Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Das Potemkinsche 30-Tage-Verarschungs-Frauenstudium

Hadmut
15.5.2015 8:56

Ich greife mal zwei Leserkommentare zu interessanten Berichten auf:

Ein Leser wies mich via Männer- und Väterrechte auf den Artikel „Liebe Uni, dieses Studium hätte ich in 30 Tagen geschafft” von Lea Deuber in Forschung & Lehre, 11/2014, Seite 905 (=Seite 35 im PDF) hingewiesen. Darin beschreibt eine Frau, dass sie ein vorgetäuschtes Pseudostudium absolviert hat:

Liebe Uni, ich habe dich mir anders vorgestellt, jahrelang hatte ich von dir geträumt. Von Diskussionen, vom Austausch, von dem Gefühl von Freiheit. Doch du warst immer eine Pflicht. Nicht mehr. Nach drei Jahren frage ich mich, ob mein Studium eigentlich ein Kuhhandel war: Zeit gegen Abschluss. Der Studienaufwand beträgt auf die Jahre verteilt 5 400 Stunden und es herrscht Anwesenheitspflicht. Hätte es die nicht gegeben, ich wäre in 30 Tagen fertig gewesen.

In die Seminare wäre ich gar nicht gegangen, aus den Vorlesungen hätte ich nur die Folien mit den Klausurfragen gelesen, meine Hausarbeiten an einem Tag geschrieben, Sprechstunden hätte ich mir gleich gespart und am Ende in einer Woche die Bachelorarbeit getippt. Das geht? Ja! Und ich hätte
nichts verpasst:

Mein Studium der Asienwissenschaften bestand hauptsächlich aus Seminaren. Sie begannen mit dem Satz: „Lasst uns anfangen, ich weiß, Sie wollen alle nach Hause.“ Es folgte eine Aneinanderreihung von Referaten, und da jeder Student eins halten musste, um zur Hausarbeit zugelassen zu werden, füllten sie oft die gesamte Kurszeit. Die Qualität ist egal, es wird eh nicht bewertet. Konfuzius darf Autor fremder Bücher bleiben, Japan ein Alliierter im Zweiten Weltkrieg.

Liest sich exakt wie „Gender Studies”. Die machen nämlich auch nur irgendwelche beliebigen Seminare (vgl. etwa das „Lehrangebot” der Professx Antje „Lann” Hornscheidt), Inhalt ist nicht zu finden, Prüfungsanforderungen gibt es nicht. Genau wie bei Susanne Baer und all den anderen. Keine einzige substanzielle Vorlesung zu finden, nur solche Gastvortragseinladungen. Genau deshalb hat die ja auch meine Verfassungsbeschwerde abgewiesen, in der es um einheitliche, gesetzliche Promotionsanforderungen ging. Da wird politisch gesteuert und systematisch eine ganze Pseudowelt von Scheinakademikerinnen aufgebaut.

Und hinterher werden die „Hochqualifizierten” dann per Frauenquote in die Firmen, Posten, Behörden gedrückt. Deutschlands Zwangsverblödung.

(Nachtrag: Erzählen sie uns nicht ständig, dass Mädchen schlecht in Mathe wären, wenn man ihnen vorher sagt, dass Jungen besser sind, aber mindestens genauso gut in Mathe wären, wenn man ihnen vorher sagt, dass sie gut sind? Vermutlich ist der Plan, dass man Frauen auch ohne echte Ausbildung zu Akademikerinnen macht, indem man ihnen nur vorspielt, sie hätten etwas studiert, und dann davon ausgeht, dass sie es einfach werden, wenn man ihnen sagt, dass sie Akademikerinnen sind.)

Man müsste mal ausrechnen, was der ganze Quatsch kostet:

  • Direkte Kosten der Hochschulen für Räume, Personal, Lehrstühle, Professuren
  • Kosten, die entstehen, weil das Geld woanders fehlt und wichtige Studiengänge gekürzt werden
  • Arbeits- und Lebenszeit, die Leute mit solchen Schwachsinnsstudien verbringen
  • Kosten für die Allgemeinheit, die entstehen, weil wir Millionen Arbeitsunfähige machen
  • Kosten für Schäden, die diese Universalunbefähigten auf Quotenposten usw. anrichten

Was macht man dann mit so einem Studium?

