Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

“Gleiches Geld für gleichwertige Arbeit: Wege aus der Entgeltungleichheit zwischen den Geschlechtern”

Hadmut
13.6.2015 2:08

Ich war heute bei einer Veranstaltung der (SPD-)Friedrich-Ebert-Stiftung und der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft.

Erwartet hatte ich das übliche feministische Gejaule.

Vorgefunden habe ich jedoch eher ein postfeministisches Scherben-Zusammenkehren.

Die Einladung

Das war der Einladungstext:

Gender Pay Gap: eine soziale Ungerechtigkeit

Es besteht große Einigkeit darüber, dass der Gender Pay Gap eine soziale Ungerechtigkeit darstellt. Auch aus ökonomischer Sicht ist es problematisch, dass Frauen in Deutschland durchschnittlich 22 Prozent weniger in der Stunde verdienen als Männer.

Wie kann es also gelingen mehr Lohngerechtigkeit zu schaffen? Dieses Ziel verfolgt Manuela Schwesig, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, aktuell mit ihren Plänen für ein Entgeltgleichheitsgesetz. Ziel ist, mehr Transparenz bei Lohnstrukturen zu schaffen und direkte Lohndiskriminierung zu bekämpfen.

Ursachen der Lohndifferenz

Große Teile der Lohndifferenz kommen jedoch durch eine indirekte Lohndiskriminierung zu Stande. Hierzu gehören geschlechtsspezifische Unterschiede bei Berufswahl bzw. Branchenzugehörigkeit, Arbeitszeiten, familienbedingten Erwerbspausen und Karrierewegen. Dies wird mit Blick auf die so genannten “Frauenberufe” besonders deutlich: gesellschaftlich wichtige Arbeitsbereiche, die schlecht entlohnt werden.

Wege aus der Entgeltungleichheit

Insbesondere am Beispiel des Berufs der Erzieher_in wollen wir betrachten, wie sich die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern auswirkt und wie eine Aufwertung dieser Berufe gelingen kann. Über die verschiedenen Dimensionen der Entgeltungleichheit und ihre Ursachen diskutieren wir gemeinsam mit Wissenschaftler_innen, Politiker_innen, Gewerkschafter_innen, Arbeitgeber_innen und Arbeitnehmer_innen. Dabei gehen wir der Frage nach, wie die Lohnungerechtigkeit zwischen den Geschlechtern verringert werden kann und zeigen Wege aus der Entgeltungleichheit auf.

Wir laden Sie herzlich ein, sich zu informieren und mitzudiskutieren!

Da fiel schon auf, dass das etwas andere Töne als sonst sind. Nicht mehr nur das feministische Credo, dass sich die böse Männerwelt verschworen hat, um Frauen zu versklaven. Aber ausgerechnet in der Hölle des roten Genderismus, der Berliner Friedrich-Ebert-Stiftung?

Die Veranstaltung

Der übliche Vortragsraum, über den ich schon öfters berichtet habe, in dem das immer stattfindet (Hiroshimastraße 17). Aber: Sonst ist das immer ein offener, nur durch Säulen begrenzter Raum, in den rundherum das Foyer mit einbezogen und bestuhlt ist. Sieht zwar gut aus, aber mit grauenhafter Akkustik (jedenfalls hinten).

Heute war es anders, denn sie haben bewegliche Wände, die man zwischen die Säulen fahren kann und die so eine komplette dichte Wand erzeugen und damit einen runden, geschlossenen Vortragsraum mit komischen Wänden. Das ist zwar dann ziemlich hässlich, und hat auch viel weniger Platz, aber dafür ist dann die Akkustik deutlich besser, besonders vorne, wo ich heute ausnahmsweise mal saß.

Man brauchte auch weniger Platz, denn es waren viel weniger Leute da als sonst. Fast ausschließlich Frauen.

Gender Mainstreaming abgesagt?

Bemerkenswert: Die Veranstaltung drehte sich zwar argumentativ fast nur und praktisch durchgehend um Gender Pay Gap, aber: Gender spielte eine verblüffend geringe Rolle. Auch ansonsten waren die »feministischen« Töne verhalten, aus dem Publikum kam sogar später (weibliche!) Kritik. Dazu unten mehr.

Im selben Raum, auf derselben Bühne, am selben Stehpult wurde kürzlich noch behauptet, man müsse von der Vorstellung von zwei Geschlechtern weg, es gäbe 4.000 Geschlechter, man müsse die Stereotypen erschlagen, Frauen müssten Männerberufe erobern, es dürfe keine geschlechtstypischen Berufe mehr geben, und, und, und.

Und heute? Nichts dergleichen. Kein drittes Geschlecht, keine Transe im Publikum, keine Thematisierung von Schwulen oder Lesben. In der heutigen Veranstaltung bestand die Welt nicht nur einfach aus Männer und Frauen (und einem Publikum, das überhaupt nicht den Eindruck machte, da noch irgendwas anderes sehen zu wollen), sondern sogar einer immer wieder und sehr deutlich geäußerten Ansicht, dass es deutliche Männer- und deutliche Frauenberufe gäbe, und man daran auch nichts zu ändern beabsichtige.

Hoppla!

Was ist das denn?

Nix mehr Gender Mainstreaming?

Verblüffenderweise wurden die noch deutlicher: Denn es wurde nicht mehr behauptet, dass das alles nur böse Unterdrückung wäre, sondern dass Gehaltsunterschiede zu einem großen Teil „erklärlich” seien (wobei man betonte, dass das ja nicht bedeute, dass es nicht diskriminierend wäre), häufig auf unterschiedliche Biographien, Berufswahlen, „Ausstattungsungerschiede” zurückgingen.

Man behauptet nicht mehr, dass es keinen Unterschied zwischen Mann und Frau gäbe und das alles nur frei erfunden, um Frauen zu unterdrücken.

Der Narrativ ist nun ein anderer: Frauen arbeiten anders und weniger (das heißt, weniger bezahlt, dafür mehr unbezahlt) als Männer, haben zudem andere Berufspräferenzen, würden sich weniger am Industriellen und Wertschöpfenden beteiligen, dafür mehr im Sozialen und Erziehungsbereich arbeiten, was eine Hauptursache für Gehaltsunterschiede sei. Deshalb sei dies frauendiskriminierend. Aber nicht in der sonst üblichen Weise, dass man sich Unterschiede künstlich ausdenke, sondern nun umgekehrt, dass Frauen eben einfach anders seien und arbeiteten, und das es eben »ungerecht« wäre, dass sie dafür geringer bezahlt würden. Typische Frauenarbeit müsse eben höher wertgeschätzt werden, um mit Männern gleichzuziehen.

Ach.

Ganz andere Töne.

Auf einmal ist nicht mehr der böse weiße Mann schuld, der nichtexistierende Geschlechtsunterschiede zum Vorwand macht, sondern plötzlich sind es gerade die bisher so vehement geleugneten Geschlechtsunterschiede zwischen Mann und Frau, die die Gehaltsunterschiede verursachten, was man kompensieren müsse. Deshalb brauche man das Entgeltgleichheitsgesetz, was ein zentrales Thema war.

Das muss man sich klarmachen: Es geht nicht mehr um Genderismus in dem Sinne, dass die Gesellschaft für kulturell erzeugte Geschlechterunterschiede geradezustehen und diese rückgängig zu machen habe. Es geht darum, dass Geschlechtsunterschiede einfach da wären, und man auch gar nicht erst versucht, die Unterschiede abzubauen, sondern es einfach für ungerecht hält, wenn dies zu Gehaltsunterschieden führt.

Auffällig ist nämlich auch, dass sie ihren früheren Slogan nicht mehr verwenden und den jetzt anders nennen. Früher hieß es „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit”. Sie haben aber gar nicht erst (bzw. nicht mehr) vor, »gleiche« Arbeit zu leisten. Das technische und schwere dürfen ruhig weiter die Männer machen. Sie wollen nun etwas anderes als Männer arbeiten, also nicht das gleiche, aber sie wollen das als »gleichwertig« anerkannt haben um gleichen Lohn zu fordern.

An einigen Stellen hatte ich den starken Eindruck, dass sie jetzt mit dem Mist zu kämpfen haben, den der Feminismus angerichtet hat.

Hintergrund: Drohende feministische Katastrophe

Was mir heute sehr stark aufgefallen ist: Offiziell und nach außen ging es um Entgeltgleichheit.

Faktisch aber ging es nur um Kita-Betreuerinnen und die Pflegeberufe (die Kita-Erzieherinnen streiken deshalb ja auch gerade).

Warum gerade um die? Dazu fiel nur ein einziges Mal eine Winzigkeit von Argumentation in einem Nebensatz. Der ist mir aber so heftig aufgefallen, dass ich den für den zentralen Dreh- und Angelpunkt halte: Die Altersentwicklung.

Man hat das nämlich auch als naturgegeben und unabänderlich angesehen, dass viele Frauen auch dann, wenn die Bezahlung nicht gefällt und sie sogar die Ausbildung zahlen müssen, Kita-Erzieherin oder Pflegerin werden, und das auch für immer unabänderlich bleiben, so als gäb’s nix anderes. Dafür wollen sie ein Gesetz zur Kita-Qualität bringen, das das Verhältnis von Kindern zu Betreuern begrenzt.

Die haben nämlich ein Riesen-Problem:

Sie haben einen großen Haufen Erzieherinnen.

Aber immer weniger Kinder.

Also braucht man eigentlich auch immer weniger Erzieherinnen, womit ein Überangebot und ein Einkommenssturz entsteht. Deshalb wollen sie, dass sich das Zahlenverhältnis ändert, dass man also auch mit weniger Kindern noch viele Erzieherinnen braucht und trotz Überangebot trotzdem gleiche bzw. höhere Gehälter weiterzahlen muss.

Denn was will man mit einer Erzieherin anfangen, wenn man keine Kinder mehr hat?

Erzieherinnen sind quasi wie Atommüll. Man weiß nicht, wohin damit und findet auch kein Endlager.

Pseudoargument Gerechtigkeit

Es ging ums Geld.

Sie wollen mehr davon.

Haben aber kein griffiges Argument außer „Wir wollen mehr” (wer wollte das nicht?).

Also muss ständig und immer das Argument „Gerechtigkeit” herhalten. Motto: Wir haben halt Recht weil wir Frauen sind, mehr Begründung braucht’s nicht. Gerechtigkeit ist, wenn wir mir kriegen.

Wieso eigentlich? (Welche aus dem Publikum fanden das auch nicht in Ordnung, dazu unten mehr.)

Was ist überhaupt „Gerechtigkeit”? Und wessen oder welche Gerechtigkeit überhaupt? (Ich bin nämlich nicht der Meinung, dass es eine übergreifende oder allgemeingültige Gerechtigkeit wie ein physikalisches Gesetz gibt, sondern dass Gerechtigkeitsempfinden ein biologisches Verhaltensprogramm ist, das damit genetisch bedingt und individuell ist.)

Beispiel: Sie geben zu, dass Frauen weniger Erwerbsarbeit(szeit) leisten. Trotzdem sollen sie gleichen Lohn erhalten, also höheren Lohn pro Stunde bei »gleichwertiger« Arbeit.

Was soll daran gerecht sein?

Und wie will man überhaupt Gleichwertigkeit messen, welchen Wertmaßstab anlegen, wenn nicht die Bezahlung? Was dann? (Dazu unten mehr.)

Früher hat man „Mysogynie” und „Sexismus” gerufen, wenn man keine Argumente hatte. Heute ruft man „Gerechtigkeit”.

Die Mutter an und für sich

Eine Hauptursache für die niedrigere Bezahlung seien eben eigene Kinder und Erziehung derselben, und, ja, der Haushalt. Das musste immer wieder herhalten.

Da würde ich ja noch zu einem gewissen Punkt mitgehen, aber warum dieses Argument auch für solche Frauen gelten soll, die gar keine Kinder haben, wurde nicht erörtert und war für mich nicht ersichtlich. Anscheinend ist das bisherige Universalargument, dass jede Frau »Opfer« sei, ausgeleiert. Jetzt ist halt jede Frau »Mutter«.

Roland Schmidt

Der jammerte noch am ehesten feministisch: Frauen leisteten im Schnitt 10 Stunden weniger Erwerbsarbeit (wohl pro Woche). Sollen aber das gleiche Gehalt bekommen. (Nicht etwa auch mehr dafür arbeiten. Davon war keine Rede.) Denn sie leisteten ja soviel unbezahlte Arbeit in Haushalt und Pflege. (Sollen also quasi zusammen mit dem normalen Gehalt von Arbeitgebern dafür bezahlt werden. Oder quasi voll bezahlt, aber für einen Teil der Arbeitszeit für den Privathaushalt abgestellt werden.)

Das Zeil sei „Mehr Lohngerechtigkeit”.

Bla Bla Bla, was ne Worthülsenschleuder. Alles so hohl, aber zuverlässig sozialistisches Parteigeschwätz.

Frauke Gützkow, GEW

Sagte im wesentlichen, dass sie mehr Geld haben wollen. „Gutes Geld für gute Arbeit”. Und natürlich – Überraschung – mehr »Lohngerechtigkeit«. (Kennt Ihr die Miss America-Parodie mit Sandra Bullock, bei der die nur Beifall bekommen, wenn sie sich „Weltfrieden” wünschen? Hier muss sich jeder »Lohngerechtigkeit« wünschen.)

Und um diese Gerechtigkeit zu erreichen, müsste man eine „Aufwertung von Frauenberufen” durchsetzen. Dazu wolle die Gewerkschaft „4 Hebel” einsetzen (sie also erzwingen und nicht argumentativ überzeugen):

  1. Tarifpolitik
  2. Jugendhilfe und Sozialarbeit, anderes Frauenbild (Anmerkung: Hört sich nach Genderismus an, war’s aber nicht. Denn es ging ihr nicht darum, die Zuordnung von Geschlechtern und Berufen abzuschaffen, sondern nur darum, höhere Werteinschätzung für Frauenberufe anzuerziehen.)
  3. Entgelttransparenz / Gleichheitsgesetz
  4. Geschlechterstereotypen abschaffen (wurde aber nicht vertieft)

Sie erwähnte auch den aktuellen Streik, aber auch, dass das doch nicht so viel bringe.

Jedenfalls wolle man mehr Anerkennung für „professionelle Arbeit”. Denn die Erzieherinnen seien ja alle ach so professionell. (Anmerkung: Ich habe zwar keine eigenen Kinder, aber durchaus schon ein Kind aus der Verwandschaft zum Kindergarten gebracht und geholt, außerdem jahrelang neben einem Kindergarten gewohnt, mit Fenster direkt am Kindergartenhof und Einblick in die Räume sowie „engem” Kontakt zu den Erzieherinnen. Um es mal deutlich zu sagen: An denen wirkt auf mich gar nichts professionell oder irgendwie arbeitsam. Die sitzen rum und quatschen miteinander und benehmen sich ansonsten nach Belieben und wie Sau.)

Zwischenkommentar der Moderatorin

Die Moderatorin erwähnte dazu, dass wir uns auf eine schrumpfende Gesellschaft (!) einstellen müssten (was ich für das eigentlich Problem ansehe, das sie hier bearbeiten, aber nicht so wirklich sagen wollten). Es dürfe nicht sein, dass Frauen schlechter bezahlt werden, weil ihre Arbeit nicht als Wirtschaftsfaktor angesehen würde. Frauenarbeit sei der „Kitt der Gesellschaft”.

