Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

“Armut für Alle” – Lebensstandards senken

Hadmut
2.6.2015 22:21

Über die Ziele der Grünen (oder jedenfalls einiger davon).


45 Kommentare (RSS-Feed)

die grafenburger
2.6.2015 22:28
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MEHR NOCH WAS HAT, WAS KANN, ABHAUEN, EINFACH NUR WEG


Schwa
2.6.2015 22:42
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Warum denn nicht? Wenn dadurch die Funktionseliten wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeführt werden. Bei mir wäre jedenfalls nicht viel zu holen… 😉


Michi
2.6.2015 23:03
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Tja…

Wenn die Welt kocht und alle Ne— halt die von weit weg hierher “flüchten”, dann werden eure Kinder mit Messer gemacht.

Wenn die Welt kocht, dann müssen ganze Regionen (auf die Weltkarte bezogen) für ihr Wasser kämpfen, wörtlich: Krampfen. Leitungen legen, überflüssige Anstrengungen leisten, nur um ein wenig Industrie zu haben. Sao Paolo, Kalifornien, MENA, Australien, Südostasien in gewissen Teilen (Arsen, Flutungen, übertrieben grosse Ballungszentren etc.).

Wenn die Welt kocht, dann wird Russland richtig, richtig mächtig. Die und Kanada profitieren man meisten!

Es ist bei niemandem viel zu holen. Unsere Autobahnen werden mit Beton saniert. Der müsste ja mit AKW hergestellt werden. Längerfristig sind nämlich auch die Kohlenvorräte alle. Das soll mir mal einer derer erklären, die in Abrede stellen, dass wir von beiden Seiten im Schilf stehen.


splitcells
2.6.2015 23:30
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@Schwa
“Bei mir wäre jedenfalls nicht viel zu holen…????”

Wodurch du andeutetest, dass deine Entscheidung
Neid getrieben ist (unabhängig von der Antwort).


Klaus
2.6.2015 23:41
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Ach ja, ich könnte die Erdbeeren im Winter schon gegen geringere Diäten und Pensionen der Politiker eintauschen.


Gedöns
3.6.2015 0:36
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Bei mir wäre jedenfalls nicht viel zu holen… //
Beim Lebensstand, und darum geht es, gibt es eigentlich keine untere Grenze. Wichtig ist aber, daß es zur Verwirklichung dieses Zieles einer vollständigen Staatswirtschaft ohne Privatwirtschaft bedarf: dann können auch Maximallöhne von z.B. 5€ per Dekret angewiesen werden, das senkt dann Kaufkraft und so die Warenproduktion. Und weil sich das nicht lokal allein in Deutschland umsetzen ließe, lautet wieder einmal die Botschaft: wir wollen die kommunistische Weltrevolution und können den ganzen Tag an nichts anderes denken, als an eine Gewalt-Diktatur (denn die Widerstände – würden ganz sicher als „faschistisch“ tituliert werden – dürften gewaltig sein).


Manuel
3.6.2015 1:44
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Das ist eigentlich alter Wein. Vor dem Mauerfall (und damit vor dem Zusammenschluss der Grünen mit Bündnis 90) war es sogar grünes Programm, dass die ökologische Frage durch Sozialismus gelöst werden soll. Da hatten die Grünen den K-Gruppen in ihrer Partei nachgegeben. Bei den Verhandlungen mit Bündnis 90 über einen Zusammenschluss mussten die Grünen von dieser Idee allerdings abrücken. Den DDR Bürgerrechtlern war es aus naheliegenden Gründen nicht zu erklären, warum ausgerechnet der Sozialismus die ökologische Frage lösen soll. Die habens am eigenen Leib erfahren, dass das eine Schwachsinnsidee ist. Auf jeden Fall haben die Grünen die Position dann aufgegeben und die K-Gruppen sind bei den Grünen ausgetreten, woran sie fast zerbrochen wären. (ich meine mich an einen Mitgliederverlust von etwa ein Drittel zu erinnern)
Seitdem sind die Grünen recht streng marktwirtschaftlich ausgerichtet. Der linke Parteiflügel ist dabei obnehin grad unter Druck nachdem sie mit ihrem linken Wahlprogramm bei der letzten Bundestagswahl arg enttäuscht haben. Dass ausgerechnet jetzt ein paar Nachwuchsaparatschiks mit sozialistischen Ideen daherkommen kann ich mir schwer erklären. Für die Karriere bei den Grünen ist das keinesfalls förderlich und eine Diskussion über diese Ideen wird es nicht geben, die Grünen trauen sich ja noch nicht einmal ihren Richtungsstreit aus der letzten Bundestagswahl groß zu diskutieren. Vielleicht wollen die beiden aber ja “nur” Karriere bei den jungen Grünen machen, da könnte das vlt. helfen.


Gast
3.6.2015 4:23
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Weil alles, was das ungebremsten Wirtschaften & Spekuliern ja in irgendeine Diktatur münden muss … Neoliberale Rechtfertigungspropaganda, bloß keine Reglementierung der Märkte und Finanzwelt. – Und der deutsche Michel glaubt es, weil es ja in BILD, Spiegel und Freie Welt steht. Da ist es alternativlos. Hundert Familien besitzen mehr als 90% der Masse, und die Medien malen Schauerbilder, wie schlimm es wäre, wenn sich das änderte. Die Deutschen verdienen es nicht besser


Kosendey
3.6.2015 6:32
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@Michi Selten soviel Blödsinn gelesen! “Längerfristig sind nämlich auch die Kohlenvorräte alle.” Bei momentanem Verbrauch reicht die Kohle mindestens 2000 Jahre.
Den Rest ihres Textes versteht kein Mensch, vom ungefähren Inhalt her tippe ich mal Sie sind Mitglied in einer Umwelt-RettetdenPlaneten-NGO? Deren Mitglieder haben`s nämlich nicht so mit Fakten. Der größte Feind der NGO`s sind die Menschen selber.


