. Sie waren sehr interessiert in deutscher Literatur: Hesse, Goethe, Kafka, Robert Walser – das kannten die aus dem Effeff, da haben dir mir noch einen vom Pferd erzählt. Sie kannten diese Bücher nur in englischen Übersetzungen und wollten jetzt im Auslandssemester den Hesse auch mal auf deutsch lesen, aber dann wurde der gar nicht besprochen – Respekt!

Die Amis sind das lesefreudigste Volk der Welt, auch wenn sie durchschnittlich 25 Stunden am Tag im Internet hocken — nirgends wird so viel gelesen, geht es den Schriftstellern so gut wie in den USA.

Mein Geschichtsunterricht war auch nicht so doll. Dreimal Julius Cäsar, fünfmal Adolf Hitler, Adenauer wurde in 13 Jahren Schule überhaupt nicht behandelt. Na, ob wir wirklich so bebüldet sind …


CountZero
19.7.2015 22:16
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Das hier interessiert/amüsiert vielleicht den einen oder anderen geneigten Mitleser….

http://www.mrctv.org/blog/taxpayers-continue-spend-millions-find-out-why-lesbians-are-fat#.mffh7d:guzx


Manfred P.
19.7.2015 22:26
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@Karl Marx

Ich verstehe ehrlich gesagt nicht Dein Problem.

Dass man vom Küssen schwanger werden kann, ist, wie der Lateiner sagt, “an old wives tale”.

Kutschera definiert, ganz wie ein Wissenschaftler das tut, was die Begriffe “Sex”, “heteronormal”, “Gonochoristen”, “Hermaphroditen” etc. bedeuten.

Das sind biologische Begriffe.

Er grenzt “Sex” ab zu “erotischer Handlung”. Küssen gehört eindeutig zu den asexuellen, erotischen Handlungen.

Außerdem scheinst Du mir da etwas durcheinander zu bringen. Die Biologen behaupten nicht, dass sich alles biologisch erklären lässt, sondern die Ausprägung eines Individuums von Biologie und Umwelt abhängt.

Es sind die Gender-Bekloppten, die behaupten, dass Biologie überhaupt gar keine Rolle spiele, und alles nur eine soziale Konvention sei.

Im übrigen kann ich nicht im geringsten nachvollziehen, inwiefern die Gesetzgebung gegen Küssen in manchen Ländern die biologische Tatsache widerlegt, dass Gonochoristen durch Fusion eines Spermiums und einer Eizelle entstehen – sogar im Reagenzglas ist das so. Das müsstest Du mir genauer erklären.


Karl Marx
20.7.2015 0:29
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@Manfred P.

Dass man vom Küssen schwanger werden kann, ist, wie der Lateiner sagt, “an old wives tale”.

Ich habe nirgendwo behauptet, dass man durch Küssen schwanger wird. Das Küssen in der Öffentlichkeit habe ich als Beleg gebracht für Heteronormativität: Wenn heteronormale Paare sich küssen ist’s OK, machen es nicht-heteronormale Paare, dann setzt es was. Es ist ein Beispiel für Heteronormativität. Weitere Beispiele sind der (aufgehobene) § 175 StGB oder der Zusatzbeitrag für Kinderlose in der Pflegeversicherung.

Dass es diese Normen gibt, kann man schlecht bestreiten. Was die Position Kutscheras ist, wird eben nicht klar (s. Transkript und auch die Minute davor). Es erscheint für mich so, als wenn er die Existenz dieser Normen nicht bestätigen und auch nicht dementieren möchte, aber dennoch rechtfertigen will, weil “wir alle” ja ihnen (angeblich) unsere Existenz verdankten.

Es sind die Gender-Bekloppten, die behaupten, dass Biologie überhaupt gar keine Rolle spiele, und alles nur eine soziale Konvention sei.

Das mag sein, ich beziehe mich aber nicht auf diese Leute, sondern auf das, was Kutschera in dem Radio-Gespräch gesagt hat.


Gedöns
20.7.2015 0:41
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@Pjotr
„Eine angemessene grafische Darstellung müsste viele Dimensionen abbilden. Mehr als drei geht aber nicht. Da ändert auch die kreisförmige Anordnung nichts. Ausserdem sollte Methode und inhaltliche Zielsetzung unterschieden werden.“//
Die Kreislinie reicht, um wahrhafte Antipoden darzustellen und zwar bipolare als wirklich grundsätzliche Antipoden – gerade auch in Methode (Diktatur X Demokratie) und Zielsetzung („neue Zeiten“, „Weltveränderung, -verbesserung, -rettung“ in kürzeren Zeiten als die menschliche Lebenserwartung X realistische konservative Betrachtung). Das Aufspalten in – was weiß ich – 4000 Strömungen ändert dann auch nichts mehr daran.
Die Ideologen wissen selber, daß sie kein neues iphone präsentieren, wofür die Menschen schon Stunden vor Ladeneröffnung freiwillig Schlange stehen – mittels Diktatur soll es aber wenigstens simuliert werden und dieses nur auf Druck produzierte soziale Konstrukt dann entsprechend wirken (man hofft, alle wollen dann Kommunismus, weil es ja keinen gibt, der etwas anderes will und genauso sollen die Medien eine am Besten 50%ige homosexuelle Gesellschaft vorgaukeln damit dann im Ergebnis tatsächlich 50% der Menschen homosexuell werden wollen).
Kürzer als die menschliche Lebenserwartung hat aber langfristig gesehen nur die Technikentwicklung tief greifend und dauerhaft verändernd gewirkt (z.B. eben auch das angeführte „handy“). Weltanschaulich gab und gibt es da nichts und wird es nie geben. Da wird auch der traditionelle Alten- und Elternhaß (stören nur beim vorgaukeln des neuen revolutionären Konstrukts und beim angestrebten Tempo) nichts helfen.
Es lässt sich also leicht vorhersagen, was jämmerlich untergehen muß – nur die Phase bis zum Untergang sollte (diesmal) kurz und die Umstände dabei nicht allumfassend katastrophal sein.


Gedöns
20.7.2015 0:53
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@Manfred P
„Ich verstehe ehrlich gesagt nicht Dein Problem.
Dass man vom Küssen schwanger werden kann, ist,“//
Kinder bei Alkoholikern, Küssen in der Öffentlichkeit usw. sind schon unzählig mal gehörte „Argumente“, so daß diese entweder bewusst von den ideologischen Zirkeln immer wieder eingesetzt werden oder bei entsprechend bearbeiteten Personen unbewusst automatisch nachgeplappert werden.
Ob man manchen die Kinder entzieht (wäre bei Junkies zu empfehlen, ehe der Säugling neben der toten Mutter verdurstet) oder nicht; ob man Küssen in der Öffentlichkeit verbietet oder zur gesetzlichen Dauerpflicht von Verliebten macht – es ändert nichts daran, daß der Genderismus grundsätzlich schwachsinnig ist. Solche „Argumente“ sind also gar keine – sie dienen lediglich der Ablenkung.


Schwärmgeist
20.7.2015 1:05
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Das Kutschera-Interview ist klasse, aber natürlich werden die Kreationisten und Genderisten da weghören. Eine Pointe finde ich ganz fein. Die Frauen sind mit ihrer Selektion eigentlich die Herrinnen der Evolution. Daß wir Männer so sind, wie wir sind, ist Schuld der Frauen, denn sie haben uns mit ihrer Partnerwahl erschaffen. Und nun soll das auch wieder nicht recht sein. Erklär mir einer die Frauen … Wissen doch auch nicht, was sie wollen. 😉


Alex
20.7.2015 1:50
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Semi OT

Im nächsten Bewerbungsgespräch
Junge frau: ich möchte mich bei ihnen als etechnikerin bewerben
Chef: ah das ist toll, haben sie richtig studiert oder in Konstanz?

Grund: an der uni Konstanz gibt es nun “e-technik” Vorlesungen nur für Frauen.


WikiMANNia
20.7.2015 7:15
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Laßt die Homosexuellen doch heiraten, meine Güte, es wird niemandem damit geschadet oder etwas weggenommen.

