Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Noch weiter links neben der Spur

Hadmut
26.6.2017 20:19

Mehr zu Nicole Gohlke von den Linken.

Nach dem Tweet, den ich vorhin erwähnt habe, hier nun auch Details aus ihrer Bundestagsrede. Nachzulesen im Plenarprotokoll 18/241, angeblich auch (habe ich noch nicht angesehen) im Parlamentsvideo.

Frauen werden im Schnitt um 21 Prozent schlechter bezahlt als Männer. Frauen sind besonders von Armut betroffen; denn vor allem Frauen arbeiten in Minijobs und im Niedriglohnbereich.
Nicht zufällig werden gerade die Berufe, in denen viele Frauen arbeiten, schlechter bezahlt.

Schon jetzt ist belegt, dass die 21 Prozent von Frauen weitgehend selbstverschuldet sind.

Ist Euch schon mal aufgefallen, dass immer dann, wenn es feministisch wird, eine passive Sprache verwendet wird? Es geht nie darum, was sie arbeiten, sondern immer nur, wie sie dafür bezahlt werden. Es hat nie irgendwas mit Leistung-Gegenleistung zu tun.

Und auch die Frage, ob die Frauen dadurch, dass sie massenweise in Frauenberufe stürmen, nicht selbst die Inflation verursachen, die ihre Preise drückt. Schuld sind immer andere. Noch nie hat eine Feministin untersucht, was Frauen selbst falsch machen oder ob sie es überhaupt anders wollen.

Es sind immer noch Frauen, die überwiegend unbezahlte Arbeit in Haushalt, Familie und Ehrenamt leisten; und am Ende, im Alter, sind sie es, die überwiegend in prekären Verhältnissen und Altersarmut landen.

Mal ganz blöd gefragt: Warum machen sie es dann? Und warum haben sie als Lebensentwurf, geheiratet und ausgehalten zu werden?

Dass es auch viele Frauen gibt, die durch Heirat reich werden, ohne jemals etwas gearbeitet zu haben, wird nicht erwähnt. Geht es aber schief, wenn sie sich an einen Mann dranhängen, dann jammern sie von Altersarmut.

Frauen bekommen durchschnittlich ein Drittel weniger Rente als Männer. Das ist doch Wahnsinn! Das ist ein Skandal!

Es ist vor allem gelogen. Denn Frauen werden im Schnitt über 5 Jahre älter als Männer und haben damit eine deutliche höhere Rentenrendite. Schon jetzt wird die Frauenrente von den Männern quersubventioniert, und viele Männer bekommen niemals Rente, weil sie vorher sterben. Nur wird das nie betrachtet. Es gibt viel mehr Männer als Frauen, die ihr Leben lang einzahlen und keinen Pfennig bekommen, weil sie vor Rentenalter wegsterben.

Mal anders gefragt: Warum muss die Bevölkerung eigentlich länger arbeiten, wenn das durchschnittliche Lebensalter steigt, weil man sagt, dass wer länger lebt auch länger arbeiten muss, während Frauen nicht länger arbeiten müssen als Männer, obwohl sie über 5 Jahre länger leben?

Die Rente von Frauen wäre höher, wenn sie auch proportional länger arbeiten würden – soviel länger, wie man Männern zumutet, wenn deren mittlere Lebenserwartung um 5 Jahre steigt.

Und es ist deshalb gelogen, weil Frauen einfach weniger arbeiten. Schaut man sich beispielsweise Arztpraxen in Berlin an, bei denen die Ärzte ja völlig beliebig selbst festlegen, wann und wie lange sie öffnen, dann fällt auf, dass viele Ärztinnen nur halbtags arbeiten – einfach weil sie das so wollen.

Stellen wir doch mal die Gegenfrage: Warum ist es für Frauen so viel leichter, halbtags zu arbeiten als für Männer? Ich bekäme in meinem Beruf keine Halbtagsstelle. Ich muss voll arbeiten.

Warum aber wird das nie angesprochen?

Bei der Armut stellen Frauen die Mehrheit.

Und bei denen, die schuften gehen, um andere zu ernähren, stellen Männer die Mehrheit.