CatpainBlockudder
3.6.2015 7:59
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@Hadmut: Ist ja schön, dass du unsere Medienkompetenz testest 🙂
Aber lös das doch bitte mal auf, die Langsameren scheinen das nicht zu verstehen.

@Kosendey: Gib mal bitte die Quelle für die 2000-Jahr-Hypothese. Habe inzwischen alles von Axel Stoll ausgelesen und brauche neue Esophysikpamphlete zwecks Belustigung.


Diese Hohlfressen wollen einem Land eine Perspektive bieten? Es muß krachen! Das Pack muß raus aus den Sesseln! Und die Posten dürfen nicht wieder besetzt werden.

Carsten

Deutschland kann Homo


Also glaube das “Armut für Alle” vielleicht etwas übertrieben ist. Fakt ist, dass ab einem bestimmten Einkommen es nur noch besser wird, weil man nur noch steuerlich verhätschelt wird und eignetlich prozentuale Abgaben plötzlich nicht mehr so Prozentual sind (z.B.)
Da könnten man natürlich was ändern und so für “Umverteilung” sorgen. Wird ja immer groß getönt “Es muss mehr Netto vom Brutto bleiben!” ja kein Problem! Einfach mehr als 100.000EUR im Jahr verdienen und schon hat man mehr Netto vom Brutto! Leider hören wir ja auch, dass wir doch nicht so hohe Gehälter haben können, denn wir müssen ja “Wettbewerbsfähig” bleiben.
Für eine Firma würde es Ausgabenstechnisch keinen Unterschied machen, ob jetzt irgendein Geschäftsführer 2 Millionen verdient oder nur 1 Millionen und 20 andere Mitarbeiter mal 50.000 mehr. Sind insgesamt immernoch 2 Millionen Gehaltsausgaben, aber 20 Mitarbeiter hätten mehr Netto vom Brutto und auch absolut mehr Geld. Aber die Chancen stehen gut, dass eher der Geschäftsführer “plötzlich” 2,5 Millionen bekommt und die Mitarbeiter nichts oder die “üblichen” 1,5% mehr, was gerade mal die Inflation auffrisst!


Dirk S
3.6.2015 8:50
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Aus dem Artikel:

Langfristiges Ziel ist die Senkung des Lebensstandards, damit das Klima mit Hilfe einer Diktatur vor der bösen Wirtschaft und dem bösen Konsumdenken »gerettet« wird.

Müssten die 2 (und damit die Grünen erst mal insgesamt) nicht als Verfassungsfeinde vom Verfassungsschutz überwacht werden? Gab es schon eine Hausdurchsuchung bei denen (also um 5:00 Uhr morgens mit Duchsuchern, bei denen man nur die Augen sieht)? Und, darf bzw. muss man die nicht Staatsfeinde bezeichnen?

Auch wenn ich sehr für jegliche Redefreiheit eintrete, was aus meiner Sicht auch bedeutet, dass jeder jeden Blödsinn von sich geben darf (Einschränkung nur durch das Persönlichkeitsrecht anderer), so finde ich die Normalität, mit der solche Äußerungen hingenommen, werden sehr erschreckend. Also, mit Demokratie hat es das deutsche Volk anscheinend wirklich nicht.

Normalisierenden Grüße,

Euer Dirk


au weia danisch hat es wieder getan
3.6.2015 9:21
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Wie kann man denn so einen Müllartikel verlinken?

Das Verarmungsprogramm läuft schon seit Thatchers Zeiten, hierzulande kam es nur später an.

Kein Artikel ist zu blöd um “Die Linken/Grünen sind schuld” rauszuhauen.

Danisch denk doch erst mal nach bevor du so einen Stuss postest.


Hadmut
3.6.2015 12:41
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> Danisch denk doch erst mal nach bevor du so einen Stuss postest.

Hiermit begrüßen wir wieder einmal die von links entsandten Diffamierungstruppen…


Der (r)echte Staat
3.6.2015 9:51
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Köstlich – da reden die Grünen über ihre eigene Klientel. Dazu Ulrike Hermann von den Grünen (ab 6. Minute): https://www.youtube.com/watch?v=0ZbtnZPAYBk . Grün ist bei denen nur die Farbe, mit der sie ihr Ego aufhübschen zu versuchen.


Josh
3.6.2015 10:09
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“Armut für Alle” für alle, wie es in der (verlinkten) Artikelüberschrift steht, ist natürlich nicht das Ziel.

Im Artikel selber steht dann genauer:
“wenn der Lebensstandard für breite Bevölkerungsschichten gesenkt werden würde”

Also gibt es doch Privilegierte, wozu sich die beiden Autoren mit Sicherheit dazuzählen werden, denn: Sie haben ja soviel geleistet und für das Volk getan… :-/

Tja: Einige sind dann doch gleicher als die Anderen.


Kosendey
3.6.2015 10:36
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>@Kosendey: Gib mal bitte die Quelle für die 2000-Jahr-Hypothese. Habe inzwischen alles von Axel Stoll ausgelesen und brauche neue Esophysikpamphlete zwecks Belustigung.

