Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Es gibt 4000 Geschlechter

Hadmut
9.4.2015 10:05

Leute, ich muss es zugeben, ich lag mit meiner Bewertung der Gender Studies total daneben.

Ich bin untröstlich.

Nun beschäftige ich mich seit 3 Jahren mit Gender Sch…, äh, Gender Studies, und war bisher der Meinung, dass die Zahl der Geschlechter laut Gender Studies so um die 60 liegt. Was ich schon für reichlich hielt, nachdem es ja Genderistinnen gibt, die von 16 Geschlechtern ausgehen, weil es 4 Geschlechtseigenschaften gäbe, die je männlich oder weiblich sein könnten, und 24=16. Dann kam Facebook mit 60 Geschlechtern daher und ich dachte, die müssen es ja wissen, denn wer wüsste auf dieser Welt mehr über uns alle als Facebook.

Ein Leser weist mich nun aber darauf hin (erschütterten Dank!), dass es in der Tat 4.000 Geschlechter gibt.

Als Quelle gibt er den allseits unbeliebten Kopp-Verlag an, nicht ohne jedoch darauf hinzuweisen, dass man, bevor man „Uuuuhhhh” rufe, einfach mal nach 4000 Geschlechter googlen möge.

Die Ergebnisse sind wirklich erschütternd.

Huffington Post schreibt darüber:

Dabei existierten auf der Bandbreite zwischen Mann und Frau 4000 wissenschaftlich anerkannte Variationen.

In einem Kommentar zu einem ZEIT-Artikel behauptete „Lucie V.” das schon 2008.

Anscheinend selbige Lucie V. übrigens auch auf dem Berliner Hauptstadtportal auftaucht, ebenfalls mit den 4000 Geschlechtern. Und bei der Tagesschau sowieso. Ich habe das Buch von Birgit Kelle zwar gekauft, muss aber zugeben, noch nicht zum Lesen gekommen zu sein, was bedauerlich ist, denn die Google-Suche liefert, dass auch darin steht, dass es – laut Lucie V. – 4000 Geschlechter gibt. Da muss was dran sein, denn sogar unsere zentrale Wissenschafsinstanz, die evangelische Kirche, bringt das.

Nun gut.

Mich interessieren da vor allem die praktischen Auswirkungen.

Denn konsequenterweise müsste das Rathaus in Berlin Friedrichshain damit ja nun 4000 verschiedene Toiletten bekommen.

Das ist toll. Denn man kann sein Geschlecht ja frei wählen und ändern.

Arbeitete man da im Rathaus, und unterstellt man, dass man etwa 220 Tage im Jahr arbeitet, könnte man jeden Tag auf einer anderen Toilette pinkeln gehen und hätte auch nach 18 Jahren noch nicht alle Toiletten gesehen.

Was mir jetzt noch fehlt ist eine Taxonomie für 4000 Geschlechter.

Ich bin dafür, dass man die Gender Studies-Prüfung nur dann besteht, wenn man die alle fehlerfrei und vollständig aufzählen kann.

(Eine Frage hätte ich aber doch noch: Es heißt da überall, es wäre „wissenschaftlich anerkannt” oder sowas. Welche Wissenschaftler haben das wo anerkannt?)

Ich danke dem Leser für die Belehrung.

44 Kommentare (RSS-Feed)

vortex
9.4.2015 10:33
Kommentarlink

“…4000 wissenschaftlich anerkannte Variationen.”

Wissenschaftlich anerkannt. Tjoa Hadmut, Schach und Matt.
Bei den schlauen Füchsen muss man schon früher aufstehen. Kann ja jeder Heini antanzen und…


Hadmut
9.4.2015 10:48
Kommentarlink

> Wissenschaftlich anerkannt. Tjoa Hadmut, Schach und Matt.

Ja.

Manchmal läuft’s echt schlecht…


Der (r)echte Staat
9.4.2015 11:00
Kommentarlink

“Ich bin dafür, dass man die Gender Studies-Prüfung nur dann besteht, wenn man die alle fehlerfrei und vollständig aufzählen kann.” …und nicht von A bis Z, sondern von gut bis böse :).

Die heutige Zeit ist einfach unglaublich – die Verschmelzung von Pseudo-Wissenschaft, billigen Fantasy-Romanen und Drogeninduzierten Psychosen könnte man “Gender” nennen.


Will Anders
9.4.2015 11:00
Kommentarlink

Bei Schizophrenen und Persönlichkeitsgespaltenen verdoppelt sich das ganze noch mal. Bitte aufhören mit der Diskriminierung der etwas anderen Menschen.


