Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Burka 2.0: Die westliche Neo-Prüderie

Hadmut
8.9.2014 10:34

Wir machen gerade den Rücksturz in die prüden 50er Jahre.

Lest mal diesen Artikel in der Welt.

Aussage: Frauen dürfen sich auf gar keinen Fall irgendwie nackt fotografieren, nicht mal selbst, oder sonst irgendwie zeigen. Sonst sind die Beute und machen männliches Dummvolk spitz.

Ich habe mir mal in einer arabischen Moschee vom dortigen Imam (oder wie auch immer der Prediger dort genannt wurde) erklären lassen, warum im Islam eigentlich die Frau komplett verhüllt sein soll. Der sagte fast wörtlich das gleiche.

Es gab mal so eine Zeit in den 80er und 90er Jahren, da konnte man mit Nacktheit prima und ungezwungen umgehen. Da haben sich Frauen einen Spaß (oder Karriereschub) draus gemacht, sich im Playboy auszuziehen (was jetzt nicht ganz das gleiche wie ein Handy-Selfie ist, weil dort Profis am Werk sind, die genau drauf achten, dass das gut aussieht und positiv rüberkommt). Und niemanden hat’s gestört, außer dem üblichen Gegacker in der Klatschpresse, das nach einer Woche vorbei war.

Und heute?

Heute geht die Welt unter, wenn man eine Frau (Männer interessieren niemanden, über die anderen 58 Geschlechter liegen noch keine Erkenntnisse vor) nackt sehen würde, wie die Natur (und die Schönheitsindustrie) sie schuf.

Was genau ist an einer nackten Frau nun eigentlich verkehrt?

Eigentlich gar nichts.

Scheint aber einigen nicht in den Kram zu passen. (Man erinnere sich an die Anti-Nippel-Kampagnen von Alice Schwarzer und Inge Meysel.)

Wenn man es genau betrachtet, scheint dahinter doch wieder evolutionsbiologisch vorgegebenes Verhalten zu stecken: Schlichtweg Konkurrenz auf dem Markt. Denn ganz früher bestand die Konkurrenz für Frauen nur aus den Dorf-Schönheiten im Umkreis von vielleicht 1 oder 2 Kilometern, weiter sind Männer meist lange nicht und oft im ganzen Leben nicht gekommen.

Dann kam irgendwann der preisgünstig und in großen Massen produzierbare Fotodruck, mit dem Zeitschriften, Bücher und so weiter möglich und billig wurden. Da war auf einmal eine Konkurrenz aus aufgebrezelten Top-Models da, nicht mehr mit dem Auge des einfachen Mannes gezeigt, sondern vom Fotoprofi geil produziert. Die Perfektionierung des lüsternen Blickes auf das perfektionierte Weib, aber noch statisch. Das war schon massive Konkurrenz. Heftige Proteste.

Dann kamen Fernsehen und Pornovideos dazu und brachten Bewegung ins Bild. Es ist Teil der erotischen Ausstrahlung, wie sich jemand bewegt. Die schönste Frau ist nichts, wenn sie sich bewegt wie ne russische Kartoffelbäurin. Dafür kann auch eine mit Schönheit kaum gesegnete mächtig punkten, indem sie sich toll bewegt, Tanzen oder was auch immer kann. Oder im Porno eben ne Nummer drauf hat, die nicht jede macht. Wieder heftige Proteste.

Nun erleben wir gerade eine neue Revolution. Die Kombination aus billigem, omnipräsentem und idiotensicherer Universalknipse mit armlängentauglichem Fokus und kurzdistanzgeeignetem Weitwinkel, deren Bedienung sich auf „Drücken” reduziert, dem sofortigen, trivialen Hochladen ins Internet und ebem dem Internet selbst hat den nächsten Konkurrenz-Schub ausgelöst. Es braucht keinen Mittler, keinen Fotografen, keinen Profi mehr. Der Automat macht Soft- bis Hard-Pornos. Und verteilt sie. Das ganze handgerecht eingebaut alles zusammen im Handy, das jetzt jede(r) hat. Und es wird angenommen. (Irgendwo hat ein Künstler mal auf irgendeiner Großveranstaltung mal einen gewöhnlichen Passbild-Automaten aufgestellt, in dem sich jeder kostenlos selbst fotografieren durfte, Voraussetzung war nur, dass es nackter Schmuddelkram sein musste und alles, was der Automat ausspuckt, dort sofort öffentlich ausgehängt wird. So schnell konnte der gar nicht gucken wie der gesamte Materialvorrat im Automaten leergeschossen war, und fast nur Frauen.) Der Exhibitionismus wird durchautomatisiert.

Und schon stört man sich daran, dass irgendwelche Nerds an irgendwelchen Computern irgendwelche Rundungen besprechen und bewerten.

Aber stört es die Inhaberinnen der bewerteten Rundungen?

Oder stört es eher die Inhaberinnen anderer Rundungen, die mit den gezeigten in plötzlicher Konkurrenz stehen? Zwar nicht in echter Konkurrenz, denn die abgelichteten Frauen sind ja unerreichbar, aber doch in einer Wertmaßstäbe bestimmenden Konkurrenz?

Denn immerhin ist das, was man zu sehen bekommt, auch nicht immer nur Durchschnittsware. Entweder sind es von Fotografen ausgewählte (mehr oder weniger Top-)Models, oder irgendwelche Promis, die die Hälfte ihres Arbeitstags damit verbringen, sich in Form zu halten, und ihrem Fitnesstrainer hinterherzuhüpfen. Oder es ist eben aus dem Angebot der millionenfach faltigen, schwabbeligen, hässlichen die Auswahl der Besten. Eine Konkurrenz, gegen die man nicht bestehen kann, gegen die man eigentlich auch nicht bestehen muss, gegen die einem der evolutionär mitgegebene Verhaltensapparat aber den starken Drang zu bestehen mitgibt, denn es geht um den Urtrieb der Fortpflanzung.

