Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Weil die Männer den Frauen das Essen wegessen…

Hadmut
25.1.2014 19:44

Ich habe gerade auf ARTE die Sendung darüber gesehen, warum Männer größer als Frauen sind.

Sie stellen zunächst verschiedene Phänomene fest, wie etwas dass bei vielen Tierarten die Männchen – teils deutlich – größer sind, es aber auch Tierarten gibt, bei denen das anders ist. Etwa beim Blauwal. Das größte Säugetier der Welt sei also nicht der Blauwal, sondern das Weibchen des Blauwals (also ob die kein Blauwal wäre, liebe Blauwale und Blauwälinnen). Das sei aber beim Menschen nicht (mehr) der Fall. Weil man am Gebiss sehen könne, ob ein Tierart poly- oder monogam sei. Der Mensch sei nicht mehr polygam. Weil aber nur bei polygamen Tierarten das Männchen größer sein müsse, weil es gegen andere kämpft, gebe es also auch keinen biologischen Grund mehr, dass beim Menschen das Männchen größere sein müsse.

Ein anderer Grund könnte sein, dass es Selektionsdruck gibt, weil die Weibchen sich größere Männchen raussuchen. (Was ja auch beim Menschen der Realität entspricht.) Wird nicht weiter verfolgt.

Zwischendurch kommen sie auch mal an einem Grund vorbei, der mir ebenfalls einleuchtet. Denn bekanntlich gibt es eine Altersgruppe in der Kindheit, in der Mädchen hochschießen und die Jungs überragen, vor allem durch die bei Mädchen frühere Pubertät. Jungens machen ihren Wachstumsschub später und überholen dann wieder. Sie sagen, Jungen seien deshalb größer, weil sie einfach länger wachsen. (länger im Sinne von mehr Zeit, nicht mehr Länge) Vertiefen das aber auch nicht.

Als letztlicher Grund werden wieder (Gender Studies!) kulturelle Gründe angegeben, weil nämlich die Männer den Frauen das Essen wegessen und männliche Kinder besser und schneller ernährt werden. Frauen müssten von kleinauf hungern. Und weil die Ernährung – vor allem im Kindesalter – von großem Einfluss auf die Körpergröße sei, blieben Frauen eben kümmerlich.

Tja. Dass das Essen ungleich verteilt ist, würde ich für einige Kulturen noch glauben. Aber nicht für unsere. Denn bei uns wird sicherlich nicht in dieser Weise gehungert. Im Gegenteil, bei uns werden die Mädchen verhätschelt und gefüttert. Also müssten sie ja dann größer sein.

Und wenn man sich in manchen Gegenden die Mädchen anschaut, dann sind die schon in Kindesalter so fett, dass die ganz sicher nicht knapp im Futter stehen. Sie wachsen aber nicht in die Höhe. Sie wachsen in die Breite.

Beachtlich aber auch, was sie zu Ernährungsgewohnheiten sagten. Denn das Problem sei, dass die Männer das Fleisch essen, obwohl sie es eigentlich gar nicht mehr bräuchten, nachdem sie ausgewachsen sind. Frauen müssten vegetarisch und mit den Resten auskommen, obwohl sie wegen Menstruation, Schwangerschaft und Stillzeit gerade Fleisch bräuchten.

Moment mal. Hieß das nicht kürzlich noch, dass die Männer an der Klimaerwärmung schuld seien, weil sie soviel Fleisch essen, während die Frauen sich so ökologisch wertvoll und viel gesünder vegetarisch ernährten? Hieß es nicht, wir müssten uns alle vegetarisch ernähren, wohin uns nur der Feminismus den richtigen Weg zeige, weil Männer wie Tiere auf rohes Fleisch und so stünden? Und jetzt sind die Männer am weiblichen Kümmerwuchs schuld, weil die Frauen nicht genug Fleisch bekommen? Weil die Männer alles wegessen?

Müssten dann nicht in unserer Gesellschaft die Frauen gleich groß sein? Denn immer, wenn ich einkaufen gehen, und ich neige dazu, samstags und immer sehr spät einkaufen zu gehen, mache ich dieselbe Beobachtung: Am Gemüse- und Obststand ist oft schon viel weg und ausverkauft, während am Fleischstand von allem noch immer was da ist, zwar wenig, aber jedenfalls nicht ausverkauft. Einen Fleischmangel haben wir hier nicht. Müssten Frauen dann nicht gleich groß sein?

