Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Das Männerdrama der Frauen, die sich für intelligent halten

Hadmut
8.10.2017 12:38

Tja. Wird wohl nix mit Fortpflanzung. [Nachtrag 2]

Das Käseblatt DER STERN jammert diese Woche mal wieder die altbekannte Story herunter, dass die Frauen heute so klug seien, und die Männer so dumm (Bier und Fußball), dass die Frauen keine geeigneten Partner mehr fänden.

(Was vermutlich den Tatbestand zutreffend beschreibt, aber nicht die Ursache, denn Männer sind ja nicht dumm, sondern nur die Dummen lassen sich auf solche Dates noch ein. Welcher schlaue Mann würde sich selbst den Hyänen zum Fraß vorwerfen?)

Die Statistik zeigt, dass immer mehr Frauen vor diesem Dilemma stehen. Überall im Westen nimmt die Zahl der Frauen zu, die eine Universität besuchen. In vielen Ländern studieren inzwischen mehr Frauen als Männer. Das bedeutet aber auch, dass es auf dem Dating-Markt einen Überhang gebildeter Frauen gibt. Verschärft wird dieses Problem noch, weil ein Teil der gut ausgebildeten Männer kein Problem mit nicht so gebildeten Partnerinnen hat. In China hat man für die Gruppe der klugen Frauen ohne Mann den wenig schmeichelhaften Namen “Die Übriggebliebenen” gefunden.

Was mal wieder journalistisches Versagen ist. Denn es gibt ja inzwischen keinen Grund mehr, vom Besuch einer Universität auf Bildung zu schließen. Im Gegenteil wird der hohe Frauenanteil an Universitäten ja im wesentlichen von Geisteswissenschaften erzeugt, und da kommen sie ja meist dümmer (und vor allem unerträglicher) heraus, als sie reingegangen sind. Auf die Idee, dass eine Korrelation noch keine Kausalität ist, kommen die beim STERN natürlich nicht. Es kann ja auch sein, dass Frauen nach frauentypischen Studien einfach Charaktereigenschaften aufweisen, die nicht paarungskompatibel sind.

Natürlich geht dieses Gewäsch wieder mal von den englischsprachigen Ländern aus, Mail Online schreibt auch sowas:

We’re just too clever to find a boyfriend! It may sound insufferably smug, but these women say their high intellect means they struggle to meet someone

Huahahaha. Was man heute halt so unter „clever“ und „intellect“ versteht. Einbildung ist auch eine Bildung.

Es gab mal eine Zeit, als die Natur noch herrschte und wir noch nicht die vom weißen Mann geschaffene Bequemlichkeitszivilisation hatten, in der die Evolution noch galt. Da galt „survival of the fittest“, und da bemaß sich „clever“ noch nach dem Fortpflanzungserfolg. Die Natur wäre nie auf die Idee gekommen, etwas für clever zu halten, was sich nicht fortpflanzen kann. (Und warum man überhaupt Leute für „clever“ hält, die von sich selbst sagen, dass man sie nicht nach ihrem wirtschafltlichen Wert bewerten dürfe, ist auch nur mit einer Wertschätzung des Parasitären zu erklären, nämlich indem man es für „clever“ hält, sein Leben lang auf Kosten andere zu leben, ohne jemals selbst zu arbeiten).

  • Natasha Hooper, 22, says men do not know how to deal with educated women
  • She is worried about not finding love because of a shortage of educated men
  • Becca Porter, 23, says a man factory worker turned her down for being too clever

Das muss man sich mal klarmachen, was für eine Arroganz darin steckt: eine 22-jährige und eine 23-jährige, eigentlich noch Mädchen, die können in dem Alter noch nichts ernstliches studiert und schon gar nicht intellektuell gearbeitet haben, da ist das Hirn noch leer, die behaupten nun, sie fänden keinen Mann, der ihnen intellektuell gewachsen sei. Dann bringen sie weiter unten noch eine, deren Aussehen einen zum Burka-Befürworter werden lässt, Soziologin, und die wundert sich, dass sie keinen abkriegt.