Ja, ja, mit der unverfrorenen Lüge ködern sie uns, ohne dabei rot zu werden:

Homo-Lobbyisten würden ihre wahren Ziele verschweigen. Die “Homo-Ehe” sei nur ein Schritt zur radikalen Neu­definition der Ehe. In Wirklichkeit gehe es um die Abschaffung der Ehe. Dies sagte die russisch-amerikanische Journalistin und Homo-Aktivistin Masha Gessen in einer Podiums­diskussion in Sydney, die vom australischen Radiosender ABC ausgestrahlt wurde.

“Wenn wir für die Homo-Ehe kämpfen, lügen wir meistens über das, was wir mit der Ehe tun werden, wenn wir sie erreicht haben – weil wir behaupten, die Institution der Ehe werde sich nicht ändern, und das ist eine Lüge”, sagte sie wörtlich.

Die Institution der Ehe werde sich ändern, das solle so sein, denn sie solle eigentlich gar nicht existieren. Sie selbst lehne Fiktionen über ihr Leben ab, fuhr die selbst in einer “Homo-Ehe” lebende Gessen fort. Ihre drei Kinder hätten fünf verschiedene Eltern und sie sehe nicht ein, warum ihre Kinder nicht auch fünf rechtlich anerkannte Eltern haben sollten. Sie würde gerne in einem Rechtssystem leben, das dieser Realität entsprechen würde – dieses sei aber nicht mit der Institution der Ehe vereinbar, sagte sie bei der Diskussion.

http://www.kath.net/news/51216


WikiMANNia
20.7.2015 7:19
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Der Feminismus hat alle Merkmale des Faschismus. Es muss keine bestimmte Person im Mittelpunkt stehen, auch die Ideologie selbst kann diese Rolle übernehmen.

Richtig: Feminismus ist wie Nationalsozialismus, nur in Lila und ohne den Führer…

Sozialismus gibt es in den Farben rot, braun, lila, grün, …


WikiMANNia
20.7.2015 7:44
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Wir haben mal Spaßeshalber eine tabellarische Gegenüberstellung von Kommunismus (roter Sozialismus), Nationalsozialismus (brauner Sozialismus) und Feminismus (Lila Sozialismus) angefangen. Die Liste/Tabelle wurde immer länger… In:

http://de.wikimannia.org/Nationalsozialismus


Pjotr
20.7.2015 10:27
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>>Ein Professor der Biologie namens Ulrich Kutschera zog mit altväterlich anmutendem Ton vom Leder gegen den “unwissenschaftlichen Unsinn” der “Gender-Ideologie”.<<

Altväterlich anmutendem Ton. Ja klar, Väter sind bekanntlich Täter. Das haben die Gender studies rausgefunden. Muss stimmen, denn es reimt sich. Der immer gleiche Sermon der Gendertanten und die immer gleichen primitiven Feindbilder.

Bemerkenswerter als der Beitrag der Gendertrulla sind die Leserkommentare. Die Kritik an Feminismus, Gender mainstreaming und Gender studies ist im mainstream angekommen. Auf die Strategie der top-down-Implementierung folgt nun der bottom-up-Widerstand, der Alptraum aller Antidemokraten.

Wie sagte mal Kemper (oder war es Gesterkamp?): bei den Kritikern des Feminismus ("Antifeministen") und des Genderismus handelt es sich lediglich um eine handvoll rechtsradikaler Breivikfans. 🙂

Die Genderisten erinnern mich mit ihrem bornierten Fanatismus, ihrer Abschottung, ihrem verqueren Weltbild, ihrer Unfähigkeit, Kritik sachlich zu begegnen und ihrer aggressiven Diffamierung der Kritiker methodisch an Scientology.

Wer wie Butler die Ansicht vertritt, dass die Geschlechter eine soziale Konstruktion seien, weil doch alle sinnliche Wahrnehmung letztendlich erst im Gehirn zu einem Konstrukt verarbeitet werde, die Kategorien "männlich" und "weiblich" somit willkürlich gewählt sind, der muss konsequenterweise jeden geistigen Schrott gelten lassen. Aber logische Konsistenz war noch nie eine Stärke der Genderisten.


kdm
20.7.2015 10:59
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@Schwärmgeist:
Schön, dass Sie so tolle amerikanische Freunde haben. Ich habe auch zei oder drei und die sind nicht doof.
Nur ändert das nichts an den (erschreckenden) Statistiken über die lausige Bildung der Amis. Und beobachtet man deren Politik oder schaut mal deren TV, weiß man, wo das Problem sitzt: Bildung. Wir hier sind ja auf dem besten Weg, auch dieses Manko der Amis zu kopieren.

Dazu (der deshalb?) all die puritanischen Spinnerinnen, die akademische Gedankenpolizei, der amerikanischen Feminismus… die ganz offizielle Politik des Die-ganze-Welt-beherrschen-wollens … der Amis.


Schwärmgeist
20.7.2015 11:33
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> Ja, ja, mit der unverfrorenen Lüge ködern sie uns, ohne dabei rot zu werden […]

Ich muß da nicht groß geködert werden. Ich unterstütze im Geiste die Schwulen und Lesben auf ihrem Weg um mehr gesellschaftliche Akzeptanz. Fünf Prozent sind fünf Prozent. Es muß doch niemand hurra schreien – Gleichgültigkeit würde schon reichen. Das ist doch mal eine sinnvolle Sache, im Gegensatz zu diesem Genderhokuspokus.

> Wir haben mal Spaßeshalber […]

Hab ich gelesen und schmunzelnd zur Kenntnis genommen. Jaja, wenn man damit erstmal anfängt, da tun sich doch unheilvolle Parallelen auf.


Manfred P.
20.7.2015 12:01
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@Karl Marx

Diebstahl ist in vielen Kulturen ebenfalls verboten; die einen hacken die Hand ab, andere sagen nur “Du! Du! Du!”.

In manchen Kulturen rennt man nackig herum, in anderen wird das Entblößen in der Öffentlichkeit unter Strafe gestellt.

Die Liste ließe sich endlos fortsetzen. Es ist eine Binsenweisheit, dass sich in verschiedenen Gruppen verschiedene Verhaltensnormen durchsetzen, das gilt teilweise sogar für verschiedene Familien mit 3 oder 4 Personen.

Früher sagte man einfach “Andere Länder, andere Sitten”.

Ich verstehe immer noch nicht das Problem.

Kutschera definiert Sex im biologischen Sinne als Fusion von Spermium und Eizelle zur Zygote, was zur biologischen Reproduktion von Organismen führt.

Alles andere sind erotische Handlungen, die zwar umgangssprachlich als “Sex” bezeichnet werden, aber eben im biologischen Sinne kein Sex sind.

Gäbe es nicht genug Organismen, deren Paarungsverhalten zum Sex im biologischen Sinne führte, dann wären wir nicht hier. Das ist doch völlig klar und folgerichtig. Ich weiß überhaupt nicht, was es daran nicht zu verstehen gibt.

Dementsprechend kann es auch keine 268 722 verschiedenen Geschlechter geben. Wenn zwei Schwule sich einen runterholen, dann ist das deren Sache, hat mit Sex im biologischen Sinne aber nichts zu tun. Das sind erotische Handlungen, die asexuell im biologischen Sinne sind.

Er führt weiterhin aus, dass Schwule für ihre Prägung nichts können und auch nicht umerzogen werden können. Als Beispiel führt er Tschaikowsky an, der verzweifelt versucht hat, hetero zu werden, eine sehr hübsche, junge Ehefrau hatte, und sich dann umgebracht hat.

Evolutionsbiologisch ist es naheliegend, dass der Mensch nur in der Gruppe überleben kann. Es ist eine triviale Beobachtung, dass Gruppen sich durch spezielle Verhaltensnormen von anderen Gruppen abgrenzen und dadurch den Zusammenhalt stärken.

Welche Normen das im einzelnen sind, ist wahrscheinlich von der Umwelt (Lebensbedingungen) abhängig und hat wohl auch mit Zufällen zu tun.

Bänker rennen in Anzügen herum, und wenn einer im Straßenpenner-Look als Hedgefond-Manager Karriere zu machen versucht, wird er höchstwahrscheinlich damit scheitern, es sei denn, seine Fähigkeiten sind so sehr überragend und über der Norm, dass es von den anderen Gruppenmitgliedern akzeptiert wird. Warum rennen die in dunklen Anzügen herum? Keine Ahnung. Dotcom-Manager rennen halt in T-Shirts herum.

