Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

S.P.Q.R. – Senatus Populusque Romanus

Hadmut
3.7.2015 18:25

Eine Prise, nur eine winzige Prise Geschichtsuntericht. Oder: Was ich als Sextaner mal gelernt habe.

S.P.Q.R.

Das war das Hoheitszeichen, die Angabe für die Staatsgewalt im alten Rom. Quasi das, was in der Bundesrepublik Deutschland der Bundesadler ist.

Senatus Populusque Romanus. Der Senat und das Volk Rom(s).

Was ist daran besonders? Die Endung -que. Sie steht für ein und, aber eine engere Verbindung zweier Dinge als eine bloße Und-Aufzählung. Es heißt nicht Senatus et Populus, für zwei getrennte Dinge, sondern Senatus Populusque, was eine enge Verbindung, ein „zusammen” bedeutet. Zwei Gladiatoren, die in der Arena stehen und gegeneinander kämpfen, konnte man problemlos mit et aufzählen, aber nur wenn genau zwei zusammenhalten und gegen den Rest kämpfen, würde man sie mit -que verbinden. Ein Paar, das zusammengehört. Wie Asterix und Obelix, Laurel und Hardy, Jake und Elwood. Anders bei getrennten oder individuellen Teilnehmern: Et tu, Brute? In nomine Patris et Filii et Spiritus Sancti.

Populus ist das Volk. (Gut, es gibt da unterschiedliche Interpretationen, wer genau dazugehört, ob nur die freien Bürger oder auch die Sklaven, aber das ist jetzt hier nebensächlich.)

Senatus Populusque steht dafür, dass die Staatsmacht eben nicht nur vom Senat, sondern auch vom Volk ausgeübt wird, von beiden zusammen. Beide zusammen repräsentierten den Staat, in beider Namen wurde die Staatsgewalt und Regierung ausgeübt. Deshalb stand das an Behörden und Amtseinrichtungen, deshalb trugen die Legionen eine Standarte mit dieser Aufschrift. Deshalb gibt’s die auch in Asterix-Comics.

Das war einfach deren Demokratie-Verständnis.

Apropos Demokratie: Das Wort sagt im Prinzip das Gleiche, nur eben auf Griechisch statt auf Lateinisch. Demos ist das Volk, Kratia ist die Herrschaft. Das Volk herrscht.

Deshalb gab es seit damals auch nicht nur Wahlen, sondern Demoskopen, von Demos = Volk und skopein = schauen (vgl. Teleskop, Mikroskop, Endoskop). Das waren die, die aufs Volk guckten und es befragten, was sie eigentlich meinen und wollen. Die gibt’s heute noch, sie liefern die Wahlprognosen.

Senatus Populusque ist daher ein kerndemokratisches Prinzip. Es besagt, dass da eben nicht nur ein abgehobener, vielleicht adliger oder totalitärer Senat macht, was er will, sondern dass da das Volk eng und voll mitentscheidet. Das Gegenteil einer Aristokratie, eines Kastenswesens, einer Elite-Herrschaft.

Wie komme ich jetzt darauf? Und was will ich damit sagen?

Ich habe mich heute geärgert. Bei der WELT habe ich diesen Artikel entdeckt. Den Artikel selbst habe ich weder angeklickt noch gelesen, nur in der Haupt-Indexseite die Überschrift gelesen:

Falsche Asylpolitik macht Rechtspopulisten stark

von einem gewissen Ulrich Clauß.

Wann immer es um etwas geht, was der political correctness und dem mainstream widerspricht, muss zwanghaft eine Abwertungsvokabel gesetzt werden. Und »rechtspopulistisch« ist da ganz vorne dabei. Manche Namen werden beispielsweise nie ohne »rechtspopulistische« erwähnt, immer heißt es »der rechtspopulistische …« oder »die rechtspopulistische Partei…«. Immer so eine Distanzierungs- und Abwertungsfloskel. Linkssprech. So eine Vorwegnahme der Meinungsentscheidung des Zuhörers.

Warum aber konnte »populistisch« zu so einer Distanzierungs- und Abwertungsfloskel werden?

Denn eigentlich bedeutet es ja vom Wortsinn nichts anderes, dass sich einer um Volkes Meinung kümmert, er als Politiker also demokratisch im Wortsinn handelt: Senatus Populusque.

Und diejenigen, die das als Distanzierungs- und Abwertungsfloskel verwenden, stehen damit also für das Gegenteil, also für eine Alleinherrschaft eines Senats, also einer Aristokratie und keiner Demokratie.

Trotzdem schimpfen sie, die Politiker und die Journalisten, gar so gerne auf „Populisten”.

Wie konnte es passieren, dass so viele – ja, äh, wie nennt man die eigentlich? Bestenfalls Torfköpfe, schlechtestenfalls Demokratiegegner? – in Presse und Politik unterkommen konnten?

59 Kommentare (RSS-Feed)

Claus Thaler
3.7.2015 18:49
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Aus dem Populus entwickelte sich der Pöbel und wer will schon eine Herrschaft des Pöbels? Außerdem wissen unsere Politiker am besten, was gut für uns ist. Wie sagte FJS immer: “Vox Populi, Vox Rindvieh!”.


Melursus
3.7.2015 18:53
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Die alte Unterscheidung: Der gute Kaiser sagt vox populi vox dei. Der andere meint vox populi vox Rindvieh


Hadmut
3.7.2015 18:54
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Das ist aber der springende Punkt: In der Demokratie gibt es eigentlich keine Gewichtung nach Intelligenz oder Bildung.

Wenn man sich daran stört, wie die Dummen abstimmen, dann muss man ihnen mehr Bildung verschaffen und nicht weniger Stimmgewicht.


Melursus
3.7.2015 18:54
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Die Serie spqr ist ganz amüsant. Erzählt entlang des cursus honorum eines fiktiven senatorischen Plebejers. Und Milo spielt auch mit


aga80
3.7.2015 19:11
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@Hadmut
Nein so geht das doch nicht, wenn man dem Pöbel bessere Bildungschancen einräumt, könnte er ja am gesellschaftlichen Leben teilhaben wollen, würde auch nach höherem streben .

Also das kann ja niemand wollen von unseren *hüstel* Eliten, dann währen sie nur einige unter vielen, also das geht doch nicht.