Ralf Kleindiek (BMFSFJ, Vertretung von Manuela Schwesig)

Schwesig habe aus terminlichen Gründen nicht kommen können, deshalb habe sie ihren Staatssekretär Kleindiek als Vertreter geschickt.

(Ich hatte aus dem Gesamtzusammenhang den Eindruck, dass das nur eine Ausrede war, und Schwesig die Veranstaltung gemieden hat, weil das so überhaupt nicht in ihre Gender-Politik passt.)

An dem fiel mir eine fiese, dreckige Rhetorik auf (was nicht überrascht, denn das BMFSFJ ist seit Jahren ein korrupter Drecksladen, der mit allen Mitteln von Betrug und Täuschung arbeitet): Er äußerte deftige Behauptungen, langte da voll zu, und setzte gerne hinter eine solche Behauptung ein „Das ist so!”. Heißt: „Meine Aussagen sind unanzweifelbar!” Mir gehen schon Leute auf den Wecker, die (früher sehr häufig erlebt, heute eher selten) an jeden zweiten Satz ein „…,nicht wahr!?” anhängen, um sich ständig eine ritualisierte Zustimmung des Gegenübers abzuholen und ihm so den Weg zur Abweichung zu versperren. Neulich hatte ich mal mit einer Frau zu tun, die zwar unablässig redete und einen kaum – oder eigentlich gar nicht – zu Wort kommen ließ, die ihre Meinung als die allein gültige in den Raum stellte, alles andere absägte, und dann immer wieder abrupt stoppte, einen in aggressivem Ton „Stimmt’s!?” anbellte und dann wartete, bis man eine Zustimmung abgab, dann aber wie eine Diesellok weiterrollte. Aber der heute war noch wüster: Aussage – „Das ist so!” Jeden Gedanken an Zweifel plattgewalzt. Wie ein Kämpfer der Spezialarbeit, der immer gleich den zweiten Schuss hinterhersetzt.

Oder der: Er kam mit der (längst wiederlegten) Behauptung eines Gender Pay Gap von 22%. Gleich hinten dran wieder der Verriegelungs-Schuss, diesmal in der Variante „Das bestreitet niemand mehr!” Stimmt überhaupt nicht, aber das Publikum frisst den Scheiß einfach so.

Und setzte noch einen drauf: Die Diskussion ob „bereinigt oder unbereinigt” (auf deutsch: ob das überhaupt stimmt oder nicht) führe nicht weiter. Es gäbe nun mal unterschliedliche Lebensveräufe und Biographien. Aha. Ob der Gender Pay Gap stimmt oder nicht ist dem (bzw. dem BMFSFJ) scheißegal. Es geht um Kampfrhetorik und mehr Geld.

Immerhin gab er zu, dass die Wirtschaft nicht allein am Gap schuld sei, aber eben „auch”.

Es gäbe auch as Problem des Berufswahlverhaltens zwischen Jungen und Mädchen. Die Aktivitäten des BMFSFJ seien eher „weniger als mehr erfolgreich” gewesen. (Heißt auf deutsch: der ganze Gender-Mainstreaming-Scheiß hat nicht funktioniert und nicht gefruchtet. Kein Wunder, dass Schwesig nicht selbst gekommen ist.)

Man bräuchte bessere Maßnahmen.

Und als Beispiel dafür, wie schlimm die Welt sei, brachte er das Beispiel eines 15-jährigen Mädches aus seiner Verwandschaft: Die sei zum Berufsberater gegangen und der habe sie gefragt, welchen Beruf sie ergreifen wolle und wonach sie suche. „Eine Führungsposition mit überdurchschnittlicher Bezahlung” habe sie angegeben, der Berufsberater hätte ihr aber nicht helfen können, er habe nichts für sie.

Ich dachte erst, das sollte ein missglückter Joke sein, aber der meinte das voll ernst: Ausbildung, Fach, Berufserahrung und sowas kommt da nicht vor. Frau soll zum Berufsberater gehen und irgendwas mit Führung und hoher Bezahlung bekommen, Fach egal. (Früher machten die Tussen, die nichts können „irgenwas mit Medien”, heute machen sie „irgendwas mit hoher Bezahlung”.) Wer braucht sowas? Wer stellt sowas ein? Wer bezahlt sowas?

Und um das zu bekräftigen brachte er noch zwei „Beispiele” (wieder mehr Rhetorik-Kracher als Argumente):

  • Der Fahrer, der die Schmutzwäsche aus Altenpflegeheimen abholt, bekommt „Schmutzzulage”, das Pflegepersonal, dass die Wäsche wechseln muss, jedoch nicht.

    Lacher im Publikum.

    Er sagte jedoch nicht, wer eigentlich mehr Lohn bekommt. Außerdem gehört das Wäschewechseln zum normalen Pflegedienst, da ist das Gehalt also ein „Gesamtpaket”, was beim Fahrer nicht der Fall ist.

    (Letztlich spitzt es sich aber auf die Frage zu, warum dann trotzdem so viel mehr Frauen Pflegepersonal als Wäschefahrer werden, wenn dessen Job doch angeblich so viel besser ist.)

  • Das zweite Beispiel seien die Berufe, die ehemals Männerberufe waren und von Frauen „übernommen” wurden: Da würde das Lohnniveau sofort sinken, sobald die Frauen die Mehrheit stellten. Paradebeispiel seien die Richter. Noch vor 40-50 Jahren sei das ein Männerberuf gewesen (als Ursache benannte er den Nationalsozialismus). Inzwischen sei die Mehrzahl weiblich, weil Frauen auch die besseren Examina hätten. Die Richter-Gehälter wurden nunmehr aber nicht mehr steigen, so dass sich Richter schon beim Bundesverfassungsgericht über die niedrigen Gehälter beschwerten. „In einem Männerberuf wäre das nicht passiert.”

    (Anmerkung: Was für ein Quatsch. Ein Industrievertreter, der später an der offenen Diskussion teilnehmen durfte, sagte dazu, dass die Gehälter nicht deshalb nicht stiegen, weil man Frauen schlechter bezahle, sondern weil man – Feminismus – jede Menge Frauen in die Jura-Studien gedrückt habe, und die jetzt [Anmerkung von mir: Anwalt ist ja zu schwierig für die Damen mit den „besseren” Examina] alle in die unkündbaren Richterstellen drängen und deshalb ein monströses Überangebot an Juristen besteht. [ Es ist also nicht so, dass Frauen schlechter bezahlt würden, weil sie Frauen sind, sondern umgekehrt, nämlich dass Frauen quasi ihre eigene Inflation sind. Nicht Patriarchat und Unterdrückung senken die Gehälter, sondern der dämliche Feminismus und der Run auf unkündbare lebenslange Vollversorgungsstellen haben zu diesem Preisverfall geführt.

    Eine Frau aus dem Publikum sagte später in der offenen Diskussion dazu, dass bei Tierärzten der gleiche Effekt wie bei Richtern, nur noch stärker aufgetreten sei. Da nämlich seien inzwischen 90% der „Studierenden” weiblich. Das Ergebnis sei ein fürchterliches Überangebot an Tierärzten, was zur Folge habe, dass die bereits erbärmlich niedrigen Behandlungspreise nach der Preistabelle sogar noch unterschritten werden. Der Feminismus hat den Beruf Tierarzt kaputt gemacht.

    Eine andere Frau („Medienwissenschaftlerin”) bestätigte das dann auch noch, sie sagte, man habe dies bei vielen Berufen beobachtet: Emanzipation und Feminismus führen dazu, dass sich Frauen auf einen typischen Männerberuf stürzen, ein Überangebot entsteht und – Angebot und Nachfrage – die Gehälter stürzen ab. Dann beschwert man sich, dass Frauen schlechter bezahlt würden.

    Auch das Gegenteil habe man beobachtet: Filmschnitt sei früher zu Zeiten des analogen Films ein typischer Frauenberuf gewesen. Dann kam die Digitalisierung und der Umgang mit dem Rechner. Frauen wollten das nicht mehr, dafür haben Männer den Beruf übernommen – und die Gehälter gingen nach oben. Angebot und Nachfrage. Einfach nur Marktwirtschaft.

    Daran merkte man sehr deutlich, dass das BMFSFJ noch an seiner Ideologie festhält, während das Publikum doch eher merkt, dass das mit dem Genderismus einfach schief gelaufen ist und nicht funktioniert.)

Er ging dann noch etwas auf Tarife ein und beklagte, dass eine Kinderpflegerin weniger bekomme als ein „angelernter Gabelstaplerfahrer” (was bei mir die Frage aufwirft, warum sie dann nicht Gabelstapler fahren geht, wenn’s doch so einfach ist, man es schnell lernen kann und man dann besser verdient. Scheint wohl doch kein so toller Job zu sein.).

Jedenfalls wollten sie jetzt „Verfahren zur Identifikation von Lohnungerechtigkeit” einführen.

(Heißt: das BMFSFJ legt künftig fest, welche Arbeit als „gleichwertig” zu gelten hat. Dazu gleich mehr.)

Christina Boll

Eine Ökonomin, die mit ganz vielen Tabelle und Statistiken ungleiche Bezahlung belegen und „Ursachen identifizieren” wollte.

Das sind so Leute, bei denen man schon zu Beginn des Vortrags merkt, dass das schief geht und die Mist labern. Statistiken können nämlich keine „Ursachen identifizieren”. Sie zeigen Korrelationen. Habe ich schon erwähnt, dass eine Korrelation keine Kausalität ist? Sie versprach sogar eine „Systematik der Ursachen”.

Was man bekommen hat waren stattdessen Statistiken, die nach dem Simpson-Fehler geradezu stanken. (Bisher hat noch niemand belegt, ob man überhaupt einen Gender Pay Gap errechnen kann ohne in den Simpson-Fehler zu laufen. Abgesehen davon, dass es bis heute keine einzige ernstzunehmende Untersuchung zum Gender Pay Gap gibt, vertrete ich die Auffassung, dass es einen Gender Pay Gap schon deshalb nicht geben kann, weil man Gehaltsdaten so gar nicht zusammenrechnen kann, ohne in den Simpson-Fehler zu laufen und damit falsche Ergebnisse zu liefern. Ich bin inzwischen der Überzeugung, dass es überhaupt keine statistische Zusammenfassung der Gehälter nach Geschlecht geben kann, weil die Gehaltsstruktur und damit auch jede Stichprobe die Information einfach nicht hergibt, und dass jeder, der überhaupt einen Gender Pay Gap ausweist, egal welchen Betrags, ein Schwindler und Scharlatan ist. Man kann sich nicht eine Vielzahl von Werten, die von so vielen bekannten und unbekannten Einflüssen bestimmt werden, nach einem willkürlichen nachrangigen Kriterium einfach zusammenfassen und eine Statistik draus machen. Das ist Müll.) Aber auch andere Erkenntnisse über Fehlerquellen lieferten.

Immerhin gab sie zu, dass es überwiegend „erklärbare” Gründe für Gehaltsunterschiede gibt (wobei sie betonte, dass das ja nicht diskriminierungsfrei bedeute).

Ein Hauptgrund seien eben „Ausstattungseffekte”, wozu auch „Erwerbsbiographien” gehörten (auf deutsch: Können, Befähigung, Eignung, Männer haben oft mehr zu bieten, die „bessere Ausstattung”, trotz der „besseren Examina” von Frauen).

Aber eben auch „Bewertungseffekte”, nämlich dass dasselbe Merkmal bei Männer und Frauen unterschiedlich bewertet wird.

Sie sie zu dem Ergebnis gekommen, dass eine Frau, die mit Mitte 30 ein Kind bekommt, insgesamt 190.000 Euro Brutto verliere.

Aber mit Statistiken ist das eben so eine Sache. Denn die Lohnlücke ändere sich mit der angewandten Systematik. Sie zeigte die Ergebnisse von verschiedenen Verfahren, und alle kamen zu unterschiedlichen Ergebnissen, aber alle zu weit überwiegend „erklärbaren” Unterschieden. (Wenn der Gender Pay Gap aber davon abhängt, wie man ihn berechnet, ist er dann nicht ohnehin willkürlich?)

Sie sagte außerdem, dass Bildung nicht mehr zu Lohnlücken führe, zudem Frauen ja „mindestens” so qualifiziert wie Männer seien. Es gehe also beim Gender Pay Gap um den unteren Lohnbereich. (Was in mir den Verdacht erweckt, dass man durch die Fehlerhafte Zusammenrechnung nur vertuschen will, dass Frauen in vielen Bereich längst mehr bzw. mit weniger Arbeit und Leistung gleich viel verdienen. Irgendwie komme ich mir da ständig getäuscht und belogen vor.

Es gibt nämlich auch Studien, wonach Lesben 33% mehr als heterosexuelle Frauen verdienen. Wenn der Pay Gap zwischen Männern und Frauen aber angeblich 22% beträgt, müsste das doch heißen, dass Lesben deutlich mehr als Männer bekommen. Sieht man ja bei den Professorinnen: Die haben reihenweise Gender-Professorinnen, die gar nichts arbeiten und gar nichts können, aber trotzdme volles Gehalt bekommen, und oft lesbisch sind. Das wiederum würde bedeuten, dass man niedrig bezahlte Erzieherinnen und Pflegerinnen braucht, um unter Ausnutzung des Simpson-Paradoxons in der Gesamtrechnung zu einer Benachteiligung zu kommen, wo keine ist. Mir erscheint das inzwischen alles als Betrug.)

Nun, so führte sie aus, würden sie durch »Simulationen« ausrechnen, was man durchsetzen könne. (Haha, man simuliert sich da einfach irgendwas zusammen und hält das dann als Beweis hin.) Wie würden die Unternehmen au fKostensteigerungen reagieren? Welche »Elastizität« gäbe es?

Naja, räumte sie ein, es gäbe da verschiedene „Marktmodelle”. (Heißt: Ergebnis hängt nicht von der Realität, sondern der Wahl der Simulationsmethode ab.)

Damit hätten sie auch simuliert, dass der Mindestlohn nicht zu Entlassungen führen würde, solange er unterhalb der Produktivität bleibe. (Donnerwetter: Sie wollen mit Simulationen herausgefunden haben, dass ein Arbeitgeber Leute dann entlässt, wenn sie mehr kosten als nutzen. Ich hätte Ökonom werden sollen…)

Andrea Jochmann-Döll

„Freie Wissenschaftlerin” (is ne Idee, sollte ich mich auch nennen)

Bombardierte einen mit Zahlen, konnte nicht so schnell mitschreiben.

Sie präsentierte Gehaltsstufen von S6 (ca. 2366 Euro brutto) bis S15 (ca. 2913), was von der einfachen Erzieherin bis zur Kita-Leiterin mit über 100 Kindern reiche.

Weil man das ja nun steigern wolle, müsse man übelegen, was „gleichwertig” sei. Der Gesetzgeber betrachte Arbeiten der gleichen Tarifstufe als gleichwertig, denn sonst würden sie ja nicht gleich bezahlt (Wahnsinn…).

Man brauche also »unabhängige Arbeitsbewertungsverfahren«, die »diskriminierungsfrei sein müssen«.

Aha. Es werden also immer die Verfahren ausgesucht, bei denen Frauen gut wegkommen, wo das Ergebnis von vornherein feststeht. Was nicht für Frauen günstige Ergebnisse liefert, wird als »diskriminierend« abgelehnt. Tolle Logik.