Hab bis jetzt noch nie was von Axel Stoll gehört. Und wenn du dich an “Esophysikpamphleten” belustigst ist das dein Bier. Jeder verschwendet Lebenszeit eben anders.
Hier ein wenig Lesestoff: http://www.bgr.bund.de/DE/Gemeinsames/Produkte/Downloads/DERA_Rohstoffinformationen/rohstoffinformationen-15.pdf?__blob=publicationFile

Kannst du nicht selber googeln? Dein Kommentar hat “trollige” Eigenschaften. Als einzige Bemerkung fällt dir dieser Stoll ein? Hauptsache Kommentatoren irgendwie ideologisch verorten?

naja, sei`s drum. Viel Spaß beim lesen.


Frank
3.6.2015 11:31
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Kommunismus ist nurn Kampfbegriff der der Ablenkung dient -die Milliardäre haben ihr Vermögen in den letzten fünf Jahren verdoppelt, Hundert Familien regieren die Welt -das ist kein Kommunismus!
Und die haben auch diese Welterwärmungspropaganda erfunden, die dämlichen Grünen setzen die Agenda nur (mit ALLEN ANDEREN Regierungsparteien!) um.
Der Lebensstandard geht sowieso seit 30 Jahren zurück, meiner Generation wirds schlechter gehen als meinen Eltern, meine Kinder haben garkeine Zukunft in diesem Dreckssystem.
Nur muss man den demnächst gechipten Sklaven in der Diktatur den rationierten Strom /Wasser für “Die Gute Sache” verkaufen.


LeserX
3.6.2015 12:10
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Würden Sie den abgebildeten einen Gebrauchtwagen abkaufen?
Sehen Sie, aber warum legen Sie dann die Geschicke des Landes in solche Hände?

2 der typischen Politschmarotzer suchen über dümmliche Provo Aufmerksamkeit. Genderrassismus ist ja leider schon besetzt, Juden geht grade nicht und Neger darf man nicht mal sagen, geschweige dann schreiben.

Also nimmt man was anderes um die Sau die man selbst ist durch das Dorf zu treiben. Etwas das geeignet ist um den Boden zu bereiten. Den Boden “den Bürgern weitere Lasten aufzuerlegen”.

Das ist was für Medienverblödete. Wer das liest bleibt doof, wer das wählt kann nur ein Co-Schmarotzer oder Vollidiot sein.


Frank
3.6.2015 13:24
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@Hadmut

>links entsandten Diffamierungstruppen

Schon möglich aber wenn man genau hinkuckt arbeiten ALLE Parteien dran das Land zu Grunde zu richten.
Stellen die Grünen die Regierung?
Und wenn man ganz genau hinsieht erkennt man das diese ganze Regierung nur Show fürs Volk ist, die müssen uns ne FremdAgenda als demokratisch alternativlos verkaufen.


Kosendey
3.6.2015 14:17
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@Hadmut http://www.stupidedia.org/stupi/Troll_%28Internet%29

ok… ich weiß is OT… aber was tut man nicht alles für die lieben Trolle und deren Sturmtruppen 😉


Gast
3.6.2015 14:43
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Und das hier ist die Alternative der Zukunft:

http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/sonntag/ein-griechischer-arzt-berichtet-wer-kein-geld-hat-der-stirbt/11844930.html

derzeit noch in Griechenland getestet, ist das das Resultat, wenn Politik von Finanzkonzernen gemacht wird. Aber hey, wenigstens keine Armut für alle – ein paar Leuten geht´s dabei noch immer prächtig.


Gedöns
3.6.2015 14:58
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@Manuel
„Den DDR Bürgerrechtlern war es aus naheliegenden Gründen nicht zu erklären, warum ausgerechnet der Sozialismus die ökologische Frage lösen soll. Die habens am eigenen Leib erfahren, dass das eine Schwachsinnsidee ist. Auf jeden Fall haben die Grünen die Position dann aufgegeben und die K-Gruppen sind bei den Grünen ausgetreten, woran sie fast zerbrochen wären. (ich meine mich an einen Mitgliederverlust von etwa ein Drittel zu erinnern)“//
So schlimm war es gar nicht:
http://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCndnis_90/Die_Gr%C3%BCnen#Mitglieder
Und auch wenn z.B. Ditfurt gescheitert ist – Realos sind im Unterschied zu Fundis lediglich der Meinung, daß man dem Wahlpöbel nicht die ganze Wahrheit über die eigenen Absichten sagen darf und deshalb zur taqyya greifen muß, sogar gegenüber manchen eigenen Mitgliedern. Ist genauso wie beim Genderismus, aber da war man schon gemeinschaftlich disziplinierter – was wäre denn gewesen, wenn man 1995 gesagt hätte: wir wollen, daß in ca. 20Jahren jedes Kind schon in der Kita, spätestens jedoch in der Schule, die eigene sexuelle Orientierung auswählt?!
Was habe ich noch über den Witz über antiautoritäre Erziehung gelacht: „Ist euer Baby ein Junge oder ein Mädchen?“ – „Das wird das Kind später einmal selber entscheiden.“* Das wird jetzt Pflicht für die ganze Gesellschaft und man hat die ganze Zeit über und bis heute etwas von Frauengleichberechtigung gefaselt aber etwas ganz anderes im Sinn gehabt. Das wird die Geschichte aber später einmal als stillen Putsch bezeichnen: ehe die Masse etwas merkt, sind schon vollendete Tatsachen geschaffen worden.
* “Ich glaube nicht, dass die Gegner, die damals noch gelacht haben, heute auch noch lachen.” (selber googlen)


