Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Gesetzliche Frauenquoten auch in GmbHs und Genossenschaften

Hadmut
24.6.2014 0:41

Die ZEIT und andere Zeitungen berichten seit dem Wochenende über den geleakten Gesetzentwurf der SPD. Verfassungsbeschwerde wird auch nichts, weil die Verfassungsrichterin für Arbeitsrecht die radikale Extremfeministin Susanne Baer ist, und die alles absägt, was nicht ihren persönlichen feministischen Interessen und Vorstellungen entspricht.


31 Kommentare (RSS-Feed)

C
24.6.2014 1:16
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Schon ein komischer Zufall, dass in so kurzer Zeit wie von der Biene gestochen alle auf diesen Feminismus / Zeugs etc. rumreiten. Die PP, dann vor ein paar Tagen die CDU (wie ich bereits gepostet habe), und die SPD hat kurz darauf nachgelegt mit der erneuten Beteuerung der Umsetzung der Frauenquote.

Ein wenig offtopic: http://www.zeit.de/politik/deutschland/2014-05/fachkraeftemangel-mint-rentenreform

Da frage ich mich schon ob sich das lange halten kann oder wohin das noch führt. Das mag ja wohl noch ein Jahrzehnt gut gehen, aber irgendwann gibt es überhaupt keine Qualifizierung oder Fachkräfte mehr. Eigentlich kann der Karren nur noch gegen die Wand gefahren werden.

Vielleicht hast du diesen Artikel vom Futurist ja schonmal gelesen, der ist etwas älter (~2010), aber es geht darum, dass genau diese Blase einmal platzen wird.
http://www.singularity2050.com/2010/01/the-misandry-bubble.html


Hadmut
24.6.2014 1:28
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> Schon ein komischer Zufall, dass in so kurzer Zeit wie von der Biene gestochen alle auf diesen Feminismus / Zeugs etc. rumreiten.

Zeigt aber sehr schön, wie unfassbar niedrig das Bildungsniveau unserer Politiker ist und wieviele Unfähige da herumrennen, die nur dem Mainstream folgen.


Robert S.
24.6.2014 1:18
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Es geht endend immer noch schlimmer! Unfassbar!


maSu
24.6.2014 2:06
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ja das freut mich! Endlich mal Quoten! Bei <10% Informatikerinnen brauchen wir definitiv eine 50% Quote bei Führungspositionen!

SPD ist doch auch unwählbar…


Michael
24.6.2014 5:41
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Hilfe – wir werden von Vollidiot_innen regiert. Mit dem Herdentrieb nach Adolf ist es nicht wirklich besser geworden. Können die nicht einfach mal ohne eine x-beliebige hirnverbrannte Ideologie regieren.


rleo
24.6.2014 8:31
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@C
Den immer wieder beschwörten Fachkräftemangel gibt durch die Rente so nicht. Wird man Rentner, fehlt man nicht als Fachkraft am Markt.

@Hadmut
Gilt die Quote dann auch andersherum?
Ich vermute mal nicht.
D.h. wenn sich Feminismus ‘durchgesetzt’ hat, bleiben für die Männer nur noch die unteren Berufsgruppen. Der Aufstieg ist versperrt.
Komischerweise verlangt niemand eine ‘Quote’, wenn nicht genug ertragreiche Pöstchen für die weiblichen Klientel dabei herauskommen.

Das erinnert mich an eine Dame bei einer bekannten Unternehmensberatung, die ich vom Studium her kannte.
Sie kam mal nach ‘erfolgreichem’ Start auf ihrer neuen Stelle wieder zu uns ins Institut und wollte uns stolz vorführen, was sie alles mit ihrem neuen Firmen Notebook machen könne.
Leider ging nichts.
Sie meinte, das ginge immer, es gäbe nie Probleme.
Bis wir sie darauf aufmerksam machten, dass sich das Notebook nicht im Intranet ihres Arbeitgebers befindet, sondern bei uns nur das Netz im Institut zur Verfügung steht.
Schwupp, Klappe zu (des Notebooks) und weg.
Die kam nie wieder, um bei uns anzugeben.
Ich bin mir aber sicher, dass sie ein Gehalt hatte, welches einen wiss. Mitarbeiter arm ausschauen ließ.

