Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Der Berliner Bundes-Bunker

Hadmut
29.5.2015 22:30

Ach, ab und zum muss man auch dem Affen mal Zucker gönnen und ne Verschwörungstheorie mal rumgehen lassen:

Ein Leser wies mich heute darauf hin, dass der wahre Grund für die enorme Verspätung des Berliner Flughafens sei, dass das alles nur Tarnung für eine gewaltige unterirdische Bunkeranlage mit angeschlossener Start- und Landebahn sei.

Was bemerkenswerterweise bedeuten würde, dass die Spaßvögel, die meinten, dass wir als Kreuzung zwischen Stuttgart 21 und Flughafen dort einen unterirdischen Flughafen mit eingebauter Philharmonie bauen würden, gar nicht mal so falsch gelegen hätten. In der Nähe der Kaserne, in der ich einst Grundwehrdienst hatte, soll es unter einem unverfänglich erscheinenden Gebäude in der Innenstadt auch einen mehrere Etagen umfassenden Tiefbunker mit einem Militärlazarett gegeben haben. Und in einer meiner früheren Tätigkeiten habe ich sogar mal am Einbau eines Rechenzentrums in einen alten, aber vorzüglich erhaltenen, getarnten, quasi unkaputtbaren Luftschutzbunker der Nazis mitgewirkt, der auch unter einem normalen Gebäude versteckt war.

Ist die Story also realistisch? Gar wahr? Oder einfach nur hanebüchener Verschwörungsblödsinn?

Feuer frei…


19 Kommentare (RSS-Feed)

Klaus
29.5.2015 23:10
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derdiebuchstabenzaehlt
29.5.2015 23:27
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Ich sag mal so: Irgendetwas werden die schon fertig haben da, irgendwann … nur an einen Flughafen in Betrieb glaub ich auch nicht mehr.


Manfred P.
29.5.2015 23:42
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Naja, wieso nicht. In der Eifel gab’s doch auch diesen Bunker, der streng geheim und in der Nähe von Bonn war.

Der DDR-Bunker war wohl eher für den Arsch, und heutzutage sind die Ansprüche an den Luxus ja auch gestiegen.

Wobei natürlich im Ernstfall ein Flughafen als erstes von Nuklearwaffen platt gemacht werden würde. Und die Russen dürften auch über sowas wie Bunker Buster verfügen.

Habe aber zu wenig Ahnung von der Ausbreitung von Explosionsdruckwellen durch Erdschichten, um beurteilen zu können, inwieweit man einen unter flacher Erde befindlichen Bunker bombenfest machen kann.


Soweit ich richtig informiert bin, ist das Problem die Bodenbeschaffenheit dort. Der Boden ist wohl recht sandig und die Gebäude könnten dann bis zu 30 cm / Jahr absacken. Eigentlich ist da alles reif für einen Abriss. Das Märchen mit dem Brandschutz oder Rauchabzug ist lächerlich, wenn man sich anschaut, wie lange da nun shcon nix weitergeht, während immer weiter immer mehr Geld fließt…


DrMichi
30.5.2015 0:56
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Also… das erinnert mich an… mal überlegen

“Über Jahre hatte die Schweiz sogar den Primat inne, über die grösste Zivilschutzanlage der Welt zu verfügen. In Luzern wurde der Sonnenbergtunnel der Autobahn A2 so ausgerüstet, dass er im Krisenfall als Luftschutzbunker für bis zu 20’000 Menschen gedient hätte.”

Nein… nicht ganz. Ich finde leider keine vernünftigen Quellen (oh, wer hätte das gedacht), aber der zweite Infrastrukturausbau der Schweiz fiel komischerweise mit einem massiven Investitionsprogramm und dem Ausbau von hust-hust Anlagen für den grössten Trachtenverein der Schweiz zusammen.

Es könnte etwas am Flughafenbunker dran sein, man weiss ja echt nie alles. Man kann nur hoffen, dass vielleicht die Amerikaner die Kosten übernehmen, weil die Anlagen dann sowieso ihnen gehören. Kleiner Scherz am Rande. Ha. Ha.


Wolf
30.5.2015 0:59
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Es gibt das Gerücht…das sich so manch Finanzverwaltung…an der Küste..sowie in bärigen Gefilden….verzockt hätte….mit finanziellen Papierchen, Wechselkursen und Swaps…die Summen wären dermaßen Hoch, dass es im Grunde die Politiker vor Ort den Kopf kosten würde, die Dauerbaustellen daher lediglich Orte, an denen man ohne großes Aufheben Millionen als Abzahlung für milliardenschwere geplatze Finanzwetten versickern lassen könnte. So sagt man. Sicher nur ein Gerücht….