Gedöns
3.6.2015 15:09
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Es geht aber ganz gewiß um Armut für alle. Umverteilung ergibt das Gegenteil – da macht die Finanzoligarchie schon alles ökologisch richtig. Streicht man beim Hyperreichen eine Null hinten am Kontostand weg und übergibt das Geld den Armen, dann ändert sich beim „Ökologischen Fußabdruck“ des Reichen gar nichts, nur der von vielen ärmeren wird größer.
Wirksamer wäre wohl eher eine Beschränkung des Zuwanderungssaldos, bis wir nur noch 50 Millionen sind – so schnell geht das übrigens gar nicht:
https://www.destatis.de/bevoelkerungspyramide/#!y=2060
aber bei solchen Vorschlägen beißen Grüne und Hyperreiche ja vor Wut in den Teppich.


Manfred P.
3.6.2015 16:23
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Naja, dann wollen die doch dasselbe wie die Neoliberalen: Absenken des Lebensstandards der Massen, und Reichtum nur für eine schmale Oberschicht.

Die begründen das vielleicht anders, aber im Endeffekt läuft es ja auf dasselbe hinaus.

Also nur keine Aufregung.

PS. Was ist nur mit Erhards “Wohlstand für Alle” geschehen? Wieso können einige Leute es nicht ertragen, dass es einfachen Arbeitnehmern gut geht?


au weia danisch hat es wieder getan
3.6.2015 16:38
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Totschlagargument ist Danischs liebstes Argument. Einen in eine Kategorie einordnen, Rest ignorieren, fertig. So funktioniert schlichtes Denken.


Hadmut
3.6.2015 17:05
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> Einen in eine Kategorie einordnen, Rest ignorieren, fertig.

Was denn für einen „Rest” ? Du hast doch gar nichts gesagt. Wie sollte man da etwas nicht ignorieren können?

(Solche Spinner fehlen mir gerade noch: Völlig substanzlos, keine Aussage und sich dann beschweren, dass man sie ignoriert hätte…)


Dirk S
3.6.2015 16:57
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@ au weia danisch hat es wieder getan

Das Verarmungsprogramm läuft schon seit Thatchers Zeiten, hierzulande kam es nur später an.

Dir ist aber schon klar, dass es dem deutschen Volk in seiner Gesamtheit derzeit besser geht, als je zuvor? Trotz Merkel. Sogar die Transferleistungsempfänger leben in einem Wohlstand, den ein einfacher Arbeiter in Thatchers Zeit in DE sich nicht so einfach hätte leisten können. Schon mal darüber nachgedacht?

Nachdenkliche Grüße,

Euer Dirk


Frank
3.6.2015 19:13
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@Dirk

Wo lebst Du denn?
In den 70,80 Jahren konnte ne Familie noch von einem Einkommen leben,zwei, drei Kinder grosszuziehen, neues Auto alle paar Jahre kaufen, Urlaub.
Heute rackern Beide und kommen kaum über die Runden.
Prekäre Beschäftigungsverhältnisse,Zeitarbeit usw -ScheißHandys und Katzengold wird der Jugend als neues Statussymbol verkauft weils fürn Auto nichmehr reicht.
Wohlstand bemisst sich nicht in unbezahlten Autos und riesigen Flachbildschirmen.


Gutartiges Geschwulst
3.6.2015 21:04
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@au weia danisch hat es wieder getan: “Das Verarmungsprogramm läuft schon seit Thatchers Zeiten, hierzulande kam es nur später an.”

Das geistige Verarmungsprogramm läuft schon seit Marxens Zeiten. Zwar kam auch dieses hierzulande erst später an, doch die Armut der Betroffenen kann mit Recht als hoffnungslos gelten.


Michael Kumpmann
3.6.2015 22:26
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http://sciencefiles.org/2015/06/03/morgenthaus-erben-die-grunen-wollen-den-deutschen-bananen-verbieten/

und deshalb verstehen sich die Grünen und Linken so gut. Die Linkspartei hat schonmal dafür gesorgt, dass Deutsche keine Bananen hatten. 😉


JochenH
3.6.2015 22:30
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Die Politik ist so ein ganz eigenes Biotop geworden. Der Wähler ist weit weg und im Elfenbeinturm spinnt man etwas aus. Die Protagonisten dieses Vorschlags hätten in keiner Firma auch nur den Hauch einer Chance.

Die Politik soll die Bürger repräsentieren, nicht drangsalieren oder umerziehen.


DrMichi
4.6.2015 2:38
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Haha, Kosendey…

Geile Studie haben Sie da, wäre ja schade, wenn ihr Resultat völlig anders aussähe, wenn sie von “Preisnivau” und “Capex” sprechen würde.

Machen wir es lieber ganz anders.

Wir machen einen grossen Haufen und sagen, das seien die Reserven. Oder die Ressourcen. Ist auch egal. Wie im MIttleren Osten, wo jeder behaupten kann, was er will.

Ich sehe die Fakten so: In Deutschland nehmen die Flözendicken ab. Làngerfristig mag die Hälfte immer noch im Boden vorhanden sein, wenn aber für den Abbau ein hoher Anteil des Ertrages gleich wieder verschwindet, dann lohnt sich das nicht mehr.

