Ansichten eines Informatikers

Die „IT-Referentin“ der Stadt München

Hadmut
21.6.2022 1:50

Über Korruption, Deutschland, Digitalisierung und was man hier so unter IT versteht.

Ein Leser schickte mir heute das:

Und tatsächlich: Die Grünen schlagen sie als die „ideale Kandidatin für die Digitalisierung und die Schaffung einer modernen IT-Infrastruktur in München“ vor. Die Süddeutsche schreibt es auch gleich.

Ich habe keine Ahnung, ob die überhaupt je irgendwas in IT gearbeitet hat. Laut Lebenslauf hat sie „Wirtschaftsinformatik“ studiert, was ein Fach ist, über das Informatiker schon immer gelacht haben. Ich habe da schon einige erlebt, das war mehr so ein „PC-Einschalten light“ und wie man sich die Fingernägel nicht an der Tastatur bricht. Wir mir sogar Professoren erzählten, hat man das mal erfunden, damit sich solche Professoren und Absolventen „Informatiker“ nennen können, die ein Informatikstudium nicht schaffen würden. Und „in Digitalunternehmen gearbeitet“ zu haben kann auch Empfangsdame, Kaffeekochen, PR-Tante oder Frauenbeauftragte gewesen sein. Oder „Sprecherin“ – sie war „Sprecherin“ von Adblock Plus. Keine Ahnung, was die da zu sprechen hat, dass sie eine eigene Sprecherin brauchten, und ob sie da mehr als zweimal im Monat was gesprochen hat. Aber eine IT-Qualifikation ist „Sprecherin“ erst mal nicht.

Promoviert hat sie – in Gender Studies.

Anscheinend ist das wohl ihre Dissertation: Frauen in Unternehmensberatungen: Eine empirische Studie zu geschlechtsspezifischen Anforderungen und Strategien

Auf der Basis ihrer Gespräche mit 21 Partnerinnen und Prinzipalinnen der zehn größten Management-Beratungen analysiert Laura Sophie Dornheim, welche Rolle das Geschlecht in der Karriere von Unternehmensberaterinnen spielt. Geschlecht wird dabei aus einer konstruktivistischen Perspektive betrachtet, von besonderem Interesse ist daher das „Doing Gender“ der Beraterinnen und welche Rolle die Beratungsunternehmen und das Umfeld dabei spielen. Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass das Geschlecht von Beraterinnen alles andere als irrelevant ist, sondern dass im Gegenteil Geschlecht in dieser Branche einen kulturellen und strukturierenden Stellenwert hat, der deutlich stärker ist als im gesellschaftlichen Alltag.

Typischer Gender-Dünnschiss und genau so eine Durchwink-Promotion, für den die Gender-Professorin Baer als Verfassungsrichterin im Bundesverfassungsgericht sabotiert hat, dass es Promotionsanforderungen statt völliger Willkür geben könnte.

Aber offenbar genau das, was die Grünen für eine „ideale Kandidatin“ für „Digitalisierung“ halten.

Oh, ich habe die mal kennen gelernt.

Ich war 2012 mal in München kurzzeitig den Piraten beigetreten, weil sich damals eine Menge schlauer und intelligenter Profis aller Bereiche für die Piraten interessiert hatten. Dornheim war damals die Rädelsführerin dieser Feministinnentruppe, die alles, was nur irgendwie Verstand hatte, mit „Sexistische Kackscheiße!“-Rufe in die Flucht schlugen und die Piraten systematisch von innen heraus zerstörten. Hatte damals einen Blog-Artikel dazu. Die haben alles frontal angegriffen und niedergebrüllt, was sich ihnen auch nur irgendwie in den Weg stellte, selbst in mein Blog hatte man mir über Kommentare noch nachgestellt.

Ich war damals einer der wenigen in Deutschland, die sich mit Vorratsdatenspeicherung auskannten, weil ich es ein Jahr lang gemacht hatte, und die Leute von der Flaschenpost (Piraten-interne Zeitung) hatten mich gefragt, ob ich da als Experte nicht mal einen Artikel schreiben könnte. Klar. Gerne. Kurz darauf haben sie aber ohne Gründe abgesagt. Ich habe dann hintenrum erfahren, dass in der Redaktion der Flaschenpost neben den offiziellen Redakteuren, die für alle Piraten auf einer Webseite beschrieben war, heimlich und für die Parteiallgemeinheit unbekannt noch so eine Gender-Eminenz saß, eine Frau, von der nur ein Profilbild und ein Nickname bekannt waren und die nur elektronisch, nicht persönlich auftauchte, und die ihnen verboten hatte, dass ich in der Flaschenpost auftauchen dürfe – weil ich mich feminismuskritisch geäußert habe. Ich fand das damals ungeheuerlich, hatte es aber nur für das Versprechen erfahren, es nicht zu sagen, um meine Quelle nicht zu kompromittieren (ist längst ausgetreten und nicht mehr zu kompromittieren), weil das keiner erfahren dürfe, dass die da das Sagen hat, und wenn ich das wüsste, sofort jedem klar sei, dass er mir das gesagt habe. Die ganze Piraterei war gegenüber ihren Mitgliedern und der Öffentlichkeit ein Schwindel, eine Fassade, in der längst Linksextreme und Antifa die volle Kontrolle übernommen hatten. Ich habe denselben Effekt später noch einmal bemerkt. Es gab eine parteiinterne Mailingliste zur allgemeinen Diskussion, auf die jeder, der Mitglied war, und auch viele andere, posten konnte, was sie wollten. Meine Mails tauchten aber wundersamer Weise nie auf der Liste auf. Als ich dem mal nachging und den Fehler suchte, stellte ich fest, dass die da schon korrekt eingeliefert wurden, aber – wiederum anders, als man den Piraten erzählte – heimlich doch eine Moderation der Liste stattfand, und die einfach alles sperrte, was von mir kam. Es war aber nie herauszufinden, wer da moderierte, das wurde sowohl bezüglich der Personen, als auch bezüglich es Vorganges als solchem, streng geheim gehalten.

