Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Schon wieder ne Frauenquote: Regie-Arbeiten

Hadmut
15.10.2014 15:59

Das wird immer übler.

Der Tagesspiegel schreibt, dass sie jetzt auch darüber maulen, dass 42% der Filmhochschulabgänger Frauen seien, aber nur 15% Prozent der deutschen Kino- und Fernsehfilme von Frauen gemacht würden. Deshalb haben sie „Pro Quote Regie” gegründet, um durchzusetzen, dass das gequotet werden muss.

Wenn ich so einen Mist schon lese.

Die Quote bei den Filmhochschulabgängern wird mit der Quote der Filme verglichen. Dämlicher geht’s kaum.

  • Woher weiß man denn, wieviele der Hochschulabgänger überhaupt versucht haben, Regie zu führen? Gerade in solchen Soft-Fächern ist der Anteil der Frauen, die einfach nur irgendwas leichtes studieren, um überhaupt etwas studiert zu haben, sehr hoch. Woher weiß man also, ob die „benachteiligt” wurden oder es gar nicht erst versucht haben?
  • Eine Korrelation ist keine Kausalität. Man könnte daraus genauso folgern, dass Frauen im Studium überrepräsentiert sind und deren Quote auf 15% beschränken,wenn sie eh nicht mehr Filme machen.
  • Der Vergleich zwischen Personen und Filmen hinkt sowieso. Denn einige wenige Regisseure machen sehr viele Filme. Dass nur 15% der Filme von Frauen kommen heißt deshalb noch lange nicht, dass auch nur 15% der aktiven Regisseure Frauen sind. Vielleicht produzieren die einfach nur pro Kopf viel weniger.
  • Der ganze Quatsch ist für mich nicht nachvollziehbar, weil der deutsche Film sowieso ziemlicher Müll ist und sich nicht verkauft, sondern ne kranke Förderpflanze ist. Wenn Frauen so gut wären, wie sie hier behaupten, würden die auf Förderung pfeifen, gute Filme für’s Kino machen und fett verdienen. Tun sie aber nicht. Das Gejammer nach Förderung zeigt doch schon, dass das nicht ertragsfähig ist und als Zuschuss laufen muss.
  • Auch das Abzielen auf die Fernsehsender läuft darauf hinaus. Da muss man nämlich bezahlen, egal ob’s taugt oder nicht. Wieder mal so eine Zwangsförderung, bei der als Qualifikation „Weiblich” genügen muss, damit das Geld vom Himmel regnet.
  • Film ist Kunst. Und Kunst ist, was irgendwer mag. Wenn’s keiner mag und es „Förderung” braucht, ist es eigentlich keine Kunst, sondern Unfähigenalimentierung.
  • Sagt mir mal ein paar gute Filme, die von Frauen gemacht wurden. … Na?
  • Fontfrau ist Doris Dörrie. Gähn. Von der fällt mir genau ein überhaupt erwähnenswerter Film ein, Männer von 1985, und der war schon total überbewertet. Alberne Socken-Kommödie mit Ochsenknecht und Lauterbach, typischer deutscher Flach-Film. International bedeutungslos, national anspruchslos. Wurde gefeiert, weil’s ein Film einer Frau war. Geschenkt. Was kam von Dörrie nach 1985 noch? Na? Oh, sie hat durchaus eine ganze Reihe von Filmen gemacht. Und? Fällt Euch irgendeiner ein?

    Na?

    Keiner?

    Ich helf Euch mal. 2010 kam von ihr „Klimawechsel”, eine 6-teilige Serie über die Probleme von Frauen in den Wechseljahren. Hammerthema, nich wahr? Sowas muss man einfach gesehen haben, nich wahr? Ich hab damals eineinhalb Folgen geguckt, weil es so hoch gelobt wurde. Und hatte größte Mühe, überhaupt wach zu bleiben.

    Kein Wunder, dass die Dörrie so hinter der Förderung her ist. Wahrscheinlich würde sie das meiste dann selbst kassieren.

  • Schon mal aufgefallen, dass es hier wie immer im Feminismus nur darum geht, Geld und leistungslos Erfolg zugewiesen zu bekommen?

    Davon, gute Filme zu machen, sich Mühe zu geben, tolle Drehbücher, Zuschauer zu gewinnen, kein Wort. Sie wollen einfach einen Anteil vom Geld, allein schon weil es Hochschulabgänger gibt. Die schiere Existenz als Einkommensquelle.

  • Lest Euch mal deren Geseier und Gejammer durch.

    Wer von Euch würde wohl einen Film von solchen Leuten sehen wollen? Oder glaubt, dass ein Film von denen besser sein könnte?

Ich hätt ja zu gerne mal eine Liste der besten und erfolgreichsten Filme, getrennt nach Männern und Frauen.


66 Kommentare (RSS-Feed)

Elric
15.10.2014 16:14
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>Film ist Kunst. Und Kunst ist, was irgendwer mag. Wenn’s keiner mag und es „Förderung” braucht, ist es eigentlich keine Kunst, sondern Unfähigenalimentierung.<

Das ist etwas hart formuliert. Oder würdest du so ziemlich jeder Oper und so ziemlich jedem Theater absprechen Kunst zu machen (Da gibts noch viel mehr Vertreter aus Kunst & Kultur)?
Kunst&Kultur bedürfen fast immer der Förderung. Unabhängig und Losgelöst von der Quotenforderung, die ich strikt ablehne.


Hadmut
15.10.2014 16:27
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> Oder würdest du so ziemlich jeder Oper und so ziemlich jedem Theater absprechen Kunst zu machen (Da gibts noch viel mehr Vertreter aus Kunst & Kultur)?

Oh, durchaus.

Gerade bei Oper habe ich da erhebliche Zweifel. Denn ich kenne verblüffend wenige Leute, die das wirklich gut finden und mögen. Mich persönlich nervt Operngesang unheimlich, ich halte das nicht aus. Auch wenn es enorm schwierig ist, das zu erlernen, gibt es noch lange keinem Sänger das Recht, so auf meinen Nerven herumzutrampeln. Und alle, die ich kenne, die wenigstens ab und zu in die Oper gehen, tun das aus gesellschaftlichem und nicht aus künstlerischem Interesse. Sie finden’s gut, weil man es gefälligst gut zu finden hat. Die tun ja auch nur alle so als ob.