Und ich bin kein Öko, du Löli. Autofahren Ade.

“Die Entwicklung des Ölpreises ist nicht
vorhersagbar, ein dauerhaft niedriges
Niveau wird aber nicht wieder erreicht
werden. Der Ölpreis ist weniger von der
geologischen Verfügbarkeit als von poli-
tisch-wirtschaftlichen Einfl ussfaktoren ab-
hängig. Höhere Sicherheitsaufl agen bei der
Tiefwasserförderung und ein wachsender
Anteil von nicht-konventionellem Erdöl wer-
den die Gewinnungskosten von Erdöl weiter
ansteigen lassen.”

Haben wir gesehen. Lassen wir den Unsinn mal Unsinn sein. Seien wir genau und logisch. Kosendey behauptet 2000 Jahre. Dort stehen ~20’000Gt, wir verbrauchen nun schon 10Gt pro Jahr in einem exponentiell wachsenden System…: https://www.youtube.com/watch?v=eOykY2SMbZ0

Dirk: Familie, 1990, Westeuropa: Ferien einmal/Jahr, dreimal Fleisch/Woche, bessere Qualität und zum Geburtstag, zu Weihnachten und zwischendurch Geschenke und Spielsachen. Die Wohnung ist vom gleichen Jahrzehnt. Der Vater arbeitet irgendwas besseres, weil er es gut kann. Aber verdient verglichen nicht üppig.

Heute, Familie, auch WE: Dasselbe, aber die Qaulität ist im Arsch, die Strassen sind dieselben wie früher (aber mit Löchern aus zwei-einhalb Jahrzehnten), beide arbeiten teils mit “freiwilligen” Überstunden, die Wohnung entweder zwangssaniert, weil die Vermieter mietwuchern möchten oder immer noch von 1990.

Geh mal draussen spielen, dann erzählen die Kinder Neues.


Dirk S
4.6.2015 9:04
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@ Frank

Wo lebst Du denn?

In Deutschland.

In den 70,80 Jahren konnte ne Familie noch von einem Einkommen leben,zwei, drei Kinder grosszuziehen, neues Auto alle paar Jahre kaufen, Urlaub.

Aber auch nicht jede Arbeiterfamilie, bei den einfachen Arbeitern langte es zwar um die Familie zu ernähren, vielleicht noch ein Auto und Fernseher, Ferien an der Nordsee oder sonst im Inland, mühsam zusammengespart. Da mussten aber auch die Klamotten der älteren Geschwister aufgetragen werden und eine kaputte Hose wurde geflickt und nicht ersetzt. Und heute? Der Trend geht zum Drittwagen, Urlaub auf Malle, mehr Fernseher als Wohnräume, Smartphones, aus allen Verbindeungen brechende Kleiderschränke, Berge an Schuhen und dennoch nichts anzuziegen, etc. Und alles ggfs auf Kredit. Unser Wohlstand hat sich enorm erhöht, aber eben langsam, da merkt man das nicht so leicht.

Heute rackern Beide und kommen kaum über die Runden.

Anspruchsdenken etwas zurückschrauben und schon geht einiges. Was haben die beiden denn heute so alles mehr, als der Arbeiter in den 70ern? Na? Richtig, sehr viel mehr.

Prekäre Beschäftigungsverhältnisse,Zeitarbeit usw

Falsche Berufswahl war auch in den 70ern bereits ein Fehler. Eigentlich schon immer. Wobei früher mehr Ungelernte eingestellt wurden als heute. Aber die wurden auch damals nicht fürstlich entlohnt.

-ScheißHandys und Katzengold wird der Jugend als neues Statussymbol verkauft weils fürn Auto nichmehr reicht.

Das Auto ist heute einfach kein Statussymbol mehr wie in den 70ern. Eine völlig normale Verschiebung. Vor 372 Jahren war eben die besonders aufwenig gefertigte Jagdbüchse ein Statussymbol, auch wenn man nicht auf die Jagd ging. Statussymbole ändern sich mit der Zeit, das ist ein völlig normaler Vorgang. Natürlich sind Dinge, die sich nicht jeder leisten kann, ein Statussymbol. Was in diesem Fall nur zeigt, dass sich fast jeder ein Auto leisten kann, wenn er/sie/es denn will.

Wohlstand bemisst sich nicht in unbezahlten Autos und riesigen Flachbildschirmen.

Stimmt. Ändert aber nichts daran, dass sich der Wohlstand seid den 70ern enorm erhöht hat. Wie schon geschrieben, langsam, daher wenig merklich. Also, ich möchte heute nicht mehr auf dem durchschnittlichen Wohlstandsniveu meiner Kindheit in den 70ern leben müssen. Muss ich zum Glück auch nicht. Wobei so mancher von uns aufgrund des niedrigeren medizinischen Niveau der 70er (im Vergleich zu heute) sich wohl kaum noch beschweren würde. Einfach weil er/sie/es an einer Erkrankung verstorben wäre, die heute behandelbsr ist. Und auch das ist Wohlstand.

Wohlstehende Grüße,

Euer Dirk


Dirk S
4.6.2015 9:22
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@ DrMichi

Dirk: Familie, 1990, Westeuropa: Ferien einmal/Jahr, dreimal Fleisch/Woche, bessere Qualität und zum Geburtstag, zu Weihnachten und zwischendurch Geschenke und Spielsachen. Die Wohnung ist vom gleichen Jahrzehnt. Der Vater arbeitet irgendwas besseres, weil er es gut kann. Aber verdient verglichen nicht üppig.