Sie brachte dann was zu einer Stufe EG 8 (aus irgendeinem Tarifvertrag), auf der sowohl eine einfache Kita-Leiterin, als auch ein Aufzugsmonteur für elektrische Anlagen und ein Spezialist für Sonderkulturen für Orchideen stünden.

Ich weiß zwar jetzt nicht, wieviel Orchideen-Züchter (innen?) es im öffentlichen Dienst gibt, aber dass sie sich über den Aufzugsmonteur beschwert haben, fand ich derbe. Denn Monteure machen wirklich harten Dienst, müssen in Schächten rumklettern, ständig im Außendienst, ständig Fristen und Zeitdruck, jeder Fehler, jeder Kratzer wird angemeckert. (In der Diskussion hat später einer angemeckert, dass sie überhaupt nicht wüssten, welche Ausbildung der Aufzugsmonteur eigentlich bräuchte und was der können und wissen müsste.) Jedenfalls hielten sie Erzieherinnen für eine weit über Monteuren stehende Spezies, weil der Monteur nur mit Maschinen zu tun habe, die Erzieherin jedoch mit Menschen, und sie soziale Kompetenz haben und psychische Belastung aushalten müsse.

Wie bitte!?

Ein Aufzugsmonteur habe keine Verantwortung für Menschen?

Aufzugsmonteure müssen objektiv überprüfbare Leistungen abliefern. Die müssen abends fertig sein und das Ding in Betrieb haben. Für Kita-Erzieherinnen geht der Tag automatisch rum, egal ob sie arbeiten oder nicht. Da gibt’s kein „Das war nicht gut, mach das neu”. Da gibt’s auch keine TÜV oder sowas, der das abnehmen muss.

Da hat man so richtig gemerkt, was für einen Dachschaden die da haben: Sie stellen das »Psychosoziale« automatisch und selbstverständlich über alles Technische. Mit Maschinen rumzumachen sei nicht wertvoll, Psycho- und Sozialzeugs, gar die Früherziehung aber das wichtigste für die Gesellschaft.

Klar. Wenn man sich selbst über- und andere unterschätzt, kommt man immer zu dem Ergebnis, zu wenig Geld zu kriegen.

Ich sag’s mal so: Wären Kita-Erzieherinnen auch nur halb so kompetent und gebildet, als was sie hier hingestellt werden, hätte es nie diesen Gender-Schwachsinn in den Kitas gegeben. Es braucht ziemlich dumme, um auf diese Ideologie reinzufallen. Aufzeugsmonteure auf der anderen Seite machen ziemlich gute Arbeit, denn Aufzüge funktionieren im Allgemeinen ganz gut. Ich könnte mich nicht erinnern, schon mal ein Monteurs-verursachtes Problem gehabt zu haben.

Jedenfalls beklagte sie eine Unterbewertung der von Frauen dominierten Tätigkeiten. (Wobei sich mir wieder die Frage aufdrängt, ob da nicht ein Denkfehler vorliegt und umgekehrt Frauen in die anspruchslosen Tätigkeiten drängen. Das läuft nämlich auf diesen Gleichstellungsfehler hinaus, dass man es, egal wie niveaulos es ist, als gleichwertig einstufen und gleich bezahlen muss. )

Sie verwies dazu auf bestehende »diskriminierungsfrei« Bewertungsmethoden, Abakaba aus der Schweiz, NJC aus Großbritannien und HAC aus Schweden. Eine Methode müsste Kommunikation, Kooperation, Einfühlungsvermögen und Verantwortung für Gesundheit günstig werten. (Ach gar, es wird einfach politisch festgelegt, was wertvoll sein soll und was nicht. Feministen würden das als Stereotype bezeichnen.)

Den Brüller darin fand ich dieses Bewertungskriterium:

Verantwortung für die physische und psychische Gesundheit und die Datensicherheit.

Muss ja ein toller Kriterienkatalog sein. Einfach irgendeinen Dumpfsinn hingesemmelt, Hauptsache Erzieherinnen stehen gut da.

Dann brachte sie ein Beispiel (das unten als „fiktives Beispiel” bezeichnet wurde) in der eine Krankenpflegerin und ein Hausmeister so bewertet wurden, wie sie das gerne hätten und die Krankenpflegerin auf 30 Punkte, der Hausmeister aber nur auf 26 Punkte kam. Weil die Krankenpflegerin die höhere „psycho-soziale Kompetenz” haben müsse. Deshalb sei es auch nicht hinnehmbar, dass eine Erzieherin mit männlich dominierten Vergleichsberufen wie Mitarbeiter Betriebshof, Bautechniker oder Veranstaltungstechniker gleichgesetzt werde.

Oder kurz gesagt:

Frauen machen gerne so psycho-sozio-Zeugs, und müssen deshalb generell höher als Männer bezahlt werden.

Offene Diskussion (Fish Bowl)

Einiges habe ich oben schon erwähnt und will’s nicht nochmal wiederholen.

So wurde berichtet, dass sich viele Pflegekräfte auf eigene Kosten weiterbilden (z. B. Beatmungstechniker) und sogar freiberuflich arbeiten, und dann frustriert sind, weil sie trotzdem nicht mehr bekommmen.

Dann widersprach man sich selbst, als man forderte, dass Pflegepersonal besser und höherwertig ausgebildet werden muss, weil man händeringend nach Leiterinnen für Seniorenheime suche und keine finde. Hochqualifizierte, bestausgbeildete Leute bräuchte man (Unterton: Um sie in höhere Gehaltsstufen einsortieren zu können, nicht weil man’s wirklich bräuchte.)

Die Frage wurde aufgeworfen, wieviel das der Gesellschaft wert wäre. Die Antwort wurde gegeben, dass die Finanzverwaltung – siehe Griechenland – auch ganz wichtig wäre, und da auch nicht gut bezahlt würde. Auch viele Polizisten hätten noch Nebenjobs um über die Runden zu kommen. Also wäre das Gejammer als spezifisches Gejammmer verfehlt.

Der beste Beitrag des Tages kam von einer Frau aus dem Publikum. Der passte der ganze Kram überhaupt nicht und sie sagte, dass das Ergebnis dieser Gleichstellung nur wäre, dass Männer dann auch so wenig wie Frauen verdienten, weil man nicht Frauengehälter anheben, sondern Männergehälter absenken würde. Davon habe man ja nichts, im Gegenteil, das Geld fehlt dann den Familien, und es sei eine reine Neiddebatte. Sie würde gerne das „gleichwertig” aus dem Veranstaltungstitel streichen, die Vergleichsdebatte ganz bleiben lassen und einfach nur diskutieren, dass sie mehr Geld bräuchten.

Fazit

Die Frau aus dem Publikum hat es auf den Punkt gebracht:

Der ganze Quatsch geht am Thema vorbei.

Der Punkt ist, dass sie mehr Geld haben wollen. Sonst nichts.

Anstatt aber einfach zu erklären, dass und warum sie mehr wollen, versuchen sie so eine Gerechtigkeitsdebatte und zeigen auf Männer. Das wollen sie als „Hebel”, weil sie Argumente nicht haben.

Und das geht schief. Denn wie überzeugend ist jemand, der mehr Gehalt will, und dessen einziges Argument „Der bekommt aber mehr” ist? Wie soll es zu Wertschätzung kommen können, wenn man nur solches Neidgejammer hervorbringt?

Ihnen fällt aber überhaupt nichts anderes ein, als durch irgendwelche frisierten Statistiken und dubiose Methoden auf einen Gap zu kommen und dann mehr zu fordern. Das klassische Kinderschema: Fritz bekommt das Eis, weil er was gut gemacht hat. Susi bekommt das Eis, weil Fritz auch eines bekommen hat. Wer kennt das nicht aus Kindertagen?

Überdeutlich fiel mir aber heute auf, dass sie mit Genderismus nicht (mehr) viel am Hut haben, und ihnen einiges klar geworden ist. Etwa dass es nicht (nur) darum geht, Frauen aus Boshaftigkeit zu knechten und untedrücken, sondern dass viele Probleme in die Kategorie „selbst schuld” fielen (obwohl eine der Damen gerade davor ausdrücklich gewarnt hatte: Gebe man Fehler zu, liefe das leicht auf „selbst schuld” hinaus, was man unbedingt vermeiden müsse.

Man merkt auch, dass das daran liegt, dass der ganze Gender-Schrott nicht funktioniert hat und die gewünschten Ergebnisse nicht brachte.

An den Beispielen Juristen und Filmschnitt war auch sehr deutlich zu merken, dass die feministischen Strategien nicht funktioniert, aber ziemlich viel kaputt gemacht haben, und man nun ratlos vor den Scherben steht.

Es wurde auch deutlich, dass wir da vor einer Arbeitsmarktkatastrophe stehen, weil wir in Bälde Erzieherinnen, Jurstinnen und Tierärztinnen haben, die alle ganz hohe Gehaltsvorstellungen haben, die aber keiner braucht, weil es einfach zu viele sind.

Deutlich ist mir der Unterschied zu Genderistinnen aufgefallen: Die hätten nach ihrem Credo empfohlen, dass Frauen eben Fahrstuhlmonteure werden sollten, während Männer Betreuer werden, womit sich das dann selbst ausgleicht.

Gibt’s hier aber nicht. Hier herrschte ein rigoroses SPD-Geschichtsbild: Es gibt Männer und Frauen, jeder bleibt in seiner Berufsgruppe und wechselt da nicht mehr. Es gibt Männer- und Frauenberufe, und gewechselt wird, wenn überhaupt, nur selten und über 50 Jahre.

Ach ja, und: Frauen machen Psychosoziales mit Früherziehung, Männer machen irgendwas mit Maschinen und montieren Aufzüge. Oder sind Hausmeister.

88 Kommentare (RSS-Feed)

Teardown
13.6.2015 3:33
Kommentarlink

>>”Es wurde auch deutlich, dass wir da vor einer Arbeitsmarktkatastrophe stehen, weil wir in Bälde Erzieherinnen, Jurstinnen und Tierärztinnen haben, die alle ganz hohe Gehaltsvorstellungen haben, die aber keiner braucht, weil es einfach zu viele sind.”

Das passt zu meiner These der Lohnerosion bei Studenten. Die Gehälter der Lehrlinge explodieren bereits heute, im Jahresschnitt aktuell fast 5 Prozent. Tendenz steigend, denn: Mangel.

Und so machen die ganzen Mädchen “bessere Examina” und strömen an die Universitäten während immer mehr Jungen ne solide Lehre anfangen (Okay, und viele Jungs bleiben auch in MINT). In einigen Jahren werden wir das sehen, lauter prekäre 1,0 Studentinnen stehen vor dem beruflichen Scherbenhaufen mit prekären Jobs, während der fortgebildete Aufzugsmonteur (immerhin) seine 45k nach Hause bringt.

Achja…der ist Frau Akademiker natürlich nicht gut genug…ist ja nur Monteur…hahaha!

Das wird spaßig! Würde die Gesellschaft daran nicht leiden (durch weniger Geburten, Wirtschaftswachstum ect.) man könnte herzhaft lachen. Lachen über Frauen die denken Lohn sei eine Funktion des Geschlechts und nicht etwa der Nachfrage am Markt…


_Josh
13.6.2015 7:05
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Naja, was hast Du denn erwartet von einer Andrea Jochmann-Döll?

Erstens trägt diese Wuchtbrumme freiwillig einen Doppelnamen und hat sich bereits dadurch für alles mögliche disqualifiziert. Und zweitens ist diese Lallbacke “Mitbegründerin des GEFA Instituts (Gender-Entgelt-Forschung-Arbeit)” — reicht doch schon.

Der beinahe schon übliche Witz an der Frau ist doch, daß diese ursprünglich gelernte, gegenderte Soziologentrulla geradewegs nach BWL und VWL wanderte und niemand von den Berufsaufsehern intervenierte Halt, Moment mal, diese reine Kostenstelle hat doch genau Null Ahnung von der Materie!


Horsti
13.6.2015 7:14
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Ich frage mich bis heute, wer eigentlich die Institution sein soll, der die Zahlen beim Gender-Pay-Gap liefert? Mein Gehalt kennt nämlich nur mein Arbeitgeber, mein Finanzamt und ich. Das Finanzamt kennt jedoch meine Tätigkeit nicht, bleibt nur noch mein Arbeitgeber, denn ich bin ja kein Zahlenlieferant. Ich kann mich aber nicht erinnern, daß es jemals ein entsprechendes Projekt gegeben hat, bei der Arbeitgeber konkret Auskunft über Gehalt, Beruf, Verantwortungsbereich, Arbeitszeit, Überstunden, Wochenendarbeit, Anzahl der unterstellten Mitarbeiter, Geschlecht etc. geben mußten.


Emil
13.6.2015 7:36
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@Hadmut – Erzieherinnen
> An denen wirkt auf mich gar nichts professionell oder irgendwie arbeitsam.
> Die sitzen rum und quatschen miteinander und benehmen sich ansonsten nach Belieben
> und wie Sau.

Das passt ja auch zu dem Skandal in der Mainzer Kita. Über 50 Kinder waren in Vorgänge von sexueller Gewalt und Nötigung involviert und die Erzieherinnen haben nichts gemerkt oder nichts dagegen unternommen. Hinweise von Kindern und Eltern wurden monatelang ignoriert. Das ist das genaue Gegenteil von professionellem Verhalten.


Owen
13.6.2015 8:39
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hmm…. Bei dem ganzem produktiv irrelevantem sozialem Geblubber fühlt man sich als asperger gleich mal ordentlich diskriminiert.


derda
13.6.2015 8:44
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Erzieherin und Krankenschwester sind Ausbildungsberufe. Da kannst du auch mit einem Hauptschulabschluß ne Lehre machen. Also nix mit Akademikerin.
Wozu diese Veranstaltung? Die Spd braucht Wähler, und trotz Genderey wird diese Partei nicht überwiegend von Frauen gewählt. Böse formuliert: Jetzt wird genderfeministische Politik gemacht und es rechnet sich nicht. Tja, nice try.
Daß die Damen mehr Geld haben wollen ist doch nichts schlimmes. Wir sollten lieber alle aufstehen und mehr Kohle fordern anstatt anderen ihre Anliegen madig zu machen. Die sinkenden Reallöhne gehen auf unsere Unfähigkeit richtig zu Streiken.


Peter
13.6.2015 8:46
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Es gibt immer mehr Frauen im Richterberuf, weil der Beruf für Männer immer unattraktiver geworden ist, schlechtere Bezahlung(Staat muss sparen), weniger Prestige. Männer mit Prädikatsexamen nehmen lieber den 60h Job in einer Kanzlei mit deutlich besserem Verdienst, während Frauen lieber den familienfreundlichen und flexibleren Richterjob nehmen, der immer noch gutes Geld bringt, aber wunderbar mit Familie und Kindern vereinbar ist.


patzer
13.6.2015 9:31
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Netter Gag nebenbei:Landtierärzte haben mittlerweile extreme Probleme
Nachfolger zu finden.Kätzchenkraulen geht,Kuhgeburtshilfe gar nicht.


Hadmut
13.6.2015 9:34
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> Landtierärzte haben mittlerweile extreme Probleme Nachfolger zu finden.Kätzchenkraulen geht,Kuhgeburtshilfe gar nicht.