Führt die Durchdigitalisierung und dem vollautomatisierten weltweiten Exhibitionismus damit also zu einer Störung und Verzerrung des (nur gefühlten) Sexualangebots, damit zu einer Inflation der Bewertungsmaßstäbe und damit zu einem Prüderie-Aufstand der dadurch schlechter Bewerteten?

Gab es nicht neulich noch (geringfügige) Erregung darüber, dass Rihanna, Heidi Klum, Miley Cyrus, Paris Hilton die Welt mit ihren Nacktbildern zupflastern? Und dass die Inflation in Hollywood und anderen Gegenden schon so weit gegangen ist, dass es da schon einen Vollschuss braucht, mit dem man in der Öffentlichkeit ohne Schlüpfer erwischt wird, um überhaupt noch punkten zu können?

Jetzt haben wir wieder sowas, nur geringfügig verändert. Jetzt wurden die Bilder „gehackt”, also mit anderer Schuldzuweisung belegt, und im Gegensatz zu vorher wurden sie nicht endlos verbreitet, sondern künstlich verknappt. Jeder weiß, dass es sie gibt, aber keiner hat sie gesehen. Und die Divergenz zwischen Exhibtionistinnen und Schuldigen erlaubt nun endlich, sich über das „Böse” aufzuregen, obwohl es nur um Konkurrenz geht.

Denn worin besteht der Schaden, wenn der Mann irgendwelche Halb-, Viertel- oder Achtelpromis nackt sieht? Er bekommt sie sowieso nicht. Der Schaden liegt im gesunkenen Wert der hiesigen Gattin.

Nachtrag: Hierzu noch etwas Geschichtswissen. Aus Namibia.

In Namibia gibt es verschiedene Volksgruppen. Eine der auffälligsten sind die Herero. Auffällig deshalb, weil die Frauen sich dort in prächtige, riesige Gewänder hüllen, aufwendig hergestellt, knallbunt, schreiend farbig, mit viel Tamtam drumherum, und einem kuriosen, querstehenden, an einen Hammerhai erinnernden Kopfputz.

Das ist vor allem deshalb auffällig, weil es überhaupt nicht in die afrikanische Kultur und die verfügbare Technik passt. Traditionell haben die in Afrika weder solche Stoffe, noch Nähmaschinen und die Verarbeitungstechniken, und auch überhaupt nicht den Bedarf, sich dick anzuziehen. Im Gegenteil laufen viele der dort einheimischen Völker dort einfach nackt herum, oder vielleicht etwas Lendenschurz. Die brauchen nicht mehr und fühlen sich damit wohl, selbst wenn sie mal in der Stadt unterwegs sind.

Der Hintergrund dieser Tracht sind europäische (in Namibia hauptsächlich deutsche) Einwanderer. Deren Frauen war es nämlich ein Dorn im Auge, dass in Afrika jede Menge nackter und außerdem viel schönerer, attraktiverer (und zudem leichter rumzukriegende) Frauen herumliefen, die das völlig normal fanden und überhaupt kein Schamgefühl dabei entwickeln, nackt betrachtet zu werden und sich sexuell attraktiv darzustellen.

Also haben sie beratschlagt, was man dagegen tun könne, ohne Streit und Ablehnung zu provozieren. Sie sind darauf gekommen, den Frauen dort Stoffe und Nähmaschinen zu schenken, ihnen das Nähen beizubringen und ihnen einzureden, dass eine schöne Tracht keinesfalls am Stoff sparen dürfe, sondern dass da möglichst viel Stoff dran und drum muss.

So entstand die Volkstracht der Herero.

Ursache war nur, dass sich die europäischen eingewanderten Frauen der Konkurrenz entledigen wollten.

Und mit der Skandalisierung der Nackt-Selfies und der Neo-Prüderie passiert das gleiche wieder.


40 Kommentare (RSS-Feed)

C
8.9.2014 11:36
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Gut, wenn man schon so doof ist, Nacktfotos zu machen, sollte man sich auch nicht wundern, wenn die irgendwann ins Netz landen.

Das mit “Frauen als Beute” ist blödsinn und der Versuch, die Verantwortung mal wieder wegzudelegieren. Aber darum scheint der Artikel hauptsächlich zu gehen.

Außerdem kennen die wohl nicht den Unterschied zwischen Datenschutz und Datensicherheit.

Vor einigen Wochen gabs mal in der Zeit einen Artikel über eine “Feministische Künstlerin” die sich bis auf den BH ausgezogen und ihren Schritt mit Haaren fotografiert hat. 21 Jahre, genauso wie die “Femitheistin”. Sowas gilt dann als feministische Kunst und es ist in Ordnung sich auszuziehen.

Bzgl Prüderie kommt mir da noch das hier in Erinnerung, wenn wir mal einen Blick über den Kanal werfen wollen: http://www.independent.co.uk/voices/comment/uniform-disapproval-back-to-school-back-to-sexualising-girls-9716476.html
Ohne Schuluniform wäre es noch viel sexualisierter und würde es nicht unterbinden. Aber das scheinen die noch nicht gemerkt zu haben.


brak
8.9.2014 12:12
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Hadmut – es gibt wichtigere Themen!


Hadmut
8.9.2014 12:15
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> Hadmut – es gibt wichtigere Themen!

Es gibt generell wichtigere Dinge als Blogs zu schreiben – oder zu lesen.


Beipflichter
8.9.2014 12:30
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Es geht feministischem Grössenwahn darum, Männer immer stärker zu kujonieren, frustrieren, und diffamieren. – (Offenbar als „Rache“ für halluzinierte rezente und historische „Unterdrückung“ damit sie noch weiter ausgegrenzt, blockiert und behindert werden, und vice versa das Lichtgestalt_Innen-Geschlecht sich noch „fulminanter entfalten und expandieren“ kann) .