*Achtung wer die Ironie findet, darf sie gerne behalten und sich an die Wand hängen*


Henriquatre
3.7.2015 19:41
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Die politischen Eliten sehen die Deutschen als eine Art „Feindvolk“ an das stets überwacht, erzogen und gegängelt werden muß. Besonders deutlich kommt das in einem Interview zum Ausdruck, das Helmut Schmidt zusammen mit Fritz Stern 2010 der ZEIT gegeben hat (Titel: „Reden Sie langsam, Fritz!“). In diesem Interview beschreibt Schmidt die Deutschen als besonders verführbar, und zwar in einem weitaus größeren Maße, als das bei anderen Völkern der Fall sei. Um eine Erklärung dieses eigentlich unerklärlichen Phänomens zu finden führt Schmidt „die Gene“ an bzw. eine „besondere Veranlagung“, die er bei den Deutschen auszumachen glaubt. Fritz Stern wendet ein, daß die Deutschen nur entsprechend „erzogen“ werden müßten.

Im Prinzip ist damit alles gesagt, denn wer sich in Deutschland des Populismus „schuldig“ macht, aus welchen Gründen auch immer, der redet damit einer dräuenden Masse dumpfer, blutrünstiger Orcs das Wort. Zumindest dem Anschein nach ist das die Sichtweise der Politik.

Deswegen wird die „Demokratie“ in Deutschland auch medial so eng begleitet und geführt, daß da in den Köpfen der Adressaten möglichst keine Gedanken entstehen, die nicht von oben abgesegnet sind. Deswegen kommt auf allen TV-Kanälen das Gleiche und in allen großen Zeitungen steht auch das Gleiche.


Herbert
3.7.2015 20:03
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Romanorum*


Hadmut
3.7.2015 20:10
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> Romanorum*

Ja, mein Grammatik-Gefühl hätte mir auch sowas wie Genitiv gesagt, aber an allen mir bekannten Quellen steht Romanus. Ich wollt’s jetzt nicht zu tief ergründen, aber es kann auch einfach als Namens- statt als Herkunftsangabe gemeint sein. Deshalb hatte ich Rom(s) geschrieben, weil mir die gängigen Übersetzungen an diesern Stelle nicht ganz exakt erscheinen, es also eher Der römische Senat und das römische Volk heißen muss, was aber wegen der Verdopplung auch wieder nicht schön ist. Man kann’s wohl nicht ganz exakt übersetzen, aber das ist bei verschiedenen Sprachen ja oft so.

Und ich wollt’s jetzt auch nicht so drauf ankommen lassen, denn mein Latein-Unterricht ist inzwischen auch 33 Jahre her und seither hab ich nicht mehr in die Grammatik geguckt (gleichwohl ich sie noch habe).


Herbert
3.7.2015 20:09
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Entschuldigung, hab das grade nochmal in der wikipedia nachgeschaut … da steht auch “romanus”
Ich hab es allerdings sehr deutlich als “romanorum” im Gedächtnis, damals im Lateinunterricht. Ergibt auch Sinn, Plural Genitiv “der Römer :/


JohnDoe15
3.7.2015 20:53
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@ Hadmut

“Wie konnte es passieren, dass so viele – ja, äh, wie nennt man die eigentlich? Bestenfalls Torfköpfe, schlechtestenfalls Demokratiegegner? – in Presse und Politik unterkommen konnten?”

Nun Herr Danisch,

Sie haben mit Ihrem Blog eine Dokumentation angelegt die Ihre Frage beantworten kann.

Wie schon betreffs der Kryptografie in diesem Blog ausgeführt wurde scheint in Ministerien die Haltung vorzuherrschen, dass nur Juristen oder altgediente Politfunktionäre(Studienabbrecher)die Ministeriumsstellen zu besetzen haben. Worauf ich hinaus will ist, dass es Menschen sind die in Universitäten das Denken gelernt haben.

In Verbindung des “Marsches durch die Institutionen” der 68er Stalin-Mao-isten mir ihrem endlosen Hass auf das Bürgerliche und eigentlich alles was nicht so denkt wie sie wurden die Universitäten besetzt um sie als ideologischen Durchlauferhitzer zu missbrauchen.

Und die unterstützen sich natürlich und heben sich gegenseitig in die entsprechenden Positionen. Ähnlich zum Geflecht aus geschönten Beurteilungen im Wissenschaftsbetrieb ist die Journalie an den Universitäten ideologisch geprägt worden um den Volksverrätern äh -vertretern eine gute Beurteilung inform der öffenlichen Meinung zu beschönigen äh zu bescheinigen.

Soviel zu meiner Theorie.

“ja, äh, wie nennt man die eigentlich? Bestenfalls Torfköpfe, schlechtestenfalls Demokratiegegner?”

Mein Vorschlag: Hochverräter

Abschließend möchte ich die neutrale Berichterstattung und die sorgfältigen Analysen bemerken Ich denke das ist schwer zu bewerkstelligen im aktuellen “Medienkrieg”.

So nun ist’s aber genug mit der Bauchpinselei.


Gedöns
3.7.2015 21:04
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@Claus Thaler:
„Aus dem Populus entwickelte sich der Pöbel und wer will schon eine Herrschaft des Pöbels?“//
Und die Mainstream-Pöblizisten im Schlepptau der herrschenden Politiker bzw. der eroberten Instanzen.


Daniel Frey
3.7.2015 21:11
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Es gab meines Wissens schon einige verschiedene Varianten der Demokratie oder besser der Stimmengewichtung bei Wahlen.

Ich hab noch kein Konzept gefunden dass mir wirklich zusagt. Einst gab es das System: Die finanzielle Elite entscheidet, oder nur die “Freien” also Leibeigene oder Sklaven hatten in dem System dieser Elite-Demokratie keine Stimme.
Dann hatte der Adel von Geburt an mehr Stimmen. wenn ich mich recht entsinne hatte nach 1871 in Deutschland je nach Vermögen (oder Einkommen?) 3, 2 oder auch nur eine Stimme.
Es gibt genauso Vorschläge die Stimmen nach gezahlten Steuern zu gewichten.
Es wird immer Gruppen geben die einen Vorteil erhalten und diesen auszubauen versuchen. Demokratie kann nicht gerecht sein. Ist so. Mir ist aber auch keine bessere Alternative bekannt abgesehen der von mir favorisierten Gesellschaft die frei und selbstbestimmt ohne Staat und Verwaltung friedlich zusammenlebt. Libertärer Irrer eben, aber harmlos.

