Ansichten eines Informatikers

Wenn die Deutschlehrerin kein Deutsch kann

Hadmut
2.10.2026 12:14

Fast hätte ich geschrieben „Zustand Deutschland“ – aber es ist Österreich.

Heute.at: Ausländische Deutschlehrerin “kann selbst kein Deutsch”

An einer Mittelschule im Bezirk Melk sorgt eine neue Deutschlehrerin für Aufregung. Nach Schilderungen mehrerer Eltern soll die Pädagogin selbst Probleme mit der deutschen Sprache haben. Besonders brisant: Sie unterrichtet Deutsch im Leistungsniveau “Standard AHS”.

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Ein “Heute”-Leser, dessen Tochter von der Lehrerin unterrichtet wird, erzählt von den ersten Beschwerden daheim. “Meine Tochter kam vom Unterricht nach Hause und meinte, ihre Lehrerin sagt die Artikel nicht richtig”, berichtet der Vater.

Doch nicht nur bei der Grammatik soll es Schwierigkeiten geben. “Außerdem hat sie so einen starken Akzent, dass viele Schüler einiges von dem, was die Lehrerin sagt, gar nicht verstehen”, sagt der Vater.

Für ihn ist damit eine Grenze erreicht. “Gerade im Mittelschulalter brauchen die jungen Schüler Vorbilder, von denen sie lernen können. Es kann nicht sein, dass eine Deutsch-Lehrkraft kein Deutsch beherrscht.”

Klare Sache: Der Vater ist Rassist. Jede Wette. Wird bald in der Zeitung stehen.

Es hieß doch, dass wir das Zusammenleben täglich neu aushandeln müssen. Das ist auch mit der Grammatik und der Aussprache so. Wobei ich mich in Berlin nicht mehr trauen würde, auf der Straße mit jemandem Grammatik zu verhandeln.

Besonders irritiert zeigt sich der Vater über den Umgang der Direktion mit Beschwerden anderer Eltern: “Sie haben mir danach vom Gespräch mit der Schulleitung erzählt. Sie soll den besorgten Eltern gesagt haben, dass ihre Kinder der Lehrerin doch helfen könnten.”

Schöne neue Welt.

Die Tage habe ich im Fernsehen einen Bericht über eine Schule gesehen, an der die Kinder besser und schneller lernen, indem sie Tablets verwenden und von einer KI unterrichtet werden, die jedes Kind einzeln und individuell betüddelt und genau merkt, wo welches Kind Wiederholungs- und Erklärbedarf hat.

Man hört und liest immer mehr Berichte darüber, dass die Universitäten am Ende und obsolet geworden sind, weil das Universitätsstudium immer schlechter und bescheuerter wird, es aber immer bessere Alternativen gibt.

Im Prinzip sind wir aber auch schon an dem Punkt, an dem Schulen obsolet werden. Früher haben sich Reiche Privatschulen geleistet. Der Mittelstand auch mal einen Nachhilfelehrer. Nun ist es eine Frage der Zeit, bis das Modell dieser KI-Schule allgemein akzeptiert wird und Konzerne – oder sogar Schulbuchverlage – Schul-Abos anbieten, bei denen dann ein KI-Avatar-Lehrer dem Kind Nachhilfe gibt und seine Leistungen prüft. Das wird dann im großen Maßstab angebot, so McSchul oder so. Der klassische Schüler- und Studentenjob als Nachhilfelehrer fällt damit auch weg.

Die Frage ist allerdings, wieviel Industrieländer, die keine Rohstoffe haben und deren einziger Schatz die Bildung ist (war), noch wert sind, wenn sie nicht einmal mehr Lehrer stellen können.