Von irgendwelchen zufällig ausgeprägten Verhaltensnormen auf die Existenz von 3428 Geschlechtern zu schließen, halte ich für kompletten Schwachsinn, ehrlich gesagt.

Die können noch so sehr dekonstruieren, was das Zeug hält. Ehrliche Akzeptanz werden die nur innerhalb ihrer eigenen Gruppen finden, genauso wie man mich als Physiker nur innerhalb der Gruppe der MINT-Absolventen akzeptiert. Ansonsten sind MINT-Fächler eher Gegenstand von Spott und Comedy (z.B. Big Bang Theory).

Von zwei Mädels in meiner Trainingsgruppe wurde mir von einem anderen Mädel berichtet, dass die in Bibliothek tuscheln und sich über die ganzen Nerds lustig machen. Tja, so ist das halt.

Lange beobachtet, nie widerlegt. Vielleicht sollten die Mädchen sich mal dekonstruieren und arme, versoffene und drogenabhängige Penner aus der Gosse attraktiv finden und sich mit denen paaren.

So läuft das nicht, wie die Gender-Quatschköpfe sich das so denken.


der eine Andreas
20.7.2015 14:08
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@Hadmut:
Nimm erst ein paar Herztropfen und dann lies das:
http://www.zeit.de/karriere/beruf/2015-07/frauenquote-erfuellen-domscheit-berg

“FRAUENQUOTE “Sanktionen für Chefs, die keine Frauen fördern”
Anke Domscheit-Berg berät Unternehmen dabei, mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen. Sie sagt: Belohnungen und Sanktionen für Führungskräfte wirken dabei gut. INTERVIEW: SABINE HOCKLING”


Rechnungsprüfer
20.7.2015 14:44
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Anke das grüne U-Boot berät Firmen zur Frauenquote

http://www.zeit.de/karriere/beruf/2015-07/frauenquote-erfuellen-domscheit-berg


Schwärmgeist
20.7.2015 15:16
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“spaßeshalber” übrigens bitte klein, das ist ein Adverb. Ich muß ja meinem Ruf als Rechtschreibnazi gerecht werden.


Missingno.
20.7.2015 15:25
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Es überrascht doch niemanden, dass “sie” es nicht verstehen, warum man den Feminismus als etwas schlechtes sehen kann.

http://kleinerdrei.org/2015/02/nicht-dass-sie-denken-ich-waere-ein-feminist/

Darauf meine Antwort (natürlich nicht veröffentlicht):

> Und beim Feminismus geht es nicht um die Diskriminierung von Cis-Männern.
Aber warum nicht? Beziehungsweise, wie kann man dann behaupten, dass _Feminismus nichts weiter, als der “Glaube an die gesellschaftliche, politische und ökonomische *Gleichheit der Geschlechter*”_ ist? Bei PEGIDA* ging es angeblich auch um mehr als gegen die Islamisierung, aber da wurde sich auch am Namen aufgehangen.

> Denn wir Männer haben die Diskriminierungserfahrung einfach nicht gemacht.
Falsch. Zumindest ich habe in meiner Schulzeit Diskriminierung aufgrund meines Geschlechts erfahren. Oh, zur Bundeswehr musste ich auch. Und auch sonst wäre es oftmals von Vorteil gewesen, wenn ich eine Frau wäre. Später unterscheidet dann der Autor zwischen unterschiedlichen Diskriminierungen. Da kann man schon sagen, dass ich keine Erfahrung mit Frauendiskriminierung habe, aber pauschal darf man das Männern keinesfalls absprechen.

> Auch das Argument gegen die Frauenquote, dass Frauen allein durch Leistung nach oben kommen können, scheint mit diesen Zahlen widerlegt. Wenn Führungspositionen nur nach Leistung vergeben würden, gäbe es keinen Grund, warum sich der Anteil an weiblichen Führungskräften nicht stetig in Richtung der 50% bewegt.
Außer natürlich, wir würden jetzt Frauen unterstellen, nicht so leistungsfähig oder -besessen zu sein wie Männer.

Zum Schluss noch den double standard ausgepackt, wo bei Männern von Privilegien gesprochen wird herrscht bei Frauen nur positiver Sexismus. Is’ klar!

* http://de.wikipedia.org/wiki/Patriotische_Europäer_gegen_die_Islamisierung_des_Abendlandes#Forderungen


Gedöns
20.7.2015 16:35
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„Im extremen feministischen Bereich gibt es Forderungen, Männer auf einen geringen Bevölkerungsanteil, etwa 3%, zu reduzieren und nur noch als Samenspender zu halten.“//
Triggerwarnung:
Folgender Link ist nicht für Opfer des nationalsozialistischen Rassenwahns geeignet! –

Folgender Link ist auch für Frauen ungeeignet, die wegen zu wenig heterosexuellen Sex psychisch leiden müssen bzw. mußten – bei denen also nur einmal im Monat oder gar nur einmal im Jahr* bereits in der Vergangenheit z.B. zu hysterischen Anwandlungen, Reinigungsfimmel o.ä. geführt hat:
http://www.vice.com/de/read/diese-feministin-will-90-prozent-der-maennlichen-bevoelkerung-eliminieren-628
* an dieser Stelle bitte keine Übertreibungen auch hinsichtlich der jugendlichen Manneskraft …

Es kann nicht ausgeschlossen werden, daß die Verinnerlichung von Feminismus/ Genderismus wegen ideologischer Täter-Opfer-Schemata außerdem zum Verlust der Fähigkeit des kriminalistischen Arbeitens führen könnte. Zum konkret dargestellten Fall liegen dahingehend bislang keinerlei Informationen vor.


Doprint
20.7.2015 18:16
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Neulich habe ich mir aus dem Zeitungsständer im Café eine Frauenzeitschrift geklaubt. Hochglanz, Tiefenrausch, Mittel zum Zweck. Um mir die Wartezeit zu überbrücken, etwas Anspruchsvolleres war grad nicht da.

Okay, also, na dann halt. Ich habe mir neulich eine Frauenzeitschrift gekauft und mich dann damit in ein Café gesetzt. Drauf geschissen, „The New Yorker“, hab ich mir gedacht, ich weiss, dass ich gern etwas Besseres wäre.

Als ich in der neunten Klasse war, haben gefühlt alle Mädchen an der Schule sich geschnitten. Extra. Einfach so. Mit Rasierklingen, Messern oder Scheren. Parallel zum Handgelenk immer und immer wieder den inneren Unterarm hinauf oder quer zum Bein den Innenschenkeln entlang. Selten beides, noch seltener Wörter oder Buchstaben. So tief, dass es wehtat, und gleichzeitig so kontrolliert, dass nichts physisch Lebensnotwendiges verletzt wurde.

Vieles war Langeweile, der Rest Stress oder die zunehmend verschwimmende Grenze des Ichs am Rande des Gewebes. Keine Ahnung. Der Schmerz versicherte dem Selbst, dass es fühlte. Dass man fühlte, fühlte sich gut an. Und der Akt an sich war eigenartig wie die Welt.

Ich habe mich danach lange gefragt, ob das einfach gerade in war oder ob Vierzehnjährige das grundsätzlich machen, dieses Zerstümmel. Schon wieder keine Ahnung.

Frauenzeitschriften sind ganz genau wie Sich-selber-Schneiden. Schmerz, gutes Gefühl, Hoffnung und viel Verwirrung. Niemand, der sich durch und durch wohlfühlt, würde so etwas lesen, niemand, der sich durch und durch schlecht fühlt, könnte sich die guten Tipps zu Herzen nehmen.

Manchmal sehe ich heute noch junge Frauen mit weiss gestreiften Narben-Armen. Alles ehemalige Vierzehnjährige. Im Bus, auf der Strasse, als Kellnerin. Sie tun mir dann leid, weil sie wohl mitkriegen, wie leid sie den anderen tun. Ein Perpetuum mobile der Anteilnahme, das tragische Schicksal des Selbstzerstümmelten. Ich versuche dann, höflich nicht hinzuschauen und mich hinter meiner Frauenzeitschrift zu verstecken.