Ich wage mal die Prognose für eines der nächsten feministischen Ziele:

Dekonstruiert die Vegetarier. Vegetarische Frauen – die Argumentation kennt man ja schon von der Sexualität – sind dann ganz bestimmt nur deshalb Vegetarierinnen, weil sie kulturell in die Opferrolle, in die Form der zugunsten der mitteleuropäischen, weißen, heterosexuellen Männer unversorgten Hungerleiderin gepresst wurden und ihre Opferrolle so angenommen haben, dass sie es für normal halten, zum Vorteil der Männer zu hungern.

Frauen müssten gleich groß wie Männer sein. Gleichstellung bei der Ernährung, Ausgleich und so. Deshalb werden dann weibliche Kinder gut und mit Steaks ernährt, während männliche Kinder – so als ausgleichende Gerechtigkeit – hungern müssen und nur altes Gemüse bekommen. So wie man sie in den Schulen ja auch schlechter benotet. Und da laut dieser Sendung Frauen einen hohen und Männer gar keinen Fleischbedarf haben, während Männer zur Versorgung ihrer Muskulatur nur einen hohen Kohlenhydratbedarf hätten, müssten man natürlich auch das Kantinenessen gendern und geschlechtergerecht machen. Während Männer als »Sättigungsbeilage« wie bisher Kartoffeln, Reis oder Nudeln bekommen, kriegen Frauen dann als »Menstruationsbeilage« ein zweites Steak. Mahlzeit!

So, und jetzt lehne ich mich zurück und schaue zu, wie sich Feministinnen mit Vegetarierinnen prügeln. Sagt mir Bescheid, wenn die erste feministische Vegetarierin im Dilemma explodiert ist.

25 Kommentare (RSS-Feed)

fibs
25.1.2014 20:22
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verwurschtelte verschwörungstheorien irregeleiteter frauen. so langsam sind männer an allen weiblichen problemen schuld! anfangs nahm ich das noch ernst, doch nun wird es immer skurriler.
hier, männer sind auch an der menopause schuld 😉

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/gewagte-theorie-maenner-sind-schuld-an-der-menopause-a-905533.html

übrigens, schöner blog, hast ne nette schreibe. lese hier neuerdings öfters mal rum. mach weiter so!


Rechnungsprüfer
25.1.2014 20:33
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Ich hab die Vorschau gesehen und musste reflexartig umschalten.
Die Theorie mit dem essen passt aber auch nicht. Ich denke da nur an dicke afrikanische Frauen, was ja auf afrikanische Männer als ein Zeichen von Wohlstand galt.


Dafür takeln sich Menschenweibchen mehr auf:
http://jaymans.wordpress.com/2013/09/29/keeping-it-real/


beeblebrox
25.1.2014 23:32
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Also das mit dem Fleisch und der Größe bzw. Muskelaufbau kann ja irgendwie nicht so ganz passen, wenn man sich mal so im Tierreich umsieht. Wenn ich mich nicht völlig täusche sind die meisten Menschenaffen Vegetarier. Uns Homo-sapiens sind die aber kraftmäßig doch recht hoch überlegen.
Ich bin selber weder Veganer noch Vegetarier – aber die Gleichung mehr Fleisch = mehr Muskelmasse = mehr Wachstum erscheint mir nicht zwingend. Ich vermute dies ist eher eine Geschichte von Angebot und Nachfrage. Je nachdem waren mal mehr die Vegetarier oder eben die Fleischfresser im Vorteil.

Warum sind Männer im Schnitt größer als Frauen?
Ich denke die Antwort dürfte schlichtweg in der Evolution unserer Spezies zu finden sein:
Die größeren Männchen – also die schneller laufen, jagen und besser verteidigen konnten wurden entweder von den Weibchen bevorzugt als Partner erwählt oder konnten sich bei der Partnerwahl besser durchsetzen und so ihren Gencode besser verbreiten als die kleinen Männchen. Sprich – der Quaterback schlägt den Nerd.

In die Doku auf ARTE habe ich anfangs kurz reingesehen – fand die aber ziemlich schnell doch eher uninteressant, so dass ich umschaltete. Offenbar war zu Recht.


Bill
25.1.2014 23:37
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es könnte sein, dass Frauen ein Beispiel sind für ausgeprägte Neotenie. Das hat Karen Straughan in:
http://www.youtube.com/watch?v=C46rSIfTum4
vorgeschlagen…


Ron
25.1.2014 23:41
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Das ist doch wirklich Schwachsinn. Die Größe ist einer der bekanntlich am ehesten mit genomischen Faktoren assoziierten Parameter und man weiß auch welche Hormone da eine Rolle spielen, und das sind die Geschlechtshormone, sodass Mädchen eher aufhören zu wachsen, da sie früher geschlechtsreif werden, ganz einfach. Man gibt Kindern mit prognostiziertem Großwuchs nämlich genau diese Hormone um das Wachstum zu stoppen.

