Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Höchste Brandgefahr: Über den Zusammenhang zwischen Kommunismus und Nationalsozialismus

Hadmut
19.2.2018 0:30

Ich fürchte, das geht wieder richtig schief.

Viele Leute haben mir zu dem Artikel über Merkel, Antifa und Mussolini geschrieben. Und je mehr ich darüber nachdenke, desto stärker drängt sich mir eben dieser Gedanke auf, dass Marxismus, Kommunismus, Leninismus, Stalinismus und eben Nationalssozialismus nicht verschieden, sondern zwei Seiten derselben Medaille sind, dasselbe Ding von zwei unterschiedlichen Standpunkten aus gesehen.

Ich habe schon oft geschrieben, dass mir die Methoden und Denkfehler der Linken und der Rechten unglaublich ähnlich erscheinen, dass es mir widersstrebt, sie überhaupt als unterschiedlich anzusehen, dass sie eigentlich nur etwas unterschiedlich parametrisiert sind. Vergleicht man etwa den Kampf und die Argumente der Linken gegen Einwanderer aus Bayern und Baden-Württemberg – Verschandeln unsere Kultur, sagen Semmeln oder Weckle statt Schrippen, nehmen uns die Wohnungen weg, führen zu Gentrifikation, sind schräge Yuppis, überall nur Straßencafes und so weiter – ist das schablonenidentisch. Je präziser man dabei ist, die Unterschiede zwischen links uns rechts auf parametrische Differenzen zurückzuführen, desto exakter stimmt der Rest überein.

Oder um es mal so auszudrücken, dass die meisten Leser kein Wort von dem verstehen werden, was ich sage: Betrachtet man links und rechts im Sinne linearer Algebra als (Unter-)Vektorräume, dann lassen sich beide in eine Basis überführen, bei denen sie sich fast alle Basisvektoren teilen und sich nur in einem geringfügigen kleinen Rest unterscheiden. Hinkt etwas, weil beide nicht linear sind.

Ich hatte da ja mal so ein Schlüsselerlebnis, diesen durchgeknallten Vortrag des durchgeknallten Michael Kimmel in der Friedrich-Ebert-Stiftung. Angekündigt war ein Vortrag über Feminismus, das hatte ich erwartet. Was ich nicht erwartet habe, war, dass da ein jüdisch-amerikanischer Professor verbissen über seine Nazi-Jagd berichtet und Bilder Europas wüstester Nazis zeigt.

So befremdlich ich das fand – dass Leute mit ihren Vorträgen das Thema verfehlen ist nicht selten und kommt immer wieder vor – befremdlicher war für mich, dass nur ich das so fand. Ich war in einem großen Saal voller ideologisierter Frauen, und dabei offenbar der Einzige, der das nicht normal fand, auf eine Ankündigung eines Feminismusvortrages einen Antinazivortrag zu bekommen.

Und bei diesem Vortrag fiel mir so besonders deutlich auf, dass diese ganze Gender- und Political-Correctness-Nummer eigentlich exakt komplementär zu Nazis ist, dass dieses ganze Frauenförderung und Migration und all das Sprach- und Kulturgehämmere exakt darauf ausgelegt ist, alles Nazi-mäßige auszutreiben. Das passt zusammen wie ein Negativabguss. Das habe ich ja auch damals breit beschrieben.

Was, wenn ich mich dabei geirrt habe, was Objekt und Abguss betrifft?

Was ist, wenn das linke Gehampel nicht der Negativ-Abguss, das Komplement der Nazis ist, sondern die Nazis der Negativ-Abguss des Marxismus ist?

Diese Vermutung hatte ich ja schon in dem Artikel über Merkel, Antifa und Mussolini geäußert (als Lautalliteration wäre Merkel, Maas und Mussolini schöner gewesen, aber den habe ich thematisch nicht untergekriegt), und Leserzuschriften haben mich darin bestärkt. Ich habe noch etwas darüber nachgedacht.

Bruderkriege

Ein immer wiederkehrendes Feindschema in Geschichte und Literatur sind die verfeindeten Gleichen. Häufig zerfallen Gruppen gleicher Abstammung, die ehemals verwand, verbündet oder eins waren, an irgendeinem Detail und werden zu erbitterten Gegnern oder Konkurrenten. Oder zumindest solchen, die nicht mehr miteinander können. Adidas und Puma. Aldi Nord und Süd. Zauberer und Todesser. Jedi und Sith. Juden und Palästinenser. Schiiten und Sunniten.

Beim letzten Besuch in den Vereinigten arabischen Emiraten habe ich die große Supermoschee in Abu Dhabi besichtigt. Sehr beeindruckend, da haben sie sich wirklich enorm ins Zeug geworfen. Beeindruckend aber auch die enormen Sicherheitsmaßnahmen. Ich durfte einen Gummistaubblasebalg aus meiner Fototasche nicht mit reinnehmen, weil der entfernteste Ähnlichkeit mit einer Handgranate habe, und das eine Panik auslösen könnte, wenn ich den aus der Tasche ziehe und in der Hand halte. Den musste ich auf der Polizeistation deponieren. Wie ich das so gern mache, fragte ich den Polizisten, was es mit den Sicherheitsmaßnahmen auf sich habe. Ich würde die nicht verstehen. Der ganze Terror liefe doch auf der Achse Islam gegen Ungläubige, und dort in der Gegend vom Islamischen Staat aus, und ich könnte mir überhaupt nicht vorstellen, dass die einen Moschee angreifen würden.