Männer müssten Taxi fahren. Frauen werden Professorin, Vorstandsmitglied oder Journalistin.

Ein anderer Leser verweist nämlich auf diese Studie (ausgerechnet einer Professorin der FU Berlin).

73,9% der Journalisten haben einen Hochschulabschluss, 9,9% Promotion (muss man wohl zusammenaddieren, weil wohl der höchste Abschluss erfragt war), also 83,8%.

Das von Politikjournalisten am häufigsten studierte Hauptfach ist mit erheblichem Abstand die Politikwissenschaft/Politologie (28,6 % der Fälle). Am zweit? und dritthäufigsten wurden die Fächer Germanistik (17,9 %) und Geschichte (14,7 %) genannt. Etwa ein Viertel der Politikjournalisten (23,9 %) hat Journalistik, Publizistik? und Kommunikations? oder Medienwissenschaft studiert. Insgesamt dominieren vor allem die Geistes? und Sozialwissenschaften mit insgesamt über 80 % der Nennungen.

Die Fragestellung ist etwas doof, denn dass unter Politikjournalisten besonders viele Politikwissenschaftler sind, kann nicht überraschen. Zudem: Was soll ein Politikwissenschaftler denn beruflich auch sonst groß machen?

Generell fält aber auf, dass (jedenfalls Politik-)Journalisten zu mindestens 80% aus Leuten geistloser Laberfächer bestehen, die auch noch alle für ihre Ideologisierung berüchtigt sind.

Auf die Frage, welcher Partei sie am nächsten stünden, antworteten 36,1% keiner Partei (wobei man fragen könnte, ob das ehrlich oder eine journalistische Pflichtantwort war), aber schon 26,9% den Grünen und 15,5% der SPD, also 42,4% offen rot-grün. CDU nur 9%.

Wir befinden uns in einem Teufelskreis aus politisch induzierter Verblödung, und einem verblödungsgetriebenen Journalismus, der die Propaganda dafür betreibt.

Nachtrag: Ein Leser weist mich gerade auf diese Statistik vom Arbeitsamt hin, wonach die Zahl der Akademiker(innen) massiv zugenommen hat. Die müssen’s ja wissen.

Nachtrag 2: Eine Lehramtskandidatin sagt, dass sie im Studium nichts lernen.

29 Kommentare (RSS-Feed)

yasar
15.5.2015 9:12
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Da lobe ich mir die Informatik (vor 30 Jahren). Da war wenigstens meistens keine Anwesentheitspflicht und wenn, nur da wo sie sinnvoll ist. So konnte man sich die Vorleser unter den Dozenten sparen und sich mit sinnvollerem beschäftigen.


yasar
15.5.2015 9:14
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Ups: Aus versehen af submit gekommen:

Wenn das in den Laberfächern erlaubt würde, würde es vermutlich auffallen, daß erstaunlich viele Studenten schon im ersten Semester abschließen könnten und daher die Lehrstühle inhaltslos wären.


bu
15.5.2015 9:46
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Durch eine entsprechende “Qualität” lässt sich doch jedes Fach zum “Laberfach” entwickeln, oder?


Brak
15.5.2015 10:03
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Hadmut, sieh das mal alles unter dem Thema Besatzung. Nicht nur Kryptologie, auch Gentechnik, Drohnenkunde und überhaupt alle Technologie, da wird der Daumen drauf gehalten, es sei denn, die Wissenschaftler wandern in die USA aus.

Als Imker habe ich z. B. ein massives Interesse an eine automatisch fliegenden Lastdrohne bis 100 kg, die mir meine Bienenstöcke, wenn der Bauer spritzt, auf einen Alternativstandort bringt, und sie nach Ablaufen der Karenzzeit direkt wieder auf dem Rapsschlag verteilt. Die iChemie = Gentechnik könnte die Keulenchemie ersetzen, aber auch dagegen ist die Labermehrheit in D.

