Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Eine Wahl hat man nicht – aber wählen soll man gehen…

Hadmut
13.2.2015 23:30

CDU und SPD grämen sich darüber…

dass die Leute nicht mehr zur Wahl gehen.

Jetzt wollen sie die Wahllokale länger aufhalten.

Was sie einem nicht sagen, ist, wozu man eigentlich noch wählen gehen soll, wenn man doch keine Wahl hat. Völlig egal, wo man das Kreuz hinmacht, es geht immer nach SPD oder CDU, und die machen inzwischen das Gleiche. Es gibt überhaupt kein Programm, keine Unterschiede mehr, aus denen man irgendwie wählen könnte. Merkels Einheitsbrei.

Wo würde man beispielsweise das Kreuz gegen Genderismus/Frauenquote machen?

Eben. Gibt’s nicht. Egal, wo man das Kreuz hinmacht, man bekommt immer das Gleiche.

Wozu soll man sich also noch die Mühe machen, sich vielleicht noch durch den Regen schlagen oder einen schönen Sonntag versauen, indem man ein Kreuz macht, das überhaupt keine Bedeutung mehr hat?

59 Kommentare (RSS-Feed)

Marc
13.2.2015 23:39
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Gegen Genderismus kannst du die AfD wählen.


Hadmut
13.2.2015 23:43
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> Gegen Genderismus kannst du die AfD wählen.

Welchen Effekt hätte das? Was genau würde das ändern?


Schwa
14.2.2015 0:00
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Wer gar nicht wählt, wählt CDUCSUSPDGRÜNELINKEAFD!
Wenn wählen, dann etwas Nicht-Etabliertes. Aber wer kennt schon eine Partei, die nicht “embedded” ist…?!?


derdiebuchstabenzählt
14.2.2015 0:21
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AfD wählen? Gegen Gender? Wetten die machen den Mist mit, wenn sie an die Macht könnten!

Nee, lass mal. Ich werde nicht wählen gehen. Nicht mal dann, wenn die ihr Wahlgedöns bei mir in der Wohnung aufbauten.

Das Thema hatte M. Klein auch mal.

http://sciencefiles.org/2014/05/24/nichtwahlen-die-alternative-fur-demokraten/


Gerald M.
14.2.2015 0:27
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Aus der allwissenden Müllhalde aka wikipedia über das Programm der AfD:

…. Eine Lesart der sogenannten „durchgängigen Gleichstellungsorientierung“ („Gender Mainstreaming“), die auf eine Aufhebung der Geschlechteridentitäten abziele, wird abgelehnt. Entsprechende finanzielle Förderungen seien ebenso einzustellen wie etwaige Bestrebungen der EU, den Mitgliedsstaaten eine solche Politik vorzuschreiben. Alle bislang zur Durchsetzung von Gleichstellungsvorhaben geflossenen EU-Gelder sollen offengelegt werden.

In Privatwirtschaft und öffentlichem Dienst müsse bei Stellenbesetzungen im Grundsatz die Qualifikation und nicht das Geschlecht den Ausschlag geben.


Emil
14.2.2015 0:29
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Hier ist der Wahl-O-Mat zur Hamburg-Wahl am Wochenende:

http://wahlomat.spiegel.de/HH2015w/

Einfach testweise alle Fragen beantworten und am Schluss auch mal die kleineren Parteien zum Vergleich auswählen. Es müssen ja nicht immer die üblichen Blockparteien sein.

Wenn jeder nur die Partei wählt, die ihn objektiv am besten vertritt, ist schon viel gewonnen.

P.S. Bei mir landen die Piraten immer auf den letzten Plätzen, obwohl ich die schon mal gewählt habe (allerding ohne vorher den Wahl-O-Mat zu konsultieren).


Hadmut
14.2.2015 0:50
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@Emil: Mag ja schön sein, wenn ich eine Partei finde, die meinen Wünschen am nächsten kommt.

Hilft aber nichts, wenn mein Kreuz überhaupt keine Wirkung hat.


Aranxo
14.2.2015 0:48
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Welchen Effekt? Protest eben. AfD (für mich persönlich eher nix) oder die PARTEI.

Im Moment halte ich zwei Projekte evtl. für hoffnungsvoll:
Die Neuen Liberalen
und die Partei der Humanisten

Die haben sich allerdings noch nicht klar positioniert zu Gender und Frauen. Eine weitere linke staatsfeministische Partei braucht nun wirklich niemand.

Ob sich die Piraten noch mal berappeln, muss ernstlich bezweifelt werden. Solange die nicht die letzten Antifas und Radikalfeministinnen rausgeworfen haben, sind die für mich unwählbar.


Hadmut
14.2.2015 0:52
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> Ob sich die Piraten noch mal berappeln, muss ernstlich bezweifelt werden.

Na hoffentlich. Nicht auszudenken, wenn dieser Haufen von Vollidiot(inn)en wieder hochkäme.


Andy
14.2.2015 1:15
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Gerald, Du tust ja fast so als ob die Wahlprogramme irgendeine Verbindlichkeit hätten.

Regulär verlieren die am Wahlabend um 18:01 ihre Gültigkeit. Vollumfänglich. Manchmal halten sie bis zum Beginn der Koalitionsverhandlungen durch.


lars
14.2.2015 1:36
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Die AFD scheint sich in der Tat gegen Gendermainstream zu stellen:

http://youtu.be/McxfICioF1Y?t=28m10s


jd.
14.2.2015 1:42
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@Hadmut
> Hilft aber nichts, wenn mein Kreuz überhaupt keine Wirkung hat.