Doch, sagte der nach einem kurzen zynischen Lacher, diese Moschee würde erheblich bedroht, und zwar ausschließlich von Muslimen. Niemand sonst hätte irgendwas gegen diese Riesenmoschee, nur Muslime. Innerislamische Feindschaften. Erklären könne er mir die jetzt und auf die Schnelle aber nicht, weil das einem Nichtmuslim und in anderer Sprache eigentlich gar nicht zu erklären wäre – und sie würden es eigentlich nicht mal selbst richtig verstehen. Er verstünde es ja auch nicht. Sei aber auch nicht ihr Job, es zu verstehen, sie seien da nur für die Sicherheit und das Verhindern zuständig.

Viele, vor allem solche, die sich im alleinigen Besitz der Wahrheit wähnen, ertragen es nicht, wenn es welche gibt, die genau das gleiche machen, aber anders.

Der Plagiator

Und in mir nährt sich so der Verdacht, dass Linke und Nazis ursprünglich mal aus demselben Ei geschlüpft sind, und die Achse Antifa – Mussolini, die ja schon dem Namen nach den Gegenpol bilden. Mussolini war ab 1925 Diktator und Duce del Fascismo („Führer des Faschismus“), und – ich habe es ja schon geschrieben – der Begriff Fascismo steht für kleine Kampfbünde oder -verbände, heißt eigentlich nur, dass sich ehemalige Kampftruppen zu einer Partei zusammengeschlossen haben. Antifa scheint dasselbe nur auf gegnerischer Seite zu sein. Schon da zeigt sich, dass die Antifa eigentlich nicht den Faschismus bekämpft, sondern der identische Gegenspieler auf der anderen Seite ist und gleich organisiert ist. Man würde ja einer Fußballmannschaft auch nicht zugestehen, „antifussballerisch” zu sein, weil sie die Gegenmannschaft bekämpft, weil sie ja gleich gebaut und mit gleicher Taktik kämpft, nur für die andere Seite. Insofern heißt „antifaschistisch” zunächst mal nur „gegen Mussolini”, also eine Mannschaft gegen die andere, und nicht gegen das Prinzip als solches. Weil sich das politisch bewährte, hat man den Begriff dann auf alles ausgedehnt, was nicht passte, und so getan, als wäre man etwas besseres.

Aber historisch dürfte der Begriff „Antifaschismus” einen Krieg unter Gleichen bezeichnen, die nur auf verschiedenen Seiten kämpfen. Und dass Mussolini ein Sozialist war, der mit einer Komponente, nämlich der Auflösung der Staaten und Durchmischung der Menschen nicht einverstanden war und für Nationalstaaten eintrat, also ein „Nationalsozialist” war, habe ich beschrieben.

Und so entsteht nicht nur der Bezeichnung „Antifaschisten” nach der Eindruck, dass die eigentlich nicht gegen die deutschen Nazis gekämpft haben (sagt man eigentlich Nazi, weil es kurz und einfach ist, oder will man nicht, dass da noch „Sozialismus” drin vorkommt?), sondern zunächst mal gegen abtrünnige Sozialisten unter Mussolini. Es also um innersozialistische Kriege ging.

Und man könnte auch auf die Idee kommen, dass Hitler und die NSDAP ein Plagiat Mussolinis waren. Mussolini war nicht nur „national-sozialistisch”, er nannte sich ab 1925 Duce („Führer”), Hitler erst 1933. Und auch modisch stellte Hitler einen Abklatsch Mussolinis dar. Vermutlich dürfte man noch mehr Nachahmungsdetails finden. So das Abzeichen am linken Oberarm und den Hitlergruß (da noch eins), Reden, und so sahen die sich ähnlich wie ein Ei dem anderen, wie Zwillinge. Und auch das „Heil Hitler” war ja nur eine wörtliche Übersetzung von „Salve Caesar”. Auch die so beliebten gigantischen Truppenaufmärsche gab es schon zu Caesars Zeiten, Caesars Legionen sind ähnlich aufgetreten. Sogar die Überfälle auf Afrika sind übernommen. Und wenn man sich die Architektur anschaut, dann liegen die Protzbauten und Aufmarschalleen auch nicht so weit voneinander weg.

Nahezu alles, was man als hitlertypisch ansieht – Kleidung, Armbinde, Hitlergruß, „Heil Hitler”, „Führer”, Afrikakrieg – hatte der aus Italien plagiiert. Nur den Bart nicht.

Und es stinkt danach, als wolle man genau das selektiv unter den Teppich kehren, dass nämlich Hitler nicht, wie man das gerne so darstellt, per Urknall enstand und das Böse aus dem Nichts heraus erfand, sondern dass Hitler banal das überzogene Plagiat eines abtrünnigen Sozialisten war, der hier aber auf deutsche Eigenschaften stieß, die man sonst eher als Tugenden einschätzen würde: Organisation, Behördentum, und sowas. Hitler wäre damit indirekt ein Ableger der Kommunisten.