Das kommt auf uns zu.
Überall.
Notebooks passend zum Hosenanzug.
Beklebt mit Glitzerfolie.


Martin
24.6.2014 9:06
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Mich bestätigt jede dieser Schoten wieder aufs Neue in meinem Entschluß, meine Tochter eine Privatschule besuchen zu lassen.
Und ihr so eine hoffentlich bessere Chance zu geben dieses Land irgendwann nach ihrer Volljährigkeit zu verlassen, hoffentlich vor dem Zusammenbruch.


Ralph Nader
24.6.2014 9:11
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Wird mit Frauen am Steuer von Großunternehmen alles besser? Ein aktuelles Beispiel. Von allen Medien wurde die GM-Chefin Mary Barra als erste Frau gefeiert, die einen internationalen Autobauer führt. Weil GENERAL MOTORS defekte Zündschlösser verbaute, starben etwa bis zu 300 Menschen. Der Schlüssel sprang bei voller Fahrt in die „Aus”-Position zurück. Der Defekt war GM bereits zehn Jahre bekannt. Mary Barra versucht sich aber in Verschleierung, wie alle ihre männlichen Vorgänger zuvor.
Werden Verbrechen besser, wenn sie von einer Frau begangen werden? Warum beschäftigt sich die Politik damit mehr Frauen die Verantwortung für solche und ähnliche Verbrechen zu geben, anstatt dafür zu sorgen, dass sie mehr geschähen können?
GM musste weltweite Rückrufe von Millionen Autos weltweit starten – auch wegen anderer lebensgefährlicher Defekte. Der kriminelle Großkonzern steht damit abermals vor dem Konkurs, nachdem ihn die US-Regierung zuletzt mit 50 Milliarden Dollar Steuergelder gerettet hatte. Die deutsche GM-Tochter OPEL ist ebenfalls von den gefährlichen Defekten betroffen.


C
24.6.2014 9:57
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@rleo:
Das weiß ich nicht, wollte aber implizit auf etwas anderes hinaus. Nämlich darauf, dass die nächste Generation kaum noch qualifiziert ist. Die Quote / Gleichstellung ist ja nur ein Teil davon. Die andere Seite ist, dass die Studiengänge schon so weichgespült sind, dass da kaum noch etwas gelehrt wird.
Wo soll der ganze Wohlstand denn noch herkommen, wenn die nächsten Generationen sich auf dem Niveau unter Hauptschülern befindet (aber jeder mindestens Abitur hat)?

Das was Genderisten wollen, Abschaffung sämtlicher Qualitätsanforderungen, ist ja schon im vollen Gange.


El_Mocho
24.6.2014 10:00
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Es wird doch immer offensichtlicher, dass es da eine bewusste Strategie gibt. Der gesamte politische Raum wird immer mehr moralisiert, alles wird auf das Fehlverhalten einzelener Menschen reduziert, Sexisten, Homophobe, Rassisten.

Politisches Denken ist kaum noch möglich, ein Denken in Interessengegensätzen, für die man einen Ausgleich suchen muss, stattdessen regnet es moralische Verurteilungen, und es wird versucht, die in Administration und Gesetze umzusetzen.


yasar
24.6.2014 10:45
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Ach, Asterix bei den Schweizern war ein Porno? Und das ist Jugendlichen immer noch zugänglich?

Da gibt es noch viel nachzuholen. 🙂


yasar
24.6.2014 10:47
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Nachtrag:

Ist dann die Aussage “Flach!” von Obelix frauendiskriminierend?


beeblebrox
24.6.2014 10:52
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Toll!!! Offenbar sind in der SPD nur noch völlig Bekloppte unterwegs!
Während so strunzdumme Vollpfosten wie Haiko Maas (der Typ war selbst den Saarländern zu blöde) sich zum Handlanger für feministische Quotentussis wie Manuela Schwesig machen, verramscht Siggi Gabriel die einst mühsam erkämpften europäischen Sozial- Rechts- und Umweltstandards via TTIP an die US-Konzerne!

SPD = Saudumme Plündern Deutschland?

