Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Wenn der Wolf Kreide gefressen hat

Hadmut
6.2.2015 23:09

Ei herrje, was ist denn mit Microsoft los?

Entweder haben die eine Riesen-Krise, oder sie haben soviel Geld, dass es denen nur noch um Präsenz und nicht mehr so wirklich um das Geld geht (oder schon einen so hohen Anteil am Geld, das es überhaupt gibt).

Den Update auf Windows 10 soll man ein Jahr lang kostenlos bekommen.

Dann bieten sie jetzt Windows 10 für das neue Modell des Raspberry an. Sollen Developer auch kostenlos bekommen (das Windows, nicht den Raspberry).

Die preisen das an und hauen das raus wie sauer Bier. Irgendwie laufen denen wohl die Leute davon. Die einen zu Linux, die anderen zu Apple. Mit Windows 8 haben sie alle in die Flucht geschlagen, am Handy-Markt tut sich nicht viel, und mit den Tablets ist es auch mau.

Früher gab es im Dumpfmarkt mal die Verkaufs-Stände mit iPads. Und die waren gut besucht.

Dann gab es die Stände mit Samsung-Tablets und -Handys. Und die waren gut besucht.

Nun gibt es die Stände mit Windows-Tablets – und keine Sau interessiert’s.

Vorhin hab ich was gelesen, da hab ich gedacht, jetzt geht’s aber los:

“Microsoft loves Linux, and we’re excited to be the first cloud provider to offer a new rendition of one of the most popular Linux platforms in the rapidly growing Azure cloud,” said Bob Kelly, Corporate Vice President at Microsoft. “By delivering the new cloud-optimised Ubuntu Core image on Azure, we’re extending our first-class support for Linux and enabling freedom of choice so developers everywhere can innovate even faster.”

Jessas nee. Ist das gruselig. Hatte Microsoft nicht mal so über Linux gelacht? (So wie über das Internet?)

Was kommt als nächstes? Das von mir vor Jahren prophezeite „OpenWindows” ?


60 Kommentare (RSS-Feed)

Phil
6.2.2015 23:25
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Mit der Freigabe des DotNet Frameworks, macht Mircosoft doch einen wichtigen Teil von Windows OpenSource.
Es wird ja auch schon eine Weile von einer Linux Office version gemunkelt.

Effektiv verdient Microsoft mit Windows auch kein Geld. Das Geld wird mit Office, den Office Servern (Sharepoint, Exchange, AD, etc) gemacht. Da spielt Windows nur eine untergeordnete Rolle. Und dabei ist Windows Core gar nicht mal schlecht.

Seit Microsoft im Cloud Geschäft mitmischt, haben sie erkannt, wie wichtig automatisierbare Administration (Stichwort Powershell) ist.
Sogar bei Docker wollen sie mitmischen.

Die nächsten Fünf Jahre dürften auf jeden Fall spannend werden.

Außerdem scheint dies ein Generationswechsel zu sein. Die alte Garde von IT-lern, welche noch alles selbst machen wollten und ihr Kapital aus Geheimhaltung und Exklusivität gezogen haben, muss abdanken. Dafür rückt die Software-as-a-Service Generation nach, welche den Umsatz mit Beratung, Implementierung und Support erwirtschaftet.
Die Hardware ist beliebig und austauschbar, die Software benötigt immer mehr Schnittstellen zu immer mehr Systemen… keine Wunder das Insel Lösungen zu teuer werden.

IMHO wird die Öffnung Microsoft ein langfristiges Überleben jenseits des Office erlauben 😉


Hadmut
6.2.2015 23:35
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Bei Docker wollen sie auch mitmischen? *grusel*

Naja, es ist bekannt, dass der Windows-NT-Kernel gar nicht so schlecht war, aber der ganze Mist außenherum ist einfach Schrott.

Als Linux damals in größerem Maßstab Verbreitung fand, gab es mal ein internes Paper von Microsoft, wo sich jemand verblüfft und begeistert darüber zeigte, dass man – anders als bei den Microsoft-Produkten – bei Linux nicht irgendwelche Spezialhandgriffe braucht, sondern man sich jederzeit die Quellen holen und mit configure und make compilieren kann, ohne sich mit der Software irgendwie auskennen zu müssen. Microsoft-Insider sagten mir damals, dass das Compilieren des Kernels oder von Word eine Geheimwissenschaft sei, die außerhalb der jeweiligen Abteilung keiner beherrsche. Und so ist das über die Jahre gewuchert.

Mittlerweile scheinen die auch selbst nicht mehr in der Lage zu sein, Windows wesentlich weiterzuentwickeln, denn Windows 7, 8, 10 waren ja alles eigentlich nur Reparaturversuche an Windows Vista. Das läuft irgendwo nicht mehr, seit die Leute ihren Nutzer-Stil geändert haben.

Jahrelang hat man davon gelebt, Software mit immer mehr Funktionen zu überfrachten. Die Leute sind heute aber Tablets gewöhnt und wollen leicht, einfach, schnell, robust.

Und dann kamen eben verschiedene Märkte, auf denen Microsoft nicht mehr nennenswert was zu melden hatte: Handys, Tablets, Embedded Devices, NAS usw., und dann jetzt auch noch die Kategorie Raspberry.

In der neuen c’t von morgen ist übrigens auch ein Artikel darüber drin, dass Microsoft jetzt versucht, da überall wieder reinzukommen.


Olivetti
6.2.2015 23:33
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Nix da, erst kommt X Windows!


splitcells
7.2.2015 0:07
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“Mittlerweile scheinen die auch selbst nicht mehr in der Lage zu sein, Windows wesentlich weiterzuentwickeln, denn Windows 7, 8, 10 waren ja alles eigentlich nur Reparaturversuche an Windows Vista.”