Bei Theater sehe ich noch einen gewissen Bildungsaspekt, weshalb ich das da milder sehe.

> Kunst&Kultur bedürfen fast immer der Förderung.

Das ist genau der springende Punkt. Und der Denkfehler.

Es mag Kunstformen geben, die der Förderung bedürfen. Anderes Thema. Aber gerade Film gehört nicht dazu. Viele Filme sind enorme Kassenerfolge und werden monströs über DVD, Fernsehen usw. vermarktet. Man könnte also nicht behaupten, dass Film per se zu den förderbedürftigen Kunstformen gehört. Man könnte eher sagen, dass ein förderbedürftiger Film vielleicht auch ein schlechter Film war.

Davon abgesehen eben der zentrale Denkfehler: Selbst wenn Kunst der Förderung bedarf, wird etwas noch lange keine Kunst, nur weil es gefördert wird. Und davon, dass die da Kunst machen, die sonst verkümmert, stand da nichts. Dass sie bessere Kunst als die bestehende, von Männern gemacht, produzieren, stand da auch nicht. Da stand nur: Sie sind Frauen, also wollen sie Geld. Was hat das mit Kunst zu tun?

Meinst Du allen Ernstes, jeder auf Film gebannte Murks ist zwangsläufig Kunst?


Thomas Andres
15.10.2014 16:30
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Das Thema kam schon Ende September mal in den Nachrichten. Hab darüber auch nur den Kopf schütteln können. Wenn die Frauen gute Filme drehen würden, würden doch diese auch erfolgreich sein. Aber den Schmarrn den manche drehen, will doch keiner sehen.

Unter
http://www.insidekino.com/TOPoderFLOP/Global.htm
sind die 100 umsatzstärksten Filme aller Zeiten. Bei 2 davon war eine einzelne Frau Regisseurin, bei 2 Frauen immerhin eine Frau dabei.
Platzierung 76 und 92. Wobei Kung Fu Panda 2 jetzt auch nicht zu den Klassikern gehört 😉
Platz 5 war eine Frau mit dabei, bei Platz 30 auch.

Oh, und eben noch eine interessante Seite zu dem Thema gefunden:
http://schspin.wordpress.com/2014/02/26/top100_2013/

Hanni und Nanni hat wohl auch eine Regisseurin gedreht. Das die Filme nicht erfolgreicher waren als Avatar wundert mich…


Hadmut
15.10.2014 16:32
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Ja, Hanni und Nanni ist natürlich ein Brüller und einer der wichtigsten Filme überhaupt. Dass ich daran nicht gedacht habe…


John Doe
15.10.2014 16:32
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Da ich der erste zu sein scheine, hier mal ein Auszug aus Akif Pirincci’s “Deutschland von Sinnen”(S. 177):

“Der Staatsfunk nahm im Jahr 2012 per Rundfunkgebühr 7.492 Mrd. € ein. […] Die Werbeeinnahmen betrugen ebenfalls 2012 nochmals 503,8 Mio. €.
Mit rund 8 Mrd. € Einnahmen ohne Risiko, ohne Konkurrenz ([…]), ohne Rechenschaftsverpflichtung vor Aktionären, ohne frei einsehbarem Geschäftsbericht und ohne wirkliche Legitimation der eigenen Existenz ist der ÖR-Rundfunk der größte (Pseudo)-Medienkonzern der Welt. Nicht einmal Hollywood, also die gesamte amerikanische Film- und TV-Industrie inklusive aller dortigen Radiosender haben weder eine solche Summe an Gewinn noch an Umsatz. Die “Traumfabrik” freut sich über ca. 7 Mrd. ehrlich verdiente Dollar jährlich.”

Man mag von Pirincci halten was man will, das Zusammentragen von Fakten ist stets relevant.

Hierher kommt das Geld! AbGEZockt und quotiert.


prx
15.10.2014 16:34
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> Sagt mir mal ein paar gute Filme, die von Frauen gemacht wurden

Der erste der mir einfällt: “Jenseits der Stille”, von Caroline Link.


Elric
15.10.2014 16:45
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Also ich habe da keinen Denkfehler begangen. Doch es gibt tatsächlich Förderwürdige Filmprojekte – nein, nicht die Hollywoodblockbuster. Ich denke da eher an Werke von Schlingensief oder H.Schneider. Muss man nicht mögen oder gar toll finden. Kunst sind die Geschichten alle mal. Ein prominentes Beispiel wäre Peter Jackson, der hat mal mit “Bad Taste” angefangen. Der Film wurde sicher auch gefördert.

Das ist ja das Problem an der Kunst. Nur und ausschließlich Mainstream-Kunst finanziert sich selbst – also der Hollywoodschrott. Jede Spartenkunst bedarf der Förderung. Oder sie stirbt einfach weg – was ich schade fände.

Das mit der Oper war wohl ein schlecht gewähltes Beispiel, denn ich war noch in keiner – es trifft auch nicht meinen Geschmack. Klassik toll, Arien oh Graus.

Dann noch auf die Frage: Ich verweise mal auf den letzten Satz meines ersten Beitrags – ich lehne Geschlechterquoten grundsätzlich ab.
Nein, nicht jedes Hobbyvideo ist auch Kunst.
Allerdings bin ich ein B-Movie Anhänger und steh auf alte Zombiefilme, ja das ist Kunst pur.
Kunst hat auch immer eine Menge mit aushalten zu tun. Finde ich.

Noch mal. nein ich finde das anliegen im obigen Text nicht richtig, und noch weniger fördernswert. Die Forderung ist einfach (MAL WIEDeR!) hanebüchen.

Ich habe lediglich den Satz aus dem Kontext herausgelöst betrachtet. Da du ja auch allgemein formulierst. Alles was gefördert wird, ist keine Kunst. Und da widerspreche ich.

Vielleicht habe ich das auch falsch aufgefasst und man kann den betreffenden Satz nicht ohne Kontext lesen.


