Ansichten eines Informatikers

Das ZDF, die Links-Grünen und die AfD im Medienrecht

Hadmut
23.10.2026 16:19

Es sind nicht die Maßstäbe, die mich so besonders ankotzen.

Es wären schon wieder die doppelten – wenn ich sie denn erst einmal verstünde.

Langjährige Leser werden sich erinnern, dass ich 2020 massiv angegriffen wurde: Drohschreiben, Verleumdung, Diffamierung, Sabotage am Arbeitsplatz. Schmiererei an der Hauswand an der Wohnung und Schmähbriefe in die Briefkästen der Nachbarn. Der Inhalt mit endeutigen Hinweisen auf einen grünen Hintergrund. Was nicht verwunderlich ist, weil die Grünen systematisch Datenschutzrecht brechen und Steckbriefe von Gegnern erstellen: Etwa bei der „agentin.org“ der Heinrich-Böll-Stiftung, die man nicht mehr öffentlich macht, seit das mit § 126a StGB unter Strafe gestellt wurde. Es geht aber weiter mit der Meldestelle REspect! und HateAid, die in großem Umfang illegal Daten sammeln und die Auskunft verweigern. Und dann natürlich mit deren „Gegneranalyse“. Auskunft der Grok-KI:

„Gegneranalyse“ (bzw. das Projekt des Zentrums Liberale Moderne / LibMod dazu).

Das Zentrum Liberale Moderne wurde 2017 von den ehemaligen Grünen-Politikern Ralf Fücks und Marieluise Beck gegründet. Es führt das Projekt „Gegneranalyse“ (ursprünglich zur Ideengeschichte antiliberalen Denkens, später mit Fokus auf „Gegenmedien als Radikalisierungsmaschine“). Dabei wurden u. a. Portale wie die NachDenkSeiten, Compact, AUF1, RT DE und Apolut analysiert/monitored. Finanziert wurde es u. a. aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ (Familienministerium) und der Bundeszentrale für politische Bildung.

Und selbst der TAZ wurde das zu wüst: Gegnerbeobachtung per FragebogenGrüne spionieren Linke aus

Grüne erfassen Informationen über die Linkspartei in den Ländern – mit fragwürdigen Methoden. Man fragt unter anderem nach “Besonderheiten” und “personellen Zwistigkeiten”.

Nun ist mir aus eigenen Streitigkeiten wohlbekannt, dass

  • Linke Journalisten ihre Adressen geheim halten und sich hinter dem Sender verstecken (siehe damals den Streit mit dem MDR)
  • Grüne Politiker ihre Adressen geheim halten und nicht einmal im Prozess als Rubrum nennen, sondern sich hinter Parteibüro und Bundestag verstecken.

während umgekehrt jeder kleine Publizist – wie ich – einer Impressumspflicht unterliegt und seine Privatadresse angeben muss. Und das sind die, die immer behaupten, dass alle dieselben Rechte hätten.

Nun gibt es aktuellen Ärger.

Rechtsanwalt Brennecke ist laut seiner eigenen Profilseite Mitglied bei den Grünen und Partner in der Kanzlei Höcker.

Das wirft Fragen auf.

Denn während sich Grünen-Politiker in voller Breite das Recht herausnehmen, ihre Privatadressen auch in Gerichtsverfahren geheim zu halten und sich hinter ihrer Bundestagsadresse zu verstecken, und das von den Berliner Gerichten sogar als ständige Praxis – stillschweigend, begründete Urteile gibt es da zu nicht, die machen das einfach so – geduldet wird, spürt man Gegnern per Privatdetektiv nach.

Anscheinend hat irgendwer bei der Kanzlei Höcker nachgefragt:

Aus dem SZ-Artikel:

Gut 16 Prozent erhielt die extrem rechte FPÖ bei der Nationalratswahl 2019. Auf ihrer Wahlparty war damals auch der ZDF-Reporter Fabian Köster, bekannt aus der „Heute-Show“, dabei. Köster hielt seinen Gesprächspartnern allerdings kein ZDF-Mikrofon unter die Nase, sondern eines von „AfD-TV“, als dessen Reporter er sich ausgab. „Wenn man hier Spaß haben will, dann geht man natürlich nicht als Lügenpresse, dann geht man als Alternatives Fernsehen Deutschland“, sagt er zu Beginn des Films. Um einen wirklichen Fernsehsender handelt es sich bei „AfD-TV“ indes nicht, vielmehr werden auf der parteieigenen Plattform Parteitage und gefällige Gespräche mit AfD-Politikern ins Netz übertragen.
Die Partygäste bemerken offenbar nicht, dass Köster nicht wirklich Reporter von „AfD-TV“ ist. So gelingt es ihm, mehrere Gesprächspartner dazu zu animieren, Wahlkampfgrüße an den lieben „Bernd“ auszurichten. Gemeint ist der Thüringer AfD-Chef Höcke, der mit Vornamen Björn heißt und in dessen Bundesland kurze Zeit später eine Landtagswahl ansteht. Das Verwirrspiel mit Höckes Namen ist ein beliebter Witz in der „Heute-Show“.