Zudem gibt es Bugs die ich seit Windows XP (momentan bin ich
auf Windows 8) kenne. So unterstützt Windows (bzw.
dessen Programme) nicht alle Datei Namen die von Ntfs
unterstützt werden. Das läuft dann darauf hinaus,
dass ich Dateien entweder per 7z Archiviere oder diese
mithilfe von Linux verarbeite.
Aus unteranderem diesem Grund megriere ich nach Linux.
Auf der anderen Seite
scheint, dies kein Problem für andere zu sein.

Bei http://semiaccurate.com/?s=Microsoft
gab es auch mal ne Zeit lang interessante Artikel
darüber wie es bei Microsoft läuft.

Gleichzeitig steigert Microsoft seinen Gewinn langfristig auch wenn
nicht kontinuirlich: https://de.wikipedia.org/wiki/Microsoft#Umsatz-_und_Gewinnentwicklung

Wobei andere Quellen, wie Heise dass selbe sagen.


Radio Eriwan
7.2.2015 1:07
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Moin moin,

die Frage ist jetzt, ist das ein taktischer Zug um die Endkunden weiter bei Laune (besser gesagt bei Windows) zu halten oder (einer) der letzten Versuche Markanteile zu sichern.

Für Business Kunden wird sich wahrscheinlich nix ändern, soweit ich das mitbekommen habe betrifft das kostenlose Upgrade nur die „HOME“ Version. Na mal schauen was daraus wird.

Die Nummer mit dem Raspberry wird wahrscheinlich das gleiche Desaster wie bei der Galileo Plattform werden. Windows bekommt man zwar zum Laufen, aber die GPIO Ports bekommt man wegen der nicht vorhandenen Treiber nicht angesprochen. Und als Multimedia Plattform wird sich Windows auf dem Rapsberry nicht wirklich durchsetzen.

so long and thanks for all the fish


Juan Gonzles
7.2.2015 1:23
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Hi,

Win7-64 ist etwas, wo andere Systeme erst ‘mal ‘rankommen müssen.
Ubuntu? Fehlanzeige. Red Hat & Clones? Fehlanzeige. Rest? Nicht mehr probiert, sorry.

Laserjet 4M PS und, hauptsächlich, FritzCard PCI waren die Probleme. Der Laserjet wurde (ohne komplizierte Änderungen in CUPS) nicht erkannt, und die FritzCard lief schon gar nicht – jedenfalls nicht als Fax-Karte. Ubuntu wollte sie unbedingt benutzen, um ins Internet zu gehen …

Für FritzCard zum Faxen unter CentOS musst Du Dir irgendwelche steinalten SUSE-Sourcen kompilieren, und selbst dann ist es noch ein Glücksspiel, ob das Zeug läuft …

Win7? Kein Problem. 10 min Treibersuche, und es läuft. Alles. Problemlos. Ohne manuell irgendwelche kryptischen .configs ändern zu müssen.

Microsoft hat, abgesehen davon, das Geschäftsmodell geändert, und pumpt inzwischen gut Manpower (und $$$) in den OSS Bereich. Sicher, die wollen immer noch Geld verdienen, hauptsächlich. Aber sie scheinen gelernt zu haben.

Während Apple (früher: “the computer for the rest of us”)immer mehr ins gated-village abgleitet, wird Microsoft (früher: “the kingdom of evil”)immer offener.

Verrückte Zeiten, oder?

Viel Spaß!


Küstennebel
7.2.2015 2:30
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Erobern durch Umarmung würde ich das nennen 🙂


Joe
7.2.2015 2:55
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Den Update auf Windows 10 soll man ein Jahr lang kostenlos bekommen.

Ein typisches Danaer-Geschenk – aka trojanisches Pferd.

Für mich persönlich ist das Hauptproblem, das Microsoft inzwischen erwartet, daß man mit ihnen eine direkte Geschäftsbeziehung eingeht. Das versuche ich unter allen Umständen zu vermeiden, da ich ja aus der Geschichte weiß, wie Microsoft mit seinen Geschäftspartnern umgeht.

Bisher war es so, daß man MS-Produkte vorinstalliert bekommt und sie mehr oder weniger unfreiwillig finanzieren mußte, aber direkt mit dem Unternehmen nichts zu tun hatte, wenn man nicht wollte. Windows und Office konnte man auch beim Händler kaufen.

Diesen aufkommenden Kontrahierungszwang hat noch keiner so richtig verstanden.


Manfred P.
7.2.2015 3:16
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“Microsoft loves Linux,

Ähhhh… ja, klar. Ich benutze Linux jetzt seit 1997, und ich hab damals ganz andere Sachen gehört. 🙂


Nase ohne Kachel
7.2.2015 3:59
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Als Administrator sind für mich Kacheln nur im Bad gut. Wenn ich beim Kunden Kacheln sehe sehe ich Rot und schweige dazu.

Ich benutze seit vielen Jahren Ubuntu. Eines Tages kamen die Kacheln und ich habe an mein 10.04 festgehalten bis ich Ubuntu Mate 14 entdeckte, ohne Kacheln. Die Welt ist für mich wieder in Ordnung, nur im Bad Kacheln und das ist Gut so.

Dem Erfinder der Kacheln auf einem Desktop wünsche ich dass er ein gekachelt wird. Alle Kachelscherben der Welt auf ihn.

Allen Kachel-fanatikern lege ich ans Herz das ein Betriebssystem keine Anwendung ist. Ein Betriebssystem sollte das sein was es einmal war. Es soll Applikationen APIs zu Verfügung stellen um die darunterliege Hardware benutzen zu können. Ein Schreibprogramm oder Tabellenkalkulation ist es egal ob sie durch ein Klick auf einer Kachel oder sonst wie gestartet werden.