Ja, das habe ich schon öfters gehört.


der eine Andreas
13.6.2015 9:33
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halb o.T.
Habe ich bereits in einem anderen Strang geschrieben, aber weil es hier um SPD und “Erziehung und Wissenschaft” geht – (ich habe mittlerweile das Gefühl, dass das ein Widerspruch in sich ist) und weil mich das SPON-Gewächs so tierisch aufregt, noch mal hierhin kopiert:

Hurra, wir Verblöden und linke Schmierfinken des Spiegel finden das auch gut so 🙂
http://www.spiegel.de/schulspiegel/kultusmininisterkonferenz-kommentar-zur-begabtenfoerderung-a-1037766.html

“Bernd Kramer
Geboren 1984 im Münsterland. Studierte Volkswirtschaftslehre, Politikwissenschaften und Soziologie und hat parallel dazu die Kölner Journalistenschule für Wirtschaft und Politik besucht, ”
Dazu braucht man nix weiter zu sagen

Muss ich erwähnen, dass von meinen Kommentaren auf SPON nix durchkam? Ne, brauch ich wohl nicht 🙂


aga80
13.6.2015 9:56
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@derda

Trag deine Nase mal lieber nicht zu hoch.
Krankenpflege und Erzieher haben die mittlere Reife als ZUGANGSVORAUSSETZUNG.

Krankenpflegehelfer und Kinderpfleger sind die Berufe die du mit Hauptschulabschluss machen kannst, nach erfolgreicher Prüfung kannst du die oben genannten Berufe anschließen.

So einer Erzieherin ist schon 5 Jahre nur mit ihrer Ausbildung beschäftigt, wenn sie von der Hauptschule kommt.


KeinerEiner
13.6.2015 10:00
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@patzer
Kann ich voll bestätigen. Da bracuht man nun mal kraft um muss ggfl. auch mit beiden armen bis zum Anschlag rein. Angenehm ist was anderes…

Hier oben haben wir an der SLU einen Frauenanteil von ueber 95%. Da laufen sachen die glaubt einem keiner!! Grundkurs Anatomie schnipeln:
” Ich habe gerade meine Regel und kann kein Blut sehen”. Macht ja nix, volle Punkte gibts trotz abwesenheit……

Und in Nördlichen Landesteilen arbeiten dann Veterinäre aus Agyten, weil Rentiere schalten und Kuh geht ja gar nicht ( Schlachtbegutachtung ist part of the Job ) .

Alle wollen nur Grossstadt von 10 bis 15.30 MEZ. Versuch mal in Malmö/Stockholm nachts nen Tierarzt fuer nen Norfall zu bekommen…

Die Damen bringens einfach nicht… Spätestens wenn der Mann der Träume kommt ist schluss mit arbeiten.


Siebert
13.6.2015 10:03
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Im öffentlichen Dienst verdienen Frauen und Männer ja sowieso schon dasselbe. Ich leite eine Forschungsgruppe im MINT-Bereich und würde Männern gern etwas mehr zahlen, wenn ich könnte. Grund: Meiner bisherigen Erfahrung nach sind die Damen weniger kritikfähig und schnell mal eingeschnappt, erwarten diverse Unterstützung mit größter Überzeugung (wenn man selber nicht weiß, wie eine Lösung aussehen muss, fragt man halt einen Mann), gehen nicht die “extra Mile”, wollen aber dieselben Früchte ernten wie die Kollegen, die diese extra Mile gehen, und — trotz eventuell gleicher Noten — sind sie in der Praxis einfach schlechter. Man nehme Kompetenzen wie die Programmierung. Während Frauen meiner Erfahrung nach die Pflichtaufgaben im Studium lösen, programmieren Männer über Jahre zu Hause an eigener Software. Männer haben neben dem Studium einfach die besseren Kompetenzen entwickelt, die nicht in Noten auftauchen. Diese Erfahrung habe ich in den letzten Jahren ohne jegliche Ausnahme gemacht.


FocusTurnier
13.6.2015 10:05
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Super Hadmuth. Schöner Bericht. Den Punkt mit den vielen Frauen im Richterberuf hat man sogar schon vor einigen Jahren angesprochen, das ist also nichts Neues:

“Richterbund warnt vor „zu vielen“ Frauen in der Justiz”

http://www.derwesten.de/region/westfalen/richterbund-warnt-vor-zu-vielen-frauen-in-der-justiz-id7205942.html


Leser
13.6.2015 10:16
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Interessant finde ich ja auch an der Einladung die Behauptung “dass Frauen in Deutschland durchschnittlich 22 Prozent weniger in der Stunde verdienen als Männer”.
Die 22% waren ja, soweit ich weiß, das Jahresgehalt. Andererseits gab es ja auch eine Studie, die die durchschnittliche (Wochen)Arbeitszeit von Frauen als niedriger (irgendwas zwischen 20 und 25%? Finde gerade den Link nicht mehr … war das hier im Blog?) angab. Damit hätte sich das “in der Stunde” dann quasi schon erübrigt.

Offenbar auch ein typischer Fall von “man muss eine Lüge nur oft genug wiederholen” …


Michael
13.6.2015 10:22
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“Die haben nämlich ein Riesen-Problem:

Sie haben einen großen Haufen Erzieherinnen.

Aber immer weniger Kinder.”

Dann sollen sie vom Osten lernen. Dasselbe Problem war eines von vielen nach der Wende. Die kinderreiche DDR war vorbei und keiner setzte mehr Kinder in die Welt. In meiner Heimatstadt Dresden wurde ordentlich geschlossen und geschleift und keiner hat gefragt.

Witzig ist, heute gehoert Dresden mit (trotzdem nur) 1,51 Kindern pro Frau zu den positiven Ausreissern in Deutschland. Und jetzt hat man Probleme, das wieder hochzuziehen und Erzieherinnen zu finden. Soweit ich weiss, schafft man es trotzdem besser als beispielsweise im geburtenmaessig ausgetrockneten Muenchen.


JochenH
13.6.2015 10:25
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Das neue Paradigma wird dazu führen, dass staatlich bezahlte Frauenarbeit wie zB Erzieherin etc. massiv aufgewertet wird, wohl gleichgestellt mit Ingenieuren. Das ist auch das Ziel der neuen Ausrichtung.

Dann wird aber ein anderer Effekt kommen, nämlich dass Männer in Frauenberufe gehen und darin besser sind. Männer sind zB die besten Köche, wenn es genug Geld gibt, dann auch die besseren Erzieher und Pfleger. Das liegt daran, dass sie konzentrierter arbeiten und weniger quatschen und an andere Dinge denken.

Es wird wie bei Hase und Igel. Es werden neue Wege probiert für die Frauen und die Männer nutzen sie.

Was hat zB die Quotenregelung gebracht? Nun, zwei Piech-Nichten im VW-Aufsichtsrat…


Emil
13.6.2015 10:27
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@Horsti
> Ich frage mich bis heute, wer eigentlich die Institution sein soll, der die Zahlen
> beim Gender-Pay-Gap liefert?

Internationale Organisatioenen wie EU, UN oder Weltbank haben eigene Abteilungen, die sich nur mit “Gender Statistics” beschäftigen:

Eurostat – Gender statistics
http://ec.europa.eu/eurostat/statistics-explained/index.php/Gender_statistics

United Nations Statistics Division – Gender Statistics
http://unstats.un.org/unsd/gender/default.html
http://genderstats.org/

Gender Equality Data and Statistics
http://datatopics.worldbank.org/gender/

Die Daten werden von den einzelnen Mitgliedsstaaten geliefert, die berichtspflichtig sind. Wenn die keine genauen Daten haben, werden die einfach schätzen oder etwas erfinden, um ihrer Berichtspflicht nachzukommen.


Wolf-Dieter
13.6.2015 10:31
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Dass du den überwiegenden Kappes angemessen kommentierst, ist ok. Aber:

Dazu wolle die Gewerkschaft „4 Hebel” einsetzen (sie also erzwingen und nicht argumentativ überzeugen)

Das Erzwingen ist das Kerngeschäft aller Gewerkschaften. (Auf einem anderen Blatt steht ihr Erfolg damit.)

An denen [Kindergärtnerinnen] wirkt auf mich gar nichts professionell oder irgendwie arbeitsam.

Kannst ja probehalber mal mit denen tauschen … zu Wachwerden.


Wolf-Dieter
13.6.2015 10:40
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Für Kita-Erzieherinnen geht der Tag automatisch rum, egal ob sie arbeiten oder nicht.

Eine andere Sichtweise ist: Kita und Kindergarten sind Elemente eines Erziehungskonzepts, das mit Grund- Haupt- und Oberschule fortgesetzt wird.

(Brauchst mir nicht zuzustimmen, aber ist einen Gedanken wert.)


Peter Suxdorf
13.6.2015 11:10
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Stopp!
Das mit den Erzieherinnen ist mir zu nahe am Hörensagen. Meine Frau ist Erzieherin, damit sitze ich in der ersten Reihe. Was ihr hier über Erzieherinnen schreibt ist genauso dämlich wie der Ausspruch, daß alle Polizisten gerne prügeln oder alle Informatiker Nerds sind.

Das konkrete Problem an Erzieherinnen ist, daß sie Frauen sind und die wenigen Erzieher, die männliche Namen haben, in der Regel – so habe ich sie kennen gelernt – eher in der Ecke gestrickter Pulli und Birkenstock zu finden sind…

Die Kindergärten – heißen heute meist Kindertagesstätten oder Familienzentrum – haben von 7.00 Uhr bis 17.00 oder auch bis 20.00 Uhr geöffnet, bieten ab Geburt bis zum 6. Lebensjahr Betreuung für diejenigen, die sich für, aber gleichzeitig gegen Kinder entschieden haben. Meine Frau sagt, daß es das Dämlichste ist, daß Mütter ihre Kinder vor dem dritten Lebensjahr abgeben. Viele Mütter haben nicht einmal den Zwang dazu, sie lassen ihre Kinder bis spät nachmittags im Kindergarten, weil sie ja da welche “zum Spielen” haben, als ob es unwert wäre, wenn Mütter (oder Väter) mit ihren Kindern spielen und diese davon einen Schaden bekommen.

Erzieherinnen bekommen sehr viel Druck von oben (aus der Politik) und da in den allermeisten Fällen eine Frau Leiterin eines Kindergarten ist, wird sich nicht ordentlich dagegen gewehrt. Es ist Vorgabe, daß ein bestimmter Personalschlüssel bei unter Dreijährigen vorhanden sein muß, der alleine schon daran scheitert, wenn nur EINE Kollegin erkrankt oder auf Fortbildung ist, es müssen Vorgaben an die Räumlichkeiten gestellt sein, für Nahrungsaufnahme und Schlafmöglichkeit.
Mein Zentralgestirn hat Einrichtungen gesehen, in welchen dies nicht umgesetzt wurde, weil a) kein Personal vorhanden war (Nein, es gibt kein Überangebot an Erzieherinnen, Erzieherinnen müssen heute zur Ausbildung in NRW Abitur – nix Hauptschulabschluß @derda – mitbringen und danach gibt es eine fünfjährige Ausbildung inklusive Praktika und Anerkennungsjahr, in welchem NICHTS bezahlt wird) und b) die Räumlichkeiten schlichtweg eine Zumutung sind/waren.

Tiere im Zoo erhalten einen Mindestraum und wenn auch nur ansatzweise dieser unterschritten wird, kommt die UN und demokratisiert den Zoo, in Kindertagesstätten ist ein Geknubbel inklusive einer Schallüberlast, die definitiv Gehörschutz verlangt. Viele Erzieherinnen sind hörgeschädigt und jeder, der ein Kind schon mal aus dem Kindergarten abgeholt hat, ist froh, wenn er wieder neben einer startenden 747 stehen darf…welch eine himmliche Ruhe dagegen.

Nochmal, das Problem ist, das Frauen sich nicht ordentlich gegen diese Machenschaften zur Wehr setzen, sie wollen es vielen, wenn nicht allen recht machen, gehen den sozialen Weg, unterdrücken sich.

Klar ist das ihr eigenens Problem, ich persönlich finde es nur echt scheisse, wenn man keine Ahnung hat und trotzdem unprofessionell argumentiert, bloß weil man in einem untypischen Drecksladen beobachtet hat, wie die Frauen rumgesessen haben und es verallgemeinert.


Hadmut
13.6.2015 11:23
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@Peter Suxdorf:

> inklusive einer Schallüberlast, die definitiv Gehörschutz verlangt. Viele Erzieherinnen sind hörgeschädigt und jeder, der ein Kind schon mal aus dem Kindergarten abgeholt hat, ist froh, wenn er wieder neben einer startenden 747 stehen darf…welch eine himmliche Ruhe dagegen.

Ohhhhhh.

Kindergärten machen enormen Lärm, weiß ich als Ex-Nachbar aus leidvoller Erfahrung. Keinen Gedanken kann man da mehr fassen, der Lärm ist unerträglich. Aber zum Teil auch selbstverschuldet. Da haben die dann rauhes (Doppel-T-)Pflaster auf dem Hof statt glatter platten und die Kinder brettern mit ihren Bobby-Cars rum wie blöde. Und holen sich schon als Kinder Hörschäden. Wäre ja eigentlich Aufgabe der Erzieherinnen (und behaupten sie ja so vehement), auch die Gesundheit der Kinder zu schützen und den Lärmpegel zu reduzieren.

Tun sie aber nicht.

Stattdessen wird man als Nachbar, der was gegen den Lärm sagt, öffentlich und sogar in der Presse als kinderfeindlich beschimpft und gemobbt.

Was soll daran »professionell« sein?

> sie wollen es vielen, wenn nicht allen recht machen, gehen den sozialen Weg, unterdrücken sich.

Was soll daran »professionell« sein?

> finde es nur echt scheisse, wenn man keine Ahnung hat und trotzdem unprofessionell argumentiert,

Ah ja. Man hat das Maul zu halten. Reden dürfen nur Erzieherinnen und die haben das Problem, dass sie nichts sagen.

Verstehe.


Winter
13.6.2015 11:14
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Zum Gender Pay Gap: Aus einem Psychologie-Skriptum einer dt. Uni: die 22/23% vom Stat. Bundesamt sind unbereinigt. Nach Bereinigung würden sich dann noch 8% Gender Pay Gap ergeben. (Quelle: FernUni Hagen, Modul 1).


Rechnungsprüfer
13.6.2015 11:14
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Ich habe den Blog noch nicht ganz durchgelesen, muss aber schon mal etwas loswerden.
Ich frage mich auch, warum in meiner Region Massen an Erzieherinnen ausgebildet werden. Es gibt überhaupt kein Bedarf, aber es werden alleine im meinem Landkreis jährlich 30-50 Schülerinnen ausgebildet. Natürlich läuft das alles über die Arge und die Schulen verdienen sich darin dumm und dämlich. Ich war schon vor zwei Jahren in einer Veranstaltung mit solchen Schüler, die sich beschwerten, dass sie keine Jobs finden werden. Aber warum wählen die den Beruf?Da läuft in der Bildung gewaltig etwas schief.


einsamer Pizzanerd
13.6.2015 11:21
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Na toll, musstest du das mit dem Eis unbedingt erwähnen? Jetzt würde ich auch gerne ein Eis haben. Habe aber keine Lust schon wieder zum Kühlschrank zu gehen. Warum bringt mir niemand ein Eis her? Die Welt ist so ungerecht!!! *furz*


JochenH
13.6.2015 11:28
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Auf jeden Fall ist der Trend klar: Frauenarbeit aufwerten, aber nicht schwieriger machen. Ist jemandem schon aufgefallen, dass Frauenarbeit irgendwie nie messbar ist? Kenne keine Kennzahlen, wo mal die Produktivität gemessen wurde (glaube nur Aldi macht das, wie schnell man einen Warenkorb kassieren kann).