Ich habe schon oft geschrieben, dass mir bei all den Holocaust-Austellungen – und ich habe viele in verschiedenen Teilen der Welt besucht – etwas negativ auffällt. Die sind so multimedialastig und museumsmäßig. Ausstellungen eben. Visuell. Akustisch. Audiovisuell. Emotional. Gruslig. Horror. Entsetzen. Aber eben nur selten intellektuell und analytisch. Die konzentrieren sich auf Symbolik und Grauen, und damit ist es ja auch ziemlich leicht, eine Ausstellung zu machen. Die Nazis liebten Symbolik, Uniformen und Aufmärsche, und das gibt halt einprägsame und charakteristische Bilder her. Genau das war ja auch die Absicht dahinter. Leid, Grauen, Tod, Massenmord sind thematisch wichtig, aber sie liefern eben auch das Material, um relativ einfach eine Austellung zusammenzubekommen. Dazu noch ein paar Briefe, Zeitungsausschnitte, Fundstücke und Aussagen von Überlebenden, fertig ist die Ausstellung. Fertig ist das Feindbild. Viele Leute glauben heute, dass der Nazi sich durch Hakenkreuz, Hitlergruß, Vorliebe für braune Farbe, und Abneigung gegen Ausländer konstituiere. Was schon mal in einem Punkt falsch ist, denn wer sich mal das Stasimuseum in der Normannenstraße anschaut und erklären lässt, merkt, dass auch Linke wie die Stasi und alles um Mielke herum, sehr auf Brauntöne standen. Blau kam noch dazu.

Die Methodik und das Vorgehen der Nazis wird dagegen oft ausblendet, weil man zu deren Darstellung nicht nur mehr Hirn und Mühe braucht, sondern auch, weil man das nicht will, denn die Methoden werden ja gerne von den Linken übernommen und weitergeführt. Wie ich schon so oft schrieb.

Vielleicht habe ich mich da aber geirrt.

Ich habe jahrelang gesehen und beschrieben, dass Linke die Methoden der Rechten übernommen haben, aber selbst ausrasten, wenn Rechte die Methoden der Linken nachahmen.

War das falsch?

Hat Hitler auch die Methodik von den Linken übernommen? Betrachtet man die nicht deshalb in den Museen, weil die Linken sie weiterverwenden, sondern weil es Methoden der Linken waren? Hat Hitler nicht nur das Äußere, sondern auch die Methodik plagiiert? Und will man das lieber nicht so laut sagen?

Ich habe schon einige Male geschrieben, dass mir die Antifa wie eine Neuauflage der SA vorkommt. Habe ich mich auch da geirrt? War es umgekehrt, war die SA eine Neuauflage der Antifa und ähnlicher Truppen?

Leserhinweise

Ein Leser empfiehlt dazu das Buch “Anmerkungen zu Hitler” von Sebastian Haffner (1981), der darin Sozialismus, Nationalsozialismus und Faschismus vergleicht und in der Folge Hitler als Sozialisten einstufe. Ich kenne das Buch nicht, aber die Bewertungen auf Amazon loben es einstimmig, es sei sehr sachlich und analytisch.

Ein anderer verweist auf den Historiker Ernst Nolte. Der sei von einem „Kausalnexus” zwischen Kommunismus und Faschismus ausgegangen, wobei letzerer eben eine Reaktion auf ersteren gewesen sei. „Salopp formuliert: das KZ als Antwort auf den Gulag – der Rassenkampf als Reaktion auf den Klassenkampf.” Noltes Überlegungen und Ausführungen hätten „den Historikerstreit” ausgelöst und eine Damnatio Memoriae Noltes nach sich gezogen. Kann ich jetzt nicht einstufen, mir sagt der Name gar nichts. Aber es erinnert mich sofort an die Frankfurter Schule und deren Suche nach einem Auslöser für einen Klassenkampf, egal was für einen. Rassenkampf wäre ja auch eine Form des marxistisch herbeigesehnten Klassenkampfes. Marxisten/Sozialisten glauben ja, dass der Klassenkampf eintreten muss und danach die große, paradiesische, geläuterte Gesellschaft entsteht. Faselte Hitler nicht vom „Endsieg”? Vom tausendjährigen Reich? War das eine Interpretation marxistischer Klassenkampfutopien? Der Islam sieht das übrigens ähnlich. Kommt wohl nicht von ungefähr, dass man heute drei Arten von Terrorismus sieht: linken, rechten und islamischen. Die sind alle auf Krieg aus, weil sie glauben, dass danach die paradiesisch-utopische Gesellschaft eintritt.

Der Leser schreibt auch, dass Nolte vor allem von Habermas angegriffen worden sei, was sich auch in diesem Wikipedia-Artikel über den Historikerstreit findet, und ihm von Habermas vorgehalten wurde, damit den Holocaust relativieren zu wollen. Anscheinend ging der Streit aber vor allem um eben diese Frage, ob der Holocaust eine Singularität war oder eben genau das, was sich da so aufdrängt, nämlich eine Art Reaktion, ein Negativabdruck auf den Druck des Kommunismus.