Administratoren werden für doof erklärt wenn sie inmitten allen Kacheln das Dos-Loch suchen und nicht finden um das zu richten was der Kachelbenutzer versaut hat.

Wenn MS kein Geld für 10 haben will dann bezahlt wohl die NSA.


Klaus
7.2.2015 7:08
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Ganz so schlimm ist es auch nicht.

MS ist immer noch die führende SW Firma, mit einem mehr als dicken Gewinn. Wohin es führt wenn nichts mehr produziert wird, wenn nur noch Dienstleistungen das Geld bringen sollen sieht man an:

– Großbritannien
– IBM

MS bekommt auch keine Druck von den Handys, oder von Apple (lach) eher ist es so, dass Apple nichts ausser das IPhone zusammenbringt (schaut euch mal die, oder besser, den Umsatz / Gewinnbringer bei Apple an).

Nein der Druck kommt wo anders her:

– Es gibt nicht mehr die Killerapplikation, die einen neuen PC benötigt. Es ist KEIN Zufall, dass MS Spiele und 3D fördern will.

– Ausserdem wird WIN10 nicht verschenkt. Es gibt eine Übergangszeit ind der die GRUNDVersion kostenlos zu bekommen ist. Weitere Dienste sollen dann dazu gemietet werden (Ein Modell, dass mir gar nicht zusagt). Für mich klingt das eher an anfixen und “wir sparen uns einen langen Win7 Support”.

XP lief, nein läuft (z.B. Bankautomaten) aus Sicht von MS viel zu lang.

– Es reicht völlig Windows Server zu virtualisieren und darauf per RDP, Citrix & Co zuzugreifen. Die Hälfte meiner Kunden hat keine lokalen Server mehr, sondern bei mir im RZ.

Dann können die Clients auch Apple, Android oder was auch immer sein. Allerdings sind es bei mir Thin Clients und vor allem AUSRANGIERTE! alte PCs (mit W7 oder sogar XP 🙂 ). Die Leistung reicht völlig aus, da der Server im RZ ja die Rechenleistung übernimmt. Geraäte werden nur noch erstezt wenn diese komplett ausfallen.

In Zukunft werden vermutlich Geräte mit Web Browser ausreichen. Nicht mal ein RDP Client ist dann erforderlich um mit seiner Software im RZ zu arbeiten.

Der Griff ins Klo war sicherlich Windows 8. Der Zwang auf die Kacheloberfläche hat viele Kunden in eine Warteschleife gebracht. (Erinnert mich an EISA von IBM).

Ach ja und wer über MS schimpft, hat wohl keine Ahnung, dass Google und vor allem Apple noch viele schlimmere Monopolisten sind.

cu

P.S.
MS Problem bei der SW Entwicklung ist u.a. die Kompatibilität zu alter Software. Und dort vor allem bei den hausgemachten Leichen.
War ds damals “Inside MS DOS”? Mit nicht dokumentierten Funktionsaufrufen?
Aber da bin ich zu wenig Informatiker.


Holger
7.2.2015 7:25
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Bis jetzt habe ich gedacht, Microsoft habe insbesondere bei Firmen und Behörden einen dicken fuß in der Tür. Also so, dass ein Wechsel sehr schwer oder fast unmöglich ist.
Könnte es sein, dass da langsam umgedacht wird, weil das dicke Windows zu schwer abzusichern ist? Sucht man “schlankere” Lösungen (Docker)?


prx
7.2.2015 7:31
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@Phil: Leider steht einer Migration von Anwendungen und Daten der subtile Unterschied zwischen “Software as a Service” und “Software at the Security Service” ein wenig im Weg.


rleo
7.2.2015 8:46
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@Hadmut
> Windows-NT-Kernel

Kam der nicht von der VAX, dem Urgestein von DEC?


Hadmut
7.2.2015 10:52
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> Kam der nicht von der VAX, dem Urgestein von DEC?

Ja, doch, ich hab sowas in Erinnerung. War mir nur nicht mehr so hundertprozentig sicher, ob der von der VAX kam, oder ob sie nur die Leute dort abgeworben hatten. Mir war so, als hätte ich irgendwo gelesen, als hätten die da den NT-Kernel geschrieben und wären danach wieder gegangen, wonach dann wieder die üblichen Microsoft-Pizza-Cola-Programmierer den Rest verhunzt hätten.


pjüsel
7.2.2015 9:44
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“Microsoft loves Linux,

Ähhhh… ja, klar. Ich benutze Linux jetzt seit 1997, und ich hab damals ganz andere Sachen gehört.

Etwa so Sachen wie

“Wer Open-Source-Software einsetzt, muss auch den Rest seiner Software zu Open-Source machen. […] Linux ist ein Krebsgeschwür, das in Bezug auf geistiges Eigentum alles befällt, was es berührt.”

?

Vielleicht sehen wir jetzt am Beispiel Microsofts wie sich die Behauptung bewahrheitet :>


Emil
7.2.2015 9:49
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> … oder sie haben soviel Geld, dass es denen nur noch um Präsenz und nicht mehr
> so wirklich um das Geld geht …

Das passt aber irgendwie nicht zu den Firmen-Razzien, die sie gerade veranstalten:

Windows: Microsoft kontrolliert Softwarelizenzen Tausender Kunden

Über 15.000 Nutzer in Deutschland haben Post von Microsoft bekommen. Wirtschaftsprüfer kontrollieren, ob die Anzahl der erworbenen Softwarelizenzen mit den genutzten Produkten übereinstimmt.

http://www.golem.de/news/windows-microsoft-kontrolliert-softwarelizenzen-tausender-kunden-1502-112139.html


Spinoza-Freund
7.2.2015 10:13
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@Kachel-Phobiker: Der dümmste Beitrag hier seit langem. Da hat aber einer vieles nicht verstanden. Benutz doch einfach den klassischen Desktop und die Powershell und gut ist. Was soll das peinlich teenagerhafte Kachelgeheule?