Wie Hadmut oben schreibt: Kindergärten machen extrem Lärm, aber das Personal verwaltet den Lärm, beseitigt ihn nicht.

Das passt zum Frauenbild: Arbeit ist da und die Frau füllt den Arbeitsplatz aus. Männer dagegen gestalten Arbeitsplätze, ändern die Bedingungen. Ist einfach das alte Nestbau- und Jäger-Prinzip.


Masochist
13.6.2015 11:45
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“Hoppla!
Was ist das denn?
Nix mehr Gender Mainstreaming?”

Das ist einfach die ewig gleiche Rosinenpickerei. “Soziales Konstrukt” und “strukturelle Diskriminierung” für die Frauen, die in einer “Männerdomäne” ins gemachte Nest hüpfen wollen. Die Neudefinition von “Gleichwertigkeit” grundverschiedener Arbeiten für die Frauen, denen auch der Fahrstuhl in die Männerdomäne noch zu anstrengend ist oder irgendwie nicht in die Biografie passt, und die sich lieber selbst verwirklichen.
Der Feminismus öffnet sich weltanschaulich: Der männliche Trottel sollte zwar einer Quotenfrau noch den Vortritt lassen, darf aber zum Ausgleich Allein- oder Hauptverdiener einer Hausfrauenehe sein, wenn er überraschenderweise keine Maschinenbauingenieurin finden sollte.

Was die Juristinnen angeht: Das waren schon Anfang der 2000er zu viele, und bis heute wird denen in der Ausbildung der Öffentliche Dienst schmackhaft gemacht. Der Grund ist einfach: in der freien Wildbahn kann sie keiner brauchen. In Jura sieht man gut, wie Frauen unter absolut gleichen Arbeitsbedingungen und bei gut hälftigem Anteil neben Männern scheitern (sofern eben nicht künstliche Refugien geschaffen werden). Die kommen schon als dumpfe Subsumptionsroboter und Definitionspapageien von der Uni. Keine Transferleistung, kein interdisziplinäres Verständnis für einen Mandanten (der eher Automobilzulieferer als ebenfalls Jurist ist), keine unternehmerische Perspektive, kein “gesunder Menschenverstand”. Aber alles auswendig gelernt, in beeindruckender Präzision. Die muss man wirklich in den Gerichten und Staatsanwaltschaften internieren. Der Schaden, der dort von Weltfremde angerichtet wird, ist eben nicht so sichtbar.



Peter Suxdorf
13.6.2015 12:18
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Hadmut, war klar. Nein, ich möchte keinesfalls, daß jemand sein Maul hält, ich möchte hier nur den Anspruch unterstreichen, den Du von anderen permanent und berechtigt einforderst, seriöses Recherchieren verbunden mit einem Deinem ansonsten hochwertigen Blog entsprechendem Argumentieren und nicht die von Gendertanten abgekupferte Verallgemeinerung á la böser, weißer, heterosexueller Mann.

Ich hoffe, Du verstehst es jetzt…


Peter Suxdorf
13.6.2015 12:23
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Nachtrag: Als ob es Aufgabe der Erzierherin wäre, daß glatte Böden verlegt werden. Es ist Aufgabe darauf hinzuweisen, die Umsetzung kommt von woanders. Oder sind Straßenbahnfahrer mittlerweile auch verantwortlich für quietschende Schienenstränge im Kurvenbereich?


Hadmut
13.6.2015 12:52
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@Peter Suxdorf:

> Nachtrag: Als ob es Aufgabe der Erzierherin wäre, daß glatte Böden verlegt werden.

Aber sicher doch. Deshalb nennt man manche von ihnen ja auch „Leiterin des Kindergartens”. Ich habe das erlebt, wie die – zusammen mit dem Pfarrer – den ganzen Umbau und die Erweiterung des Kindergartens gesteuert, sich gezielt über Baurecht hinweggesetzt und durch manipulierte Baupläne die Nachbarn getäuscht haben, um deren Einwilligung zu erschwindeln. Die hat den ganzen Kindergarten umgebaut, und war auch für Bepflanzung, Ausrichtung der Spielflächen, Platten und so weiter zuständig.

Da kann man mal sehen, wieviel Ahnung Du hast und auf welcher Grundlage Du anderen Unkenntnis vorwirfst.

> Oder sind Straßenbahnfahrer mittlerweile auch verantwortlich für quietschende Schienenstränge im Kurvenbereich?

Wieivele Straßenbahnfahrer sind gleichzeitig Leiter der Vekehrsbetriebe? Normalerweise gar keine.

In jedem Kindergarten gibt es aber eine Leiterin des Kindergartens. Und die ist dafür sehr wohl verantwortlich, deshalb heißt sie ja auch Leiterin des Kindergartens.


Klaus
13.6.2015 12:28
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Na da läuft einiges wohl schief:

Lärm in Kindergärten

Da braucht es keine Kindergärten, Kinder sind nun mal laut, weil KEINE kleinen Erwachsenen. Sie müssen sich erst sozialisieren.

Übrigens sind Erwachsene noch lauter!

An der Lautstärke die Kompetenz einer KiGa messen zu wollen ist dumm.

Ich habe 3 Kinder und die Kindergärtnerinnen leisten gute Arbeit. Die Vorschule ist ein absolutes Muß.

Zum Vergleich Kenia, da können die Kinder bei EINTRITT (mit 6) in die erste Klasse lesen und schreiben.

@Hadmut
> finde es nur echt scheisse, wenn man keine Ahnung hat und trotzdem unprofessionell argumentiert,

Ah ja. Man hat das Maul zu halten. Reden dürfen nur Erzieherinnen und die haben das Problem, dass sie nichts sagen.

Das hat der Peter Suxdorf nicht geschrieben. Er hat weder ein Redeverbot ausgesprochen sondern nur seine Meinung kundgetan.

Er findet es schlecht, wenn Ahnungslose unprofessionell argumentieren.

Ich meine damit hat er recht.

Ich kann auch den Überhang an Personal so nicht sehen. Gerade bei dem hohen Ausländeranteil in den Städten ist eine Frühförderung der Immigranten sehr wohl nötig.

Gerne verweise ich hier auf Dr. Spitzers LERNEN, der hier u.a. dargelegt hat wie und warum Ausländerkinder den Unterricht in den Schulen stören.

Das es zuviel weibliches Personal gibt ist nicht nur ein Problem der KiGas, erst recht aller Schulen von der Grundschule bis zum Gymnasium.

Ich verweise auf:
http://www.pedocs.de/volltexte/2011/3868/pdf/ZfPaed_6_2002_Diefenbach_Klein_Bringing_Boys_Back_In_D_A.pdf

Übrigens noch was schönes Off Topic:

http://www.express.de/koeln/spd–zeichen-fuer-vielfalt-bekommt-koeln-einen-homo–zebrastreifen-,2856,30919190.html

Darf man den als Hetero überhaupt benutzen?

cu


Günter Buchholz
13.6.2015 12:54
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Es ist sicherlich richtig, dass es bei dieser Debatte lediglich um “mehr Geld” – aber zugleich nicht um mehr Quaifikation und mehr Leistung – geht, und dass dafür eben irgendwelche Scheinlegitimationen gesucht und im sprachpolitischen Kramladen dann auch gefunden werden.
In diesem Fall fängt man dann an, z. B. von “Gerechtigkeit” zu faseln. Jede Eselin und jeder Neidhammel meint heutzutage, etwas über “Gerechtgkeit” aussagen zu können, nach dem dümmlichen Motto: “Gerecht ist, was m i r nützt”. So trottelig, dass einem diese Einfalt nicht spontan einfiele, so trottelig kann man gar sein. Das kann man eigentlich immer sagen.

Dabei gibt es – für ernsthaft Interessierte – durchaus einen ernsthaften und reflektierten Umgang mit diesem häufig mißbrauchten und dennoch wichtigen Begriff. Ich empfehle daher:

Erinnyen – Zeitschrift für materialistische Ethik Nr. 23, Nov. 2014, mit dem Schwerpunktthema: Der philosophische Begriff der Gerechtigkeit und die soziale Wirklichkeit.


Autohaus
13.6.2015 13:31
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“dafür haben Männer den Beruf übernommen – und die Gehälter gingen nach oben. Angebot und Nachfrage. Einfach nur Marktwirtschaft.”

Klar, das ist logisch. Männer sind im digitalen Bereich total unterrepräsentiert. Knappes Angebot – hohes Gehalt!!


Hadmut
13.6.2015 13:36
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@Autohaus:

> Klar, das ist logisch. Männer sind im digitalen Bereich total unterrepräsentiert. Knappes Angebot – hohes Gehalt!!

Schalt mal das Licht ein.

Wenn die fachlichen Anforderungen steigen, geht automatisch das Angebot zurück. Man bekommt ja nicht mehr Bewerber, wenn der Job schwieriger und anspruchsvoller ist.

Aber Du kannst ja mal selbst eine bessere Erklärung liefern, warum sie höhere Gehälter zahlen sollten, wenn es doch so viele Cutterinnen auf dem Markt gibt, die es für weniger Geld machen würden.

Los, gib mal ne schlüssige Erklärung!


Günter Buchholz
13.6.2015 13:40
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Stefan S
13.6.2015 13:56
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>Die haben nämlich ein Riesen-Problem:

>Sie haben einen großen Haufen Erzieherinnen.

>Aber immer weniger Kinder.

Das stimmt so nicht. Im Gegenteil haben Arbeitgeber zumindest in vielen Großstädten erhebliche Probleme qualifizierte Erzieher/-innen zu finden. Ein Grund hierfür sind die Arbeitsbedingungen (extremer Streß), die dazu führen, daß viele Erzieher sich dazu entscheiden, nach wenigen Jahren im Beruf aufzuhören und eine weitere Ausbildung zu machen oder zu studieren.


Hadmut
13.6.2015 14:01
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@Stefan S.:

> Im Gegenteil haben Arbeitgeber zumindest in vielen Großstädten erhebliche Probleme qualifizierte Erzieher/-innen zu finden.

Dann müssten ja aber eigentlich die Gehälter hochgehen.

(Es sei denn natürlich, ausgerechnet die Gewerkschaften funken mit ihren Tarifverträgen dazwischen.)


LeserX
13.6.2015 14:02
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Einen Dank an den Autor für den Aufwand von Besuch und Bericht über die Tagung.

Aus meiner Sicht sieht es so aus das die feministische Rassenkunde so langsam ihre Attraktivität verliert. Ist ja auch kein Wunder. Die Männer wurden befreit (z.B. vom Ehejoch und Familienzwang, können Frauen ja alles besser). Die Frauen müssen arbeiten gehen, trotz Kindern und das bis zur Rente. Dabei drücken Sie ihre eigenen Löhne oder müssen sich in wesensfremden Berufen verdingen (natürlich nicht im Einzelfall).

Außerdem können die Lügen und Verdrehungen falsche Versprechungen und Verleumdungen selbst durch das Dauerfeuer der Dreckspresse nicht mehr verdeckt werden.

Auch das man nur als Vehikel für Lohndrückerei und gesellschaftliche Zerstörung missbraucht wurde sickert in so langsam in die Köpfe. Was anderen von vorne herein klar war kapieren solche Gestalten immerhin nach 2 Generationen. Das Ausmaß der eigenen Dummheit, Speichelleckerei und Unfähigkeit schimmert in Ansätzen durch, das produziert kognitive Dissonanz.

Ab jetzt geht es darum vor sich und anderen die eigene Unfähigkeit, Dummheit rücksichtslose Vorteilsnahme und das sklavische hinterhecheln hinter der herrschenden Propaganda zu verbergen.

Ein langsames umbiegen der Wortwahl mit dem hoffen auf eigenes und öffentliches Vergessen von dem was vorher gelogen ist zu beobachten. Auf solchen Tagungen wird wird es verhandelt und die Nutzbarkeit in für Menschen als Masse geprüft.

Verkompliziert wird es da man ja nicht nur seine eigenen Nutzlosigkeit verbergen muss sondern auch die Tatsache das es ohne einen selbst ja auch viel besser laufen würde.

Der Mann vom Politzirkus hat die geänderten Prämissen natürlich noch nicht mitbekommen. Wie üblich im Raumschiff Bonn Äähh Berlin.
Also lässt er üblichen Worthülsen ab, bis er neue Vorgesetzt bekommt. Er meint es nicht so, weil er als Staatssekret nichts zu meinen hat.

Für das ganze Pack inkl. Journalisten und sonstigem Dreck wären 20 Jahre unter der Brücke in der eigenen Pis… schlafen ein adäquates Korrektiv ihrer Untaten. Das Problem: Es gibt nicht genug Brücken für die Mischepoche. Auf solchen Tagungen ist eine Lösung dieses Problems nicht in Ansätzen zu erwarten.


vortex
13.6.2015 14:45
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Yay, Safari mit Onkel Hadmut. Popcorn-time.

@Peter Suxdorf

“(Nein, es gibt kein Überangebot an Erzieherinnen, Erzieherinnen müssen heute zur Ausbildung in NRW Abitur – nix Hauptschulabschluß @derda – mitbringen und danach gibt es eine fünfjährige Ausbildung inklusive Praktika und Anerkennungsjahr, in welchem NICHTS bezahlt wird)”

Seltsamerweise gab es mal Zeiten in denen man mit Hauptschulabschluss Erzieher werden konnte. Sieht für mich so aus als ob versucht wurde der Erzieherschwemme Herr zu werden, indem die Kriterien hochgeschraubt wurden.

Wobei ich mich frage warum jemand eine Uni-Berechtigung ( Abi ) plus fünf Jahre Ausbildung benötigt um auf Kinder aufzupassen.
In dieser Zeit hat man bald ein Diplom in Physik erreicht, oder man fängt mit 15 eine Ausbildung an und hat seine dritte mit 24 abgeschlossen. Womit wohl “bewiesen” ist dass Kindergärtner den gleichen Lohn zu erhalten haben wie ein Nukleartechniker oder ein Werkzeugschlosser, Tischler und Klempner in Personalunion. Denn alle drei sind “gleichwertig” qualifiziert.

Oder anders gesagt, die Kinder von Erziehern müssten kleine Tausendsassa sein, die Elite von Morgen.

Oh, und:

“Oder sind Straßenbahnfahrer mittlerweile auch verantwortlich für quietschende Schienenstränge im Kurvenbereich?”

Zumindest für die Rückmeldung an die Wartung trägt der Fahrer die Verantwortung. Um ein Problem zu beheben muss der Problemlöser erst davon erfahren.


Stefan S
13.6.2015 14:51
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@Hadmut:
>Dann müssten ja aber eigentlich die Gehälter hochgehen.

Das findet ja auch zumindest teilweise statt, nicht unbedingt in der Form, daß die Gehälter hochgehen, aber in der Form, daß die Erzieherinnen es schaffen, die Gehälter zu halten, während es in anderen Berufsgruppen im Sozialbereich einen freien Fall gibt. Es ist mittlerweile nicht unüblich, daß z.B. ein Dipl.-Pädagoge oder ein Dipl.-Psychologe, der für einen privaten Träger arbeitet, weniger verdient als eine Erzieherin im öD.


