„Jetzt beginnt die Islamisierung der Universitäten“
Eine Leserzuschrift. Und ich weiß nicht, ob ich lachen oder weinen soll.
Wie toll, das in Europa (noch) einzigartig:
https://www.uni-muenster.de/Islamische-Theologie/
https://www1.wdr.de/nrw/muenster/islamisch-theologische-fakultaet-100.html
Und die Linksextremisten vom WDR finden das natürlich s*u*p*e*r, denn es geht ja erstens darum, gegen “rechts” zu sein, und zweitens die “Angst vor der Islamisierung” zu nehmen. Jaja, genau, und zwar durch die Islamisierung, kann man sich nicht ausdenken!
“Viele Muslime gucken dann auch in diese Richtung, weil wir brauchen als muslimische Gemeinschaft nicht nur Gebetsräume, sondern wir brauchen auch Räume, wo man gewisse Denkprozesse anstoßen kann, offen diskutieren und reflektieren kann.”
Also offen angekündigte Landnahme. Bei der Eröffnung sind die ganzen unterwürfigen Linken mit dabei:
Unter den angekündigten Gästen sind auch die ehemalige deutsche Botschafterin beim Heiligen Stuhl, Annette Schavan, der Münsteraner Bischof und Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Heiner Wilmer, sowie die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Adelheid Ruck-Schröder. Den Festvortrag hält der Berliner Soziologe und Sozialphilosoph Hans Joas.
Nur die Schröter, die Einzige in D, deren islamkritischer Lehrstuhl angeschossen wurde, ist natürlich nicht mit dabei.
Widerlich.
Andererseits: Vielleicht ziehen die ja dem Gendergesülze die Gelder ab…? 😉
Naja, der Wind dreht sich, und die Universitäten drehen sich mit. Die sind schon lange nicht mehr wissenschaftlich und nur noch reine Opportunitätshuren. Universitäten sind wie das ZDF: Es wird immer das gesendet, was die Regierung hören will. Und die Oppositionellen sind die Bösen.
Es ist in der Tat eine hochinteressante Frage, wie sich das mit dem Genderkram vertragen wird. Vermutlich werden die Frauenbeauftragten jetzt für das Recht einstehen, Burka zu tragen, und getrennte Lehrveranstaltungen zu bekommen. Was mich daran erinnern, dass ja die Feministinnen schon getrennte Informatikstudiengänge und eigene Frauenbibliotheken etablierten und gegen freizügig abgebildete Frauen in der Werbung wetterten. Das passt dann doch eigentlich ganz gut zusammen.
Mich beunruhigt daran etwas anderes, was der Leser nicht erwähnt und nicht erkennt:
Ich habe von der Theologie noch nie etwas gehalten, aber historisch war sie eben eine der vier Gründungsfakultäten der europäischen Universität. Goethes Faust:
Habe nun, ach! Philosophie,
Juristerei and Medizin,
Und leider auch Theologie
Durchaus studiert, mit heißem Bemühn.
Da steh’ ich nun, ich armer Tor,
Und bin so klug als wie zuvor!
Heiße Magister, heiße Doktor gar,
Und ziehe schon an die zehen Jahr’
Herauf, herab und quer und krumm
Meine Schüler an der Nase herum –
Und sehe, dass wir nichts wissen können!
Das will mir schier das Herz verbrennen.
Zwar bin ich gescheiter als alle die Laffen,
Doktoren, Magister, Schreiber und Pfaffen;
Mich plagen keine Skrupel noch Zweifel,
Fürchte mich weder vor Hölle noch Teufel –
Dafür ist mir auch alle Freud’ entrissen,
Bilde mir nicht ein, was Rechts zu wissen,
Bilde mir nicht ein, ich könnte was lehren,
Die Menschen zu bessern und zu bekehren.
Auch hab’ ich weder Gut noch Geld,
Noch Ehr’ und Herrlichkeit der Welt;
Es möchte kein Hund so länger leben!
Drum hab’ ich mich der Magie ergeben,
Ob mir durch Geistes Kraft und Mund
Nicht manch Geheimnis würde kund;
Dass ich nicht mehr mit sauerm Schweiß
Zu sagen brauche, was ich nicht weiß;
Dass ich erkenne, was die Welt
Im Innersten zusammenhält,
Schau’ alle Wirkenskraft und Samen,
Und tu’ nicht mehr in Worten kramen.
Philosophie, Juristerei, Medizin und leider auch Theologie.