Und dann gibt es einen nachgewiesenen positiven Selektionsdruck gegen große Männer, weil die bei der Partnerwahl besser abschneiden und im Schnitt mehr Nachkommen zeugen.

Wie erklären sich die Leute in dem Beitrag die ganzen großgewachsenen afrikanischen Frauen aus Hungergebieten wenn die Größe am Essen liegt?

Übrigens werden die Menschen in den Industrieländern im Schnitt auch deswegen immer größer weil man den Kinden früh Vitamine gibt, die fürs Wachstums essentiell sind, aber eigentlich von Bakterien hergestellt werden müssen, die erst später den Darm besiedeln. Es wird also eher das ausgereizt, was die Gene hergeben. Wegen dieser Beziehung gab es früher die sogenannten “Sitzriesen”, da vor Allem das Wachstum der Extremitäten betroffen ist.


ein anderer Stefan
26.1.2014 0:38
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Da wohl “Frauen- und Größentag” bei Arte, es gab da auch “Tall Girls”, eine Dokumentation über große Frauen. Die Autorin war selber über 1,80 und wollte mal schauen, wie es großen Frauen so geht. Arg verkürzt gesagt: Die meisten Frauen wollen gar nicht größer sein als Männer, weil sie dann nur dumme Sprüche, aber keinen Kerl abkriegen – Männer nehmen große Frauen offenbar oft als Bedrohung ihrer Männlichkeit wahr. Von daher wäre es absolut kontraproduktiv (sofern man das durchschnittliche Rollenbild zu Grunde legt), wenn Frauen plötzlich genauso groß oder sogar größer würden als die Männer. Größe hat ja auch was mit Dominanz und Macht zu tun. Größere Menschen werden allgemein als fähiger und dominanter wahrgenommen, auch wenn es Quatsch ist. Größe wirkt sich durch Gewicht und Reichweite im Kampf zwar positiv aus, ansonsten hat es aber in unserer Gesellschaft keine Vorteile mehr – eher im Gegenteil. Ich habe keine Lust mehr, meine 1,95 in einen Langstreckenflug zu zwängen, das macht echt keinen Spass. Dabei bin ich noch normal gebaut. Ich kenne auch jemanden, der wiegt bei 1,95 ungefähr 150 kg – frag den mal zum Thema Flugzeug. Die Flieger sind offenbar alle für Asiaten ausgelegt, die Autos genauso.

Ich habe den Bericht oben nicht gesehen, aber wenn da jetzt jemand fordert, Frauen müssten größer werden, geht es wohl um Dominanz.


Andy
26.1.2014 3:23
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Das mit der Schuld an der Menopause ist witzig. Eigentlich sollte man Dankbarkeit erwarten wenn wegen uns das monatliche Krampfbluten endlich ausbleibt…


Illusion-der-Exzellenz
26.1.2014 6:24
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“Und jetzt sind die Männer am weiblichen Kümmerwuchs schuld, weil die Frauen nicht genug Fleisch bekommen? Weil die Männer alles wegessen?”

Kleine Anekdote – natürlich ohne jeden Verallgemeinerungswert.
Da meine Frau am Montag die erste Prüfung in diesem Semester hat und nocn lernen wollte, haben wir uns, um Zeit zu sparen, was beim Vietnamesen mitgenommen, zweimal Ente kross, für mich auf Nudeln, für sie auf Reis.
Es kam wie es immer kommt:
Den Reis und die Hälfte MEINER Nudeln hat SIE weggespachtelt – dafür wurde dann IHRE Ente durch drei geteilt (ich, SIE und Mr. B., unser Mitbewohner mit viel Fell, dafür ohne Stammbaum).
Das ist JEDESMAL so! Egal ob Ente oder sonst was.
Ende vom Lied:
SIE nimmt ab!
Mr. B. hält sein Gewicht!
Und ICH nehme zu!
Na danke…


pjüsel
26.1.2014 9:22
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Am Gebiß erkennt man die Monogamie? Wohl eher dass der Mensch ein Omnivor ist.

https://www.danisch.de/blog/2013/10/25/prince-charming-or-nobody/#comment-32371


prx
26.1.2014 10:18
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@beeblebrox: Schimpansen ernähren sich zwar überwiegend pflanzlich, sind aber keine Vegetarier.


georgi
26.1.2014 11:01
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…und warum sind die Weiber so fett, wenn sie nichts zu essen kriegen? Jedenfalls weiß ich jetzt, warum die Weiber immer frieren: Sie kriegen nichts zu essen! Da haben sie dann nicht so viel Energie zum Heizen.