Warum diese “Torfköppe” sind wo sie sind? In Politik und Medien? Sie spielen das Spiel derer die die Demokratie am besten ausnutzen und zum eigenen Vorteil missbrauchen am besten mit, nutzen es und nützen ihm. Eigene Meinung, Moral, Freiheit sind denen Wurscht. Etwas mehr Geld als die anderen und schon blöken sie etwas lauter in der Herde und werden von der Herde ernst genommen.
Aber: Wer wertvolles Mitglied einer Schafherde sein will muss zuerst mal ein Schaf sein. Mähh

Gruss
Daniel


Harris
3.7.2015 21:13
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>ja, äh, wie nennt man die eigentlich?

Telegehirn.


Gedöns
3.7.2015 21:19
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@Henriquatre
„Um eine Erklärung dieses eigentlich unerklärlichen Phänomens zu finden führt Schmidt „die Gene“ an bzw. eine „besondere Veranlagung“, die er bei den Deutschen auszumachen glaubt.“//
Davon ist generell links-grün überzeugt d.h., eher lässt sich eine Gebärmutter sozial wegkonstruieren, als das Genetische bei den Deutschen. Mehr und mehr zeigt sich aber, daß links-grün das Europäische als unauslöschbar genetisch negativ ansieht, wobei das Negative darin besteht, sich nicht auslöschen lassen zu wollen. Oder würde z.B. eine Jutta Ditfurth sich jemals über die sicher nahe bei 0 liegende Abtreibungsrate* von Muslimen ereifern? Eben!
*Ich wäre da an einer Zahl interessiert, falls es eine gibt. Bei Krankheiten wie z.B. Schwangerschaft wird schließlich nicht die Religion erfasst.


Bernd
3.7.2015 21:33
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@ Henriquatre / Die Deutschen

Das Problem ist, dass an der Sache mit den Ariern doch etwas mehr dran ist, als den meisten lieb ist.

Die Deutschen, ethnisch von den Germanen und Kelten abstammend, sind in der Tat genetisch Elite – weltweit verglichen. Villeicht nicht (mehr) viel aber dennoch so viel, dass viele die diese Tatsache nicht aus idiologischen Gründen verdrängnen, die heutigen Deutschen noch als großes Problem ansehen. Als Problem das man im Griff haben muss. Im wahrsten Sinne. In jedem Sinne.

Wir Deutschen sind etwas ganz besonderes weltweit gesehen. Es ist nur ganz ganz wichtig für unsere Gegner, dass wir das nicht mehr erkennen. In der NS Zeit war es nämlich fast zu spät. Man konnte gerade noch schnell genug die Deutschen, vernichten bevor sie unbesiehbar geworden wären.

Denn sobald wir das Potenzial unserer überlegenen Gene zur Entfaltung bringen können, haben andere Länder und Kulturen bzw. ethnische Gruppen ein gigantisches Problem. Wir sind einfach zu gut, sodass wir an einem bestimmten Punkt exponenziell uns über alle hinausentwickeln würden.

Wie gesagt: Ende des 2. WW hat man uns gerade noch schnell genug technologisch und zivilisatorisch zurückgestuft und versucht mit Gehirnwäsche (Entnazifizierung und Reeducation) nachfolgenden Generationen die Entfaltung ihres genetischen Potenzials zu unterbinden. Größtenteils ist das ja auch erfolgreich gewesen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Reeducation

Und der “Marsch durch die Institutionen” war nur der 2. Step dieses Programms. Die heutigen Medien und Rechtssprechung ist regelrecht Antideutsch geworden.

Das hat einfach Gründe. 2 total verlorene Weltkriege und gigantischen Braindrain durch Tod und Fluch… und wo steht Deutschland heute? An der Spitze von Europa. Wieder. Und Mal aufs Mal. Zufall? Eher nicht.


Hadmut
3.7.2015 21:42
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@Bernd: Pffff.

Was soll das für eine „genetische Elite” gewesen sein, die das eigene Land und Volk so massiv zerstört?

In Intelligenz sind uns viele Asiaten überlegen und die Deutschen Vorkriegs-Nobelpreise stammten auch nicht gerade signifikant von der „genetischen Elite”.


Rino
3.7.2015 21:35
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Man suche bei Google, Bilder: Titusbogen, Inschrift.

Gruß,
Rino


Gedöns
3.7.2015 21:41
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@JohnDoe15
„Mein Vorschlag: Hochverräter“//
Hochverräter verraten das vorherrschende politische System und da herrschen sie ja schon selber. Genauer wäre Landesverräter, was wegen des europäischen Einigungsprozesses (wir sind längst „von außen eingehegt“, wie sich das J. Fischer gewünscht hat) besser Kontinentalverräter heißen müsste. Mit diesem Begriff können sie aber wohl kaum etwas anfangen – sagen wir also doch lieber schlicht und einfach Rassisten, wobei das Zielobjekt der Rassisten so ungefähr zwischen 700 Millionen Europäern und 3,5Milliarden Männern liegen dürfte und die Sippenhaft wegen des unauslöschbar Genetischen Jahrtausende, wenn nicht gar Millionen von Jahren zurückreicht. Man könnte sie natürlich auch faschistische Rassenideologen nennen, aber so lange gibt es den Faschismus noch gar nicht (ist ein immer wieder falsch verwendeter Begriff: homosexuelle Kaninchen sind schließlich auch nicht automatisch Antifaschisten).


Gedöns
3.7.2015 22:00
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Ich muß manchmal aufpassen, daß ich woanders nicht so viele Witze mache:
“Es ist beinahe unmöglich geworden, gesellschaftspolitische Verrücktheiten durch deren Übertreibung ins Maßlose und noch Bizarrere zu ironisieren; viele sogenannte einfache Leute halten einen dann für einen Grünen-Sympathisanten, öffentlich-rechtlichen Journalisten oder ähnliches und nehmen jedes Wort ernst.” Michael Klonovsky


Henriquatre
3.7.2015 22:00
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@Bernd

Ich halte Schmidts Gefasel von „den Genen“ die in den Deutschen stecken für, ich will mal freundlich sagen wirr, aber darauf kommt’s auch gar nicht an.