Es gibt für dieses Ausbremse- und Verhinderungsverhalten des Laberlagers in D. auf breiter Front nur eine nicht wegzuwischende Erklärung, wenn man die Augen aufmacht: Besatzung!


niemand4096
15.5.2015 10:47
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Passt evtl. zum Thema Uni:

“Das Suffix -ling hat immer eine diskriminierende Wirkung (wie in Emporkömmling) oder drückt hierarchische Unterlegenheit aus wie in
Schmetterling, der eben eines nicht tut: schmettern.”

http://www.taz.de/Rassistische-Narrative-aus-Europa/!159568/

Könnte diese sein:

Prof. Dr. Susan Arndt
transkulturelle-anglistik
uni-bayreuth


freigeist
15.5.2015 11:27
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Die armen Schmetterlinge, kann jemand bitte eine Online-Petition starten! Oh, und erst die Lehrlinge, ach die heißen ja jetzt anders, die lernen Nichts mehr, sondern werden nur noch ausgebildet. Wobei ausbilden und ausbeuten, ist das nicht dasselbe? Überall Diskriminierung…


Emil
15.5.2015 11:38
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@niemand4096
> Könnte diese sein: Prof. Dr. Susan Arndt

Das ist sie garantiert:

“Zu ihren Arbeitsgebieten gehören westafrikanische Frauenliteratur, Kritische Weißseinsforschung und Rassismus.”

http://de.wikipedia.org/wiki/Susan_Arndt

Lauter hippe Bullshit-Themen, die ideale Voraussetzung um heutzutage eine Professur zu bekommen.


Hadmut
15.5.2015 11:41
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> “Zu ihren Arbeitsgebieten gehören westafrikanische Frauenliteratur, Kritische Weißseinsforschung und Rassismus.”

Ich sag doch: Feminismus ist ein getarntes Anti-Nazi-Programm.


Anderer Gedanke
15.5.2015 12:18
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“…Kritische Weißseinsforschung …”

Vielleicht arbeitet sie ja auch nur an neuen Waschmitteln?


Hadmut
15.5.2015 12:33
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> Vielleicht arbeitet sie ja auch nur an neuen Waschmitteln?

Muss wohl so sein. Demnach haben Feministinnen eine hohe Affinität zu Waschmitteln.


k. A.
15.5.2015 12:30
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Als Asienwissenschaftler, der auch den Wechsel von Professoren Typ alter Universalgelehrter gegen Frauenbeauftragte mitbekommen hat )und dessen Studium noch ganz anders lief), würde mich interessieren, an welcher Uni die Dame studiert hat. Lässt sich wohl nicht herausfinden?


Missingno.
15.5.2015 12:31
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Zum Glück hat das Wort Schmetterling nichts mit schmettern zu tun:
http://www.wissen.de/wortherkunft/schmetterling
Aber gut, warum sollte eine Doktorin so etwas wissen oder recherchieren können? Werden mit -ling nicht vorwiegend Männer diskriminiert (Jüngling, Lüstling)? Dann kann es ja nicht diskriminierend sein, weil man nach Feminismus Männer nicht diskriminieren kann.


etron
15.5.2015 13:03
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Also vor 15 Jahren während meines Informatik-Studiums war das ähnlich mit den Referaten. Nicht in den Kursen, die inhaltlich zum Studium gehörten, sondern in den Wahlpflichtfächern im Bereich SuK (Soziales und Kulturelles). Letztere waren eine Arbeitsbeschaffungsmassnahme für Sozialogen, die ohne Zwang niemand besucht hätte.
Da war es Standard, dass die Kursleiterin (waren immer alle weiblich) in der ersten “Vorlesung” die Referate verteilt und dann für den Rest des Semesters zugehört hat – zum Schluss gabs dann eine Klausur über die Referate.
Statt dieser Zwangsbeglückung wäre es sinnvoller gewesen, mehr Kurse im Informatikbereich anzubieten. Davon gab es so wenig, dass viele ihre Regelstudienzeit nicht einhalten konnten, weil es zu wenig informatikspezifische Kurse für alle gab.