Gemäss seiner Lehre vom Mann als „schwanzgesteuertem, hirnlosem Triebtier“ wird das Instrument Sex-Entzug als „klassisches“ und „modernes“ Instrument favorisiert. –

Viele Frau_Innen sind schon so männerfeindlich verhetzt, dass sie Sex nur noch in homöopathischen Dosen vergeben, (zumal es ihrer „natürlichen evolutiv entstandenen Disposition“ eh entspricht, Sex nur als Konditionierinstrument zu benutzen, um Männer zu frau_Innen-dienlichem Verhalten zu steuern) oder sie leben ohnehin männerlos, unter Hinterlassung eines beträchtlichen Single-Männer-Heeres.

Damit die so deprivierten Männer sich ja nicht zu leicht Substitute und Surrogate (vulgo: W…-Vorlagen) beschaffen können, müssen selbige ebenfalls verknappt und verteuert werden. – Die heutige, massenhafte Verfügbarkeit durch die elektronischen Medien ist da natürlich Gift für die Femi-Gouvernanten und ihrer Intention den „Männer-Lümmeln“ ihre „Do-it-yourself-Hilfen“ zu entziehen.

Das muss zudem noch mit einer „neuen Prüderie-Moral“ orchestriert werden, damit Männern Schuldkomplexe eingeimpft werden, so sie sexhaltige Abbildung „missbrauchen“. (Am besten auch noch in trauter Eintracht mit den Legenden, dass derlei „Produkte“ unter Zwang oder aus schwerer finanzieller Not der „Akteur_Innen angefertigt wurden.)

Und nicht zuletzt gilt es zunehmend als Skandalös, dass Bildnisse der perfekten, edlen Körper des divinen Geschlechts einfach so den gier-triefenden Blicken der neandertalig, retardierten Männer zugänglich gemacht werden.


Dirk
8.9.2014 13:24
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@ C

> sollte man sich auch nicht wundern, wenn die irgendwann ins Netz landen.

Ich weis was du meinst, aber glaubst du nicht, dass die Präziserung “und sie (die Bilder) in einen scheinbar privaten Teil des Netzes hochzuladen,” kinderfreundlicher ist? Ich kann mir gut vorstellen, dass es nicht wenige gibt, die deine Aussage so nicht kapieren.

> Das mit “Frauen als Beute” ist blödsinn und der Versuch, die Verantwortung mal wieder wegzudelegieren.

Wenn ich nicht als Beute angesehen werden will, kleide und verhalte ich mich entsprechend. Ein Soldat wird im Einsatz immer geeignete Tarnkleidung tragen, denn sonst ist er auch ganz schnell Beute seiner Gegner, Tiere tragen üblicherweise gedeckte Farben, um nicht aufzufallen (Männchen öfters mal als Ausnahme).
Also wenn ich mich als Frau mit einem Ausschnitt bis zum Bauchnabel präsentiere, will ich gesehen werden, “Beute” sein. Und mit einem Nackselfie erst recht. Ist doch genauso, als wenn ich mir als Mann einen Kragen aus 500.-€-Scheinen umhänge. (Was natürlich nicht heist, dass so ein Verhalten strafbare Handlungen rechtfertigt.) Aber Frauen wollen nicht die Verantwortung für ihr Handeln tragen und versuchen die Verantwortung Männern unterzujubeln. Und solche Typen wie bei der Welt unterstützen dieses Fehlverhalten auch noch.

> Außerdem kennen die wohl nicht den Unterschied zwischen Datenschutz und Datensicherheit.

Nein, kennen die meisten auch nicht. Und unsere Datenschutzbeauftragte des Bundes wohl auch nicht.

> Ohne Schuluniform wäre es noch viel sexualisierter

In Japan suchen sich die Schülerinnen die Schule oftmals nach der Schuluniform aus. 😉

@ brak

> es gibt wichtigere Themen!

Mag sein, aber das Thema ist nicht so unwichtig, wie du vielleicht denkst. Denn da besteht die Gefahr, dass Vorschriftenmacher vieler Coleur zusammentreffen und uns (ja, auch dir) die Freiheit der Kleidung und auch des Nacktseins nehmen. Zuhause nur mit Badehose unter die Dusche? No way. Gibt es aber schon. Also, währet den Anfängen. Ich möchte nicht, dass meine Frau in der Öffendlichkeit mit einem Kartoffel- oder Müllsack (nichts anderes ist eine Burka) herumlaufen soll. Schau dir mal das Bild http://pics.nase-bohren.de/findediefrau.jpg an und frage dich, ob du das wirklich willst. Das kann nämlich die Konsequenz sein.

Konsequente Grüße,

Euer Dirk


CountZero
8.9.2014 13:39
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Die ideologische Nähe zwischen der Bezirksregierung Friedrichshain-Kreuzberg, die ‘sexistische’ Werbeplakate überkleben möchte, und den Wertvorstellungen arabischer Geistlicher war ja z.B. hier schonmal (jedenfalls so ähnlich) Thema:

http://www.tagesspiegel.de/berlin/bezirke/kreuzberg-blog/multi-und-kultur/verbot-von-sexistischer-werbung-wie-bei-den-taliban/9419772.html

http://www.tagesspiegel.de/berlin/bezirke/kreuzberg-blog/multi-und-kultur/gastkommentar-zur-sexismus-debatte-herr-martenstein-bikini-werbung-wird-nicht-verboten/9434246.html


Andy
8.9.2014 13:44
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» Was genau ist an einer nackten Frau nun eigentlich verkehrt?

