Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Frauen und Hormone

Hadmut
11.9.2018 23:53

Wieder mal einer für die Gender-Front und die Soziologistenmafia: [Update/Klarstellung Lesen!]

Eine Berliner Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie – die sich ausgerechnet als Gender-Medizinerin beschreibt – erklärt, warum Frauen öfters depressiv werden :

Depressionen zählen zu den größten Volkskrankheiten. Etwa vier Millionen Deutsche sind zurzeit davon betroffen. Frauen erkranken doppelt so oft wie Männer. Das sind grob gerechnet 2,6 Millionen Frauen und 1,3 Millionen Männer. Die meisten von ihnen erkranken aber nur vorübergehend. Deshalb kann man sagen, dass etwa jede fünfte Frau und jeder zehnte Mann irgendwann im Leben einmal unter Depressionen leidet. […]

Bei Frauen spielen auch die Hormone eine große Rolle. Immer, wenn sich die weiblichen Hormone stark verändern oder heftig schwanken, sind Frauen besonders gefährdet. Dazu gehören beispielsweise die Tage vor der Monatsblutung, Schwangerschaften, Wochenbett und Wechseljahre. Frauen haben in dieser Zeit ein 14-fach höheres Risiko als zu jedem anderen Zeitpunkt ihres Lebens, in dieser Zeit psychisch zu erkranken.

Warum haben die Hormone einen so großen Einfluss auf die Seele?

Das fragen mich meine Patientinnen auch oft. Sie wollen wissen, was ihre Eierstöcke mit dem Gehirn zu tun haben. Dann erkläre ich ihnen das Geheimnis der Botenstoffe. Die Botenstoffe im weiblichen Gehirn, die für ausgeglichene Stimmung, Konzentration und gute Laune sorgen, haben kleine Andockstellen für weibliche Geschlechtshormone. Diese müssen immer in einem bestimmten Verhältnis besetzt sein. Wenn das nicht der Fall ist, gerät das Gefüge der Botenstoffe aus dem Gleichgewicht. Die Kommunikation zwischen den Hirnregionen stimmt dann nicht mehr. Das wiederum kann alle möglichen psychischen Erkrankungen hervorrufen oder verschlimmern.

Und da behaupten die Gender-Tröten immer, es gäbe ja gar keine biologischen Unterschiede zwischen Männern und Frauen, alles nur ansozialisiert.

Wie kommt das?

Diese Diskrepanz habe ich in Berlin schon wiederholt beobachtet: Die Mediziner des Universitätsklinikums sagen, sie machen Gender-Medizin, meinen damit aber, dass sie sich die vielen biologischen Unterschiede zwischen Männern und Frauen anschauen und bei Forschung, Diagnostik und Therapie berücksichtigen.

Die Geisteswissenschaftler dagegen nennen sich zwar auch Gender-irgendwas, behaupten aber genau das Gegenteil. Nämlich dass es keine biologischen Unterschiede gibt und das alles nur ansozialisiert wäre. Also unter demselben Begriff genau das Gegenteil. Deshalb sind die sich untereinander auch nicht grün.

Apropos grün: Die Grünen machen sich das als Sauerei zunutze. Immer wenn’s brenzlig wird (ist mir beim Hofreiter mal so aufgefallen) schwenken sie auf die klinische Genderei und sagen, Gender wäre wichtig, damit Frauen die für sie passende Kniegelenkprothese bekommen.

Guckt man dann nicht mehr so genau, schwenken sie sofort wieder auf das Gegenteil und machen wieder marxistische Gleichheit.

Update/Klarstellung

Gleich eine ganze Reihe von Lesern schrieben mir, da müsse ich aufpassen, die Gender-Medizin sei sehr seriös und richtig und genau das Gegenteil der Gender-Spinner von der Geisteswissenschaftler-Front mit ihrem frei erfundenen Gequatsche.

Leute: Ja!