Mirco
15.5.2015 13:09
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Mit der Medienkompetenz von den meisten Leuten steht es leider nicht gut. Die Schmutzkampagne wurde von den Gegnern Grigori Alexandrowitsch Potjomkins lanciert, mittels der fälschlich behauptet wurde, er hätte Katharina die Große bei ihren Inspektionsreisen mit Kulissen von Dörfern getäuscht, um ihr die fortgeschrittene Besiedlung der Krim vorzutäuschen. Der Urheber Georg von Helbig, ein sächsischer Diplomat am russischen Hofe schrieb zur Diffamierung Potjomkins eine Artikelserie in der Lügenpresse. Alles nur Propaganda. Tatsächlich war Potjomkins Wirken sehr erfolgreich. Das diese Diffamierung gegen ihn weiterhin besteht und ihm noch den Genderismus anlasten zu wollen, ist nicht hinnehmbar.


Emil
15.5.2015 13:15
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@k.A.
> würde mich interessieren, an welcher Uni die Dame studiert hat.

Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Bachelor’s degree, Asienwissenschaften, Schwerpunkt: Ost- und Südostasien
2011 – 2014

https://de.linkedin.com/pub/lea-deuber/a0/40a/676


Gweihir
15.5.2015 14:08
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Studiengaenge mit Anwesenheitspflicht sind immer verdaechtig. Da lohnt sich typischerweise die Anwesenheit nicht, und keine Sau wuerde mehr kommen. Das ist ein klares Warnzeichen.

Klar, bei Seminaren ist es etwas anders, aber davon sollte es nicht zuviele geben (wir hatten 2-3 im ganzen Studium), alles andere deutet auf bequeme Lehrkraefte hin, und natuerlich muss im Seminar wirklich was gelernt werden, d.h. fuer schlechte Arbeit gibt es evtl. eine 2. Chance und dann gibt es aber den Schein nicht.

Wenn die Dame sich betrogen fuehlt, dann hat sie voellig recht, sie ist betrogen worden.


Joe
15.5.2015 15:17
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Also hat Asien-“Wissenschaften” de facto die intellektuelle Qualität einer Führerscheinausbildung. Welche man ja auch inkl. Absitzen der theoretischen und praktischen Pflichtstunden komprimiert in ca. 21 Tagen zum Abschluß bringen kann. Letzteres ist auch, woran ich bei “Anwesenheitspflicht” denken muß.

Lea Deuber hat also ihre fruchtbarste Lebenszeit in sinnfreien “Seminaren” abgesessen. Nun verstehe ich langsam, wie die Eliten die Ausrottung der Weißen organisieren.


Stefan S
15.5.2015 15:26
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@Gweihir:
>Klar, bei Seminaren ist es etwas anders, aber davon sollte es nicht zuviele geben

Sehe ich nicht so. Gute Seminare, in denen in kleinerer Gruppe Wissen vermittelt wird, Rückfragen gestellt werden können, über die Inhalte diskutiert werden kann, finde ich (abgesehen von den absoluten Grundlagen) sinnvoller als Vorlesungen. Also ich meine jetzt in etwa das Format: Studenten haben zur Vorbereitung was gelesen, Prof. oder Lehrbeauftragter referiert zum Thema, anschließend wird anhand des Referierten und Gelesenen diskutiert bzw. offene Fragen geklärt.


Gweihir
15.5.2015 17:08
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@Stefan S: Das ist was anderes. Sowas nennt man aber normalerweise “Vorlesung”, oder? Seminar war bei uns immer, dass _alle_ Vortraege von den Teilnehmern kommen.


FUZxxl
15.5.2015 17:43
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@Gweihir Nicht zwangsläufig. In manchen Studiengängen, wie der Medizin, gibt es Anwesenheitspflicht, weil der Medizinstudent den Staat eine schöne Stange Geld kostet. Man möchte keine Karteileichen haben, die nur so eingeschrieben sind und ihr Studium de-facto bereits aufgegeben haben, die sollen besser gleich rausfliegen sodass man neue Studenten aufnehmen kann.

