Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Die Evolution des Marxismus-Genderismus

Hadmut
22.10.2017 23:54

Was ist der nächste Versuch des Klassenkampfes? Ich decke auf:

Ich habe das ja schon öfters geschrieben, wie der Genderismus enstand. Während des Dritten Reiches mussten die jüdischen Marxisten der Frankfurter Schule in die USA fliehen und hatten dort zwei marxistische Probleme: Erstens wunderten die sich, dass der von Marx versprochende Klassenkampf gegen den Kapitalismus nicht eingetreten war, und es den Leuten im Kapitalismus eigentlich viel besser ging, als im Kommunismus. Und zweitens war es unhöflich, im Gastland USA auf den Kapitalismus einzuschlagen.

Anstatt aber auf den Trichter zu kommen, dass Marx eben nicht der Messias war, wenn seine Vorhersagen nicht eintreten, meinten sie, es können nur an dem einen Detail liegen, dass es eben nicht der Kapitalismus wäre, der das Übel der Welt sei. Sie suchten nach einem anderen Übel, um einen Klassenkampf anzuzetteln.

Dazu passte eben, dass Schüler des Pseudopsychos Sigmund Freud Kontakt zur Frankfurter Schule hatten und Freuds Geschlechtergebrabbel dorthin schleppten. Das gefiel, denn Marx hatte auch schon was dazu erzählt, dass Klassen und Geschlechter nur gemacht und nicht angeboren würden. Also kochten sie daraus den Feminismus-Genderismus, der heute noch versucht, einen Klassenkampf anzuzetteln, indem man den einen einredete, sie seien nicht nur unterdrückt, sondern als Unterdrückte schlechthin geboren und gemacht, und ihre Unterdrückung bestehe darin, von bösen Männern zur Hetereosexualität zugeritten worden zu sein. Und den Männern sagte man, sie sollten sich jetzt als Unterdrücker fühlen, damit das Brettspiel endlich aufgeht.

Hat jetzt aber auch nicht so richtig funktioniert.

Danach versuchte man es mit Homosexuellen und Queeren, um denen zu sagen (oder sie teils erst mal zu machen), dass sie jetzt die Unterdrückten seien und den Klassenkampf brauchten.

Hat jetzt auch nicht so funktioniert. Die sind zwar aggressiv genug, aber zu wenige.

Nächster Versuch. Rassen und Hautfarben und Religionen. Neues Problem: Frauen hatte man per se genug. Queere und Transen hatte man nicht genug, konnte sie aber in gewissem Umfang machen. Aber wie macht man Andersfarbige? Ging nicht. Musste man importieren. So richtig mal zwei Gruppen aufeinanderhetzen, Rechte gegen Islamisten, das müsste doch einen richtig schönen Klassenkampf geben.

Naja, Streit und Terrorismus gab’s schon, aber so richtig klassenkampfig war das auch nicht.

Während die einen nun immer noch am Marxismus der ersten Art hängen und auf Kapitalisten schimpfen, bahnt sich nun gerade der nächste Versuch an. Neue Theorie:

Feminisms, Fuzzy Sciences, and Interspecies Intersectionalities: The Promises and Perils of Contemporary Dog Training
Harlan Eugene Weaver

Examples from ethnographic fieldwork conducted in an animal shelter help demonstrate the ways specific fuzzy sciences of training are feminist, while others are not. The article closes with a consideration of the ways that relationships between humans and animals not only reflect but also shape experiences of race, gender, sexuality, nation, species, and breed, or “interspecies intersectionalities.”

“interspecies intersectionalities” – Jetzt geht’s an die Inklusion des Hundes. Und vermutlich auch aller anderen Viecher.

Abstract, Paper als PDF, Paper als HTML, Autor.

Könnt Ihr Euch jetzt selbst durchlesen und überlegen, ob das Parodie oder Ernst sein soll.

Und stellt Euch schon mal auf eine Hundequote in Vorständen und Aufsichtsräten ein.

Und kommt ja nicht auf die Idee, irgendwo einen Hot Dog zu bestellen, das wäre Rassismus und eine Verfestigung der Opferrolle des Tieres als Nahrungsquelle.