Hadmut
30.5.2015 9:27
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Ein gescheiterter Flughafen als Tarnung und Geldwäscheautomat für ein paar abzuführende Milliarden?

Hat was.


Paule
30.5.2015 1:18
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Hallo,
zur Absicherung der wunderschönen VT sollten wir ein paar Fragen stellen. Ich habe der Einfachheit halber die Antworten gleich mitgeliefert :-):
– Kennt Jemand Jemanden der beim Bau des Bunkerflughafens mitgearbeitet hat?
o Antwort ja –> VT bestätigt 🙂
o Antwort Nein –> VT bestätigt, da alle Bauarbeiter wahrscheinlich tot 🙂

– Gibt es plötzlichen Natur- und/oder Grundwasserveränderungen in der Gegend? zB: plötzlich abgestorbene Bäume, verschwundene Bäche, Erdfälle (Löcher in der Gegend) oder plötzlich trockene Gräben oder das Gegenteil: neue Bäche, Gräben mit Wasser (abgepumptes Grundwasser) Bau von Kanalisation oder von sinnlosen Straßen mit großen Wasserbauwerken (Rückhaltebecken), große Veränderungen bei der Flächennutzung (aus Wald wird Wiese oder Acker oder andersrum aus Acker wird Wald, Einrichtung Naturschutzgebieten.

o Antwort ja –> VT bestätigt 🙂
o Antwort Nein –>VT bestätigt, die geben sich aber wirklich Mühe 🙂

– Gibt es Veränderungen bei den vorhandenen Bauwerken? Z.B: Straßen werden verlegt, Brücken verstärkt oder erneuert, des gleichen bei Strom-, Wasser-, Gasleitungen, alte Häuser bekommen Risse.
o Antwort ja –> VT bestätigt 🙂
o Antwort Nein –> VT bestätigt, das muß es einfach geben:-)

Also nach meiner nun durchgeführten investigativen Untersuchung halte ich die VT für sehr Plausibel… lol

Gruß Paule


jannndh
30.5.2015 2:59
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Nun wenn das mit dem sandigem Boden so ein Problem ist, ( und ja ich weiß instabiler Grund kann ein derbes Problem sein)

Warum funktioniert der Flughafen Schönefeld dann? und das seit zig Jahren?

Wie stark ist das Terminal Schönefeld eingesunken?

Oder der Bahnhof direkt daneben?

Andererseits, ich weiß das in Wolfgangsmassen ende der 80er Massiv Erde und Geröll weggeschafft wurde. Mehr als passend war.

Gerüchte halber wurde da ein Bunker gebaut.

Aber eher unwahrscheinlich. dafür war es zuviel Erde, und zuwenig Stein. ( wolfgangsmassen ist im Erzgebirge) da kommt nach spätestens 2 Meter Graben massiver Granitfels.

Und Auch Tegel ist nicht auf besserem Untergrund gebaut, Tempelhof ebenso. Instabilen Untergrund benutzbar zu machen ist ja nun auch keine Raketenwissenschafft.

Nein;
BER ist wirklich Inkompetenz in reinkultur. Nach allem was ich zu dem Thema gelesen habe ist der Standort ja nicht technologisch ausgewählt sondern politisch.

Die Entscheiderpositionen waren politisch besetzt, nicht mit Leuten die sich auskennen.

Ein Problem das es immer wieder gibt. Es wird gedacht, geplant, gemacht. ohne aucvh nur einmal mit denen zu reden die mit sowas arbeiten.


Heinz
30.5.2015 8:02
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Wenn die unterirdische Bahn zwischen Berlin und S21 pünktlich kommt bin ich dafür.


Zäld
30.5.2015 11:07
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@Männerstreik

“Soweit ich richtig informiert bin, ist das Problem die Bodenbeschaffenheit dort. Der Boden ist wohl recht sandig und die Gebäude könnten dann bis zu 30 cm / Jahr absacken.”

Da hat man schon früher einen Versuch zu gemacht:

http://de.wikipedia.org/wiki/Schwerbelastungsk%C3%B6rper


J
30.5.2015 11:27
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Ach, das war Imtech? Das erklaert einiges.
Weiss nicht, wieviel davon in Deutschland durch die Oeffentlichkeit geht. Imtech ist ein grosser (fuer hier) niederlaendischer Laden, daher kriegen sie auch viel Aufmerksamkeit. Die sind beinahe pleite gegangen, mussten den IT-Teil abstossen, Aktienkurs im Keller. Alles dank massiver Korruption und Pfusch bei der deutschen Bau-Tochter. Die, wie der von Klaus verlinkte Artikel zeigt, am BER-Bau (massgeblich?) beteiligt war.
Interessant finde ich, dass dieses Detail hier gar nicht erwaehnt wurde. Zugegeben, es war immer nur von “massiver Korruption” die Rede, ohne viel Details. Aber BER ist ja keine Schrebergartenhuette in Klein-Wusterhausen. Das haetten sie ruhig mal auf’m Aether bringen koennen.