«Es ist Bikinizeit, und Sie sind immer noch zu fett, ja, Sie!» – Schmerz! «Fett ist das neue Schwarz» – gutes Gefühl! «Studie zeigt: Schokoladeneis heilt Hoden-Aids bei Affenart!» – Hoffnung! «Was er wirklich über Ihre Sexgeräusche denkt» – Hä? Wieso «wirklich»? Wird hier etwa impliziert, dass es bereits eine gängige, aber falsche Meinung zur erwähnten Thematik gibt? Und woher will denn irgendeine untervögelte Gisela in Prenzlauer Berg wissen, was ich für Sexgeräusche mache? Ganz zu schweigen davon, dass sie sich befähigt fühlt, das Denken meines holden Schniedelritters zu verstehen! Ich racker mir hier einen ab, damit das Gegenüber (oder Gegenhinter, ha, Emanzipation und Position sind zwei verschiedner Tage Abende!) an überhaupt gar nichts mehr denken kann! Und Grüsel-Gisela will mich eines Besseren belehren – soll das Hoden-Aids sie doch packen, diese dürre Möhre! Bestimmt ist sie seit immer Jungfrau und stöhnt elend verbittert ihre öde Frauenzeitschrift-Zukunft an!

Die Frau mit dem gestreiften Arm schaut mich an, als hätte sie Mitleid mit mir. Für diesen Blick kriege ich Mitleid mit mir selber und bestelle zum Trost ein grosses Schokoladeneis. «Schoggiglacé!», schreie ich, und Frau Narbenzebra hat kein Mitleid mehr. Ich glaube, ich besitze gar keinen Bikini, denke ich und muss lachen ob der Idee von mir in einem öffentlichen Schwimmbad.

Die Frauenzeitschrift ist durch. Als ich nach dem Impressum schauen will, um Grüsel-Gisela einen bösen Leserbrief zu schreiben, schneide ich mich am Papier. Schnitt mitteltief, der Finger blutet. Vor Schreck mache ich ein Sexgeräusch. Was ich wohl gerade wirklich denke?


didread
20.7.2015 21:12
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@Doprint
Made my day! Vielen Dank!


JochenH
20.7.2015 21:29
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homosoziale reproduktion, da hat die anke DB mal richtig nett formuliert. der rest des interviews ist nur gruselig, erfolg eines untermehmens soll nach frauenanteil bemessen werden, kunden und umsätze sind wurscht.


Schwärmgeist
20.7.2015 21:36
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Was wollen die Frauen? Vielleicht einen Schriftsteller und Rock-‘n’-Roll-Star, der früh sozialverträglich ablebt. Ich meine das gar nicht geringschätzig, denn die optimale Frau für mich hat attraktive Kurven, kann kochen oder auch nicht, aber die Klappe halten wie ein Kasten Bier, und sie nervt nicht rum mit permanenten Psychogesprächen. Das ist ja auch bei Kutschera deutlich geworden, daß Männer und Frauen eigentlich unterschiedliche Ziele haben und die Ehe deshalb ein ständiger Kompromiß ist.


Gedöns
20.7.2015 21:52
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Meinen Respekt, Frau Dobrint, in jeglicher Hinsicht (literarisch, emanzipatorisch, erzieherisch, …) – und: es dürfte gleichzeitig nicht hin zur Emma abwerbend wirken, weil da ritterliches gar nicht vorkommt …


DrMichi
20.7.2015 21:55
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Doprint: Quelle angeben wäre noch nett: http://blog.dasmagazin.ch/2015/07/03/heisse-schnitte-und-gestoehne/

Schoggiglacé (!), das schreibt hier doch keiner.


Gast$FF
21.7.2015 1:10
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@Hartmut:

Sagt mal Leute, wie kommt das eignetlich, dass Ihr – egal worum der Blog-Artikel geht – immer wieder auf Hitler kommt?

Ich nehme mal an, das liegt einfach daran, dass Hitler und der ganze NS-Komplex als gerade in Deutschland besonders prominentes Beispiel so schön instruktiv für das Verständnis von Totalitarismus & Co. sind. Die meisten von uns dürften diese Themen in der Schule am Beispiel des NS gelehrt bekommen haben. Beobachtbare Parallelen bei anderen gesellschaftlichen Fehlentwicklungen werden dann halt bevorzugt mit Hilfe dieses geschichtlichen Paradebeispiels aufgezeigt. Wer musste sich schon in ähnlichem Detailgrad mit z. B. Stalin oder Mussolini auseinandersetzen?

Gibt es das in der Informatik nicht auch, dass bestimmte Sachverhalte mit einigen wenigen, besonders häufig strapazierten Beispielen illustriert werden? Nervt natürlich irgendwann, aber was soll man machen, wenn die Beispiele (zumindest vermeintlich) so lehrreich sind.

Ein anderer Klassiker bei diesen Themen ist ja Orwell. Gibt es für “Orwell” eigentlich eine benannte Variante von Godwin’s Law?

Nur weil einige Leute einfach behaupten, wer einen Vergleich zu Hitler oder dem NS zieht, hätte wohl sonst keine Argumente, heißt das ja nicht, dass dieses Beispiel nicht trotzdem sehr gut angebracht sein könnte. Nutzt sich natürlich mit der Zeit ab, das lässt sich wohl kaum vermeiden. Aber das ist ja kein Grund, so ein Anschauungsbeispiel und seine Verwender pauschal zu diskreditieren.

PS: “egal worum der Blog-Artikel geht” ist so nicht haltbar. Bei Deinen Blog-Artikeln zum Thema Sportbootführerschein hat noch kein Kommentator “Hitler” gesagt, soweit ich das überschauen kann. Das scheint sich doch sehr bei den Themen Gender und Feminismus zu manifestieren. Woran das nur liegen mag… Und überhaupt, wieso muss ich jetzt nur schon wieder an einen alten, halbnackten, gefesselten Mann denken, der auf der Stelle tanzt und “Jehova, Jehova” ruft? 😉


Hadmut
21.7.2015 1:13
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> “egal worum der Blog-Artikel geht” ist so nicht haltbar. Bei Deinen Blog-Artikeln zum Thema Sportbootführerschein hat noch kein Kommentator “Hitler” gesagt, soweit ich das überschauen kann.

Doch. Einer schrieb was wegen „Führer-Schein”. Den hab ich aber nicht durchgelassen.


Dr. No
21.7.2015 5:28
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Sehr viele interessante Kommentare, vor allem die Überlegungen von “User”, die wirklich zum Nachdenken anregen. Könnte es so simplel sein? Für alle der Allgemeinheit, die es nur befürworten sollen, wahrscheinlich ja. Die, die es vertreten, verstehen es wahrscheinlich schon genau. Deshalb hassen sie alle Techniker, weil ohne Logik funktioniert keine Technik. Doch ist man einmal auf Logik angewiesen im Leben, läßt sich diese so schwer nach Belieben abstellen. Wahrscheinlich sind deshalb so viele geistige Anarchisten (im wahren Wortzusammenhang) in Bereichen unterwegs, welche zu ihrer Funktion strenger Logik bedürfen wie Computer, Kraftwerke und Ähnliches.


Oliver K
21.7.2015 10:54
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@ Dr No: Es scheint keinen Sinn zu machen, was Sie da schreiben. “Für alle der Allgemeinheit,” ist grammatisch falsch, und ich habe auch keine Ahnung, was Sie meinen koennten. Und dann wird es immer obskurer.

Scheint mir so ein Eingeweihten-Stil, wo man sich nur in Andeutungen bewegt, auf dass es eben nur die Eingeweihten verstehen.

Ihr Beitrag macht auf mich einen zufaellig zusammengewuerfelten Eindruck. Vielleicht ist es ja bloss der Versuch, Aphorismus-artig zu schreiben? Das funktioniert aber in den allgemeinen Internet-Zusammenhaengen fast nie (zu viel kommt zusammen). Lieber etwas ausfuehrlicher schreiben, das erzieht auch zu einer gewissen Disziplin, denn dann muss man sich auch selbst mal anschauen, was man denn eigentlich meint. (Aber am Thema bleiben! Auf dieser Seite gibt’s schon einige Entgleisungen.)


