Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Ich hab den Beruf verfehlt

Hadmut
29.6.2015 22:13

Als Praktikant hätte ich anfangen sollen.

Berücksichtigt man noch die deutlich niedrigeren Steuern und den Absturz des Euro verdient ein Praktikant bei Apple mehr als ein Ingenieur mit Berufserfahrung in Deutschland.


22 Kommentare (RSS-Feed)

maSu
29.6.2015 22:46
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Naja, also Hadmut, so unter Informatikern: Der Preis ist hoch, denn man muss bei Apple Designkitsch entwickeln/herstellen/bewerben/verkaufen. Da wäre die Gesche Joost mit ihrer Glitzerfolie gut aufgehoben. Willst du dich echt daneben setzen? Da leiste ich lieber in Deutschland was vernünftiges und bin stolz auf meine Arbeit. Das ist auch was wert.


Emil
29.6.2015 23:33
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Klingt zwar gut, aber so ein Praktikantengehalt geht im Silicon Valley schon fast nur für die Miete drauf. Es gab schon öfter Berichte, dass wütende Normalos die Pendlerbusse der Computer-Nerds demoliert haben, weil sie mit einem normalen Job die Mieten vor Ort nicht mehr bezahlen konnten.


Caless
29.6.2015 23:56
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Ach, nichts besonderes. Das ist Standard dort.


Caless
29.6.2015 23:57
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Pluss Reisekosten (Flüge, Miete und Mietauto)


Pete
30.6.2015 0:56
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@ Emil
echt? Links? Dann wohnen da nirgendwo auch normale Leute die den Computer”nerds” die Mülltonnen leeren und Brötchen backen usw.?
Ist ja interessant, oder nur Hear-Say?


kade
30.6.2015 2:03
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Da scheint wohl jemand bei Golem nicht den Unterschied zwischen “Praktikant” und “Trainee” zu kennen.


Stefan
30.6.2015 3:38
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Hab letztes Jahr ein Praktikum im Silicon Valley gemacht, allerdings als Physiker. Gehalt waren 2500$ im Monat. Miete ist schon teuer, hab 900$ all inclusive für ein kleines Zimmer bezahlt, war aber sehr nett. Ein Mitbewohner dort hatte gerade direkt nach seinem Bachelor in electrical engineering bei nvidia angefangen für mehr als 100k$ im Jahr.

Da lässt es sich schon leben, hat mir sehr gefallen.


der eine Andreas
30.6.2015 7:48
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o.T.
Nachtrag zum Fall Hunt von Don Alphonso:
http://blogs.faz.net/deus/2015/06/29/sexismus-luegen-und-twitter-wie-eine-jaegerin-zur-gejagten-wird-2706/

“Connie St. Louis hat ihren Lebenslauf nach Stand der Recherche kräftig aufgehübscht und dann, als die Fragen wirklich unangenehm wurden, sie nicht weiter beantwortet. ”

P.S.
Gestern um 17:32 hat er zugegeben, nicht der Danisch zu sein 🙂
http://blogs.faz.net/deus/2015/06/29/sexismus-luegen-und-twitter-wie-eine-jaegerin-zur-gejagten-wird-2706/#comment-27518


Barbie aus Berlin
30.6.2015 8:01
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@Emil
Das ist auch auf Sylt gerade das Problem der Gastronomie


Andy
30.6.2015 8:25
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Emil:
https://en.m.wikipedia.org/wiki/Google_bus_protests

Kein hearsay. Ab diesem Link darfst Du Dich selber ans Problem rangooglen. Das Problem mit Gutverdienern die in dieser Region die Preise ins absurde treiben ist gut bekannt und dokumentiert.


Emil
30.6.2015 8:26
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@Pete
> echt? Links?

Here we go:

Protesters block Silicon Valley shuttles, smash Google bus window
http://www.theverge.com/2013/12/20/5231758/protesters-target-silicon-valley-shuttles-smash-google-bus-window

San Francisco’s guerrilla protest at Google buses swells into revolt
http://www.theguardian.com/world/2014/jan/25/google-bus-protest-swells-to-revolt-san-francisco

Silicon Valley backlash: Protesters VOMIT on Yahoo workers’ bus and post flyers calling Google’s Kevin Rose a ‘parasite’
http://www.dailymail.co.uk/news/article-2598342/Protester-angry-huge-tech-buses.html


Christian
30.6.2015 8:41
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😀
Besser nicht, Hadmut.
https://www.youtube.com/watch?v=2cM3EOvT1DI
LG
C


JapanischeFraumitSchirm
30.6.2015 9:52
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Den Kaffee, den der Praktikant kocht, würde ich gerne mal probieren!

Aber ernsthaft: Lebenshaltungskosten dort sollte man nicht verdrängen. Und nen lauen Prakti-Job, wie man’s in Deutschland kennt, wird da wohl keiner ausüben. Das kann man wohl schon eher mit einer Stelle als Trainee vergleichen.


