Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Zensur

Hadmut
10.11.2013 14:08

Auch in Deutschland wird jetzt Kunst zensiert und abgehängt.

Damit kennen sich die Deutschen ja aus, sowas hatten wir ja schon mal.

(Was bin ich froh, dass es inzwischen Digitalkameras und Digitaldrucker gibt und man sich seine Arbeiten nicht von Fotolabors durchzensieren lassen muss.)

25 Kommentare (RSS-Feed)

Alexander Roslin
10.11.2013 14:22
Kommentarlink

@ Hadmut

*Was bin ich froh, dass es inzwischen Digitalkameras und Digitaldrucker gibt und man sich seine Arbeiten nicht von Fotolabors durchzensieren lassen muss.*

Du fotografierst Frauen?

Nackt?!

Hadmut!!

Nach diesem öffentlichen Bekenntnis weiß die kommende Sittenpolizei, bei wem sich eine Durchsuchung lohnt.


Das ist keine Zensur, das ist Hausrecht, also sowas wie Du hier machst. Zensur wäre es, wenn es der Staat per Gesetz zu verbieten gedenkt. Die Grauzone des Verbietens per Mobbing hat noch keinen Namen.

Carsten

http://ruthe.de/cartoons/strip_0533.jpg


Hadmut
10.11.2013 15:02
Kommentarlink

> Das ist keine Zensur, das ist Hausrecht, also sowas wie Du hier machst.

Nein, ist es nicht. Denn ich bin eine Privatperson und kann machen, was ich will. Ich bin auch nicht Grundrechtsverpflichteter.

Volkshochschulen sind öffentlich-rechtlich und können nicht machen, was sie wollen. Sie können nicht nach Geschmack und Opportunität verfahren. Sie sind Grundrechtsverpflichtete und haben daher auch die Freiheit der Kunst zu respektieren.


R.
10.11.2013 16:09
Kommentarlink

Imho hätte sich die Künstlerin auf die schwarzen Balken einlassen sollen. Das wäe doch mal die richtige Message gewesen.

Ich hätte darauf bestanden, daß ich mich um die schwarzen Balken kümmer, und die dann als Gestaltungsfläche genutzt. Z.b. draufgeschrieben „Zensurmaßnahme aus Rücksichtnahme auf Herrn Hänisch, der durch diese Maßnahme ein vorbildhaftes Zeichen für die Integration von Muslimen setzt“. Und das auf persisch.


Herbert
10.11.2013 16:12
Kommentarlink

Ekelerregend, die Sache. Und die Juliane Witt will bezeichnenderweise nicht das eigentliche groteske Unrecht wiedergutmachen, nein, die “Gefühle der muslimischen Frauen”(sicher, dass es um DEREN Gefühle geht?) sind weiterhin wichtiger, sie will eine Abstellkammer finden, in der dann die Bilder aufgehängt werden können.


Volkshochschulen sind öffentlich-rechtlich und können nicht machen, was sie wollen. Sie können nicht nach Geschmack und Opportunität verfahren. Sie sind Grundrechtsverpflichtete und haben daher auch die Freiheit der Kunst zu respektieren.

Das ist pure Theorie. Wie willst Du das denn durchsetzen? Quotenregelung für Kunst in öffentlichen Gebäuden? Irgendjemand entscheidet halt, was hin- und was wegkommt.

Carsten

http://toonpool.com/user/463/files/frauenquote_929825.jpg


michael
10.11.2013 17:10
Kommentarlink

> Die Grauzone des Verbietens per Mobbing hat noch keinen Namen.

Political Correctness?


Herrmann
10.11.2013 17:14
Kommentarlink

Wo wird heute noch ein gewisses Stück von Voltaire über ein gewissen M. aufgeführt?


ein anderer Stefan
10.11.2013 17:36
Kommentarlink

Himmelherrgott, wer keine nackten Tatsachen sehen will, soll halt nicht hinschauen. Was machen die Leute denn mit der Werbung im öffentlichen Raum, die ja auch oft genug knapp bekleidete Damen zeigt? Werden da jetzt demnächst Papierburkas drübergehängt, die man dann, wenn man sich die Werbung ansehen will, hochheben kann? Damit auch alle Voyeure und solche, die es werden wollen, noch bedient werden?