Worauf es aber ankommt ist einfach die Tatsache, daß zur Demokratie ein bestimmtes Vertrauen zwischen Senat bzw. Eliten und Volk vorhanden sein muß. Schmidts Geisteshaltung, die ich durchaus für stellvertretend für Deutschlands Eliten erachte, spiegelt aber eine völlig andere Sichtweise wider. Nämlich die des Nanny- und Gouvernantenstaates, der sein Volk beaufsichtigen, erziehen und ggf. züchtigen muß. Mit einer derartigen Sichtweise auf das dumme, unerzogene und böse Volk ist jede denkbare Art von etwas, das man Demokratie nennen könnte, jedenfalls grundsätzlich ausgeschlossen.


Bodo
3.7.2015 22:00
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“Demokratie ist eine Staatsform, die nirgendwo existiert. Das macht diejenigen so unerträglich, die ganz ohne Ironie von ihr sprechen.” (Michael Klonovsky)

“Demokratie ist der Wille des Volkes.
Jeden Morgen lese ich überrascht in der Zeitung, was ich jetzt wieder will. (Wim Kan)

“Nur die allerdümmsten Kälber // wählen ihren Metzger selber.” (Wilhelm Busch)


Hadmut
3.7.2015 23:24
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> “Nur die allerdümmsten Kälber // wählen ihren Metzger selber.” (Wilhelm Busch)

Na, wenn Wilhelm Busch, der Super-Gelehrte, das so gesagt hat, dann muss es ja zwangsläufig für alle Zeit stimmen, denn der war ja bekanntlich unfehlbar.


Bernd
3.7.2015 22:23
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@ Helmug / Arier bzw. Deutsche sind genetisch in der Tat Überlegen

Die Antwort auf Ihre berechtigte Frage, wird vermutlich im “genetischen Kulturraum” liegen und ich nehme an das sich diese germanischen Gene dominant verhalten. Entweder nur so konnten, sie über die Jahrtausende bis heute sich erhalten oder sie waren früher weit aus dominanter und heute nur noch ein Schatten ihrer selbst.

Wie Sie gut auf dieser Karte hier sehen können https://de.wikipedia.org/wiki/Bandkeramische_Kultur ist der Kulturraum geschichtlich gesehen interssanterweise der unserer Kulturblütezeit ab 18xx bis heute.

Man erkennt sehr gut nahe zu vollständig das deutsche Reich, das Königreich Österreich-Ungarn, die auch heute Polen und die Tschechei / Slowakei sind. Also alles Länder die früher lange Zeit nicht nur sprachlich Deutsch beeinflusst waren (man denkt stets in den einem zur Verfügung stehenden Sprachen) sondern auch heute Kulturell extrem undifferent sind zur deutschen Kultur / Werten / Humanverständnis.

War nicht sogar eines ihrer Akt-Foto-Shootings in einem dieser Länder? Sie klangen damals sehr kulturell verbunden mit diesen Frauen, im Gegensatz zu… 😉 den Schweizern. Jetzt schauen sie nochmal auf die Karte! 😉

Es ist mehr als Korrellation. Es ist Kausalität.


Andy
3.7.2015 22:28
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>>Warum aber konnte »populistisch« zu so einer Distanzierungs- und Abwertungsfloskel werden?

Sprache fließt halt. Nicht immer dahin wo es einem genehm ist. Siehe auch die Wandlung von “Liberaler” (in den 80ern war einfach klar das das jemand ist der gelb wählt) zum heutigen Verwenden der Vokabel. Bei vielen ist schon liberal alleine ein Schimpfwort, andere setzen mental automatisch die Vorsilbe bei dran damit es dann auch wirklich verabscheungswurdig wird…

— Linksliberalfundamentalistische Grüße


JochenH
3.7.2015 22:33
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Mich nerven diese Artikel auch. Am schlimmsten letzte Woche in Österreich. Da hatte die FPÖ kritisiert (im Form ihres Chefs Strache), dass der Amokfahrer von Graz nicht als Muslim geoutet wurde, sondern man erstmal an der Version des Österreichers festhielt ohne islamistischen Hintergrund.

Nun hatte Strache recht, ob man ihn mag oder nicht.

Die linke Presse hat das indirekt eingestanden, aber nur indem sie geschrieben haben, dass der rechtspopulistischen FPÖ der furchtbare Amoklauf nutze, weil diese genau vor solchen muslimischen Verrückten gewarnt hat. Also wenn die Fakten für die Populisten sprechen, dann ist das schlimm, weil sie dann ja recht hätten, was wiederum nicht sein darf.

So gehts rauf und runter in der Presse und es macht keinen Spaß mehr.


Andy
3.7.2015 22:37
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Bernd, weiss Du eigentlich wo die Arier herkommen? Aus dem nahen Osten. Ar yan ist Sanskrit und wird üblicherweise übersetzt mit Sohn des Weisen bzw Sohn des Reinen.

Arier wurden durch die Bank weg die Messlatte der Nürnberger Rassengesetze. Benutzt also wenigstens einen passenden Begriff wenn ihr hier widerliche Beweihräucherung von irgendwelchen durch Mitteleuropäer erbrachten, scheinbar überlegenen Leistungen betreiben wollt.


Andy
3.7.2015 22:39
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“würden durch die Bank weg die Messlatte dessen”

Sorry, Tabletkeyboard


Gedöns
3.7.2015 22:55
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Übrigens: Man sollte sich bei links-grün mehr daran erinnern, daß sie die Erben derjenigen sind, die ganze (eigene) Völker generalisierend populistisch kriminalisiert haben. Mal auf eigene Kosten für zwei Wochen auf eigene Kosten in den sowjetischen Kaukasus „flüchten“, war z.B. gar nicht möglich.


Gedöns
3.7.2015 23:07
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Übrigens://
Mit anderen Worten: das touristische war früher im Kommunismus (und da sollte nicht die EU, sondern der RGW siegen) schwieriger, als heutzutage die dauerhafte Zuwanderung – nur mal so zur Erinnerung für die Linkspopulisten …


rleo
3.7.2015 23:51
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Klingt nach meine Erfahrungen aus der DDR.

aus dem Buch
‘Sprache in der DDR’

‘Prinzip der Kritik und Selbstkritik’
https://books.google.de/books?id=bCw-jyr7tnEC&pg=PA181&lpg=PA181&dq=kritik+und+selbstkritik+ddr&source=bl&ots=KZat29kMj8&sig=q5TWklh1kUU49-AupK5ndZnUeCw&hl=de&sa=X&ei=lv6WVeLNLcGyUvTih_AP&sqi=2&ved=0CD8Q6AEwBA#v=onepage&q=kritik%20und%20selbstkritik%20ddr&f=false

https://de.wikipedia.org/wiki/Kritik_und_Selbstkritik

Und es scheint im Westen auch ein Erbe aus der Mao Zeit zu sein.

https://de.wikipedia.org/wiki/Kritik_und_Selbstkritik#Praxis_in_China
“Der Gedanke der moralischen Vervollkommnung (“Überwindung des alten, egoistischen, kleinbürgerlichen Ich”)”

Man fühlt sich als Elite, als ‘moralisch’ überlegen.
Der ‘Populist’ wird damit zur moralisch unterlegenen, minderwertigen Person.
Und wer auf der ‘Treppe der Moralqualitäten’ weit unten steht, ist schon fast ein ‘Krimineller’ und muss überwacht werden.