Was natürlich insofern brisant ist, weil Habermas zur Frankfurter Schule gerechnet und als deren letzter lebender Vertreter angesehen wird, und die Frankfurter Schule ja unbedingt den Klassenkampf vom Zaun brechen wollte und aus Marxisten bestand. Und als solcher natürlich ein massives Interesse daran hat, nicht mit dem dritten Reich als Auslöser in Verbindung gebracht zu werden und sich den Klassenkampf nicht diskreditieren zu lassen. Stalin, Mao, Vietnam und die Roten Khmer hat man so gebügelt, dass das nicht mehr im Bewusstsein auftaucht, aber das Dritte Reich bekommt man nicht wegdiskutiert (und will es ja auch nicht).

Was aber wäre dann mit dem erhofften und angestrebten Klassenkampf, wenn sich unter den Antifaschista herumspräche, dass das, wogegen sie so energisch kämpfen, ein Versuch eines sozialistischen Klassenkampfes mit Ziel der Utopie war? Dass sie gleichzeitig für und gegen Klassenkampf einträten? Dass die Kategorie Klassenkampf – und damit Marx – generell eine idiotische und kriminelle Idee ist? Mir fällt da ein Satz aus dem Wikipedia-Artikel zum Historikerstreit ins Auge:

Besonders Josef Stalins langfristige Kriegsziele und Völkermordpläne „im Zeichen der Klassenherrschaft“ seien mit denen Hitlers „im Zeichen der Rassenherrschaft“ vergleichbar.

Je mehr man liest, desto weniger erscheint an den Nazis singulär, desto mehr erscheinen sie als ein Haufen Leute, die sich ihr gesamtes Modell aus allen Richtungen zusammenplagiiert haben. Man bekommt wirklich den Eindruck, als habe man da historisch etwas weggeputzt, nämlich die Entstehungsgeschichte vor 1933.

Ein weiterer Leser weist darauf hin, dass sowohl Hitler, als auch viele Soldaten und Zivilisten damals auf Metamphetaminen waren. Nun, die Linken befürworten ja auch flächendeckende Verfügbarkeit von Drogen, und die aktuell beliebteste und gefährlichste ist Crystal Meth. Angeblich chemisch fast identisch mit dem Zeugs von damals.

Der nächste Leser schreibt, ich läge nicht ganz richtig, und sagt dazu:

Die NSDAP war das “nationalsozialistische” Pendant zur SPD, ganz grob gesprochen. Man darf nicht vergessen, daß Stalin und der Bolschewismus in den 20ern und 30ern eine ganz reale existenzielle Bedrohung für die westeuropäischen Gesellschaftsstrukturen, vor allem für das Bürgertum und die Kirchen, darstellten. Die NSDAP stellte sich jedoch sowohl ganz klar gegen diese Bedrohung als auch gegen den ausbeuterischen Kapitalismus. Die ökonomischen Folgen der Versailler Verträge stehen hier auf einem ganz anderen Blatt. Hitler wurde hier als politischer Partner von den bürgerlichen und konservativen Parteien als leichter zu kontrollieren eingeschätzt. Zudem propagierte er eine ausufernde Staatsnachfrage für Militär und Infrastruktur (Autobahn). Ich meine, daß er sogar Krupp und Thyssen oder anderen Konzernen mit Verstaatlichung drohte bei fehlender Unterstützung.

Die Geschichte mit dem Rassismus: gehen Sie über den begriff Eugenik. War am Anfang des 20. Jh. eine schicke “Wissenschaft”, die aus den USA kam.

War auch das einkopiert und plagiiert? War der ganze Nazi-Quatsch eine zusammengekleisterte Collage aus plagiierten Versatzstücken?

Ein anderer erinnert daran, dass die Antifa für ihr Auftreten bei Demos bezahlt wird. Auch hier. Die seien also durchaus nicht die isolierten ehrenamtlichen Hobby-Idealisten, als die sie sich hinstellen. Man sieht immer wieder, dass die Antifa Demonstrationen behindert und sabotiert. Wie beschreibt Wikiepedia die SA?

Die Sturmabteilung (SA) war die paramilitärische Kampforganisation der NSDAP während der Weimarer Republik und spielte als Ordnertruppe eine entscheidende Rolle beim Aufstieg der Nationalsozialisten, indem sie deren Versammlungen vor Gruppen politischer Gegner mit Gewalt abschirmte oder gegnerische Veranstaltungen behinderte.

Auch das erscheint als dieselbe Funktionalität.