Also man kann ja nicht behaupten, daß die Kreuze z.B. bei den Piraten (Siechtum der FDP) oder der AfD (Tod der FDP und hektische Betriebsamkeit in allen Propagandaorganen des Systems) keine Wirkung gehabt hätten…


Wildlife
14.2.2015 3:56
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Wo es Parteien gibt ist die Demokratie eh stark reduziert, weil innerhalb einer Partei die Positionen zu verschiedenen politischen Fragen, die nichts miteinander zu tun haben, stark korrellieren können.

Als etwa die Grünen noch Umweltpartei waren (sind sie heute wegen der Energiewende nicht mehr), musste so, wer Umweltschutz wollte, unkontrollierte Masseneinwanderung mitwählen.

Wo es Parteien gibt, kann man, selbst wenn man zu jeder politischen Frage jede Position wählen könnte, nicht mehr jede Kombination von Positionen zu verschiedenen politischen Fragen wählen.
Daher ist für die Demokratie zu fordern, alle Parteien abzuschaffen und ein Verbot von Parteien in die Verfassung zu setzen.


Gast
14.2.2015 4:55
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Und was spricht z.B. gegen die Links-Partei? Stimme nicht mit denen in allen Punkten überein, aber zumindest sehen die einige Sachen anders als SPCDU. AfD hat ja auch jemand schon erwähnt …


Hadmut
14.2.2015 11:47
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> Und was spricht z.B. gegen die Links-Partei?

Mmmh.

Also wenn Du mich damit jetzt so ganz spontan überraschst und fragst und ich aus dem Stehgreif antworten sollte: Eigentlich alles.


Peter Schaff
14.2.2015 5:37
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Doch! Unbedingt wählen gehen! Alle ankreuzen — bzw. auf jeden Fall einen u n g ü l t i g e n Wahlzettel abgeben. Der zählt meines Wissens. Im Gegensatz zu Nichthingehen und Wahlenthaltung.Wenn das alle ‘Nichtwähler’ so praktizierten, hätten die grossen VOLKSPARTEIEN 22 % und 12 % als Legitimation. Alle anderen wohl unter 5 % und weg. Und wenn’s nur dazu taugt, um zu sehen, wie glatt dann einer Regierung das Wort VOLKSVERTRETUNG noch über die Lippen kommt.


Joe
14.2.2015 6:06
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CDU und SPD grämen sich darüber…
dass die Leute nicht mehr zur Wahl gehen.

Logisch, denn damit sinkt die Pseudolegitimation des transatlantisch ferngesteuerten Regimes.

Es ist auch völlig egal, was jemand ankreuzt, das wird von “Wahlforschern” und Lügenpresse schon entsprechend “begleitet”. In der gelenkten Demokratie kommt es auch schon mal vor, daß Parteien nur “ganz knapp” an der “Fünfprozenthürde scheitern”. Obwohl das mittlerweile zu häufig vorkam, um mathematisch-statistisch noch plausibel zu sein. Beim ersten Fall auf Bundesebene wurde inzwischen ja auch Manipulation nachgewiesen.

Blöd ist nur, wenn jemand das Spiel gar nicht mitmacht, sich seine Stimme vorbehält statt sie abzugeben, um dann jederzeit reinreden zu können, wann es ihm paßt. Wie in Dresden neulich. Das geht natürlich gar nicht…


Leser X
14.2.2015 7:04
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Mir egal, ich geh da nicht hin. Scholz gewinnt sowieso, zu recht da er sich um die belange der Stadt (Müllabfuhr, Pünktlichkeit von Bahnen und Bus, neue Fahrbahndecken etc) kümmert.

Der komische CDU rosa Filz Heinzi der es nur darauf angelegt hat mit möglichst hoher Pension möglichst früh rumzugammeln war mehr als peinlich. Schwul sein und faul sein reicht halt nicht wenn man gleichzeitig auch noch so blöd ist sich diesen alten durchfeuchteten Speicher als Konzerteimer an die Backe zu binden. 1000% Kostensteigerung, bravo Ole, bravo CDU. Korrupt bis ins Mark und dann noch mit Schill und diesen erbärmlichen (rot-rot verhindern) Grünen ins Bett steigen. Geht es noch Politpromisker?

Meine Themen kommen beim Wahlo Mat übrigens nicht vor für mich die übliche Bürgerverarsche.


Rechnungsprüfer
14.2.2015 8:02
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Bei den Piraten sind ja viele Spinner ausgetreten, aber würde eine Wahlprognose über 3 Prozent ausfallen, wären die Spinner sofort wieder da.


EinInformatiker
14.2.2015 8:10
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Also ich wähle seit 2013 wieder. Keine Ahnung, ob das was nützt. Vermutlich nicht. Aber wenn doch, dann gehts für mich seit 2013 wieder. Allerdings beobachte ich das genau, könnte ja sein, dass auch das eine Nullnummer ist. Noch kann man ja in der Praxis keinen Einfluß beobachten. Wahrscheinlich geht das auch überhaupt nicht mehr; denn es dauert ja immer 4/5 Jahre bis man weiter kommen könnte. Und wenn die Leute (auf irgendwelche Leute ist man halt verwiesen) dann auch nichts bringen, dann wähle ich wieder nicht. Diesmal dann für immer nicht mehr. Was ich wähle verrate ich aber nicht.


