Ansichten eines Informatikers

Die Redewendung „Alles für …“

Hadmut
20.10.2026 0:07

Fällt mir gerade so auf.

Die Staatsanwaltschaften gehen ja recht aggressiv gegen jeden vor, der die Formulierung „Alles für Deutschland“ verwendet, weil das ein Nazi-Spruch sei – obwohl die Losung laut Google seit 1848 belegt sei.

Mir ist gerade das aufgefallen:

Es gibt aber Kommentare, wonach das Bild zwar zweifellos echt sei, nicht aber die Jahresangabe, weil ein Haus zu sehen sei, das von 1961 bis 1964 gebaut wurde.

Da steht „Alles für die DDR – unser sozialistisches Vaterland!“

Wie passt das jetzt zusammen?

Linke behaupten, das sei ein NSDAP-Nazi-Spruch, aber die SED hat den auch verwendet?

Mir war übrigens nicht klar, wo das eigentlich sein solle, weil mir am Alex keine Stelle einfällt und vor allem keine Straße, die darauf passt. Ich habe Grok befragt, welche Straße um 1964 an den Alexanderplatz grenzte und deren Namen auf -graben endete:

Am Königsgraben (auch oft als Königsgraben bezeichnet).

Diese Straße lag in Berlin-Mitte und grenzte direkt an den Alexanderplatz. Sie verlief vom Alexanderplatz zur Memhardstraße und wurde um 1750 benannt, nach dem dort verlaufenden (und später zugeschütteten) Königsgraben bzw. Festungsgraben.

Um 1964 existierte sie noch. Im Zuge der großen Neugestaltung des Alexanderplatzes und der umliegenden Bebauung in den 1960er Jahren (Planungen ab 1964, Abrisse und Umbauten in den folgenden Jahren) wurde sie schließlich 1973 eingezogen/aufgehoben.

Das passt genau zu deiner Beschreibung einer auf „-graben“ endenden Straße, die um 1964 an den Alexanderplatz angrenzte.