Nun muss man allerdings erwähnen, dass die Theologie, zumindest der Neuzeit, nicht identisch war mit der Religion. Katholische Religion und katholische Theologie sind zwar ähnlich und verwandt, aber nicht deckungsgleich. Theologie ist eher so die Meta-Ebene, die Lehre von den Religionszweigen und deren Entstehung. Ich würde sagen, der untaugliche, aber doch immerhin unternommene Versuch, Religiosität eine wissenschaftliche Komponente zu verleihen. Theologie versucht zumindest, als Thema „über Religion“ und nicht die Religion selbst zu haben. Joseph Ratzinger, Papst Benedikt, war ja so einer, der das zweigleisig fahren wollte und immer versuchte, auch theologisch-wissenschaftlich daherzukommen, also nicht nur zu glauben, sondern auch die Frage zu durchschafeln, was Religion eigentlich ist.
Diesen Versuch hat man auch in der „islamischen Theologie“ zunächst unternommen.
Ich habe mich damit zwar nie näher befasst, aber ich kann mich erinnern, mal einen Text gelesen, und ich bin mir ziemlich sicher, auch im Blog schon mal bearbeitet zu haben, in ein Muslim darüber schimpfte, was ihm an der Uni widerfahren war. Er hatte sich als Migrant hier in islamischer Theologie immatrikuliert und hatte da so etwas wie Moschee für Fortgeschrittene erwartet, so eine Art Elite-Koranschule.
Was er aber fand, hat ihn auf die Palme gebracht und hoch erzürnt: Die haben nicht den Islam gepredigt, sondern die Entstehung des Islam, dessen Herkunft und Entwicklung untersucht. Wie könne man nur, die käme doch von Allah und niemandem sonst. Gotteslästerung! Und dann redeten sie von Mohammed, als wäre er ein normaler Mensch, und hätten kein einziges Mal „Friede sei mit ihm“ gesagt. Der war höllenstinksauer, weil die da etwas anderes gelehrt haben, als er erwartet hatte. Er hatte eine Koranschule erwartet, die religiöse Befassung mit dem Koran, Glaubenskram, und keine kritische Betrachtung, was der Islam ist.
Das ist aber Jahre her. Inzwischen dürften viele solcher Leute wie der angekommen sein, und wenn ich mir das so durch die Hirnritze ziehe, was ich da so auffange, drängt sich mir der Eindruck auf, dass man da die islamische Theologie als eine Meta-Wissenschaft, als eine Art Geschichte des Islam (statt Islam und Koran) in die Islam-Lehre selbst ummodelt, dass man aus den Universitäten also Koranschulen macht.
Dass also der Islam quasi das wird, was an den DDR-Universitäten der Marxismus-Leninismus war.
Der nächste Schritt wird sein, dass man den Islam als Nebenfach in Geisteswissenschaften und dann in MINT-Fächern wählen kann. Und man dann einen Bachelor, einen Master und einen Doktor in Islam machen kann. Quasi so „Ich bin Diplom-Muslim“. Den Boden geebnet für Abschlüsse in Ideologie haben Linke und Frauen mit Feminismus und Gleichstellung.
Drollig finde ich dann das:
Wie können Männlichkeitsbilder islamistische Radikalisierung begünstigen – und was wirkt ihnen entgegen? MIRAD verbindet Forschung und Präventionspraxis, um neue, geschlechtergerechte Gegennarrative aus der islamischen Tradition zu entwickeln und ihre Wirksamkeit wissenschaftlich zu überprüfen.
Da wünsche ich viel Erfolg.
Theologie überhaupt als Wissenschaft zu betrachten, halte ich für einen massiven Fehler. Das wäre noch tragbar gewesen, solange man es als eine spezielle Art von Geschichte betrachtet hätte, eine Erklärung dessen, wie und warum die Gesellschaft religiös wurde. Die Frage, warum manche Menschen gläubig sind und andere völlig glaubensresistent. Wozu das Hirn einen Gott braucht und sich erfindet, sich einredet. Ich hatte das ja früher mal als virtuellen Leithammel bezeichnet, den man vor sich herträgt, damit man ihm immer dahin „folgen“ kann, wo man gerade hin will.
Aber spätestens dann, wenn die Trennlinie zwischen Theologie und Religion fällt, hat das mit Wissenschaft gar nichts mehr zu tun. Dann ist es das Gegenteil, die Abwesenheit von Wissenschaft.
Sagen wir es so: Ich habe es ja nicht mehr mit den Universitäten, ich muss das ja nicht mehr miterleben.
Aber dieses Land wird im Ganzen rapide enden.