CountZero
21.7.2015 11:17
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> Was wollen die Frauen?

MEHR!! 🙂


Gast
21.7.2015 13:57
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>>wer einen Vergleich zu Hitler oder dem NS zieht, hätte wohl sonst keine Argumente, heißt das ja nicht, dass dieses Beispiel nicht trotzdem sehr gut angebracht sein könnte<<

Anders herum wir ebenfalls ein Schuh daraus.
Der deutsche Versuch eines Wallstreet-freien wirtschaftlichen Mitttelweges wurde mit den inzwischen perfektionierten Mustern von Flugverbotszone, (entmilitarisiertes Rheinland) Wettrüsten, Rufmord und letztlich provoziertem Krieg zerstört. (einen Grenzkonflikt um Danzig und der von Churchill sabotierten Verhandlungen um Verkehrsverbindungen durch den polnisch annektierten Korridor, wurde planvoll zum Weltkrieg eskaliert. Friedensverhandlungen wurden auch nach 1940 von alliierter Seite kategorisch abgelehnt. Selbst die Mitverschwörer des 20 Juli wurden von den Briten an die Gestapo verraten, man wollte Deutschland endgültig vernichten. Kaufmann-Plan Morgenthau-Plan. Halb Polen, dass doch vorgeblich gerettet werden sollte, blieb auch nach 45 in Sowjetischer Hand
Wer es nicht glaubt, der lese, anstatt die üblichen Keulen auszupacken.
Ich weiss, diese Empörungskeulen sind unverzichtbar, man hat ja sonst nichts:-)
Wer sich im Ringen um die Wahrheit Ihrer bedient, ohne um die Hintergründe zu wissen, der bestärkt und festigt ahnungslos oder böswillig, das Werk der bereits erfolgreichen Schmutzkampagnen.

Die Agenda der Nazikeule und Schurkenstaaten ist einfach: Das Schauerbild vom dunklen Reich der superbösen Nationalen muss auf alle Fälle aufrecht erhalten werden, um Gegenwehr gegen den Europa- bzw. Weltstaat bequem vernichten zu können.

Was die Ersetzung von Wahrheit und Logik durch manipulierte und dekretierte "Wirklichkeit" angeht, so sind die hier im Blog zu Recht monierten Methoden in der Vergangenheit bei David Irving, Ernst Zündel* Nolte, Martin Hohmann und anderen schon erfolgreich angewendet worden. Auch hier gilt: Originalquellen lesen macht schlau.
Niemand kann sagen, wie lange das Internet solches noch ermöglicht.

*Wem das alles zu "unappetitlich deutsch" ist der sollte sich ein Beispiel aus den USA ansehen. Der US Historiker Prof. Tony Martin erfuhr auf die harte Tour, was es bedeutet, ein sauber recherchiertes, aber "umstrittenes" Buch in einem seiner Seminare besprechen zu lassen.
Die links auf Wikipedia sind verloren, google hat plötzlich Schwierigkeiten sich zu erinnern. Martins Bericht über den Terror dem er als Hochschullehrer ausgesetzt war, und der sich mit Erlebnissen von etlichen Autoren deckt, ist unter dem Titel "The **wish onslaught- Despatches from the Wellesley Battlefront" erschienen und wurde mit Hinblick auf seine Ethnie umgehend als "Gangsta" History diffamiert.

Kurz gesagt, einfach Dummheit zu konstatieren, wo ein boshafter Plan vorliegt, nutzt in erster Linie den Falschen.


Gast
21.7.2015 14:03
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Ein Gedanke kommt mir noch.
Die “Femnazi” Diskussion ist auch noch schön, um von der in Riesenschritten weiterlaufenden Auflösung der Rest-Souveränität abzulenken.


brum
21.7.2015 15:42
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http://www.welt.de/politik/deutschland/article9959631/Bundeszentrale-muss-antisemitischen-Unfug-dulden.html

vo 2010. lieber Hadmut. Busines as usual. Lies und erkenne die Muster.


Hadmut
21.7.2015 21:34
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@brum

> vo 2010. lieber Hadmut. Busines as usual. Lies und erkenne die Muster.

Du bist ein Dummkopf.

Da steht ausdrücklich „eine staatliche Einrichtung” und dass die sich nicht auf Privatrecht berufen können, wo das nämlich anders aussieht. Lesen ist eine Gabe, die nicht jedem gegeben ist, und wenn Du andere zum Lesen aufforderst, ist das nur noch lächerlich. Du hast überhaupt nichts verstanden.

Auch wenn manche mich inzwischen dafür halten, ich bin nicht die Bundeszentrale für politische Bildung.


der eine Andreas
21.7.2015 18:26
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Nachtrag zu
https://www.danisch.de/blog/2015/07/17/die-zeit-versucht-sich-in-gender-jammer/#comment-89789
( http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/tarifstreit-im-einzelhandel-beschaeftigte-verdienen-2-5-prozent-mehr-a-1044262.html )

Ich habe deswegen mal die dpa angeschrieben, was die den so von ver.di für so einen Werbeartikel bekommen. Und ob Frau Wiegmann bei neues Deutschland oder Prawda gelernt hat 🙂

Für den SPON-Artikel habe ich – ohne große Hoffnung auf Erfolg – beim Presserat eine Beschwerde eingelegt.


Karl Marx
21.7.2015 19:48
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@Manfred P.: Warum schreibst du so viel Text und nichts zu dem, was ich geschrieben habe bzw. was Kutschera im Radio zum Besten gegeben hat?

„Heteronormativität“ ist der Begriff, den zu dekonstruieren Kutschera anscheinend angetreten ist. Es gelingt ihm aber nicht, weil auch er die (wohlbekannte [1]) logische Lücke zwischen Sein und Sollen nicht schließen kann.

Über x tausend Geschlecher usw. hat Kutschera nicht gesprochen und ich nicht geschrieben.

Gäbe es nicht genug Organismen, deren Paarungsverhalten zum Sex im biologischen Sinne führte, dann wären wir nicht hier. Das ist doch völlig klar und folgerichtig. Ich weiß überhaupt nicht, was es daran nicht zu verstehen gibt.

Solange du im Sein bleibst, ist das auch völlig in Ordnung. Heteronormativität behauptet aber (mit Recht) die Existenz von Normen (drei Beispiele hatte ich genannt), welche

a) nur von nicht-heteronormalen verletzt werden können und
b) welche sich gleichzeitig nicht logisch aus dem Umstand ableiten lassen, dass nur der (heteronormale) Sex die Population erhält (der Einfachheit halber übergehe ich Einwanderung und Klonierung).

Ist das soweit nachvollziehbar?

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Humes_Gesetz


Hadmut
21.7.2015 22:11
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@Karl Marx:

> „Heteronormativität“ ist der Begriff, den zu dekonstruieren Kutschera anscheinend angetreten ist.

„den zu dekonstruieren … anscheinend angetreten ist” – Wenn ich so’n Scheiß schon höre. Dieses hirnlose substanzlose Sozio-Philo-Gesülze geht mir so auf den Wecker.

> [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Humes_Gesetz

Aha. Und weil irgendein Philo-Armleuchter irgendwas geschwafelt hat, was ihm gefällt, muss sich der Rest der Menschheit daran messen lassen?

> Heteronormativität behauptet aber (mit Recht) die Existenz von Normen (drei Beispiele hatte ich genannt), welche

Quatsch. Heteronormativität gibt es gar nicht, das ist nur ein Kampfbegriff einiger Deppen.

> Ist das soweit nachvollziehbar?

Nein. Grottenfalsch und bescheuertes Philosophengeschwätz ohne jeglichen Nähr oder Wahrheitswert, nur gebaut, um sich eine willkürliche Wahrheit als willkürlichen Maßstab zusammenzuschwätzen.