Bodo
30.5.2015 11:40
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Sicher wird es einen Bunker geben, vielleicht dort, vielleicht anderswo. Das ist wohl seitens der Nato für alle Mitglieder obligatorisch. Ob es sinnvoll ist, das ist eine andere Frage. Schon konventionell Krieg führen lässt sich auf dem Boden eines mit AKW reichlich ausgestatteten Landes ohnehin nicht. Solche Staaten (Deutschland, Frankreich u.v.a.) lassen sich faktisch nicht verteidigen. Ein Treffer in einem AKW führt zum Desaster (Tschernobyl). Mehrere geborstene AKW machen das Land weitgehend unbewohnbar. Und anders als beim Kernwaffeneinsatz bleibt das auf Jahrzehnte so! Abschalten der Kraftwerke reicht nicht, solange die Kernbrennstoffe nicht sicher untergebracht werden können. Von daher sind alle Maßnahmen zur Verteidigung meiner Meinung nach Staffage. Oder nett gesagt, sie dienen der Sicherung von Profiten bzw. Arbeitsplätzen in der Rüstungsindustrie und im Militär.
In Frankreich käme hinzu, dass man zu 70% von Kernenergie abhängig ist, im Verteidigungsfall müsste man sich also entweder selbst den Saft abdrehen oder die dauerhafte Verseuchung riskieren.


Manfred P.
30.5.2015 13:29
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>Und anders als beim Kernwaffeneinsatz bleibt das auf Jahrzehnte so!

Wieso anders als beim Kernwaffeneinsatz?

Die Testgebiete aus den 50er Jahren sind heute noch unbewohnbar.


MichaelB
30.5.2015 16:14
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“Mehrere geborstene AKW machen das Land weitgehend unbewohnbar.”

Fracking wird diese Länder auch unbewohnbar machen: http://www.alternet.org/environment/fracking-can-expose-you-radioactive-waste-even-youre-far-away-drilling-site

Wenn ich dran denke, dass Apophis diese ganze radioaktive Scheisse aus den Tiefen unserer Erdkruste an die Oberfläche fördern könnte: http://de.wikipedia.org/wiki/%2899942%29_Apophis

Nicht auszudenken!

Das Leben ist nun mal ein risikobehaftetes Unterfangen.

Wenn wir nennenswert höhere Überlebenschancen als Spezie haben wollen, als die Dinosaurier anno dazumal, dann sollten wir endlich das nutzen, was uns die Mutter Natur gegeben hat: Sprache und Verstand!

Dazu gehört nun mal das Verständnis dazu, dass wir auf einem riesigen Reaktor hocken, basierend auf Kernspaltungen. Deswegen heisst es auch Kernkraftwerk und nicht Atomkraftwerk.

Vielleicht kommt einmal eine Generation, die den Wink der Natur mit dem Zaunpfahl verstehen wird und die Naturkräfte und -gesetze zum eigenen Überleben nutzen wird. Da sie aber nicht einmal in der Lage sind, die Statistik zu verstehen, die dem Gender Pay Gap zugrunde liegt …


Schwärmgeist
30.5.2015 16:57
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> Die Testgebiete aus den 50er Jahren sind heute noch unbewohnbar.

Wenigstens Nagasaki und Hiroshima scheinen dieses Problem nicht zu kennen. Man google mal diese Namen mit dem Zusatz “2015” nach Bildern und erblickt im Falle Hiroshimas eine florierende und im Falle Nagasakis eine von oben idyllisch anmutende Stadt. Nicht, daß ich etwas verharmlosen wollte, ich wundere mich nur schon länger darüber …


Frank
30.5.2015 20:41
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@Schwärmgeist

Hiroshima uns Nagasaki waren Luftdetonationen in mehreren Hundert Metern Höhe.
Hatte die größte Flächenwirkung,reißt aber im Gegensatz zu Bodendetonationen kaum verstrahltes Material nach oben, der dann als Fallout das Gebiet verseucht.
Ein in Hiroshima DIREKT unterm Nullpunkt stehendes mehrstöckiges Betongebäude hat nur Dach und Decken verloren, die Mauern stehen da der Druck direkt von Oben kam.
Bei der Zielgenauigkeit heutiger Kernwaffen lebt selbst der massivste Bunker von seiner Unentdecktheit.
Der DDR Regierungsbunker wurde direkt unter einem relativ unwichtigen Militärobjekt angelegt, das allenfalls mit einer eher kleineren Kernwaffe per Luftdetonation flächig ausgeschaltet worden wäre,wenn überhaupt.
Also Sicherheit durch Tarnung -WENN er der Nato unbekannt blieb,was sich nach der Wende bestätigte.

