Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Der Merkel-Fehler der CDU und der Hirnschaden der SPD

Hadmut
5.2.2017 1:22

Sieht aus, als könnte die SPD gerade den Kapitalfehler der CDU ausnutzen.

Warum entsteht eigentlich gerade so ein Hype um Martin Schulz, Kanzlerkandidat und fleischgewordene Bildungsverachtung der SPD?

Von dem habe ich bisher nur arrogantes, überhebliches, leeres Geschwafel gehört und noch kein Wort, dazu, wie er das machen will.

  • Ein Leser schrieb mir das in einer Presseschau aus irgendeinem Blatt zitiert wurde:

    Schulz redet von Gerechtigkeit.

    Da fragt man sich, warum, wenn die SPD in den letzten 15 Jahren nuŕ in der Zeit der schwarz-gelben Koalition (4 Jahre) nicht an der Regierung beteiligt war.

    Öh, ja. Gute Frage. Wenn sie jetzt Gerechtigkeit wollen, was haben sie denn dann bisher gemacht?

  • Vorhin kam irgendwo in den Nachrichten ein Video mit Schulz, der theatralisch sinngemäß und halbwegs wörtlich verkündete:

    Gerechtigkeit heißt, dass der, der hart arbeitet, nicht schlechter gestellt ist als der, der sein Geld für sich arbeiten lässt.

    Dass der, der hart arbeitet, besser gestellt würde, als der, der nicht oder wenig arbeitet, hat er nicht gesagt.

Was ist überhaupt Gerechtigkeit?

Ständig schwafeln sie alle von Gerechtigkeit (auch die Verfassungsrichterin Baer), aber nie sagt einer, was das sein soll. Wenn man mal drüber nachdenkt, gibt es sowas wie Gerechtigkeit gar nicht. Das ist so ein rein subjektives Wohlfühlerlebnis, das jeder anders sieht. Gerechtigkeit ist für die, dass ihre Klientel und vor allem sie selbst bedient werden. Ich empfinde das, was die machen, als zutiefst ungerecht.

Ich habe ja neulich schon mal geschrieben, dass es sowas gar nicht gibt, sondern dass das nur bedeutet, dass der Belohnungsteil des Gehirns Belohnungen für irgendein soziales Verhalten ausschüttet, dass man aufgrund angeborener oder erlernter Verhaltensmuster als positiv bewertet, was letztlich aber willkürlich und zufällig ist.

Und dass viele ihr Belohnungszentrum mit Drogen (vor allem eben auch Zigaretten oder Alkohol) kaputt machen und chemisch überfluten, letztlich also nicht mal mehr in der Lage sind, ihr ohnehin schon subjektives und mehr oder weniger zufälliges Gerechtigkeitsempfinden noch störungsfrei auszuüben. Wenn ich damit richtig liege, wäre die Frage, ob ein trockener Alkoholiker überhaupt noch ein funktionierendes Gerechtigkeitsgefühl haben kann.

Ein Leser schrieb mir neulich, dass er im Zusammenhang mit einer Person in einer geschlossenen Anstalt von einem Arzt gewarnt wurde, dass trockene Alkoholiker regelrecht überschnappen. Weil sie das „Unmögliche” geschafft hätten, nämlich ihre Sucht zu überwinden, hielten sie sich für Superman und würden sich grenzenlos selbst überschätzen.

Bei Focus habe ich vorhin einen Artikel entdeckt, der ziemlich genau in diese Richtung geht. Das heißt, eigentlich ist es ein käuflicher Artikel der Süddeutschen hinter der Paywall. Aber Focus macht seinem schlechten Ruf mal wieder alle Ehre und schreibt einfach die kostenpflichtigen Artikel anderer ab und gibt sie kostenlos raus: Schattenseiten der Empathie: Forscher: Mitgefühl ist wie eine Droge – mit negativen Folgen

„In der Tat ist Empathie eigentlich sehr egoistisch“, erklärte der Professor für Kognitionswissenschaften und Germanistik gegenüber der „SZ“. „Es geht darum, was wir fühlen, wenn wir uns in andere Menschen hineinversetzen. Jeder Kinofilm oder gute Roman funktioniere auf diese Weise. „Es ist wie eine Droge, sich in jemand anderen hineinzufühlen“, so Breithaupt. Das eigene Gefühl stehe im Mittelpunkt.