Dazu möchte ich anmerken, dass es grundsätzlich zu allen Veranstaltungen eines Studienganges im Bachelor-Master-System Anwesenheitspflicht gibt. Es ist aber so, dass in einigen Universitäten (z.B. der Humboldt-Universität Berlin) ein Verbot gibt, diese Anwesenheitspflicht zu kontrollieren. Es sind weder Laufzettel erlaubt, noch Überraschungstests bei denen alle Abwesenden automatisch durchfallen. Professoren, die diese Regeln verletzen kriegen regelmäßig auf den Deckel.


_Josh
15.5.2015 18:46
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@Joe und leicht OT: Öhem.

Ich weiß nicht wie das heute ist, vor 32,3 Jahren hat es bei mir genau fünf Tage gedauert, ehe ich mit insgesamt 8 Fahrstunden (und natürlich etwas privater Vorarbeit für die Theorie) meinen Lappen für die Klassen 1 und 3 hatte; fünf Tage deshalb, weil der Behördenkram 3 Tage brauchte.

Zum Asienstudium: Ein Mitschüler von mir, mit dem ich heute noch befreundet bin und der ein unglaubliches, seltenes Talent für Sprachen hat, der “lehrt” heute, nach Stationen in Shanghai, Heidelberg und Amsterdam, als Deutscher in Belgiens Gent solch absurden Quark wie
“When this party’s over it will start again” – Eine philosophische Exegese von David Byrnes Heaven, unter besonderer Beruecksichtigung der Frage nach der politischen Oekonomie,
Displacing Japan: Takeuchi Yoshimi’s Lu Xun in Light of Nishida’s Philosophy, and vice versa und
Translation and Time: A Memento of the Curvature of the Poststructuralist Plane.

Man sollte meinen, diese Art “Bildung” wäre was für Lottogewinner oder vermögend geborene Schöngeisterblinge. Doch weit gefehlt, seine Hütte ist stets voll ausgebucht. Kann man sich gar nicht ausdenken, sowas.


jak
15.5.2015 19:55
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“…ich wäre in 30 Tagen fertig gewesen.”

Also nach dem Profil das “Emil” oben verlinkt hat spricht die Dame “Chinesisch Fließend” und “Koreanisch Konversationssicher”. Respekt. Das hätte “ich in 30 Tagen” nicht geschafft…


Joe
15.5.2015 21:01
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Ich weiß nicht wie das heute ist, vor 32,3 Jahren hat es bei mir genau fünf Tage gedauert, ehe ich mit insgesamt 8 Fahrstunden (und natürlich etwas privater Vorarbeit für die Theorie) meinen Lappen für die Klassen 1 und 3 hatte; fünf Tage deshalb, weil der Behördenkram 3 Tage brauchte.

Die Anwesenheitspflichten addieren sich bei Klasse B heute zu einem 2-3wöchigen Vollzeit-Lehrgang (wird von der Branche auch exakt so angeboten).


k.A.
16.5.2015 1:55
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@ Emil: Danke.


Männerstreik
16.5.2015 11:25
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Die Hochschulen verkümmern immer mehr zu einem Pfründe-Zirkel, wo die zentrale Leistung darin besteht, dass man auf der einen Seite über Jahre von seiner Familie und / oder Partner und ohne nennenswertes direktes Einkommen leben muss, was vor allem die Blagen ab dem Bürgertum aufwärts hofiert. Ein Studium ist heute ja noch immer und noch mehr vom Geldbeutel der Eltern abhängig als vor Bologna, da die Anwesenheitspflichten die Zeitfenster für Nebenjobs jenseits des Kellnerns zerstören. In den verschulten Vordenk- und Vorlesekursen wird dann eingetrichtert, was die Bologna-Bulimie-Studenten für die Prüfungen und damit für die Scheine / Credit Points brauchen. Die ganz Hirnlosen, denen selbst das zu viel ist, die studieren dann sowas wie Gender Studies und Diversity-Blabla, also voll für die Tonne und Hartz IV. Für die werden dann Frauenquoten und Pseudojobs geschaffen, Frauen können sich auch oftmals per Ehe / Schwangerschaft retten, wo dann ein Mann einspringt, der etwas mit Berufsaussichten studiert hat. Generell habe ich den Eindruck, dass die Hochschulen von Frauen oftmals nur als Heiratsmarkt für Hypergamie missbraucht werden, weshalb sie auch so oft irgendein Tralala studieren, der “ihnen Spass macht” anstatt Fächer, mit denen sie brauchbare Berufsaussichten haben und sich dann ein Leben lang selbst ernähren können.