Michael
7.2.2015 10:45
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“Reparaturversuche von Vista”

Offensichtlich weder das System wirklich benutzt oder nichts ernsthaftes darüber gelesen.

Windows 8 läuft auf einem Tablet mit Ranz-CPU und 2GB RAM flüssig und quirrlig für einen Normalbenutzer. Bürosoftware und der Browser laufen so schnell wie auf dem nächsten Desktop. Für 200 bis 300 Euro. Office manchmal inklusive.

Konnte Vista das auch?


Klaus
7.2.2015 11:00
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Windows 10?

Ich bin mit meinem XP immer noch gut bedient. Läuft prima, macht keine Sperenzchen, und ich kenn’s in- und auswendig.
Hab’ auf ‘nem zweiten Rechner seit ein paar Jahren Windows 7 – ein Geschenk meines Sohnes, Informatiker – aber ich benutze dieses Kiste eigentlich nie.
‘Never change a winning horse’, oder so ähnlich.


Stefan
7.2.2015 11:11
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Also Dave Cutler, der Chefentwickler des NT Kernel, ist noch immer bei Microsoft. Er und die anderen ehemaligen DEC-Leute sind der Grund, warum der NT Kernel angeblich so vom Design von VMS beeinflusst ist.


Joe
7.2.2015 11:12
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Ihr werdet’s nicht glauben, aber Microsoft stellt Linux-Entwickler an!
Alljährliches MS-Bashing, tut gut, gell!


Hadmut
7.2.2015 11:18
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> Ihr werdet’s nicht glauben, aber Microsoft stellt Linux-Entwickler an!
> Alljährliches MS-Bashing, tut gut, gell!

Das ist aber auch erst neu.

Noch vor nicht allzu langer Zeit hat Microsoft Leute strikt abgelehnt, die mit Linux und nicht mit Windows arbeiten.


Joe
7.2.2015 11:17
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@XP-Nutzer: XP hat so das ziemlich grösste Einfallstor für Trojaner und ähliches Zeugs, was man sich vorstellen (Möglichkeit des Patchens des SSDT). Wahrscheinlich unter Linux auch drin.
Auch ist man unter XP immer als Admin eingeloggt. Dies wurde erst ab Vista und Einführung von UAC behoben.

Also das schlimmste WIN-MS, was Sicherheit angeht, was man nehmen kann, ist:
LOBYTE(LOWORD(GetVersion())) < 6

Cheers


pjüsel
7.2.2015 11:18
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@Spinoza-Freund:

ich bin kein Administrator und musste trotzdem über den Rant von “Nase ohne Kachel” schmunzeln.

http://gaspull.geeksaresexytech.netdna-cdn.com/wp-content/uploads/2011/09/windows.jpg
http://obamapacman.com/wp-content/uploads/2012/05/AOL-1996-vs.-Microsoft-Windows-8.jpg


Joe
7.2.2015 11:20
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Wer OpenSource mit kommerzieller Software vergleicht, arbeitet entweder an einer Uni, trägt lange verfilzte Haare, sieht selten das Tageslicht, oder hat ernsthafte Denkprobleme!

Oder alles zusammen, ROFL!

Cheers


Hadmut
7.2.2015 11:26
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> Wer OpenSource mit kommerzieller Software vergleicht, arbeitet entweder an einer Uni, trägt lange verfilzte Haare, sieht selten das Tageslicht, oder hat ernsthafte Denkprobleme!

Und wer sie nicht vergleicht, hatte noch nie eine Entscheidungskompetenz im IT-Umfeld.


Joe
7.2.2015 11:29
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@Hadmut: MS hat eine Linux-Dev-Abteilung, weil MS für Dritthersteller (Printer-Server etc.) eine gewisse Systemkompatibiltät sicherstellen muss! Windows-NT hat seit je her einen POSIX-Layer, wieso wohl?

Vor kurzem haben sich angestellte Linux-Nerds bei MS darüber beschwert (MSDN-Blogs) – kannst du googeln, dass sie nicht so viel zu sagen haben und das der NT-Kernel mittlerweile langsamer als der Linux-Kernel sei.

Nun gut der Windows NT-Kernel und Linux-Kernel sind hybride Kernel, aber den von Linux kann zu einem monolithischen kompilieren, den von Windows nicht, es sei denn man kommt an die Kernel-Source von Windows-NT. Aber daran kommen nur eine Handvoll Leute.
Ein monolithischer Kernel ist immer schneller als ein hybrider nun gut,
vielleicht liegt es daran.

Übrigens hat MS in den 70’ger Jahren nur mit Unix sein Geld verdient. Gab ja auch nix anderes.

Cheers


Joe
7.2.2015 11:31
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“Und wer sie nicht vergleicht, hatte noch nie eine Entscheidungskompetenz im IT-Umfeld.”
Ich verdiene auch ohne “Entscheidungs”-Kompetenz sehr gut!


Hadmut
7.2.2015 11:35
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> Ich verdiene auch ohne “Entscheidungs”-Kompetenz sehr gut!

Mag ja sein. Aber was Du so in IT daherredest, ist nicht gut.


