Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Von wegen, alles wird immer teurer…

Hadmut
3.6.2011 18:23

Ich war gerade bei LIDL. Unglaublich, wie billig man gerade Gurken und Tomaten kriegt…

12 Kommentare (RSS-Feed)

Das ist ein sogenanntes Koppelgeschäft. Sind die nicht verboten?

Carsten

there is no free lunch


Hadmut
3.6.2011 20:00
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Wieso denn das? Man bekommt die auch separat.


BlueLion
3.6.2011 20:32
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Na dann,
guten Appetit …


Stefan W.
3.6.2011 23:39
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Wahrscheinlich ist kaum ein Lebensmittel z.Zt. so gut kontrolliert wie Gurken. 🙂

Schade, dass Gurken so wenig Spaß auf dem Teller machen. 🙂

Naja- flüchten wir uns in Tomaten.


Die Koppelung von Gurken oder Tomaten an EHEC war gemeint, nicht die von Gurken und Tomaten. Das ist ja der Grund, warum man die so billig kriegt.

Carsten

“Ein Paragraph ist ein Ding mit zwei Haken. Es kommt nur darauf an, das Loch zu finden.”
unbekannter Dichter


mkind
4.6.2011 10:02
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unglaublich wie billig man da FLEISCH kriegt! das sind preise, die einfach gruselig sind.


klonderer
4.6.2011 11:37
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ja…
und deshalb gibts bei mir heute lecker gurkensuppe mit reis


yasar
4.6.2011 15:41
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Ein Gurke kleinschneiden in ein Kilo Naturjoghurt, ein bischen Salz dazu und schon hat man ein lecker essen für solche heißen Tage wie heute. Wahlweise kann man das auch mit Knoblauch verfeinern. 🙂


mike geary
4.6.2011 21:20
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Hehe 🙂 Naja das hat wohl andere Ursachen im moment . Aber bei mir gibt es heut auch gutkensalat .

@mkind – Im Vergleich zu Gemüse und Obst ist Schweinefleisch wirklich unglaublich billig . Alles nur auf Grund der tollen Schlachtbedingungen 😉


gebhard
5.6.2011 14:23
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Habe diese Seite gefunden, weil ich mich gerade mit EHEC und Co. beschäftige und bin vorher auf einen Danisch-beitrag zum Sachverhalt Korreletion und Kausalität aus 2010 gestoßen, den ich nur unterschreiben kann.
Zu EHEC habe ich aus den mir vorliegenden Informationen eine Meinung verfasst:
EHEC

Die Warnung des RKI und auch des BFR vor dem Verzehr von rohem Gemüse, namentlich Salat, Gurken und Tomaten in Norddeutschland (Anlage) hat zu einem verheerenden und existenzbedrohenden Einbruch des Absatzes von Gemüse geführt. Die Ernte musste im Norden eingestellt werden.
Die Warnung beruht auf statistischen Erhebungen, die mittels Befragung durchgeführt wurden.
Im Ergebnis wurde eine Korrelation zwischen dem so ermittelten häufigeren Verzehr bestimmter Lebensmittel (Allerweltsgemüse Tomaten, Gurken, Salat) und der Häufigkeit des EHEC-Auftretens abgeleitet.
Dieses war für das RKI der Anlass, im Verbraucherinteresse, wie betont wurde, die Warnung vor diesem Gemüse wegen der statistisch signifikanten Korrelation auszusprechen.
Dieses ist wissenschaftlich falsch und widerspricht absolut der statistischen Methodik, wie statistisch aufbereitete Daten zu interpretieren sind.
Es gilt der Grundsatz, dass eine Korrelation nicht gleichzeitig eine Kausalität bedeutet.
Sondern es ist im Gegenteil erforderlich, unabhängig von der gefundenen Korrelation gesondert festzustellen, ob zwischen den betrachteten Sachverhalten eine Kausalität besteht. Erst danach ist eine seriöse Interpretation der Daten möglich. In dem Fall der Verzehrswarnung wurde dagegen die Korrelation als Beweis für die Kausalität ausgegeben. Ein schwerer Fehler, der Wissenschaftlern mit Rang nicht passieren darf.
Politischer Druck spielt dabei offenbar eine Rolle.
Wenn diese Warnung im Verbraucherinteresse ernst gemeint sein würde, hätte mit besonderem Nachdruck vor dem Verzehr von Bio-Gemüse gewarnt werden müssen. Da im Biolandbau die Anwendung von mineralischem N-Dünger untersagt ist, kann die Düngung nur durch „Naturdünger“ d.h. Mist, Jauche usw. erfolgen. Dieses erfolgt in hohem Maße im Gemüsebau auch tatsächlich, im Gegensatz zum konventionellen Anbau. Die Wahrscheinlichkeit, dass Fäkalkeime auf Biogemüse kommen, ist um den Faktor von mehreren Hundert größer (Kausalität!) als im konventionellen Anbau Dort werden z.B. Gurken und Tomaten vorwiegend im Gewächshaus und ausschließlich auf mineralischem Substrat angebaut und mineralisch gedüngt. Auch unter diesem Verhalten des RKI und des BFR ist politischer Druck zu vermuten.
Dadurch wurde die Suche nach der Quelle der Infektion von Anfang an in die falsche Richtung gelenkt. Die Anzahl der amtlich gezogenen Proben, die in den einzelnen Kategorien gezogen wurde, belegen das.
Dass es keine Kausalität zwischen dem Gemüse und den aktuellen Infektionen gibt, wird im Gegenteil durch folgende Tatsachen erhärtet:
Die EHEC-Erreger stammen gewöhnlich aus der Tierhaltung und müssten über die Düngung oder Bewässerung auf das Gemüse gelangt sein. Experten haben jedoch absolut Zweifel, dass der spezielle und gefährliche Erregertyp auf Grund seiner genetischen Merkmale überhaupt mit Tierhaltung im Zusammenhang steht (Sitzung des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz am Mittwoch, 1. Juni 2011)
D.h.., wenn er nicht aus der Tierhaltung kommt, dann kann er schon gar nicht bei den Produzenten auf das Gemüse gekommen sein (auch nicht auf Bio-Gmüse).