Gedöns
21.7.2015 22:30
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@Gast
Ich würde aber viel lieber darüber diskutieren, ob „Gäste“ nur unbewusst nützliche Idioten sind oder gar durch Geheimdienste gezielt – auch finanziell – unterstützt werden, um dann durch deren bloße Existenz alle Andersdenkenden in die gewollte Ecke drücken zu können. Vielleicht weiß mancher staatliche Troll gar nicht, daß er ein solcher ist? Schmoren Sie doch lieber im eigenen Saft (der niemand interessiert) – wäre besser so.
PS: Das Hitler nur gen Osten schießen sollte, weiß jeder und auch daß, allein auf dieser trügerischen Hoffnung basierend, Blitzkriege erfolgreich gewesen sind. Und nu?
Aber beantworten Sie mir doch vielleicht noch die Frage: Was hat denn Hitler nun eigentlich – Ihrer Ansicht nach – falsch gemacht?


kardamom
21.7.2015 23:58
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normativität

Ja, diese unsägliche Schindluderei mit dem Begriff “Norm”.

Entweder nehmen wir diesen Begriff rein statistisch, dann ist die Norm alles, was innerhalb eines bestimmten Bereiches der Verteilung (Glockenkurve) zu finden ist.

Oder wir nehmen diesen Begriff gesellschaftlich; dann bezeichnet “Norm” das Verhalten, das nicht mit einer Sanktion bestraft wird. (Bei “roter Ampel” anhalten, wer trotzdem weiterfährt, riskiert eine Strafe. Oder im technischen Bereich: alle Bauteile innerhalb einer bestimmten Abweichung entsprechen der Norm, alle anderen Bauteile sind Ausschuss.)

Innerhalb dieser beiden Begrifflichkeiten braucht es den Begriff “Normativität” nicht – dieser Begriff ist reines Poststrukturalisten-Geschwafel.

By the Way: Auch die deutschsprachige Wikipedia ist von dieser Unklarheit in Sachen “Norm, normal” durchseucht.


EinInformatiker
22.7.2015 0:36
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Ich meine, dass die Position Kutscheras zum Begriff “Heteronormativität” eindeutig ist. Ich denke es wird deutlich, dass er ihn für einen künstlichen Begriff hält. Heterosexualität, was ja eigentlich auch bereits Geschwätz ist, weil man üblicherweise bei Sex nur an Männer und Frauen denkt, ist so normal, dass man es nicht per Norm zum Normalen erheben muß. Es ist so normal und die Grundlage unserer Existenz, dass wir überhaupt keine Gewalt darüber haben (soweit wir keine Irren sind) es zu einer Norm zu erheben. Es ist einfach da und kann gar nicht konstruiert werden. So jedenfalls verstehe ich das

..es ist aber die Grundlage für unsere Existenz

. Es liegt nicht in unserer Verfügung es zu einem Gesetz (Norm)zu erheben. Genauso wenig wie wir der Natur das Gesetz des freien Falls vorschreiben können. Wir können es nur zur Kenntnis nehmen. Insofern ist Heteronormativität tatsächlich ein Kampfbegriff all jener die eben nicht normal sind und nicht nur toleriert, sondern auch über alle Maßen mit Gewalt akzeptiert werden wollen.


Manfred P.
22.7.2015 0:37
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@Karl Marx

Ich verstehe nicht mal ansatzweise, was Du meinst.

In jeder Gesellschaft existieren Normen, die von denen verletzt werden, die die Normen verletzen. Was soll mir das jetzt sagen?

Nicht jede Norm kann biologisch erklärt werden – vielleicht, vielleicht auch nicht. Das ist erst einmal nur eine These.

Ich habe ausgeführt, dass die Tatsache, dass Gruppen den Zusammenhalt durch verbindliche Normen stärken, vermutlich einen evolutionären Vorteil hatten, sodass die heute existierenden Menschen zu großen Teilen Gruppennormen ausbilden, wie auch immer sie sich ausprägen mögen.

Die römischen Armeen haben den gesamten Mittelmeerraum beherrscht, weil sie ein hochprofessionalisiertes Armeewesen hatten und sich auf dem Schlachtfeld hochgradig diszipliniert bewegt haben.

Menschengruppen, die ihre Bemühungen gut koordinieren, gewinnen gegen Menschengruppen, die das nicht tun. Das ist eine ganz triviale Beobachtung.

Welche Strategien und Taktiken dabei zum Erfolg führen, steht hierbei a priori nicht fest. Das ergibt sich dann in der natürlichen Selektion. Die Gruppen mit dem falschen Ansatz gehen unter. Und das war es dann.


Hadmut
22.7.2015 0:43
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> Ich verstehe nicht mal ansatzweise, was Du meinst.

Er ist Philosoph. Er versteht sich selbst nicht.


WikiMANNia
22.7.2015 18:00
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@kardamom
Es gibt den vom Staatsrechtler Georg Jellinek geprägten Begriff Normativität des Faktischen


Gast$FF
22.7.2015 21:06
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@Gast:

Wer sich im Ringen um die Wahrheit Ihrer bedient, ohne um die Hintergründe zu wissen, der bestärkt und festigt ahnungslos oder böswillig, das Werk der bereits erfolgreichen Schmutzkampagnen.

OK. Womit würden Sie dann gewisse totalitäre Entwicklungen, die auf dem ersten Blick vielleicht nicht sofort jedermann erkennbar sind, zur Verdeutlichung illustrieren?


Karl Marx
22.7.2015 22:03
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@Manfred P.

In jeder Gesellschaft existieren Normen, die von denen verletzt werden, die die Normen verletzen. Was soll mir das jetzt sagen?

Normen wie § 55 Abs. 3 SGB XI wachsen nicht an Bäumen, fallen nicht vom Himmel und werden auch nicht von Paragraphenschweinen aufgespürt und ausgegraben. Sie werden von Menschen, die einen Zweck haben, gemacht. Dazu ist Wille und Bewusstsein erforderlich.

Die zu stellende Fragen sind trivial:

1. Ist der § 55 Abs. 3 SGB XI eine Norm?
2. Begünstigt er Heteronormale und benachteiligt er nicht heteronormale Personen?

(Auflösung: 1. Ja, 2. Ja).

Diesen Befund ist ein Beispiel für Heteronormativität. Ich weiß nicht, wieso hier verbale Aggressivität – auch vom Gastgeber – aufkommt. Natürlich muss man Gender-Irrsinn als solchen blosstellen. Ja aber doch bitte mit tauglichen Mitteln und nicht wie Kutschera, der sich frustran an einem völlig harmlosen Begriff abarbeitet, an dem es nun wirklich nichts zu beanstanden gibt!

Nicht jede Norm kann biologisch erklärt werden – vielleicht, vielleicht auch nicht. Das ist erst einmal nur eine These.

Normen, von denen hier die Rede ist, können gar nicht biologisch “erklärt” werden. “Erklären” heißt, den Grund für Sache zu nennen. Der Grund für § 55 Abs. 3 SGB XI oder irgendeine andere Norm der hier in Rede stehenden Art ist aber nichts Biologisches sondern im Gestaltungswillen derjenigen zu suchen, die die Norm wirksam gemacht haben.

Das, was Kutschera abliefert, nennt man Kategorienfehler [1]: Mit dem Kutscheraschen ‘Ansatz’ kann morgen der Lesch kommen und erklären, dass die Biologie eine Pseudowissenschaft ist. “Heteronormal”, “Gonochoristen” seien alles Kunstworte von Bio-Betrügern, die wahren Begriffe hießen “Energieerhaltung” und “Spannungstensor”. Und warum gebe es wohl keinen Nobelpreis für Biologie???!!11elf

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorienfehler


derdiebuchstabenzaehlt
22.7.2015 22:55
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@ Karl Marx

Erklär mal genau, was Heternormativ EXAKT ist und was nicht!?


Manfred P.
23.7.2015 10:45
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@Karl Marx

Ja, man einigt sich willkürlich auf Normen. Macht man in der Wissenschaft auch so. Man definiert, was ein Meter sein soll, eine Sekunde, ein Kilogramm und nennt das dann MKS-System (oder SI).

Hat man deswegen die Begriffe “Länge”, “Zeit”, und “Masse” sozial konstruiert?

Der zitierte §55 SGB (3) unterscheidet zwischen Eltern, Stiefeltern und Adoptiveltern.

Wie kommt diese Unterscheidung zustande? Wurde die sozial konstruiert? Oder kann man tatsächlich festlegen und unterscheiden, wer biologische Mutter ist, wer biologischer Vater ist, und wer nicht?

