Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Lehrer-Mangel in MINT-Fächern

Hadmut
22.2.2015 15:12

Die ZEIT beklagt, dass in den technischen Fächern die Schul-Lehrer ausgehen.

*Achselzucken*

37 Kommentare (RSS-Feed)

aga80
22.2.2015 15:52
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Wen wundert es, bei dem miserablem Sozialprestige, der miesen Bezahlung und überzogenen Forderungen für Quereinsteiger.
Das die meist Jungs lieber in die Wirtschaft gehen, wer will es ihnen verdenken.


Christoph
22.2.2015 17:48
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Die anti -Aufklärungs-bewegung zeigt Erfolge: zu wenig Lehrer in technisch / wissenschaftlichen Fächern. Wenn es das Fach Esoterik und geistheilung gäbe, wäre es wohl überfüllt.

Und wenn schon gender: warum fragt keiner warum so wenig Männer Lehrer werden?

Aber egal was ist: Männer sind schuld und Frauen werden gefördert.


C
22.2.2015 18:00
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Kann man sich drüber streiten, ob sie diese jemals gehabt haben (zumindest für IT-Fächer).

“Der Bildungsforscher Klaus Klemm empfiehlt, die Zahl der Studienanfänger zu steigern, die der Abbrecher zu reduzieren und mehr Frauen für die Fächer zu begeistern.”
Drücken wir einfach jeden einen Abschluss in die Hand. Ich bin auch dafür, dass ein ECDL mit einem MSc. in IT gleichzusetzen ist! Problem solved ;-).


EinInformatiker
22.2.2015 18:13
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Der Bildungsforscher (?) Klaus Klemm empfiehlt, die Zahl der Studienanfänger zu steigern, die der Abbrecher zu reduzieren und mehr Frauen für die Fächer zu begeistern.

🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂


Küstennebel
22.2.2015 18:22
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Das wurde so bestellt, jetzt entwickelt es sich so wie gewünscht.

Eltern müssten gemeinsam mit den Kindern etwas aufbauen und dann darüber sprechen. Sie müssten fragen: “Warum, meinst du, passiert das jetzt?”

Rofl. Eigentlich passiert das bei Naturwissenschaftich interessierten Kindern anders herum. Die erklären ihren Eltern wie was funktioniert. Das ist nicht anders als die Home-IT. Da hocken die Kids, stellen den Eltern noch den Zugang zum Router ein und nicht umgekehrt.

Was für ein Dünnschiss.

Ganze 820.000 Euro ist den Telekomikern die Förderung ihrer künftigen Generationen Mitarbeiter wert. Das Geld geht wohl dann direkt in die Förderung solcher Studien, die die Politik unter Zugzwang stellen soll.

Einfach den Leuten wieder eine Perspektive bieten und nicht Angst schüren mit einem Leben als Lehrkraft dritter Klasse oder bei der Zeitarbeit unter Druck gegenüber “GreenCardDumping”-Löhnern.

Eine Heuchlei jagd die Nächste.

Und im Artikel ist natürlich auch die Rede davon, die Mädels mehr zu begeistern. Das Ersatzarbeitsdrohnenheer der Mädchen bzw. Frauen. Klappt ja seit 20 Jahren offenbar super deshalb muss das weiter ausgedehnt werden… 😀

Was solls Lobbyismus Studie einer Lobby-Truppe, die Lobbyarbeit für eine Frauenlobbyismus macht. Rofl.

Der Mangel an Lehrkräften, Arbeitskräften und Fachkräften ist Hausgemacht. Wer nix zahlt, seine Mitarbeiter wie SKlaven halten will, ihnen bei nächster Gelegenheit in den Arsch tritt, der wird auch Probleme haben seine Ziele zu erreichen. Das gilt für Staat wie auch für Unternehmen.

Es gibt Genug Arbeitskräfte und genug fähige Arbeitskräfte. Es wird nur nicht das Geld und die Lebensperspektiven angeboten, um diese auch zu motivieren bzw. einzustellen.

MFG


foerder-lehrkraft
22.2.2015 19:02
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,,Lehrer haben wir so viele — damit können wir die Straße pflastern”

So hieß es, als ich 1989 nach Stuttgart kam und im Kultusministerium Arbeit suchte …


Sten Berg
22.2.2015 19:02
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Ich habe schon alleine keinen Bock von Laberer erzählen zu lassen, was wichtig ist und was nicht. Naturwissenschaft ist ein Nebenfach. IT ein Fach für Nerds. Soviel mal dazu, was unsere Instanz der Allgemeinbildung davon hält, obwohl, und das selbstverständlich, unser Land von den Taten unserer Naturwissenschaftler von der Rest der Welt beneidet wird.