Ursula
10.11.2013 18:50
Kommentarlink

Nur mal eine vorsichtige Frage: Wie kommen muslimische Frauen unangefochten durch den Tag, wenn sie an Zeitungsständen und Werbeplakaten vorbei müssen? Und wie haben sie das in den ganzen Jahrzehnten seit den späten 60ern geschafft? Oder sehen die meisten das womöglich selbst gar nicht so eng?

Und was machen wir, mal als Gedankenspiel, wenn wir in der Zukunft eine Einwanderergruppe bekommen, in deren Kultur Nacktheit normal, dagegen hochgeschlossene Kleidung ein Affront ist?

Gegen Rücksichtnahme spricht nichts, im Gegenteil, aber letztlich können wir es halt nicht jedem uneingeschränkt und gleichzeitig recht machen.


beeblebrox
10.11.2013 19:03
Kommentarlink

„Die Kollegen in der VHS waren verunsichert und wollten interkulturelle Sensibilität zeigen, Respekt gegenüber den Asylbewerbern“

Was bitte schön hat das Abhängen von Aktbildern mit “Respekt vor den Asylbewerbern” zu tun? Dies ist doch wieder mal ein charakteristisches Beispiel von völlig absurdem Verständnis von Toleranz und diesem Grün-Linken political correctness Getue!

Jemand sollte evtl mal diesem offenkundig völlig behämmerte stellvertrenden VHS Leiter mal die wesentlichen Merkmale westlicher Demokratien und deren Grund- und Freiheitsrechte sowie die damit verbundene künstlerische Freiheit erläutern! Dieser Spinner gehört auf der Stelle abgesetzt! Der hat doch den Schuss nicht gehört!

Neben der Vermittlung der deutschen Sprache ist die Vermittlung der hiesigen Kultur eine wesentliche Aufgabe der VHS!
Asylbewerbern, die aus autoritären muslimischen Staaten zu uns kommen “Respekt” zu erweisen indem man eben genau das autoritäre Verhalten der Sittenpolizei der Herkunfts-ländern kopiert – Jau! Das zeugt echt von großem Respekt! Da fühlen sich die Asylanten hier sicherlich ganz schnell wieder heimisch! Herzlichen Glückwunsch!

In jeder Stadt, an jeder Bushaltestelle, an jedem Zeitungskiosk sowie auf allen Werbewänden und Fernsehkanälen ist mehr aufreizende Nacktheit zu sehen als auf diesen harmlosen Aktbildern. Wollen wir diese jetzt auch verbieten bzw verhüllen – aus “Rücksicht” auf die Muslime?
Und was ist mit den Frauen die hierzulande freizügig – ja nach Jahreszeit auch mal leichter bekleidet – sich in der Öffentlichkeit bewegen? Sollen die in Zukunft alle Burka tragen?
Komm Schatz – lass uns campen – dein Zelt hast du ja schon dabei!
Was ist mit den Akt-Gemälden in unseren Museen und anderen öffentlichen Einrichtungen?
Sollten wir die nicht auch sofort entfernen – aus “Respekt” vor unseren muslimischen Mitbürgern?

Jemand sollte mal diesem werten Herrn Hänisch den Unterschied zwischen Toleranz bzw. Respekt und grenzdebiler Blödheit erklären, sofern bei dem Type da noch irgendwo ein Lichtlein im Oberstübchen brennt.

An der Stelle der Künstlerin hätte ich ohne weitere Diskussion oder Kommentare alle Bilder sofort zurückgeordert. Dies wäre die einzig richtige Antwort auf diesen als “Respekt” verklausuliertem vorauseilendem Gehorsam dieses stellvertretenden VHS Leiters, der jedem stalinistischem Kaderoffizier zur Ehre gereicht hätte.


Abelina
10.11.2013 19:46
Kommentarlink

Leider wird auch Pornographie viel zensiert. Pornographie ist auch Kunst. Meistens mit dem Vorwand “schützt unsere armen Kinder”.

In der Schweiz ist beispielsweise das Konsumieren von Filmen mit Natursekt-Handlungen verboten. Paradoxerweise dürfen Natursekt-Spiele im Bordell angeboten werden.