Objektiv sicher richtig. Subjektiv weiss jeder der mal mit ein paar Frauen bzgl dieser Thematik gesprochen hat dss etwa 99,99 Prozent der Weiber etwas signifikantes an sich auszusetzen haben. Subjektiv natürlich. “Komische Füße” oder “zu dünnes Haar” odereine komische Nase oder asymmetrische Hupen oder oder oder. Die sind IMHO nicht trotz Emanzipation so drauf, sondern gerade deswegen. Nur wenige haben das Geld und den Leidensdruck um sich das Problem wegmachen zu lassen… Also spucken sie Gift und Galle wenn dann mal eine daherkommt die augenscheinlich von der Natur üppig gebaut wurde und dann im Playboy nach den üblichen kleinen Retuschen ihren ansehnlichen Körper daherzeigt.

Das stellt einen Benchmark auf der unerreichbar ist. Und das frustriert.

Früher war das problemloser. Da müsste eine Frau nur in der Blüte ihrer Jahre einen angeln der Wohlstand verspricht und die Nummer war geritzt. Heute in Zeiten von Singledasein, wechselnden Beziehungen, Polyamorie usw ist diese Absicherung nixht mehr gegeben. Und bedauerlicherweise besteht ja bei Jungweibern heutzutage nicht nur die Möglichkeit von Arzt bis Zeitsoldat jeden Beruf zu erlernen / zu ergreifen sonderndurch die Familie auch eine Erwartungshaltung. Die muss man mit Leistung erfüllen.

Das kostet Mühe und nervt, und dann ist da hält auch noch die böse Realität das bei mehreren Bewerberinnen auf einen Job meist die schickere eingestellt wird wenn denn die Qualifikationen hinhauen und einigermassen gleich sind.

Da isses nachvollziehbar das die Weiber mit O-Beinen, krummer Nase usw gegen alles wettern was besser aussieht.


Marc
8.9.2014 14:26
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> Hadmut – es gibt wichtigere Themen!

Tits are always relevant.


Heinz
8.9.2014 15:20
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> Ohne Schuluniform wäre es noch viel sexualisierter

Nein umgekehrt, ohne Uniform wäre es eher weniger.


Beeblebrox
8.9.2014 15:34
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Ja das ist mal wieder so ein typischer “Die Frau ist Objekt/Beute/Opfer” Artikel – gähn.

Mehr oder weniger anzügliche Bilder von Promis gab es schon lange zu analogen Zeiten. Eine ganze Schar von Paparazzi verdient schließlich sein Geld damit Promis aufzulauern um sie möglichst textilfrei in kompromittierenden Stellungen abzulichten. Sensationell!!!
Allerdings war die Erstellung und Verbreitung solcher Bilder früher noch mit einem deutlich höheren Aufwand verbunden als heute. Nichtsdestoweniger war sich aber jeder, der noch ansatzweise bis drei zählen konnte darüber bewusst, dass solche Bilder ggfs in falsche Hände und somit im Umlauf kommen können. Nicht ohne Grund verlangten Stars wie Marylin Monroe seinerzeit grundsätzlich alle Abzüge und Negative von ihren Foto-Shootings.

Wie schon erwähnt kann heute jeder Depp mit seinem Smartphone Schnappschüsse und Videos unmittelbar von sich und seinen/seiner Liebsten in allen möglichen und unmöglichen Posen erstellen und verbreiten. Um so erstaunlicher finde ich es, dass
1. Heute noch die Leute derartige Bilder von sich freiwillig erstellen bzw. erstellen lassen.
2. Solche Bilder einem anonymen Medium (Cloud) anvertrauen, von dem sie weder den Ort noch den Zugriff ernsthaft kontrollieren.
3. Sich diese Leute anschließend darüber beklagen, dass in unzulässiger Weise in ihre Privatsphäre eingedrungen wurde.

Wer früher in den 70er und 80ern nackte Tatsachen mittels Polaroid oder Video-Cam aufzeichnete, der versteckte diese im heimischen Tresor, unter der Matratze oder sonstwo, wo auch immer er sie sicher wähnte. Keiner wäre da auf die Idee gekommen solche BIlder am schwarzen Brett aufzuhängen oder der örtliche Presse zwecks Verwahrung auszuhändigen.

Im Zeitalter der Selfis und dem fast schon pathologischen Drang zur Selbstdarstellung scheint da jedoch so einiges durcheinander geraten zu sein. Deswegen würde ich diesen aktuellen Trend auch nicht zwingend als neue Form der Prüderie ansehen, sondern als eine schon sehr skurrile, teils bedenkliche Wahrnehmung von Eigenverantwortung. Schuld sind immer die anderen – egal ob Freund/Freundin, Cloud-Anbieter, Hacker etc.

“Denn worin besteht der Schaden, wenn der Mann irgendwelche Halb-, Viertel- oder Achtelpromis nackt sieht? Er bekommt sie sowieso nicht.”

Das erinnert mich an Mario Barths altem Gag in dem seine Freundin sich über ihn am Telefon beschwert “Mein Freund betrügt mich mit Sharon Stone!” – “Was! Deiner auch!!!”


Knut
8.9.2014 15:40
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Ich habe mir einige der Fotos mal angesehen.

Ich habe kein Foto gesehen, wo die Dame richtig mies rüberkommt.
Also keine Speckrollen, weil man sich irgendwo hinbückt oder so etwas.
Auch kein wirkliches Bad-Hair Foto. Fotos vom Sex, sind auch ganz gelungen. Das wäre was gewesen, als man 25 Jahre jünger war.

Du hast mit deiner Erklärung wahrscheinlich ziemlich recht.
Wenn die Damen die Idee, das tausende sie nackt sehen, abschütteln kann es ihnen eigentlich egal sein. Bloßstellendes a la fetter Hintern, Hängebrüste, Cellulite, usw. habe ich bisher nicht gesehen.

Ich hänge mich jetzt allerdings auch nicht rein, sondern nehme das, was als Link so abfällt. Sonst hat man ja keine Ahnung um was es geht und nett anzusehen, ist es ja doch. Ein Playboy-Heft, das einem in die Hände fällt, würde man ja auch nicht ungelesen entsorgen.