Mir kommt die Darstellung der Verfasserin des obigen Artikels in erster überheblich vor, er soll offenbar wieder mal die Mär von den angeblichen “Alphaweibchen” kolportieren. Vor allem wenn Sprachkurse im Spiel sind, so schafft man es nicht binnen 30 Tagen eine Sprache so gut zu beherrschen, dass man Bücher mit dem Schweregrad eines Macbeth auf Englisch dann in dieser Sprache verstehend lesen kann.

Wenn man die genannten 5400 Stunden einmal umrechnet, dann kommt man bei 24 h auf 225 Tage, bei 8 Stunden, die ja auch ein normaler Arbeitstag hat, auf 675 Tage und damit inklusive Wochenenden und Feiertagen auf ca. 3 Jahre. Man kann nämlich nicht am Stück lernen, unser Gehirn braucht auch Zeit, das Gelernte zu verstehen und Verknüpfungen zu bereits existierendem herzustellen. Dazu bedarf es unter anderem auch Wiederholungen sowie die Anwendung des Erlernten in unterschiedlichen Kontexten. Das kann aber eine Studentin der “Asienwissenschaften” natürlich nicht wissen.

Das Ganze erinnert mich an den Studiengang “Modernes Japan” an der HHU Düsseldorf. Der Großteil der Studenten setzt sich da aus Leuten zusammen, die Manga toll finden und Cosplay machen, bei den Männern kommt oftmals eine Vorliebe für japanische Schulmädchen dazu, die teilweise bereits eine latente Pädophilie enthält.

Selbstredend trifft man die Studenten dieses Studiengangs oftmals in den Sushi-Bars sowie im japanischen Distrikt von Düsseldorf rund um die Immermannstraße. Ansonsten sieht man sie häufiger in Manga-Kostümen am Bahnhof, wo sie sich treffen, bevor sie irgendwo am Rhein oder in der Altstadt Cosplay betreiben. Höhepunkt ist dann der alljährliche Japan-Tag, wo diese Leute in Horden herumrennen. Man erkennt sie vor allem am Gaga-Gesichtsausdruck wie bei Teenagern, wenn sie ihren Pop-Idolen gegenüberstehen. Im Mittelpunkt des Studiengangs steht das Erlernen der japanischen Sprache, ein Teil japanische Geschichte, ansonsten japanische Popkultur und Gesellschaft. Einige dieser Leute kommen in Jobs in japanischen Firmen in Düsseldorf unter, meistens als Ansprechpartner für japanische Geschäftsleute, die dann in Düsseldorf rumgeführt werden, auch Dolmetschertätigkeiten kommen manchmal dazu. Aber jenseits dieser kleinen Nische produziert dieser Studiengang eigentlich primär potentiell Arbeitslose, sofern sie nicht mit irgendeiner Kombination aus Nebenjob und Selbständigkeit etablieren können.

Ich kenne einige, die nach so einem Studiengang erstmal eine Ausbildung zur Krankenschwester oder zum Handwerker gemacht haben, damit sie von etwas leben konnten. Andere kamen in Betrieben ihrer Familien auf Alibi-Posten unter oder profitierten als Frauen von dem Notausgang Ehe / Schwangerschaft.


ST_T
16.5.2015 17:12
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Als Ex-Japanologe kann ich da auch ein Wörtchen mitreden.

Das es viele Seminare gibt, stimmt. Das die fast alle mit verpflichtender Anwesenheit sind, auch.