Hadmut
9.4.2015 11:14
Kommentarlink

> Bei Schizophrenen und Persönlichkeitsgespaltenen verdoppelt sich das ganze noch mal.

Nein. Es verdoppelt sich nicht, es multipliziert sich. Bei Leuten mit zwei Persönlichkeitne macht das dann 4000 x 4000 = 16.000.000 Kombinationen.


Missingno.
9.4.2015 11:09
Kommentarlink

Ich verstehe nicht, dass wir Christen_innen so etwas geschehen lassen. Das sind Genitalverstümmelungen im Namen einer Zweigeschlechtlichkeit, die nicht von Gott, sondern von Menschen konstruiert wurde.

Man möge mich korrigieren, da ich nicht mehr so ganz bibelfest bin, aber steht nicht geschrieben (1. Mose 1:27)

Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie einen Mann und ein Weib.

oder eben etwas moderner (und aus dem Gedächtnis) “Gott schuf den Menschen als sein Ebenbild und er schuf ihn als Mann und Frau”.
Natürlich kann man jetzt damit argumentieren, dass man die Bibel nicht wortwörtlich nehmen sollte. Aber selbst mit einer Interpretierung wird es schwer da mehr als zwei Geschlechter zu sehen.

Wissenschaftlich ist die Existenz von mindestens 4000 Varianzen der geschlechtlichen Differenzierung bekannt und wir begrüßen 2 Geschlechter.

Wer tut das? Hallo Vagina, hallo Penis? Nee, Geschlechter begrüße ich nicht.

Dabei wäre es so einfach alle Menschen zu begrüßen.

Und hier hätte ich dann erwartet zu lesen, wie das gehen soll. Aber nein, man stellt das einfach so in den Raum. Wo sich doch jeder Mensch angeblich selbst aussuchen darf, wie er im Moment angeredet werden möchte.


Rechnungsprüfer
9.4.2015 11:09
Kommentarlink

jetzt macht das auch sinn, dass man immer mehr GenderprofX braucht, um die zu erforschen.
Ich habe aber den Verdacht, dass die Anzahl der Geschlechter in gleicher Weise steigt, wie die Anzahl der GenderprofX nichtsnutzspöstchen.
Fehlt jetzt nur noch einer der Behauptet, wir hätten über 6 Mrd Geschlechter, denn das würde bei oben genannter Behauptung bedeuten, dass wir alle GenderprofX wären.


Schwärmgeist
9.4.2015 11:16
Kommentarlink

58 war schon nicht schlecht. Jetzt auch noch 4000. Muß ich erstmal drüher nachdenken. Donnerwetter.

Wir haben echt ein Luxusproblem. Wie ich schon sagte: Wir gucken uns nur noch in die Hose, nicht in die Augen.

Irgendwann kommen sie bei sieben Milliarden an. Womit wir wieder beim Anfang wären. Das Leben ist ein ewiger Kreis! 😉


Schänder-Mainstreaming
9.4.2015 11:21
Kommentarlink

Falsch!!

Es gibt unendlich viel Geschlechter.

Unendlich mal unendlich.

Und Mathematik ist sowieso frauenfeindlich. Und Informatik erst recht…binärer Code geht gar nicht.


vortex
9.4.2015 11:22
Kommentarlink

@Missingno

“Hallo Vagina, hallo Penis? Nee, Geschlechter begrüße ich nicht.”

So was unhöfliches, pfui. Mich grüßt jeden Morgen mein persönlicher “Intimfreund”, und da halte ich es für angebracht den Gruß zu erwidern.

O tempora, o mores.


Schwärmgeist
9.4.2015 11:41
Kommentarlink

Homo sapiens ist wohl irgendwie sauer über Gott, daß Er es sich in seiner Frechheit hat einfallen lassen, Männer und Frauen unterschiedlich zu machen. Damit kommt der Mensch irgendwie nicht klar.


Flo
9.4.2015 11:50
Kommentarlink

Jeder Mensch als sein eigenes Geschlecht wäre gut, dann hört der Quotenquatsch endlich auf und statt ‘positiver Diskriminierung’ bleiben die universellen Menschenrechte übrig. (Natürlich müsste dazu auch jeder seine eigene Rasse sein).


Horsti
9.4.2015 12:14
Kommentarlink

“Irgendwann kommen sie bei sieben Milliarden an.”