Ob bei den heutigen Sub Sub Sub
Unternehmen am Bau ähnliche Geheimhaltung möglich wäre ist absolut unwahrscheinlich , vom Konzept her wäre ein Bunker unterm Flughafen klug.


MichaelB
30.5.2015 20:51
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“Nicht, daß ich etwas verharmlosen wollte, ich wundere mich nur schon länger darüber …”

Tja, die liebe Mutter Natur scheint einige Überraschungen parat zu halten.

Es wäre interessant zu wissen, wie hoch die radioaktive Belastung in Hiroshima und Nagasaki ist, verglichen mit der Radon-Belastung, sagen wir im Fichtelgebirge? 600 kBq/m3 sollen angeblich erreicht worden sein. Über 200 kBq/m3 ist Mittelwert in Fichtelgebirge: http://www.radon-info.de/shtml/rn_brd_bl.shtml

Dass sich die Natur an die neuen Bedingungen anpasst scheint üblich zu sein: http://www.wissenschaft.de/leben-umwelt/biologie/-/journal_content/56/12054/3450686/Die-Anpassungsk%C3%BCnstler-von-Tschernobyl/

Allerdings ist das kein Grund zum Wundern: Wer weiss, dass die Evolution in einer stark radioaktiv belasteten Umwelt begann (vor einigen Millionen Jahren war die natürliche, radioaktive Belastung garantiert höher als heute), wird den Überlebensfähigkeiten der heute existenten Lebewesen mehr zutrauen als heute üblich ist. (Dass nicht jedes Lebewesen gleich reagieren wird, für manche auch schädlich sein wird, ist unbestritten.)


Dirk S
1.6.2015 14:30
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@ Manfred P.

Habe aber zu wenig Ahnung von der Ausbreitung von Explosionsdruckwellen durch Erdschichten, um beurteilen zu können, inwieweit man einen unter flacher Erde befindlichen Bunker bombenfest machen kann.

Die Explosionswellen breiten sich auch in der Erde zunächst einmal kreisförmig (eigentlich kugelförmig) vom Explosionsort aus. An Grenzflächen zwischen Gesteinen unterschiedlicher Dichte kommt es dann zu Brechungen und Reflexionen, eigentlich alles ganuso wie in der Akustik oder Optik, was man so in der Schule mal gelernt hat. Übrigens kann man recht problemlos mit Seismographen unterirdische Explosionen messen, deren Wellenmuster unterscheidet sich nämlich von denen von Erdbeben (nur Primärwellen, keine Sekundärwellen). Darauf basiert die Kontrolle des Atom-Test-Stopps.
Kleinere Explosionen werden auch zu Bodenuntersuchungen verwendet, das sich so mit Hilfe eines Sensornetzes der Boden nach Gesteinsschichten oder aber nach tiefer im Boden befindlichen Bauwerken “durchleuchten” lässt.
Diese vorherige Beschreibung gilt nur dann, wenn die Explosion in oder direkt auf dem Boden mit Bodenkontakt stattfindet, ansonsten wird die atmosphärische Druckwelle durch den enormen Dichteunterschied zwischen Luft und Boden refektiert. Das hat man sich u.a. bei der Hiroschima-Bombe zunutze gemacht, die in 600m Höhe gezündet wurde. Durch die reflektierte Druckwelle wurde erheblich mehr Zerstörung angerichtet, als wenn die Bombe am oder im Boden gezündet worden wäre. Und der Fall-Out wurde so auf das Minimum begrenzt.

Im Prinzip kannst du einen Bunker so bauen, dass der auch im Zentrum der Zar-Bombe schützen würde. Ist alles nur eine Frage wieviel Material du benötigst. Oberirdische Bunker des 2ten WK in DE haben zumeist Stahlbetonmauerdicken von 1m bis 2m, es gibt auch welche mit bis zu 7m Dicke, die sollen dann auch einen Volltreffer mit den größten (konventionellen) Bomben der damaligen Zeit aushalten. Fragt sich nur, wie man dadrin durchgeschüttelt wird.
Aber Regierungsbunker werden heute üblicherweise in abgelegenden Gegenden (in Gebirgen) angelegt, schon allein, weil man auch eine Menge Infrastruktur und Vorräte benötigt und eine Gebirgsdecke die Baukosten verringert. Wobei das Vorhandensein von Regierungsbunkern Regierungen zu einer höheren Risikobereitschaft verlocken könnte…

Problemlose Grüße,

Euer Dirk