ReinerH
13.6.2015 15:35
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#Eine Frau aus dem Publikum sagte später in der offenen Diskussion dazu, dass bei Tierärzten der gleiche Effekt wie bei Richtern, nur noch stärker aufgetreten sei.#
Da haben wir nicht nur den gleichen Effekt, sondern auch die gleiche Ursache. Es wird zwar dasselbe studiert, danach geht man/frau jedoch getrennte Wege. Die 90% Studierend.I.nnen machen eine Kleintierpraxis auf mit festen Öffnungszeiten. Für den dreckigen Bauernhof sind sie sich zu fein. Und die dumme Kuh kalbt halt auch mal am Wochenende und in der Nacht. Solche Notfalleinsätze stören aber massiv die Work-Life-Balance der gleichwertig Arbeitenden.

Vor kurzem habe ich einen Bericht über so einen Tierarzt mit gleichwertiger Arbeit gesehen. Der hat sich sogar einen Kleinhubschrauber gekauft, um schneller bei den Tieren zu sein. In der Eifel sind die Bauernhöfe eben auch mal etwas abgelegen und mit dem Auto nicht so einfach zu erreichen.

#Sie verwies dazu auf bestehende »diskriminierungsfrei« Bewertungsmethoden, Abakaba aus der Schweiz,#
Das klingt ja schon nach dem, was es wohl ist: Abrakabakra, gleich Hokuspokus und Zauberei.

#Anstatt aber einfach zu erklären, dass und warum sie mehr wollen, versuchen sie so eine Gerechtigkeitsdebatte und zeigen auf Männer.#
Sie sind auf der Entwicklungsstufe eines Kindes stehen geblieben, das ständig Quängelt. “Auch haben wollen” ist das Kredo dieser Kinder, die glauben, alles wird geschenkt. Sich anstrengen, sich selbst etwas erarbeiten, das man dann auch wertschätzen, auf das man stolz sein kann, ist ihnen zu doof und zu patriarchalisch.


ReinerH
13.6.2015 15:38
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@aga80 #So einer Erzieherin ist schon 5 Jahre nur mit ihrer Ausbildung beschäftigt, wenn sie von der Hauptschule kommt.#

Das klingt ja mächtig nach ganz toller Ausbildung und ganz anspruchsvoller Arbeit danach. Könnte aber auch sein, dass so ein Frauenberuf künstlich aufgewertet werden soll, um damit höhere Gehälter zu begründen. Ein klassischer Zirkelschluss also.


Leon I
13.6.2015 15:42
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Zum Ganzen passt der Gedanke, dass das alles nur dazu dient, uns mit Blödsinn zu beschäftigen und dabei dafür zu sorgen, dass wir Europäer immer weniger werden..


Heinz
13.6.2015 15:58
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Typo: “au fKostensteigerungen”

Das passt zu meiner These der Lohnerosion bei Studenten. Die Gehälter der Lehrlinge explodieren bereits heute, im Jahresschnitt aktuell fast 5 Prozent.

Höchstens ein Prozent, wenn man die Inflation abzieht und die echten Zahlen und nicht die der Arbeitgeber nimmt – eine wahre Explosion…

Und auch mit der “Explosion” sind sie noch weit unter dem Mindestlohn, selbst im letzten Lehrjahr und selbst wenn es fünf Prozent wären.

@Hadmut

durch manipulierte Baupläne die Nachbarn getäuscht haben

Das ist bei der Kirche Standard – kenne ich aus dem engen Bekanntenkreis.

“Es sei denn natürlich, ausgerechnet die Gewerkschaften funken mit ihren Tarifverträgen dazwischen”

Nein, die Tarifvertäge legen nur das Mindestmaß fest.


Peter Suxdorf
13.6.2015 16:27
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Letzter Versuch Hadmut…Du nimmst Dir EIN Beispiel anhand des Kindergartens an dem Du gewohnt hast und überträgst es auf DIE Erzieherinnen und DIE Leitungen.

Und ja, ich kenne zwei Tagesstättenleiterinnen, die anhand ihren Angaben jeweils Einrichtungen bauen liessen, die so Vorzeigemodell sein könnten, sowohl im Bereich Größe als auch Schutzmaßnahmen für Kinder und Beschäftigte.

“Da kann man mal sehen, wieviel Ahnung Du hast und auf welcher Grundlage Du anderen Unkenntnis vorwirfst.”

Torfkopp


Josh
13.6.2015 16:29
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> Sie verwies dazu auf bestehende »diskriminierungsfrei«
> Bewertungsmethoden, Abakaba aus der Schweiz,…

Ich habe zuerst “Abrakadabra” gelesen.
Hätte zu den Ergebnissen des Instituts wohl auch gepasst… 😉


Teardown
13.6.2015 17:31
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Heinz, jährlich. Fünf Prozent jährlich. Habe auch schon sieben Prozent gesehen.

Studentinnenjobs sinken in der Entlohnung. Wenn man dann noch einkommensverlust durch längere Ausbildung einrechnet: Gegenüber einer kunststudentin gewinnt der aufzugsmonteur immer. Und lass den mal kaufmännisch sich weiterbilden. Das holt die 1,0 Germanistin nie auf…


kardamom
13.6.2015 17:42
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Nun ja, die quatschen alle vom “Gender Pay Gap”, obwohl bei der Datenerhebung in keinster Weise nach “sozialem Geschlecht” unterschieden wird.

Die unterscheiden nach dem biologischen Geschlecht.

Also muss es – wenn schon – “Sex Pay Gap” heissen.

Was aber nix dran ändert, dass es auch keinen “Sex Pay Gap” gibt…


Josh
13.6.2015 17:58
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> Seltsamerweise gab es mal Zeiten in denen man mit Hauptschulabschluss
> Erzieher werden konnte. Sieht für mich so aus als ob versucht wurde
> der Erzieherschwemme Herr zu werden, indem die Kriterien
> hochgeschraubt wurden.

Einerseits wohl das, andererseits ist auch das insgesamte Niveau der schulischen Ausbildung stark in den Keller gefallen, so dass man heute wohl die Hauptschüler tatsächlich nicht mehr als Erzieher ausbilden kann.

Ich habe ja schon in einem anderen Thread geschrieben, daß der Hauptschulabschluss vor 30 Jahren ungefähr dem Abitur von heute entspricht.
(Mag sein, dass das nicht für alle Bundesländer gleich ausfällt. Aber gerade z.B. das ehemalige Vorzeigebundesland Baden-Württemberg arbeitet gerade kräftig daran, die schulische “Entbildung” nachzuholen.)


unglaublich
13.6.2015 18:31
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https://www.youtube.com/watch?v=tO4X8_c80kg

Ne Kita zu leiten ist kein Act, die Probleme sind die dämlichen Eltern die bereits von Haus in der Erziehung failen..


Rechnungsprüfer
13.6.2015 19:53
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Übrigens kenne ich viele Pfleger und Krankenschwestern, frag die mal was sie von dem ständigen Vergleich zu den Erzieherinnen halten. Insbesondere, wenn es Intensivpfleger sind, wo es täglich um Menschenleben geht. Was ich auch nie verstehen werde, dass sich viele Erzieherinnen anmaßen mehr über das eigene Kind zu wissen, als man selbst und diese Eltern oft von oben herab behandeln. Solches verhalten trifft man ja bei vielen Pädagogen.


Lohengrin
13.6.2015 22:19
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> Es gibt nämlich auch Studien, wonach Lesben 33% mehr als
> heterosexuelle Frauen verdienen. Wenn der Pay Gap zwischen
> Männern und Frauen aber angeblich 22% beträgt, müsste das
> doch heißen, dass Lesben deutlich mehr als Männer bekommen.

Ist vier Prozent (0.78*1.33=1.04) deutlich mehr?


Hadmut
14.6.2015 0:41
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@Lohengrin:

> Ist vier Prozent (0.78*1.33=1.04) deutlich mehr?

Ja. Versuch mal, vier Prozent Gehaltserhöhung rauszuschlagen.


Ranseiers Enkel
13.6.2015 22:35
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Irgendwo in den Kommentaren zum KiTa-Streik habe ich mal gelesen dass Erzieherinnen vor allem deshalb so wenig verdienen weil sie nur billige Einsteigerinnen einstellen. Die bekommen einen befristeten Vertrag, wenn der abgelaufen ist kommt die nächste Anfängerin rein, höhere Gehaltsklassen können nie erreicht werden, ausser die Leiterin, die sitzt fest im Sattel. Soll heute übliche Praxis sein. Keine Ahnung ob das so stimmt, war aber in mehreren Kommentaren so zu lesen.

Ist ja bei Unipersonal auch nicht anders, Pläne dies zu ändern wurden erst vor ein paar Tagen von einem entspr. Verband torpediert, siehe Presseartikel, iirc auf Spon gab es dazu was, bin jetzt zu faul zum suchen.


ezra
13.6.2015 23:33
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interessant an dem thema finde ich, kindergärtnerei wurde von männern begründet. ohne männer keine kindergärten. fröbel, zb. die von ihm für den kindergarten entwickelten spielzeuge sind kugel, zylinder und würfel. : )


Alexi
14.6.2015 2:37
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Erzieher/innen erklären immer ganz gerne, warum der Beruf heute anders ist als Generationen davor, als man selber aufgewachsen ist und die Kindergärtnerin einfach nur die war, von der man die Buntstifte bekam und die immer so schön vorgesungen hat.
Allein von der Warte aus kann man doch keinen Beruf bewerten. So gesehen könnte man auch zu einem Veranstaltungstechniker sagen: “du musst nur paar Knöpfe drücken, siehst Bands wofür andere 100Eur hinblättern und hast vom Pult aus sogar die beste Aussicht ”
Das was im Hintergrund abläuft ist das, was es zu einem Knochenjob macht. Und das kann auch psychisch sein. Es gibt so viele ausgebrannte Banker und andere Berufe die, verglichen mit dem Aufzugsmechaniker, einfach erscheinen.

Erzieher müssen (wie auch Lehrer und Professoren), immer mehr mitmachen, was davor schon weitgehend selbstverständlich war. Zum Beispiel gibt es eine Art Lehrplan, was Kindergartenkinder beherrschen müssen, z.B. Schuhe binden, selbstständig anziehen, aufs Klo gehen usw. Ich kann mich nicht erinnern, das im Kindergarten gelernt zu haben, sondern daheim. Aber was will man machen wenn Eltern wahlweise unfähig sein, keine Zeit haben oder meinen, ihre Aufgaben könne man irgendwie outsourcen. Ich schätze dass irgendwann zu viele Erstklässler nicht allein aufs Klo konnten und dann hat man die Kindergärten in die Pflicht genommen.
So sind dann auch die Erzieher an allem schuld, was die Kinder nicht können. Dann hat man irgendwann tausende Vorschriften die man gar nicht alle einhalten kann weil sie sich z.T. gegenseitig widersprechen und Eltern, die einem ständig aufs Dach steigen.
Da steig ich u.U. lieber selbst auf ein Dach und montiere Aufzüge.


Hadmut
14.6.2015 10:40
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> Zum Beispiel gibt es eine Art Lehrplan, was Kindergartenkinder beherrschen müssen, z.B. Schuhe binden, selbstständig anziehen, aufs Klo gehen usw. Ich kann mich nicht erinnern, das im Kindergarten gelernt zu haben, sondern daheim.

Stimmt. Bei mir genau so.

Ich kann mich auch an einen Fall erinnern (ca. 35 Jahre her), in dem sich eine Mutter aus der Bekanntschaft ganz fürchterlich aufgeregt hat, sich überhaupt nicht mehr beruhigen konnte, die Kindergartentante am liebsten erwürgt hätte, weil deren dreijähriger Sohn sich im Kindergarten halt mal in die Hose gemacht hat. Einmaliges Maleur, der hatte halt gerade Durchfall und damit noch keine Erfahrung, wie man damit umgeht, und Hilfestellung Klo gab’s bei der Tante damals nicht. Unter Anleitung der Kindergärtnerin wurde der mit der vollen Hose in die Mitte gestellt, alle anderen Kinder im Kreis außenrum, und dann das weinende Kind ausgelacht. Saubermachen? Nein. Die Mutter hat dann das Kind mit voller Hose und total verstört und verängstigt wieder zurückbekommen und schweren Vorwürfen der Kindergartentante, warum das Kind nicht sauber sei, es dürfe erst wieder in den Kindergarten, wenn gewährleistet sei, dass das Kind sauber ist. Das Kind wollte damals nie wieder in den Kindergarten und hat schon auf dem Weg dorthin angefangen zu weinen, Angstzustände.

Jedenfalls betrachteten die das damals nicht als deren Aufgabe.


xyz
14.6.2015 3:25
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@Lohengrin:
Ist da nicht ein Rechen- bzw. Gedankenfehler.

Wenn Männer angeblich 22% mehr und Lesben 33% mehr als normale Frauen verdienen, dann muss man auch die gleichen Rechenschritte anwenden.

Wenn Frauen also 100 verdienen, dann verdienen Männer 122 und Lesben 133. Demnach verdienen Lesben dann ca. 9% mehr als Männer (= 133/122-1)

Wenn man von 0.78 als Basis für Frauen ausgehen möchte, kommt man zum gleichen Ergebnis. Nämlich:
Männer = 0.78 * 1.22 = 0,9516
Lesben = 0.78 * 1.33 = 1,0374
Unterschied: Männer/Lesben 1,0374/0,9516-1 = ca. 9%

In Ihrer Berechnung nehmen SIe hingegen im Verhältnis Mann zur Frau einen Gehaltsunterschied von ca. 28% an, da 1 im Verhältnis zu 0.78 nicht 22% Unterschied, sondern ca. 28% Unterschied sind.

Nimmt man aber nun die 9% Mehrverdienst von Lesben gegenüber Männern an, so braucht man nur auf die ganzen Feministen zu verweisen, die auch einen bereinigten Gender-Pay-Gap von 7-8 für skandalös halten.

Mit anderen Worten: Männer werden (entsprechend bzw. analog zu dem Gekreische der Feministinnen) gegenüber Lesben übelst diskriminiert.

Wer setzt sich endlich gegen diese Männerdiskriminierung ein?


xyz
14.6.2015 4:26
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Achja, noch etwas! Der Vergleich Männer / Lesben zeigt eigentlich recht deutlich, dass die Geschlechterdiskriminierung eher zu Lasten des Mannes geht. Denn, ansonsten müssten auch Lesben weniger als Männer verdienen, wenn die Behauptung tatsächlich wahr wäre, dass Frauen aufgrund ihres Geschlechtes (und nicht aufgrund eigener Lebensentscheidungen) bei den Gehältern benachteiligt werden. Das ist aber offenkundig eben gerade nicht der Fall, wie der Mehrverdienst der Lesben zeigt! Da man wohl kaum unterstellen kann, dass Lesben mehr als Männer leisten bzw. trotz der Körperkraftunterschiede vermutlich maximal ähnliche Leistungen erbringen, werden Frauen, die ähnlich wie Männer beruflich strebsam sind und nicht dem Privatvergnügen Kinder nachgehehen, sogar eher besser als Männer bezahlt.

An dem Vergleich Männer / Lesben kann man daher eigentlich sehr deutlich erkennen, dass es einzig und alleine von den Frauen selbst bzw. ihren eigenen Entscheidungen abhängt, ob sie mehr oder weniger als Männer verdienen. Denn keine Frau wird daran gehindert, ähnliche Entscheidungen wie Lesben zu treffen.