Draußen erhält man den verdienten Ruhm. Drinnen kann man nur von den Akademiker – die schon zu lange im Elfenbeinturm verweilen und kritiklos jede These rausblubbern dürfen – jeden Schwachsinn anhören. M.E. ist fehlende Intelligenz immer festzustellen, umso weniger Kritik noch akzeptiert wird. Ich persönliche habe bei solche Ansiedlungen solcher Personen nichts zu suchen und bin mir auch sicher, wäre ihre berufliche Existenz von ihrer Leistung abhängig, dann gäbe es inzwischen keine Schulen mehr.


derdiebuchstabenzählt
22.2.2015 19:36
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Bildungsforscher … Frauen für Fächer begeistern … blabla … Im Westen nix Neues …


MINT Lehrer
22.2.2015 19:43
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Als Exemplar dieser seltenen Spezies kann ich berichten, wie dem Mangel begegnet wird: Erstens durch Druck auf die Unis (http://www.news4teachers.de/2015/02/viele-schueler-nach-uebergang-zur-hochschule-ueberfordert-ministerin-will-abbrecherquoten-senken/) und da man dann nur noch Dödel bekommt zweitens durch völliges Entkernen der Fächer in der Schule. Aus Mathe wird Rechnen, aus Physik sowas wie Naturkunde – ja, auch im LK.


Chefredakteuer vom Dienst
22.2.2015 19:49
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Dieser angebliche Mangel an MINT-Lehrkräften ist der selbe Bullshit wie der angebliche Fachkräftemangel bei den Ingeieuren, also reiner Bullshit.
Solange Lehrer immer seltener verbeamtet werden und über die Sommerferien gleich ganz freigestellt werden herrscht kein Mangel.
Ebenso wie der Grossteil der Ingenieurstellen bei beschissenen “Dienstleistern” ausgeschrieben sind. Würde ein Mangel herrschen würde man die Leute fest anstellen und HALTEN und nicht gleich wieder bei der nächsten Gelegenheit feuern weil gerade mal wieder in Projekt auf Eis gelegt wurde.

Das ganez dumme Geschwafel vom “Mangel” hat nur einen Zweck: Massenahft Berufsanfänger in die entspr. Berufe zu treiben, damit ein Überangebot bestehen bleibt wo man die Leute mit miesen Konditionen abspeisen kann. So läuft das bei den Ing. schon seit über 20 Jahren.


Küstennebel
22.2.2015 23:19
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Chefredakteuer vom Dienst
22.2.2015 19:49

Das ganez dumme Geschwafel vom “Mangel” hat nur einen Zweck: Massenahft Berufsanfänger in die entspr. Berufe zu treiben, damit ein Überangebot bestehen bleibt wo man die Leute mit miesen Konditionen abspeisen kann. So läuft das bei den Ing. schon seit über 20 Jahren.

Ja, das ist der Punkt! Den hatte ich schon wieder glatt vergessen. Gerade beim Stellenabbau der teuren “alten” Belegschaften sind die Nachzügler Generation Praktikum schon richtig in den Boden gestampft was Lohnforderungen angeht. Der Austausch geht dann zügig – an den Schulen als Hilfskraft und im Unternehmen wie ich schon andeutete gegen die Immigrationskräfte, die mitlerweile ja für knapp 32.000 Einstiegsgehalt pro Jahr als Ingenieure angestellt werden können.


Küstennebel
22.2.2015 23:34
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Christoph
22.2.2015 17:48

Und wenn schon gender: warum fragt keiner warum so wenig Männer Lehrer werden?

Also wenn man den Zahlen glauben will, ist die Verteilung nun gerade bei Lehrern “relativ” gleichartig wenn man typische Altersbetreuung also jüngere Kinder eher Frauenaufgabe betrachtet, dann ist das eher klassisch normal, oder?

http://www.bmfsfj.de/doku/Publikationen/genderreport/1-Bildung-ausbildung-und-weiterbildung/1-4-Schulische-bildung/1-4-4-lehrkraefte.html

Sieben von zehn Lehrkräften sind weiblich
Im Schuljahr 2010/2011 waren 70 % der Lehrkräfte an allgemeinbildenden Schulen in Deutschland weiblich. Der Anteil der Frauen war dabei bei den teilzeitbeschäftigten Lehrkräften mit 86 % deutlich höher als bei den Vollzeitbeschäftigten mit 60 % und den stundenweise beschäftigten Lehrkräften mit 69 %.