Dirk
8.9.2014 15:54
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@ Hadmut

> Auffällig deshalb, weil die Frauen sich dort in prächtige, riesige Gewänder hüllen, aufwendig hergestellt, knallbunt, schreiend farbig, mit viel Tamtam drumherum, und einem kuriosen, querstehenden, an einen Hammerhai erinnernden Kopfputz.

Also wenn ich mir die Bilder in der Wikipedia ansehe, dann erscheinen mir zumindest die Kleider so wie die, die zur Deutschen Kolonialzeit in Deutschland aktuelle Mode waren. (Hast du ja auch geschrieben.) Das ließe sich darauf zurückführen, dass sich die Kolonialisierten sich den Kolonialisierern angepasst haben und deren Kleidungssitten als Vorblid übernommen haben. Wobei der Kopfputz wohl wirklich eine modische Eigenleistung der Herero sein dürfte. Ich denke, dass eine Modeübernahme der “reichen deutschen Frauen” von Seiten der Hererofrauen die sinnvollste Erklärung ist.

> Ursache war nur, dass sich die europäischen eingewanderten Frauen der Konkurrenz entledigen wollten.

Na ja, Frauen wollen sich natürlich immer Konkurentinnen entledigen, profitieren sie doch von einer Überzahl an Männern. Nur dürfte es für die weißen Frauen unmöglich gewesen sein, Hererofrauen als Konkurentinnen an den Rand zu drängen. Fals diese überhaupt Konkurentinnen um die Resource Mann waren. Die Weißen haben die Hererofrauen gev***** und danach weggeworfen.

Aber ich glaube nicht, dass das eine Konkurenz zwischen Siedlerfrauen und einheimischen Frauen der Grund für die Übernahme europäischer Kleidungsgewohnheiten durch die Herero war. Das dürfte einfach der Wunsch der Hererofrauen gewesen sein, genauso wie die weißen Frauen gekleidet sein und auch so behandelt zu werden. Wobei der 2te Wunsch kaum in Erfüllung gegangen sein dürfte.

> Und mit der Skandalisierung der Nackt-Selfies und der Neo-Prüderie passiert das gleiche wieder.

Solange es sich um Selfies von Promis handelt, würde ich aufmerksamkeitsökonomische Gründe als Erklärung vorziehen. Denn die Leben davon und ein kleiner Skandal (bei dem man auch noch Opfer ist) ist gut für den Bekanntheitsgrad und damit für die Geldbörse.

Wobei natürlich wieder einige Bevormunder versuchen werden, auf den Zug aufzuspringen. So wie immer.

Skandelfreie Grüße,

Euer Dirk


Hadmut
9.9.2014 9:20
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> Das ließe sich darauf zurückführen, dass sich die Kolonialisierten sich den Kolonialisierern angepasst haben

Leute, das war keine Vermutung oder Interpretation meinerseits für ein Phänomen, das sich auch anders erklären lässt.

Das ist dort so abgelaufen, das wissen die Leute dort ja noch.


Hans
8.9.2014 16:48
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Na ja, Peter Praschl halt, der ist ein umtriebiger Mann, ob Kochrezept oder Porschewerbung, nichts ist vor ihm sicher, außerdem gehört er zum Umfeld ProQuote.


brrr
8.9.2014 18:38
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Das ist ein sehr wichtiges Thema.
Alle patriarchalischen Gesellschaften, die sich von den Jäger und Sammler-Gesellschaften (teilweise matriarchalisch) durch Sesshaftigkeit und Ackerbau unterschieden, haben irgendwann herausgefunden, dass man die Sexualität im Interesse der Kultur, d.h. auch im Interesse der Männer, einschränken muss.
Es müssen also nicht notwendigerweise die kolonialisierenden Frauen gewesen sein, welche den Herero diese Kultur vermittelten.

Zur Info:

http://www.dijg.de/sexualitaet/joseph-unwin-sex-culture/

(“Jede menschliche Gesellschaft hat die Freiheit, sich zu entscheiden, ob sie hohe soziale Energie oder sexuelle Freizügigkeit will. Die Fakten zeigen, daß beides gleichzeitig nicht länger als eine Generation möglich ist.”)

Dazu passt auch die Feststellung, dass der Intelligenzquotient der Europäer nie höher war als im viktorianischen Zeitalter, und seither stetig absinkt:

http://phys.org/news/2013-05-victorian-era-people-intelligent-modern-day-counterparts.html


Jens
8.9.2014 18:40
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Während dann einige gleichzeitig Pornos empfehlen, wenn sie “mal nicht will” (hier z.B.: http://diekomischeolle.wordpress.com/2012/09/06/all-you-need-is-konsens/ ) – und sich dann wundern, wenn “der Mann” das dann auch macht.

Ich frage mich nebenher auch, wieviel Prozent der Bildanschauer bei der Leak-Aktion tatsächlich Männer sind.


xxHyFoxx
8.9.2014 18:49
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Sehr geehrter Herr Danisch,

ich wuerde dies nicht Pruerderie 2.0 nennen, sondern Scharia light. Es ist ein fuersorglich gemeinter, von oben verordneter, Programmwechsel um den Salafisten das Wasser abzugraben. Wozu brauch man denn noch eine Scharia-Police, wenn die Frauen wieder unter dem Schleier verschwunden sind?
Ich, als Heterosexist, bin in diesem Falle auch absolut dafuer! Nicht wenige Frauen wuerden durch eine Vollverschleierung optisch aufgewertet werden. Die Ueberraschung kommt dann erst beim auspacken. Quasie das Überraschungsei des erwachsenen Manns. D:

Auch wirtschaftlich bringt dieser Programmwechsel etwas. Mit dem Ende der Weniger-ist-Steinigung Mode, muss durch die Trendsetterin von heute, entsprechend Geld investiert werden um sicht zeitgemaeß zu kleiden. Da nun aber wieder mehr Stoff benoetigt wird, koennen die Preise auch weiter steigen. Nicht zu vergessen die großere Oberflaeche, die nun farblich gestaltet werden muss. Da haben die Joops und Lagerfelds nun endlich wieder etwas zu tun. Durch diese Schritte wird der Mindestlohn schnell wieder vom Konto in den Geldkreislauf zureck geleitet.
Aber beim Hochpreissegment ist da noch lange nicht Schluss. Denn auch die Generation KIK kann sich dem Trend entsprechend kleiden. Flugs ein Laken erworben, zwei Guckloecher reingeschnitten und fertig ist Balduina das Nachtgespen… also der new-Burkha-Look.