Das steht nach meiner Meinung dahinter, wenn Distanzierungs- und Abwertungsfloskeln verwendet werden (nicht nur in der Politik, auch im Alltag kann man das beobachten).

Dank an Hadmut für die Analyse.

Damit kann man relativ schnell Texte klassifizieren.
Werden solche Floskeln in der Berichterstattung verwendet, wird es interessant und man sollte genauer hinschauen, warum die gezielte ‘Abwertung’ erfolgte.


_Josh
4.7.2015 1:25
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Nur kurz und ohne direkte Ansprache, dafür ist es mir doch zu arg dumm & unterirdisch: Immer wieder witzig, zugleich jedoch auch traurig & beschämend, von den rechten “Vaterlandsverräter”-Schreiern und den linken “Neuer, guter Mensch”-Blafaslern irgendwas über “Gene” zu lesen.

Keine Ahnung, was das ist, null Plan, wie Gene mit Gehirn und Umwelt wechselwirken, nicht den leisesten Hauch einer Ahnung von Medizin und Humanbiologie, und sich nicht entblöden, einen Clown wie Schmidt anzufähren.

Nicht zu fassen, was hier manchmal in der Kommentarsektion hochblubbert…

Halt, einen doch noch: Bernd (wunderbar korrespondierender Nickname), Du bist ein so unglaublich dummer Drecksmöchtegernherrenmenschwätzer, der beste Beweis dafür, warum ‘Investition’ in Bildung nach der Pubertät nicht funktioniert.


Galgenheini
4.7.2015 1:29
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Wusstet Ihr eigentlich das Ihr alle sterben werdet und zur Sinnlosigkeit verdammt seit? 🙂


quarc
4.7.2015 4:56
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Ich glaube von Oskar Lafontaine stammt die Bemerkung,
einem Politiker Poulismus vorzuwerfen sei so, wie einem Sportler vorzuwerfen, dass er schwitzt.

Wobei der Populismusvorwurf seitens bereits etablierter Parteien meist ein Zeichen dafür ist, dass die betreffende neue Partei in die Parlamente einzuziehen droht (war bei Die Linke ja auch so).

Der (meiner Ansicht nach dümmliche) Vorwurf “Rechtspopulismus” wird vorwiegend von Politikern und besonders auch von Medienvertretern verwendet, die stattdessen viel lieber diese komischen (teilweise rassistischen) Bürgerbewegungen als “Nazis” beschimpfen würden, sich das aber nicht trauen; teilweise auch, weil es zu offensichtlich ist, dass es sich nicht um Nazis handelt sondern um die gewöhnliche verrohte sarrazinierte Mittelschicht. Deshalb weichen sie auf vergleichsweise risikoarme Bezeichnung “Rechtspopulisten” aus.

Ein gutes Beispiel ist die SPD. Wenn die Asozialdemokraten noch so etwas wie Rückgrat besäßen, hätten sie Sarrazin längst den Stuhl vor die Tür gesetzt. Trauen sie sich aber nicht, weil sie befürchten, damit Teile der eigenen Wählerschaft zu verärgern; und weil sie ahnen, dass die Söhne Sarrazins da auf den Straßen marschieren, eiern sie dementsprechend auch gegenüber diesen XY-gida Gruppierungen herum.


CountZero
4.7.2015 9:50
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> In Intelligenz sind uns viele Asiaten überlegen und die Deutschen Vorkriegs-Nobelpreise stammten auch nicht gerade signifikant von der „genetischen Elite”.

Bei den deutschen Vorkriegs-Nobelpreisen taten sich vor allem Deutsche jüdischen Glaubensbekenntnisses hervor (lt. jüdischem Museum Berlin deshalb, weil es bei den Professuren für Nobelpreis-Disziplinen “mehr auf Leistung als auf soziale Verbindungen ankam”). Das hat sicher auch eine genetische Komponente (mir selbst scheint hier der kulturelle Anteil aber deutlich wichtiger), nur nicht die, auf die Bernd abhebt…


Slartibartfast
4.7.2015 9:50
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Der Populismus an sich ist halt deswegen “böse”, weil er das dumme Schaf von Volk verführt und ihm eine vermeintlich gute Idee verkauft, die aber gar nicht so grandios ist. Ganz nach dem Motto: Komplexe Probleme haben einfache, leichtverständliche, aber falsche Lösungen.
Ein solcher Klassiker wäre:
Unser Staat zahlt mehr in die EU als rauskommt? Sofort raus aus der EU. (Das unsere Wirtschaft die große Kohle aus dem Binnenmarkt zieht, wird ignoriert)

Was aber schon stimmt: Den Begriff Linkspopulist bzw. für Alexis Tsipras oder Die Linke liest man seltener als Rechtspopulist.


Bernd
4.7.2015 9:51
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@ Andy / Woher die Arier kommen?

Danke. Das erklärt nämlich warum die Slawische Ethnie mit der Arischen (uns) bis heute eigentlich Hochkompatibel ist!

Aller Propaganda zum trotz. Russland ist unser “natürlicher” Partner. Und das “Natürlich” ist zu betonen – das ist nämlich ein Hinweis unserer gemeinsamer genetischer Herkunft. Arisch.

Nur weil wir Deutschen in völliger Verblendung unserer elitären genetischen Herkunft, gemeint haben gegen unsere Brüder in den Genen, glatt mal Krieg zu führen, bedeutet das noch lange nicht, dass sie nicht unsere Brüder sind.

Die jüdische Ethnie (und das ist sie, weil sie tendenziell immer unter sich bleiben, egal wo in der Welt) ist aber eine andere große Geschichte.