Die GenderistInnen versuchen das Geschlecht nicht an optisch erkennbaren Merkmalen wie dem Vorhandensein eines Penisses bzw. einer Vagina festzumachen, sondern an anderen (willkürlichen) Faktoren. Demzufolge hätte in der Tat jeder Mensch ein anderes Geschlecht, schließlich ist jeder unterschiedlich. Und manche haben sogar 2 Geschlechter…
Die spinnen, die Röm.., äh die GenderistInnen.


standing_stone
9.4.2015 12:17
Kommentarlink

Aus persönlicher Neugierde: Wo hast du das mit den 16 Geschlechtern bzw. 4 Geschlechtseigenschaften her?

Was ich schon für reichlich hielt, nachdem es ja Genderistinnen gibt, die von 16 Geschlechtern ausgehen, weil es 4 Geschlechtseigenschaften gäbe, die je männlich oder weiblich sein könnten, und 2^4=16.


Hadmut
9.4.2015 13:18
Kommentarlink

> Aus persönlicher Neugierde: Wo hast du das mit den 16 Geschlechtern bzw. 4 Geschlechtseigenschaften her?

Müsste ich erst raussuchen. Stand mal in irgendeinem feministischen Paper.


Knut
9.4.2015 12:27
Kommentarlink

Das ist nix für Männer.
Das ist ja wie bei den Farben:

Ein Mann kann rot gelb grün blau schwarz und weiß unterscheiden, wenn er nicht rot-grün blind ist. Dann noch ein paar Zwischentöne und das alles in zwei bis drei Abstufungen. Also mit Mühe 60 Farben.

Und dann kommen Damen mit Mauve und Taupe!

Im direkten Vergleich mag es ja einen Unterschied geben, aber solche Unterschiede kenne ich auch an den Stellen, wo man sich häufiger die Finger abwischt. Oder wenn es halt schon häufiger gewaschen wurde. Oder zu lange im Auto in der Sonne gehangen ist.

Wenn also junger Schwanzträger, fickt alles was sich bewegt und alter Schwanzträger, fickt nach Aufforderung alles was sich bewegt, wenn es freundlich drum bittet, zwei Geschlechter sein sollen, dann habe ich welche durchwandert.


WikiMANNia
9.4.2015 12:34
Kommentarlink

Bei 4000 Geschlechter wird das Matchmaking echt schwierig. 😉


maSu
9.4.2015 13:15
Kommentarlink

Falsch. Es gibt 4000 und ein Geschlecht und diese sexistischen Monster, die sich “Wissenschaftler_*§$%&/()?Innen” nennen, diskriminieren mich! Absichtlich! Kackscheiße!

So!


Manfred P.
9.4.2015 13:20
Kommentarlink

Kacken die 4000 Geschlechter eigentlich alle aus dem Arsch?


Hadmut
9.4.2015 13:23
Kommentarlink

> Kacken die 4000 Geschlechter eigentlich alle aus dem Arsch?

Das entzieht sich meiner Kenntnis.

Aber da mich vorhin ein Leser in Zusammenhang mit Feminismus auf „Otherkin” hinwies, und ich das erst mal googlen musste, weil ich den Begriff noch nie gehört hatte, und da las, dass sich so Leute nennen, die für sich in Anspruch nehmen, nicht-menschnlich und zumindest teilweise außerirdisch zu sein, würde ich es keinesfalls mehr riskieren, diese Frage pauschal mit Ja zu beantworten.


WikiMANNia
9.4.2015 13:30
Kommentarlink

Da gibt es tatsächlich einen Wikipedia-Eintrag zu:
https://en.wikipedia.org/wiki/Otherkin


yasar
9.4.2015 14:03
Kommentarlink

Villeicht sollte man der einfachheit halber einfach logarithmisch zur Basis 2 zählen. Dann müßte man nicht mit riesenzahlen herumjonglieren.


Missingno.
9.4.2015 14:48
Kommentarlink

Und immer wieder muss ich dann an das “Welcome to Tumblr”-Video denken:
https://www.youtube.com/watch?v=2m-e4PgiVfM


Corax
9.4.2015 15:04
Kommentarlink

Gibt es denn auch schon einen Linné, der die 4000 Geschlechter wissenschaftlich kategorisiert und benennt (homo pene anumpenetrans, homo cucumere anumpenetrans, homo pollice nasumpenetrans etc. etc.)? Sicherlich kann Gender Studies auf diese Erbsenzählerei verzichten. Und das erinnert dann wieder mal an den Islam, der auch die namenlose Masse von 124000 Propheten einfach so kennt.