Wozu die Mühe? Na um seine Stimme ungültig zu machen, die einzig wahre Protestwahl.


EinInformatiker
14.2.2015 8:40
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> Die [Humanisten] haben sich allerdings noch nicht klar positioniert zu Gender und Frauen.

Also die “Humanisten” sind nicht durchweg politisch korrekt. Nicht auszuschließen, dass die formal gegen Frauenquoten wären. Auch stimmen sie formal keineswegs in Gender ein. Aber in der Praxis kommt das dann auch wieder eher politkorrekt aus. Aber die setzen das kaum auf die Tagesordnung. Und sie sind wie alle anderen dem politkorrekten Kult um die Frauen verfallen und nicht in der Lage die Frau so zu sehen wie die Frau von Natur aus nun mal ist. Dann glauben sie an eine Transkultur, was eine verhängnisvolle philosophischer Grundlage ist. Also prinzipiell machen die einen vernünftigen Eindruck, haben aber völlig falsche philosophische Grundlagen. Insbesondere meinen sie, dass man Werte rational begründen kann. Das ist verhängnisvoll. Insgesamt haben sie ein völlig besoffen falsches Menschenbild. Auch haben sie mit Humanismus im Sinne (von human, Humanität) der Renaissance nichts zu tun, sondern wollen den Humanismus zur Wissenschaft erheben. Aus meiner Sicht schlägt das notwendig in Faschismus um.


Emil
14.2.2015 9:23
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@Hadmut
> Hilft aber nichts, wenn mein Kreuz überhaupt keine Wirkung hat.

Wenn genug Leute was anderes als die Blockparteien wählen, dann hat das mit Sicherheit Auswirkungen. Wenn diejenigen, die die aktuelle Politik Scheiße finden, zuhause bleiben, heißt das für die herrschenden Parteien: weiter so, die Wähler sind mit uns zufrieden.

Wenn die bisherigen 50% Nichtwähler aber zur Wahl gehen und was anderes wählen, dann kommen die Blockparteien nur noch auf die Hälfte der Stimmen, und das wird sehr schmerzhaft für sie!


Kritikr
14.2.2015 9:45
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Ich würde ja gerne Links wählen, aber da ist auch einiges dabei, das mir gar nicht gefällt. 🙁


Lieschen Q. Müller
14.2.2015 9:51
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Was mich am allermeisten stört, ist dass das gesamte Parteiensystem auf eine Zergliederung der Gesellschaft hinausläuft. Per Wortdefinition steht eine Partei ja immer nur für einen Teil. Mir wäre lieber, es würde jemand mal die ganze Misere in den Fokus nehmen. Aber halt, Parteien gibts ja nicht, um irgendwas zu verbessern, sondern nur um Asche zu schäffeln, die eigene “Rente” zu sichern und sich wichtig und vor allem besser zu fühlen.


Rocco
14.2.2015 9:52
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Ich Wähle nur noch “unkonstruktiv”; letzes Mal DIE PARTEI.
Wählen gehe ich auf jeden Fall. Jetzt sitzt, Dank mir ;-), der Sonneborn im EU-Parlament.


Dirk Moebius
14.2.2015 10:28
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Die Frau Fahimi von der SPD hatte auch schon mal so ne Idee – bei der aber sollte man gleich ne ganze Woche wählen dürfen.

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2014-12/fahimi-wahlrecht-wahlbeteiligung

Die glaubt echt, dass nur deshalb so wenig Leute noch SPD wählen, weil die Wahlokale nicht lang genug auf sind.


Hadmut
14.2.2015 12:07
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> Die glaubt echt, dass nur deshalb so wenig Leute noch SPD wählen, weil die Wahlokale nicht lang genug auf sind.

Was erwartest Du?

Die ist nicht durch Befähigung, sondern durch Quote auf ihren Posten gekommen. Die kann sich nicht nur nicht vorstellen, es verstieße auch gegen ihre Ideologie, dass irgendwer den Scheiß der SPD nicht mögen könnte. Die halten sich für die Beglückung der Welt.


Holger
14.2.2015 11:15
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So ganz muss man die Hoffnung nicht aufgeben. Wer hätte vor 30 Jahren schon gedacht, dass die DDR mal verschwindet.
Und in Griechenland sind die Spezialdemokraten heute nur noch Kleinstpartei. Vor nicht mal zwei Jahren noch undenkbar.
Für den Anfang wäre es doch mal schön, wenn in den nächsten Monaten in Deutschland sowas wie ein Opposition entstehen würde. Schaun wir mal ..


michael
14.2.2015 11:31
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Das ist nur vorgeschobene Demokratie-Heuchelei. Offensichtlich gibt es noch Millionen Idioten in Deutschland, die ihre Ausbeuter wählen. Das kann der Mischpoke in Berlin gerade Recht sein. Würden mehr “Randgruppen” wählen, dann würde die Mischpoke gefährdet sein.

Zudem kommen viele Gesetze sowieso aus der EU oder den USA – insofern sind Bundesregierungen eher weisungsgebundene Marionetten.