Könnte bzw. würde man die Feministinnen ernst nehmen, müsste man ansonsten zum Ergebnis gelangen, dass das böse Patriarch in Wahrheit gar nicht von Männern, sondern von Lesben zur Untrdrückung der Männer und Nichtlesben gesteuert wird. Denn man wird wohl kaum seriös bzw. ernsthaft behaupten wollen, dass ein angeblich männergesteuertes Patriarch sich den Lesben unterordnen bzw. Lesben im Vergleich zu sich selbst (Männern) priviligieren wollte.

Würden Männer einen ähnlichen geistigen Schwachsinn wie Feministinnen verbreiten, würde man diese vermutlich eher wegen Verfolgungswahn (ähnlich wie Mollath) als Gefahr für die Öffentlichkeit wegsperren. Aber dank des generellen Frauenbonuses in allen Bereichen dürfen Frauen ihren Verfolgungswahn exessiv entgegen jeder ersichtlichen Logik voll auf Kosten der Allgemeinheit ausleben. Sie werden sogar noch gefördert.

Aber da Feministen absolut logikresistent sind und ihre Logikphobie auch exessiv ausleben, werden sie stets weiter ihren faschoiden Schwachsinn verbreiten.


der eine Andreas
14.6.2015 9:12
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bitmad
14.6.2015 9:32
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Hallo Hadmut, die Berichte von den Veranstaltungen sind äußerst aufschlußreich. Man bekommt diese Infos sonst nirgends. Und – ehrlich gesagt – ich könnte mir das nicht antun, Stunden in solchen Laberveranstaltungen zu vebringen. Vielen Dank!


Gedöns
14.6.2015 9:57
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Im ÖD gibt es keinen „gender pay gap“. Und was die Privatwirtschaft anbelangt, könnte man ja auf die Idee kommen, daß dies urtypische Aufgaben von Gewerkschaften sind. Aber man will nun mal immer nach dem Staat schreien und am liebsten Gesetze schaffen, die dann am besten vor Ort eine Genderbeauftragte mit Weisungsberechtigung gegenüber den Chefs – so wie früher der SED-Parteigruppenorganisator – durchsetzt und kontrolliert. Die Genderindustrie kann gar nicht anders, als immer nur kommunistisch zu denken.


Studolio
14.6.2015 10:04
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Ich kenne mittlerweile einen ganzen Haufen an Erzieherinnen. Wenn man ein Kind hat, bleibt das nicht aus.
Zwei Nachbarinnen, eine Kindergärtnerin und eine Grundschullehrerin.
Rastet mal, beim wem morgens um 07:00Uhr bereits der Fernseher läuft, um die Kinder ruhig zu stellen.
Wenn ich morgens meine Tochter abgab, saßen drei Erzieherinnen um einen Tisch, saßen auf diesen winzigen Kinderstühlen, die Ellenbogen auf dem Tisch und den Kopf aufgestützt.
Dir setzen sich nicht mal gerade hin, wenn man mit ihnen noch etwas zu besprechen hatte.
Das ging in der Richtung: “mein Gehalt bestimmt mein Arbeitgeber, meinen Stundenlohn bestimme immer noch ich!”.
Was will man da noch erhöhen?


Gedöns
14.6.2015 10:19
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@Lohengrin
Ist vier Prozent (0.78*1.33=1.04) deutlich mehr?//
Lesben, sind wohl diejenigen Frauen, die häufig typisch männliche Berufe wählen und männliche Positionen anstreben. Sie bekommen wegen 1,33/1,22 also 9% mehr als ihre männlichen Kollegen. Und da sicher nicht alle Lesben männliche Berufe wählen, könnte es für die einzelne Lesbe im männlichen Beruf sogar noch mehr gegenüber ihrem männlichen Kollegen sein (ich habe vor Kurzem im Schwimmbad mal eine Lesbe ihre Bahnen ziehen sehen …). Folglich gibt es also gar keine Diskriminierung – es hat alles etwas mit den persönlichen Voraussetzungen zu tun und da ist eine Lesbe eben durchsetzungsfähiger (was im Übrigen dem Unternehmen ja auch mehr einbringt) als ein häufig verschlafener männlicher Kollege oder eine wohlfühlorientierte heterosexuelle Frau. Interessant wäre übrigens die Betrachtung von Verdienst, beruflicher Entwicklung usw. von lesbischen Pärchen mit 1,2 Geburten …
Nochmal: es mag Unterschiede geben, aber das hat sehr wahrscheinlich nichts mit Diskriminierung zu tun.


Gedöns
14.6.2015 10:26
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Und in diesem Zusammenhang muß man möglicherweise auch das Zusammentreffen von lesbischer und stark alterndem männlichen EU-Parlamentarier(in) als möglicherweise verhängnisvoll betrachten …


Kritkrit
14.6.2015 10:38
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Die angesprochene Professionalisierung der Erzieherinnen hat doch bereits im Rahmen des Bolognaprozesses begonnen. Höher qualifizierte Ausbildung (und damit mehr Cash) gibt es im Form von Studiengängen mit dem Abschluß Kindheitspädagoge.


osthollandia
14.6.2015 11:27
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Lieber Hadmut,

erst mal DANKE für Deinen Bericht.

Der ob der sogenannte Gender-Pay-Gap existiert oder nicht, kann ich nicht sagen. Ich hab mal versucht, als Sekretärin zu arbeiten, das war ein mieser Job mit noch mieserer Bezahlung. Ich hab auch keine Lust auf Kaffee-Kochen und so ein Zeug. Darum mache ich seit vielen Jahren IT (Abteilung Kabel & Blech), das ist ein ehrliches Handwerk, das kann ich. Da das Handwerk goldenen Boden hat, ist die Bezahlung bodenständig und ok, ich bin gut in meinem Job und verdiene so viel wie die Männer mit ähnlicher Ausbildung.

Was mir aber zu dem Thema einfällt ist ein Dopplungseffekt, und der ist seit 40 Jahren bekannt. Frauen drängen auf den Arbeitsmarkt, das Lohnniveau sinkt allgemein, die Männer können die Familie nicht mehr alleine ernähren, weil ein Gehalt nicht mehr ausreicht, noch mehr Frauen drängen auf den Arbeitsmarkt, die Löhne sinken noch stärker. Durch dieses allgemeine Absinken der Löhne, und damit auch der Väter, wird dann Druck auf die Mütter ausgeübt, die müssen mitarbeiten, ob sie wollen oder nicht, und die Kinder bleiben auf der Strecke.

Dazu auch: Sozialistische Politik – Organ der kritischen Sozialwissenschaft, Otto-Suhr-Institut, Jahrgang 6, Heft 28, Waltraut Umbreit BERUFLICHE QUALIFKATION UND POLITISCHE EMANZIPATION DER LOHNABHÄNGIGEN FRAUEN IN DER BRD, S. 61-91

Und was ich von Kitas halte, die Kinder unter 3 aufnehmen, brauche ich eigentlich nicht zu erklären. Wie gut haben es doch Hundekinder, die dürfen zumindest 10 Wochen bei der Mutti bleiben, weil die sonst einen psychischen Schaden bekommen. Dann kann man Menschenkinder ruhig mit 6 Wochen in die Kita geben…


Hadmut
14.6.2015 11:34
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@osthollandia:

> Frauen drängen auf den Arbeitsmarkt, das Lohnniveau sinkt allgemein, die Männer können die Familie nicht mehr alleine ernähren, weil ein Gehalt nicht mehr ausreicht, noch mehr Frauen drängen auf den Arbeitsmarkt, die Löhne sinken noch stärker.

Ja, der Effekt wurde im Blog schon mehrfach angesprochen.

Ich habe die 70er Jahre so erlebt, dass Männer arbeiten und die Familie ernähren, Haus bauen, neues Auto kaufen, einmal im Jahr schön in Urlaub fahren, und die Frauen zu Hause sind, ab und zu mal Fenster putzen, ansonsten Kaffeeklatsch und vor lauter Freizeit Yoga-Gruppe und sowas.

Arbeiten eigentlich nur selten und zur Selbstverwirklichung oder als „Emanze”. Normalerweise wurde da noch böse über Frauen getuschelt, die arbeiten gingen („Oh, guck mal, deren Mann bringt nicht genug Geld nach Hause, die muss ja arbeiten gehen, wie kann man nur so heiraten…”)

Heute kommen viele Doppelverdiener kaum über die Runden.

Und das wird als Befreiung der Frau hingestellt.


osthollandia
14.6.2015 11:53
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Der Feminismus dient der Ausbeutung der Frau
Folge: die Frauen sind Unfreier denn je, Männer werden diskriminiert

In den Stuben der „oberen 10.000“ des sog. Bürgertums im 19. und 20. Jahrhundert gab es zahlreiche Frauen, die Langeweile hatten. Da man in diesen Kreisen die Kindererziehung und Haushaltsführung traditionell dem Personal überließ, waren diese Frauen unterbeschäftigt. Diese Frauen beschäftigten sich mit der Theorie des Feminismus, welche aus dem 18. Jahrhundert stammt. Mit der zunehmenden Demokratisierung verlangten diese Frauen dann völlig zu Recht die gleichen Rechte, wie sie auch Männern zustanden. Insbesondere der Zugang zu höherer Bildung, Wahlrecht und die Möglichkeit, eigenen Besitz aufzubauen waren die ersten Ziele. Die Erfolge dieser Emanzipationsbewegungen können nicht hoch genug für die Gesellschaft eingeschätzt werden.

Spätestens jedoch mit der „Mein Bauch gehört mir“ Kampagne zur Abschaffung des Paragraphen 218 drehte sich die Emanzipation ins Gegenteil. Es ging von nun an nicht mehr um die Gleichstellung der Frau, sondern um ihre wirtschaftliche Verwertbarkeit. Die einfachen, armen Frauen haben von jeher arbeiten müssen, die Familien konnten nie hierauf verzichten. Als aber der allgemeine Wohlstand wuchs, speziell nach den beiden Weltkriegen, konnten auch sehr viele Frauen aus einfachen Verhältnissen zu Hause bleiben und sich nur um Heim und Familie kümmern. Mit den Erfindungen der Haushaltsgroßmaschinen wie Waschmaschine und Staubsauger wurden diese Frauen stark entlastet und hatten plötzlich Zeit. Diese Zeit kann man doch nutzen, um zu arbeiten zum Beispiel. Die Erwerbsquote der Frauen steigt seither an.

Die Geburtenkontrolle wuchs stark, die Pille wurde also propagiert und als „Menschenrecht“ dargestellt. Auch die Abtreibung wurde gesellschaftsfähig gemacht, der Vater eines ungeborenen Kindes muss nicht einmal informiert werden, bevor man es im Mutterleib verheert, und dabei ist es auch sein Kind.

Die arbeitende Frau sollte „sich selbst verwirklichen“, Familie und Kinder stören da nur. Das Wort „Hausfrau“ wurde zum Synonym für Rückständigkeit und Unterdrückung. Arbeit macht schließlich frei.

Die Frauen können heute nicht mehr entscheiden, ob und wie lange sie nach der Familiengründung zu Hause bleiben wollen, nach spätestens 3 Jahren müssen sie arbeiten und können sich nicht mehr „nur“ um ihre Kinder kümmern.

Der falsch verstandene Feminismus greift aber noch sehr viel tiefer in die Gesellschaft und ihre Normen ein. Das traditionell und biologisch andere Verhalten von Mädchen gegenüber dem Verhalten von Jungen wird heute als Standard betrachtet. Die geringe Bezahlung von Kindergärtnerinnen und Grundschullehrern sowie das schlechte Ansehen beider Berufsgruppen in der Bevölkerung sorgen dafür, dass Männer diese Berufe nicht oder nur in ausgesprochen geringem Umfang ergreifen. Banker und Mechaniker, tolle Berufe für Männer, mit Kindern spielen kann ja jeder Depp bzw. jede Deppin. Das hat zur Folge, dass Kinder in den ersten 10 Jahren ihres Lebens praktisch nur noch auf weibliches Bildungspersonal treffen, auf Frauen, also ehemaligen Mädchen.

Frauen und Mädchen mögen aber Raufen nicht, aggressives und körperbetontes Spielen ist ihnen zuwider. Das verwundert nicht, wenn man sich mit den biologischen Notwendigkeiten von Verhalten beschäftigt, Mütter verhalten sich eher defensiv und ausgleichend. Dieses Verhalten wird aber zur Norm gemacht, das Verhalten von Jungen hingegen pathologisiert. Diese spielerischen Raufereien sind aber ebenfalls biologisch notwendig, stellen also keinesfalls ein abweichendes oder gar krankhaftes Verhalten dar. Was in der frühen Erziehung von Kindern also fehlt, sind die Männer, die den Jungen das Gefühl geben, „richtig“ zu sein. Die mit Verständnis und Liebe den Jungen zeigen, wie man ein Mann wird.

Der falsche Feminismus negiert die biologische Komponente von Verhalten und verleugnet die Andersartigkeit von Männern und Frauen, von Jungen und Mädchen. Ebenso wie das vorherige, falsche Denken vom „natürlichen Schwachsinn des Weibes“ erleben wir nun eine neue Diskriminierung, die der Jungs und Männer. Jungen müssen sich verhalten wie Mädchen, weil alle Kinder gleich sind, denn das Geschlecht sei eine Erfindung der Gesellschaft. Wenn nicht, müssen Jungen krank oder sonst was sein.

Die verheerenden Folgen der sog. Familienpolitik und der Missbrauch des Feminismus müssen die Familien destabilisieren, die Kinderzahl einschränken. Neu ist die systematische Verunsicherung von ganzen Generationen von Jungen und Männern, die Probleme haben, ihren Platz in der Gesellschaft zu finden. Die Frauen und Mütter werden gezwungen zur Erwerbsarbeit, können sich den Kinderwunsch nicht oder nur eingeschränkt erfüllen, während ihnen die adäquaten Partner abhandenkommen. Ein Mann, der nicht weiß wer er ist, was seine Lebensaufgabe sein könnte und der keine Ahnung hat, wie und was er als Mensch sein kann oder soll, der taugt auch nicht zum Partner auf Augenhöhe.

Wem das nutzt? Den Produzenten, die niedrige Löhne wollen. Und den Machthabern, wenn Männer und Frauen gegeneinander statt miteinander agieren, sind sie zu beschäftigt, um kritische Fragen zu stellen


Der große böse Wolf
14.6.2015 14:53
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@Hadmut: Ich habe gestern mit einer Erzieherin darüber gesprochen. Es gäbe kein Überangebot an Erzieherinnen, sondern einen Mangel. Neben zahlreichen Stellenangeboten facebookte sie mir heute auch einige Zeitungsartikel zum Thema. Wie passt das zu dem hier behaupteten Überangebot?

http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/erziehermangel-von-bewerbern-zu-umworbenen-12221055.html
http://www.stern.de/familie/kinder/erziehermangel-in-kitas-deutschlands-kinder-werden-nicht-gut-genug-betreut-2126340.html
http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/bertelsmann-stiftung-studie-in-deutschen-kitas-fehlen-120-000-erzieher-13063944.html


Hadmut
14.6.2015 15:07
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> Wie passt das zu dem hier behaupteten Überangebot?

Lies mal genau.

Es ging nicht darum, dass jetzt ein Überangebot besteht, sondern dass es durch die abnehmende Kinderzahl entsteht.

Deshalb wollen sie ja die Quote von Kindern zu Erziehern reduzieren, um die Erzieher noch alle unterzubringen.

Allerdings sind das ja auch keine Aussagen von mir, sondern nur die Wiedergabe dessen, was ich da gehört habe.


