Der Changan UNI-V
Leser fragen – Danisch weiß es auch nicht.
Ein Leser fragt an, ob unsere Autoindustrie jetzt voll im Arsch sei:
Gut, woher will man jetzt wissen, ob das echt ist, der Preis stimmt und das Auto taugt?
Ich habe das gefunden zum Xpeng G9L, der aber sagt, dass man schon auf ein paar Dinge achten soll:
Mir geht da immer die Frage durch den Kopf, wie das dann mit Wartung und Reparaturen aussieht, ob es da ein Händlernetz und Ersatzteile gibt. Das ist dann nämlich nicht billiger, wenn man das Auto nach 5 Jahren wegschmeißen kann, weil es auseinanderfällt oder man keine Ersatzteile mehr bekommt. Oder niemanden findet, der das reparieren kann. Oder man es gar nicht reparieren kann, weil man es nicht zerstörungsfrei auseinandernehmen kann, weil geklebt oder was auch immer.
Und wie die beim Crashtest abschneiden ist eine ganz andere Frage.
Oder wie die rosten.
Oder wie man Garantie- und Gewährleistungsansprüche geltend macht.
Andererseits: Wer weiß schon noch, ob es bei Mercedes, BMW, Audi, VW in fünf Jahren noch Ersatzteile gibt?
Ich will es mal so sagen: Ich halte es im Vergleich mit dem, was Mercedes, BMW und so weiter früher ablieferten, für gar nicht so billig, weil die damals sehr haltbar waren. Von Mercedes höre ich aber oft, dass Leute darüber schimpfen, dass selbst Autos im sechsstelligen Preisbereich aus billigem knarzigem Plastik bestehen und Qualitätsmängel haben. Und wer weiß, was der EU in 5 Jahren einfällt.
Insofern halte ich die China-Autos nicht so unbedingt für billiger im Vergleich mit früheren deutschen Autos, aber auf die Zuverlässigkeit und langjährige Nutzbarkeit deutscher Autos würde ich eben auch nicht mehr setzen. Und in Berlin wird einem sowieso alles geklaut oder niedergebrannt.
Insofern spricht durchaus für die China-Autos, dass man einfach weniger Kapital anlegt. Die halten zwar dann vermutlich viel kürzer und sind auch nicht wiederverkäuflich, sondern vermutlich nach spätstens 8 bis 10 Jahren Totalschrott. Und ob es diese Autofirmen mit den lustigen Namen in ein paar Jahren noch gibt oder die sich noch für den Ersatzteilmarkt interessieren, ob es dann noch irgendetwas für den Hui Buh oder den Weng Zeng gibt, ist fraglich. Mich erinnert das an das frühe 20. Jahrhundert, als damals, vor allem in Frankreich, England und den USA, jede Menge kleiner Automanufakturen aus dem Boden schossen und es unzählige Marken gab, aber nur wenige überlebt haben.
Außerdem ist China wirtschaftlich in Nöten, die sind gerade dringendst auf den Export angewiesen. Was, wenn in China die Pleitewelle losgeht und die zusammenfallen wie ihre Stadtruinen?
Das sind alles Gründe, warum man eigentlich wenig Kapital in ein Auto stecken sollte, und dafür dann auch gar nicht mehr mit einer langen Nutzungszeit rechnen sollte. Das ist zwar aus Umweltschutz- und meinetwegen auch Klimaschutzgründen bescheuert, aber es ist nun einmal Werk der EU und der Grünen, unsere Autoindustrie zu vernichten.
Insofern spricht durchaus einiges für diese China-Autos. Nämlich einfach der Umstand, dass man weniger Kapital anlegt und bei Diebstahl, Verlust usw. weniger Schaden eintritt, damit auch weniger Versicherung zu zahlen ist, und man ohnehin nicht weiß, was und womit man in der EU in 10 Jahren noch fahren kann und darf. Man zahlt 20.000 Euro, und kann erwarten, damit 5 bis 10 Jahre zu fahren.
Es ist eine Risikoreduzierung in unsicheren Zeiten.