Genau, der Vater arbeitet etwas besseres, heißt überduchschnittliches Einkommen. Kalle Normalarbeiter hatte da wohl weniger. Und was ist ein üppiges Einkommen? Durchschitt, etwas über dem Durchschitt, das 10-fache des Durchschnitts?

Heute, Familie, auch WE: Dasselbe, aber die Qaulität ist im Arsch, die Strassen sind dieselben wie früher (aber mit Löchern aus zwei-einhalb Jahrzehnten), beide arbeiten teils mit “freiwilligen” Überstunden, die Wohnung entweder zwangssaniert, weil die Vermieter mietwuchern möchten oder immer noch von 1990.

Was arbeiten die Eltern? Tarif / Außertarif? Wohnungslage? Der Informationsgehalt deines Textes ist ja noch niedriger als meiner. Ich bezeichne wenigstens Gruppen, unter denen man sich noch was vorstellen kann. Du wirkst auf mich, als wenn du mit aller Gewalt ein Bild aufrecht erhalten willst, an dem ich ganz kräftig gekratzt habe.
Ich weiß nicht, wie alt du bist, aber ich habe Kindheit und Jugend in den 70er und 80ern gehabt und habe die 90er als junger Erwachsener voll und ganz mitbekommen. Und ich weiß, dass die nicht so toll waren, wie es sich viele so im Nachhinein zurecht lügen. Schöne Erinnerungen verzerren die Wahrnehmung, ja, aber dann müsste ich die 90er als das beste Jahrzehnt seit 12000 vor Christi bezeichnen. Tue ich aber nicht.

Geh mal draussen spielen, dann erzählen die Kinder Neues.

Treffen wir uns an der Sandkiste? Bringst die Förmchen mit und ich die Schäufelchen? Hab’ ich dich so doll getroffen?

Treffende Grüße,

Euer Dirk


Stefan S
4.6.2015 11:52
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@Frank:
>In den 70,80 Jahren konnte ne Familie noch von einem Einkommen
>leben,zwei, drei Kinder grosszuziehen, neues Auto alle paar Jahre
>kaufen, Urlaub.

Stimmt m.E. nur partiell. Ich bin in einer solchen Familie großgeworden. Meine Eltern haben mit dem Gehalt meines Vaters drei Kinder ernährt und ein Haus abbezahlt. So weit, so gut.

Andererseits waren meine Eltern und (ihre Generation) wesentlich sparsamer als die Leute heute: Auto, klar, hatten wir. Aber halt eins und zwar eines, das nach heutigen Maßstäben als Kleinwagen gilt. Urlaub, ja, aber wir sind nicht wie heute üblich mit dem Flugzeug nach Spanien ins Hotel geflogen, sondern haben eher eine Woche den Onkel und die Tante auf dem Bauernhof besucht. Oder die Kinder sind ins Ferienlager der Kirche in die Lüneburger Heide. Essen im Restaurant oder am Imbiß gab es vielleicht zwei Mal im Jahr und bei Ausflügen am Wochenende war es klar, daß nicht an irgendwelchen Büdchen gegessen wird, sondern der Picknickkorb gepackt wird.

Und wir waren Mittelschicht. In der Arbeiterklasse waren damals[tm] auch die Wohnstandards viel geringer als heute: Also ein Kinderzimmer für zwei Kinder war durchaus noch üblich, Wohnungen mit Ofenheizung waren noch verbreitet etc.


Kosendey
4.6.2015 13:19
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@DrMichi …man muß das Gelesene auch verstanden haben. Ansonsten macht sich jeder lächerlich wie er kann. Das Dokument vom BGR war nur der Anfang… das übliche also. Wenn etwas nicht in`s Weltbild passt… jibbet das auch nicht.

Ansonsten das übliche Trollgeschwurbel: viel Wischiwaschitext, garniert mit Beleidigungen.


Gedöns
4.6.2015 20:34
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@Stefan S
„Meine Eltern haben mit dem Gehalt meines Vaters drei Kinder ernährt und ein Haus abbezahlt. So weit, so gut.
Andererseits waren meine Eltern und (ihre Generation) wesentlich sparsamer als die Leute heute: Auto, klar, hatten wir. Aber halt eins und zwar eines, das nach heutigen Maßstäben als Kleinwagen gilt.“//
Klingt wie DDR-Niveau, nur daß beide arbeiteten, kein Haus abbezahlt wurde und kein Auto da war. Es wurde zur Miete gewohnt (unter 100 DDR-Mark warm – so sah die Wohnsubstanz dann auch aus …), eventuell war ein Trabi da – dafür aber dann auch weniger Kinder. Hilfreich war aber auch: das bestellte Auto trifft ein, wenn die Kinder aus dem Haus sind.
Einigt Euch doch: DDR-Niveau wird von den Grünen angestrebt und da standen dann auch zig Milliarden für den Umweltschutz bereit …


Frank
4.6.2015 21:15
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@Dirk

Ja was haben die BEIDEN heute mehr als der EINE, die Familie ernährende, Arbeiter der 70ger?
Richtig, Katzengold -Fernseher und Smartphones “ggf auf Kredit”!
Wann hast das letzte Mal den Preis eines Autos in der Werbung gesehen, vor 10,15 Jahren?
Und ne teure Karre ist auch heute noch n echtes Statussymbol,nur kann die sich kaum einer mehr leisten -die Autos werden immer älter, weil Leute gern alte Karren fahren?
Du kannst Dich drehen wie Du willst -von einem Einkommen kann keiner Durchschnittsfamilie mehr leben, geht schon komplett für Festkosten drauf,mindestens.
Also verdienen die Leute weniger, aus die Maus!
Wohlstand auf Pump, ne Fakemittelschicht die einen Monatslohn vom Zusammenbruch der Fassade steht, immer weniger Jobs von denen man leben kann.
Und zum Lebensstandard gehörten auch Städte die nicht alle aussehen wie Beirut, keine drei Kellereinbrüche pro Jahr und Freibäder/Schulen ohne Wachschutz, die Gewöhnung an das Faustrecht.
Merkels “Nie gings uns so gut wie heute “glaubst auch nur Du.