Beruht dieses Unterscheidungsvermögen auf beliebige “soziale Konstruktion” oder auf naturwissenschaftlicher Erkenntnis?

In geschlossenen Ortschaften darf man gemeinhin nur mit 50km/h fahren. Diese Festlegung ist willkürlich.

Was aber bedeutet das genau, “nicht schneller als 50 km/h”? Um das festzustellen, braucht der Fahrer ein Anzeigegerät. Die Genauigkeit des Anzeigegeräts muss mit anderen Messmethoden überprüft werden.

Und will man einen Fahrer sanktionieren, der diese willkürlich festgelegte Norm verletzt, muss man die Verletzung der Norm mit physikalischen Messmethoden zweifelsfrei nachweisen (Laser, Doppler-Radar, Beweisfoto, Induktionsschleife, …)

Da ist nichts “sozial konstruiertes” dran, außer die Vorgabe. Die Vorgabe operiert aber mit Begriffen, die die Natur vorgibt.

(Was heißt z.B. “0,5 Promille Blutalkoholgehalt” ?)

>Und warum gebe es wohl keinen Nobelpreis für Biologie???!!11elf

Es gibt einen für Medizin, der oft von Biologen oder Biochemikern gewonnen wird. Man kann Medizin nicht getrennt von biologischen Tatsachen betrachten.


EinInformatiker
23.7.2015 11:48
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“Heteronormativität” ist wie gesagt ein Kunst- und Kampfbegriff. Normal wären und sind die Fakten mit dem Begriff “normal” hinreichend zu beschreiben. Wenn die Orientierung auf das andere Geschlecht nicht der überwältigende Normalfall (Kutschera spricht von 95%) wäre, hätte die Natur schlechte Arbeit geleistet, denn dann hätte sich kein Leben erhalten. Offensichtlich haben das im Laufe der Menschheitsentwicklung auch sämtliche Kulturen auch instinktiv so gesehen und haben ohne darüber nachdenken zu müssen soziale Strukturen geschaffen die dem Rechnung tragen. Die natürlichste und normalste Sache der Welt. In der Wikipedia findet sich folgende Aussage:

In der Soziologie bezeichnet man mit normativem Verhalten soziale Handlungen, die beabsichtigen, etwas gesellschaftlich akzeptabel zu machen, es quasi zu normalisieren.

Diese “Definition” von “normativ” ist nun auf “Heteronormativität” nicht anmwendbar. Denn die Orientierung auf das andere Geschlecht ist nun mal der 95%-ige Normalfall und alternativlos notwendig (und damit der bewußten Einflußnahme entzogen) für die Erhaltung von Leben. Was also hätte man da gesellschaftlich akzeptabel machen bzw. normalisieren sollen , außer dass man es sittlichen Normen (wobei lediglich diese von Kultur zu Kultur unterschiedlich sein können) und zusätzlich einigen Rechtsnormen unterwirft. Es ist vielmehr umgekehrt so, dass die vom Normalen Abweichenden ihre Verhaltensweisen gesellschaftlich akzeptabel machen wollen. Das Normale hatte dazu nie Veranlassung. Insofern hat der Begriff “Heteronormativität” keinen natürlichen Anwendungsbereich und dient den vom Normalen Abweichenden als künstlicher Kampfbegriff.


Gast
23.7.2015 12:27
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@Gast$FF
>>gewisse totalitäre Entwicklungen, [] zur Verdeutlichung illustrieren?<<
Das ist einfach:
Einschränkung der Meinungs und Informationsfreiheit, Gesinnungsjustiz.
Speziell für die BRD: Die weisungsgebundenen Staatsanwälte als Rechtsbeugung und untragbares Grundübel !
Dann, alle Formen von staatlich verordneter Wirklichkeit, und hier insbesondere den § 130 Absatz 3 und 4 und der der Art und Weise wie die Absätze 1 und 2 von Bundesdeutschen Gerichten gegen Dissidenten und vermeintliche Gegner in willkürlicher und repressiver Weise angewandt werden.
Der Paragraph, so wohlklingend er auch formuliert ist, enthält die üblichen Gummibegriffe, welche schon das Grundgesetz durchziehen.
Er ermöglicht es, das Zitieren von Fakten und historischen Tatsachen als
"Hassverbrechen" zu ahnden, und führte in einigen Prozessen schon dazu, dass Anwälte, die sich um eine Beweisaufname bemühten, sich damit selber strafbar machten.
Die Auswüchse der Mitstörerhaftung und die peinliche Panik unter bundesdeutschen Forenbetreibern sind eine direkte Folge dieser unsäglichen Einschränkung der Absätze 18, 19 und 20, der allgemeine Erklärung der Menschenrechte.

@ Gedöns: H. und die Fehler der deutschen Regierungen von 14 bis 45 interessieren mich auch nur am Rande, da dürfte jede Sichtweise ihre eigenen Schwerpunkte haben. Muss ich hier nicht disputieren.
Mich beschäftigt, was die Propaganda der EU bzw. der EINEWELT Mobster daraus gewinnt, wenn sie den Nationalstaat und mit ihm konservative ethische Positionen, als systemimmanentes Verbrechen verkauft und dazu mit Vorliebe das deutsche Reich heranzieht.


Manfred P.
23.7.2015 19:47
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@EinInformatiker

Bezeichnendes Zitat: (…) soziale Handlungen, die beabsichtigen, etwas gesellschaftlich akzeptabel zu machen, es quasi zu normalisieren.

Und die haben die Frechheit, Heteros als “normativ” zu bezeichnen? Das schlägt dem Fass doch den Boden aus. Auf sowas kann ja nur ein total verdrehter Wirrkopf gekommen sein.


EinInformatiker
23.7.2015 19:48
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@Karl Marx

Was sollen eigentlich die Unterstellungen gegenüber Kutschera? Kutschera stellt doch überhaupt keine Normen auf und verteidigt auch keine Normen. Er behauptet nicht einmal, dass aus den biologischen Fakten Normen abgeleitet wurden. Er stellt lediglich Fakten dar. Und behauptet, dass die Gender Studies so tun, als ob diese Fakten normativ erzeugt wurden. Genderisten behaupten laut Kutschera, dass “heterosexuelles” Verhalten nur deshalb normal ist, weil es zur Normalität erhoben wurde. Es ist aber ganz einfach ein 95%-iges Faktum. Aber vielleicht habe ich etwas im Interview (dass ich mir erst jetzt angehört habe) übersehen?


Gedöns
23.7.2015 19:49
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@Gast
Na, da ist ja alles gut – andere antworten auf solche Fragen anders. Und diese haben auch, wie Feministinnen übrigens, quasi wegen eines Tunnelblicks immer nur dasselbe Thema in Variationen.
Ich habe übrigens zum Thema konservativer Nationalstaat nochmals etwas zu Japan geschrieben:
https://www.danisch.de/blog/2015/07/16/meinungsmanipulationen-durch-die-cia/comment-page-1/#comment-90264


Manfred P.
24.7.2015 1:38
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@EinInformatiker

Ich habe zwar nicht verstanden, was Karl Marx meint, aber angeblich würde Kutschera versuchen, den Begriff “Heteronormativität” zu dekonstruieren.

Angeblich gibt es wohl einen Normenausschuss, der die Sexualität festlegt, um die patriarchalische Unterdrückung der Frau zu zementieren oder so.

Weil eigentlich ist wohl Heterosexualität was komplett Abartiges und sowieso Vergewaltigung, weswegen wir im Westen ja in einer “Rape Culture” leben. Oder so.

Klingt alles wie die UFO-Stories von früher.


CountZero
24.7.2015 11:35
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@EinInformatiker:
Grundsätzliche Zustimmung.

> Es ist vielmehr umgekehrt so, dass die vom Normalen Abweichenden ihre Verhaltensweisen gesellschaftlich akzeptabel machen wollen.

Das war bis vor 20 Jahren so. Jetzt, wo der Kampf gewonnen ist (für den der Kampfbegriff erfunden wurde) und nicht-heterosexuelles Verhalten generell toleriert wird, geht es darum, Kritik daran zu kriminalisieren (!).