Dirk S.
15.10.2014 16:49
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Also, wenn ich mal etwas sehe, was von Frauen gemacht wurde, war es meist seichter Wir-fühlen-uns-alle-ganz-doll-wohl-Quatsch, der eher als Schlafmittel denn Interssewecker dient. Und bei Dokus von Frauen ist meist auch nur seichter Quark dabei, Adel, Frauen und Romanzen oder so etwas, jedenfalls nichts mit harten Fakten. Vielleicht sollten die Damen sich mal Gedanken über die Wünsche Ihres Publikums machen (was erfolgreiche Regiesseure tun) und nicht in ihrer eigenen Ich-bin-so-toll-kleine-Mädchenwelt verbleiben. Dann gibt es vielleicht auch Produzenten, die ihre Werke finanzieren. Aber ok, jammern ist leichter. Wie konnte ich auch nur von Frauen männliche Handlungsweisen erwarten. Ich Böser, ich.

Jammerfreie Grüße,

Euer Dirk


_Josh
15.10.2014 16:55
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Alles von Kathryn Bigelow, alles Jane Campion, alles von Isabel Coixet…

Es gibt sie tatsächlich, die guten bis herausragenden Regisseurinnen, wenn mir auch keine mit BRD-Hintergrund einfallen will.


m
15.10.2014 17:00
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So sehr sie es auch versucht, Doris Dörrie ist eben kein Werner Herzog. Da kann ich verstehen, dass sie nach free stuff kreischt. Frauen lässt man so etwas ja durchgehen. Peinlich. ^^


Trollversteher
15.10.2014 17:13
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Was die deutsche Filmszene abbelangt können die machen was sie wollen. Unsere Filme sind nämlich im internationalen Vergleich irrelevant. Da ändern auch Quoten nichts.


Georg
15.10.2014 17:15
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Einen guten Film von Dörrie?
http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Friseuse

Kann man durchaus ansehen, unterhaltsam.

Frauenquote ist sowieso für die anderen Geschlechter diskriminierend und undiskutabel. 😉

Die Filmförderung sollte eingestellt werden. Film lebt vom Kommerz.
Heute kann jeder Filme produzieren, dank IT in guter oder sogar cineastischer Qualität mit wenig Geld.


Hadmut
15.10.2014 18:25
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> Einen guten Film von Dörrie? http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Friseuse

Ne dicke Friseuse aus’m Plattenbau, die scheitert? Geile Story.

Muss ja der Super-Blockbuster gewesen sein – könnte mich nicht erinnern, dass das auf Sat1/Pro7 oder wenigens RTL2 oder so schon mal gelaufen wäre.


dochpalese
15.10.2014 17:16
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Christian
15.10.2014 17:53
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In der DDR mußten die Radiosender auch eine Quote von 60% Ostmusik einhalten. Neben dem normalen Zeugs aus dem pöhsen Westen haben sich die Leute dann aber doch eher für die Musik interessiert, die verboten war. Die anderen Bands, wie z.B. die Puhdys oder Karat, hätten mit Sicherheit auch ohne die Quote ihr Publikum gefunden.

Quote hat schon immer prima funktioniert.

Aber in Kombination mit unserem zwangsfinanzierten ÖR macht die Grätsche natürlich wieder Sinn, wenn man davon ausgeht, daß es ohnehin nur darum geht, Geld in die Taschen weiblicher Minderleister zu spülen.

Auf “normale” Frauen, die sich dem Wettbewerb stellen und durch solche Quoten am Ende benachteiligt werden, wird dabei genauso wenig Rücksicht genommen wie auf das zwangsbeglückte Publikum, mal ganz abgesehen von den Männern, deren Rechte ja schon gar nichts mehr gelten.

Interessant übrigens auch, wenn man sich die Kommentare unter dem Artikel durchliest, durchweg ablehnend. Ist wohl eine Frage der Zeit, bis auch der Tagesspiegel die Kommentarfunktion schließt…


Volker G.
15.10.2014 18:15
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Förderung? – Da geht noch mehr!
Die Frauenquote unter den Kinogängern liegt nämlich nicht bei 50%, sondern -je nach Thema- auch mal bei 10%.

Daher hat die Bundesregierung beschlossen, den Anteil von Kinogängerinnen per subventionierter Eintrittskarte auf ca. 50% zu erhöhen.
Alternativ ließe sich das auch lösen, indem Männer einfach einen höheren Eintrittspreis zu zahlen hätten.

Schließlich besteht die Quote nicht nur hinter der Leinwand (Regisseure), sondern auch davor.

Gruß Volker …:)


Noob
15.10.2014 18:29
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Eieiei, Du hast echt keine Ahnung von Kunst. Frauen in den Wechseljahren haben Probleme, und werden mit dieser Serie auf ihre Zukunft vorbereitet wenn sie die Serie sehen: Schlafen, immer mehr Schlafen bis zum ewigen Schlaf 😛

“Probleme von Frauen in den Wechseljahren. Hammerthema, nich wahr? Sowas muss man einfach gesehen haben, nich wahr? Ich hab damals eineinhalb Folgen geguckt, weil es so hoch gelobt wurde. Und hatte größte Mühe, überhaupt wach zu bleiben.”

btw. Männer fand ich Lustig, Einfach und gut interhaltsam.


Mattes
15.10.2014 18:29
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“Sofia Coppola – Lost in Translation” war mein erster Gedanke. Gab sogar nen Oskar. Danach kam allerdings nichts mehr, was meine Aufmerksamkeit erreichte.


Mike
15.10.2014 18:37
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Es geht ja noch weiter in der Argumentation mit der Hochschulabschluss-Quote: Ab 2019 sollen es dann 50% der Filme sein. D.h. es wird sogar noch dreister.
Es macht doch auch überhaupt keinen Sinn, kreative Talente werden nie 50/50 verteilt sein. Es können ja auch von 100 guten Regiesseuren 70 gute Frauen und nur 30 gute Männer sein. Dann ist die Quote auch großer Mist.
Wie machen wir denn in Zukunft 2.WKs-Filme? Hälfte der Soldaten Frauen?