Bin wirklich mal gespannt auf welchen der so vorbereiteten lukrativen Pöstchen man die Damen und Herrn von der SPD in vier Jahren wieder findet. Joschka Fischer und Gerhard Schröder haben das ja schon eindrucksvoll vorexerziert.

Wie passend, dass sowas wieder einmal im Windschatten der Fussball WM verhackstückt wird!
– Brot und Spiele fürs dumme Volk – während die sogenannte Elite sich das erwirtschaftete Volksvermögen untereinander aufteilt.

Willkommen im Feudalismus 2.0!


anonKlaus
24.6.2014 10:55
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Ich sehe schon wie der Karl-Heinz (Miteigentümer einer Dachdecker GmbH) in Latzhose und High Heels über die Schindeln balanciert um die Quote zu erfüllen. Sich weiblich zu fühlen kann einem keiner verbieten, oder?


Dummerjan
24.6.2014 11:15
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Wenn das mal nicht schief geht: Gerade im genossenschaftlichen Bereich und bei gemeinnützigen GmbHs gibt es schon heute viele Nurfrauenvorstände…
Ich bin gespannt.


Dummerjan
24.6.2014 11:18
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Ergänzend: Das Gesetz hat ja eine Geschlecherquote – kein Weiblichkeitsquote! Da die Daten bereits heute nicht stimmen, weil die in mitbestimmten Unternehmen in den Aufsichtsrat entsendeten Mitglieder bereits quotiert sind, wird der tatsächliche Frauenanteil meist unterschätzt!


CountZero
24.6.2014 12:19
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Wie passend, dass sowas wieder einmal im Windschatten der Fussball WM verhackstückt wird!

Ui, da müßte man eigentlich noch viel mehr drauf achten, was der Bundestag da gerade so verabschiedet…. DENEN trau’ ich mittlerweile alles zu. Übrigens: Politikerverdrossenheit != Politikverdrossenheit… Schade, dass die Piraten sich so spektakulär selbstversenkt haben.


yasar
24.6.2014 13:27
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Sehe gerade, daß meine Beiträge hier statt in dem Thread https://www.danisch.de/blog/2014/06/23/die-neudefinition-von-vergewaltigung-und-wie-man-sich-davor-schuetzt/ gelandet sind.


Manuel
24.6.2014 14:27
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Eine sehr wichtige Information hast du übrigens vergessen Hadmut. Oder haben fast alle Mainstreammedien sie vergessen, weil es ein schlechtes Licht auf die Frauenquote wirft?

Wie das Handelsblatt von heute schreibt gilt die Frauenquote nicht für Unternehmen in der Rechtsform SE (Societas europaea).

Quelle: http://www.handelsblatt.com/unternehmen/management/strategie/aufsichtsraete-das-schlupfloch-bei-der-frauenquote/10085378.html

Mittlerweile haben recht viele börsennotierten Unternehmen diese Rechtsform, unter anderem laut wikipedia:
“In Deutschland wurde im August 2006 das Unternehmen MAN Diesel, Tochtergesellschaft des Maschinenbau-Konzerns MAN für die Sparte Dieselmotoren, als erste SE nach Abschluss einer Mitbestimmungsvereinbarung eingetragen.[24] Weitere bekannte Unternehmen sind gefolgt (z. B. Aixtron SE, Allianz, BASF, Bilfinger, Conrad Electronic, Deichmann, Dekra, E.ON, Fresenius, Fuchs Petrolub, GfK, HAWE Hydraulik, Huber, Klöckner, Lenze, Porsche Automobil Holding, Puma, RWE Generation, SCA Hygiene Products, Sixt, SGL Carbon, Tesa und WILO).[25]”


Francis Schmit
24.6.2014 15:27
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Wie war das mit der freiheitlich-demokratischen Grundordnung ? Wie war das mit aller Gewalt, die vom Volke ausgeht ?
0
Wir haben in der Nationalversammlung, wo das Wahlvolk bestimmt, einen natürlichen Frauenproporz, in der Regierung, den der Premierminister bestimmt, bestimmen muss, die Parität, die allerdings schon nicht mehr ganz stimmt . Wenn Ihr den Weitblick habt, dass die Karre gegen die Mauer fährt, sollt Ihr nicht jaulen sondern Eurem Vertreter mitteilen: Herr Abgeordneter, ich habe Sie aus dem Wahlkreis Buxtehude mit meiner Stimme in den Bundestag geschickt, und beauftrage Sie nun, in meinem Namen wirtschaftsschädigende Utopien zu verhindern. Und das müsst Ihr auch wirklich schreiben und eine Briefmarke drauf kleben. Wem das zu viel ist, der muss eben wie Karl-Heinz mit Stöckelschuhen über die Schi´ndeln wackeln.