Bernd
26.1.2014 11:03
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@ein anderer Stefan

>Die meisten Frauen wollen gar nicht größer sein als Männer, weil sie dann nur dumme Sprüche, aber keinen Kerl abkriegen – Männer nehmen große Frauen offenbar oft als Bedrohung ihrer Männlichkeit wahr.

Wer das glaubt, der ist auch davon überzeugt dass nicht die Frauen nach oben heiraten (Krankenschwester heiratet den Arzt), sondern die Männer nach unten (Arzt heiratet Krankenschwester), weil Männer es nicht ertragen würden, eine beruflich erfolgreiche Frau (Arzt verweigert sich der Chef-Ärztin) neben sich zu haben.

In meiner Erfahrung gibt es mehr Frauen die sich nicht vorstellen können sich mit einem kleineren/erfolgloseren Mann abzugeben als Männer, die Schwierigkeiten damit hätten, eine große/erfolgreichere Frau neben sich zu “dulden”.

Die Schlüsseleigenschaft die Männer nämlich von Frauen erwarten ist in der Regel nämlich Attraktivität. Diese Eigenschaft liegt bei den Frauen höchstwahrscheinlich nicht so hoch im Kurs, zumindest dürfte der Geldbeutel schon ein wenig mit reinspielen – mehr als bei den Männern. Das erste Beispiel was mir hier einfällt ist Bernie Ecclestone. Hässlich, klein (1,59 m) aber dann halt doch mehrfacher Milliardär. Naja, wahrscheinlich konnten sich Slavica Radi? und mittlerweile Fabiana Flosi einfach nicht seinem phantastischen Humor entziehen.


Thomas M.
26.1.2014 11:34
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1. Die größten und stärksten Landtiere sind Vegetarier, z.B. Elefanten, Nashörner, Rinder etc. Also mal wieder dummes Geschwätz aus der Genderecke.

2. Die fetten Frauen sorgen ja nur vor für Zeiten, wo ihnen ein Mann wieder das Essen wegspachtelt und sind deshalb noch weniger zu kritisieren – #fatshaming! #tightgap #mimimi

Wüßte man nicht, dass die das ernst meinen, könnte man es für Comedy oder “Forschungsergebnisse” von Insassen der Klapsmühle halten.


RedHead
26.1.2014 13:16
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Also soweit ich weiß ist Eisenmangel bei Frauen sehr verbreitet (sicherlich vor allem wegen Menstruation) und die beste Quelle dafür ist nicht etwa Spinat (wie man mir als Kind erzählt hat), sondern ein ordentliches, saftiges Rindersteak, weil das einfach viel besser resorbiert werden kann. Dazu kommt noch hochwertiges Protein und auch Kreatin, was wiederum sehr gut für den ATP-Stoffwechsel ist. Insgesamt ist so ein Steak sehr gut um kräftig zu werden oder zu bleiben. Gerade auch wegen der vor allem bei Frauen verbreiteten Essstörungen (Magersucht!) würde einigen Frauen etwas mehr Fleisch sicher gut tun. Aber dass es dem Knochenwachstum viel bringt, wäre mir neu.
Für den Größenunterschied zwischen Männern und Frauen habe ich eine viel banalere Hypothese: Für die meisten Frauen kommt es nicht in Frage mit einen Mann zusammen zu sein, der kleiner ist als sie (eine Beobachtung, dafür habe ich leider keine Statistik zur Hand), den Rest erledigt die Evolution.


denn
26.1.2014 14:06
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OT: Was ich mich gerade bei Snowden im Exklusiv-Interview im ersten gefragt habe: Warum immer Deutschland?

Wir hatten solche Interviews mit Putin, Obama, Assad und jetzt Snowden …

Haben wir einfach nur gute Journalisten oder sind wir die Interview-Hure?


Hadmut
26.1.2014 15:28
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> Haben wir einfach nur gute Journalisten oder sind wir die Interview-Hure?

Eher zahnlose Journalisten und eine relativ neutrale, willen- und meinungslose Position.