Ich finde eine Kunstförderung grundsätzlich nicht verkehrt. Dann sollte es aber auch eine Daseinsberechtigung haben und/oder etwas traditionells erhalten, wie bspw Opernhäuser, die in der Jugend jetzt nicht groß angesagt sind. Ist ist vollkommen ok, so wie ihc als Atheist die Instandhaltung von großen Kirchen in Ordnung finde. Nur wenn man dann Schweigerfilme auch fördert, dann kann man es lassen. Der kann gerne seine Filme machen und sich dumm und dämlich verdienen, aber der Staat kann doch keine Schwachsinnfilme födern, zumal Schwachsinnsfilme, die gut laufen, die also keine Förderung brachen. Aber klar als Geschäftsmann ist das weniger Risiko. Selbst bei massiven Gewinn ist es nicht vorgeschrieben es zurückzuzahlen.


Mike
15.10.2014 18:39
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Ups, einen Satz vergessen bei der Quote: 2019 sollen also bei 42% Frauenanteil bei den Abschlüssen 50% der Filme von Frauen geleitet werden. Wie dreht man sich das denn zurecht, dass irgendjemand denken könnte es wäre gerecht?


tuka
15.10.2014 19:30
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Bezüglich Doris Dörries: Mir fallen zwei Filme ein:

“Erleuchtung garantiert” und “How to cook you life”. Ja, habe ich Geld für bezahlt und ja, gehören für mich zu den besten Filmen die ich je gesehen habe und ja, habe ich jeweils mehrfach gesehen.

Nein, sind beides keine Kassenschlager, sondern dokumentarische bzw. dokumentarisch aufgebaute Filme für eine kleine Gruppe von Menschen. Dafür aber jeweils auch recht billig, da völlig ohne Spezialeffekte auskommend.

Aber Deiner Argumentation kann ich trotzdem folgen.


Parzival von der Dräuen
15.10.2014 19:45
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Filmförderung fördert selten Nachwuchs, sondern fördert den möglichen Verlust von Regisseuren und Produzenten bei Schlechtleistung – also der Marktantwort des Zuschauers. Filmförderung war und ist eine Subvention mit der Gießkanne, ähnlich wie die AfA nach der Wiedervereinigung, die Wohn- und Büroraum schaffen sollte, aber gigantische QM an unvermietbarer Bürofläche geschaffen hat.

Weder Zwangskohle für den ÖRR ist zu rechtfertigen, noch die Subventionierung von Theater, Oper oder Operette. Auch hier muss die Nachfrage den Markt dominieren. Schillers Räuber als Regietheater (Nackter Mann im Soldatenmantel) will keiner sehen. Natürlich – entgegen Danishs Meinung – sind Opern Musikstücke, die man ähnlich klassischer Symphonien musikalisch nicht über einen Kamm scheren kann, weil man eine Abneigung gegen klassische Musik oder Teile derer hat. Ebenso kann man noch doller darüber streiten, ob Filme tatsächlich Kunst sind – gerade weil der Mensch ein Augentier ist, welches sich im Prekären wie Gebildeten leicht beeindrucken lässt und Impakt und Affekt über das Nachdenken stellt.

Aber, bei Geld hört nicht nur die Freundschaft auf, sondern die Blickrichtung der Gelder muss dahingehen, ob man (Theater, Oper, Operette, Film) die Leidenschaften einer in der Regel gut verdienenden Minderheit von Bildungsbürgern und Entourage aus dem Staatssäckel zahlt. Manche Leidenschaften sind halt ein wenig teurer und wer es sich nicht leisten kann, kann auch nicht im Ritz absteigen oder in Bali Urlaub machen.

Kulturauftrag ist so etwas wie Bildungsauftrag, so etwas wie Kirchensteuer,so etwas wie Kamillentee und Sozialarbeiter. Hilft gegen alles und gar nichts. Verschlingt Unsummen und die Erfolge werden ergebnisoffen von denen diskutiert, die davon am meisten profitieren. Rent Seeking aller Orten, während trotz der geballten Ladung aller Subventionen nicht mal der angehende Akademiker Beethoven von Schiller unterscheiden kann.


Gast$FF
15.10.2014 20:38
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“Bandits” von Katja von Garnier (1997): hochgejubelte Jung-Regisseurin, mit deutschen Filmpreisen dekoriert, Film kommerziell erfolgreich – und grottenschlecht (wie eigentlich alle Filme mit der unerträglichen Katja Riemann). Verfilmte Femo-Romantik; die Männer sind die Bösen oder die Trottel, die Frauen die Cleveren und – natürlich – die Opfer.

Musste ich damals im Kino über mich ergehen lassen, weil die neue Flamme den Streifen unbedingt sehen wollte. Na ja, hat nicht lange gehalten…


Emil
15.10.2014 20:47
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Es gibt auch noch ein paar gute französiche Regisseurinnen: Agnès Varda, Laetitia Masson oder Agnès Jaoui fallen mir da spontan ein.


Hans Georg
15.10.2014 20:56
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In den 80ern gab es im Schriftstellerverband Berlin Aufstand. Frauen forderten, dass z.B. G.Grass gefaelligst weniger schreibe und veroeffentliche, damit sie, die Frauen, mehr Chancen zu Publikationen haben.

Regie? Die gleiche Ebene.

Ehrlich gesagt, da hilft nur der Hammer auf den Kopf.


anonym
15.10.2014 21:19
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Auch hier übrigens schon auf der Statistik-Ebene Vorsicht mit der Grundgesamtheit:

Erstens gibt es an Filmhochschulen nicht nur Regie als Studiengang, sondern auch Drehbuch, Kamera, Produktion, Schnitt, usw. Wenn man also den Frauenanteil an den Absolventen _aller_ Studiengänge mit dem Frauenanteil an Regiearbeiten vergleicht, greift man statistisch daneben. Wer Zeit und Lust hat, kann ja mal eine Statistik über Jahrgangsstärken und Frauenanteil je Studiengang aufstellen, das könnte durchaus interessant sein…

Zweitens gibt es innerhalb des Regie-Fachs verschiedene Richtungen: Spielfilm, Dokumentarfilm, Werbung, … Ich weiß nicht genau, welche Definition von “Kino- und Fernsehfilm” hier zugrunde liegt, aber ich vermute mal, dass da nur Spiel- und vielleicht noch Hochglanz-Dokumentarfilme (z.B. große Natur- und Tierdokus) eingeschlossen sind. Sozialkritische Dokumentarfilme, die mit kleinem Team nah am Protagonisten gedreht werden und nicht im Kino und im TV eher auf Doku- als auf Fernsehfilm-Sendeplätzen laufen, fallen da z.B. wahrscheinlich raus. Auch da könnte mal jemand recherchieren, ob meine Vermutung stimmt – und ob es bei den Genres geschlechtsabhängige Verteilungen gibt. (Mein subjektiver Eindruck war: Ja, gibt es.)