EinInformatiker
24.7.2015 12:58
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@Manfred P.

Versuch einer Klarstellung zu @Karl Marx.

Man könnte sagen es gibt eine Version Light und eine Version Hard des Kunstbegriffs “Heteronormativität”. Die (korrupt kriminellen) Gender-Ideologen vertreten beide Versionen parallel (bzw. letztlich die Hard-Version). Die Version Light würde lediglich behaupten, dass nicht Heterosexuelle angeblich diskriminiert werden. Die Version Hard behauptet zusätzlich, dass Heterosexualität nur deshalb normal ist, weil sie normativ erzwungen ist. D. h. “Heterosexualität” ist nicht vorgeburtlich festgelegt, sondern entwickelt sich weil sie gesellschaftlich zur Norm erhoben ist.
In der Wikipedia werden die Light- und die Hard-Version freilich in einem Atemzug genannt.

Heteronormativität ist ein gesellschaftliches Ordnungssystem, welches davon ausgeht, Heterosexualität sei der Natur des Menschen immanent. Somit gilt eine heterosexuelle Vorannahme, welche die Abweichung von der Norm als unnatürlich betrachtet. Die Entwicklung zur Heterosexualität wird nicht hinterfragt und nicht erforscht.

.

Dass die “Entwicklung zur Heterosexualität nicht hinterfragt werde” bedeutet nichts anderes, als dass man unterstellt, dass man zur Heterosexualität normiert wird. Interessant wie erfolgreich eine solche Konditionierung mit 95% über sämtliche Kulturen hinweg funktionieren würde. Interessant wäre es auch zu erfahren, wie diese Norm entstanden sein soll, wenn jegliche Form der Sexualität ursprünglich gleich normal war. Es müßte also bei unseren entfernten Vorfahren ein Interesse daran bestanden haben die Heterosexualität bewußt normativ auszuwählen. Vermutlich um Frauen zu unterdrücken. Aber komisch, rein zufällig scheint die Heterosexualität mit der einzigen Möglichkeit zur Fortpflanzung übereinzustimmen. @Karl Marx scheint die Light-Version der “Heteronormativität” zu vertreten, während Kutschera zunächst mal lediglich die Hard-Version der “Heteronormativität” widerlegt. Zur Light-Version äußert Kutschera sich nicht, obwohl @Karl Marx ihm dies fälschlicherweise unterstellt.


EinInformatiker
24.7.2015 13:17
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Nachtrag:
Wie gesagt, ich meine, dass Kutschera sich im Interview nicht zur Light-Version der “Heteronormativität” äußert. Die Light- und die Hard-Verion fallen in der Tat in unterschiedliche Kategorien. Die Hard-Version ist der naturwissenschaftlichen Forschung zugänglich und damit eindeutig zu widerlegen. Die Light-Version kann dagegen nicht direkt mit biologischen Erkenntnissen widerlegt werden. Aber es ist natürlich folgerichtig, wenn eine Gesellschaft ihre Normen an biologische Determiniertheiten anpaßt. Das Umgekehrte, also wenn die Realität sich nach gesellschaftlichen Vorgaben richten soll nennt man Ideologie.


derdiebuchstabenzaehlt
24.7.2015 18:13
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@ EinInformatiker

“Die Entwicklung zur Heterosexualität wird nicht hinterfragt und nicht erforscht.”

Steht dieser Unsinn ernsthaft in der Wikipedia? Die haben doch ein Rad ab! 🙂


EinInformatiker
24.7.2015 19:44
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@derdiebuchstabenzaehlt

>>Die haben doch ein Rad ab!

In der Tat man muß sich mal komplett klarmachen was die Aussage bedeutet, dass “die Entwicklung zur Heterosexualität nicht erforscht wird (https://de.wikipedia.org/wiki/Heteronormativit%C3%A4t#System)
wenn sie von Genderisten gemacht wird. Denn die beschäftigen sich ja nicht mit der Biologie der Sexualität. Die würden also biologische Faktoren die dann vorgeburtlich und durch Hormone wirken eh nicht betrachten. Das bedeutet implizit, dass die Natur keinen Wert darauf gelegt hätte eine Sexualität zu entwickeln die zur Fortpflanzung führt. Auf die Idee wären dann anscheinend erst irgendwann unsere Vorfahren gekommen. Dabei war es wohl eher so, dass unsere entfernten Vorfahren natürlich zu 95% vom Hetero-Sex (was ja die einzige Art von Sex ist) getrieben waren und anfangs (bevor sie bewußt zu denken anfingen) vielleicht nicht einmal wußten, dass er der Fortpflanzung dient. In jedem Fall hätten sie also den zweigeschlechtlichen Sex zunächst instinktiv praktiziert bevor sie ihn gesellschaftlich normiert hätten um die Fortpflanzung bewußt zu sichern, bzw. um vor allem die Frauen zu unterdrücken. So etwas Reaktionäres aber auch, statt den völlig gleichwertigen Homo-Sex zu normieren.
Wenn überhaupt jemand die Entwicklung zur Heterosexualität erforscht, dann ja wohl Naturwissenschaftler (also Leute die anhand von Fakten Theorien aufstellen und diese durch Fakten prüfen lassen), also Evolutionsbiologen, die eine Erklärung dafür suchen, warum die Natur die zweigeschlechtliche Fortpflanzung entwickelt hat. Zusätzlich kann man dann ja noch untersuchen, wie die Natur die Prägung auf des je andere Geschlecht zu 95% hinbekommt. Aber auch das werden wohl kaum Genderisten erforschen wollen. Die behaupten anscheinend gegen jede sinnvolle Überlegung, dass es eine gesellschaftliche Entscheidung war den zweigeschlechtlichen Sex zu wählen. Und dann beschweren sich die Gender Leute wenn man ihre Ansichten als einen von feministischen Interessen geleiteten ideologischen Wahn bezeichnet. Ich habe ja auch schon mal Zweifel daran angemeldet, dass die Genderisten die Hardcore-Variante vertreten. Aber wenn sie konsequent sind müssen sie das wohl tun. Obwohl sie damit Widersprüchen und Absurditäten auch nicht entgehen können.


Oliver K
24.7.2015 22:29
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@EinInformatiker:

Die ueberzeugenste Antwort auf “warum die Natur die zweigeschlechtliche Fortpflanzung entwickelt hat” (wobei “warum” nicht ganz so gluecklich gewaehlt ist) ist
https://www.youtube.com/watch?v=KP0WFbdHhJM
Computational Insights and the Theory of Evolution – Dr. Christos Papadimitriou


EinInformatiker
25.7.2015 10:43
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@CountZero

> Es ist vielmehr umgekehrt so, dass die vom Normalen Abweichenden ihre Verhaltensweisen gesellschaftlich akzeptabel machen wollen.

Das war bis vor 20 Jahren so. Jetzt, wo der Kampf gewonnen ist (für den der Kampfbegriff erfunden wurde) und nicht-heterosexuelles Verhalten generell toleriert wird, geht es darum, Kritik daran zu kriminalisieren (!).
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Grundsätzliche Zustimmung und wichtige Ergänzung. Aber die Frage ist, was steckt hinter diesem Gebaren. Ist es rein korrupt, bösartig motiviert oder steckt dahinter das Wissen und die eigene Andersartigkeit (ich will es nicht schärfer ausdrücken, man ist ja schließlich auch domestiziert) die man akzeptiert wissen will, obwohl man spürt, dass das unerreichbar ist. Obwohl, ich nicht weiß, ob das relevant ist, aber ich habe das zumindest im Hinterkopf. Warum sonst sollten sich Minderheiten derart korrupt verhalten? Auch die nicht von korrupter Energie befallenen Angehörigen von Minderheiten haben aufgrund ihrer Abweichung kaum die Möglichkeit einen objektiven Blick auf ihre Situation einzunehmen.


Gedöns
25.7.2015 21:49
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Fassen wir zusammen:
Heterosexualität ist Erfindung böser Männer zum Zwecke der Unterdrückung der Frau. Bis dahin hatte in der Evolution der fortpflanzungsfreie Sex die besseren Überlebenschancen – unterstützt durch eine damals noch vorhandene um Dimensionen größere Anzahl von Klapperstörchen.