Der nächste Leser meint, dass der Krieg gegen Russland im Zusammenhang mit der Machtergreifung der Bolschewisten stünde und von westlichen Geheimdiensten auf irgendeine Weise veranlasst worden sei, weil Lenin erwartungwidrig eine Staat gründete und sich westlichem Einfluss entzogen habe. Das erscheint mir allerdings sehr fragwürdig, weil der Autor dieser These (auf die der Leser verweist) aus Russland schreibt. Es könnte Propaganda sein. Vielleicht sitzt er aber auch an einer Quelle. Es würde jedenfalls die Frage aufwerfen, ob Hitler gar nicht so singulär und selbständig war, wie hingestellt, sondern in gewisser Weise geführt wurde, und es ging halt mächtig schief. Eine manipulierbare Persönlichkeit würde aber durchaus zum zusammenplagiierten Weltbild passen. Generell müsste man dann die Frage stellen, ob der nicht schon früher von westlichen Geheimdiensten „gefördert” wurde, um eine Barriere gegen Stalinismus und Leninismus zu bilden. Denn nicht von der Hand zu weisen ist, dass die Russen kurz nach dem zweiten Weltkrieg den Ostblock ausgedehnt und die DDR als marxistisch-leninistischen Staat errichtet haben. Es ist nicht fern, anzunehmen, dass sie dieses Ziel nicht erst 1949 entstand, sondern schon in der Folge der Oktoberrevolution. Man könnte sich die Frage stellen, ob westliche Geheimdienste die NSDAP als Versuch gefördert hatten, da eine Art Riegel aufzubauen. Und das dann nicht nur insofern schief ging, als daraus eine Katastrophe entstand, sondern auch im Ergebnis den Ostblock, die Mauer und den kalten Krieg. Daraus ließe sich vielleicht auch besser verstehen, warum die Amerikaner soviel Energie reinsteckten, Westberlin am Leben zu halten. Denn eigentlich hätte denen das doch völlig egal sein können.

Der nächste Leser schreibt (sogar passend dazu), der Auslöser von allem sei der Vertrag von Rapallo gewesen, in dem sich das Deutsche Reich mit den Sowjets diplomatisch und wirtschaftlich wieder gut eingelassen habe, um gute Beziehungen von vor dem 1. Weltkrieg wieder aufzunehmen und die Verhandlungsposition des Deutschen Reiches gegenüber den Westmächten zu stärken. Das hätten sich die Westmächte natürlich nicht bieten lassen und die NSDAP als Geheimdienstoperation aufgepäppelt. Hitler sei eine gescheiterte Existenz, aber durch seine Schrift als durchgeknallter Fanantiker erkennbar, und die NSDAP ein Pleitehaufen gewesen, der sich kaum Bleistifte habe leisten können. Eigentlich irrelevant, bis aus der Schweiz ein gewisser Herr Henffling aufgetaucht und einen dicken Koffer voll Geld hinterlassen habe. Das nun wieder könnte zu dem zusammenplagiierten Gehampel passen – wenn man soll und nicht weiß, wie, zumindest ein Ansatz.

Wieder ein anderer Leser kommt auf Nolte zurück und schreibt, dass die Welt damals enorme Angst vor dem Kommunismus gehabt habe und man zu vielem bereit gewesen sei. Hitler sei Anfangs von den USA unterstützt worden.

Der nächste schreibt mir, Hitler, Stalin, Trotzki, Tito und Freud hätten 1913 offenbar im selben Viertel in Wien gewohnt und dasselbe Café besucht. Und ich habe keine Ahnung, was das bedeutet. Herausgefunden habe es aber die BBC. Seltsamerweise habe ich gerade vor einigen Tagen im Buch über die Frankfurter Schule gelesen, dass die sich mit Marxisten aus der Anhängerschaft Freuds in Wien vermischt hätten, die Freuds Ideen da reintrugen. Woraus dann im Ergebnis Geschlecht als Versuch des Klassenkampfes wurde, in Verbindung mit den Thesen von Marx zum Feminismus und zum Genderismus. Irgendwie hängt das alles zusammen.

Und der dann nächste Leser hat es wieder mit der Antifa. Primitive Gewalttruppen, seien aber ein weltweites Phänomen. In den USA würden die ja auch die Universitäten umtreiben und durchprügeln. Er meint, er könne sich an einen Artikel in der Print-Ausgabe des Tagesspiegel erinnern, den er aber online nicht finden könne (ich habe ihn auch nicht gefunden), in dem es um eine Gerichtsverhandlung gegen einen britischen Agenten ging, der die Berliner Antifa nicht nur infiltriert, sondern auch Gewalt initiiert habe.

Als ich nach einem solchen Artikel gegoogelt habe, habe ich nichts gefunden. Dafür diesen Artikel, laut dem der britische Geheimdienst ab 1917 Mussolini dafür bezahlt habe, Propaganda dafür zu machen, mit den Allierten im ersten Weltkrieg gegen Deutschland zu kämpfen. Italien sei damals unzuverlässig gewesen, und man habe da einfach mal einen finanziell knappen und unbedeutenden Fanatiker finanziell für Propaganda gefördert – dessen dürre Zeitung konnte das Geld gut brauchen – aus dem dann der italienische Duce wurde. Man könnte auf den Gedanken kommen, dass Hitler nicht zufällig Mussolini imitiert hat, sondern dass an der Story mit dem Geldkoffer was dran war und man ihm gesagt hatte „Mach’s wie der Mussolini, das geht schnell”. Das Zwischenergebnis eines Hampeldiktators war sogar das gleiche. Danach lief’s unterschiedlich.