S 46
https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/BildungForschungKultur/Schulen/BroschuereSchulenBlick0110018129004.pdf?__blob=publicationFile

Lustig. Diese Verteilung Frauen + Männer kann man nur mit der Einbeziehung der Kiga+Vorschule+Grundschule einem Gesamtdurchschnitt hinbiegen. Auf normalen Schulen ist die Verteilung wohl eher etwas weniger extrem.

Vielleicht liegt da ja auch der Blickwinkel für Ihren Eindruck @Christoph


petpanther
22.2.2015 23:39
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@Chefredakteur vom Dienst

Psst. Die offenkundige Wahrheit will doch keiner hören. Lieber BS und Verdrängungsbescheisserei.


Manfred P.
23.2.2015 0:33
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Ich frage mich, wie die immer auf die Idee kommen, man könnte Neigungen und Begabungen von außen steuern.


ST_T
23.2.2015 1:51
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Wen wundert es denn?
Mein ehem. Physik-Lehrer war eines der wenigen Gegenbeispiele als Quereinsteiger aus der Wirtschaft. Kam wohl im Zuge einer großen Aktion, wieder mehr MINT-Absolventen an die Schulen zu bekommen, an unsere Schule.

Aber selbst er meinte, er würde diese Entscheidung kein zweites Mal treffen. Warum? Weil jeder Lehrer für MINT genau dasselbe studieren muss, was auch die anderen Absolventen studieren müssen. Und bei gleichem Aufwand fällt die rein logische Entscheidung kaum schwer.

@Chefredakteur

Tja. Warum auch?
Im Ausland verdient es sich besser.
Man bekommt mehr Gehalt und zahlt weniger Steuern und Sozialabgaben.
Wundert mich übrigens nicht, dass viele, die ich kenne, nach dem Abschluss auch aus Deutschland gehen werden.

Übrigens herrscht ein Mangel. An unterbezahlten und hochqualifizierten Sklaven für die Wirtschaft.


Stannis Baratheon
23.2.2015 8:08
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So läuft das bei den Ing. schon seit über 20 Jahren.

Nicht nur da. Paradebeispiel bei den Ausbildungsberufen ist ja das Friseurhandwerk, wo die Kammern ja seit Jahren damit prahlen massiv über Bedarf auszubilden. Folgen sind bekannt: Oftmals miese Bedingungen und noch miesere Bezahlung. Vom dadurch entstehenden Qualifiezungsdruck profitieren die natürlich gleich mit, schließlich haben dann stetigen Nachschub für die Meisterschulen.


Paul
23.2.2015 9:25
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Erklärt mir bitte noch mal einer, was bei Lehrern an > 3K Euro Netto Einstiegs(!)gehalt, ca. 50 Tage Urlaub, private Krankenversicherung, quasi Unkündbarkeit und gesicherte Rente “miese Bedinungen” und “miese Bezahlung” sind?


CountZero
23.2.2015 11:20
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Der Bildungsforscher (?) Klaus Klemm empfiehlt, die Zahl der Studienanfänger zu steigern, die der Abbrecher zu reduzieren und mehr Frauen für die Fächer zu begeistern.

Zeichen der Apokalypse. In diesem Text diskutieren Ted Fischer und Arthur Demarest über das Ende der westlichen Gesellschaft:

Ted Fischer: You have observed that in a crisis, leaders “do what they always do, just more of it.” Could you explain?

Arthur Demarest: When there is pressure for leaders to respond to problems or crises, they often simply intensify their efforts in their particular defined sphere of activity – even if that’s not relevant to the real problem.

Wenn man sich ein bisschen umschaut, kommt einem das Muster schnell bekannt vor…


der eine Andreas
23.2.2015 11:38
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@Sten Berg:
Auch nur als Pausenbrot-Halter in der Schule gewesen?

Sich in gutem Deutsch verständlich ausdrücken zu können wäre z.B. ein Anfang.


Ferabq
23.2.2015 12:17
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@ Manfred P.
Wenn man an die “blank slate” glaubt, dann glaubt man auch, dass man mit genügend social engineering MINT-Klone erzeugen kann. Ist eine Steuerungsillusion.