Hadmut
9.4.2015 15:08
Kommentarlink

> die namenlose Masse von 124000 Propheten

Das ist ne Menge…


Nur so
9.4.2015 16:13
Kommentarlink

Eigentlich nur ein Beweis, dass sie selbst nicht wissen, worüber sie eigentlich reden. Was immer die 4000 Menschen unterscheidenden Merkmale seien sollen, sie sind kein Geschlecht. Genausowenig wie es sich auf 4000 eingrenzen ließe – man kann das sicher noch willkürlich erweitern.


Gedöns
9.4.2015 17:52
Kommentarlink

Huch, da freue ich mich doch, an dieser Stelle den Experten mal weiter helfen zu können: ob es 60 Gender oder 4000 sind, hängt – soweit ich verstanden habe – von der Streitfrage ab, ob der Begriff Gender den Begriff diversity beinhaltet, oder umgekehrt diversity den Begriff Gender. Ja, da gibt es also zwei verschiedene Schulen, die ich sich miteinander in einem interessanten wissenschaftlichen Disput befinden. Man darf gespannt sein!
Weitere Ausbaumöglichkeiten sehe ich in Folgendem: Wissenschaftler schätzen die Anzahl intelligenter Zivilisationen in unserer Galaxie auf einige Tausend. Mit der geschätzten Anzahl von 100 bis 200 Milliarden Galaxien im Universum kommt man also auf einige Hundert Billionen intelligente Zivilisationen im Universum. Ich denke also, man könnte so langsam und endlich zwischen theoretischer und experimenteller Genderwissenschaft unterscheiden!


der eine Andreas
9.4.2015 18:20
Kommentarlink

Ein lange Suche nach den 4.000 Geschlechter führte immer wieder zu:
Knorr, D. (1982): Endokrinologie der gestörten Geschlechtsdifferenzierung beim weiblichen Kind. In: Wissenschaftliche Information: 1. Europäisches Symposium für Kinder- und Jugendgynäkologie. Frankfurt/Main: Milupa.
http://www.worldcat.org/title/1-europaisches-symposium-fur-kinder-und-jugendgynakologie-munchen-19-2131981-1-european-symposium-on-pediatric-and-adolescent-gynaecology/oclc/180448784

Leider ist der Tagungsband anscheinend nicht online.

Es handelt sich wohl um http://de.wikipedia.org/wiki/Dietrich_Knorr_%28Mediziner%29

s.a. https://archive.is/KnrV0
Gruppen Intersexualität und genitale Fehl- und Mißbildungen
Absatz C

http://www.nadir.org/nadir/initiativ/kombo/k_34isar.htm

https://www.berlin.de/imperia/md/content/lb_ads/gglw/veroeffentlichungen/doku22_trans_und_intergeschlechtlichkeit_bf_neu.pdf?start&ts=1416490399&file=doku22_trans_und_intergeschlechtlichkeit_bf_neu.pdf

Angesichts der über 30 Jahre alten Schrift und des Mangels an weiteren Fundstellen im Netz würde ich mal behaupten:
Die 4.000 sind soviel wert wie 1.000 oder 100.000.

Ich behaupte einfach mal: Die Anzahl der (genetisch/hormonellen) Geschlechter ist gleich der Anzahl der Menschen und folge dem Prinzip des Fingerabdrucks.


Manfred P.
9.4.2015 18:30
Kommentarlink

@Corax

>Und das erinnert dann wieder mal an den Islam, der auch die namenlose Masse von 124000 Propheten einfach so kennt.

Und wenn sich ein Märtyrer in die Luft sprengt, wird seine Leiche von 70.000 Engeln gewaschen. (Hat im Ernst so ein komischer Prediger im Fernsehen gesagt!)

Wahrscheinlich brauchen die vorher 124.000 Engel, um die Fetzen zusammenzusuchen…


Hadmut
9.4.2015 18:31
Kommentarlink

>> Und wenn sich ein Märtyrer in die Luft sprengt, wird seine Leiche von 70.000 Engeln gewaschen.

> Wahrscheinlich brauchen die vorher 124.000 Engel, um die Fetzen zusammenzusuchen…

Was bin ich froh, dass ich nicht Engel geworden bin.


Grobi
9.4.2015 18:40
Kommentarlink

>4000 Geschlechter

oh je, das Menü bei Youporn ist jetzt schon so unübersichtlich.