Andrea Gould, 41, from Frinton-on-Sea, Essex, has two degrees and says her intellect has prevented her from finding love and having the family she longed for. […]

‘Being an A-grade student has been an obstacle as much as a blessing. It has limited my choices in men,’ she says.

During both her degrees — she first studied English and German at Anglia Ruskin University in Cambridge, then social policy at the same university for an extra ‘challenge’ — she claims male students fell into two camps. ‘There were geeky types into computer games, and leery lads who just wanted to drink and were intimidated by my studious nature,’ she recalls. ‘I didn’t want to be around either.’

Throughout her 20s and 30s Andrea — who worked as a foreign languages teacher before setting up an online furniture store — struggled to find anyone suitable.

Studiert Sprachen und Sozialpolitik – und hält das für „Intellekt“. Wer bumst sowas? Na, eben keiner. Oder fast keiner:

Her longest relationship, for two years, was in her mid-30s with a musician. It ended because she disapproved of his use of cannabis.

Na, der war doch angemessen…

‘But we had nothing in common. Men think I’m too serious. I want to talk about psychology and literature — they’re obsessed with UFOs and Harry Potter. Perhaps I’m too fussy, but I’m bored within an hour.’

Dr Elle Boag, a social psychologist at Birmingham City University, says: ‘More women graduate with the expectation of being challenged by conversation in a romantic context as well as in their careers.

Jetzt mal im Ernst: Welcher Mann mit Inhalt in der Birne hat Interesse daran, sich mit einer Sozialpolitikerin über Literatur zu unterhalten?

Sowas wäre doch Intellekt-Vergeudung. Kein Wunder, dass der Cannabis brauchte.

Wenn man wissen will, woran es wirklich scheitert, kann man auch einfach mal ins dumme Fernsehen und dessen Kindergeburtstagshows gucken (oder einfach die Zusammenfassung lesen). Da hat man 30 Frauen drei Single-Männer vorgeführt, auf dass sie sich zu einem Date einlassen.

Wurde bei zweien nichts. Und der dritte bekam nur eines.

Mit Intellekt hatte das allerdings nichts zu tun:

Einer von ihnen war der 26-jährige Philip. „Geht gar nicht“, hört man schon die ersten Frauen zetern, als er zur eigens ausgewählten Musik dynamisch die beiden Reihen entlang schritt. Gleich neun drückten bereits nach seinem ersten Satz auf den Buzzer.

Die wenig originellen Erklärungen folgten prompt: Jolien, die selbst mit Plastik-Blumen a la Kirmes-Schießstand im Haar aufwartete, gefiel Philips „Streifenhörnchen-Frisur“ nicht. Malin befand: „Ich bin Stier, du bist emotional, wenn ich ausraste, fängst du an zu heulen!“

So weit so gut. Völlig verscherzte es sich Philip am Ende, als er sich für die dritte Runde ans Klavier setzte und in die Tasten haute. „Ich fands toll“, gibt Schmitz ihm am Ende noch mit auf den Weg, bevor Philip alleine das Studio verlässt und die 30 Grazien sich selbst überlässt.

Intellekt kommt da gar nicht erst vor.

Wenig besser lief es auch für Kandidat Florian. Den Filialleiter fanden gleich mehrere der Frauen „zu alt“. Außerdem attestierte Plastikblumen-Jolien eine „Quäke-Stimme“ – und die muss es ja schließlich wissen.

Als Florian am Ende dann auch noch einen Foxtrott mit Ralf Schmitz tanzte, war es den Damen endgültig zu bunt. Alle hauten auf den Buzzer. Auch Florian ging allein nach hause…

Ob es die durchlöcherte Hochwasserhose oder sein charmantes Lächeln war, ist unklar, fest steht: Mit einem Date verließ am Samstagabend lediglich Basti aus Duisburg die Show.