In der deutschen Flüchtlingspolitik zeigte sich Mitgefühl als zwiespältige Angelegenheit, sagt Breithaupt. Man habe die Willkommenskultur und „anfängliche Begeisterung über die Flüchtlinge“ fälschlicherweise für Empathie gehalten. Die Menschen hätten sich in vielen Fällen nämlich „nicht mit den Flüchtlingen empathisch auseinandergesetzt, sondern sich mit den Heldenfiguren, den Rettern identifiziert“, so der Forscher.

Wie die Erwartungshaltung an Flüchtlinge entstand

„Es ging jedenfalls mehr darum, sich selbst für die eigene Großherzigkeit auf die Schulter zu klopfen, als zu sehen, wer sind diese Menschen, was ist ihr Schicksal, was wollen sie?“ so Breithaupt. Das knüpfte sich dann an Erwartungen gegenüber den Flüchtlingen. „Sie sollen etwas aus dem Geschenk der vermeintlichen Empathie machen, zum Beispiel auf der Stelle integriert sein.“

Ist Gerechtigkeitsempfinden mit Empathie verwandt? Gleiche Hirnregion? Oder ist es etwa das gleiche?

Und heißt „wie eine Droge” nicht genau das, was ich beschrieben habe, nämlich die suchtmachende Wirkung auf das Belohnungszentrum im Hirn?

Boah, was sind wir heute wieder so gut und gerecht gewesen?

Sind Gutmenschen Hirngestörte wie Drogenkranke? Überreizung des Gerechtigkeitszentrums mit Rationalitätsverlust?

Und sind Sekten, ist Scientology, ist der Islam, ist die SPD am Ende nichts anderes als eine Großveranstaltung zum Trainieren einer Art von meditativer Übung zur Reizung des eigenen Belohnungszentrums?

So eine Art Gruppenwichsen, nur nicht an den Geschlechtsorganen, sondern am Wohlfühlorgan?

Oder anderes gefragt: Ist die SPD am Ende nichts anderes als eine große organisierte Hirnfehlfunktion?

Jedenfalls benehmen sie sich so. Ich habe oft genug beschrieben, wie die da bei SPD-Veranstaltung durchdrehen, wenn man eine kritische Frage stellt.

Es scheint überhaupt so ein Effekt bei Linken zu sein. Guckt Euch die ganzen Bekloppten an den Unis bei ihren Demos an. Wenn die sich alle ihre Hirnfunktion „Belohnung” kaputtgeschossen haben, würde das erklären, warum die sich alle benehmen wie Höhlenorks.

Was zum Beispiel auch die Frage aufwirft, ob Drogenabhängige (auch Raucher und Alkoholiker) anfälliger für solche Ideologien sind. Und ob vielleicht deshalb die Grünen und Roten sich so für Drogen einsetzen. Haben die vielleicht alle ihr Einschussloch an derselben Stelle?

Wie kann das also sein, dass so viele auf einen Hohlschwätzer wie Martin Schulz abfahren, der nichts zu sagen braucht und auch nicht mehr sagen kann als „Gerechtigkeit”! Also gar nichts sagt?

Ist der vielleicht wie ein Drogendealer, der seinen Kunden die Droge, also das Kitzeln am Belohnungszentrum in Aussicht stellt? Folgt mir und Ihr werdet Euch so gut und gerecht fühlen?

Würde auch das durchgeknallte und inhaltslose Gerechtigkeitsgeschwafel von Feministinnen wie Baer erklären. Und warum die hinterher alle durchgeknallt aus den Gender-Studies wieder rauskommen. Dieses ganze permanente Opfer- und Gerechtigkeitsgefasel und was machen wir heute wieder alles, um Gerechtigkeit herzustellen, ohne jemals zu sagen und zu klären, was es überhaupt ist – geht es da am Ende vielleicht nur um eine Art autogenes Training mit dem Ziel, sich die Belohnungsdrüse abzumasturbieren? Wie Drogenabhängige?