Stefan S
4.6.2015 22:59
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@Gedöns:
Etwas überspitzt gesagt hat der typische Wähler der Grünen eine ETW in Berlin-Mitte oder Prenzlauer Berg für 1 Mio, einen SUV in der Tiefgarage und fährt gelegentlich mit dem Fahrrad zum Biomarkt und verachtet die Asis, die beim Lidl einkaufen müssen. Ich habe heute keine Sympathie für die Grünen mehr, auch wenn ich Anfang der 90er selber Grün gewählt habe.

Und, ich bin den 80ern ein paar Mal bei Verwandten in der DDR gewesen. Das war schon ein wesentlicher Unterschied zur BRD-West.


Dirk S
5.6.2015 9:26
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@ Frank

Ja was haben die BEIDEN heute mehr als der EINE, die Familie ernährende, Arbeiter der 70ger?
Richtig, Katzengold -Fernseher und Smartphones “ggf auf Kredit”!

2 Autos, ein Zimmer für jedes Kind, kein auftragen der Sachen älterer Geschwister, Smartphones für jeden inclusive All-Net-Flat und die vielen kleine Annehmlichkeiten ohne die man zwar leben kann, aber die einem das Leben versüßen. Und die wir als so selbstverständlich erachten, dass wir sie gar nicht mehr wahrnehmen.

Wann hast das letzte Mal den Preis eines Autos in der Werbung gesehen, vor 10,15 Jahren?

Als früherer Neuwagenkäufer weiß ich, dass die Preise in der Werbung nicht allzuviel mit den echten Verkaufspreisen zu tun haben. Man bekommt einen Neuwagen erheblich günstiger als in der Werbung, zumindest als Barzahler. Also genauso wie in den 70ern, man sparte, bis man das Geld zusammen hatte und kaufte dann. Das gibt auch heute noch satten Rabatt.

Und ne teure Karre ist auch heute noch n echtes Statussymbol

Weniger als in den 70ern. Zum Beeindrucken brauchst du heute schon noch einen Ferrari oder einen Lambo. Porsche oder Daimler sind als Statussymbol auch nicht mehr das, was sie mal waren.

nur kann die sich kaum einer mehr leisten -die Autos werden immer älter, weil Leute gern alte Karren fahren?

Quark, es ist vielmehr, dass sich viele einfach keine “Bonzenkarre” mehr leisten wollen, weil sie die nicht brauchen bzw. die in Großstädten oftmals hinderlich ist. Außerdem wird der Parkraum langsam knapp. Ebenso muss der Viertwagen für das Töchterchen ja nun nicht das neueste Modell sein. Und so viele alte Karren sind auch nicht unterwegs. Wobei, wie definiertst du alte Karre? Ich mit älter als 10 Jahre.

Du kannst Dich drehen wie Du willst -von einem Einkommen kann keiner Durchschnittsfamilie mehr leben

Doch, das geht. Auf jeden Fall, wenn du auf dem selben Niveau wie in den 70er lebst.

Aber auch das stimmt nicht so ganz, denn ich habe meine 5-köpfige Famile mit dem Gehalt eines Provinz-Ings gut ernährt und etwas Luxus war auch immer drin. Für mehr Luxus muss dann auch die Mama ein bisschen mitarbeiten.

geht schon komplett für Festkosten drauf,mindestens.

Äh, wo lebst du? In München, Berlin, Hamburg oder Frankfurt? Da würde ich das noch glauben, aber für die breite Masse deutscher Lebensräume bleibt noch einiges nach den Fixkosten übrig. Selbst wenn man die All-Net-Flat für alle als notwendige Fixkosten ansieht.

Also verdienen die Leute weniger, aus die Maus!

Nö. Den Leuten geht es in der Gesamtheit heute besser als vor 40 Jahren.

Wohlstand auf Pump

Aber auch der Kredit will zurückgezahlt werden. Auf Pump konsumiert ist vorgezogen konsumiert. Wobei ich dir zustimme, dass man sich seinen Wunschtraum erst einmal zusammensparen sollte. Dann ist die erworbene Sache noch viel besser und emotional wertvoller.

ne Fakemittelschicht die einen Monatslohn vom Zusammenbruch der Fassade steht

Die Mittelschicht erodiert, dass ist richtig. Aber daraus einen Rückgang des Wohlstandes abzuleiten ist falsch. In den 70ern hatte die Mittelschicht kaum mehr, als die Unterschicht heute. Der Wohlstand hat zugenommen und damit auch die wirtschaftlichen Unterschiede zwischen der Mittel- und Unterschicht verwischt.
Und dass die nur “einen Monatslohn vom Zusammenbruch der Fassade” stehen, ist ja wohl Polemik.

immer weniger Jobs von denen man leben kann.