TL;DR: Hier werden Äpfel mit Birnen verglichen. Ob sich die Aussage bei gleicher Grundgesamtheit halten lässt, kann ich nicht sagen, könnte aber mal jemand recherchieren.


Firefox
15.10.2014 22:10
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Das passende firefox addon für alle Fälle:

https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/binnen-i-be-gone/


capaberlin
15.10.2014 22:23
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Filme werden nicht von Personen gemacht, sondern von Produktionsfirmen. Es geht also in der Regel nicht um Einzelpersonen (auch wenn diese im Sinne einer Marke dann ins Rampenlicht geraten), sondern um Gesellschafter.

Die entscheidendste Phase für die Frage, ob ein Film das Licht der Welt erblickt oder nicht, ist die Pitch-Phase ganz am Anfang.

Zu dieser Phase gibt es eine Kernidee zum Film, also das Genre, ein Szenario, die Besonderheiten in der Tonalität oder Bildsprache des Films und eine Abschätzung der Produktionskosten mit Blick auf z.B. eingesetzte Schauspieler.

Dabei spielen Marktanalysen, Risikobewertungen, Businesspläne und persönliche Verbindungen eine Rolle, denn letztlich muss der Film irgendwann mal vermarktet werden, damit das verbrannte Geld überhaupt Einnahmen generieren kann.

Die Kernidee kann natürlich auch von einem Regisseur kommen oder einem Autor, aber das wesentliche ist und bleibt:

Lassen sich genügend Gelder einwerben?

Denn zu diesem Zeitpunkt ist die ganze Angelegenheit eine reine Risiko-Unternehmung. Die Filmförderung zahlt bestenfalls einen Teil der Drehbuch-, Produktions- und Vertriebkosten und vor allem nur dann, wenn der größere Teil durch private Investitionen vertragssicher ist.
Oft gibt die Filmförderung auch einfach nur Darlehen, weil Banken herzlich lachen, wenn man dort mit einem Kreditwunsch für eine Filmproduktion vorstellig wird.

Bis ein Projekt zustande kommt, die Gelder vorhanden sind und eine Förderung gegeben ist, vergehen für viele anfangs ambitionierte Produktionsfirmen Jaaaaaahre. Es werden dutzende Projekte geboren und wieder verworfen, weil die Rahmenbedingungen sich immer wieder ändern.

Durch diese Phase wollen die wenigsten Frau gehen. So einfach ist das.

In der Regel sind es die Männer, die wahnsinnig genug sind, diese Straße bis zum Ende zu gehen und 9 von 10 scheitern einfach nur dabei und bleiben mit mehr oder minder verkorksten Lebensentwürfen zurück.

Wenn Produzenten, die diesen Weg bis zum Ende und mit Erfolg gehen, also tatsächlich die Produktion eines Films starten, dann werden sie Regie nicht an irgendeine Quotenfrau vergeben, weil die gerade – frisch fertig mit dem Studium – so schön bereit steht, sondern an die Leute, die den ganzen Drecksweg mit ihnen gegangen sind.


@Danisch (((“weil der deutsche Film sowieso ziemlicher Müll ist und sich nicht verkauft, sondern ne kranke Förderpflanze ist. Wenn Frauen so gut wären, wie sie hier behaupten, würden die auf Förderung pfeifen, gute Filme für’s Kino machen und fett verdienen. Tun sie aber nicht.”)))

Beim Hollywoodfilm sieht’s sogar noch übler aus:
http://someimage.com/2YdA7C0

Und die einzige Frau in dem Bild ist Lana Wachowski, ein m2f Transsexueller.


iglu
15.10.2014 23:03
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> Sagt mir mal ein paar gute Filme, die von Frauen gemacht wurden. … Na?

Sogar mit der Zusatzeinschränkung “deutsche Filme” fällt mir sofort ein:

Dokumentarfilm:
Work Hard – Play Hard (Carmen Losmann, 2011)

Spielfim:
Effi Briest (Hermine Huntgeburth, 2009)


Georg
15.10.2014 23:40
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@Hadmut
>Ne dicke Friseuse aus’m Plattenbau, die scheitert? Geile Story.

Stimmt.

>Muss ja der Super-Blockbuster gewesen sein – könnte mich nicht erinnern, dass das auf Sat1/Pro7 oder wenigens RTL2 oder so schon mal gelaufen wäre.

Ganz schön viele Vorurteile.
Wahrscheinlich wird Dir der Film nicht gefallen, vielleicht aber anderen.


Hadmut
16.10.2014 0:04
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> Wahrscheinlich wird Dir der Film nicht gefallen, vielleicht aber anderen.

Deshalb wiederholen sie ihn ja auch ständig im Fernsehen…


DerMike
15.10.2014 23:44
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Hahaha Punkt 2 ist der Hammer, ymmd Hadmut 😀


User
16.10.2014 0:48
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na wie wärs mit Leni Riefenstahl 😉 ich glaub die war recht erfolgreich zu ihrer Zeit – omg ich komme in die hölle


Roland K.
16.10.2014 0:54
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Klar will ne dicke Friseuse nach Feierabend Filme ueber dicke Friseusen sehen. “Unterhaltung pur”!
Die meisten Menschen haben dummerweise noch falsche Vorstellungen davon, was denn “Unterhaltung” sei…….- aber unsere “Frauen” arbeiten daran…….


phaidros52
16.10.2014 4:01
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@ Mattes “Sofia Coppola – Lost in Translation”
Jau, nehm ich heute noch gerne, wenn ich mal wieder nicht einschlafen kann.


georgi
16.10.2014 5:19
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Sagt mir mal ein paar gute Filme, die von Frauen gemacht wurden. … Na?