Ich habe ja schon oft gesagt und betone es immer wieder: Ich halte mich aus dem Thema Klimawechsel heraus. Ich kenne mich da nicht aus, kann das nicht beurteilen und habe weder Zeit noch Lust, mich da reinzuhängen. Ich komme ja nicht mal mit den Sachen rum, die mich interessieren. Ich weiß also nicht, was da stimmt. (Ich freue mich zwar, dass so viele Leser mich mittlerweile als die Autorität in solchen Fragen ansehen und mir diese Fragestellungen antragen, aber ich will, kann und soll nicht alles alleine machen, das wäre auch gegen meine Zielrichtungen. Macht Blogs auf und schreibt es rein.) Einer machte mich aber auf diesen Artikel aufmerksam, indem die Frage aufgeworfen wird, ob es bei dem Klima-Dings nicht um Klima, sondern um Moral geht. Also wieder diese Gerechtigkeits-Suppe. Ist das vielleicht die Saat, die auf diesem Wir-wichsen-uns-das-Belohnungszentrum-Verhalten wächst und gedeiht?

So, wie auch bei den Social Justice Warriorn?

Alles egoistische Wichser?

Warum fallen Leute reihenweise auf einen Täuscher und Spinner wie Schulz herein?

Ein banaler Grund ist sicherlich, dass die SPD halt keinen besseren hatte. Man nimmt, was da ist.

Ein Hammer-Grund ist aber, dass Angela Merkel die CDU und die sich selbst in die Sackgasse gefahren hat.

Jahrelang hat Merkel alles weg- und totgebissen, was Konkurrenz für sie sein könnte, und jahrelang haben CDU-Auspeitscher alles ausgepeitscht, was Merkel als die Alleinheilige in Frage stellen könnte.

Ergebnis: Sie haben nur Merkel. Sie lässt sonst niemanden ran und es ist auch sonst niemand da. Die CDU ist zum Ein-Personen-Drama geworden. Es ist sonst niemand mehr auf der Bühne. Und ihr ist eh alles egal, solange sie Kanzlerin bleibt. Deshalb kommt es zu dem Effekt, dass die CDU zwar die stärkste Partei ist, die Politik aber fast nur von der SPD gestaltet wird.

Nun haben sie das Problem, dass keiner mehr Merkel sehen kann und will. Die nervt. Die hat’s verbockt. Die hat nix mehr zu bieten. Und die Farben ihrer Hosenanzüge sind auch schon x-mal durch. Merkel hängt den Leuten zum Hals raus.

Man weiß inzwischen auch nicht mehr, wofür man sie eigentlich wählen sollte. Wofür steht die eigentlich? Keiner weiß es. Es geht aber unter Spitzenpolitikern der Ratschlag um, sich nur niemals, unter keinen Umständen, ihrer Meinung anzuschließen. Denn das merkt sie sich, und wenn sie nächste Woche wieder mal ihre Meinung geändert hat, gilt man als Gegner und wird erledigt.

Wofür, außer für Langeweile, dröge Hosenanzüge und ranzige Neujahrsansprachen steht Angela Merkel?

Für nix. Für nix außer komischen Migrationseinladungen, die sie hinterher nicht mehr überblickt.

Die CDU hat sich auf Merkel festgelegt und die CDU hat sonst nichts außer Merkel. (Genaugenommen hat sie ja auch mit Merkel nichts, aber ohne hat sie noch nicht mal einen Namen und Pappschilder.)

Die Situation ist: Die SPD präsentiert einen Hohlschwätzer, und die CDU hat nicht mal dem etwas entgegenzusetzen.

Ich halte bis auf weiteres daran fest, die SPD für eine kollektive Hirnfunktionsstörung zu halten. Jedenfalls, solange sie auf Gerechtigkeit abfahren ohne sagen zu können, was es ist.