FocusTurnier
30.6.2015 10:48
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Entweder Du wirst Praktikant bei Apple (wobei “Trainee” nicht dem deutschen “Praktikant” entspricht) oder du schreibst dich in NRW in eine Uni ein und sackst dort 4000 € ein, wenn Du das Gender-Studium bestehst…:=)

“Prämien für NRW-Unis: 4000 Euro für jeden Absolventen”

http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/nrw-zahlt-hochschulen-praemien-fuer-absolventen-a-1041235.html


Benutzername
30.6.2015 11:14
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@Barbie, Emil: Das ist auf Sylt auch ein Problem fur die einheimischen Sylter. Wenn man nicht das Glück hat das elterliche Haus zu erben, kann man gleich die Insel verlassen und aufs Festland emigrieren. Genauso hat die massive Konzentration im Silicon Valley dazu geführt das die Immobilienpreise himmelhoch sind. Normale Memschen mit normaler Bezahlung können dort nicht mehr wohnen.

Auf Sylt treibt Schickimicki die Preise nach oben, im Valley die Multimilliarden U$D Computerfirmen.


DrMichi
30.6.2015 11:59
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Pete: Es gibt sogar einen WP-Eintrag:

https://en.wikipedia.org/wiki/Google_bus_protests


Rechnungsprüfer
30.6.2015 12:49
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es geht noch besser….

Geliebte des Chefs sollte man sein.
Wenns mit dem Hochschlafen nicht klappt, wird er einfach verklagt wegen Sexueller Belästigung

“Schwedin erstreitet 18 Millionen von Ex-Chef”
http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Panorama/d/6901746/schwedin-erstreitet-18-millionen-von-ex-chef.html


Steffen M.
30.6.2015 13:59
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Christian
30.6.2015 14:01
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Student solltest Du noch mal werden! Dann könntest Du Deiner Hochschule eine Prämie verschaffen! 😀
Die Zukunft der Leere ist gesichert – wie das hoffentlich bald Schule machende Beispiel aus NRW zeigt:
http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/nrw-zahlt-hochschulen-praemien-fuer-absolventen-a-1041235.html
Et nunc reges, intelligite, erudimini qui judicatis terram.
Ave atque vale
C


Quotenmann
30.6.2015 17:43
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Ich habe auch vor ein paar Monaten einen Artikel gelesen, wonach San Francisco die teuerste Stadt der Staaten sei, das Durchschnittseinkommen(!) läge dort bei ca. 70.000$. Von daher…


Hanz Moser
30.6.2015 18:44
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Man muss es differenziert betrachten. Wenn man im Bereich Silicon Valley leben will, wie man es hier in Deutschland würde, dann sind alleine die Mieten abstrus hoch. Die Mietpreise in San Fran liegen in der Mitte so bei $1800-$2200 “per bedroom”. Wer also eine schöne Zwei-Zimmer-Wohnung in der Stadt haben will, der blättert alleine dafür über 40k im Jahr hin. Da ist selbst München im Vergleich noch human. Nimmt man noch Preise in bspw. Cafés, für Mobilfunk, Internet und dergleichen dazu, dann sehen 80k schnell aus wie hier vielleicht 40-50k. In dem Bereich kann man bspw. in München durchaus bei BMW anfangen. Man muss sich auch darüber im Klaren sein, dass die Lebenshaltungskosten in den USA mit dem Ort wesentlich stärker variieren als hier in Deutschland.

Dazu kommt, dass das keinem “Praktikum” wie hier entspricht, sondern eher einem Traineeprogramm, was auch schon gesagt wurde. Das macht man nicht in den Semesterferien, sondern das ist der Einstieg ins Arbeitsleben, meist mit späterem Aufstieg zur Führungskraft.

Die normalen Einstiegsgehälter sind in der Ecke nicht selten noch eine Ecke höher. Nach ein paar Jahren verdient man bei den großen Firmen eigentlich immer 120k+, es gibt aber durchaus Leute, die mit 120k anfangen.

Alles in allem ist es schon wesentlich mehr, was man dort verdient. Allerdings ist die Konkurrenz entsprechend gewaltig, weil sich die Leute von überall auf diese Jobs bewerben und die Firmen knallhart nach Leistung sortieren. Und man kann die Summen schlicht nicht direkt mit den deutschen Gehältern vergleichen. Krankenversicherung und volles 401k matching sind bei den Großen übrigens meistens dabei. Das entspricht nicht ganz der deutschen KV und RV, aber das muss man beides i.d.R. nicht (voll) selbst bezahlen.

Und fairerweise darf man das auch nicht mit Durchschnittsgehältern vergleichen, sondern muss hier auch das ansetzen, was eben bspw. BMW Berufsanfängern mit überdurchschnittlichem Abschluss bezahlt. Die Lücke bleibt, aber die Leute verdienen nicht das Dreifache.


Jan Lul
30.6.2015 22:06
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