Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Soziologie = säkularisierte Religion

Hadmut
5.5.2018 16:57

Ich hatte ein aufschlussreiches Gespräch mit einem Soziologen.

Genauer gesagt, mit einem, der sich von Soziologie distanziert, weil er – etwas länger her, in der vorgenderistischen Periode – Volkswirtschaft und Soziologie studiert hat und die Qualitätsunterschiede zwischen diesen beiden Fächern im direkten Vergleich sehr gruselig fand.

Da, wo er Volkswirtschaft studiert habe, sei das noch fundiert gewesen, man hat Mathematik und Statistik so richtig von grundauf gelernt, hat auch gedauert, dann da Prüfungen abgelegt und so weiter, bis man das eben verstanden hat. Einschließlich linearer Algebra, die man für manche Dinge eben bräuchte.

Bei den Soziologen dagegen habe es kaum oder keine Prüfungen in Form von Klausuren gegeben, sondern man habe sich in Seminaren ohne Stoffprüfung und Projekten aus 2-4 Leuten und Sammelnoten eben so durchgewurschtelt, so dass man effektiv ein ganzes Soziologiestudium habe absolvieren können, ohne auch nur ein einziges Mal irgendetwas zu lernen oder zu begreifen. Statistik hätten die damals in 4 Stunden beigebracht bekommen, ohne irgendetwas daran zu verstehen, und damit hätten die dann in Seminaren und Projekten losgelegt, ohne dass fachlich-mathematische Teil jemals wieder überprüft worden wäre.

Keinerlei Fehler- oder Verstehenskontrolle.

Und in den Seminaren und Projekten seien immer nur die Männer engagiert gewesen, die Frauen hätten sich da einfach nur hingesetzt und alles um sich herum passieren lassen. (Exakt das gleiche schreibt mir gerade ein anderer Leser über Kunstgeschichte.)

Die Soziologie, sagt er, sei effektiv nur eine Religion ohne Gottheit (ich habe eingeworfen, dass sie dafür reichlich Propheten haben). Die kürzeste zutreffende Definition für Soziologie sei, dass sie eine säkularisierte Religion sei. Die Soziologie gehöre ihrem Wesen nach zur Theologie.

Auch zu seiner Zeit seien die schon massiv auf dem marxistischen Trip gewesen, aber damals habe man noch die Möglichkeit gehabt, da einfach nicht hinzugehen, wenn man nicht wollte. Inzwischen sei das alles zu Gehirnwäsche verkommen. Im Prinzip erfüllten die auch keine andere Funktion als die einer Religion, nämlich eine Welterklärung, die nicht hinterfragt und erklärt werden kann und darf, die nicht transzendent sein darf. Es gibt keine prüfbare Wahrheit, alles verliert sich im Verhandelbaren und damit auch im Beliebigen.

Er hat mir dazu noch einige Geschichten einer Fakultät erzählt, wo man hervorragende männliche Bewerber für Professuren abgelehnt hat, weil sie männlich sind, und an deren Stelle völlig unfähige Frauen gesetzt haben, die die Forschungsgelder erst einmal für persönliche Zwecke veruntreut haben, und dann die Forschung ausfiel, weil das fehlte, wofür die Gelder vorgesehen waren. Details lasse ich aus Quellenschutz mal weg.

Früher sei das mal so gewesen, dass Studiengänge auf einen Diplomabschluss ausgelegt worden seien, der auf eine gewisse Berufstätigkeit gerichtet war. Da hat man studiert, um einen Beruf auszuüben. Heute studiert man sich irgendwelche Module zusammen, von denen niemand mehr weiß, wofür sie gut sind oder was man damit machen kann.

Ziel der Soziologie sei nicht mehr die Ausübung eines Berufs als Ergebnis einer Ausbildung, sondern die Umsetzung einer religiösen Utopie (die stinken ja längst nach Sektenwahn) von einem großen marxistischen Einheitsweltstaat.