Brak
14.2.2015 11:47
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In diesem Wahlsystem ist es falsch wählen zu gehen. Man sollte wählen gehen und niemanden wählen. Dann zählt man aber unter Wahlbeteiligung. Je mehr der Nichtwähler wählen gehen, desto mehr sinkt die Legitimationsbasis des Machtokkupationsbündnisses CDUSPDFDPGRÜNELINKEBNDARSCHLÖCHER u.s.w. Wenn alle wählen gingen, bekämen die alle zusammen nicht mal eine relative Mehrheit hin. Dann wäre endlich dieser Demoktatieschwindel, der genau dasselbe ist, wie in der ehemaligen Ostzone, offengelegt.

“Es ist unser gutes Recht, uns nicht mehr vertreten zu sehen von Leuten, die in ihrem Leben nie etwas anderes getrieben haben als das ziemlich schmutzige Geschäft der Parteipolitik: Schachern um Posten, Diffamierung des Gegners, ein Denken in Wahlperioden: Wollen wir das?”


Brak
14.2.2015 11:53
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Es kann nicht sein, dass dauern über unsere Köpfe hinweg Gewsetzte gemacht, werden, von denen nicht mal mehr das Parlament was mitkriegt, die in unser Aller !leben eingreifen. Was ist eigendlich der Unterschied zur offenen Sklaverei.


Stuergel
14.2.2015 12:15
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Ein paar Gründe am Sonntag zur Wahl zu gehen, völlig unabhängig vom Inhalt:

Der Wahlkampf einer gewissen Partei wird von Demokratiefeinden sabotiert, ohne das Medien oder unsere demokratisch gewählten Vertreter sich deutlich vor diese Partei stellen. Im Gegenteil hat man das Gefühl, die freuten sich. Hier kann man als Demokrat mal Flagge zeigen.

Eine andere Partei setzt sich hauptsächlich für direkt-demokratische Mitspracherechte ein. Zwei Dinge können unser System retten: Direkte Demokratie und Guillotinen. Ersteres wäre mir lieber, daher ist ein Kreuz dort gut aufgehoben, und wenn nur für die Wahlkampfkostenerstattung.


feel'n good on a wednesday
14.2.2015 12:32
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Ich wähle die PARTEI, den sie ist sehr gut.


Hadmut
14.2.2015 13:06
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> Ich wähle die PARTEI, den sie ist sehr gut.

Gut worin?


C
14.2.2015 12:50
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Nicht zu vergessen, die AfD wird wohl ebenfalls von den anderen Parteien assimiliert werden. Sogesehen können die als Wahloption auch schon gestrichen werden.


michael
14.2.2015 12:54
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@Peter Schaff: “auf jeden Fall einen u n g ü l t i g e n Wahlzettel abgeben. Der zählt meines Wissens. Im Gegensatz zu Nichthingehen und Wahlenthaltung.”

Kompletter Bullshit.

Nichtwählen, Enthaltung und Ungültigwählen zählen genau gleich: gar nicht!

Gezählt und ausgewertet werden nur abgegebene _und gültige_ Stimmen. Die Gesamtzahl der gültigen Stimmen entspricht 100%.

Bei der Auszählung interessiert sich keine Sau, /warum/ Dein Zettel ungültig ist. Es ist egal, ob Du einen leeren Zettel abgibst oder ein Gedicht für den Gehörnten d’raufschreibst. Ungültig. Punkt.

Tatsächlich gibt es zwei Kategorien, die jedoch beide gleich gewertet werden:
1) Nichtwähler: “der ist zu faul zum Wählen”
2) Ungültigwähler: “der ist zu blöd zum Wählen”

Sollte tatsächlich keine der zwei Dutzend Parteien für Dich als kleinstes Übel akzeptabel sein, so ist Deine einzige Möglichkeit, ein paar Gleichgesinnte zu finden und eine weitere Partei zu gründen.

Solltest Du tatsächlich keine Gleichgesinnten finden können, ist Deine Meinung wohl zu exotisch für eine Demokratie. Es ist dann egal, daß es keine Partei für Dich gibt – da sie außer Dir ja niemand wählen würde.

Solltest Du Gleichgesinnte finden, und Ihr gründet erfolgreich eine Partei: bitte paßt auf, daß Gendertussis und linke Spinner sie nicht wieder kaputtmachen. (Keine Ahnung wie man das verhindern kann)

Solltest Du keinen Bock auf eine eigene Partei haben (bzw. auf den damit verbundenen Aufwand): Ok, dann geh’ halt nicht wählen. Allerdings hast Du dann bis zur nächsten Wahl die Fresse zu halten – schließlich hast Du Dich ja zur Nichteinmischung entschieden. Statler & Waldorfs, die blöde Kommentare vom Balkon machen, gibt’s hier schon genug.

Übrigens: von wegen “Wählen bringt ja nichts” – das ist blödes Geschwätz. Jeder Politiker wurde durch andere in sein Amt gewählt. Und fast vollständig von faulen Säcken, die (außer Mosern) keinerlei Interesse haben, und dann am Wahltag eine der drei Parteien wählen, die sie aus dem TV kennen “weil sonst meine Stimme ja nicht zählt”.

Würden sich die ganzen Nichtwähler (und “ich wähl’ ungültig”-Spackos) zusammentun, könnten sie den Kanzler stellen…


Hadmut
14.2.2015 13:05
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> Sollte tatsächlich keine der zwei Dutzend Parteien für Dich als kleinstes Übel akzeptabel sein, so ist Deine einzige Möglichkeit, ein paar Gleichgesinnte zu finden und eine weitere Partei zu gründen.

Macht jemand hier mit?