Wieviele der Frauen in Armut haben nie etwas vernünftiges gelernt?

Wie sieht der Unterhaltstransfer zwischen Männern und Frauen aus? Wer zahlt mehr? Frauen für Männer oder Männer für Frauen?

An anderer Stelle sind Frauen eine Seltenheit, nämlich wenn es um die gutbezahlten Jobs in der Wirtschaft geht. Die Frauenquote in den Vorständen der 160 wichtigsten börsen-
notierten Unternehmen Deutschlands liegt bei peinlichen 6,7 Prozent. In der Wissenschaft stößt man auf das gleiche Problem: Frauen absolvieren zwar über die Hälfte aller Studienabschlüsse, bei den Promotionen liegt der Frauenanteil noch immer bei über 40 Prozent; aber bei den Habilitationen und Professuren, also genau da, wo es um die Karriere geht, bricht der Frauenanteil auf 18 Prozent ein.

Wieso eigentlich peinlich?

Peinlich für wen?

Normalerweise ist Minderleistung peinlich für Minderleister. Hier aber versucht man, die Minderleistung als Peinlichkeit für andere zu verkaufen. Seit wann ist aber der, der beim Hundertmeterlauf zu langsam ist und verliert, peinlich für den Gewinner?

Warum wird nie der naheliegendste Gedanke geäußert, nämlich dass dieses Leistungsbild peinlich für die Frauen ist? Warum sollen daran die Männer schuld sein? Ist es nicht eher so, dass unsere Frauen peinlich faul sind?

Warum sind Frauen in der Wissenschaft noch bis zur Promotion zahlenmäßig stark dabei und dann nicht mehr? Weil man es bis zur Promotion als Frau völlig leistungslos schafft und sich mit Stipendien und Fördergeldern völlig leistungslos durchfressen kann. Dann aber geht das nicht mehr so, danach müsste man doch was arbeiten. Gleichzeitig ist man in dem Alter, in dem man dann lieber heiratet und Kinder produziert.

Das ist die Situation im Jahr 2017, und das ist nichts anderes als systematische und strukturelle Diskriminierung.

Das ist keine Diskriminierung, sondern das ist das Leistungsbild der Frauen von heute.

Obwohl die Situation so ist, wie ich sie beschrieben habe, und obwohl die Ungerechtigkeit so offensichtlich und so massiv ist, führen die neuen rechten Kräfte einen Feldzug gegen die vermeintliche Genderideologie und gegen die Gleichstellung, die ja in Wahrheit überhaupt nicht erreicht ist, aber überfällig wäre. Aber den neofaschistischen und autoritären Kräften wie der AfD reicht die bestehende Diskriminierung nicht aus, mit der die Menschen hier zu kämpfen haben.

Diskriminierung? Ungerechtigkeit? Vermeintliche Genderideologie?

Warum steht dann in den feministischen Gender-Schriften, dass Wissenschaft frauendiskriminierend sei, weil sie Leistung und Qualität fordert? Dass sie Frauen benachteilige, weil Männern nun mal gerne in Labors forschten, und Frauen lieber Work-Life-Balance pflegten, und die Wissenschaft als Meritokratie deshalb frauenfeindlich sei, weil damit jeder Leistungsgedanke frauenfeindlich ist? Feminismus als Gleichstellung der Faulen?

Die Diskriminierung von Muslimen oder Geflüchteten, die Diskriminierung aufgrund von Geschlecht oder sexueller Orientierung, das alles reicht ihr nicht aus. Kräfte wie die AfD wollen
eine Gesellschaft der Ungleichheit und der Ungleichwertigkeit. Genau das gehört bekämpft.

Genau das macht zum Beispiel die Geschlechterforschung. Weil sie das macht, weil sie Ungerechtigkeiten offenlegt, gerät sie ins Visier der neuen Rechten.

Falsch.

Denn schon die Darstellung zeigt ja, dass es politisch ist und das Ergebnis fest vorgegeben ist, es also überhaupt nicht um Forschung geht.

In der Wissenschaft hat sich mit den Genderstudies eine Disziplin etabliert, die die Beziehungen von Geschlecht und Gesellschaft erforscht und Mechanismen der Unterdrückung offenlegt

Nein.