Kennt ihr Leni Riefenstahl? Deren Filmästhetik wirkt bis jetzt etwa bis in Rammsteins Musikvideos. Damals, ja damals hatte deutsche Filmindustrie Rang und Ansehen! Selbst in Sowjetrußland hatte man sich die ollen UFA-Kamellen mit Marikka Rökk, Heinz Rühmann, Hans Albers und all die anderen angesehen! Seht ihr? Selbst der Gröfaz war frauenfreundlicher als all das liberale Gesocks von heute! Buhu, ihr seid alle so gemein!


Heinz
16.10.2014 6:25
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“Geld und leistungslos Erfolg”
Vielleicht besser “Geld und Erfolg leistungslos”


Heinz
16.10.2014 6:44
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> Das passende firefox addon für alle Fälle

Nein, so sehe ich wenigstens wo Binnen-I und Co auftauchen und kann dann sofort das weißrote X des Tabs anklicken.


Tito
16.10.2014 7:52
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Das Wunderkind Tate, aber mehr fällt mir im Moment auch nicht ein.
Wobei Jodie Foster ja fast schon als “Mann ehrenhalber” durchgehen würde 🙂


Claude Lelouch
16.10.2014 8:48
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Dass http://de.wikipedia.org/wiki/Margarethe_von_Trotta
noch nicht erwähnt wurde.
Aus der Wikipedia:
1978 klagte sie gemeinsam mit Alice Schwarzer, Erika Pluhar, Inge Meysel und vier weiteren Frauen erfolglos gegen die ihrer Meinung nach sexistischen Titelbilder des Boulevardmagazins Stern.[1] Zwar wurde dieser Prozess verloren, dennoch gilt er als populärer Beginn im Kampf gegen Pornografie und Frauenfeindlichkeit.

Weiter oben wurde KathrynBigelow genannt. Ihre letzten Filme sind reine Propagandafilme fürs Pentagon um Frischfleisch für die Front zu rekrutieren. So eine Art amerikanische Leni Riefenstahl.


Dirk S.
16.10.2014 9:10
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@dochpalese

> Die Dokus von Gisela Graichen http://www.imdb.com/name/nm1213030/ taugen durchaus.

Das stimmt, Ausnahmen bestätigen die Regel. Deshalb schieb ich auch “meist”, denn nicht alle Frauen wollen per Film oder Fernsehen ihre psychischen Problemchen in die Öffendlichkeit tragen oder aufarbeiten. Es gibt auch Frauen, die man wirklich als Profis bezeichnen kann. Wobei Profi ja eigentlich nur bedeutet, dass die davon leben… 😉

@ mike

> Wie dreht man sich das denn zurecht, dass irgendjemand denken könnte es wäre gerecht?

Du begeht einen Denkfehler. Es geht denen nicht darum, ob du oder andere das als gerecht ansehen könnten, es geht denen nur darum, was sie für sich selbst als gerecht ansehen. Die leben in einer kleinen Prinzesschenblase und alle die ihre Machwerke nicht mögen sind nur zu blöd, die Genialität zu erkennen. Selbstkritik ist für die keine Option.

@ anonym

> Hier werden Äpfel mit Birnen verglichen.

Schöne Ausführung von dir, danke für die Kurzinfo. Aber, haben die Jammer-Forderungs-Damen jemals etwas korrekt verglichen oder sich nur im entferntesten um Tatsachen geschert? Natürlich nicht, denn bei realistischer Betrachtungsweise lassen sich schlecht Forderungen ableiten, mit denen man sich leistungsfreien Wohlstand erjammern kann.

@ capaberlin

> Durch diese Phase wollen die wenigsten Frau gehen. So einfach ist das.

Du elendiger patraichischer Sexist du! Wie kannst du nur die Opfer der patriachischen Verschwörung gegen die Frauen so schelten! (Kreisch) Du Böser, du! (Hysterisch kreisch)

Ok, mal ernsthaft: Du hast sicherlich Recht und eine völlig nachvollziehbare Erklärung. Nur wollen die interessierten Kreise das nicht hören. Von wegen Realität und so. Das geht ja nun gar nicht.

@ Hadmut

> Deshalb wiederholen sie ihn ja auch ständig im Fernsehen…

Da fällt mir ein Spruch von Dave Allen aus den 70ern ein: Das ist das Leidige beim Fernsehen, die ewigen Wiederholungen. (Er hat das auf seinen eigene Show bezogen, das ist doch mal Selbstkritik. 🙂 )

Unkritische Grüße,

Euer Dirk


der eine Andreas
16.10.2014 10:04
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@Georg:
Wenn man sich die “Handlung” bei Wikipedia durchliest, fehlt eigentlich nur noch ‘ne Transe, die von ihrem Hamster vergewaltigt wurde.

P.S. Jetzt weis ich wenigstens, woher Cindy aus Marzahn ihr Rollenvorbild hat, oder hat da die Dörrie etwa abgekupfert?


der eine Andreas
16.10.2014 10:08
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o.T. oder auch nicht, denn es ja auch nur eine andere Art von “Quote”.
http://momentum-magazin.de/de/bildende-kunstler-fordern-von-den-landern-mehr-kunst-am-bau/

Zusammengefasst: Wir verdienen nichts, also sponsert uns mit 1,5% der Bausumme aus Steuergeldern.