Ja wir haben viele Fehler gemacht. Mit den Russen. Mit den Juden. Wo wären wir heute hätten wir von den 8 Millionen deportierter Juden, 4 Millionen statt ins Gas, ins Cockpit unserer Düsenflugzeuge geschickt?

Vermutlich in eine Diskussion um interstellare Raumfahrt ob besser von Erde oder vom Mars um nach xy zu kommen, anstatt um das Kanzlerinnen Handy und ähnlich primitiven Shit.


der eine Andreas
4.7.2015 10:02
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@ Hadmut: Du solltest den Artikel vielleicht doch lesen, trotz der ungeschickten Überschrift 🙂

“Problematische Fluchtanreize

Man braucht nämlich kein Rechtspopulist zu sein, um sich zu fragen, warum eigentlich Flüchtlingen aus Balkanländern, die praktisch keine Chance haben, als Asylbewerber anerkannt zu werden, fraglos erst einmal 140 Euro “Taschengeld” in die Hand gedrückt werden. Das entspricht der Höhe eines durchschnittlichen Monatsgehalts in Serbien, wie unlängst der Präsident des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, Manfred Schmidt, feststellte. Da kann man schon von einem problematischen “Fluchtanreiz” sprechen.

Es lassen sich unschwer weitere Details deutscher Asylpolitik finden, die einer Revision unterzogen gehören – die nachlässige Abschiebepraxis von Flüchtlingen aus Balkanländern zum Beispiel. Im Interesse der Flüchtlinge aus den Krisengebieten Nordafrikas, die mit aller Berechtigung unsere uneingeschränkte Fürsorge verdienen, sollten solche Diskussionen geführt werden, bevor sie in einem innenpolitischen Grabenkampf zu verrohen drohen.”


der eine Andreas
4.7.2015 10:12
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Aus der Kommentarspalte der Welt 🙂

a: >Warum wird eigentlich nie das Wort Linkspopulist verwendet?Weil die politik der Rechten eben beim Volk populär ist, die der Linken nicht….in sofern ist das doch ein Kompliment und zeigt, wessen Politik tatsächlich gewollt ist.<


der eine Andreas
4.7.2015 10:15
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@ der eine Andreas: beachte bei Sonderzeichen die Formatierungsregeln!

aus wird “fett”


Thomas Romano
4.7.2015 11:18
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Da öffne ich völlig verstrahlt und im Halbkoma, bei morgendlicher Gluthitze, hier im schönen Neukölln, nichtsahnend, Danischs Blog und lese was von Ariern und Genen und Überlegenheit der Mitteleuropäer…
Was ist nur los mit mir, das bilde ich mir doch bestimmt nur ein?
Bernd.
Gibt es Dich wirklich?


Hadmut
4.7.2015 13:41
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> nichtsahnend, Danischs Blog und lese was von Ariern und Genen und Überlegenheit der Mitteleuropäer…

Ja, ich habe das auch nicht ganz verstanden (und einige, wüst weitergehende Kommentare gar nicht erst durchgelassen).

Es gibt da so einen Haufen Leute, die sich als Hitleristen verstehen, und der Meinung sind, alle waren böse außer Hitler, und diesem guten Menschen sei der Krieg wider seinen Willen von anderen aufgedrängt worden. Die Leute sind wie die Pest, wenn die eine Chance wittern, zwängen die sich penetrant rein.

Mal abgesehen davon, dass ich es überhaupt nicht leiden kann, wenn man anderer Leute Blog-Themen für seine eigene Propaganda hijackt:

Wenn man dieser Meinung ist und das publizieren will, warum muss man das in anderer Leute Blog und auf anderer Leute namen tun? Ich finde es eine Unverschämtheit, dass die Leute unter Pseudonym auftreten und sich selbst nicht trauen, aber von mir erwarten, dass ich deren Krampf unter meinem Namen publiziere (und mich übel als Zensor beschimpfen, wenn ich es nicht tue).

Von mir aus soll jeder seine Meinung vertreten und veröffentlichen, wenn er sachlich was sagen will. Und wie ich schon oft erläutert habe, muss etwas nicht mal objektiv richtig sein, um Meinungsfreiheit zu genießen, weil sie nicht an zu hohe Schranken gebunden sein muss.

Ich kann es aber verdammt nochmal nicht leiden und überhaupt nicht als Meinungsfreiheit akzeptieren, wenn Leute meinen, sie selbst könnten anonym bleiben aber andere müssten ihren Namen dafür zum öffentlichen Gebrauch freigeben.

Meinungsfreiheit muss man selbst gebrauchen und kann nicht andere dazu vor den Karren spannen.

Wer sich nicht traut, seine Meinung selbst und unter eigenem Namen zu publizieren, aber von anderen erwartet, dass die den Karren ziehen, ist ein widerlicher Feigling, nicht der Beachtung wert.


boes
4.7.2015 11:44
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an Andy

du monierst “widerliche Beweihräucherung”

ekelerregend, unappetitlich, menschenverachtend, grauenerregend,
ja, und widerlich. Ständiges Wiederkäuen von Psychokampfbegriffen, genau das, was den Hadmut weiter oben so ärgerte.
Macht der Gewohnheit oder steckt eine Absicht dahinter?
Language is a Virus.

Und an Hadmut und alle anderen
Aus einem Grenzkonflikt um Danzig und den Korridor, also einer Folge des ungerechten Versailler Vertrages, einen Weltkrieg zu eskalieren, das ist eine Kunst, die nicht den Deutschen anzuhängen ist.
Warum eigentlich wurde die Sowjetunion niemals aus “Ihrem” Teil von Polen vertreiben?
Geschichtsbücher lesen -auch zwischen den Zeilen-, oder weiter die Reeducation der Sieger und ewigen Kriegstreiber wiederkäuen, ihr werdet euch auch irgendwann entscheiden müssen.


W. H. Greiner
4.7.2015 12:34
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Populisten sind Leute, die bewußt (!) sachlich Falsches (meist in der Form allzu einfacher “Lösungen”) propagieren, um damit demoskopisch zu punkten. Seehofer ist ein Paradebeispiel für diesen verlogenen Politikertyp, Schröder war auch eines – und Merkel hat sich seit ihren ersten Regierungsjahren (spätestens mit ihrer “Energiewende”) konsequent da hin “entwickelt”. In diesem Sinn ist “Populist” nach wie vor völlig zu Recht ein Schimpfwort.

