Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Und wieder der Ring of Fire…

Hadmut
11.3.2011 12:49

Heute morgen gab es ein schweres Erdbeben mit Tsunami in Japan. Und schon wieder am Ring of Fire. Und das in so verblüffend kurzen zeitlichen Abständen. (Insofern überrascht es mich immer wieder, daß die Länder am Ring of Fire sich nicht besser vorbereitet haben.) Ich würde es deshalb für hochwahrscheinlich halten, daß in den nächsten Jahren, vielleicht schon in nächster Zeit, ein großes Erdbeben an der Westküste der USA fällig ist (womit man ja schon lange rechnet).


6 Kommentare (RSS-Feed)

mika
11.3.2011 19:33
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Na ja, Japan ist eigentlich ziemlich gut auf Erdbeben und Tsunamis vorbereitet… aber gegen manche Katastrophen gibt es halt kein Schutz…
Beispiele der Vorbereitung: Erdbebensicheres Bauen, Schulung zum Verhalten bei Erdbeben, Tsunami (und Erdbeben)-Frühwarnsystem…
Ich würde sagen der durschnittliche Schutz vor solchen Katastrophen ist in Japan weitaus besser als in (manchen) anderen Erdbebengefährdeten Gebieten.
mfg: Mika


Hadmut
11.3.2011 20:21
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Also wenn ich mir in den Nachrichten anschaue, wie sie gerade mit der Kühlung des Kraftwerkes herumkrebsen, halte ich das nicht für gut vorbereitet.

Und die Frage wäre halt, ob die anderen Länder am Ring of Fire sich vorbereiten. Denn das letzte Beben war das sicher nicht.


Chris
12.3.2011 11:56
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Bei “nicht gut vorbereitet” kommt immer die Überzeugung zum Ausdruck, dass man / die Technik / die Menschheit, sich auf alle möglichen Gefahren ausreichend vorbereiten kann.
Ich denke das Erdbeben zeigt (erneut), dass dies eben nicht möglich ist. Ein Fernseh-Experte hat es salopp, aber m.E. zutreffend ausgedrückt:
“Die Natur kann immer einen draufsetzen.”

Und geschehen ist es in einem der am stärksten von Erdbeben gefährdeten Gebieten der Erde. Dass es jetzt womöglich zu einem Super-GAU kommt, kann in meinen Augen nur 2 Folgerungen zulassen :
1. Die technischen Mittel reichen nicht aus, um sich vor allen Gefahren schützen zu können. Denn sonst hätte man sie ja gerade in Japan, wo die Gefahr allgegenwärtig ist, angewendet ?
oder
2. Es gäbe/gibt die Mittel, um sich zu schützen, aber sie wurden aus anderen (vlt. organisatorischen, finanziellen, Unvorsicht?) Gründen nicht eingesetzt.

Betrachtet man die verheerenden Folgen, die ein Super-GAU haben kann, ist es unter diesen Umständen eigentlich unverantwortlich, die Atomkraft in der bisherigen Weise weiter einzusetzen.

Ich hoffe wir, und vor allem die Japaner, kommen (nochmal) mit einem blauen Auge davon.


Hadmut
12.3.2011 12:14
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Ich habe das mit dem „nicht gut vorbereitet” nicht speziell bzw. nicht nur auf Japan bezogen, sondern auf die Gesamtheit der Länder rings um den Ring of Fire.

Japan scheint noch mit am weitesten vorbereitet zu sein, aber ob es „gut” war ist eine andere Frage.

Ich hatte mit der Formulierung eigentlich vor allem die ärmeren Länder und die USA im Auge. Die USA haben gerade das (finanzielle) Problem, daß sich in Kalifornien manche Gemeinden keine eigene Polizei und Feuerwehr mehr leisten können. Und (allerdings außerhalb der Erdbebenzone) im Bundesstaat Washington gibt es riesige unterirdische (und jetzt schon leckende) Tanks mit flüssigem Atommüll. Wenn die platzen und ins Grundwasser laufen, ist die westliche Hälfte der USA verstrahlt.


Mr Ed
16.3.2011 22:23
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Meinst du mit dem ein Washington das hier?
http://en.wikipedia.org/wiki/Hanford_Site


Hadmut
16.3.2011 23:56
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Weiß ich nicht genau, könnte sein. Ich habe darüber mal vor mehreren Jahren in Dresden einen wirklich mörderisch spannenden und außergewöhnlich guten Bericht im Radio gehört. War aber im Auto unterwegs und konnte deshalb nichts notieren.