Francis
16.10.2014 12:05
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Sagt mir mal : Agnès Varda “Cléo de 5 à 7”, tief bewegend in Schwarz/Weiss, Hettie MacDonld, “Beautiful Thing” ein Märchhen von zwei ineinander verliebte Jungen. Aber nicht weil es Frauen sind, sondern weil sie, unabhängig davon, einen Produzenten überzeugen konnten, dass sie einen guten Film und ein Team von Schauspielern dirigieren können. Wenn man noch Rosa von Praunheim dazu nimmt … Dass die von der Natur gegebene Frauenquote, von Frauen dirigierten Filmen bei 5% liegt, wird nicht von durchgedrehten Gleichberechtigungsbeauftragten bestimmt, welche die Wirklichkeit beliebig zurechtbiegen, sondern von der Andersartigkeit, von dr Andersbegabung der geschlechter vorausbestimmt.


maSu
16.10.2014 12:08
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Tja so ist das eben. Gestern musste einer bei TheTaste gehen und in dem Team war eine Frau. Diese Frau hatte schlecht gekocht im direkten Vergleich und ihr Argument dafür, in dem Team zu bleiben: “hier sind eh schon zu wenig Frauen”. Grandios. Sie dürfte bleiben. Es ging dafür ein Mann der deutlich besser war. So schaut es aus.


anon
16.10.2014 13:13
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Dazu mal ein paar zusammengefasste Zitate aus einem Interview mit einer Regisseurin aus dem Kern dieses Vereins auf WDR 5…
http://www.wdr5.de/sendungen/neugiergenuegt/freiflaeche/margretrun100.html

F: Es heißt 42% der Hochschulabsolventen beim Film sind weiblich. Aber hinterher… Worum bleiben die letztlich auf der Strecke?
A: Das würden wir auch gerne wissen.
F: Sie sagen es muss eine Studie geben aber sie haben doch sicherlich Vermutungen warum das so ist.
A: Ja. Wir wollen in dieser Initiative Missstand zeigen… Wir suchen keine Feinde…
F: Haben sie trotzdem eine Vermutung warum es trotzdem so sein könnte? Frage ich nochmal.
A: Das ist einfach eine Mens World. So ist das. Das kann man in einem Satz sagen.
F: Wie sehr sich die weibliche Perspektive einer Regisseurin vielleicht von einem Mann unterscheidet. Haben sie einen Film an dem sie das vielleicht konkret machen könnten …
A: Also das ist ein bisschen schwierig zu verallgemeinern weil wir Frauen sind so unterschiedlich und die Männer sind auch so unterschiedlich (dann kam nur noch was zu einem feministischen Film…)


Hadmut
16.10.2014 13:19
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Schön. Schön aufschlussreich. 🙂


Zaphod B.
16.10.2014 13:40
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Knut
16.10.2014 14:00
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Die Förderung der Kunst, insbesondere von Theater, Oper und Philharmonie ist die Subventionierung der gut verdienenden Oberschicht durch die Masse der Steuerzahler.

Für andere Kunstformen wie Rock, Jazz oder Fotografie gibt es das eher nicht. Wer da nicht berühmt ist, muss halt sehen wo er bleibt. Wer da mit dem Kulturgut argumentiert, sollte sich mal überlegen, warum die meisten Stücke immer noch aus dem 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts stammen. Es ist ein Einfrieren des Status Quo der guten, alten Kaiserzeit.

Da kann man auch gleich die Wartung und Erhaltung alter Dampflokomotiven und überalterter Fabrikationsprozesse fördern. Ist ja auch irgendwie Kultur. Ach so, nur Elitenkultur!


yasar
16.10.2014 15:44
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Wenn “Künstler” gefördert werden wollen, sollen sie sich halt wie in früheren Zeiten einen reichen Mäzen suchen und nicht den Steuerzahler schröpfen.

Genauso wie man die ganzen Förderugen für Großproduktionen in Theater und Opern und anderen Kram abschaffen sollte. Wenn man will, daß auch die “Unterschicht” sich das anschaut, soll man halt einkommensabhängig denen verbilligte Karten anbieten und ansonsten sollen die Leute, die das als kulturell wertvoll erachten, den “vollen” Preis zahlen.

Wenn z.B. das Schultheater hier vor Ort mit minimalem Budget fast genauso gute Produktionen hinbekommt wie manches “Profi-Theater”, kann die Qualität nicht an der “Förderung” mit Steuergeldern hängen.


Bärle
16.10.2014 15:54
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Früher waren es aristokratische Mäzene, die Kunst förderten. Heute ist es für einen Teil der Kunst der Staat oder Kommunen. Diese Kunst wird unterschiedlich goutiert. Die eine hat kaum Publikum weil sie unverständlich, dilettantisch und unbedeutend ist, die andere hat großes Publikum, weil Bier und Würste ausgegeben werden.

Ich meine, man sollte die gesamte Kunstförderung streichen. So wie bei der Popmusik und dem Hollywoodkino, da ist das Publikum der Mäzen und gelegentlich irgendein Konzern, der sein Image polieren möchte.

Der Staat, das sind Politiker und Sesselfurzer hat keine Ahnung von Kunst; dementsprechend sind auch die meisten beratenden Gremien ohne echte Expertise. Man muss sich nur den Schrott ansehen, der bei Kunst am Bau angekauft wird. Häufig sind es die bastelnden Schwiegertöchter der Architekten, die hier zum Zuge kommen und irgendeine verblasene Idee für gutes Honorar materialisieren dürfen.


patzer
16.10.2014 16:26
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Holger
16.10.2014 18:02
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Doris Dörrie ist schon gut. “Männer” wurde ja schon erwähnt. Mir hat “Kiener liebt mich” am besten gefallen.
Andere weibliche deutsche Regisseure fallen mir nicht ein, aber ehrlich gesagt auch keine männlichen.


Manfred
16.10.2014 20:05
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Zum Thema “Subventionierung von Kunst” seht einmal das Konzept “Kunst gegen Bares” (KGB) in Köln und dessen “Erfinder” Gerd Buurmann. Seine Meinung zu Subventionierungen in diesem Bereich: Was wegen schlechter Inszenierungen keinen Bedarf auslöst, sollte auch nicht staatlich alimentiert werden. Leistung wird auch hier von selbst honoriert werden und sein (zahlendes) Publikum finden.
P.S. Blog von Buurmann: tapferimnirgendwo.com


Emil
16.10.2014 20:33
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@Francis
Agnès Vardas “Vogelfrei” oder Laetitia Massons “Zu Verkaufen” halte ich für absolute Meisterwerke. Aber ich glaube, die Franzosen waren schon immer etwas lockerer, was den Feminismus angeht.