The Hoff from Hof
10.11.2013 20:08
Kommentarlink

@Carsten: Du verstehst den Zensur-Begriff sehr eng und beschränkst ihn auf die Bedeutung, die ihm das Grundgesetz gibt. Kann man machen, muss man aber nicht. Zwingend ist dieses Begriffsverständnis nämlich nicht.


qed
10.11.2013 20:51
Kommentarlink

https://www.danisch.de/blog/2013/11/10/zensur/

Muahaha! Die “Künstlerin”- sowieso aus Berlin! Dazu muß man wissen, daß heutzutage sog. “Künstler_Innen” keinerlei Chance auf Veröffentlichung haben, wenn sie nicht mitheulen im Chor der linken Kulturbolschewiken und das können wir deshalb getrost bei ‘Susanne the Dude’ annehmen. Sie wäre sonst wohl kaum in den Hallen einer rotroten ‘Volx’hochschule aufgetaucht: Die Bildlein sind grottenschlecht, halt Mainstream- Geschmier sozusagen und deshalb dem Betrachter aufgedrängt so wie die ‘Werke’ der Heroen des nationalen Sozialismus anno dunnemal.
Hätten diese Strichmädchinnen, offenbar der Pennälerhand einer Verklemmtin aus den 50ern entsprungen, das Mißfallen feinnerviger männlicher Kunstsinniger erregt, wäre ein sofortiger #- Aufschrei die Folge gewesen.

Aber nun kam der Knockout aus einer ganz unvermuteten Richtung, dem eigenen Gesinnungssumpf nämlich: die progressiven Islamafterkriecher und Westkulturfeindlichen haben anscheinend über die Nur- Mösenkriecher gesiegt. Wenn das die Führerin wüßte!
Aber der neue Reichskulturminister Ender Cetin hat nun mal eine Fatwa erlassen.

Wie sich die Bilder gleichen!

http://www.politplatschquatsch.com/2013/11/die-ruckkehr-der-entarteten-kunst.html

Wir dürfen indes sicher sein: weder die grunzdämliche Susanne noch sonst einer unserer ‘Kulturschaffenden’ hat auch nur eine Spur begriffen.
Diesen Kreaturen empfehle ich nicht die Lektüre der Kommentare bei PPQ incl. der gesetzten links, sondern schlicht den Suizid aus purem Unnütz- jedem Steuerzahler wäre damit geholfen.


beeblebrox
10.11.2013 20:52
Kommentarlink

“Leider wird auch Pornographie viel zensiert. Pornographie ist auch Kunst. Meistens mit dem Vorwand schützt unsere armen Kinder.”

Für mich gibt es einen Unterschied zwischen gewöhnlicher Pornographie und Kunst – auch wenn bekannte altgriechische Darstellungen nichts an Deutlichkeit vermissen lassen. Ich denke auch, dass die hiesigen FSK 18 Regelungen durchaus ihre Berechtigung haben. Wenngleich ich die inzwischen schon übliche Toleranz bzgl Gewaltdarstellungen und z.T. deren Verherrlichung noch für problematischer halte. Angesichts dessen, was heutigen Kinder und Jugendlichen inzwischen mehr oder weniger frei zugänglich ist, darf man sich über deren zunehmenden Verrohung nicht wundern. Auch muss nicht alles, was in irgendwelchen Bordellen angeboten wird, der Öffentlichkeit in Bild und Ton dargeboten werden. Wer sich für spezielle Praktiken interessiert, kann bestimmt auch in der Schweiz seine Bedürfnisse befriedigen oder fährt ins Nachbarland.

Aber das ist alles nicht das Thema sondern die unter dem Mantel von “Respekt” und Toleranz verübte Selbstzensur – wobei der o.g. Vorgang sicherlich kein Einzelfall im “politisch korrektem” Deutschland sein dürfte.

Aktmalerei gehört nun mal seit der Renaissance und somit seit über 300 Jahren! zu den wichtigsten Ausdrucksformen westlicher Künstler. Kaum eine Galerie, Ausstellung Museum und selbst in Kirchen in der sich nicht entsprechende Werke finden. Wer dies für problematisch hält, der hat ganz einfach ein grundsätzliches Problem mit unserer westlichen Kultur!

Wer – wie der stellvertretende VHS Leiter Hänisch – unter “Respekt” offenbar die Leugnung der eigenen Kultur versteht, der verwechselt Toleranz mit ausgesprochener Dummheit.
Oder um es mit dem verstorbenen Liedermacher Robert Long zu sagen:
Ab morgen sind wir alle tolerant und geben jedem Arsch die Hand.