Und dann noch der:

Doch nicht nur Basti, auch Ralf Schmitz musste von den Frauen einstecken. So ließ Kandidatin Julia auf die Frage, wieso sie den Buzzer gedrückt habe, verlauten: „Ich hab gesehen, als Du neben ihm standest, dass er ja wirklich nicht viel größer ist als Du.“

Schmitz Reaktion: „Ich bin nicht 1.40, ich bin 1.68 Meter groß. Eine Unverschämtheit!“

So sieht’s aus. Das trifft die Realität ziemlich gut. Mit Intellekt hat das gar nichts zu tun, sondern damit, dass sich viele Frauen einfach benehmen wie Sau. Und dabei vor allem nach Äußerlichkeiten gehen. Das war zwar auch früher tendenziell schon so, aber früher hat es den Frauen gereicht, eine „gute Partie“ abzubekommen oder einen, der ein guter Vater wäre oder solide ist. Heute sind sie in einem Selbstoptimierungswahn und halten sich aufgrund irgendeines Deppenstudiums für Intellektuelle, und erwarten dann, genau die Sorte Mann zu bekommen, die schlau genug ist, sich mit ihnen nicht einzulassen.

Es hat auch damit zu tun, dass die Erwartungshaltung immer noch die des Luxusweibchens ist: Berge von Abschlüssen wollen sie haben, aber dann einen Mann, der soweit über ihnen ist, dass es wieder gerechtfertigt erscheint, wenn sie nicht arbeiten, sondern nur untätige oder luxustätige Gattin sind. Nicht auszuhalten, wenn sie die Besserverdienende wären und der Mann dann zuhause bleibt und sich ein schönes Leben macht.

Und das mit den 1.68 kann ich auch bestätigen: Das allerwichtigste ist Körpergröße. Für die meisten Frauen ist es ungemein wichtig, zu „ihm“ hinaufschauen und sich an die starke Brust anlehnen zu können. Und zwar auch auf 12cm-Absätzen (bei ihr, nicht bei ihm).

Was uns der Journalismus eben so für Märchen auftischt.

Nachtrag: Ein Leser beklagt, ich hätte das schönste Zitat aus dem STERN nicht gebracht. Gut, wenn es so schön ist, holen wir das nach:

Natasha geht auch die Burschen-Herrlichkeit ihrer Kommilitonen zu weit. Anstatt anregende Gespräche zu führen, wollen die lieber feiern. Deren Welt bestehe nur aus Partys, Fußball und Konzerten, klagt die Schönheit. “Einer hat unser Date viermal abgesagt, weil er zu betrunken war.” Ihr erster Ausweg führte in Richtung “ältere Herren”. Doch dieser Pfad hat auch seine Nachteile, denn diese Männer würden mit ihren Lieblingsthemen rund um Rassen- und Genderproblemen nichts anfangen können.

…diese Männer würden mit ihren Lieblingsthemen rund um Rassen- und Genderproblemen nichts anfangen können.

Und die hält sich für intellektuell.

Nachtrag 2: *Seufz* Der nächste Leser kommt und bringt ein Zitat, das unbedingt zitiert werden müsse:

Dr. Elle Boag glaubt nicht, dass das Klischee eines ignoranten und dummen Mannes die große Liebe verhindert. Diese tröstende Erklärung würde den Frauen auch kaum etwas nützen. Sie glaubt, dass ihr Stolz auf das Erreichte und die eigene Brillanz den Frauen zum Verhängnis wird. “Heute empfinden Frauen sogar ihr eigenes aggressives Verhalten als eine Form von Empowerment. Dieses Verhalten ist so alltäglich geworden, dass sie es nicht einmal als beschämend ansehen.”

Das ist richtig. Viele feministisch orientierte Frauen haben heute ein Benehmen wie eine Wildsau, halten das aber für richtig und nennen es „Empowerment“. „Empowerment“ ist nur eine Ausbildung in rotzigem Benehmen.