Stuergel
14.2.2015 13:16
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> Sollte tatsächlich keine der zwei Dutzend Parteien für Dich als kleinstes Übel akzeptabel sein, so ist Deine einzige Möglichkeit, ein paar Gleichgesinnte zu finden und eine weitere Partei zu gründen.

Das ist auf Grund der 5%-Hürde Bullshit.


Thomas M.
14.2.2015 13:20
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DIE PARTEI ist halt einfach nur Satire. Wohl der amüsanteste Weg, seine Stimme in den Orkus zu jagen 😀


die grafenburger
14.2.2015 13:26
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würde sofort bei der Gründung einer Partei ohne ideologischer Unterbau, die allein aus sachlich vernünftigen Gründen entscheidet, mitmachen.


Issoweilsosoll
14.2.2015 13:42
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Ich habe gewählt nicht zu wählen.

Begründung

Da die Abgeordneten mir nicht bekannt sind, nach den Wahlen auch nicht erreichbar sind würde ich meine Stimme einem Phantom geben. O,K die Wortwahl Urne für das Abgeben einer Stimme sagt es schon, man beerdigt für 4 Jahre seine Stimme mittels dieser Urne.

Auf der Seite des Bundestages steht zu jeder Bundestagswahl : Nichtwähler senken die Legitimation der Regierung

Hier in Hamburg ist es sogar gefährlich Parteiveranstaltungen zu besuchen. Paramillitärische ANTIFA und Polizei vor und in den Gebäuden, finanziert von links und ganz links. Als Wähler soll ich eben abgehalten werden alle Parteien kennenzulernen.

Das eine Partei mit so vielen Prof. nun politisch agieren, ist nicht neu, nur das die in einer Partei sich gesammelt haben, anstatt in Gremien. Ihr Einkommen beziehen die nach wie vor von uns Steuerzahlern, einmal unter dem Mantel der Bildungsaufgabe nun dem Mantel der Demokratie.

Wenn ich so die Prof mit ihren Thesen höre sowohl an Universitäten und nun in Partien, wo beginnt eigentlich beim Genie der Wahnsinn ? Die Grenze dürfte gesunken sein.

Vielleicht sollte nach unten der Debilitätsgrenze eine nach oben Polititätsgrenze eingeführt werden.

Dazwischen bewegen wir normalen Bürger uns. Sicher ist sicher.


Matthias
14.2.2015 13:43
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@derdiebuchstabenzählt
Solche Artikel halte ich für gefährlich. Unabhängig von der “geistigen” Bedeutung einer Nichtwahl ist es mathematisch und faktisch einfach so, dass eine Nichtwahl (und ungültige Wahl, siehe @michael) die Akzeptanz der Wahl darstellt. Es ist einfach so als hätte man allen Parteien genau so viel seiner Stimme gegeben wie sie prozentual bekommen haben. Ein vereinfachtes Beispiel: Geht nur eine Person wählen und wählt Partei X hat man das selbe Ergebnis als würden ALLE Personen die Partei X wählen. Sowas wie eine Mindestwahlbeteiligung gibt es nicht, also wären beide Wahlen gleichermaßen gültig. (Man kann sich über die Legitimierung einer derartigen Wahl unterhalten und diskutieren aber ich rede vom aktuellen Zustand)
Meiner Meinung nach profitieren nur radikale und fanatische Parteien von einer Nicht-Wahl (weil deren Anhänger vermutlich eher zur Wahl gehen).

Zu dem anderen Argument von wegen eine Stimme bringt nichts:
Das ist natürlich ein tolles Argument andere Leute vom Wählen abzubringen und so meine eigene Stimme zu stärken 😛 (siehe obiges Beispiel). Letztlich muss die Wahl ja irgendwie auf die Stimmen aufgeteilt werden und bei uns wird sie eben gleichermaßen verteilt. Ein besseres Aufteilungsverfahren fällt mir gerade nicht ein.


quer
14.2.2015 14:13
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Orientierungshilfe

Es gibt – auch für unbedarfte Menschen – fixe objektive Orientierungspunkte, an denen Soll und Wirklichkeit gemessen werden kann:

1. Der unbedingte (!) Schutz menschlichen Lebens.
2. Das garantierte (!) Eigentum
3. Die uneingeschränkte (!) Meinungsfreiheit.
4. Die absolute (!) Vertragsfreiheit.
5. Die unbedingte (!) Gleichheit aller vor dem Gesetz, ohne Ansehen von Herkunft und Befindlichkeit.

Diese fünf Punkte sind überschaubar und haben den Vorteil, nicht interpretierbar zu sein. Also etwas Unbedingtes ohne wenn und aber. Ohne diese Erfüllung obiger Prämissen kann es keine Freiheit und auch keinen glaubwürdigen Rechtsstaat geben.

Alle genannten Punkte haben in ihrer Summe gemein, daß sich daraus alle Menschenrechte zwingend ableiten lassen. Somit kann subjektiv nachvollzogen werden, in welchem Grad die Freiheit vorhanden, eingeschränkt, oder gar abgeschafft ist.

Alles jenseits davon ist – oder mündet in den – Sozialismus. Wobei es unerheblich ist, ob dieser national, international, oder ökologisch ist. Er ist immer gegen den Menschen als einmaliges Individuum gerichtet und somit das Böse schlechthin.

Immer aber bedeutet die Abwesenheit nur eines Punktes die Abwesenheit von Demokratie. Mit etwas Glück ist es „nur“ der Faschismus.