Lohengrin
14.6.2015 15:11
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@xyz @Gedöns

Die 22% beziehen sich auf das Gehalt eines Mannes. Die Behauptung ist, dass eine Frau 22% weniger als ein Mann bekommen würde.
Lustigerweise haben die Feministen einen Equal Pay Day berechnet, der davon ausgeht, dass Frauen 22% mehr als Männer arbeiten müssten, um gleichen Lohn zu bekommen. Sie haben sich zu ihren Ungunsten verrechnet.


Gedöns
14.6.2015 16:06
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@Lohengrin
Also gut: Lesben 104%, Männer 100%, heterosexuelle Frauen 78%.
Und nu?


Gast$FF
14.6.2015 17:16
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Herzlichen Dank an den Blogbetreiber für diesen sehr aufschlussreichen, kommentierten Augenzeugenbericht. Eine solide 4.8 auf der nach oben offenen Danisch-Skala, sage ich mal (Amplitudenpotential = 120+ Kommentare).

Bei

> Anscheinend ist das bisherige Univesalargument, dass jede Frau »Opfer« sei, ausgeleiert. Jetzt ist halt jede Frau »Mutter«.

musste ich laut auflachen. Hätte ja auch gleich Eva Hermann die Moderation machen können.

Immer wieder lustig anzusehen, wie die feminalsozialistischen Scholastiker willkürlich zwischen Gleichheits- und Differenzfeminismus hin und her schalten, je nachdem wie’s gerade in den Kram passt.

Bitte mehr davon.


xyz
14.6.2015 18:50
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@Lohengrin:

>>> Die 22% beziehen sich auf das Gehalt eines Mannes.

Das macht Ihren Beitrag trotzdem nicht richtiger.

Denn 22% weniger von 1 sind immer noch nicht 0,78, sondern ca. 0,82, denn wie Sie es bei den Lesben ja richtig berechnen, müsste man bei einer Multiplikation mit 1,22 wieder auf die 1 zurück gelangen.

Rechnet man also richtig, erhält man für Frauen einen Wert von ca. 0,82, so dass man bei Lesben und der Multiplikation von 1,33 auch nicht auf 1,04, sondern auf 1,09016 gelangt (Männer = 0,82 * 1,22 = 1).

Und siehe da, man bekommt auch hier wieder auf die bereits zuvor vorgerechneten ca. 9% mehr Gehalt von Lesben gegenüber Männern.

Entsprechend Ihrer Logik müssen Frauen gegenüber Lesben sogar 1/3 mehr leisten, um das gleiche zu verdienen. Hetero-Frauen würden somit gegenüber lesbischen Frauen noch drastischer diskriminiert.

Und das alles ändert nichts daran, dass man entsprechend dieser Logik dann genauso zum Ergebnis gelangen müsste, dass Lesben mehr als Männer verdienen und dass das Merkmal Frau ersichtlich kein Diskriminierungskriterium beim Gehalt darstellt, da ansonsten der Mehrverdienst der Lesben gegenüber Männern nicht zu erklären wäre. Denn Lesben sind ja auch Frauen.

Im Übrigen müssten Sie zu dieser Schlussfolgerung auch gelangen, wenn man nur ca. 4% Mehrverdienst von Lesben gegenüber Männern errechnen möchte, da auch ein Mehrverdienst von 4% immer noch ein Mehrverdienst darstellt, der nicht zu erklären ist, wenn die Gesellschaft doch angeblich Frauen aufgrund ihres Geschlechtes diskriminierend schlechter für gleiche Leistungen bezahlen würde. Die errechneten 9% zeigen es nur noch deutlicher, dass das Merkmal “Frau” für die angebliche unterschiedliche Bezahlung nicht ursächlich ist und dass diejenigen, die eine Frauendiskriminierung sehen möchten, erklären können müssten, weshalb Lesben trotz ihrer angeblichen Diskriminierung sogar mehr als Männer verdienen.

>>> Lustigerweise haben die Feministen einen Equal Pay Day berechnet …

Da Feministinnen und Frauen keine Hemmungen haben, vollkommen dreist zu ihren Gunsten lügen und die Bevölkerung zu täuschen, sollte man deren “Berechnungen” ohnehin nur als das betrachten, was es wirklich ist. Nämlich ideologische Propaganda ohne jeden Hauch eines seriösen bzw. ernstzunehmenden Wahrheitsgehalt.

Aber man muss wohl wahrscheinlich ohnehin immer mehr zur Schluss folgerung gelangen, dass Frauen genetisch große Schwierigkeiten mit Logik und rechnen haben. Und dieses ist eine wohlwollende Betrachtung, da man ansonsten vom lügen und bewussten betrügen sprechen müsste.


xyz
14.6.2015 19:02
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@Lohengrin:

Noch eine kurze Verständnisfrage.

Wenn man behaupten würde, dass Männer 100% mehr als Frauen verdienen, würden Sie dann entsprechend Ihrer Berechnung zum Ergebnis gelangen, dass Frauen dann gar nichts mehr verdienen? Und Lesben würden dann entsprechend Ihrer Berechnung auch gar nichts mehr verdienen, da 0 * 1,33 ebenfalls 0 ergeben würde?

Und zu welchem Ergebnis kämen Sie, wenn man behaupten würde, dass Männer 200% mehr als Frauen verdienen?


Lohengrin
14.6.2015 19:54
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@xyz

Bei Prozent musst du immer nach “von was?” fragen.
“Männer bekommen 100% mehr als Frauen” bedeutet “100% des Einkommens der Frauen”. “Frauen bekommen 22% weniger als Männer” bedeutet “22% des Einkommens der Männern”.
Bei “Lesben bekommen 33% mehr als Hetero-Frauen” und “Frauen bekommen 22% weniger als Männer” muss man von Männer auf Frauen rechnen, also 22% des Einkommens der Männern weniger, also Faktor 0.78. Und dann muss man von von Einkommen der Frauen auf Einkommen der Hetero-Frauen rechnen, was, weil es nur so wenig Lesben gibt, Faktor 1 bedeutet. Und dann muss man von Hetero-Frauen auf Lesben rechnen, also 33% mehr als Hetero-Frauen, also Faktor 1.33. Daher komme ich auf 1.04.

Dass Lesben mehr als Hetero-Frauen kriegen, wundert mich überhaupt nicht. In besonders hoch bezahlten Kreisen, kommt es gut an, homosexuell zu sein. Ob man mehr Einkommen hat, weil man Lesbe ist, oder ob man Lesbe ist, weil man ein hohes Einkommen hat, oder ob es eine gemeinsame Ursache für beides gibt, kann man aus der Korrelation nicht schließen.

Das mit den Prozenten muss für gewöhnliche Leute sehr kompliziert sein. Frag mal Leute, was dabei herauskommt, wenn etwas erst 10% billiger und dann 10% teuerer wird. Das machen die meisten falsch. Und es spielt dabei keine Rolle, ob die Leute einen Master in Schwafologie oder einen Hauptschulabschluss haben.


Sascha
14.6.2015 20:01
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Hartmut, bei der Bezahlung von “Frauenberufen” kommt noch ein dritter Aspekt hinzu, der immer wieder ignoriert wird.

Man sieht es derzeit bei den Jounalisten. Die werden zunehmend schlechter bezahlt. Deswegen ergreifen immer weniger Männer den Beruf, während Frauen nach wie vor in den Beruf drängen. Am Ende ist es ein schlecht bezahlter Frauenberuf. Aber nicht wegen einem Überangebot, sondern weil die Männer gegangen sind. Höher bezahlt werden die Arbeitnehmer in dem Bereich auch bei weniger Arbeitnehmern nicht, weil das Medienumfeld dies nicht mehr hergibt.


Hadmut
14.6.2015 20:07
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> Man sieht es derzeit bei den Jounalisten.

Sieht so aus, ja. Da wäre ich aber etwas vorsichtiger, da könnten noch ganz andere Aspekte reinspielen.


DrMichi
14.6.2015 20:46
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> Früher hat man „Mysogynie” und „Sexismus” gerufen, wenn man keine Argumente hatte. Heute ruft man „Gerechtigkeit”.

Nein, das ruft man schon seit…. immer.

Aber schön, dass ich schon mit 30 Zeuge eines fundamentalen Wechsels werden kann.

Mir ist es als Mann völlig egal, wie viele Erzieherinnen ihr Geld abschröpfen. Die werden sowieso alle schwanger, denn sie sind heimlich eigentlich die, die die Familie haben wollen, aber es vor ihren Kolleginnen nicht eingestehen können. Vielleicht Projektion, vielleicht auch nicht. Mittelfristig löst sich das Problem sowieso von alleine. Und dann sehen sie, wie andere – oh nein – ihr Kind erziehen könnten und dann ist gleich danach Schluss damit.

Am Ende hilft es eben doch, wenn auf eine Gruppe Kinder nicht drei, sondern fünf Frauen ihr Sagen haben. Früh lernt Thorsten-Emil so, wie man sie gegeneinander auspielen kann. Hat doch was!…


FocusTurnier
15.6.2015 10:14
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@Der große Böse Wolf

Der hohe Bedarf an Erzieherinnen ergibt sich aus den in den “alten” Bundesländern notwendigen Investitionen in frühkindliche Betreuung, in den “neuen” Bundesländern gab es die notwendige Infrastruktur ja schon.
Auch interessant dazu (und das würde Hadmuths Aussage untermauern)ein Beitrag vom statistischen Bundesamt:

” Nach 2020 wird diese Alters­gruppe jedoch vor­aus­sicht­lich deutlich schrumpfen, wodurch ein erneutes Ge­burten­tief entstehen kann”

https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/ImFokus/Bevoelkerung/Geburtenzahl.html

In fünf Jahren geht das Geheule wieder los, da man für weniger Kinder ja auch weniger Erzieher benötigt (es sei denn, man strebt eine 1:1-Betreuung an).


Frauenversteher
15.6.2015 10:24
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> Erwartet hatte ich das übliche feministische Gejaule.
> Hört sich nach Genderismus an, war’s aber nicht.

War’s aber doch, nur besser verkleidet.
Wäre es ihnen mit dem Titel ernst gewesen, hätte man darauf abheben müssen, das Männer nebenbei und für andere, also Ehrenamtlich, mehr leisten, als Frauen. Lieber findet man erwähnenswert, daß Frauen “unbezahlte Arbeit in Haushalt” machen, die aber nur für sich ist.

@osthollandia
> Mit der zunehmenden Demokratisierung verlangten diese Frauen dann völlig zu Recht die gleichen Rechte, wie sie auch Männern zustanden.

Interessant, wie jemand “Völlig zu Recht” behaupten kann, obwohl er in den Sätzen davor und danach von ungleichen Bedingungen berichtet.


Dirk S
15.6.2015 13:00
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@ Günter Buchholz

In diesem Fall fängt man dann an, z. B. von “Gerechtigkeit” zu faseln. Jede Eselin und jeder Neidhammel meint heutzutage, etwas über “Gerechtgkeit” aussagen zu können, nach dem dümmlichen Motto: “Gerecht ist, was m i r nützt”. So trottelig, dass einem diese Einfalt nicht spontan einfiele, so trottelig kann man gar sein. Das kann man eigentlich immer sagen.

Der Trick ist ja, dass “Gerechtigkeit” eben so individuell ist, jeder versteht etwas anderes darunter, je nach dem, was dem Betreffenden nützt (wie du ja geschrieben hast). Gleichzeitig stellt für unsere Gesellschaft “Gerechtigkeit” ein hohes Gut dar, wobei im 2ten Fall vor allem ein nachvollziehbares Recht(ssystem) gemeint ist. Diese Begriffsverwirrung wird aber gerne systematisch ausgenutzt.

Und so ist es “ungerecht” dass ein Ing. mehr verdient als eine Kindergärtnerin. Was aus der Sicht der Kindergartentante auch richtig ist, geht sie doch auch jeden Tag zur (Teilzeit-)Arbeit. Aus Sicht eines Ing. mit Verantwortung und 60-Stunden-Woche ist es wiederum vollkommen gerecht, dass er mehr verdient. Es ist standpunktabhängig und inzwischen auch beliebig. Eigentlich ist der Begriff verbrannt.

Gerechte Grüße,

Euer Dirk


Dirk S
15.6.2015 13:35
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@ Rechnungsprüfer

Übrigens kenne ich viele Pfleger und Krankenschwestern, frag die mal was sie von dem ständigen Vergleich zu den Erzieherinnen halten. Insbesondere, wenn es Intensivpfleger sind, wo es täglich um Menschenleben geht.

Inzwischen hat sich ja durch den KiTa-Streik gezeigt, dass es auch ohne die KiTa-Tanten gehen kann, wenn auch schlechter als mit. Und auch wenn man persönlich eher selten Krankenschwestern braucht (zum Glück auch), wenn man sie denn braucht, geht es definitiv nicht ohne sie. Das macht am Ende den entscheidenen Unterschied.

Aber eigentlich ist das von den KiTa-Tanten nur ein versuchter Mißbrauch des guten Rufes der Krankenschwestern. Von dem wollen die KiTa-Tanten partizipieren, weil es mit ihrem eigenen nicht so weit her ist. Sieht man ja schon daran, dass ich die nur als “KiTa-Tanten” bezeichne.

Was ich auch nie verstehen werde, dass sich viele Erzieherinnen anmaßen mehr über das eigene Kind zu wissen, als man selbst und diese Eltern oft von oben herab behandeln.

Weil sie glauben zu wissen. Ist wie mit Politikern, Lehrern, Juristen, Theologen und anderen Leuten, die glauben. Wo das Wissen fehlt, da setzt sich der Glaube durch. Und glaubst du wirklich, dass das, was die lernen, wissenschaftlich abgesichert ist? Also, ich nicht.

Solches verhalten trifft man ja bei vielen Pädagogen.

Die verhältensgestörtesten Gören, die ich erlebt hatte, waren die Verzöglinge von Pädagogen. Und die Gören von KiTa-Tanten waren auch auch nicht viel besser. Daher habe ich echte Probleme, diese Leute ernst zu nehmen. Fehlen nur noch Blümchenkleid und Strickpulli, dazu Birkenstocksandalen. Fertig ist der Prototyp.

Vorurteilsbehaftete Grüße,

Euer Dirk


[…] weil Feminismus und Gender-Mainstreaming nun offen beginnen, sich auf anderen Schauplätzen zu bekriegen – nachdem sie die Männerwelt (CIS, Y) offen abwerteten und diese Ideologien vor nichts mehr […]


Raik Berger
16.6.2015 7:07
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Gender pay gap Gleichschaltung, Medien

Seit etwa 2005 gilt für Deutschland / USA ein Gender pay gap von 23%.
In Deutschland gilt seit etwa 2014 ein Gender pay gap von 22%. Was ist jetzt mit der Gleichschaltung D/USA? Ganz einfach, für die USA und auch Kanada gelen jetzt auch 22%. Denn Einigkeit macht stark 🙂
hier ein Beispiel:
http://money.cnn.com/2015/04/13/news/economy/equal-pay-day-2015/

Die pay gap Propagenda wird wohl in den nächsten Jahren so weiter gehen. Die Frage ist, bekommen Frauen jetzt mehr oder Männer weniger.


[…] weil Feminismus und Gender-Mainstreaming nun offen beginnen, sich auf anderen Schauplätzen zu bekriegen – nachdem sie die Männerwelt (CIS, Y) über Jahrzehnte abwerteten und diese Ideologien vor […]