Dazu würde passen, was mir ein anderer Leser schreibt:

Zu Hitlers Hintergrund, folgendes Zitat aus den Erinnerungen von Mathilde Ludendorff einer Psychologin und zweiten Ehefrau des ehemaligen WK 1 General Ludendorff:

General Ludendorff erhielt um 1930 Besuch von hochrangigen Wallstreet Vertretern, die ihm wie Geld und die Reichskanzlerschaft (de facto Statthalterschaft) über Deutschland anboten. Ludendorff lehnte entrüstet ab und sagte, nachdem er den Herren die Tür gewissen hatte: “Mathilde, diese Leute werden nun zu Herrn Hitler gehen, und der wird nicht Nein sagen.”

Es ist nicht erstaunlich dass die Ludendorffs von der “konkret” Linken, gern als geisteskranke Esoteriker verspottet werden.

Man empfiehlt mir dazu das Video „How to engineer a crisis”, das ich aber noch nicht gesehen habe. Keine Ahnung, ob das was taugt.

Zurück zu Mussolini:

Neben der Kriegspropaganda war Mussolini auch bereit seine Schlägertrupps gegen Teilnehmer von Friedensdemonstrationen einzusetzen um sie zu „überzeugen“ lieber zu Hause zu bleiben.

Wieder das Prinzip Faschisten (Fascio = Bündel, Verbund). Oder Antifa. Oder SA. Alles das gleiche. In dem Zusammenhang wies mich jemand auf Gladio hin:

Gladio (ital. „Kurzschwert“; von lat. Gladius) war der Deckname für eine geheime paramilitärische Organisation in Italien, die dort nach einer Invasion von Truppen des Warschauer Paktes Guerilla-Operationen und Sabotage gegen die Invasoren durchführen sollte. […]

Ab 1950 wurden in Italien Agenten für Guerillaoperationen und Sabotage gegen Besatzertruppen des Warschauer Pakts ausgebildet. Für diese „Stay Behind“-Operationen wurden europaweit geheime, illegale Waffendepots angelegt. Die Existenz der Untergrund-Armee wurde geheim gehalten und war nur einem kleinen Kreis von Regierungsmitgliedern bekannt. In den einzelnen Ländern wurde die Anwerbung und Führung der Agenten meist von Unterabteilungen der jeweiligen nationalen Geheimdienste übernommen.

Könnte man vielleicht auch als Mussolini 2 bezeichnen. Oder Mussolini 3, falls Hitler Mussolini 2 war.

Gleich zwei Leser wollten mir einen Detail zum Röhm-Putsch nahebringen. Offiziell sei Röhm ja wegen Homosexualität umgelegt worden, das sei aber nur ein Vorwand gewesen. Nun unterscheiden sich die Leser etwas. Der eine meint, Röhm habe nach der Machtergreifung Sozialismus umsetzen wollen und sei deshalb umgelegt worden. Der andere meint, Hitler habe das von vornherein inszeniert, weil man erst auf Sozialismus gemacht habe, um Stimmen und Schlägerdienstleister wie Röhm zu bekommen, und nach der Machtergreifung Sozialismus zusammen mit Röhm in die Tonne geworfen.

Nochmal die Frage nach dem Russlandkrieg und dem oben genannten Vergleich, dass Stalin dem Holocaust vergleichbares vorgehabt habe. Ein Leser schreibt dazu:

Das Buch “Der Eisbrecher” festigt die von westlichen Historikern (nicht von intellektuell gedämpften deutschen) gestützte These, dass Stalin die Aktionen Hitlers nutzen wollte, um das sturmreif zerstrittene Europa getreu marxistischer Ideologie zu übernehmen. Er führt dabei u.a. die kriegsgerichtete Rüstungswirtschaft an, welche die Udssr seit 1920 zielgerichtet vorantrieb. Die 5-Jahrespläne liessen keinerlei Spielraum für die Produktion von Konsumgütern, selbst die Nahrungsmittelproduktion wurde weitgehend zur Devisenbeschaffung verwendet, was bereits früh die seelische Erschöpfung der Anfangs noch von revolutionären Hoffnungen begeisterten Bevölkerung zur Folge hatte. Die Rote Armee war 1941 die stärkste der Welt, an der Westgrenze standen sowjetische Luftlandetruppen (eine reine Angriffswaffe) in ungeheurer Stärke bereit.

Zeitgleich sabotierte die französische KP bzw. Komintern seit 1936 die französische Rüstungsindustrie während die KPD in Deutschland aus Moskau bezüglich des Widerstand gegen den NS an die kurze Leine genommen wurde.

Es ist nicht einfach, für den Krieg gegen Russland einen plausiblen Grund zu finden, normalerweise stellt man das als Größenwahn dar. Könnte es sein, dass das dazu diente, einem russischen Marxismus-Angriff zuvor zu kommen? Vielleicht veranlasst durch Eingriffe britischer Agenten?