Die Piraten waren damals ein einziger linksextremer Schwindel, so verlogen, dass sie sogar die eigenen Mitglieder anlogen und ihnen falsche Redaktionen und so weiter vorgaukelten. Das ganze Ding eng verbandelt mit Feminismus und Gender (Herren- und Damentoiletten durfte es schon damals in den Räumen nicht mehr geben), und darin wiederum Laura Dornheim als zentrale Person. Und die saß dann beim Lanz in der Talkshow als die Musterpiratin.

Ich hatte damals schon die Vermutung, dass die Piraten systematisch von den Grünen unterwandert und zerstört wurden, weil man eine Konkurrenz ausschalten wollte, und zu viele Leute da entweder von den Grünen kamen oder sich zu grün äußerten.

Und da passte es überhaupt nicht rein, dass die Piraten so feministisch oder genderistisch auftraten, weil die Piraten eigentlich eine sehr sachliche, rationale, IT-orientierte Partei waren, manche sagten, eine Informatiker-Partei, und da so ein Feminismus- und Gender-Schwachsinn übehraupt nicht reinpasste. Das waren auch nicht die Leute dafür. Und die konnten den Grünen damals gefährlich werden, weil die ja – manche werden sich erinnern – plötzlich steil in allen Parlamenten auftauchten und in kurzer Zeit gleich viel oder irgendwo sogar mehr Stimmen als die Grünen nach zwanzig Jahren bekamen. Das war damals förmlich zu spüren, wie die Piraten manchen nicht passten, von der Presse erst öffentlich, aber kurz und erfolglos als „rechtsradikal“ hingestellt wurden, was sie einfach nicht waren, und dann sofort unterwandert, übernommen und von innen heraus zerstört wurden und man alles in die Flucht schlug, was nicht strikt feministisch/gender/Antifa war. Ich war dann nach meinem Umzug nach Berlin mal auf Veranstaltungen in Berlin und habe den Laden nicht mehr wiedererkannt. Linksextrem wie die RAF, völlig auf den blanken Wahnsinn umgebügelt. Wenige Monate zuvor, in München noch eine Versammlung richtig guter, intelligenter, fähiger, rationaler, ideologieresistenter Leute, und da nur noch Idioten der weit links außen durchgeknallten Sorte. Die blanke Klapsmühle. Sie wollten damals per „Hausrecht“ erzwingen, dass sich jeder, der die Konferenzräume betritt, verpflichtet, der vorgegebenen Gender-Meinung zu sein und Kritik zu unterlassen. Völlig durchgeknallt.

Das war noch die Zeit, als Leute wie Christopher Lauer, oder der seltsame Typ mit der Brille, dessen Name mir nicht mehr einfällt und den sie mal selbst rausgeworfen hatten. Nicht zu vergessen den immer in orangenen Müllarbeiterhosen rumlaufenden und in allen Talkshows sitzenden schwulen Mörder mit der Sackkarre Gerwald Claus-Brunner.

Auffällig war damals, dass immer nur die Psychos und Linksextremen in der Öffentlichkeit standen, die Posten bekamen, in den Talkshows saßen. Die „normalen“ Piraten, die bei Verstand waren, wurden von den Piraten selbst, aber auch von den Medien vollständig ausgeblendet.

Viele sind dann wieder in andere Parteien eingesickert, Domscheidt-Berg ist über die Linke in den Bundestag gekommen. Marina Weisband ist bei den Grünen und gerade wieder in allen Talkshows. Da funktionieren die Seilschaften wunderbar, was Geld, Einfluss und Medienpräsenz angeht.

Laura Dornheim ist auch bei den Grünen und wollte und sollte eigentlich für die Grünen über den Wahlkreis oder die Liste in den Bundestag. Das hat aber nicht geklappt, denn den Wahlkreis hat Gesine Lötzsch von den Linken gewonnen, und wegen eine gewissen Blogs, das eine Diskussion um den Lebenslauf der Annalena Baerbock angezettelt hat, haben die Grünen Stimmen und damit Listenplätze verloren. Da war die Not wohl groß.