Quatsch. Es gibt immer mehr Leute, die nichts anständiges gelernt haben. Das ist das Problem. Und zwar im doppelten Sinne. Es gibt immer weniger Jobs für Unqualifizierte auf der einen und zuviele Fehlqualifizierte (z.B.: “Genderfachkräfte”), die keiner braucht, auf der anderen Seite. Das sind aber noch Nebenschauplätze, insgesamt geht es den Menschen besser als vor 40 Jahren.

Und zum Lebensstandard gehörten auch Städte die nicht alle aussehen wie Beirut, keine drei Kellereinbrüche pro Jahr und Freibäder/Schulen ohne Wachschutz, die Gewöhnung an das Faustrecht.

Ich rede nicht vom Lebensstandard sondern vom Wohlstand, wobei sich ein erhöhter Wohlstand in einem höhren Lebensstandard äußert. Und auch der hat sich insgesamt erhöht. Bestreitet ja niemand, dass sich beides punktuell reduzieren kann. Das fängt aber der Gesamtanstieg locker wieder auf.

Was du beschreibst ist eine Verslumung, die nur einzelne Stadtteile betrifft und nichts über den allgemeinen Wohlstand aussagt. Aber nun weiß ich, wo bei dir das Problem liegt: Du schließt von deiner eigenen Umgebung auf die Gesamtheit. Das geht nun mal eben nicht, denn die Zahlen insgesamt sprechen eine andere Sprache.

Merkels “Nie gings uns so gut wie heute “glaubst auch nur Du.

Auch wenn ich der ersten Kanzlerin aller Zeiten nicht viel glaube, da hat sie mal ausnahmsweise recht.

Ungläubige Grüße,

Euer Dirk


Gast$FF
5.6.2015 23:05
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> Und ne teure Karre ist auch heute noch n echtes Statussymbol

Eher nicht. Fette Photovoltaikanlage auf dem Dach des selbstgenutzten, freistehenden Einfamilienhauses – das macht viel mehr her.


Tauriel
7.6.2015 10:26
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@ Dirk S: “bei den einfachen Arbeitern langte es zwar um die Familie zu ernähren, vielleicht noch ein Auto und Fernseher, Ferien an der Nordsee oder sonst im Inland, mühsam zusammengespart. Da mussten aber auch die Klamotten der älteren Geschwister aufgetragen werden und eine kaputte Hose wurde geflickt und nicht ersetzt. Und heute?”

Auch bei uns bekommt der jüngere die Klamotten des älteren. Reicht es dadurch zu einem Eigenheim? Nein! Keine Chance.

Vor 30, 40 Jahren konnte man sich als Arbeiter noch ein Eigenheim kaufen und in 5-10 Jahren abbezahlen. Heute braucht (also bräuchte) man dafür 50-100 Jahre. Außer die Frau geht mit arbeiten, dann gehts auch in 30 Jahren.

Und dann kommen noch die blöden Sprüche meiner Eltern (also der “Goldenen Generation”) dazu: Ja früher ging das doch auch. Ja früher haben wir einfach gespart. Ja früher … usw.

Und dann wundern sie sich, dass sie für 20 Pfennige keine Tüte Eis mehr bekommen, sondern die KUGEL Eis 1 Euro 50 kostet.


Dirk S
8.6.2015 11:46
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@ Tauriel

Auch bei uns bekommt der jüngere die Klamotten des älteren. Reicht es dadurch zu einem Eigenheim? Nein! Keine Chance.

Früher war das Auftragen gang und gäbe, heute die Ausnahme. Und dass ein sparsames Leben automatisch zum Eigenheim führt, hat auch keiner außer dir behauptet.

Vor 30, 40 Jahren konnte man sich als Arbeiter noch ein Eigenheim kaufen und in 5-10 Jahren abbezahlen. Heute braucht (also bräuchte) man dafür 50-100 Jahre. Außer die Frau geht mit arbeiten, dann gehts auch in 30 Jahren.

Eigenheim in 5 bis 10 Jahren abbezahlt? In den USA ja, in DE nein. Auch in den 70ern. Und die meisten Arbeiter wohnten zur Miete oder in Ererbten. Ausnahme waren schon damals die Glücklichen, die bei VW, Daimler, BASF etc. arbeiteten. Die konnten sich ohne Probleme die Baukredite leisten.

Mal eine Frage: Weißt du überhaupt, wovon du schreibst? Ein Eigenheim in DE abzuzahlen dauert im Schnitt 25 bis 30 Jahre. Manchmal mehr, mal weniger.

Und dann kommen noch die blöden Sprüche meiner Eltern (also der “Goldenen Generation”) dazu: Ja früher ging das doch auch. Ja früher haben wir einfach gespart. Ja früher … usw.

Und? Sie haben recht, wenn du auf dem Wohlstandsniveau von damals lebst. Ok, die medizinische Versorgung ist inzwischen besser, also würdest du sogar immer noch etwas besser darstehen. Smartphone ist dann natürlich nicht.

Und dann wundern sie sich, dass sie für 20 Pfennige keine Tüte Eis mehr bekommen, sondern die KUGEL Eis 1 Euro 50 kostet.

Nennt sich Inflation und ist ein normaler Vorgang in der westlichen Wohlstandswelt. Nur: Für die meisten Produkte arbeiten wir inzwischen weniger lange als unsere Eltern. Falls es die damals überhaupt schon gab. Also, mehr Wohlstand.

Wohlständige Grüße,

Euer Dirk