Sieht nur Moeglichkeiten,
xxHyFoxx


Girl
8.9.2014 19:00
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Nein es gibt nicht wichtigere Themen!

Themen wie Menschen von oben “geführt” werden und mainpuliert!
Für diese Erkenntnisse und Eruierungen muss man Herrn Danisch mehr als Dankbar sein und Anerkennung zollen!

Prüderie druch Konkurenzdenken ist höchst interessant!
Denn wer definiert heutzutage was der common sence naritive ist? Was political correct? Was on vouge ist?

Im Grunde nur Frauen. Eien ganz schöne Macht. …und wie leicht man sie doch nur allzugerne für eigene Zwecke missbraucht!


der eine Andreas
8.9.2014 20:25
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Überraschung – oder auch nicht.
Zweitverwertung vom Praschl.
http://www.emma.de/artikel/nackt-317705


michael
8.9.2014 20:27
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Haha – “die Frauen” sind auch Blitzmerker, daß sie durch den Femminismus lediglich zur billigen Ware und zusätzlichen SteuerzahlerInnen geworden sind. Das hat nun nach 68 aber schon lange gedauert bis ihr das gemerkt habt. Free love und so. Das Heidentum ist schon schizophren.


Autohaus
8.9.2014 22:29
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“Aussage: Frauen dürfen sich auf gar keinen Fall irgendwie nackt fotografieren, nicht mal selbst, oder sonst irgendwie zeigen.”

Nein, der Autor beklagt genau das Gegenteil, nämlich dass die Schuld an diesem Leak auf diese Weise den Frauen zugeschoben wird:

“Der Fehler, den die prominenten wie nicht prominenten Frauen angeblich begangen haben: Sie haben ihre Handys und Digitalkameras dazu verwendet, sich nackt oder beim Sex zu fotografieren”

Er spricht von einem “angeblichen” Fehler.

Und weiter:
“Jeder Mensch hat das Recht, sich im Privaten so zu inszenieren, wie er will, jeder Mensch, wenn er damit anderen nicht in die Quere kommt, hat das Recht auf sein eigenes erotisches, schmutziges, sexuelles, versautes Selbst. Und keiner das Recht, sich die Intimitäten anderer zu grapschen.”

Kein Wort davon: “Frauen dürfen sich auf gar keinen Fall irgendwie nackt fotografieren, nicht mal selbst, oder sonst irgendwie zeigen.”

Also, ja, lies mal den Artikel.


Hadmut
9.9.2014 9:41
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Nachdem mir jetzt der Vorhalt gemacht wurde, ich hätte den Artikel falsch verstanden:

Ich habe ihn nochmal gelesen. Und nein, ich glaube nicht, dass ich ihn falsch verstanden habe.

Der Autor Praschl drückt sich nur durch Polemisierung um die Ecke so aus, als würde er sich von seiner eigenen Aussage gewissermaßen distanzieren, als würde er seinen eigenen Text mit Gummihandschuhen anfassen.

Denn auch, wenn er es indirekt und polemisierend formuliert: Die These kommt zunächst mal von ihm – und von der Klatschpresse. Denn Quellen gibt er nicht an, er behauptet das einfach mal so. Denn es ist seine, feministisch orientierte Interpretation.

Ich glaube nicht, dass irgendeiner der Typen, die sich Nacktbilder aus Foren holen, den Wunsch verspürt, dass die Damen mit sowas aufhören. Das sind zwar Spanner, aber keine Moralisten. Die Moralisten sitzen in den Zeitungsredaktionen. Und bisher habe ich von diesen Bildern auch auf keinem anderen Weg erfahren als eben aus der Presse. Hätte die Presse das nicht zum Skandal aufgebauscht, hätte man nie davon erfahren und es wäre gar nichts passiert. Die – heute feministisch orientierte – Presse ist es, die daraus einen Skandal und Vorwurf macht. Selbst wenn sie versucht, es indirekt zu formulieren wie Praschl. Denn unabhängig von solchen Indirektionsformulierungen: Frauen, die diesen Artikel von Praschl lesen, bekommen die Botschaft „Du sollst keine Nacktbilder von Dir machen!”, nicht von anderen.

Es wird halt nur – wie so oft – die Schuld und Verantwortung irgendwem anderes zugewiesen. Geschrieben haben es aber nicht andere, geschrieben hat es Praschl.

Und nach meinem Eindruck ist das auch so: Je fachlicher und IT-orientierter ein Autor ist, desto eher läuft es in die Richtung „Du sollst keine vertraulichen Daten mit schwachem Passwort in die Cloud pumpen” als „Du sollst Dich nicht nackt fotografieren”.

Der zentrale Punkt ist hier aber nicht der technische Fehler im Umgang, sondern der moralische der Nacktfotos. Und der moralische Krieg gegen Nacktfotos ging immer von den Frauen aus. Nicht von den Männern, die sie angucken.


Islam = religiöser Feminismus.

Von Alkoholverbot (man erinnere sich: Die Prohibition war eine Idee der Feministinnen) bis zum Pornoverbot.

Deshalb sind die feministischsten Parteien auch die Islam-verliebtesten. Je feministischer eine politische Partei, desto Islam-fördernder.