Und nachdem die großen Pläne mit dem Bundestag nicht funktioniert haben, versorgt man sie nun wohl mit einem Posten als IT-Referentin der Stadt München. So mit Gender und „Sexistische Kackscheiße!“ Damit ist man nach Ansicht der Grünen die „ideale Kandidatin“.

Was eine „IT-Referentin“ macht und können muss?

Weiß ich nicht. Ich habe deutlich über 30 Jahre Berufserfahrung als Informatiker, davon 24 Jahre in der Industrie. Eine so inhaltslose und zwecklose Stellenbezeichnung ist mir noch nicht untergekommen. Sowas hätte man vielleicht vor 20 oder 25 Jahren brauchen können, als die Leute noch nicht alle an den PC gewöhnt waren, die meisten noch nicht wussten, was das ist, und es noch kein Internet in der breiten Öffentlichkeit, den Firmen, den Behörden gab. Da hätte man vielleicht noch solche „Was ist denn das überhaupt“-Referenten gebraucht. Aber was das heute sein soll – keine Ahnung. Ich komme aber gleich noch dazu.

Stinkt nicht nur zehn Meilen gegen den Wind nach parteigeneriertem Versorgungsposten als Ersatz für den verbaerbockten Bundestagsplatz.

Sondern steht dann eben auch dafür, dass die Digitalisierung der Stadt München sich auf dem Niveau „Sexistische Kackscheiße!“ bewegen wird.

Eine zentrale Frage wäre, ob das überhaupt ein politisches Amt ist, und man da von einer Partei vorgeschlagen werden kann oder eine Partei ein Vorschlagsrecht hat und dann eine Wahl stattfindet, oder ob das nicht ein normales öffentliches Amt ist, das nach Art. 33 Abs. 2 GG zu besetzen ist, also mit Ausschreibung, Kriterientrias und Bestenauslese.

Zwar hatten die in München einen IT-Referenten, aber der geht aus undurchsichtigen Gründen unerwartet nach Stuttgart. Und da gab es ja richtig Krach um Open Source/Linux und Microsoft Windows.

Und die Aufgaben sind formal ja auch nicht klein, denn sie schreiben über sich:

Das IT-Referat verantwortet und gestaltet die gesamte IT der Stadt München. Wir stellen sicher, dass die IT-Versorgung dem heutigen und künftigen Bedarf der Stadt entspricht. Wir treiben die Digitalisierung der Stadt München voran und übernehmen eine Vorreiterrolle. Unser Wirken und unsere Leistungen machen die Stadt München zu einer digitalen Metropole, die Standards setzt und auf die die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stolz sind.

Wer könnte dafür besser geeignet sein, als eine, die in Gender Studies promoviert hat, als „Sprecherin“ tätig war, und von der ich bisher keine einzige echte IT-Tätigkeit entdeckt habe? Qualfikation weiblich – grün – gender als Kriterientrias?

Das ist natürlich dann einfach, wenn man das nach typischer Politikerinnen-Methode einfach an Unternehmensberatungen (die sie ja von ihrer Promotionsumfrage kennt) und Microsoft auslagert, und die das dann einfach machen lässt. Wenn da schon „Schaffung einer modernen IT-Infrastruktur“ steht. Dann ist es nicht Linux/Limux, weil sie das ja schon haben/hatten. Und dann heißt das auch, dass es ein externes Unternehmen machen soll, weil sie ja sonst jemanden mit knallharter Rechenzentrumserfahrung genommen hätten und nicht eine, die sich damit bewirbt, mit 14 HTML gelernt zu haben.

Genau sowas habe ich kürzlich noch in einem Unternehmen erlebt. Da wurden auch die Leitungsposten mit Frauen auf Wachsmalkreidenniveau besetzt, weil die einfach auch nicht mehr können mussten, als in Videokonferenzen nett zu schauen, während der ganze IT-Betrieb einfach an Microsoft ausgelagert wurde, alles in deren Office365-Cloud verschoben. Wusstet Ihr eigentlich, dass die Firmenleitung von Microsoft Deutschland auch total feministisch drauf ist? Verhandelt sich von Feministin zu Feministin auch gleich viel besser.

Wäre man zynisch, könnte man auf den Gedanken kommen, dass Microsoft und die Unternehmensberatungen alle so sehr für die Frauenquote trommeln, weil die Firmen umsomehr dazu bereit und darauf angewiesen sind, ihren IT-Kram in die Cloud und an Amazon auszulagern, je mehr Frauen vom Schlage Gender Studies und Quotenfrau in den Führungspositionen sitzen. Double win: Frau kriegt Posten und muss nicht viel dafür machen und können, und Microsoft macht fette Beute. Wenn da mal keine Schmiergelder fließen.

Aber das Gehalt wird sicherlich gut sein.

Und wen interessiert schon noch, was aus München oder der „Digitalisierung“ wird?