Norbert_G
14.2.2015 14:20
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Und warum wird nicht die absolut böseste aller Parteien, der wahre “Gottseibeiuns” aller “Anständigen” und “Gutmenschen” gewählt?

Nicht unbedingt aus Sympathie, sondern einfach als Schreckgespenst, das die Herde der Politgauner, die von der Presse ins linke Gehege getrieben ist, wieder mehr nach rechts treibt? Daß die BRD völlig linkslastig ist, ist doch die Ursache der auf diesem Blog beklagten Mißstände. Denn es gibt keine erwähnenswerte rechte Opposition in den Parlamenten.
Es kann also keiner behaupten, man hätte keine Wahl gehabt. Man hat sie nicht genutzt.
Ist die Konditionierung, die Dressur durch Schule und Medien derart stark, daß dieses Wahlverhalten schlichtweg denkunmöglich ist?
Wo denn die vermeintliche Intelligenz, der vermeintlich freie Wille der Wähler?


Norbert_G
14.2.2015 14:23
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“DIE PARTEI ist halt einfach nur Satire. Wohl der amüsanteste Weg, seine Stimme in den Orkus zu jagen”

Irrtum! DIE PARTEI ist eine als Satire getarnte Linkspartei!

Die APPD, die “Anarchistische Pogo Partei Deutschlands”, das war echte Satire, die hätte sogar ich wählen können …


Marcus Junge
14.2.2015 14:35
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Emil 14.2.2015 0:29

Seit wann interessiert es Politverbrecher nach der Wahl, was vor der Wahl im Wahlprogramm stand, an dem der Wahlomat sich orientiert?

Der Wahlomat ist ein nutzloses Ding. Er wiegt die unbedarften Wähler in Sicherheit und läßt sie am Ende “Mutti” wählen.

Oder fragen wir doch einfach mal wo jemals im Wahlprogramm die Umvolkung der BRD versprochen wurde? Irgendwo müssen die ganzen Fachkräfte und Mihigrus aber hergekommen sein, je nach Zählung bis zu 20 Millionen. Hat Ihnen das mal CDU oder SPD oder FDP versprochen, so ab 1960? Wurde es trotzdem gemacht? Ist das nicht eine Schicksalsfrage, die man in einem Wahlprogramm erwarten sollte vorzufinden?

Also laßt mich mit Wahlprogrammen in Ruhe, damit kann man Feuer anzünden oder sich den Arsch abwischen und das wäre dann eine Beleidigung für den Arsch.


Michael
14.2.2015 15:27
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michael: Stimmt nicht und kommt auf die Wahlen an. Ich weiss nicht, wie das in Deutschland ist, aber in der Schweiz gibt es viele Orte, wo eine leere Stimme zu einem zweiten Wahlgang führt. Falls grössenwahnsinnige sich wählen lassen wollen, führt so ein Knacks schnell zu einem “Gink ans Schiinbei”.

Soviel zum ersten. Zum zweiten gibt es mit dem Stimmen für Spass-, Satire- und Protestparteien tausende Stimmen, die der einen oder anderen Partei geholfen hätten. Die erste Partei, die wegen ein paar Hundert Stimmen und wegem Proporz (wir haben auch keine Zweitstimme und ähnliche Kunststücke) eine handvoll Sitze in einem Kantonsparlament verliert und damit keine Mehrheiten für ihr Anliegen garantiert wird sich das nächste Mal sehr viel stärker engagieren.

In Deutschland würde ich AFD wählen und die Zweitstimme der PARTEI schenken.


Joe
14.2.2015 16:19
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Ich weiss nicht, wie das in Deutschland ist

Aber mitreden wollen…

In Deutschland würde ich AFD wählen und die Zweitstimme der PARTEI schenken.

Und nicht einmal kapiert, wofür die Zweitstimme ist. Geht aber auch vielen Michels so.


helau
14.2.2015 16:21
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Man wählt Parteien sich deutlich von den etablierten Parteien unterscheiden und kurz davor stehen ins Parlament zu kommen bzw, schon mit wenigen Plätzen drinn sind. Da geht den etablierten Parteien am meisten das Zäpfchen wenn plötzlich Konkurrenz aufkommt die sich klar abgrenzt und überdenken mal ganz schnell ihre bisherigen Postionen.

Also wählt man:
AfD oder Links weil die schon im Parlament hocken bzw. wie die Afd kurz davor sind und von den etablierten Parteien am meisten gefürchtet sind. Ich finde beide Scheisse bzw. wenige Postionen die sie vertreten sind vernünftig aber der Rest kann man vergessen. Trozdem wähle ich eine der beiden weil ein echtes politisches Gegengewicht in unserer Politk fehlt, deshalb ist das auch ein Einheitsbrei im Bundestag.
Irgendwelche Exotenparteien die es sowieso nicht ins Parlament schaffen ist wie Nichtwählen, da ändert sich nix in der Besetzung.


Heinz
14.2.2015 16:59
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>> Gegen Genderismus kannst du die AfD wählen.
> Welchen Effekt hätte das? Was genau würde das ändern?

Du hättest eine Partei gegen Gender gewählt.
Vielleicht sehen unsere Blockparteipoliiker dann auch irgendwann, dass es auch andere Meinungen gibt.

>> Ich wähle die PARTEI, den sie ist sehr gut.
> Gut worin?

Die großen (Block-)Parteien zu parodieren.