Hägar
9.9.2014 0:37
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Lest mal diesen Artikel in der Welt.

Aussage: Frauen dürfen sich auf gar keinen Fall irgendwie nackt fotografieren, nicht mal selbst, oder sonst irgendwie zeigen. Sonst sind die Beute und machen männliches Dummvolk spitz.

Du hast den Artikel gründlich missverstanden. Geraden dies ist nicht dessen Aussage.


Hägar
9.9.2014 0:37
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Lest mal diesen Artikel in der Welt.

Aussage: Frauen dürfen sich auf gar keinen Fall irgendwie nackt fotografieren, nicht mal selbst, oder sonst irgendwie zeigen. Sonst sind die Beute und machen männliches Dummvolk spitz.

Du hast den Artikel gründlich missverstanden. Gerade dies ist nicht dessen Aussage.


stefa_n
9.9.2014 1:14
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Bis zu einem genaueren Blick auf den Namen des Autors (Peter Praschl) dachte ich der Artikel in “Die Welt” wäre von einer Frau, denn man kann ihn leicht mit “alle Männer sind Schweine, außer ich” zusammenfassen. Der Autor könnte genauso gut darüber Rumjammern, dass Frauen in keine Parks mehr gehen können, weil er eine kennt, die dort mal in Hundescheiße getreten ist. Völlig substanzlos.

Der Artikel zeichnet allerdings das Bild des lüstern geifernden Mannes, der die Frauen über die Verletzung ihrer Privatsphäre erniedrigen will. Dieses Männerbild findet man sonst eigentlich nur bei Schwanz-Ab-Feministinnen. Herr Praschl maßt sich hier an, alle Männer zu kennen. Sicher wird sich der ein oder andere über deren Sorglosigkeit lustig machen, aber bröckelt deswegen der Sockel, auf den wird diese Schönheiten gestellt haben? Ich denke eher nicht.

Aber das ist ja hier auch ein IT-Blog: Im konkreten Fall wurde der Bilderklau wohl durch schwache Passwörter möglich. Ich sehe hier die Cloud-Betreiber durchaus in der Verantwortung, denn eine Software kann solche Passwörter schlicht ablehnen und den Anwender so zu mehr Sicherheit zwingen. Bestimmte Funktionen sollten auch nicht automatisch aktiviert sein. Würde mich auch nicht wundern, wenn ein NSA-Mitarbeiter hier einfach mal seine Sammlung veröffentlicht hat.

Als Neo-Prüderie würde ich den Artikel jetzt nicht unbedingt begreifen. Der Autor fordert ja nicht aus moralischen Gründen zur Bedeckung von Nacktheit auf, er prangert vielmehr an, dass Frauen solche Fotos wegen der bösen Männer halt nicht machen können.
Die Neo-Prüderie ist aber keineswegs ein unwichtiges Thema. Es ist schon eine Art Running Gag, dass im “Tatort” ein Mädchen zwangsläufig den Tod findet, wenn sie auch nur Interesse an Sex zeigt. 1977 war die Todeskandidatin die damals 16-jährige Nastassja Kinski, und man konnte ihre Brüste sehen. Heute wäre das undenkbar. Hier hat ein von außen gelenkter gesellschaftlicher Wandel stattgefunden, der hier und da auch schon wieder in Gesetze gegossen wird. Das Ausleben der Sexualität wird hauptsächlich von solchen Staaten unterdrückt, die das Leben ihrer Mitbürger bis in kleinste hinein kontrollieren wollen. Das haben die Politiker nur nötig, weil sie sich von den Bürgern bedroht fühlen, und die wissen auch genau, warum sie Angst vor der Bevölkerung haben müssen.


Benjamin
9.9.2014 1:29
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“Der Feminismus ist nicht der Kampf des Weibes gegen den Mann, sondern der Kampf des mißratenen Weibes gegen das wohlgeratene.”


Dirk
9.9.2014 11:38
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@ Hadmut

> Das ist dort so abgelaufen, das wissen die Leute dort ja noch.

Hast du dafür eine Quelle, die man nachlesen kann? Ich bezweifle nicht, dass es so gewesen sein kann, nur ist das ungewöhnlich für eine Überschichtung und daher besonders interessant.

Interessierte Grüße,

Euer Dirk


Hadmut
9.9.2014 12:13
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> Hast du dafür eine Quelle, die man nachlesen kann?

Nein. Wurde mir dort mehrfach von Einheimischen erklärt und habe ich auch in einem Reiseführer so gelesen, den habe ich aber nicht mehr.

Kann man aber auch googeln, z. B. http://www.ast-reisen.de/namibia-hereros.php


Dirk
9.9.2014 16:01
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@ Hadmut

Danke!

Dankende Grüße,

Euer Dirk


Autohaus
9.9.2014 19:26
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Hadmut, wenn du den Artikel anderes verstehst, erklär mir bitte nach deinem VerStändnis diesen Satz:

“Jeder Mensch hat das Recht, sich im Privaten so zu inszenieren, wie er will, jeder Mensch, wenn er damit anderen nicht in die Quere kommt, hat das Recht auf sein eigenes erotisches, schmutziges, sexuelles, versautes Selbst. Und keiner das Recht, sich die Intimitäten anderer zu grapschen.”


Hadmut
9.9.2014 20:26
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@Autohaus:

Lies den Satz mal genau. Da steht „im Privaten”. Heißt: Jede kann in ihrem Schlafzimmer treiben, was sie will. Aber nicht auf die Idee kommen, das per Bild rauszuhängen.


Autohaus
9.9.2014 21:20
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Die habens ja im Privaten gemacht. Nur war selbiges nicht sicher. Das ist aber eine andere Geschichte. Auch in eine unsichere Wohnung darf man nicht einbrechen.

Genau das erklärt er im Artikel.


Und mit “im Privaten” sind wir auch schon beim § 183 des aktuellen StGB.