Hadmut
24.6.2014 15:39
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@Francis: Witzbold.

Der Abgeordnete, den ich gewählt habe, sitzt nicht im Parlament.


Heinz
24.6.2014 17:35
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@Martin
> Und ihr so eine hoffentlich bessere Chance zu geben dieses Land irgendwann nach ihrer Volljährigkeit zu verlassen, hoffentlich vor dem Zusammenbruch.

Wohin ist die Frage…


Pete
24.6.2014 17:44
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Ist egal, dann muss man eben so tun, als habe man “seinen” Wahlkreisabgeordneten gewaehlt. Der ist jetzt im Parlament, also hat er sich zu kuemmern.


xxHyFoxx
24.6.2014 21:29
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Was ein Quatsch. Der/Die/Das Abgeordnete sitzt jetzt im Parlament und hat vier Jahre Zeit sich zu bereichern. Den/Die interessiert es einen Scheißdreck was ihr ihm schreibt und auch noch huebsch frankiert.
Was den interessiert ist, was sein Einpeitscher von der Fraktion ihm erzaehlt. Wann er das Pfoetchen zu heben hat, wann er besser schweigt und wann er auch mal mit dem Fuß aufstampfen soll. Denn da wird entschieden wer an die Futtertroege darf, nicht bei dieser Massenverarschung Namens Wahl…

… huch schon wieder Fußball,
xxHyFoxx


In der Politik geht es um Macht bzw. Machterhalt. Nicht mehr und nicht weniger, das war schon immer so und wird auch immer so bleiben.

Eventuell wird das nach einem Krieg kurzzeitig besser, wenn jeder wieder bei 0 anfangen muss, aber ab einem gewissen Punkt ist die Politik vom Bürger soweit entrückt das es nicht mehr um den Bürger geht, sondern nur noch wo die Kohle herkommt.


C
25.6.2014 9:54
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Ein kleines Update:

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/gesetzentwurf-der-spd-frauenquote-trifft-viel-mehr-firmen-als-angekuendigt-13008330.html

“Besonders problematisch sei, dass es in jedem Gremium mindestens eine Frau und einen Mann geben müsse – zumal angesichts einer durchschnittlichen Vorstandsgröße von nur 2,45 Personen in börsennotierten Unternehmen.”
Vermutlich gibt es dann auch bald grüne Zustände.


Rechnungsprüfer
25.6.2014 11:29
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anonKlaus
25.6.2014 11:34
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Apropos Karl-Heinz in High Heels, Dänemark geht voran:

“On July 1, 2014, a new Dutch law on transgender rights will come into force allowing transgender people to change the gender designation on their official identity papers. It eliminates requirements for an applicant to take hormones and undergo surgery, including irreversible sterilization.”

http://www.hrw.org/news/2014/06/24/europe-progress-transgender-rights

Ich freue mich schon auf Frauenfussballspiele wo 22 Balotellarinas auflaufen werden. 😀


Martin
25.6.2014 12:48
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@Heinz: Gute Frage, muß sich dann zeigen. Zumindest sollte die Möglichkeit da sein.


Kreuzweis
27.6.2014 14:11
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Ich bin für eine Frauenquote im Männerfußball!

FIFA-Fiffis vor – noch ein Eigentor!


Michi
29.6.2014 20:56
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@C:

Zuerst ist zu zeigen, dass ohne (Immobilien/Zins)Blutsauger und trotz Automationsdividende so viele Mitarbeiter überhaupt noch nötig sind.

Ich glaube nicht. Aber solange die Produktionsmittel immer weiter konzentriert werden, der staatliche Firmenklüngel überall reinpfuscht und alles dirigiert oder wegnimmt, braucht es eben ein Heer zur Erledigung von sinnlosen Bullshitjobs.