Der Wissensstand der Soziologie

Er meinte aber, es sei in Irrtum zu glauben, dass die insgesamt und überhaupt nichts wüssten. Das Gegenteil sei der Fall. Ledigtlich im Studiengang würde man nichts lernen, das wesentliche Wissen über Massenpsychologie würde man außerhalb des Studiums und in Hintergrundzirkeln lernen und erfahren, und die seien sehr gut darin, Massen zu täuschen und zu manipulieren.

Moment, warf ich da ein, genau das habe ich schon beobachtet und im Blog beschrieben:

  • Zum Feminismus habe ich schon beschrieben, dass die nur eine relativ harmlose und gemeinbekömmliche Außendarstellung haben, wo sie von Gleichberechtigung, Beteiligung und einem Ende der Vergewaltigung flöten, nach innen hin aber extrem bösartig sind.
  • Mir sei öfters aufgefallen (Stichworte: Michael Kimmel, Frankfurter Schule), dass es da sehr viele jüdische, jüdischstämmige oder jüdnischnamige Leute gibt, die sich sehr intensiv mit der Betrachung und Analyse von Nazis und Nationalsozialismus befassten. Was ich per se zunächst für seriös, erforderlich und wichtig halte. In der Außendarstellung reduzieren sie Nazis dann auf Symbolik wie Hakenkreuze, Hitlerbärtchen und Fremdenhass, während sie deren Methodik und Struktur verschweigen und für sich selbst nutzen. ( Anmerkung beim Bloggen, war nicht Teil des Gesprächs: Ich hatte ja auch neulich beschrieben, dass sich Marxisten, Faschisten und Nationalsozialisten praktisch nicht unterscheiden, weil die Faschisten ehemalige Marxisten und Sozialisten waren und nur in einem Detail in Bezug auf die Utopie – nämlich die Erhaltung der Staaten – abwichen und damit abtrünnig wurden, und die Nationalsozialisten eigentlich gar nichts waren, aber aus Angst vor Marxismus alles plagiiert und abgekupfert haben, was sie finden konnten und für nützlich hielten. Ich habe den starken Eindruck, dass Hitler & Co. bei den russischen Bolschwisten und Stalinisten sowie bei Mussolini einfach alles abgekupfert und zusammengerührt haben, die Mischung brisanter war als erwartet, und nun wieder die Marxisten versuchen, sie gleichzeitig als marxismus-ablehendes Feindbild symbolisiert aufrechtzuerhalten, damit alles, was sich gegen Marxismus wehrt, in dieselbe bekannte Monstertonne geworfen werden kann, während sie gleichzeitig versuchen, deren Methoden und Funktionsweise zu analysieren und zu assimilieren wie ein Borg-Cube. Quasi ein Verdauungsprozess: Was als nützlich eingestuft wird, nimmt man sich, den Rest schei…det man als braun wieder aus.

    Es gibt damit kaum einen strukturellen oder funktionalen Unterschied zwischen Marxisten und Nazis, der wird nur künstlich projiziert, um erstens das für Klassenkampf und Existenzberechtigung erforderliche Feindbild aufrechtzuerhalten und zweitens, um jeden, der sich der Utopie widersetzt, ohne weitere Diskussion mit dem Bösen gleichsetzen und ächten zu können.)

Die Soziologie habe, so erläuterte er mir, zwei vorrangige Angriffsziele.

  • Das erste Angriffsziel sei der „weiße Mann” europäischer Herkunft, weil der zu intelligent und zu leistungsfähig wäre. Man dürfe das zwar politisch nicht sagen, aber eben diese weißen Männer erwirtschafteten gegenüber ihrem Bevölkerungsanteil weit, weit überproportionalen Anteil der Weltproduktion.

    Außerdem sei er intelligent und intellektuell. Das seien die Asiaten zwar noch mehr, aber die seien nicht so kritisch und nicht so kreativ.