Frauen können ja öffentlich an und auch in sich rumfummeln wie sie wollen – Männer nicht! Ob das so ganz mit GG Art. 3 vereinbar ist, ist mir dank den ganzen Geschlechtern mittlerweile auch egal. Ich definiere mich beim Verrichten der weiter unten angeführten Handlung ja nicht als Mann. Ich bin dann – je nach Würfelergebnis – eines der anderen 59 Geschlechter.

Wobei ich ja immer noch darüber nachdenke, was genau eine “exhibitionistische Handlung” ist.

Ich stehe auch ab und zu in der S-Bahn und fange an, an einem unverhüllten harten abstehenden Körperteil zu reiben und zu drücken, wenn ich ein Bedürfnis dafür verspüre. Meistens höre ich mit dem Reiben und Drücken nicht auf, bis aus diesem Körperteil vorne etwas rauskommt…

Ja, manchmal juckt meine Nase ganz gewaltig. Warum aber das Reiben an der Nase “gut” und das Reiben am Penis “böse” sein soll, konnte mir noch keiner plausibel darlegen.


Häger
9.9.2014 22:32
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@Hadmut
Deine Argumentation überzeugt mich nicht.
Der Autor kritisiert das Verhalten gerade diese „selber Schuld“-Argumentation, die vor allem in diversen Artikelkommentaren zu lesen sind. Wie soll man etwas kritisieren, ohne es zu Benennen?
Im Abschnitt „Jeder Mensch hat das Recht, sich im Privaten so zu inszinieren … Und keiner das Recht, sich die Intimitäten anderer zu grapschen.“ spricht der Autor Fremden das Recht der Verletzung der Privatsphäre anderer ab. Dass es sich (nur) auf das Private bezieht, sehe ich vor dem Hintergrund, dass die fraglichen Bilder nicht vom Urheber veröffentlicht wurden. Der Autor spricht damit niemandem das Recht ab sich auch öffentlich (weitestgehend) nach eigenem Gusto selbst zu inszinieren, geschweigeden überhaupt Nacktbilder von sich selbst anzufertigen. Jedoch kann man bei öffentlicher Inszenierung anderen nicht mehr verbieten, dieser Inszenierung beizuwohnen.


Hadmut
9.9.2014 22:53
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@Häger:

> Deine Argumentation überzeugt mich nicht.
> Der Autor kritisiert das Verhalten gerade diese „selber Schuld“-Argumentation,

Denk halt mal drüber nach und kleb nicht nur am Wort:

Selbst wenn der Artikel so gemeint ist, wie Du sagst, ändert das an meiner Aussage nichts. Denn dann wäre der Autor des Artikels zwar auf der anderen Seite, und würde nicht fordern, dass Frauen Nacktbilder unterlassen, sondern das gerade kritisieren, damit ginge es aber immer noch um dasselbe Thema, nämlich dass irgendwer Frauen verbieten will, Nacktbilder von sich zu machen.

Das Thema, nämlich dass es Leute gibt, die Frauen Nackt-Selfies verbieten wollen, ist immer noch dasselbe. Ob nun dieser spezielle Autor dafür oder dagegen ist, ist letztlich wurscht. Denn es ging in meinem Blog-Artikel ja nicht um den Autor, sondern eben darum, dass es Leute gibt, die Frauen das verbieten wollen.

Es spielt für meinen Blog-Artikel gar keine Rolle, ob der Autor dafür oder dagegen ist. Denn beides läuft darauf hinaus, dass es das gibt.

Anstatt daran zu kleben, ob ich den Autor nur in seiner Zustimmung oder Ablehnung richtig interpretiere, solltest Du mal einen Meter Abstand nehmen und drüber nachdenken, worum es in dessen und in meinem Artikel eigentlich geht. Auf die Frage, an der Du endlos herumbohrst, kommt es nicht an.


Autohaus
10.9.2014 7:04
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“Es spielt für meinen Blog-Artikel gar keine Rolle, ob der Autor dafür oder dagegen ist.”

Man sieht aber deiner verdrehten Interpretation des Artikels, dass dein Framing dir eine objektive Sicht auf den Text verstellt hat. Und DAS spielt sehr wohl eine Rolle für deinen Blogartikel.


Michael
10.9.2014 12:24
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> Islam = religiöser Feminismus.

“Bis zur Genitalverstümmelung” wollte ich schreiben, aber dann ging mir auf, dass man das wirklich auch anders interpretieren kann: Die hässlichen, verklemmten alten Schachteln unter ihren verschwitzten, filzigen Schleiern schneiden mit ihren fettigen Dabbelhänden ins junge Fleisch, damit es sich fügt.

*Schauder*


Heizöllieferant
13.9.2014 14:03
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> “Der Feminismus ist nicht der Kampf des Weibes gegen den Mann, sondern der Kampf des mißratenen Weibes gegen das wohlgeratene.”

Und das geht so: Sylvester, man trifft sich zwecks gemeinsamen Ausgehens, zieht sich um, hübsch getrennt nach Geschlecht. Die erste erscheint wieder und ruft aus, die Stimme triefend vor Neid, “Boah! Hat die geile Titten!”
Es heißt ja immer “Schwanzvergleich”, jedoch nie Titten- oder Muschivergleich. Aber in diesem Augenblick wurde mir klar: Nicht Männer vergleichen sich, dazu haben sie mangels Masse, die auch noch gut versteckt ist, viel weniger Gelegenheit. Ich bin sicher, daß Frauen ständig vergleichen, sich und/mit andere, während Männer wesentlich “toleranter” sind, weil es mangels Offensichtlichkeit ja weniger Bedarf dafür gibt.


Caless
14.9.2014 6:37
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Burka und der Islamic State: http://youtu.be/AUjHb4C7b94?t=19m46s
Scharia police mit der AK47. Dieser gesamte Bericht von Vice ist sehenswert, aber auch sehr schauderhaft und grausam.