Dirk S
23.2.2015 12:42
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@ Paul

> Erklärt mir bitte noch mal einer, was bei Lehrern an > 3K Euro Netto Einstiegs(!)gehalt, ca. 50 Tage Urlaub, private Krankenversicherung, quasi Unkündbarkeit und gesicherte Rente “miese Bedinungen” und “miese Bezahlung” sind?

Kommt darauf an, wo du wohnst. Mec-Pomm bist du mit dem Geld der King, in Stuttgart oder München ein armer Schlucker. Ist halt relativ.

Relativistische Grüße,

Euer Dirk


maSu
23.2.2015 13:27
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Ich – als IT-Ingenieur – sehe das Problem an folgender Stelle: Die meisten Menschen, die sich für MINT-Studiengänge interessieren haben eine Aversion vor den ganzen Laberfächern in denen man den ganzen Tag herumschwadroniert und am Ende doch zu keinem sinnvollen Ergebnis kommt. Die meisten Menschen, die sich für MINT-Fächer interessieren sind mMn jene Menschen, die eben Fakten mögen. Und jenen Menschen soll man dann mit Pädagogik oder ähnlichem Schrott ankommen?!

Warum sollte ein Mensch, der nach Abschluss in MINT-Studiengängen einen sicheren und sehr gut bezahlten Job bekommen kann ernsthaft überlegen noch diverse Laberfächer ohne Substanz ins Studium zu integrieren, nur um dann am Ende evtl. Aussicht auf einen Mittelmäßig bezahlten Beruf ohne jede Perspektive zu haben?!

Wer einen lauen Job (nur bei Beamtenstatus) ohne Perspektive anstrebt, der wird idR keine harten und faktenbasierten Fächer studieren, die durchaus mit harter Arbeit verbunden sind.


maSu
23.2.2015 13:40
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Paul:

1. gilt nur für Beamte. Nicht jeder Lehrer muss aber Beamter sein

2. Einstiegsgehalt bei Lehrern als Beamte(!) liegt bei ~3300 BRUTTO!

NRW:
Berufseinsteiger, 27 Jahre, ledig, keine Kinder
Angestellt: Brutto: 3206 Euro Netto: 2196 Euro
Beamter: Brutto: 3314 Euro Netto: 2620 Euro

Nach zehn Berufsjahren, 41 Jahre, verheiratet, zwei Kinder
Angestellt: Brutto: 4599 Euro Netto: 3330 Euro
Beamter: Brutto: 4469 Euro Netto: 3775 Euro

Quelle: http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/beamtenstatus-und-gehalt-ob-es-sich-lohnt-lehrer-zu-werden-a-877467.html

Nach 10 Jahren ~4500 Brutto? Toller Witz. Das bekommt man in der Wirtschaft nach 3-5 Jahren als Ingenieur.

Einzig die gesicherte Rente ist da evtl. ein Argument. Dieses Argument zieht aber nur bei Beamten. Sonst ist man genauso am Arsch wie jeder andere.

3. 50 Tage Urlaub? Was ist mit unbezahlter Heimarbeit wie dem Korrigieren von Klausuren und vielem mehr?!

4. was bringt Unkündbarkeit, wenn man – egal wie oft man den Arbeitsplatz wechselt – immer Kevin und “Schackeline” abbekommt, sich also mit (man verzeihe mir das Klischee mit den Namen) asozialen Kindern herumschlagen muss?!


Knut
23.2.2015 14:06
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Lehrer werden ist gar nicht so leicht.
Quereinsteiger müssen halt jung sein und den richtigen BMI haben.
Meine Frau hat mal angefragt, aber älter als 40 und BMI 27 wollen die nicht, insbesondere wenn man kleiner als 160 ist.
Doktor und Unidiplom sind dabei völlig unwichtig.

In der freien Wirtschaft ist das bei Frauen übrigens genauso. Wenn die nicht 100% auf die Stelle passt, muss sie adrett daher kommen und eine Modelfigur haben. Bestnoten und Schraubererfahrung will keiner. Haare machen und Nägel lackieren sind für Ingenieurinnen wichtiger.
Dagegen wird der ukrainische Kerl mit ohne Haare und beginnendem Rettungsring genommen, der irgendwie was Technisches studiert hat. Der wird sich schon reinschaffen …


Fry
23.2.2015 14:08
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Als gutverdienender MINT in der Industrie opfere ich mich gerne, wenn ich mit 55 ausgesorgt habe, für die Förderung des Nachwuchses. Ehrlich. Ich will noch nicht mal Gehalt! Mir reichen die Altersbezüge!