Masochist
9.4.2015 20:19
Kommentarlink

@Grobi: Das Menü von Youporn ist ein wichtiger Kampf gegen gesellschaftliche Konstrukte. Nicht umsonst kann ein und dieselbe Darstellerin MILF und Teen gleichzeitig sein, und eine Südamerikanerin oder Araberin auch mal als Asiatin durchgehen. Das ist antirassistisch, antilookistisch und antiageblaming!


Julian
9.4.2015 20:49
Kommentarlink

Koennte ich dann 4000x unterschiedlicher bezahlt werden?
Und welches Geschlecht ist da am besten?


Dirk S
9.4.2015 20:57
Kommentarlink

@ vortex

> Wissenschaftlich anerkannt.

Erinnert mich an “Käpt’n Dotterbart”:

“Frauen an Bord bringen Unglück. Das ist wissenschaftlich erwiesen.”

Na ja, im Film stimmte das auch…

Wissenschaftliche Grüße,

Euer Dirk


Küstennebel
9.4.2015 21:03
Kommentarlink

Wenn man das Prinzip dahinter mal erkennt, begreift was Identität in diesem Duktus meint, dann wird man dahinter kommen, das es Umstrukturierung der Persönlichkeitsmerkmale ist.

Eigentlich ist man so, wie man sich gibt, verhält und welche Normen man vertritt. Regen sich ja viele auf, wenn man sie als Nazis betitelt, aber weil sie sich so verhalten, stimmt der Vorwurf auf eine bestimmte Art. Umgekehrt ätzen manchmal ewige Rebellen herum, das man sie nicht ernst nimmt, weil sie keine Autorität ertragen können und immer wieder Bestehendes zwanghaft kaputt machen müssen.

Das ist halt Charakter und im weitesten Sinne geht Identität mit Kernaspekten des eigenen Verhaltens um.

Da scheinen eben genau die Genderisten einen – meiner Meinung nach – “Denkfehler” bis “Dachschaden” zu haben, weil sie eben aus sexueller und geschlechtlicher Varianz eine Identität ableiten, die aber keine Ist. Das ist einfach ein biolgoisches Geschehen, ein biologischer Fakt, aber das hat mit Identität nichts zu tun.

Vielmehr zeigt das auf, das dieser ganze Unfug auf falschen Prämissen ruht, die GAR keine Identitätsaneignungen sondern vergleichbar unterschiedlichen Fetisch-Aneignungen sind.

Das heißt ein Mensch, der irgendeinen speziellen Fetisch entwickelt hat, zwanghaft süchtig und zügellos enthemmt diesem Fetisch nachgiert, hat nach der Logik dieser Genderista eine Identität aus Folge dieser Fetisch-Anhängigkeit.

Ist auf demselben Niveau, wie viele Kultreligionen, bei denen genau dieser Duktus Maßstab war.

MFG


Dirk S
9.4.2015 21:07
Kommentarlink

@ Schwärmgeist

> Homo sapiens ist wohl irgendwie sauer über Gott,

Ich glaube eher, Gott hat schon seit längerer Zeit (also für uns längerer Zeit, 2k Jahre sind für den ja nichts) die Schnauze von seinen Menschen voll und sich einen anderen Planeten zum Beglücken gesucht. Kann ich verstehen, unsere Spezies ist inzwischen zum verzweifeln bekloppt (mich eingeschlossen 😉 ).

> Männer und Frauen unterschiedlich zu machen.

Schon die Bibel schreibt im Prinzip, dass Männer und Frauen sich ergänzen sollen (“werden ein Fleisch”). Dieses Wissen ist wohl inzwischen verloren gegangen.

> Damit kommt der Mensch irgendwie nicht klar.

Der Mensch (zumindest der größte Teil davon) schon, aber Femistinnen nicht. Es geht uns im Westen einfach zu gut…

Verlorene Grüße,

Euer Dirk


Bender
9.4.2015 21:21
Kommentarlink

>>> Und wenn sich ein Märtyrer in die Luft sprengt, wird seine Leiche von 70.000 Engeln gewaschen.

>> Wahrscheinlich brauchen die vorher 124.000 Engel, um die Fetzen zusammenzusuchen…

> Was bin ich froh, dass ich nicht Engel geworden bin.

Und wenn ich als Jungfrau in den Himmel komme,
werde ich dann von Terroristen vergewaltigt?

SCNR!
🙂
b.


Nobby
9.4.2015 23:03
Kommentarlink

“Und wenn ich als Jungfrau in den Himmel komme,
werde ich dann von Terroristen vergewaltigt?”