> Also wenn Du mich damit jetzt so ganz spontan überraschst und fragst und ich aus dem Stehgreif antworten sollte: Eigentlich alles.

Naja manchmal setzen sie sich für sinnvolle Vorheben und Bürgerrechte ein, zumindest wenn sie so wenig Stimmen haben, dass sie die nicht umsetzen können.


Fabian
14.2.2015 17:03
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Naja, wenn man ein Ausschlussverfahren mit nicht zu heftigem Filter veranstaltet, dann findet man schon etwas.

Hier mal meine Überlegungen am Beispiel der letzten Bundestagswahl.

1. Die Parteien, die schon im Bundestag sitzen bringen es alle nicht. Das haben sie durch ihr Abstimmverhalten während der vergangenen Legislatur bewiesen. Pauschal weg damit.

2. Wer es von den Unterstützungsunterschriften nicht in allen Bundesländern auf den Wahlzettel gepackt hat, ist hat keine realistische Option die 5%-Hürde zu reißen und was durcheinander zu mischen. Weg.

Zwischenergebnis: Es verbleiben AfD, Freie Wähler, Piraten, NPD, MLPD.

3. Die Extreme raus: die stalinistische Politsekte und die vom Verfassungsschutz bezahlten Nazis.

Die Piraten waren 2013 schon total durchgegendert, im Sinkflug und ohne Interesse. Die Freien Wähler fand ich nicht unsympathisch, die AfD hatte aber wesentlich bessere Aussichten in den Bundestag zu kommen. Das dabei dann nur 4,7% rauskamen und sich SPD und CDU ja de facto schon im Vorfeld auf GroKo geeinigt hatten – geschenkt. Da hat man eh keinen Hebel. Das einzige wozu eine Stimme noch gut ist, ist auszudrücken, dass man nicht einverstanden ist. Fernbleiben, Ungültigmachen, oder gar Etablierte (“kleineres Übel”) wählen, alles das ist faktisch wie Zustimmung. Es braucht den ausdrücklichen Dissens, so lange es möglich ist. Wenn eines Tages nur die auf dem Zettel stehen, die eh schon drin sind (und die Parteien arbeiten darauf hin ein solches Kartell zu schaffen), dann kann man es bleiben lassen. Vorher verschenkt man nichts mit Anderswählen. Aber eben wirklich: Andere.


I. Vetter
14.2.2015 18:07
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Das Grundproblem in Deutschland sind die verfassungswidrigen einfachgesetzlichen Regeln (BWahlG) für die Bundestagswahlen:

1. Die Regierung entscheidet über die Zulassung von Parteien und damit über ihre eigene Ablösbarkeit,

2. Die 5%-Hürde ist verfassungswidrig, weil grundgesetzlich nicht vorgesehen und unterläuft die durch Art. 38 Abs. 1 GG geforderten Prinzipien einer Wahl,

3. Das fehlende Quorum (Mindeswahlbeteiligung) ergibt, dass unabhängig von der Anzahl der Wahlberechtigten und der tatsächlichen Wähler die Gesamtzahl der abgegebenen Ja-Stimmen immer 100% ist. Das hat zur Folge, dass eine geringe Wahlbeteiligung höhere Prozente der gewählten Parteien zur Folge hat. Die fehlenden Stimmen für unter der 5%-Hürde liegenden Parteien tun hier ihr Übriges.

Die Lösung wäre ein Wahlsystem, welches

a) eine Mindestwahlbeteiligung vorschribt,

b) keine Prozenthürde kennt und

c) alle möglichen Arten der Stimmen (Ja, Nein, Enthaltung) in das Endergebnis einfließen lässt (vgl. http://grundrechtepartei.de/aequivalenzwahl/)


Michael
14.2.2015 19:30
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> Die Zweitstimme ist bei der Wahl zum Deutschen Bundestag die grundsätzlich maßgebliche Stimme für die Sitzverteilung an die Parteien.

Doch, weiss ich.

Deswegen: Die AfD kriegt Stimmen, die PARTEI Sitze. Falls sie genügend Stimmen erhalten hat. Auf jeden Fall gehen aber die Sitze für die grossen Parteien flöten.

Wenn sehr viele so denken, dann haben Protestparteien Rückenwind und die Satire ihren Sitz im Parlament. Viele Zweitstimmen für die PARTEI zügelt die CDUSPD zurück auf unter 50%. Dann wirds lustig.

oder ich habe es tatsächlich falsch verstanden. ich muss aber dort auch nicht wählen gehen.


Bernd
14.2.2015 20:23
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Die Zusammensetzung der Parlamente kommt auch dadurch zustande, weil das Wahlsystem nicht verstanden wird. Das Einfallstor für viele Unsymphaten, Nichtskönner und “Führungskräfte” sind die Listen der Parteien. Die SPD-Abgeordnete bei uns verliert regelmäßig ihren Wahlkreis, hockt aber Dank Listenplatz 1 oder 2 dennoch im Bundestag. Also nur noch den Kandidaten die Stimme geben und sonst nichts. Da hat man wenigstens eine geringe Chance, Einfluss zu nehmen. Klar, auch so können noch Dödel ins Parlament kommen, die Parteien können aber weniger Einfluss aufs Ergebnis nehmen.
Man muss sich doch nur mal ansehen, wie um gute Listenplätze gekämpft wird. Ein vorderer Listenplatz ist eben das fast sichere Ticket ins Parlament.


derdiebuchstabenzählt
15.2.2015 8:27
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@ Matthias

Solche Artikel sind gefährlich? Warum hast Du allerdings nicht überzeugent begründet.