– denn, äh, so sicher bin ich gar nicht, ob das Angesparte mit 55 für den Rest des Lebens reichen wird…


Küstennebel
23.2.2015 15:48
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3000€+ Einstiegsgehalt Netto halt ich fürn Gerücht, Brutto stimmt möglicherweise, wobei es Unterschiede in den Bundesländern gibt.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/beamtenstatus-und-gehalt-ob-es-sich-lohnt-lehrer-zu-werden-a-877467.html

Die Kommentare sind teils recht interessant.

Ist halt immer eine Frage mit welchen Perspektiven der Betrachter sich vergleicht wenn er den Beruf Lehrer mit seinem Aufgabenspektrum und Verdienstmöglichkeiten unter die Lupe nimmt.

Für viele ist das traumhaft aus diesem oder jenem Aspekt, für viele ein Gefängniss ohne Entwicklungschancen.


Chefredakteuer vom Dienst
23.2.2015 17:47
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Witzig sind immer Lehrer die glauben sie könnten problemlos in die Wirtschaft wechseln weil sie ja die Vorraussetzung mitbringen würden und dort die Bedingungen viel besser wären, sie sogar besonders gesucht wären weil sie sie ja noch soziale Kompetenzen mitbringen würden.
Neulich meinte so eine Matheleherinnentrulla sie könnte aus dem Stand den Job einen E-Technikingenieurs übernehmen, denn das wäre ja eh alles Mathematik. Äh ja und jetzt kommen wir zum Ende der Firmenbesichtigung liebe Schüler und vergesst eure tolle Mathelehrerin nicht…. Uns hat es bald zerissen hier in der Abteilung als die draussen waren.
Soviel ich weiss mussten früher in der DDR Akademiker auch immer mal wieder an die Arbeitsfront, damit die mal wissen was richtige Arbeit ist, damit sollte man heute 50% des Lehramtstudiums ausfüllen.


Knut
23.2.2015 18:22
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[Quote] Erklärt mir bitte noch mal einer, was bei Lehrern an > 3K Euro Netto Einstiegs(!)gehalt, ca. 50 Tage
Urlaub, private Krankenversicherung, quasi Unkündbarkeit und gesicherte Rente “miese Bedinungen”
und “miese Bezahlung” sind?[/Quote]

Du, psst, das zwanzigste Jahrhundert ist schon anderthalb Dekaden vorbei.

Lehrer an öffentlichen Schulen werden mit unterbezahlten Zeitverträgen wie in der Wirtschaft™ hingehalten. Verbeamtung nur noch seltenst. Und über die Sommerferien an die Luft gesetzt. Freund von Mir hat letztes Jahr glücklicherweise eine Festanstellung als Lehrer für Realschule bekommen, davor hat er sich von Jahr zu Jahr durchgehangelt und jedes Jahr an einer anderen Schule unterrichtet. So sieht es heute aus.


Sten Berg
23.2.2015 18:59
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Hi Paul, Willkommen in Deutschland.

Wir haben in Deutschland immer nur Mitleid mit denen, denen es zu gut geht

Die Vergütungsangeboten waren sicherlich nie die Gründe, weswegen es mich noch nie interessiert hat. Im krassen Gegenteil: Die haben mich manchmal doch zur Überlegung gebracht, wieso ich das nicht mache.
Und natürlich zahlt der Rest der Welt viel besser als Deutschland. Es ist geradezu ein Wunder, dass es überhaupt noch Lehrer gibt!
Ein Schmarrn grüßt den anderen.


Rolf
23.2.2015 20:50
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@maSu:

> Nach 10 Jahren ~4500 Brutto? Toller Witz. Das bekommt man in der Wirtschaft nach 3-5 Jahren als Ingenieur.

Ich hatte in der Industrie (IT) tatsächlich um 4500 brutto, aber erst nach 10 Jahren. Dort bekamen wir – bildlich gesprochen – die Aufgabe, eine Halle zu fegen, und als Werkzeug eine Zahnbürste in die Hand gedrückt… 4500 netto nach 3 Jahren bekamen nur die blasierten, wirres Denglisch faselnden Manager, die für unsere Arbeitsbedinungen verantwortlich waren und an unseren Verbesserungsvorschlägen (von Fachkräften!) nicht die Bohne interessiert waren.