Genau so sehe ich das ja auch. Ich habe mich vielleicht nur unklar/missverständlich/dämlich ausgedrückt.

Das habe ich ja schon immer geschrieben, dass die einzigen, die in diesem Gender-Krampf gute und nützliche Arbeit machen, die Mediziner, Biologen, Evolutionspsychologen sind (von einigen wenigen schreibwütigen Informatikern mal abgesehen…).

Das war überhaupt nicht als Kritik an dieser Ärztin gedacht. Im Gegenteil.

Genau darauf wollte ich ja hinaus, dass der Gender-Begriff da verbrannt ist. Dass da zwei völlig gegensätzliche Gruppen unter demselben Begriff laufen und die verlogenen Grünen immer dann, wenn es mal brenzlig wird, argumentativ auf Bio-Gender ausweichen (Kniegelenk), um dann wieder auf Ideo-Gender zurückzuschwenken (ist mir besonders beim widerlich-schmierigen Hofreiter so aufgefallen, der mal in einer Plasberg-Sendung Genderei als das Unterfangen beschrieb, dass die armen Frauen endlich passende Knieprothesen bekommen, dieser Täuscher, und der Plasberg und alle anderen waren doof/unvorbereitet/verlogen genug, das durchgehen zu lassen).

Das ist mir übrigens schon 2012 aufgefallen, als ich die Akteneinsicht in die Zulassung von Susanne Baers Gender-Studiengang einsah. Dort hat man nämlich beim Antrag gegenüber dem Berliner Senat betrügerisch 3 Ärzte aus dem Forschungsgroßraum Charite als Dozenten mit angegeben, damit das nicht nur so aussieht, als wäre das alles nur von den Sozio-Spinnern veranstaltet. Keiner der 3 Ärzte hat da aber jemals mitgewirkt und jemals Vorlesungen oder sowas angeboten. Die sind auch überaus schlecht auf das Thema zu sprechen, eine Kardiologin sagte mir dazu nur kurz, dass (Geistes-)Gender reiner Blödsinn sei.

Der Witz daran ist aber, dass zumindest auf einigen Seiten zu diesen Ärzten auftauchte, dass sie in Gender machen, aber im Falle der Kardiologin eben untersuchen, wie sich Herzinfarkte bei Männern und Frauen wegen biologischer Unterschiede unterschiedlich zeigen und auswirken, was ja auch völlig gut, richtig, wichtig und seriös ist.

Wer auch immer diesen Antrag bzw. die beigefügte Darstellung erstellt hatte, hat offenbar einfach mal nur gegoogelt, wer da im Großraum Humboldt-Universität in Sachen „Gender” macht und die ohne sie zu fragen einfach betrügerisch als Dozenten angegeben, und ist dabei darauf reingefallen, dass Medizin-Gender eben genau das Gegenteil von Deppen-Gender meint.

Es war zwar nicht angegeben, wer das geschrieben hat, aber es war in der Akte direkt hinter einem passenden Schreiben von Susanne Baer abgelegt und anscheinend die Anlage dazu.

Wusste sie nicht, dass Medizin-Gender das Gegenteil ist? Oder hat man den Senat systematisch getäuscht, indem man naturwissenschaftlich-medizinische Dozenten angab, die scheinbar „Gender” machen, obwohl die damit gar nichts zu tun hatten?

Mir ist der Unterschied wohl bewusst, ich habe ihn oft beschrieben, mich nur in diesem Artikel offenbar ungeschickt oder missverständlich ausgedrückt.

Nochmal eingedampft:

Medizin-Gender = gut, nützlich, wichtig, wissenschaftlich, wertvoll

Geisteswissenschafter-Gender = Schwachsinn, Betrug, frei erfundener Unfug, Marxismus, Phantasiekrämpfe hirnloser krimineller Widerlinge

Klar genug?

Außer Politikern, Geisteswissenschaftlern und Pfarrern sollte der Unterschied aber sowieso jedem klar sein.