Silentium
26.1.2014 17:35
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Könnten Feministen das Problem nicht auch auf andere erprobte Weise lösen? Gemäß dem Gleichstellungsprinzip müssten Männer und Frauen doch einfach nur – buchstäblich – mit zweierlei Maß gemessen und die Ergebnisse dann als gleich groß definiert werden. 😉 Andererseits fehlt dann natürlich die Möglichkeit der Opferrolle…


Herbert
26.1.2014 18:20
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Zu dem ganzen blabla mit stark und Pflanzen- oder Fleischkost – bitte nicht falsches zusammentragen.
Pflanzenfresser (mit sehr stark anderem Verdauungssystem!) können gewisse Aminosäuren herstellen oder durch die Nahrung aufnehmen, die Menschen NICHT herstellen können.
Deshalb brauchen Menschen Fleisch (oder ganz komische Algen oder so).
Deswegen lassen sich “die stärksten Tiere”, wie oben angeführt angeblich alle Pflanzenfresser, nicht so mit uns vergleichen, wie es getan wird.

Zum “denen ist eher kalt” – das ist ganz einfach auch in der Physik gelegen – Körperoberfläche (=Wärmeverlust) geht ungefähr mit Größe^2, Wärmeenergieherstellung geht ungefähr mit Größe^3 (genauer – geht mit Masse des Menschen ungefähr).
Also: Kleinere Menschen (und dickere) frieren weniger, weil das Verhältnis abgegebene/hergestellte Wärmeenergie kleiner ist.

Dasselbe Phänomen tritt auch bei der Relativkraft auf – Muskelkraft geht mit Dicke und Anzahl der Fasern im Muskel (also etwa Größe^2), Gewicht geht mit dem Volumen, also eher Größe^3.
Deshalb sind kleinere, kompaktere Menschen relativ zu ihrer Körpermasse stärker, als größere.
Absolute Kraft ist natürlich was anderes.


Hadmut
26.1.2014 18:25
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@Herbert:

Nun bin ich nicht der Größte (was die Körpergröße angeht), und es gibt eine ziemliche Zahl von Frauen, die größer als ich sind. Und ich darf mal sagen, dass viele derer auch kugeliger sind als ich, also ein günstigeres Volumen zu Oberfläche-Verhältnis haben. Die müssten dann ja alle stärker sein als ich und weniger frieren.


Pete
26.1.2014 20:55
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Irgendwo habe ich gehoert/gelesen, dass Frauen aus weniger Muskelmasse als gleich schwere/grosse Maenner bestehen. Dafuer gibt es mehr Fettgewebe. Darin kann man Energie speichern, es isoliert auch ein bisschen, aber es erzeugt keine Waerme, weshalb Frauen eher frieren. Die Waermeerzeugung findet in erster Linie in den Muskeln statt.


RedHead
28.1.2014 14:13
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Um nochmal auf das zuvor erwähnte Kreatin zurück zu kommen, dass der Mensch vor allem über Fleisch und Fisch aufnimmt (nebst Biosynthese): Es ist auch eine verbreitete und durchaus auch plausible Ansicht, dass der verbesserte ATP-Stoffwechsel nicht nur die Muskulatur stärkt (vor allem verbessere Schnellkraft/Maximalkraft), sondern auch die Hirnleistung verbessert, dazu gibt es auch Studien: http://sciencev1.orf.at/science/news/85085
Noch ein Grund den Damen zu empfehlen (und nicht nur denen, aber sie sind nunmal die mit den meisten Essstörungen), sich nicht nur auf die Salatbeilage zu beschränken.


Herbert
28.1.2014 20:56
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@Hadmut, nein, wieso?
Ich hab das oben bewußt grob gehalten. Natürlich muss man noch beachten, dass Frauen i.A. auch weniger Muskeln pro Körpergewicht haben. Und Muskeln sind hauptsächlich fürs Heizen zuständig, ebenso für die Kraft.
Wieso du aus meinem Beitrag herauslesen können willst, dass die auch stärker sein müssten, leuchtet mir nun wirklich nicht ein. Ich habe doch extra geschrieben, dass es da um Anzahl und Dicke der Muskelfasern geht.


E. Ramazotti
30.1.2014 17:25
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Gut das ich kein Fernsehen schaue. Was da an gequirlter Sch…. von sich gegen wird spottet doch jeder Beschreibung.

Das ganze nennt sich dann Kulturprogramm, wie sieht dann erst das TV für den Normalbürger oder das sog. Unterschichtenfernsehen aus?

Diese ewig öden Vergleiche aus Tierreich, Vorzeit und Urbevölkerung irgendeines Papuadorfes und sind zudem nur für lobotomierte plausibel.


Dummerjan
6.5.2014 11:03
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Leute ihr diskutiert ernsthaft über diesen beitrag von Arte, bei dem nicht mal die kulturellen Behauptungen stimmen?
Es ist schierer Unsinn.