Heinz
10.11.2013 21:16
Kommentarlink

“Toleranz bzw. Respekt”

Wichtig ist auch der, viel zu kurz kommende, Unterschied zwischen Respekt und Toleranz.
Tolerant ist man gegenüber anderen Menschen/Kulturen etc., Respekt muss man sich verdienen.


Anna R
10.11.2013 21:39
Kommentarlink

Jeder Asylbewerber hat sich informiert wo er “flieht”. Daher kommt er ja nach Deutschland. Ist ja kein Zufall.

Man darf also davon ausgehen dass für Ihn unsere Kultur ok war, er damit klar kommt im Alltag und er sich an unsere gesellschaftlichen Spielregeln anpasst.

Es ist ja nicht so das es nicht genügend coole muslimische Länder gibt, in denen man “fliehen” könnte wenn es einem ach so schlecht geht, das man hier sich diesen Luxus der Befindlichkeiten leisten will oder eben nicht.

So langsam muss man als deutscher sagen: Was Merkel macht ist gut. Was die CDU macht ist gut. Was deutsche Staatsresson ist ist gut und das ultramuslimische Staaten unsere Feinde sind und wir sie vernichten müssen, weil sie uns vernichten wollen… ist die pure Wahrheit.

Nunja… wer früher nicht links war… und es heute noch ist… heißt ja ein altes Sprichwort.


Thomas M.
10.11.2013 23:20
Kommentarlink

Deshalb haben ja die Feminstinnen die Muslime so gerne: So wie bei den Muslimen alles pariert und den Schwanz einzieht, sobald auch nur das R- oder I-Wort fällt, hätten das die Feministinnen auch gerne, wenn sie eben “Sexismus” rufen oder #aufschrei twittern. Beides ist undemokratisch und ignoriert den Willen der Mehrheiten in diesem Land.


Alexander Roslin
11.11.2013 8:58
Kommentarlink

Wenn Bilder abgehängt werden, die moslemische Gefühle verletzen könnten von einem linken “Progressiven”, hat das alles einen guten, progressiven, links”demokratischen” Sinn:

https://www.danisch.de/blog/2013/11/06/das-zdf-und-der-krieg-der-verfassungsrichterin-gegen-den-weisen-mann/#comment-32844

Auch die Bemühungen, das St.-Martins-Fest abzuschaffen, haben einen guten, progressiven, links”demokratischen” Sinn – Kampf der hegemonialen Ordnung der weißen, heterosexuellen Männer durch die “Koalition der Minderheiten”. Moslems gehören zu “uns”, Christen nicht – feine Unterschiede.

http://www.rp-online.de/nrw/2.159957/auch-muslime-wollen-sankt-martin-behalten-aid-1.3795807

http://www.bild.de/news/inland/kindergaerten/kita-schafft-st-martin-ab-33267130.bild.html

Auf moslemische Gefühle Rücksicht nehmen, auf christliche nicht – beides gleichzeitig von gleichermaßen Linken?

Das erscheint nur auf den ersten Blick widersinnig.


Andy
11.11.2013 10:58
Kommentarlink

Bin etwas überrascht über das Ausmaß der radikal-antimuslimischen Kommentare hier. Auf Bild Online war es zu erwarten, aber die Leser hier hab ich für reflektionsfähiger gehalten. Ihr habt schon mitbekommen das sich kein ach so böser Moslem beschwert hat, oder? Der Skandal hier ist der (leider sehr deutsche) vorauseilende Gehorsam des Entscheidungsträgers.


michael
11.11.2013 11:51
Kommentarlink

In den Kitas geht es nicht darum, Moslems gegenüber Christen zu benachteiligen – es geht allgemein darum, den religiösen Hintergrund von populären Festen zu verdrängen. Deswegen auch der Schwenk hin zu Halloween bei anderen Kitas.

Es geht also allgemein gegen Religion – weswegen auch der Zentralrat der Moslems nicht dafür ist.


yasar
11.11.2013 12:53
Kommentarlink

Ich finde es interessant, daß die Leute meinen, Nacktbilder muslimische Gefühle verletzen würden. Dem wage ich zu widersprechen.