Gender Studies haben sich nicht etabliert, sie wurden aufgezwungen. Und sie sind keine Disziplin, sondern eine politische Einflussnahme auf die anderen Fächer. Und sie erforschen auch nichts, sie behaupten einfach. Und wären sie eine wissenschaftliche Disziplin, würden sie mit offenem Ergebnis unersuchen und nicht mit dem festgelegten Ziel losrennen, „Unterdrückung offenzulegen“, egal ob da was ist oder nicht. Selbst wenn sie es täten, wäre das keine wissenschaftliche Tätigkeit.

Es ist das Verdienst der Frauenbewegung und der Geschlechterforschung, dass inzwischen auch im Mainstream die Erkenntnis angekommen ist, dass die soziale Ungleichheit zwischen Männern und Frauen mit Vorstellungen von Männlichkeit und Weiblichkeit einhergeht, die gesellschaftlich und kulturell gemacht sind.

Falsch und längst wiederlegt.

Würden sich Gender Studies tatsächlich mit Geschlechtern beschäftigen, wie sie behaupten, dann hätten sie den Linken längst erklärt, dass das falsch und frei erfundener Humbug ist.

Die Realität ist aber, dass die Gender Studies aus dem linken Lager korrupt bezahlt werden und dass die Leute in den Gender Studies dafür bezahlt werden, dass sie den Linken das erzählen, was diese hören wollten.

Anders ausgedrückt: Diese Sichtweise der Linken ist eine von ihnen bei korrupten Inkompetenten eingekaufte Wunschaussage.

Den Gender Studies bliebe ja auch gar nichts anderes übrig. Wer von der Linie abweicht, wird sofort gesellschaftlich gelyncht und gefeuert. Die Leute in den Gender Studies sind wirtschaftlich davon abhängig, diesen Mist zu behaupten. Mit Wissenschaft hat das nichts zu tun.

Deswegen ist auch der Vorschlag der Grünen, ein Nachwuchsprogramm in der Genderforschung aufzulegen, so sympathisch. Das wäre natürlich ein deutliches Signal an die Wissenschafts-Community, dass die Bundesregierung hinter der Wissenschaftsfreiheit steht.

Falsch und gelogen.

Denn Gender Studies sind keine Wissenschaft, stehen daher nicht für Wissenschaftsfreiheit.

Im Gegenteil: Gender Studies greifen alle Fächer politisch an und sind damit genau das Gegenteil, nämlich die frontale Verletzung der Wissenschaftsfreiheit.

Wer für Wissenschaftsfreiheit steht, der muss die Fächer vor den Angriffen und Einmischungen politischer Agenten wie der Gender Studies schützen. Denn Art. 5 GG schützt vor jeder Ingerenz staatlicher Gewalt, und damit auch vor Gender Studies.

Dann hören Sie mal zu. – Auch die Junge Union, Ihre Jugendorganisation, fordert, ganz im Gleichklang mit der AfD – auch das ist ein Zitat–, „die finanzielle Förderung der sog. Gender-Studies einzustellen“

Dass solche Vorschläge gemacht werden, lässt tief blicken und sagt viel über das Verständnis von Wissenschaftsfreiheit aus.

Ja. Nämlich dass die verstanden haben, was Wissenschaftsfreiheit ist und was sie verfassungsrechtlich bedeutet, und deshalb diese staatliche Manipulation der Wissenschaft beenden wollen.

Ich sage ganz klar: Wer es heute mit der Wissenschaftsfreiheit ernst meint, der muss die Genderforschung verteidigen.

Falsch.

Andersherum.

Der muss die Wissenschaft vor den Angriffen der Gender Studies schützen und verhindern, dass Wissenschaftler weiter beschimpft, angegriffen, erpresst, verleumdet, verfolgt werden.

Dieser linke Komplex ist so unglaublich verlogen, so abgrundtief rotzverlogen. So massiv kriminell, so korrupt. Greift alle Wissenschaften an und proklamiert noch Wissenschaftsfreiheit für sich.

Wer wählt sowas?