Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

„Zweite Phase der Migration”?

Hadmut
24.3.2018 17:53

Wird’s jetzt richtig eng?

Zuerst die WELT und dann FOCUS schrieben darüber, dass die „Zweite Phase der Migration” begonnen habe. Die WELT erzählt im Video, dass in vielen Ländern Afrikas knapp die Hälfte der Einwohner auswandern will, und Ziel ist Europa.

Dabei geht es nicht um Asyl wegen, auch nicht mehr primär um wirtschaftliche Gründe, sondern

Neueste Umfragen in afrikanischen Ländern zeigen, dass bis zu zwei Drittel der Einwohner auswandern wollen. Dabei sind nicht allein Not und Terror ein Antrieb, sondern oft Verwandte und Freunde, die schon in Europa sind.

„Wir tun alles, um ins Paradies zu kommen“, sagen werdende Mütter, junge Paare und Unverheiratete, die ihre Heimat Kamerun, Nigeria, den Senegal oder Ghana verlassen haben. In Marokko sind es etwa 50.000 und in Libyen über 400.000, die auf den Sprung übers Mittelmeer in ein besseres Leben warten.

Und es ihren Landsleuten nachmachen wollen. Laut Angaben von Eurostat, der Statistikagentur der EU, beantragten zwischen 2014 und 2017 beinahe eine Million Bewohner der Länder südlich der Sahara Asyl in Europa. In Berlin, Rom, Paris und London mag sich das Augenmerk der Öffentlichkeit derzeit auf muslimische Einwanderer richten. Jedoch stehen Afrikaner in den Migrationsstatistiken wieder an vorderster Stelle.

Paradies?

Mit wachsender Zahl der Menschen steigen auch Armut und Hunger. Denn die Landwirtschaft kann die Bewohner in einigen Ländern bereits jetzt nicht mehr ernähren. Das Angebot von neuen Arbeitsplätzen ist völlig unzureichend. Kein Wunder, dass der Traum vom europäischen Eldorado in Afrika nicht auszulöschen ist.

Und was ist, wenn die sauer werden, wenn hier nicht das Paradies, sondern ein überfülltes Flüchtlingsheim wartet?

„Die demografische Entwicklung ist eine tickende Zeitbombe“, warnt Raul Mateus Paula, der EU-Botschafter in Niamey, der Hauptstadt Nigers. Sollte diese Entwicklung nicht gestoppt werden, könne es zu einer Katastrophe kommen“, analysiert der EU-Vertreter. Denn alle Versuche der Abschreckung haben nicht gezündet. „Wer in Europa keine Arbeit findet, ist einfach faul und will nicht arbeiten“, bekommt man von afrikanischen Migranten in Marokko und Libyen stets zu hören.

Und wenn die hier dann auch keine Arbeit finden?

(Ich muss da immer an den Häuptlingssohn (geschätzt um die 30 Jahre alt) erinnern, mit dem ich mich in eimem Himba-Dorf in Namibia mal unterhalten habe, weil er als einziger dort englisch konnte und in westlicher Kleidung (Jeans, Hemd, Halbschuhe) herumlief. Ja, Deutschland interessiere ihn sehr, es kämen ja viele von dort da bei ihnen vorbei. Ob’s da genauso aussehe wie bei ihnen, wollte er wissen. Und wie lange man dahin mit dem Auto fahren müsse.)

Wird aber nichts helfen, denn die wachsen ja nach. Egal wieviele auswandern, nach ein paar Jahren wird’s dort wieder genauso aussehen.

Wisst Ihr, von wem ich dazu gar nichts gehört habe?

Angela Merkel.

Sie sagt nichts dazu. Keine Ahnung, wie die sich das vorstellt oder ob sie überhaupt darüber nachdenkt.

Meines Erachtens sollte man sich das vorher überlegen und öffentlich diskutieren, wie man damit umgekeht. Nichts zu tun und dann „Naja, jetzt sind sie halt da” wird da nicht mehr klappen.