Ansichten eines Informatikers

Die „engmaschige Gefährderüberwachung“

Hadmut
30.7.2026 16:37

Vom Geschwätz, dem dummen …

Ich habe mich die letzten zwei, drei Tage enorm geärgert, weil ich immer wieder in den Medien, vor allem Fernsehen, vor allem von linken Frauen, Kommentare gehört habe, die sich darüber aufregten, dass die Behörden den CSD-Attentäter Abdul Ballout sogar überwachten, eine Videokamera vor seiner Wohnung installiert hatten und noch eine Stunde vor dem Anschlag das Haus verlassen habe.

Sie könnten nicht verstehen, warum man Gefährder nicht „engmaschiger“ überwache. Wie denn das sein könne, dass ein solcher Gefährder überhaupt in die Nähe einer solchen Veranstaltung komme.

Dumm, dümmer, am dümmsten. Nein, nicht am dümmsten. Am dümmsten sind die, die eine Fußfessel fordern. Was hätte eine Fußfessel hier gebracht? Gar nichts.

Ich frage mich dann aber immer, wie die sich das eigentlich vorstellen. Die schippern hier schiffeweise dubiose Leute an, und erwarten dann, dass die Polizei alles richtete, indem sie die Gefährder „engmaschig überwacht“.

Was soll das Personal dafür herkommen?

Wer soll das bezahlen?

Wieviele Polizisten pro Gefährder sollen wir denn aufstellen?

Wie genau sollte das ablaufen? Hätte dem, wenn er mit dem Auto losfährt, sofort ein Polizeiauto folgen sollen? Und wann, an welcher Stelle, hätten die wie eingreifen sollen? Hätten die den mitten in Berlin erschießen sollen mit der Begründung, er sei nur noch 500 Meter von einer Menschenmenge entfernt gewesen?

Mir geht dieses Geschwätz von der „engmaschigen Gefährderüberwachung“ so auf die Nerven. Es ist so dumm.

Und da lese ich gerade im Fachblatt für Psychologie und Gewaltprävention, der BILD: Ermittler packt aus, was bei Gefährder-Überwachung schiefläuft – „Wenn du 50 Gefährder hast, gehst du unter“

Leider hinter Paywall, aber man kann sich aus dem Anreißer schon denken, worauf es hinaus läuft:

Zwei islamistische Attentäter, ein fast identisches Muster: Beide galten als brandgefährlich, saßen im Gefängnis, kamen frei – und töteten kurz darauf. Die Terrorfälle in Berlin und Dresden offenbaren gravierende Probleme bei der Überwachung von bekannten islamistischen Gefährdern.

Ein erfahrener Ermittler schildert, warum die Polizei solche Gefährder oft nicht eng genug im Blick hat und wo das System bei Überwachung und Datenaustausch versagt. Jetzt lesen mit BILDplus.

Das ist schon quantitativ nicht zu schaffen.

Man kann jede Polizei und jeden Steuerzahler überlasten, indem man einfach nur genug „Gefährder“ macht oder schickt.

Im Prinzip ist das wie mit der neuen Kriegstechnik mit den Drohnen: Viele kleine billige überlasten jedes Abwehrsystem. Ein paar werden abgefangen, aber ein paar andere kommen immer durch.