Dazu kann ich aus beiden Ansichten sagen (Deswegen, weil ich mittlerweile seit fast 2 Semestern Mechatronik studiere): Ich muss leider sagen, dass viele Probleme der heutigen “Wissenschaftlichkeit” von Geistes”Wissenschaften” selbst verursacht sind.

Warum kann man etwa in weitergehenden Seminaren sich die einfachsten oder die schwersten Seminare aussuchen? Warum gibt es so eine Diskrepanz im Niveau, obwohl zwei Studenten theoretisch das gleiche Fach studieren mögen?

Und hier liegt der Hund begraben. Es gibt einfach zu viele Fake-Seminare, die mit wissenschaftlichem Arbeiten nichts zu tun haben, aber trotzdem für Geisteswissenschaftler (oder Lehrämtler) verpflichtend sind! Warum muss man drei Vorlesungen über die “Regionalwissenschaftlichen Grundlagen Japan” haben, nur um eine Klausur mit 50 auswendig gelernten Fragen zu schreiben?
Warum gibt es einerseits sehr schwere Wahlpflicht-Seminare, in denen man mit Japanischer Originalliteratur arbeiten muss, andererseits welche, wo man sich mittags zum Kaffeetrinken mit dem Dozenten trifft?

Und da muss ich sagen: Das Asienwissenschaften per se leicht sein sollen ist falsch. Die Autorin hatte sich nur den leichtesten Weg ausgesucht, und selbst da hätte sie zumindest Sprachkurse für eine Sprache nehmen müssen, und diese sind i.d.R. sehr schwer – meistens mit Durchfallquoten von Ingenieurs-Killerfächern wie Mechanik oder Elektrotechnik. Sie hätte auch viel verhindern können, wenn sie an eine anspruchsvolle Universität gegangen wäre und nicht an eine, die keine Ansprüche hat.

Es gibt keine einheitlichen Standards für Geisteswissenschaftler, aber einheitliche Standards für Naturwissenschafts-Absolventen oder Ingenieure. Ein Elektrotechnik-Ingenieur wird irgendwann im Studium zwangsläufig E-Technik oder Informatik lernen müssen.
Was muss ein Geisteswissenschaftler denn ernsthaft können?

Und im Nachhinein: Das ich zuerst Japanologie studiert habe war im Nachhinein betrachtet zwar kein Fehler, aber sehr kritisch. Denn jetzt darf ich viel Schulstoff nachholen, was in einem solchen Studium ohnehin schwierig ist. Und zwar deswegen, weil ich das Pech hatte, zu keiner guten Schule zu gehen sondern stattdessen in NRW auf ein Gymnasium.
Ich wäre gerne lieber auf eine Schule mit hohen Anforderungen gegangen, vielleicht wäre mein Leben dann anders verlaufen.


Heinz
16.5.2015 20:22
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> Japan ein Alliierter im Zweiten Weltkrieg

Aus deutscher Sicht missverständlich – Japan war schließlich ein Alliierter(Deutschlands).


CountZero
17.5.2015 21:33
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> Was muss ein Geisteswissenschaftler denn ernsthaft können?

Ich würde erwarten, dass er wissenschaftlich arbeiten kann. Jedenfalls unter Anleitung. Dh. wissenschaftliche Methodik kennen, erkennen, beurteilen und anwenden, egal auf welches Problem.

Ich weiß, dass diesen Anspruch kaum ein Geisti-Absolvent (derogativer Terminus absichtlich verwendet um die sehr große Teilmenge von wissenschaftlich Fehl’gebilteten’ Geistes’wissenschaftlern’ zutreffend zu bezeichnen) verstehen, geschweige denn erfüllen könnte. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Aber die Töchter des Bürgertums können sich mit einem schönen Titel wie ‘Magistra Artium’ schmücken, bevor sie Kinder aufziehen oder feministische Aktivistin werden. Ist doch das Geld wert, nicht?


CountZero
25.5.2015 9:39
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Äh, da war ein Typo bei ‘gebildet’. Sorry.