In der AfD-Spitze fanden sie das alles nicht zum Lachen. Kurz nach der Ausstrahlung bat Hans-Holger Malcomeß, Bundesgeschäftsführer der AfD, einen Rechtsanwalt der Kanzlei Höcker, die die AfD in vielen Rechtsstreitigkeiten vertritt, den Beitrag zu prüfen. Nachlesen lässt sich das in den geleakten E-Mails der AfD, die die Süddeutsche Zeitung derzeit auswertet.

Um ganz ehrlich zu sein: Ich bin verwirrt. Ich verstehe es nicht.

Rechtsanwalt Brennecke gibt an, Mitglied der Grünen zu sein, aber die SZ behauptet, die Kanzlei – und laut Tweet auch RA Brennecke selbst – sei im Auftrag der AfD gegen (den zweifellos grünen-nahen) Köster aktiv?

Tut mir leid, das verstehe ich nicht. Arbeitet er nun für die Grünen oder für die AfD? Beides geht nicht, das wäre ein Interessenkonflikt.

Ich habe das jetzt mehrmals gelesen, aber ich steige nicht durch, wer hier auf wessen Seite steht.

Dass Köster so etwas nicht darf, ist klar. Es gibt einen Pressekodex, wonach sich Journalisten klar erkennbar zu machen haben. Ich hatte das schon damals im Zusammenhang mit dem Angriff auf ein Team der heute show in Berlin bemängelt, dass die heute show diese Vorschrift systematisch verletzt und sich als andere tarnt, um Leute reinzulegen.

Mit welchen Methoden der Köster – mangels Befähigung – arbeitet, habe ich kürzlich mal am eigenen Leib erfahren. Ich ging so nichtsahnend von zuhause aus Richtung Innenstadt und kam da gerade aus Richtung Hausvogteiplatz zum Gendarmenmarkt um die Ecke, als ich mich unversehens in einem Mediengewimmel fand. Merkel hatte in der Akademie der Wissenschaften, deren Eingang an genau dieser Ecke war, ihren 70. Geburtstag gefeiert und allerlei CDU-Prominenz da eingeladen, die von der Straße aus den Autos über den Gehweg zum Eingang musste. Was ich vorher nicht wusste. Da ging also ein CDU-Politiker nach dem anderen über den Gehweg. Und ich wollte da auch einfach nur vorbei. Nun lauerte aber ein Fernsehteam der heute show, mittendrin der Köster, jedem Politiker auf, um ihm Kamera und Mikro ins Gesicht zu halten, und blöde Fragen zu stellen, während die Politiker versuchten, möglichst schnell in den Eingang zu kommen. Und deshalb gab es da großes Gehuddel und Hektik, weil vor jedem Politiker ein Pulk aus ca. 5 Leuten, darunter Köster, rückwärts herlief und nicht schaute, wohin sie liefen. Genau auf mich zu.

Problem: Ausweichen konnte ich nicht. Rechts die Hauswand. Links ein Bauzaun, weil damals noch die Bauarbeiten am Gendarmenmarkt stattfanden. Hinter mir Leute. Und der ZDF-Pulk hat die volle Breite des Gehwegs eingenommen, rückwärts auf mich zugerollt. Der Köster hat mich rückwärts fast über den Haufen gerannt. Ich haben denen dann mitten in ihre Aufnahme „Darf ich mal durch!? Das ist ein Gehweg!“ gebrüllt, worauf sie alle einen Schreck bekamen und Richtung Straße gesprungen sind, und der Take natürlich im Eimer war. Da habe ich aber mal so aus nächster Nähe gesehen, wie dreckig die Methoden der heute show sind. Was sie an Qualität nicht können, füllen sie durch Widerlichkeit auf. Ich habe das direkt mit angehört, wie CDU-Politiker sagten, sie wollen sich nicht äußern, und dass sie durch und da rein möchten. So eine richtige Belagerung durch ZDF-Gesindel.

Den Köster verklagen zu wollen kann ich nachvollziehen. Dass jemand den auf Unterlassung in Anspruch nehmen will, kann ich mir bestens vorstellen.

Aber ich bekomme es – bisher – nicht in die Birne, wieso ein Anwalt als Mitglied der Grünen, die ja so auf Geheimadresse machen, im Auftrag der AfD per Privatdetektiv dem Köster nachspioniert, um dessen Wohnadresse herauszufinden.

Kann mir das irgendwer erklären?