Boko Haram
Wie uns die Medien über den Islam täuschen.
Achtet mal darauf: Eine breite Medienfront, darunter ARD, ZDF und die großen Printmedien, erzählen uns, dass in Frankreich gerade für mehr Bildung „demonstriert“ werde.
Kennt Ihr „Boko Haram“?
Aber die Worte halal und haram kennt Ihr doch, oder? Halal ist gut, dem Islam entsprechend, weshalb es auch immer mehr Imbisse mit „halal food“ gibt. „Haram“ ist das Gegenteil, das ist böse, vom Islam verboten. Schweinefleisch ist haram. Hunde sind haram. Unverhüllte Frauen sind haram.
Was bedeutet nun „Boko Haram“?
Das Hausa-Wort boko bedeutet „unecht, falsch, Fake“. Verkürzt steht es für ilimin boko (Fake-Bildung), das Bildungssystem der westlichen Kolonialmächte. Arabisch ḥarām bedeutet „verboten“, aber auch „heilig“.[18] Übersetzungen lauten „Westliche Bildung ist Sünde“[19], „Westliche Bildung verboten“,[20] „Verwestlichung ist ein Sakrileg“[21] oder „Die moderne Erziehung ist eine Sünde“.[22] Einen anderen Tenor setzt die umschreibende Übersetzung „Vorspiegelung falscher Tatsachen ist Schande“.[23]
Die Anhänger der Gruppierung selbst nannten sich anfangs zunächst Al Sunna Wal Jamma (in etwa: Anhänger der Lehren des Propheten).[24] Eine andere anfängliche Selbstbezeichnung war ahl al-sunna wa’l jama’a ala minhaj al-salaf (in etwa: Gemeinschaft der Anhänger der Sunna bzw. der Sunniten für die Rückbesinnung auf die Salaf bzw. die Vorgänger),[25][26] welche die ideologische Rückbesinnung auf ultrakonservative Lehren des Islam (Salafismus) betont. Eine weitere in den Anfangsjahren gebräuchliche Selbstbezeichnung lautete ahl al-sunna wa-l-jama’a wa-l-hijra (in etwa: Gemeinschaft der Anhänger der Sunna bzw. der Sunniten, welche die Hidschra bzw. Auswanderung aus heidnischen Gebieten befolgen) und vergleicht indirekt die eigene Situation im nigerianischen Staat mit Mohammeds Auszug aus Mekka.[27] Nach ersten Zusammenstößen mit nigerianischen Sicherheitskräften 2003 wurde die Gruppierung in den Medien als nigerianische Taliban bezeichnet.[28]
Erst seit dem Tod ihres Gründers Mohammed Yusuf 2009 nennt sich die Gruppierung jama’at ahl al-sunna li-l-da’wa wa-jihad ‘ala minhay al-salaf (in etwa: Gemeinschaft der Anhänger der Sunna bzw. der Sunniten, die mit den Mitteln des Dschihad im Sinne der Salaf für die Sache des Islam kämpfen);[29] in arabischer Schreibweise wiedergegeben als جماعة أهل السنة للدعوة والجهاد, DMG ǧamāʿat ahl as-sunna li-d-daʿwa wa-l-ǧihād,[30][31] wörtlich „Vereinigung der Sunniten für den Ruf zum Islam und den Dschihad“.[32] Die Umbenennung drückt eine veränderte Zielsetzung der Gruppierung aus, von der Forderung nach Emigration bzw. Rückzug aus einer als unislamisch erachteten Gesellschaft hin zur Befürwortung einer engen, salafistischen Auslegung des Dschihad im Sinne des bewaffneten Kampfes.[29]
Es ist eine aggressive, brutale Gruppe, die westliche Bildung ablehnt und unter Strafe stellt.
Boko Haram ist eine islamistische terroristische Gruppierung im Norden Nigerias, die auch in den Anrainerstaaten Tschad,[1] Niger und Kamerun aktiv ist.
Boko Haram setzt sich für die Einführung der Scharia in ganz Nigeria und das Verbot westlicher Bildung ein;[2] auch die Beteiligung an Wahlen lehnt sie ab.[3] Boko Haram ist bekannt für die Ermordung von Christen und von Muslimen, welche diese Gruppe nicht unterstützen.[4] Ethnisch gehören die meisten Mitglieder von Boko Haram dem Volk der Kanuri an.[5]
Diese Auffassung ist aber weit über Boko Haram hinaus verbreitet.