    Aus beidem erwachse eine Inkompatibilität mit der marxistischen Utopie. Man habe längst erkannt, dass die marxistische Weltutopie mit dem weißen Mann nicht zu machen sei, Beispiel eben Nationalsozialisten. Obwohl zahlenmäßig unterlegen, hatten die beträchtlichen Widerstand entgegengesetzt, Folgen bekannt. Beispiel aber auch, dass praktisch alle Genderkritiker heute Weiße nordeuropäischen Ursprungs, vor allem Männer, sind. Deshalb greife man genau das an. (Was dann auch erklärt, warum der Unsinn nicht nur hier, sondern auch an den amerikanischen Universitäten stattfindet. Es geht darum, alles zu zersetzen, was da noch an europäischstämmigem Denken übrig sein könnte.) Deshalb auch der Feminismus, denn die Soziologen hätten erkannt (und das hört man ja ständig), dass Bildung im wesentlichen „vererbt” wird und vor allem Kinder von Ingenieuren wieder Ingenieure werden und so weiter. Das hat man unterbrochen, indem man deren Frauen an die Universitäten geschickt hat, denn 50% von denen bekämen gleich gar keine Kinder mehr.

  • Das zweite Angriffsziel sei die Religion.

    Was er mir dann über die katholische Kirche erzählte, war mir in Bezug auf die ziemlich neu und wirkte auf mich etwas überraschend, es entspricht aber exakt dem, was ich schon an der evangelischen Kirche beobachtet habe.

    Die Kirche nämlich arbeite seit Papst Franziskus an ihrer Selbstauflösung. Es gehe um eine große Vermischung aller Religionen und einer Unterwerfung unter marxistische Genderideologien. Daher Erscheinungen wie die Auflösungen des Zölibats, schwule Priester, Zersetzung der Familie, Vermischung mit dem Islam und so weiter. (An der Stelle habe ich es nicht verstanden. Er bezog sich auf eine Enzyklika, soweit ich es verstanden habe, das da, ich habe es nicht gelesen, aber auf den ersten Blick des Überfliegens scheint das eher pro als contra Familie zu sein.) Man habe das schon unter Benedikt versucht, aber der habe nicht mitgespielt, deshalb habe man den abserviert. Päpste umzulegen war zwar lange Tradition, geht heute aber nicht mehr so ohne weiteres.

    Religion wird als ein zentrales Hindernis und Hemmnis und als ein Konkurrent zu marxistischen Ideologien angesehen. (Kennt man ja, die Sowjets mochten es nicht, die DDR mochte es nicht, und die Nordkoreaner haben gleich die Todesstrafe für Bibelbesitz. Und die Filme über Don Camillo und Peppone und deren Krieg zwischen Kirche und Kommunismus müsste auch jeder kennen. )

    Deshalb sei es Ziel, aus den Religionen eine Art Einheitsbrei zu rühren, und zwar so einen, der dem Genderkram und dem Marxismus nicht mehr als Konkurrenz im Wege steht. (Die evanglische Kirche haben sie längst erledigt. Die katholische ist demnach schon schwindsüchtig, ich weiß das aber nicht. Am Islam könnten sie sich die Zähne ausbeißen.)

Es würde exakt zu meinen Beobachtungen passen. Ausrottung weißer Mann und Religion. Deshalb wohl auch dieser ständige Angriff auf die „christlichen Werte” und Moralvorstellungen von Familie und so.

Dass wir es beim Marxismus-Genderismus mit einer riesigen aggressiven Sekte zu tun haben, ist mir schon länger aufgefallen. Als ich mich 2012 gerade erst die ersten Wochen mit dem Kram beschäftigt habe, war mir schon aufgefallen, wie sehr die Scientology ähneln. Und was ich seither auf deren Veranstaltungen beobachtet habe, läuft auch alles auf Gehirnwäsche und Sektensuppe hinaus.

Und das Bundesverfassungsgericht steckt tief in der Soße mit drin.