Das sind für einen guten Zweck hinzunehmende Kollateralschäden.
Freu dich drauf ????


kopftisch
9.4.2015 23:15
Kommentarlink

Ich hätte da eine sehr einfache Lösung um wieder zur Vernunft zu kommen – es gibt nur zwei Geschlechter: Männer und der Rest.


Hadmut
9.4.2015 23:24
Kommentarlink

> es gibt nur zwei Geschlechter: Männer und der Rest.

Haben wir doch. Der Feminismus sagt, dass Männer den ganzen Rest unterdrücken, dass deshalb der ganze Rest gegen die Männer kämpfen muss und dass Männer für alle anderen zahlen sollen.


dom
10.4.2015 1:54
Kommentarlink

Ich habe keine starken Gefühle bezüglich dieser Debatte, aber einen Inhaltlichen Kommentar den ich für eine andere Seite geschrieben habe und hier mal noch reinschmeiss

1. Die Aussage ist, Sexualität ist nicht binär und nicht eindimensional. Ob das nun 16 oder 9001 Trillionen Abstufungen sind ist doch völlig wurscht.
2. Es gäbe genau EINE Toilette, wieso das Theater?
3. Übereifrige Feministen ausserhalb von konkreten Massnahmen zu kritisieren ist meiner Meinung nach sinnlos

Ok tschüs


NurSo
10.4.2015 15:53
Kommentarlink

“Lucie Veith@Huffington Post”: “Rund 80.000 Deutsche leben ohne klar bestimmbares Geschlecht.” (oben im Artikel verlinkt)

Und, nun – oh Wunder, “Lucie Veith@Emma”: “Allein in Deutschland leben heute rund 160.000 Betroffene, also Menschen, deren biologisches Geschlecht nicht eindeutig zuzuordnen ist, und in jedem Jahr kommen 1.500 Neugeborene hinzu.”

http://www.emma.de/artikel/intersexuelle-wir-sind-so-frei-316403

Soviel zur Frage: “Welche Wissenschaftler haben das wo anerkannt?” :>


Gassenreh
10.4.2015 20:11
Kommentarlink

Die beabsichtigte und bisher gut verborgene gesellschaftszerstörende Wirkung von Gender Mainstreaming wird sicher nicht gleich von allen bemerkt werden, obwohl z. B. durch den Geschlechterzuschreibungsunsinn viele aufmerksam werden. Aber bald besonders deutlich werden sollte, dass Gender Mainstreaming auch ein wenig ungesund für Frauen, Mütter und Kinder ist.
Zum Beispiel das Negieren bedeutsamer und dem Mann überlegener weiblicher Eigenschaften mit der Folge, dass häufig der Body nur noch wichtig und die an sich höhere weibliche Depressionsneigung noch gesteigert werden. Vergessen der für Sprach- und Kognitiventwicklung wichtigen frühkindlichen Mutterbindung (infolge des frühen flüssigkeitsgekoppelten Hörens des Foeten im Mutterleib) mit der Folge von Sprach-, Lese- und Rechtschreibstörungen durch Fremdbetreuung.
Probleme durch Cortisolausschüttung (gefährliches Stresshormon) und
Schlafmangel mit entsprechendem Wachstumshormonmangel von Krippenkindern mit Hippocampusminderung (Lernmaschine des Gehirns).
Erschreckende Zunahme von Depressionen auch bei Kindern und Jugendlichen.
[siehe „Kinder – Die Gefährdung ihrer normalen (Gehirn-) Entwicklung durch Gender Mainstreaming“ in: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 5. Auflage, Verlag Logos Editions, Ansbach, 2015: ISBN 978-3-9814303-9-4 (http://www.amazon.de/Vergewaltigung-menschlichen-Identität-Irrtümer-Gender-Ideologie/dp/3) und „Es trifft Frauen und Kinder zuerst – Wie der Genderismus krank machen kann“, Verlag Logos Editions, Ansbach, 2015: ISBN 978-3-945818-01-5 (http://www.amazon.de/trifft-Frauen-Kinder-zuerst-Genderismus/dp/394581801X)


Benutzername
12.4.2015 0:54
Kommentarlink

” Denn konsequenterweise müsste das Rathaus in Berlin Friedrichshain damit ja nun 4000
verschiedene Toiletten bekommen.”

Deswegen natürlich die Forderung nach der Einheitstoilette für alle (n+1) Geschlechter. Spart den klammen Kommunen Geld! Und man kann sich auch nicht mehr aus versehen auf das falsche Örtchen verirren. 🙂