Rainer
7.2.2015 11:38
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@Klaus:
“EISA von IBM”? Wohl eher die Micro Channel Architecture. ISA war das erste Bussystem für den IBM-PC, aber hoffnungslos veraltet. Mit der PS/2-Linie wollte IBM 1987 einen zweiten Wurf starten: neuer 80386er-Prozessor, VGA, PS/2-Tastatur- und Maus-Anschluss, MCA-Bussystem. Sogar ein neues Betriebssystem (es möge in Frieden ruhen) wurde mit Microsoft angefangen.
Vom technischen Standpunkt her gute Ideen, aber hier hat sich IBM zu Apple-artig verhalten, alles geschlossen, wenig erfolgreich. Einige Dinge (PS/2-Tastatur, vor allem aber VGA) haben sich noch durchgesetzt. Andere wiederum nicht.

Achja, zurück zum Thema: ein Firmenkonsortium hatte keine Lust, hohe Lizenzgebühren auf MCA zu zahlen und hat ISA auf 32-bit erweitert zu EISA. Aber ich glaube, das hat sich nicht gut durchgesetzt. Später kam der VESA Local Bus (hat irgendwie auch nicht lange gehalten, aber ich erinnere mich an reißerische Prospekte von Vobis und Escom). Schließlich konnte Intel ein Machtwort sprechen und kam mit PCI an (sowie USB für die Geräteschnittstelle). Das hat’s dann endlich gebracht.

[Windows XP –> Windows 7]
Da es keine Behebung von Sicherheitslücken mehr gibt, rate ich zur Vorsicht. So schlecht ist Windows 7 nicht, ich war von der ersten Beta an begeistert. Es ist schneller und stabiler als XP. Das Look&Feel ist Geschmackssache, aber ich finde das Glas-Design besser als das bonbonbunte von XP, Win8 und eigentlich alle (teils Hobby-)Desktops von Linux. Das Win95-Design kann man ja auch überall einstellen, ist inzwischen aber 20 Jahre alt und wirkt auch so …

Was ich in fünf Jahren mache, wenn der Extended Support für Win7 auch ausläuft? Schwierig. Vielleicht ein Linux nehmen und eine Win7-Oberfläche raufklatschen …


Michael
7.2.2015 11:56
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> Und wer sie nicht vergleicht, hatte noch nie eine Entscheidungskompetenz im IT-Umfeld.

Das sollte er aber auch in wirklich erwachsener Art und Weise tun. Ich fass es ehrlich gesagt nicht, dass hier jetzt wie bei Heise diskutiert wird. OS-Bashing, Kacheln…, mein Gott, ich hab mehrere Windows 8.1, 7 und auch noch XP hier rumlaufen. Auf meiner Arbeitsplattform (8.1) sehe ich die Kacheln ueberhaupt nicht mehr. Es wird in den Desktop gebootet und gut, so what? Das ist doch kein Diskussionsniveau.
Ich schreibe seit 20 Jahren Software als Freiberufler. Ich nehme natuerlich auch Linux (seit 92, ein juengerer Kollege hat da mal halb ehrfurchtsvoll gemeint: “Da sass ja Linus noch im Wald”. Stimmt 🙂
Das sind alles Werkzeuge und wer sie wirklich regelmaessig benutzt weiss, dass jedes Lager Staerken und Schwaechen hat, auf allen moeglichen Ebenen.

Die c’t ist ja nun da und ich kann mich da in einer Schlussfolgerung nur anschliessen – und die passt auch mir ueberhaupt nicht: MS versucht an die Services zu binden. Das letzte Beispiel ueber das ich gestolpert bin war, dass ich von 8.1 auf einmal nicht mehr an meine Urlaubsfotos auf OneDrive kam. Wurde von 8.0 dahingehend geaendert, dass man nur noch mit einem MS-Account draufkommt.
Zur Erklaerung fuer die, die das nicht wissen: Das ist kein harmloser account fuer irgendeinen Onlinedienst sondern einer, mit dem man sich bei Windows selbst anmelden muss und der dann in sehr intransparenter Weise alles Moegliche waehrend der Session im Hintergrund ‘synchronisiert’. Also ein Zwangsonlineuser, lokale Kontrolle weg. Bei skype ist es aehnlich, braucht das auch (ausser man findet noch den Desktopclient).

Das wird bei Windows 10 noch staerker kommen.


JochenH
7.2.2015 11:59
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Microsoft geht es so wie IBM. Ein Monopolist mit kompletter Marktbeherrschung schafft es nicht, neue Wendungen mitzumachen. Vor 10 Jahren ist man über den PC ins Internet gegangen, heute ist es einfacher mit Smartphone oder Tablet.

Auf der anderen Seite bleiben die Leute bei ihrem Windows 7. Ich habe das auch, mag es nicht besonders gern, aber will nicht upgraden, weil mir das nichts nutzt.

Da sich die neue Software nur noch schleppend verkauft seit Windows 8, setzten sie nun auf kostenloses Verteilen und damit Verteidigen der Marktpräsenz.

Ich halte die Strategie eher für ein Rückzugsgefecht, aber ihnen fällt nichts besseres ein.


yasar
7.2.2015 12:19
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Es gibt noch den alten “Witz” WNT = VMS++ 🙂

Übrigens MS nciht Unix-phob, die haben sogar eine eigen Unix-version gehabt (Xenix iirc). Die haben sogar in Teilen Unix/BSD-Code recycled. z.B. die allerersten Nameserver von Windows NT konnte man sogar mit den Configfiles von bind füttern – nachdem man die Zeilenendecodierung abngepaßt hatte natürlich. 🙂


yasar
7.2.2015 12:20
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Gemeint sind natürlich die zone-files.


