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Fake News = Political Correctness „hacken”

Hadmut
30.12.2016 20:09

Warum Fake News gut und wichtig sind.

Noch ein nachlaufender Gedanke zum Chaos Communication Congress 33C3, weil mir bei dem ganzen Mist ein ganz zentraler Denkfehler des CCC-Publikums aufgefallen ist.

Wie aus den Vorträgen und den Publikumsreaktionen ersichtlich war, waren „Fake News” ein zentrales Thema (klar, der CCC ist inzwischen eine Propaganda-Überzieher und das Thema hat die Politik vorgegeben, als springt der CCC durch den Reifen wie verlangt). Und das Publikum schien ziemlich einheitlich und ausnahmslos gegen „Fake News” eingestellt zu sein und das mit „rechtsradikal” zu identifizieren.

Hallo!?

Jemand zuhause!?

Daran merkt man, dass der CCC zur verblödeten Mainstream-Veranstaltung verkommen ist.

Es gab mal eine Zeit, in der war der CCC eine Veranstaltung für Hacker. Die ihren zentralen Spaß und intellektuellen Reiz daraus zogen, die Fehler in Systemen aufzuzeigen, indem sie sie „hacken” – eben auch durch Eingabe falscher Daten. Man gibt einem System andere Daten ein als erwartet und zeigt damit seine Konstruktionsfehler, seine Pfuschelemente, seine Funktionsmängel, seine Gefahren, seine Schädlichkeit auf. Fake Data sind ein zentrales Werkzeug des Hackens und der Systemanalyse.

Sind Fake News damit nicht „Hacken” im Ursinne?

Wir haben ein degeneriertes Pressesystem, das überhaupt nichts mehr verifiziert und sich darauf beschränkt, aus den political-correctness-Kanälen (und den Presseagenturen) unbesehen durchzureichen, was gerade kommt.

Wir haben ein degeneriertes Pressesystem, das sich längst daran gewöhnt und darauf eingestellt hat, dass Nachrichten gar nicht mehr zu hinterfragen sind, weil es Fakten gar nicht mehr gibt. Was politisch und ideologisch von oben vorgegeben wird, ist gefälligst zu glauben, und jeder Zweifler ist ein Verschwörungstheoritiker oder Populist. Darin hatten sich die Medien über Jahre bequem drin eingerichtet. Bequem, weil man kein Hirn braucht und es kaum Arbeit macht.

Beispiel: Gender Pay Gap. Alle haben das nachgeplappert, fast keiner hat es nachgeprüft. Oder überhaupt das ganze Gender-Ding von der Unterdrückung der Frau und dem Sexismus. Hat man einfach durchgereicht, nie geprüft.

Fake News „hacken” dieses System.

Damit lernen wir nun wieder, nicht alles zu glauben, sondern Meldungen auch zu überdenken, überprüfen. Und Journalisten werden endlich wieder (etwas) gezwungen, ihre Nachrichten nachzuprüfen und wenigestens etwas Hirn einzusetzen.

Merkt das CCC-Publikum aber schon nicht mehr. Es ist schon länger her, dass die noch selbst denken und hacken konnten. Nur noch Leute, die dahin gehen, um sich ihre Erwartungshaltung erfüllen zu lassen.