Erstaunliche viele Muslime auch und gerade im arabischen Raum halten westliche Bildung für Lüge und Sünde, und lehnen sie mit der Begründung ab, dass man keinerlei Bildung außerhalb des Korans benötige, weil im Koran bereits alles stehe, was man wissen könne und müsse. Ich hatte Euch schon einige Male von dem Erlebnis in den Emiraten erzählt, als ich da in einer Moschee erst mit dem Imam, und dann mit Muslimen ins Gespräch kam. Während ersterer mir vor allem eine Verständnisfrage stellen und von mir wissen wollte, warum wir im Westen so sauer darüber seien, dass sie ihrerseits über die Mohammed-Karrikaturen sauer sind, also mich eigentlich nur etwas fragen wollte, haben einige der anderen Muslime versucht, mich zum Islam zu bekehren. Als ich ihnen erklärte, dass das nichts wird, weil ich von meiner Mentalität her Wissenschaftler und Ingenieur bin und mein Weltbild auf Physik beruht, und ein Gott darin nicht vorkommt, versuchten sie es auf genau diese Masche: Mohammed habe im Koran praktisch die gesamte moderne Physik samt Kernenergie, Geologie und Raumfahrt vorhergesagt und erklärt, um mich davon zu überzeugen, dass der Koran die Quelle der Weisheit ist und auch jemandem wie mir alle Naturwissenschaften böte. Sie suchten mir dann Verse heraus, die man nur mit sehr, sehr viele Phantasie als zweizeilige Andeutungen interpretieren kann (ich habe dann etwas später herausgefunden, dass es da irgendwo eine Webseite gibt, auf der das behauptet wird, und von der sie das offenbar hatten).
So behaupteten sie, dass in Vers irgendwas in zwei Zeilen stehe, dass die Erde einen harten Kern habe, was die moderne Geologie und Physik ja inzwischen auch „entdeckt“ hätten und bestätigten, mir der Koran also schon lange vorher die Weisheit vom Aufbau der Erde vermittelt hätte. Selbiges mit Astronomie, Kernkraft und so weiter. Ich hatte eingewandt, dass man aus zwei Zeilen unmöglich die moderne Physik folgern könne, und dass sie es genau umgekehrt machten: Der Westen hat die moderne Wissenschaft erarbeitet, und sie suchten sich einfach nicht die am ehesten passende Verszeile und behaupten, der Koran war’s.
Und die arabischen Zahlen sind nicht nur keine Zahlen, sondern Ziffern und ein Darstellungssystem, sondern in Wirklichkeit indische Zahlen und existierten schon lange vor dem Koran.
Hat ihnen nicht gefallen.
Mir wurde daraus aber deutlich, dass es da Leute gibt, die die westliche Bildung für komplett überflüssig und für eine Art Gotteslästerung halten.
Ähnlich in Afghanistan und Iran, wo man der Meinung ist, dass Frauen eigentlich gar keine Bildung brauchen, vielleicht gerade so lesen.
Und obwohl der Terror auf Frankreichs Straßen – inzwischen brennt auch eine geisteswissenschaftliche Fakultät – ersichtlich von denselben Gruppen ausgeht, erzählen uns ARD, ZDF und viele Zeitungen, das seien Demonstranten, die „mehr und bessere Bildung“ forderten.
Während sich dieselben Medien überhaupt nicht daran stören, dass bei uns die Analphabetenquote drastisch ansteigt.
Und was mir auch nicht verständlich erscheint: Warum wird immer davon ausgegangen, dass sich Schüler und Studenten einfach nur hinsetzen und passiv vom Staat betrichtern lassen müssen, um an Bildung zu kommen?
Was hindert alle diese „Demonstranten“ eigentlich daran, sich Bildung aus Büchern selbst zu verschaffen? So, wie wir das früher gemacht haben?
Und warum wissen die Journalisten von ARD, ZDF und den Printmedien so gar nicht, wie man an Bildung kommt? Dass die nicht ausgeteilt wird wie Geld vom Sozialamt, sondern man sich die selbst erarbeiten muss? In die Bibliothek gehen und lesen?
Was meint Ihr, wieviele der Leute, die wir in den vielen Randale-Videos gesehen haben, sitzen anderentags in den Bibliotheken und brüten über schlauen Büchern?