Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Nazi-Codes und Werbe-Spots

Hadmut
13.12.2016 21:43

Hohoho. Ist das ein hammerhartes Ding. Auf einmal passen völlig verrückte Dinge zusammen. [Update!]

Vor einigen Tagen oder Wochen bat mich ein Leser darum, eine Sache einzuschätzen. In einer ganzen Reihe von Fällen – ein Edeka-Werbespot, ein Karussel in Hamburg – hatte man irgendwelche Dinge als Nazi-Zeug bezeichnet, weil beim Kinderkarussel ein Mini-Auto mit HH 88 auf dem Kennzeichen mitfuhr, was ein Nazi-Code sei (88 = HH weil achter Buchstabe, HH stehe für Heil Hitler, ein angeblich unter Nazis verbreiteter Code). In Hamburg wird jemandem vorgeworfen, Nazi zu sein, weil er HH auf dem Kennzeichen hat. Meine Güte.

Mir ist aber nichts gescheites dazu eingefallen. Nazis sind auch nicht mein Thema, ich mache in Gender-Betrug. Also habe ich es erst mal auf den TODO-Stapel, im Kopf behalten, da kommt doch sicherlich noch etwas, was das erhellt. Inzwischen unter tausend neuen Hinweisen begraben. Dann eben noch die Sache mit dem Edeka-Spot. Wo sich die Presse drüber auslies, etwas hier und hier.

Nun habe ich doch gestern gerade darüber geschrieben, dass da eine Werbeagentur-Mensch zusammen mit der Neo-Stasi Jagd auf alle möglichen alternativen Informationsmedien macht und versucht, denen das Wasser abzugraben, indem er ihre Werbekunden vergrault. Seiten wie Achse-des-Guten und Tichys Einblick bekommen ernste Probleme, weil ihnen plötzlich die Werbekunden wegbleiben (was ich für sittenwidrige vorsätzliche Schädigung und damit schadensersatzpflichtig halte).

Wer wäre auf die Idee gekommen, dass zwischen beiden Vorgängen ein direkter Zusammenhang besteht?

Lest unbedingt mal diese Aufstellung auf Achgut.

Demnach wären das alles Auswüchse eines Streites zwischen den beiden Werbeagenturen Scholz und Friends und Jung von Matt. Die würden sich sowieso bekriegen und mit Dreck bewerfen, wo es nur geht. (Irgendwie ist mir gerade, als hätte ich von diesem Privatkrieg zweier Hamburger Werbeangenturen schon mal gelesen, aber ich könnte mich beim besten Willen nicht an Namen erinnern.)

Auslöser des ganzen soll sein, dass Angela Merkel im November Jung von Matt mit der Wahlkampfkampagne beauftragt habe, was Scholz & Friends sauer aufgestoßen sei, weil die sonst Muttis Liebling gewesen wären.

Deshalb nun habe Scholz & Friends angefangen, gegen Jung von Matt zu sabotieren, und deshalb die absurde Nazi-Kampagne gegen den Edeka-Spot lanciert, weil der Edeka-Spot vom Konkurrenten Jung von Matt hergestellt worden sei. Man versuchte, den Konkurrenten in die Nazi-Ecke zu schieben, um denen den Merkel-Auftrag abzujagen.

Auch Tagesspiegel und Süddeutsche hätten bei der Intrige geholfen. Also bewusst und gewollt „Fake News” verbreitet. Dazu Achgut:

Als Kronzeugin fungierte die Leiterin der Landeszentrale für politische Bildung in Hamburg, Sabine Bamberger-Stemmann. Das Manager-Magazin sitzt ebenfalls in Hamburg. Es ist offenbar ein Skandal der kurzen Wege. Der Vorwurf, mit rechtsradikalen Codes zu operieren, ist auf jeden Fall desaströs für Jung von Matt, die Agentur also, die Angela Merkels Wahlkampf bestreiten soll und der ärgste Widersacher von Scholz & Friends ist.

Dann am 23.11.2016:

Am gleichen Tag startet Gerald Hensel von Scholz & Denunzianten auf seinem „privaten Blog” davaidavai.com die Kampagne #KeinGeldFuerRechts. Davaidavai.com hat sich inzwischen hinter einem Passwort verschanzt. Unter „#keingeldfuerrechts“ werden Anzeigenkunden mit Rufmord bedroht und gedrängt, ihre Buchungen auf Achgut.com zurückzuziehen.

Was meines Erachtens schon in den Schweregrad von Schutzgelderpressung auf dem Straßenstrich fällt. Das erfüllt den Straftatbestand der Nötigung (und ggf. Erpressung).

Außerdem gehört Scholz & Friends zu den Unterstützern der Neo-Stasi-Seite netz-gegen-nazis.de, hinter dem ja die Amadeu-Antonio-Stiftung und die ZEIT stecken. Wieder die Achse Hamburg-Berlin.

Dann:

Die Anzeigenvermittlung von Achgut.com bittet uns, den Vertrag im gegenseitigen Einvernehmen aufzulösen. Sämtliche Firmen hätten uns auf die Blacklist gesetzt. Ein fast totaler Boykott. Wir willigen ein, weil wir den Leuten in der Agentur weitergehende Schwierigkeiten und Repressalien ersparen wollen.

Und als es rauskommt, ziehen sie plötzlich alle ihre Seiten zurück oder sperren sie mit Passwort, Scholz & Friends will plötzlich mit dem Macher dahinter nicht mehr viel zu tun haben.

Ein Punkt ist mir daran nicht recht klar: Was hat der Krieg zwischen den Agenturen, auch wenn mit Nazi-Vorwürfen und Frontalangriffen auf Werbekunden (hier Edeka) geführt, mit dem zweiten Krieg den Achgut, Tichy und andere zu tun?

Ist das nur übergeschwappt? Oder gibt es da einen Zusammenhang, der sich mir noch nicht erschließt? Waren die plötzlich im Nazijägerwahn?

Macht Euch das mal klar: Ausgerechnet dieses Pressegesindel, das systematisch Falschmeldungen lanciert, führt gerade eine geballte Medienkampagne gegen „Fake News”. Da fragt man sich geradezu, welche Agentur für welche Partei hinter dieser Kampagne steckt.

Kein Wunder, dass ARD und ZDF plötzlich so wild dahinter her sind, dass ihre Sendungen nur noch eine Woche lang in der Mediathek stehen. Könnte ja alles mal platzen. Die Tagesschau kommt aus Hamburg.

Wisst Ihr, was mir jetzt noch fehlt zu meinem Glück?

Dass diese Entscheidung des Landgerichts Hamburg, wonach man beim Verlinken für Urheberrechtsverletzungen der verlinkten Seite haftet, auch in diesen Werbeagenturenkrieg gehört.

Und die werfen anderen „Fake News” vor…

Update

Ich hatte oben angesprochen, dass mir noch nicht ganz klar ist, worin der genaue Zusammenhang zwischen dem Krieg zwischen den Agenturen und dem Angriff auf die alternativen Medien besteht.

Ein Leser schreibt mir nun zwei plausible Dinge dazu:

  1. Es sei darum gegangen, sich bei Angela Merkel einzuschleimen, indem man ihr zeigt, dass man Merkel-Migrationsplan-Kritiker absägen kann und damit effektiver und schlagkräftiger als Jung von Matt sei, die den Auftrag bekommen haben.
  2. Scholz & Friends seien tendenziell linksradikal, und wollten als Linksradikale unbedingt Einfluss auf Merkels Politik nehmen (und an das Geld kommen, was da zu holen ist).

Das hieße dann aber auch, dass es eine indirekte Verbindung zu Angela Merkel gibt.