Ansichten eines Informatikers

Stirbt die Republik an der Überakademisierung?

Hadmut
29.7.2026 21:00

Erstaunliche Theorie – sie würde zwei zentrale Themen meines Blogs zusammenführen.

Sehr interessante Theorie:

Die AfD ist auf dem Weg, sich als größte politische Kraft des Landes zu etablieren. Eine Erklärung für ihren Aufstieg liefert eine Theorie des US-Soziologen Peter Turchin. Folgt man dieser, versteht man auch die verheerende Wirkung der „Brandmauer“.

[…]

So wird die Gesellschaft gespalten

Im Kern besagt diese Theorie, dass sich eine Gesellschaft spaltet und dysfunktional wird, wenn es zu einer Überproduktion von Eliteaspiranten kommt. Erhöhter Wettbewerb innerhalb der Elite schafft Konflikte. Frustrierte Eliteaspiranten bilden Gegeneliten und versuchen, die Masse gegen die herrschende Elite zu mobilisieren. Das Ergebnis ist soziopolitische Instabilität, die sich in zunehmenden politischen Kämpfen, wirtschaftlichem Niedergang und einer Finanzkrise des Staates äußert. Das passt zu Deutschland.

Wir sterben daran, dass wir zu viele Leute gezüchtet haben, die sich für schlau halten.

Sie sind nicht schlau, aber sie stehen in einem harten Wettbewerb um Stellen und Posten für Schlaue – und müssten deshalb die Gesellschaft in Gute und Böse spalten?

Während der 1970er-Jahre verdoppelte sich die Zahl der Studenten in Deutschland. Im Jahr 1983 gab es schließlich zehnmal so viele Studenten wie 1953. In der Tradition der 68er neigten viele dieser Studenten zum politisch linken Lager. Und viele traten den Marsch durch die Institutionen im Staatsdienst und dessen Umfeld an, so wie es von den Achtundsechzigern propagiert worden war.

Die meisten milderten ihre politischen Ansichten mit zunehmendem Alter – wie zum Beispiel der frühere baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann von den Grünen, der einst in jungen Jahren Mitglied des Kommunistischen Bundes Westdeutschlands war. Aber sie schafften es, ihre politische Grundhaltung an den Nachwuchs weiterzugeben. So kam es zu einem politischen Linksdrall in Politik, politischem Vorfeld, Staatsdienst, öffentlichem Rundfunk und im staatlich subventionierten Kulturbetrieb.

Im gegenwärtigen, dem 21. Bundestag, haben 81 Prozent der Abgeordneten einen Hochschulabschluss. Die Unionsparteien und die Grünen liegen mit 91 Prozent, die SPD mit 88 Prozent über diesem Durchschnitt. Dagegen haben nur 22 Prozent der Bevölkerung einen akademischen Abschluss. Die Neigung der akademischen politischen Elite, die nichtakademische Mehrheit der Bevölkerung im Sinne ihrer links-grünen Ansichten zu erziehen, hat dort zu Frustration und Ablehnung geführt.

Das hieße, wir haben eine völlig verblödete, aber eingebildete Elite produziert, die

  1. ihren eigenen Schwachsinn der Bevölkerung aufzwingen will, aber nicht merkt, dass es willkürlicher Schwachsinn ist,
  2. einen fiktiven Feind bekämpfen will, weil sie im Wettbewerb um zu wenig Stellen, aber nicht wettbewerbstauglich sind.

Das ist ein interessanter Punkt, denn SPD und Grüne behaupten ja immer, es gehe darum, die Bevölkerung zu „repräsentieren“, besonders geschlechtlich, aber liegen bei 91 bzw. 88 Prozent Akademisierung im Gegensatz zu 22 Prozent in der Bevölkerung.

Das gab frustrierten Eliteaspiranten die Möglichkeit, eine Gegenelite mit dem Anspruch zu organisieren, die übergangene Mehrheit zu repräsentieren. So kam es, dass die AfD zwar einen Akademikeranteil von nur 61 Prozent hat, dafür aber einen besonders hohen Anteil an Abgeordneten mit Promotion, die möglicherweise eher fähig sind, die Gegenelite mit Inhalten zu füllen.

Im Spiegel von Turchins Theorie betrachtet, ist die „Brandmauer“ geradezu ein Geschenk an die Gegenelite. Durch diese wird es einfacher, eine solche Gegenelite zu bilden und die von der herrschenden Elite frustrierte Masse zu binden. Je länger und intensiver die Brandmauer von der herrschenden Elite verteidigt wird, desto größer die Aussicht auf den Sieg der Gegenelite.

Die Brandmauer war ein Akt des Konkurrenzkampfes um Abgeordnetenstellen, baute aber die AfD erst auf.

Aus Turchins Theorie folgt aber auch, dass sich gesellschaftlicher Friede erst wieder einstellen wird, wenn der zahlenmäßige Überhang der Elite abgebaut ist.

Wisst Ihr, was das heißt?

Es heißt, dass die Frauenförderung das Land zerstört hat.

Denn ganz wesentlich durch die Frauenförderung und Frauenquote hat man eben diesen Überfluss an „Eliteaspiranten“ aufgebaut, der das Land zerstört hat. Viele Studienfächer sind ja längst von Frauen dominiert.

Es passt auch exakt zu meinen Erlebnissen an der Uni Karlsruhe und am Bundesverfassungsgericht: Man wollte mit Gewalt und kriminellem Handeln die Konkurrenz von Quotenfrauen zu fachlich ausgebildeten Männern stärken.

Wenn diese Theorie stimmt, dann hat der Feminismus nicht nur indirekt über den Wegfall des Nachwuchses, und die zur Frauenförderung erforderliche Verblödung, sondern direkt und unmittelbar das Land zerstört, einfach weil man damit zu viele Akademiker erzeugt hat.

Und das war ein zentrales Ziel von Angela Merkel.

Das heißt, wir könnten das Land retten, wenn man den Frauenanteil an den Universitäten auf 10% begrenzt.