@Joe: “Windows-NT hat seit je her einen POSIX-Layer, wieso wohl?”

Weil das Vorraussetzung war, damit der Staat Windows nutzt. Sonst hätte die Regierung da hinterm Teich kein NT benutzt.


michael
7.2.2015 13:21
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Fakt ist halt, daß Unternehmen mit 95% MS OS ihr Geld verdienen und auch alle relevantesten Programme es nur für Windows gibt. Daß der Heimfrickler nun meint, er hätte mit einem Linux jetzt was ganz tolles – den Glauben darf er haben. Die harte Realität in Unternehmen verlangt aber primär eine zentrale Verwaltbarkeit von Berechtigungen (keine solche groben Fricklerrechte wie unter Linux-Dateisystemen – ein Witz), Benutzern usw. Da ist, was mich wundert, MS mit AD, Exchange usw. unangeforchten die Nr. 1.
Wenn man nicht gerade Linuxer an ein Windows läßt, dann läuft das seit Vista (SP1) wunderbar. Bei den Kacheln dachte sich MS vielleicht KDE 4-x und Gnome sehen so Scheisse aus – kommt wir probieren da mal was 🙂


michael
7.2.2015 13:25
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@Joe: “Auch ist man unter XP immer als Admin eingeloggt.”

Ja. Außer man ist nicht als Admin eingeloggt.
Man ist auch unter linux immer als root eingeloggt. Außer man ist als normaler Nutzer eingeloggt. Aber zehn Jahre alte Vorurteile sind natürlich toll, wenn man Dreck werfen will, nicht wahr?

Ich habe übrigens in letzter Zeit mehr verseuchte Windows 8 als verseuchte Windows XP gesehen… (Und, von einem älteren Router mal abgesehen, noch keinen verseuchten Linux-Rechner.)
Und ich habe mehr Linux-Desktops als XPs in meinem Umfeld, und mehr XPs als Win7+8 zusammen.


Klaus
7.2.2015 14:04
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@Rainer
Stimmt war Micro Channel Architecture, habe ich verwechselt, ist schon lange her.

Das mit den Sicherheitslecks von XP ist halb so schlimm, da ja der eigentliche Desktop im RZ läuft (z.B. per RDP).

Ich sehe da NOCH nicht so viele Probleme, Win 7 ist ja auch kurz vor dem Ende: “Zum 13.1.2015 endet der so genannte Mainstream-Support , danach werden nur noch Sicherheitslücken gestopft.”

Also ich hatte noch nie Sicherheitsprobleme durch XP / RDP. Eher durch die Mitarbeiter (USB Sticks von daheim + Virus).

Deshalb gibts bei mir (fast) keine USB Ports, entweder logisch dichtgemacht (z.B. BIOS), oder physikalisch (Metallplatte + Heißkleber), CD DVD LW oder andere Schnittstellen auch dicht.

User sind das größte Problem 🙂

Merke; Der Kunde steht immer im Mittelpunkt und damit im Wege! 🙂

P.S.
Da gibts noch einen anderen Klaus hier, der mit dem Informatiker Sohn, der bin ich nicht 🙂


Manfred P.
7.2.2015 14:11
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@rleo

Die Jungs, die NT entworfen haben, kamen von DEC, und hatten VMS entworfen.

VMS war seinerzeit das absolut stabilste Betriebssystem. Wir hatten im Institut DEC Alphas unter VMS, die Lithographie-Maschinen für Mikrochips gesteuert haben.

Auch Intel hat in seiner Produktion DEC Alphas mit VMS eingesetzt.

Damals lief auch die Handelssoftware der Deutschen Börse unter VMS. Wie das heute ist, weiß ich nicht.


Manfred P.
7.2.2015 14:27
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@pjüsel

Ja, sowas in der Richtung 🙂

Wobei ich das teilweise gar nicht so unlehrreich finde, sich die Sources von Programmen anzuschauen, um zu sehen, wie der Entwickler ein Problem gelöst hat, das einen auch interessiert.

Nicht, dass ich das regelmäßig mache, aber ab und zu habe ich mir schon was angeschaut, um was zu lernen.


Manfred P.
7.2.2015 14:29
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@Hadmut

wonach dann wieder die üblichen Microsoft-Pizza-Cola-Programmierer den Rest verhunzt hätten.

Das passt dazu, dass NT 3.5 und 4.0 SP4 wunderbar stabile Systeme waren, und ab Windows 2000 immer beschissener wurden.


Manfred P.
7.2.2015 14:29
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Mit “wunderbar stabil” meine ich nur ca. 1 Bluescreen pro Woche.


Manfred P.
7.2.2015 14:44
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Übrigens hat MS in den 70’ger Jahren nur mit Unix sein Geld verdient. Gab ja auch nix anderes.

Ich dachte, Bill Gates hätte mit BASIC-Interpretern für Microcomputer angefangen. So war BASIC 2.0 im C64 auch von Microsoft, und auch Apple Basic.


Leser X
7.2.2015 16:30
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Meiner Meinung nach seid ihr alle von den Medien gehirnge… ähhh beeinflusst.

Microsoft hat damals den OS Krieg gewonnen. Gegen jede Menge Unsympathen. Da wurde mit allen Mitteln gekämpft.

Auf der anderen Seite haben Sie jeden Wettbewerb über den besten Arbeitgeber gewonnen. Wenn die Mitarbeiter befragt wurden.

Mit Geschäftspartnern geht diese Firma fair um und selbst bei der Verteidigung ihrer Marke kam erst einmal ein freundliches Schreiben ohne Markenanwalt. Das hat z.B. der Autor des damaligen Windows Commander (Heute Total Commander) auf seiner Webseite publiziert.