“Rechtspopulist” dagegen ist im aktuellen, politisch korrekten Sprachgebrauch einfach jeder, der nicht weit genug links steht und dabei mehr als nur eine Einzelmeinung vertritt – auch und gerade, wenn und weil er damit recht hat. “Rechtspopulist” ist deshalb für mich schon lange KEIN Schimpfwort mehr, ganz im Gegenteil: denn in aller Regel sind das Leute, die gerade NICHT demoskopisch gestylte Lügen verbreiten, sondern authentisch zu ihrer Überzeugung stehen – auch da, wo es unbequem wird.


Hadmut
4.7.2015 13:32
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@W.H.Greiner:

> Populisten sind Leute, die bewußt (!) sachlich Falsches (meist in der Form allzu einfacher “Lösungen”) propagieren, um damit demoskopisch zu punkten.

Woher kommt diese Definition? Oder ist das Deine persönliche?

Müsste man dazu nicht vorher jemandem nachweisen, dass er a) Falsches behauptet und es b) wider besseres Wissen tut?

Mir wäre diese Definition bisher nirgends untergekommen.


dustbunny
4.7.2015 14:05
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@Hadmut:

Na, wenn Wilhelm Busch, der Super-Gelehrte, das so gesagt hat, …

Hat er aber nicht (als Niedersachse hätte er auch eher »Schlachter« gesagt). Zumindest existiert keine Niederschrift davon.

Hinreichend belegt ist der Ausspruch aber für Edmund Stoiber, der damit versuchte, die Wähler einer gewissen Partei in schlechtes Licht zu rücken.

… dann muss es ja zwangsläufig für alle Zeit stimmen, denn der war ja bekanntlich unfehlbar.

Das nicht. Aber er war sicher schlauer als diejenigen, die heute das WWW mit angeblichen Zitaten von ihm voll-»pasten«. Und lesenswert sind seine Texte heute noch.


Rocco
4.7.2015 15:51
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“Et tu, Brute?” – “Und Du, Brutus?” hmmm.
Falls Du auf den Cäsar-Mord anspielst, mir ist der Ausspruch so “Tu quoque, Brute?” – “Du auch, Brutus” bekannt. Spätestens nach Cäsar war es auch in Rom mit S.P.Q.R. vorbei. Davor mag der Slogan noch halbwegs gegolten haben. Danach war es nur noch eine Phrase à la “Dem Deutschen Volke” am Reichstag.
Selbst in der römischen Republik war die Politik fest in der Hand wohlhabender Patrizierclans. Einem Hadmut Danisch zur Römerzeit wird “S.P.Q.R.” wie ein schlechter Witz vorgekommen sein
Ich denke, dem Römer aus der Kaiserzeit werden unsere heutigen Demokratiedefizite nur allzu bekannt vorkommen, incl. Inflation und Währungskrise. Cäsar hatte z.B. eine Währungsreform durchführen lassen. Vom einst starken Denar (meinetwegen ein Dollar-vor-150-Jahren-Äquivalent) war im 3.Jh.n.Chr. nich mehr viel über. Das heißt, der Denar war ca 300 Jahre stark. In etwa diesem Intervall wurden davor und danach ebenfalls Währungsreformen durchgeführt…


Heinz
4.7.2015 16:20
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> Das unsere Wirtschaft die große Kohle aus dem Binnenmarkt zieht, wird ignoriert

Dass sich das nur die oberen 5%, die eh kaum/keine Steuern zahlen, in die Tasche stecken leider auch.


W. H. Greiner
4.7.2015 16:44
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@Hadmut: Meine Definition von “Populismus” entnehme ich einfach dem üblichen Sprachgebrauch von vor 20, 30 oder 50 Jahren – bin wohl schon ein bisschen älter als Du 🙂 Durch den flächendeckenden, abwertenden Missbrauch in der Form “Rechtspopulist” hat sich das ursprüngliche Wort in den Ohren zumindest der jüngeren Generationen allerdings gewandelt: mittlerweile könnte man die Vorsilbe “Rechts-” schon fast weglassen, weil “Populist” eh schon fast bloß noch als Synonym für “Rechter” verstanden wird. So wandelt sich Sprache eben mit ihrem Ge- bzw. Missbrauch. Schade um das ursprüngliche Wort: denn das moniert sehr zu Recht die Haltung vorzugsweise gerade jener Politiker, die es so gerne als politische Waffe missbrauchen.


Joachim
4.7.2015 20:54
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Na ja, Bernd.
Die genetische Elitephase der Deutschen war aber nur kurz. 18 Jahrhundert bis Anfang 20. Jahrhundert, am Schluss mit signifikant, ca. einem Viertel, jüdischen Anteil an der Gruppe der Nobelpreisträger, wobei die meist Angehörige des Bildungsbürgertums waren, und auch dessen durchschnittliche Intelligenz hatten.
Wie die ashkenasischen Juden ethnisch einzuorden sind, ist schwierig für mich, einge, wie der Chemiker Fritz Haber, hatten ein regelrecht “musterarisches” Aussehen. Da gabs womöglich mal eine eine Konversion von Nordeuropäern .

In Deutschland wurde Intelligenz nach dem Krieg kaum noch gefördert, eher mißtrauisch beäugt, selbst DDR Pädagogen wunderten sich über die kaum verdeckte Verachtung gegenüber der Mathematik und den Naturwissenschaften, besonders der Physik, in der Bundesrepublik.


Schwärmgeist
5.7.2015 6:53
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Kann man sich dann wenigstens darauf einigen, daß Die Linke und Die Grünen linkspopulistisch sind? Dann wäre ja alles im Lot.


DrMichi
5.7.2015 13:50
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Nimmt mich immer wunder, wie sich Libertäre gegen Flüchtlingsströme zur Wehr setzen würden.


Peter Laux
5.7.2015 18:57
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Ich habe diesen Beitrag mit großem Interesse gelesen. In vielerlei Hinsicht kann ich den Inhalten zustimmen und habe auch die feine Ironie die manchmal enthalten ist herauslesen können. Obwohl ich keinen höheren Schulabschluss besitze.
Aufgrund des hier gewählten teilweise sehr hochgestochenem Vokabular (böse Zungen würden es Klugscheißen nennen) kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, das ich es hier mit sehr gescheiten Menschen zu tun habe.
Wenn Sie Ihre Meinung, mit der ich ja weitgehend übereinstimme, mit einfacheren Worten ausdrücken, könnten Sie vielleicht noch viel mehr Menschen damit erreichen.