Gegen die Kausalität, dass Gemüse die Quelle ist, spricht weiterhin, dass die Erkrankten in diesem Falle überwiegend Frauen zwischen 30 und 40 sind, und nicht kleine Kinder wie sonst üblich. Wenn in einer Familie alle das gleiche Gemüse essen, aber nur die Mutter die Mitte 30 ist, krank geworden ist, (Gesundheitssendung im Fernsehen) und nicht die kleinen Kinder, muss man nach allem möglich suchen und es kann nicht das Essen zu Hause gewesen sein.

Auf der Sitzung des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz am Mittwoch, 1. Juni 2011 wurde auch der Fall einer schwedischen Reisegruppe erwähnt. Von einer Gruppe von 30 Personen, die in Deutschland zum Golfspielen war, sind nach der Rückkehr nach Schweden 10 schwer erkrankt, davon 5 mit dem HUS-Syndrom.
Die Untersuchungen der deutschen Behörden beschränkten sich auf die Untersuchung der Küche des Golfhotels und auf die Feststellung der Lieferanten für das Gemüse. Natürlich wurde nichts gefunden. Nach allem, was oben gesagt wurde, suchte man auch hier an der falschen Stelle.
Hier wäre die einmalige Chance gewesen, mit kriminalistischen Mitteln (Bewegungsprofile, wer hat wo wann was gemacht) die Infektionsquelle zu identifizieren. Die Personen werden nicht nur Golf gespielt und sich nicht nur im Golf-Hotel aufgehalten haben.

Die Abläufe in Hamburg und Lübeck werfen ebenfalls Fragen auf. (Anlage Lübeck). Die Hamburger Großveranstaltung wird ausgeschlossen, weil der Zusammengang unwahrscheinlich sei. Andere Zusammenhänge, (siehe oben) die noch weniger wahrscheinlich sind, werden jedoch als Ursache veröffentlicht.

Insgesamt ist der Ablauf der Ermittlungen dilettantisch und die Auswirkungen der öffentlichen Kommunikation sind verheerend für die Wirtschaft.
Angesichts der oben angeführten Tatsachen (Fehler, Versäumnisse, Fehlinformationen) sollten die entsprechenden Stellen verklagt werden.


boejgaewd
6.6.2011 4:02
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@gebhard: wenn sie bei ihrem geschwurbel nur bei der wirtschaft rauskommen, hat ihnen das hochtrabende geschwalle leider nichts gebracht. es geht doch nicht um menschen oder vermeidbare panikmache – dass da jetzt ein paar bauern aus politischen und wirtschaftlichen zielen vor die wand gefahren werden überrascht sie? ich bitte sie…


Stefan W.
8.6.2011 4:31
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Frauen 30-40? Wellness im Schlammbad? Gurkenmasken (also doch!). 🙂

Ich meine aber, dass von Beweisen nicht die Rede war. Angesichts der Folgen (Tod und Verderben) begnügte man sich aber wohl damit, von verschiedenen, schlechten Erklärungen die heranzuziehen, die unter den schlechten die besten waren.

Ich finde es insgesamt auch unbefriedigend, aber stecke nicht in der Materie, um das wirklich beurteilen zu können.