Wenn man bei Apple eine simpl Bluetooth Verbindung haben wollte gab es dafür überteuerte Verschlüsselungschips die man auch nur bekam wenn man ein NDA unterschrieb und Kohle abdrückte (wohlgemerkt für ein Gerät das man selbst entwickelt und nur ne App fürs Iphone schreiben wollte).

Bill Gates hat ner Stiftung große Summen überschrieben jagt heute Malaria im Regenwald während der verstorbene Rollkragenpulliträger aus seiner eigenen Firma geflogen ist weil die Mitarbeiter sich geweigert …..

usw.

Die Produkte sind gut, stabil und durchaus preiswert. Selber habe ich kürzlich in einem Großkonzern ne uralte DOS Anwendung auf diversen Produktionsstraßen unter Windows 7 zum laufen gebracht. Das geht, sogar sehr viel besser als vorher. Erstklassiger Investitionsschutz.

Bei dem Chinaman mit US Finanzcenter (ja, der mit dem angebissen Apfellogo) gibt es nicht mal mehr den hochgejubelten Prozessor den die Jünger bis zum längst eingetretenen Jüngsten Tag verteidigt haben.


Leser X
7.2.2015 17:10
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Das kostenlose Update ist wohl eher eine Reaktion auf diese vermurkste Windows 8 Arie. Das war ein übereilter Fehlschuss in der Panik nachdem die Smartphone Revolution komplett verschlafen wurde.

Die Multiplattform Strategie wurde ja offen kommuniziert. Entwicklerlizenzen für Raspberry sind nur folgerichtig und dienen zum anfüttern.

Gekostet hat mich das bei MS noch nie was (Weder OS noch Server noch Compiler). Außer mal einer Anmeldung im Developer Programm. Das hat sich auch nie geändert. MS weiss dass Sie ihren Erfolg den Entwicklern zu verdanken haben.


Oppi
7.2.2015 18:32
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Ich halte das kostenlose Update für einen Lockvogel. “Für 1 Jahr kostenlos” liest sich schwer wie “Software zur Miete”, und da will man die user natürlich erstmal rein bringen. Wieder “downgraden” würde wohl nur ein kleiner Anteil, und dann darf man jährlich an MS überweisen. Ich bin ein großer Verfechter von “ich habs gekauft, es ist jetzt meins”, und solange es Alternativen gibt, können mich Hersteller mit solchen Geschäftsmodellen mal am Abend besuchen.


Hadmut
7.2.2015 19:08
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@Oppi: Nee, ich glaube irgendwo stand, dass man 1 Jahr lang die Möglichkeit zum kostenlosen Upgrade hat, das Uupgrade dann aber unbegrenzt sei.


yasar
7.2.2015 19:25
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http://www.heise.de/newsticker/meldung/Windows-10-wird-im-ersten-Jahr-kostenlos-2525232.html

Und soweit ich das mitbekommen habem wir die “Grundversion” vermutlich kostenlos sein, ggf. gegen einmalige Gebühr um von älteren Systemen als Windows 7 upzugraden.

Nur für die Enterprise- und Business-versionen muß man regelmäßig Geld hinlegen. Dafür hat man da die Wahl die Rolling Releases nicht mitmachen zu müssen.


Joe
7.2.2015 20:01
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Auch ist man unter XP immer als Admin eingeloggt. Dies wurde erst ab Vista und Einführung von UAC behoben.

Unsinn. Eingeschränkte Benutzerkonten gab es seit Windows NT 3.1 und damit wurde sich auch eingeloggt.

Mit Geschäftspartnern geht diese Firma fair um

Ach guck an, der Microsoft-Shill ist zur Stelle, um seinen Auftraggeber zu verteidigen. Jedem mit etwas Erfahrung sollte doch klar sein, wie seinerzeit mit IBM umgegangen wurde (abgesehen von Kleineren, die einfach plattgetreten wurden).

Das hat z.B. der Autor des damaligen Windows Commander (Heute Total Commander) auf seiner Webseite publiziert.

Das ging so, weil die rechtlichen Erfolgaussichten bei annähernd Null lagen. Deswegen hat man es mit dem üblichen FUD versucht (und war damit erfolgreich). Der Herr Ghisler hätte seinen “Windows Commander” nämlich problemlos behalten können, weil eine spätere (!) Markenanmeldung das Nutzungsrecht an einem längst eingeführten Produkt nicht bricht. Und wir erinnern uns: Deinem Arbeitgeber ist es anfangs nicht gelungen “Windows” zu schützen, weil die Unterscheidungskraft zu gering war.

Die Produkte sind gut, stabil und durchaus preiswert.

Hadmut, solches Werbegeschreibsel kannst du meinetwegen gern kommentarlos löschen.


prx
7.2.2015 20:27
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@michael: Auch in der Vielfalt sind die 95% bei uns unzutreffend, wenn man die Serverseite betrachtet. Und in der Bedeutung erst recht nicht. Unsere beiden zentralen Hauptsysteme in der Tagesproduktion liefen früher beide unter AIX, eines davon mittlerweile auf Linus’ Frickelsystem.


rleo
7.2.2015 23:47
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@Leser X

Wenn man ‘preiswert’ nur auf die Anschaffung bezieht, mag das sein.
Software kostet aber teilweise extrem viel, wenn man sie wieder loswerden will.
Daher
Abschaffung
Wartung + Ausfallzeiten
Abschaffung

und dann vergleichen.

“Die Produkte sind gut, stabil und durchaus preiswert.”

mag sein,
Auch Linux wird teuer, sehr teuer,
wenn man es nicht einsetzt oder zu spät migriert …

Einverstanden?