Ich sag mal so, solche Kommentare, wie Deiner sind gefährlich weil sie Leute zum Wählen anregen. 🙂

Immerhin bin ich Nichtwähler aus Überzeugung, warum bist Du Wähler?


Roland K.
15.2.2015 14:05
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Die Zeiten, in selbigen der Wähler eine “Wahl” hatte, sind vorbei. Bei uns hat die DDR letztlich gesiegt, wir haben so etwas wie “Einheitspartei 2.0”.
Das liesse sich nur ändern durch ein “Mehr” an Beteiligung der Wähler i Verbindung mit der Abschaffung des Berufspolitikers durch zeitliche Beschränkung bei der Ausübung des Mandats. Beides ist nicht machbar, schon wegen des Widerstandes der Parteien, die sich in alle Bereiche des Staates ausgebreitet und den praktisch vereinnahmt haben.
Hier geben sich immer noch welche der Illusion hin, durch Wahlen könne sich etwas ändern! Nur weil die Medien so etwas verkünden? Lächerlich!
Sollte tatsächlich eine Partei auftreten,die etwas ändern könnte, so wird die unterwandert und medial hingerichtet, bevor sie wirklich Einfluss hat.
Die Abgabe der Stimme dient nur dazu, die gegen den Willen der Mehrheit gerichtete Vielzahl politischer Entscheidungen nachträglich auch noch zu billigen – eine moderne Art vom Ablass!


Stuergel
15.2.2015 15:14
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Ich komme gerade von der Wahl zur Hamburger Bürgerschaft. Das Wahlrecht gewährt jedem Wähler fünf Stimmen, die er frei auf Parteilisten oder Personen verteilen kann. Damit kann man einerseits die spätere Zusammensetzung der Bürgerschaft beeinflußen, aber auch die interne Reihenfolge der einzelnen Parteilisten. Das nennt sich dann Kumulieren und Panaschieren und ich mache immer gebrauch davon.

Eigentlich ein rel. einfaches System. Fünf Kreuze, egal wo, nicht mehr und nicht weniger Kreuze.

Jetzt ist die Wahlbeteiligung in Hamburg 2011 mit 57,8% so niedrig wie noch nie gewesen. http://www.wahlrecht.de/ergebnisse/hamburg.htm

Wenn man Zeitungsartikel zur aktuellen Bürgerschaftswahl liest, findet man ganz häufig die Meinung, daß die niedrige Wahlbeteiligung vom komplizierten Wahlrecht herrühre. Begründet wird das nie, ist halt so.


Matthias
27.2.2015 12:15
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@derdiebuchstabenzählt

Du hast jetzt hier auch nich unbedingt ein Argument in deiner Antwort 😉

Aber ich versuche es nochmal und einfacher: Was ist ein Protest? Für mich ist das etwas, was bei genügend hoher Beteiligung etwas bewirkt/verändert [1]. Schauen wir also mal ins Wahlrecht und die Formeln: Wie viele müssten nicht-wählen, damit der Protest etwas bewirkt? ALLE! Solange einer wählt (kleiner Hinweis: der zur Wahl stehende Politiker kann sich selbst wählen) ist die Wahl rechtlich und mathematisch korrekt. (siehe vorheriger Beitrag) [2]

Damit ist das nach meiner Definition einfach keine Form des Protests (auch nicht nach Wikipedia [1]).
Tatsächlich habe ich prinzipiell nichts gegen Nichtwähler, solange es Leute sind die keine Ahnung haben und sich darauf verlassen dass die anderen das schon machen (tatsächlich ist die Formel aktuell auch genau für diesen Fall konzipiert [2]).

Was ich gefährlich finde ist das als Protest zu verkaufen.
Was sicherlich effektiver währe als nicht zu wählen wäre, wenn alle Nichtwähler am Wahltag (friedliche) Proteste veranstalten würden, oder Unterschriften sammeln für Bürgerentscheide (wo das möglich ist). Da könnte bei 50% der Druck schon ziemlich groß werden! (Hinweis: Wird nicht passieren da die meißten Nichwähler aus Faul- oder Dummheit nicht wählen)

Daheim auf dem Sofa sitzen, fern zu sehen und seine Stimme an alle anderen Wähler abzugeben ist für mich einfach keine Form des Protests, Sorry [1]. (Siehe Formeln [2])

Und jetzt gehe ich nochmal auf die Gefährlichkeit konkret ein: Der Artikel nutzt falsche Tatsachen (das Nicht-Wählen eine Form des Protests sei), um Wähler vom wählen abzuhalten. Die Frage ist doch wer fällt darauf hautsächlich rein? Der NPD wähler, indoktriniert von seiner Partei? Oder der normale Otto? Jetzt solltest du die Gefährlichkeit deutlicher sehen, hoffe ich.

Übrigens gehen im Artikel selbst mehrere Kommentare auf dieses Problem ein, werden aber leider abgewürgt, weil offensichtlich nicht verstanden…

[1]: http://de.wikipedia.org/wiki/Protest: Vorraussetzung einer “direkten” Aktion ist hier meiner Einschätzung nach nicht gegeben, ergo kein Protest
[2]: http://de.wikipedia.org/wiki/Sainte-Lagu%C3%AB-Verfahren (Einfach mal ein paar (extrem) Beispiele einsetzen)