Hirnstrukturen und Tribalismus

Ich möchte noch mal kurz auf etwas zurückkommen, was ich vor einiger Zeit mal angeschnitten hatte. Hirnstrukturen, Amygdala, Tribalismus. Gruppen- und Abschottungsverhalten gegen Fremde sind im Hirn strukturell verankert und evolutionär entstanden. Durch eigene Hirnstrukturen werden diese Verhaltensweisen besonders stark, weil eben kaum an- oder umtrainierbar. Die Amygdala scheint dafür zuständig zu sein, und man kann sich seine Hirnstruktur nicht umbauen.

Marx, Freud, die Frankfurter Schule, die Soziologen und die Sozialisten, sie lagen deshalb komplett falsch. Sie unterstell(t)en, dass der Mensch sowas von Geburt nicht kennt und ihm das ansozialisiert wurde, beziehungsweise das durch Umlenkung des Sexualtriebes entstanden sei. Gruseliger Blödsinn, aber damals und heute noch bei vielen feste Überzeugung.

Das genau könnte sich als historischer Wahnsinnsfehler erwiesen haben. Wenn man nämlich einen sozialistisch-kommunistischen Ansatz wählt, mit Gewalt eine einheitliche, gleichmäßig durchmischte Masse herstellen zu wollen, weil einem das ideologisch als utopisches Ziel erscheint, könnte es sein, dass man damit – ungewollt und ungeahnt – eine Gegenreaktion von unvorstellbarem Ausmaß hervorruft. Man war der Überzeugung, dass man Leute mit Breite, Propaganda und etwas Gewalt zu Sozialisten umtrainieren oder von Geburt an sozialisieren könnte, weil man dachte, das sei alles Erziehungssache.

Wenn das allerdings nicht stimmt und es da oben im Gehirn einen eigenen Teil gibt, der dafür zuständig ist, das alles abzuwehren, und zwar mit der Macht die festverdrahtete Hirnfunktionen nunmal haben, nämlich dem Override über das Bewusstsein mit der Gewalt vegetativer Körperfunktionen, dann könnte genau das erklären, wie Katastrophen entstehen und Menschen zu Massenmördern werden. Einfach weil Leute wie Marx und Freud falsche Vorhersagen getroffen und das Hirn nicht verstanden haben. Freud unterstellt, dass wir angeborene Funktionen als „Es” haben, die aber durch Erziehung und das „Über-Ich” überdeckt werden könnten.

Was, wenn das so nicht funktioniert?

Wenn es festverdrahtete Hirnfunktionen gibt, die nicht wegzuerziehen sind? Versucht mal, Körperreflexe zu unterlassen. Oder die Luft anzuhalten, bis Ihr bewusstlos werdet. Die Hand nicht von der Herdplatte zurückzuziehen. Ekel zu unterdrücken. Es gibt ja Leute, die Fremdenfeindlichkeit für eine Überlebensstrategie gegen Krankheiten halten, auf die das eigene Immunsystem nicht vorbereitet ist. So wie die Indianer nach Ankunft der Europäer an Krankheiten starben.

Was ist, wenn Marx, Freund und so weiter falsch liegen und die Befolgung ihrer Thesen zu diesen enormen Abwehrreaktionen führt?

Steht uns eine Wiederholung bevor?

Man wird sicherlich dazu neigen, das alles als Verschwörungstheorie und vielleicht als Relativierung zu beschimpfen, weil es dem Wahnsinn drei Elemente des Wahnsinns nimmt: Die Singularität, die Lokalität und die Irrationalität. Es verschiebt die Rolle Hitlers etwas vom Protagonisten zum Antagonisten und zum Nachahmer.

Gerade dieses Zurückschrecken vor dem politisch nicht korrekten Gedanken könnte sich aber als allerhöchst gefährlich erweisen. Denn gerade dadurch könnte man blind für Wiederholungen werden.

Denn wenn das so stimmt, dann wäre die aktuelle Lage verblüffend ähnlich der Lage vor 100 Jahren. Wir haben wieder eine überragend starke russische Armee, der wir nicht gewachsen sind. Wir haben wieder einen enormen Marxismus-Druck, der sogar in die USA reicht. Wir stehen wieder unter enormem Einfluss westlicher Geheimdienste. Wir haben einen enormen Einwanderungs- und Überfremdungsdruck. Wirtschaftlich sieht’s auch nicht so gut aus, Zinsen weg, absurd hohe Steuern und Auslandsbelastungen, dazu Hauptzahler für die EU, für Griechenland. Unsere Renten, unser Erspartes wird anderen gegeben. Nicht unähnlich der Situation nach dem Versailler Vertrag. Chaos in der Regierung, Führungslosigkeit. Enormer Ideologisierungsdruck Versagen des Rechtsstaates. Kriminalität auf den Straßen. Viele Arbeitslose. Zerfall des Staates. Druck zur Auflösung der Staaten zugunsten eines sozialistischen Großeuropas. Angst vor einer flächendeckenden Marxismuswelle.

Wir haben damit eine Situation, die der in der Weimarer Republik vor hundert Jahren verblüffend ähnlich ist.