> was bringt Unkündbarkeit, wenn man – egal wie oft man den Arbeitsplatz wechselt – immer Kevin und “Schackeline” abbekommt, sich also mit (man verzeihe mir das Klischee mit den Namen) asozialen Kindern herumschlagen muss?!

Als Lehrer hast du die Kevins und Schackelines unter dir. Als IT-Fachkraft hast du vielleicht Leute mit ähnlich miesem Sozialverhalten über dir. Was ist besser?!

Und in der Industrie wirst du irgendwann im Rahmen einer “Umstrukturierung” gekündigt. Die darauffolgende Durststrecke der Arbeitslosigkeit (wie lange???) musst du vom angeblich so guten Gehalt in der Industrie abziehen.


Stefan S
23.2.2015 21:17
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Die Bezahlung von Lehrern ist schon recht gut. Die 50 Tage Urlaub hast Du aber nur als Sportlehrer. Ansonsten verbringst Du ca. die Hälfte der unterichtsfreien Zeit mit Dingen wie Vorbereitung oder Korrekturen.


Küstennebel
23.2.2015 21:18
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Und in der Industrie wirst du irgendwann im Rahmen einer “Umstrukturierung” gekündigt. Die darauffolgende Durststrecke der Arbeitslosigkeit (wie lange???) musst du vom angeblich so guten Gehalt in der Industrie abziehen.

Das ist mal ein wichtiger Punkt!

Da muss man sich vielleicht sogar noch mit der Problematik keinen Job mehr wenn zu alt (oder zu teuer?) zu bekommen. In der Wirtschaft draussen sein, heißt ggf. schneller in die Zeitarbeit zu müssen als einem lieb ist und dann vielleicht auf Dauer für weit unter 2000 Brutto villeicht unter ekelhaften Bedingungen drittklssiger Arbeitskräfte.

Möglicherweise steht im Elendsfalle sogar Hartz4 vor der Türe, wer pech hat verliert sein Haus und darf noch in die Frührente gehen und bekommt dann noch seine Ansprüche entsprechend weggerechnet.

Dieser Aspekt Sicherheit ist wohl doch viel mehr Gold als es scheint… wie sind noch mal die Chancen auf Verbeamtung für Lehrer als Quereinsteiger? *g

MFG


CountZero
24.2.2015 9:20
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Knut schrieb:
> In der freien Wirtschaft ist das bei Frauen übrigens genauso. Wenn die nicht 100% auf die Stelle passt, muss sie adrett daher kommen und eine Modelfigur haben.

Offenbar bin ich in der falschen Branche….

> Doktor und Unidiplom sind dabei völlig unwichtig.

In welchen ‘Fächern’ liegen die denn vor bei Deiner Frau? Alter und BMI können im Zusammenhang mit Verbeamtung tatsächlich problematisch sein, vor allem, weil sich die Höhe der Pension nach den geleisteten Dienstjahren zu berechnen scheint (ich habe mich auch mal beworben, allerdings nicht als Lehrer…). Verbeamtung wird aber mW inzwischen versucht, zu vermeiden. Gibt halt ‘nen Haufen junge Erdkunde-Sport-Lehrer, die händeringend irgend eine Lehrerstelle suchen. Zeitverträge, die vor den Sommerferien wieder gelöst werden, scheinen durchaus verbreitet zu sein.


Knut
24.2.2015 16:43
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@CountZero

Die Dame macht technische Mechanik. Also den ganzen Berechnungskram für die Fahrzeugtechnik. Das war dann auch das Ziel der Bewerbungen. Nur merkt man dann, das die Leute nicht wollen, wenn so Dinger kommen, das es in der Halle keine Damentoiletten gibt. Derweil latschen die Sekretärinnen aus dem Obergeschoss, also eine Treppe durch die Halle auf dem Weg zur Kantine.


CountZero
25.2.2015 9:46
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@Knut
> Nur merkt man dann, das die Leute nicht wollen, wenn so Dinger kommen, das es in der Halle keine Damentoiletten gibt.

Verstehe. In Zeiten des AGG schon bemerkenswert, dass die Firma solche Angriffsfläche bietet. Ich hoffe, Deine Frau konnte eine Position finden, in der sie ihre Kompetenz gewinnbringend einsetzen kann.


quarc
9.3.2015 23:20
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quarc
9.3.2015 23:23
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Mist, Link wieder von WordPress verwurstet.
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