Leser X
8.2.2015 5:52
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Joe, ich habe mit Microsoft nichts zu tun, mir ist die Firma auch egal und Aktien halte ich auch nicht. Was ich hier berichte ist meine Erfahrung mit denen als jemand der sein Geld in der IT Entwicklung verdient (vulgo Profi) und statt hirnloser Unterstellungen bemühe ich mich beizutragen.

Vor 15 Jahren habe ich den Laden gehasst wie die Pest. Nichts funktionierte und die außer Versprechungen war nichts zu holen. Dss ist aber lange vorbei.

Und IBM hat sich selbst aus dem Rennen geschossen. Wer jemals in einem Laden war in dem OS/2 verkauft wurde der weiß was ich meine. Die Typen sind nicht in der Lage gewesen von ihrem hohen Roß herunterzusteigen.

Da du dich ja als Markenrechtler geoutet hast kannst nehme ich mal an das du von IT internas keine Kenntnis hast und bitte dich doch herzlich mehr als dumme Löschauforderungen und mieses Denunziantenscheisse zu verbreiten.

Falls du aber von dir auf andere schließt (was ich nicht wissen kann) so bitte ich dich zur Kenntnis zu nehmen das ich nicht korrupt bin und von MS noch nie Geld bekommen habe (ganz im Gegenteil). Das kannst du dir in deiner kleinen Spiesserwelt vielleicht nicht vorstellen, aber wenn ich mit Microsoft in irgendeiner Weise verbandelt wäre, so hätte ich das genannt.


Leser X
8.2.2015 6:06
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rleo,

damit bin ich nicht einverstanden weil “cost of ownership” nicht pauschal zu nennen sind.

Nach meiner Erfahrung sind Sie aber (so leid es mir tut, ich bin eher Linux Fan und nutze freie Software wenn möglich) bei MS am geringsten.

Im Profibereich hat der Laden nun einmal richtig Power. Was zum Beispiel an Peripherie bei MS schlecht läuft geht bei Linux meist gar nicht.

Es geht vielleicht zu weit aber das man bei MS immer eine Version auslassen kann (Vista/W8) wissen viele Firmen mittlerweile auch.

Im Gegensatz zu Apple (stellt Komplettprodukte her) ist ein PC lediglich eine Spezifikation. Man kann alles irgendwoher beziehen. Die Software ist nur ein Teil und das Betriebssystem (Windoes oder Linux) wieder nur ein Teil davon und alle stehen in Konkurrenz zueinander.

Ob ich nun Linux für lau oder Windows mit Kosten von 30 Euro p.a. kaufe ist wohl ziemlich egal. Die Kosten liegen ganz woanders.


Leser X
8.2.2015 6:15
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rleo,

eins habe ich noch vergessen, Microsoft stellt für Windows7 (ab pro) eine virtuelle Maschine mit XP pro zur Verfügung. Darauf läuft bis jetzt jedes Programm das ich getestet habe einwandfrei.

Das zum Thema Investitionssicherheit und cost of ownership.
Das der Laden nicht aus Waisenknaben besteht und aus purem Altruismus handelt weiß ich auch.


rleo
8.2.2015 11:38
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@Leser X
“bei MS am geringsten.”
nicht glauben …

@Michael hat es genannt:
“Also ein Zwangsonlineuser, lokale Kontrolle weg.”

Wenn ich bei Kunden arbeite, unterschreibe ich, dass nach dem derzeitigen Kenntnisstand da niemand reinkommt und sensible Sachen raus trägt.
Mit MS Software wird das unkalkulierbar.


Leon
8.2.2015 20:27
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Den Update auf Windows 10 soll man ein Jahr lang kostenlos bekommen

Dabei fällt mir wieder ein, dass Microsoft vor ein paar Jahren Gedankenspiele angestellt hat, denen zufolge die Software gar nicht mehr verkauft, sondern nur noch vermietet werden solle.

Gegen regelmäßige Zahlungen natürlich. Wenn dann so eine Zahlung ausfällt, zeigt das Programm nur noch mit einer Warnmeldung.

Ich will ja nicht unken, aber stellt Euch mal vor, der Privatnutzer bekäme Win10 ein Jahr kostenlos, und danach, tja, …


georgi
14.2.2015 15:44
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“Open Windows” geht nicht! Das ist von Sun. Damals, als ich noch wissenschaftlicher Mitarbeiter war, arbeitete ich an Sun-Rechnern. Und da verwendete man diesen Windowsmanager.


Hadmut
14.2.2015 15:47
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@georgi: Stimmt, hab ich damals an den Suns auch mehrere Jahre verwendet, bis X11 kam. Mir war nur der Name nicht mehr geläufig.

Allerdings wäre die Frage, ob der Name noch geschützt ist, nachdem es das Produkt seit über 20 Jahren nicht mehr gibt.

Außerdem muss das ja nicht so heißen, das war nur so ein Namensgedanke.


Rechnungsprüfer
17.2.2015 12:40
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Da fällt mir gerade wieder was ein zu dem steigenden Frauenanteil in Führungsposition. Ist aber nur so eine Theorie.
Schon mal jemand mit Office 2010 gearbeitet? Was für eine dämliche Wandlung doch das Office von 2003 auf 2010 genommen hat. Kann eigentlich nur eine Frau dahinter stecken. Alles ist komplett anders. Als hätte der Mann sich eine neue Frau gesucht und die gestaltet dessen Wohnung komplett um, damit ja nichts an die Ex erinnert.
Mir geht das Office 2010 sowas auf den Zünder, aber sowas kann sich kein Mann ausgedacht haben, höchstens einer in lila Pulli.