Folgt man der political correctness-Schiene und dem Mainstream, dann sieht es nach „alles gut” aus, weil wir ja Kampf gegen rechts, Antifa und genug Farbe haben, um Hakenkreuze zu übermalen (die, wie mir neulich jemand mit Antifa-Kontakten schrieb, ohnehin zu 90% von der Antifa gemalt werden, weil Rechte längst kapiert hätten, dass sie sich damit nur selbst schadeten. Gerade sagte mir jemand, die Antifa habe an das Haus eines Bloggers ein Hakenkreuz gemalt, um ihn als Nazi hinzustellen, und die Polizei habe es als „rechtsextreme Straftat” gezählt, weil es eine Vorgabe gibt, dass Hakenkreuze immer als rechtsextreme Straftat zu zählen seien).

Folgt man aber dem, was ich da geschrieben habe, dann muss allerhöchste Alarmstufe gelten.

Denn dann sind wir in einer Situation, die der verblüffend ähnlich ist, in der damals Hitler und die NSDAP an die Macht kamen. Und dann wären nicht die Rechten, sondern gerade die Antifa, die political correctness, die Immigration, die Medien der Auslöser, obwohl die sich alle für stramm links und antifaschistisch halten, weil genau das zur Katastrophe führt. Früher wie heute.

Ein Leser meinte, ich solle mal einen Blick in das Parteiprogramm der NSDAP von 1920 werfen.

Es ist erschreckend, wie genau das auf die heutige Situation passt. 1 bis 10 treffen die Stimmung zu Immigration und den vielen anderen Leuten eines überdrehten Sozialstaates, die ohne zu arbeiten mitfinanziert werden müssen.

13, 14, 15 könnte auch im Parteiprogramm der SPD und im Koalitionsvertrag stehen.

17 könnten die Linken gerade fordern, um Wohnen billiger zu machen.

19 könnte auch Scharia heißen.

20 liest sich wie Feminismus-Genderismus und Akademisierung.

Heißt: Ich halte die aktuelle Situation für in höchstem Maße brandgefährlich.

Da kann ein Funke reichen, um eine Wiederholung auszulösen.

Weil man sich immer auf Symbolik und Horror konzentriert und sich nie näher mit Funktion und Zustandekommen des Dritten Reiches beschäftigt hat. Weil’s da wohl zuviel zu verbergen gab. Und ausgerechnet die, die sich für Feuerwehrleute halten, Linke, Marxisten, Antifa, Politisch Korrekte, könnten sich als die Brandstifter und Brandbeschleuniger herausstellen. Weil das, was sie machen, im Prinzip dasselbe ist, weil sich wie damals Gleiche nur in Details unterscheiden. Und schon wieder prügelnde Horden durch die Straßen ziehen.

Es scheint übrigens, als sei mein Artikel über Merkel, Antifa und Mussolini aus dem Google-Index gelöscht worden. Soll man nicht finden und nicht lesen.

Nachtrag: Einen Punkt habe ich noch vergessen: Dass die amerikanischen Geheimdienste aus politischen Interessen irgendwelche durchgeknallten Typen an die Macht bringen, die sich dann als Verbrecher und Riesenproblem herausstellen, hatten wir im Laufe der letzten hundert Jahre ja nun schon öfters erlebt. Ich zitiere mal aus Wikipedia:

Operation Cyclone (englisch für Zyklon) war der Tarnname für eine Unternehmung des US-amerikanischen Auslandsgeheimdienstes CIA im Kalten Krieg, die ab Sommer 1979 in enger Zusammenarbeit mit dem pakistanischen Geheimdienst ISI die Bewaffnung, Ausbildung und Finanzierung islamistischer afghanischer Widerstandskämpfer (Mudschaheddin) zum Gegenstand hatte. Ziel war zunächst der Sturz der nach der Saurrevolution 1978 ausgerufenen pro-sowjetischen Demokratischen Republik Afghanistan und ab dem Beginn der sowjetischen Militärintervention vom Dezember 1979 die Erzwingung des Rückzugs der Invasionstruppen. […]

Am 3. Juli 1979 unterzeichnete US-Präsident Jimmy Carter auf Vorschlag seines Sicherheitsberaters Zbigniew Brzeziński die erste Direktive zur Unterstützung von antikommunistischen Mudschaheddin, darunter Osama Bin Laden, in Afghanistan mit u. a. 500.000 USD.

Oder SPIEGEL:

Sie belegen offenbar, wie die USA – durch Missmanagement und Versäumnisse – den Erzfeind al-Qaida finanziell unterstützten.

Und Snowden behauptet, die CIA habe auch den Islamischen Staat gegründet. Gibt ja noch mehr solche Fälle, in denen die USA Leute mit Geld, Waffen und Ausbildung versehen hat, die dann zu Terroristen wurden.

Scheint denen öfters zu passieren, dass sie irgendwelche Spinner groß und gefährlich machen, und das dann höllisch schief geht, vor allem wenn es gegen Kommunisten und Sowjets gehen soll. Die Frage ist, ob Mussolini und Hitler auch solche Fälle waren. Nein. Eigentlich ist das nicht die Frage. Die Frage wäre, ob das der Grund dafür sein könnte, dass sich Rechte und Linke so ähnlich sind. Ist Hitler deshalb zusammenplagiiert und Mussolini so ähnlich, weil das schnell gehen musste?