Sau
16.10.2014 22:51
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Ich glaube Dolly Buster und Theresa Orlowski haben auch später Regie geführt.


Hadmut
17.10.2014 1:00
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> Ich glaube Dolly Buster und Theresa Orlowski haben auch später Regie geführt.

Stimmt. Deren Werke sind gehaltvoll.


jck5000
16.10.2014 23:50
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Ich kann ja nur georgi 5:19 zustimmen. Außer Leni Riefestahl fällt mir auch keine Regisseurin ein, von der ich mir einen Film gemerkt hätte – also, als irgendwie als “gut gemacht” gemerkt.

Und daher möchte ich v.a. Claude Leouch 8:48 für den Vergleich mit Kathryn Bigelow, aber auch Josh_ 16:55 ganz allgemein für deren Nennung kritisieren – Ich habe weder Hurt Locker noch Zero Dark 30 mehr als zehn Minuten ausgehalten. Ein guter Film hat idealerweise neue Ideen, die die Zuschauer begeistern und die sich einprägen. Es ist kein Film, der die Leute zu Tode langweilt. Nichts gegen K-19, aber auch der ist Regie- und Umsetzungsmäßig nicht so beeindruckend; er hatte halt ein gutes Drehbuch. Und Liam Neeson, da kann man eh wenig falsch machen.

Ich darf zu Riefenstahl noch anmerken, dass sie einfach “Szenen” gemacht hat, die man nicht vergessen kann und nicht vergessen wird… siehe ganz deutlich Spielbergs Aufmarsch der Imperialen Truppen in Star Wars oder die Flyover-Szenen in jedem dritten Filmbeginn (wie zB Camerons Avatar). “Triumph des Willens” ist in Deutschland im Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände in Nürnberg übrigens legal zu sehen. Und wenn man ihn gesehen hat, weiß man, warum sie ihn verboten haben. Da sehe ich bei den Bigelow-Filmen keinerlei Probleme, wenn sie denn Propaganda sein sollen.

Wäre aber ein guter Punkt, warum man keine Filmförderung für Frauen erlauben sollte: Die machen nur Propaganda 😉


Dirk S.
17.10.2014 11:21
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@ patzer

> Früher war einiges besser.

Nicht doch. Früher war alles besser!

Das Bild sagt mir vor allem eines: Männer sind im allgemeinen bereit Leistungen anzuerkennen, egal ob von Frauen oder Männern erbracht. Und das ist das Problem der Gendertanten: Sie erbringen keine Leistung, die irgendjemand anerkennen könnte. Nörgeln, meckern und jammern sind keine Leistung.

Nörgelfreie Grüße,

Euer Dirk


Fry
17.10.2014 11:32
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Es ist heilsam für jede Form von Kultur – dazu gehört Kunst, aber auch Wissenschaft – dass sie sich Gedanken ums Publikum machen muss.

Andererseits ist Förderung bestimmter Kulturformen absolut notwendig und sinnvoll.

Die Gender-Geldmaschine, die Hadmut hier wieder und wieder aufzeigt, ist natürlich kriminell. Jeder, der hier mitliest, hat das vermutlich längst begriffen.


patzer
17.10.2014 13:28
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Claus Thaler
17.10.2014 14:26
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@Sau
> Ich glaube Dolly Buster und Theresa Orlowski haben auch später Regie geführt.

Nich nur das. Sie haben dabei wichtige Momente der Frauenbewegung der 80er und 90er Jahre in Bild und Ton für die Nachwelt festgehalten.


Yannick
18.10.2014 16:35
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Leni Riefenstahl. Ihre Filme waren damals Welterfolge und wurden mit Preisen überhäuft.
Ihre größten Erfolge errang sie mit dem Dokumentarfilm »Triumph des Willens«, genannt nach dem Reichsparteitag 1934 in Nürnberg, der die höchsten Auszeichnungen erhielt – 1935 die Goldmedaille von Venedig und 1937 die Goldmedaille auf der Weltausstellung in Paris. Jedoch nach Kriegsende vernichtete dieser Film Leni Riefenstahls Karriere, weil er nun nicht mehr als Kunstwerk anerkannt, sondern als nationalsozialistischer Propagandafilm verurteilt wurde. Dasselbe Schicksal erlebte auch ihr weltbekannter Olympiafilm. Der aus zwei Teilen bestehende Film Teil I »Fest der Völker«, Teil II »Fest der Schönheit« erhielt ebenfalls die höchsten Auszeichnungen: 1937 die Goldmedaille von Paris, 1938 den ersten Preis von Venedig als bester Film der Welt, 1939 das olympische Diplom des IOC und 1956 wurde er in den USA als einer der zehn besten Filme der Welt klassifiziert.

http://www.leni-riefenstahl.de/deu/bio.html

Das nachträgliche ideologische Verunglimpfen von Büchern gibt es heute auch wieder und immer öfter. Bis vor 1-2 Jahren problemlos überall erhältliche Bücher landen inzwischen auf dem Amazon-Index und müssen dort gelöscht werden, dank gut subventionierter links-grüner Gender- und Meinungsdiktatoren und Denunzianten.


C
18.10.2014 18:31
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@patzer:
Ich glaube damit hat bereits jeder schon mit gerechnet und die Wahrscheinlichkeit, dass das eintrifft, lag wohl auch bei 100%. Aber es ist schon erstaunlich, wenn nicht erschreckend, wie man eine Einrichtung / Unternehmen / Wissenschaft mit Gender schnell und vollständig gegen die Wand setzen kann.

Ich dachte die Frauen werden bei der BW ohnehin schon seit einem Jahrzehnt nach oben gequotet.


Huckleberry
20.10.2014 20:37
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Mal ehrlich… ich verfolge diesen Gender Unsinn und Feminismus in Amerika sehr genau. Es gibt Bereiche für die sich Frauen nun einmal weniger interessieren und Ende der Diskussion. Wenn man überall jetzt die Qualifikation runterschraubt nur um Frauen da hinein zuerzwingen dann läuft hier was gewaltig schief. Das ist wie bei denen in Amerika, da nennt man das common core glaube ich. Das ist Qualitäts dumping!