Hadmut
5.7.2015 19:37
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> Aufgrund des hier gewählten teilweise sehr hochgestochenem Vokabular (böse Zungen würden es Klugscheißen nennen)

Ach, ab und zu muss das einfach mal sein. 🙂

> kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, das ich es hier mit sehr gescheiten Menschen zu tun habe.

Genau darum geht’s ja. 😉


DrMichi
5.7.2015 23:11
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Also wer heute Bernd immer noch nicht kennt…

Seufz. Deutsches Internet. Hinterm Mond gleich rechts, dreimal anklopfen.


wunderhaft
6.7.2015 4:15
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Der Begriff “Demos” bedeutet nicht Volk, sondern Dorf. Und in Demokratien sind Wahlen verboten. 😀

Sollten wir dennoch in einer Demokratie leben, unterliegen die “Idios”, also die 90% im Dorf, die keine Bürger sind und auch nicht zum Volk gehören, weil ihnen weder Entscheidungen zu beeinflussen noch das Tragen von Waffen erlaubt ist, einer gewaltigen Täuschung.

Hierzu ein kurzer Essay:
Demokratie als Religion?
Über die erschreckenden Hintergründe eines Dogmas

von Andreas Popp (6 Seiten):
http://www.wissensmanufaktur.net/media/pdf/Demokratie_als_Religion.pdf

Oder als amüsanter Vortrag (51 Min.):
https://www.youtube.com/watch?v=lGPZ-JbQbX8


Hadmut
6.7.2015 8:16
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@wunderhaft:

> Der Begriff “Demos” bedeutet nicht Volk, sondern Dorf. Und in Demokratien sind Wahlen verboten.

Wie kommst Du denn auf die Idee?

Ich habe nicht nur im Griechisch-Unterricht gelernt, dass das Volk heißt, sondern auch mein Wörterbuch sagt das. (Neben Land, Gebiet, Gemeinde, das gemeine Volk, Volksversammlung, Volkspartei). Rat mal, warum die Gemeinde Gemeinde heißt.

Den Aufsatz halte ich übrigens für strohdoof und rabulistisch. Da hat sich irgendeiner irgendwelche Zitate zusammengesammelt, seine politische Meinung dazugeworfen, rumgerührt und dachte, das wäre dann ein Aufsatz.


Schwärmgeist
6.7.2015 8:43
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Es wäre wirklich zu wünschen, wenn die Menschheit mit diesem Rassenscheiß mal aufhören könnte. Hitler, Goebbels und Himmler waren eher schwachbrüstige Wichte, ferngesteuerte Schlafanzüge, und selbst robustere Typen wie Göring gemahnten eher an Schweinekoteletts denn an Abgesandte von Atlantis.

Zum Teufel mit diesem Müll. Man vermutet heute, daß Homo sapiens vor etwa 50.000 Jahren nach dem Ausbruch eines Supervulkans durch einen Flaschenhals mußte. So wäre zu erklären, daß die gesamte heute lebende Menschheit von nicht mehr als etwa 1.000 bis 10.000 Müttern abstammt, was sich nachweisen läßt. Wir sind alle über wenige Ecken miteinander verwandt. Es ist nicht die Biologie, die uns trennt; eher schon sind es die Ideologien, mit denen wir indoktriniert werden.

Dies nur als Kommentar zu den Rassenüberlegungen hier.


Hadmut
6.7.2015 8:57
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> Es wäre wirklich zu wünschen, wenn die Menschheit mit diesem Rassenscheiß mal aufhören könnte.

Ich habe das Thema hier ja auch abgeblockt und viele Kommentare abgelehnt.

Ich verstehe das nicht, warum es so viele Leute gibt, die sogar zu einem völlig anderen Thema mit diesem Schrott aus den Löchern kommen und das unbedingt loswerden oder gar Hitler in Schutz nehmen wollen.

Selbst wenn man diese Meinung vertreten wollte, warum muss man dazu fremde Blogartikel zu anderen Themen hijacken?

Ich bin ja ein Verfechter der Meinungsvielfalt, und habe auch schon oft erklärt und begründet, dass Meinungsfreiheit sogar falsche Meinungen umschließen muss, weil sonst die Hürden und die Verzögerung zu groß wären.

Mir geht an diesen Leuten aber vor allem ihre Methode der Meinungsäußerung auf die Nerven, nämlich sich bei jeder Gelegenheit in ganz andere Diskussionen reindrücken zu wollen, und dann ständig mit dem immerselben Scheiß wiederzukommen.

Außerdem ist das kein zeit-drängendes Thema mehr. Man hatte inzwischen Jahrzehnte Zeit, sich wissenschaftlich damit zu befassen, hat es aber nicht getan. Da ist das Aktualitätsprivileg, das einen gewissen Vorrang vor Sorgfalt gibt, längst abgelaufen. Wer da immer noch nichts vorweisen kann, muss auch irgendwann mal als Idiot und Dummschwätzer abgetan werden.

Ebenfalls stört mich an diesen Leuten gewaltig, dass es eigentlich keine Meinung und auch keine Entscheidungs- oder Handlungsweise ist, wofür sie eintreten, sondern schlichtweg Geschichtsklitterung. Aus irgendwelchen Gründen, die ich nicht verstehe, wollen die darauf hinaus, dass Hitler doch Recht gehabt hätte und der Krieg ihm nur aufgezwungen worden wäre.

Letztlich auch nichts anderes als Verschwörungsspinner und Mondlandungsleugner. Die verbeißen sich in irgendeine Phantasievorstellung und verwechseln dann Realität und Wunschvorstellung. Und halten das dritte Reich dann für einen Propaganda-Fake und Opfer aller anderen. Das wird noch schlimmer werden, wenn die letzten, die das noch miterlebt haben, gestorben sind und es keine Zeugen mehr gibt.

Mich widert es an, dass die Leute sich dazu fremde Blog-Artikel zu anderen Themen greifen und dann mit diesem Dreck fluten wollen.


Hadmut
6.7.2015 10:17
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Mir wird das jetzt hier zu blöd mit dem Rassen- und Hitler-Geschwafel (das ich eh nicht durchgelassen habe und das auch mit dem Thema nichts zu tun hat).

Ich mache die Kommentarfunktion hier dicht.