Aus muslime schauen gerne Nackedeis an. Allerdings geben das nicht viele freimütig zu. Und sie haben einen drehbaren Kopf. Wenn es sie stört, können die in eine andere rcihtung schauen, wenn sie dran vorbeigehen.

Ich denke eher der VHS-Mensch hat in den Muslimen eine willkomme Ausrede gefunden, die Bilder zu verbannen.


@The Hoff from Hof
Stimmt, Dein Einwand ist richtig. Der etablierte Zensurbegriff sieht immer den Staat als Zensor. Einige möchten das sogar auf die Vorzenzur beschränkt sehen, um Nachzensur von der Gesetzeslage auszunehmen.

Zensur geht immer von Bevölkerungsgruppen aus, die anderen das Maul verbieten wollen und dazu die Staatsmacht benutzen, sie mißbrauchen. Dafür braucht man ein neues Wort, oder man belegt mit Zensur alle Tabus, Korrektheiten und so weiter.

Carsten

“Ob ich eigentlich Anarchist sei, werde ich immer wieder mit einem Unterton von gruselnder Neugierde gefragt. Was ich in diesen Kolumnen da so schreibe, töne ja echt anarchistisch. Und Anarchisten seien doch böse Bombenleger. Ich beruhige dann jeweils und sage, dass ich zwar Anarchist sei, dies aber mit Bombenlegen nichts zu tun habe. Es mag ja sein, dass es im 19. Jahrhundert einige Bombenattentate verzweifelter Anarchisten gab, doch war dies völlig atypisch. Viel typischer war und ist Bombenlegen für staatliche Aggression, wenn man an die gigantischen Bombenteppiche denkt, die staatliche Streitkräfte im 20. Jahrhundert gelegt haben.”
David Dürr


null815
13.11.2013 13:23
Kommentarlink

beeblebrox schrieb:
“Neben der Vermittlung der deutschen Sprache ist die Vermittlung der hiesigen Kultur eine wesentliche Aufgabe der VHS!”

100 Prozent Zustimmung. Kann mich deiner Meinung im Post vollumfänglich anschliessen. Ich finde es auch widerwärtig das wir uns als Gastgeber deren Kultur anpassen sollen. Das ganze Gehabe geht mir viel zu weit.

Das wäre genauso dusselig als wenn ich als Hausbesitzer Gäste bekomme, aber die Gäste die Regeln aufstellen können was sie in meinem Haus tun und lassen dürfen…


quarc
15.11.2013 22:08
Kommentarlink

Furchtbar. Wer als Muslim solche Deppen wie bei der dortigen VHS auf seiner Seite hat, braucht keine antiislamischen Hetzer mehr. Wie auch schon bei der Absetzung jener Opernaufführung in Berlin oder der grenzdebilen Idee, das Martinsfest in “Sonne, Mond und Sterne” umzubenennen, zeigt sich wieder mal die übliche Abfolge:

(1) Irgendjemand mit Hirnerweichung entdeckt seine vermeintliche interkulturelle Kompetenz und meint, Muslime vor irgendetwas behüten zu müssen, die er offenbar für HB-Männchen hält, denen man andauernd “Halt! Wer wird denn gleich in die Luft gehen?” zurufen muss.

(2) das breite Publikum (das oft bereits an längeren Wörten scheitert, sofern diese nicht per Bindestrich getrennt sind) empört sich, weil es meint, die Muslime wollten “uns” diese Sache verbieten. Es folgen die üblichen Panikattacken (Burka, Untergang des Abendlandes etc.).

(3) Muslime hatten die betreffende Sache gar nicht besonders beachtet, und sich daran auch nicht gestört. Das interessiert aber sowieso keinen mehr.

(4) Prominente Muslime sehen sich genötigt, noch einmal klarzustellen, dass man sich an der Sache gar nicht störe.

(5) der Initialidiot jammert, er habe es doch nur gut meint, es sei alles ein Missverständnis.

(6) die Wogen glätten sich, aber beim breiten Publikum (das ohnedies eher hart am Rand der Demenz segelt und deshalb (3)-(5) gar nicht mehr wahrgenommen hat) bleibt das unbestimmte Gefühl zurück, die Muslime wollten “uns” irgendwas verbieten.

Ich glaube, in diesem Land ist “Peak Brain” schon längst vorbei.