„Wasabi-Paste“
Auch das noch.
Beim Aufräumen der Küche und Ausmisten der letzten Corona-Notvorräte noch eine Packung (drinnen eine Tube) „Wasabi-Paste“ gefunden. Zum Sushi. War hinter den Reis gefallen.
Auf der Suche nach dem Haltbarkeitsdatum bei der Zutatenliste vorbeigekommen:
- Wasser
- Meerrettich 18,6%
- Sojaöl
- Maisstärke
- Süßungsmittel: E 420
- Salz
- Maltodextrin
- Verdickungsmittel: E 460, E 415
- Meerrettich – Wasabi 0,7%
- Aroma
- Säureregulator E 330
- Kurkuma-Pulver
- Farbstoffe: Kupferkomplexe der Chlorophylle und Chlorophylline
Warum darf etwas als „Wasabi-Paste“ verkauft werden, wenn 0,7% davon „Meerrettich – Wasabi“ sind?
Und heißt das, dass wenigstens diese 0,7% dann Wasabi sind, oder ist das auch wieder eine Mischung?
Obwohl: Wenn man die Vorderseite genau ansieht, dann steht da groß und auf leuchtend grünem Grund „Wasabi-Paste“ und zwar direkt darunter, aber unauffällig schwarz auf blau und deutlich kleiner „0,7% Wasabi“. Das ist mir aber auch erst aufgefallen, als ich diesen Artikel hier geschrieben habe.
Immerhin: 18,6% Meerrettich. Das ist ja schon mal in der Nähe. Es gibt auch Wasabi-Fakes auf Senfbasis.
Irgendwo habe ich mal gelesen, es ginge dem Wasabi wie dem Olivenöl: Es werde weltweit viel, viel mehr davon verkauft, als hergestellt wird.
Vermutlich wird man sich darauf hinausreden, dass in Zahnpasta ja auch kein Zahn, und in Schuhcreme kein Schuh drin ist.